Nachrichten 2. Halbj. 2018




Das 15-köpfige Team der inklusiven Kita St. Nikolaus in Kall freut sich mit seiner Leiterin Heidi Zander (vorne, ganz r.) auf das Jubiläum am Sonntag 9. September. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Inklusive Kita wird zehn

Zwei Kindergärten in Sötenich und Kall schlossen sich 2008 zusammen – Nach Umbau vier Gruppen im Schatten der Kaller Pfarrkirche – Das Jubiläum wird am Sonntag, 9. September, mit buntem Programm gefeiert – Uwe Reetz singt mit den Kindern

 

Kall - Mit einem großen Fest feiert die inklusive Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kall am Sonntag, 9. September, von 10.30 bis 17 Uhr ihr zehnjähriges Bestehen. Das Jubiläum, bei dem die Kinder mit und ohne Handikap im Mittelpunkt stehen sollen, steht unter dem Motto „Ich-Du-Wir“.

 

Das 15-köpfige Kita-Team um Leiterin Heidi Zander hat für das Fest ein buntes Programm zusammengestellt. Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der nahen Pfarrkirche St. Nikolaus, dem sich das Unterhaltungs-Programm für jung und alt in der Kita neben dem Pfarrheim anschließt.

 

Die Besucher erwartet ein Puppentheater, beim Dosenwerfen können sie ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen oder mit einer Foto-Box lustige Bilder schießen. Mit einer Buttonmaschine werden Erinnerungs-Buttons gepresst. Weitere Angebote sind Fußball und Kinderschminken.

Einer der Höhepunkte ist ein Auftritt des Kinderlieder-Sängers Uwe Reetz, der seine beliebten Songs zusammen mit den Kindern vorträgt, wobei die obligatorische Polonäse durch die Kita nicht fehlen darf. Mit einer Cafeteria und einer Ess-Meile ist auch für das leibliche Wohl der Besucher ausreichend gesorgt.

 

Aus der Geschichte

 

Die inklusive Kita St. Nikolaus hatte vor zehn Jahren ihren Ursprung in der Fusion zweiter, seit 1970 bestehender Einrichtungen in Sötenich und Kall. In Sötenich bestand seit 1970 die zweigruppige Heilpädagogische Kita St. Raphael in der Trägerschaft der Caritas Lebenswelten GmbH. Gleich alt war die zweigruppige katholische Kita der Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Kall.

Als die Pfarrgemeinde im August 2008 die Trägerschaft der Kita St. Nikolaus ebenfalls an die Caritas Lebenswelten übertrug, war dies der Startschuss zur Bildung einer inklusiven Kindertagesstätte St. Nikolaus.

Sofort wurde mit dem Umbau und der Erweiterung der Räumlichkeiten der Kita im Leiengarten in Kall begonnen. Während des Umbaus wurden drei Gruppen in Sötenich und eine Gruppe in Kall betreut.

 

Kita-Leiterin Heidi Zander: „So entstanden die ersten gemeinsamen Schritte des zusammengewürfelten Teams sowie der Kinder und Eltern“. Dem vorrausgegangen seien ein Kennenlernen bei einem Kindertheaterstück in Sötenich und mehrere Team-Zusammenkünften.

Nach der Fusion und dem Umbau in Kall erfolgte der Umzug der Sötenicher Gruppen nach Kall.

 

In der inklusiven Kita gibt es seit der Gründung vier Gruppen mit unterschiedlichen Betreuungsangeboten. Eine Gruppe für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung, eine zweite Gruppe für Kinder ab zwei Jahren bis zur Einschulung sowie zwei heilpädagogische Gruppen. Davon, so Heidi Zander, wird eine als inklusive Gruppe für Kinder mit und ohne erhöhten Förderbedarf geführt.

 

 

64 Kinder begleitet und gefördert

 

 

Insgesamt werden in der Kita St. Nikolaus 64 Kinder gemeinsam begleitet und gefördert. Das Kita-Team ist multiprofessionell. Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Kinderkrankenschwestern, Physiotherapeuten, Logopäden und Motopäden kümmern sich um die „Pänz“. Ebenfalls eine Küchenkraft und Praktikanten im Freiwilligen Sozialen Jahr.

 

In der Kita gibt viele gemeinsame Aktionen für die Eltern und Kinder. Seit 2008 hat man in Kooperation mit dem Forum Düren eine Eltern- Kind-Spielgruppe für Kinder ab einem Jahr. Im Jahresverlauf finden Sommerfeste, ein Kennenlernen-Fest für die neuen Kita-Kinder, ein Vater-Kind-Aktionstag und viele weitere Begegnungs- und Kontaktveranstaltungen statt. Für die Eltern wurde dafür ein Eltern-Café eingerichtet.

 

„Die ersten beiden Jahre waren davon geprägt, aus den früheren   Konzeptionsansätzen ein gemeinsames neues und passendes Konzept für die vier unterschiedlichen Gruppenformen zu entwickeln“ erinnert sich Heidi Zander. Dieses Konzept werde beständig allen neuen Begebenheiten angepasst.

Im Zuge der Neu- und Weiterentwicklung ließ sich die Kita 2013 beim Bundesverband zum „Haus der Kleinen Forscher“ zertifizieren.

Im Rahmen vieler Projekte und Lernwerkstätten erforschen die Kinder wöchentlich auch teilweise außerhalb der Kita viele spannende Themen, wie zum Beispiel im Frühjahr das Thema Abwasser mit einem abschließenden Besuch der Kläranlage Kall.

Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es dank, einer Spende der Allianz-Generalvertretung Raphael Tümmler, für die Kinder eine Kinderbücherei, in der zweimal wöchentlich Bilderbücher ausgeliehen und mit nach Hause genommen werden dürfen.

 

 

Kleinbus von der Hilfsgruppe Eifel

 

 

Heidi Zander: „Wir fördern damit auch das Miteinander von Kindern und Eltern, die den Kindern aus den Bilderbüchern vorlesen“. Beim Kauf der Bücher, der durch eine Spende der Allianz möglich wurde, habe man sich an den Altersgruppen und Bedürfnissen der Kinder orientiert.

 

Als Pate steht seit vielen Jahren die Hilfsgruppe Eifel an der Seite der Kita. Die kaufte ihr zum Beispiel einen Kleinbus. Damit fährt die Kita zum Einkauf für das täglich frisch gemachte Frühstück für die Kinder, er wird für Ausflüge und für Fahrten zum Wald genutzt.

 

Durch ihre Lage mitten in Kall, erlebt sich die Kita als Teil der Pfarre und des Gemeindelebens. Sie beteiligt sich an Festen oder Aktionen wie z.B. an gemeinsamen Gottesdiensten, dem Kindergarten-Fußballturnier oder im Kaller Karneval an der Kindersitzung. Bei Festen der Hilfsgruppe Eifel unterstützt die Kita St. Nikolaus ihre Paten, indem sie ihnen durch Kinderschminken einen kleinen Beitrag als Dank zurückgeben kann.

 

Seit mehreren Jahren nimmt die Kita am Kinderfastenprojekt von Misereor teil. Die Kinder erfahren dabei innerhalb der Projektzeit etwas über das Land und die Kinder, für die Geld gesammelt wird. „Sie spielen die Spiele dieser Kinder, entdecken die Tiere und die Besonderheiten des Landes und lernen zum Abschluss auch das dortige Essen kennen, welches sie hier gemeinsam mit uns zubereiten“, so Kita-Leiterin Heidi Zander.

 

Kurz vor Ostern werden von den Kindern kleine Weckhasen gebacken und an die Eltern verkauft. Dieses Geld bringen die Kinder dann zum Pastor, der es an Misereor weiterleitet. Seit 2016 gestaltet die Kita St. Nikolaus ihre eigene Martinsfeier mit einem kleinen Umzug durch die Straßen in der Umgebung. Heidi Zander: „Dabei sorgen ein St. Martin mit Pferd, eine kleine Musikkapelle und die Feuerwehr in Kall dafür, dass die Kinder und Eltern mit dem Kita-Team gemeinsam einen wunderschönen Abend erleben.“

 

 

Außengelände Dank Sponsoren

 

 

Von Januar bis August dieses Jahres wurde das Außengelände der Kita neugestaltet. Dieses 50.000 Euro teure Projekt wurde größtenteils durch den Träger, aber auch durch großzügige Spenden der Firma Schoeller, der VR-Bank Nordeifel und der Hilfsgruppe Eifel sowie durch Sachspenden der Firma Schaar und Blumen Geschwind möglich gemacht.

 

Durch die gemeinsame Planung durch das Kindergartenteam und der Eltern unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Lothar Gerhards ist ein naturnahes Außengelände entstanden, das den Kindern viele Möglichkeiten bietet, sich zu bewegen, Naturräume zu erleben und Plätze zum Verweilen zu entdecken. Ausgeführt wurden die meisten Arbeiten durch die Firma Kessel aus Wolfert. Aber auch Eltern packten an der Baustelle mit an. Heidi Zander: „Pünktlich zum Jubiläum soll alles fertig sein“.

pp/Agentur ProfiPress


Das Babysitter-Diplom kann im September in Nettersheim, Sistig und Reifferscheid erworben werden. Foto: Dan Race/Fotolia/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Babysitter-Diplome des DRK

Die Familienbildung des Roten Kreuzes macht Interessierte im September in Nettersheim, Sistig und Reifferscheid fit im Babysitten

Eifel – Die Familienbildung des Roten Kreuzes bildet im September in drei Tageskursen Interessierte zu Babysittern aus. Die Kurse finden statt am Samstag, 8. September, jeweils von 9 bis 16.30 Uhr in den Familienzentren Nettersheim (Schulstraße 6) und Sistig (Schleidener Straße 2) sowie am Samstag, 22. September, ebenfalls von 9 bis 16.30 Uhr, im Awo-Familienzentrum Reifferscheid (Fuhrweg 5).

Häufig ist es für Eltern und Alleinerziehende nur durch den Einsatz von Babysittern möglich, etwas ohne Kinder zu unternehmen, an Veranstaltungen teilzunehmen oder anderen Terminen nachzukommen. Natürlich wollen die Eltern ihren Nachwuchs in die bestmöglichen Hände übergeben. Aus diesem Grund wird Dozentin Anna Nisius die Teilnehmer der Kurse in Nettersheim und Reifferscheid schulen und ihnen ein Gefühl für ihre Verantwortung vermitteln, in Sistig wird der Kurs von Susanne Belß geleitet.

Welche Spielmöglichkeiten hat ein Kind, wie funktioniert die Säuglingspflege, was macht man bei Krankheiten oder Unfällen, wie macht man sich in schwierigen Situationen verständlich, wie reagiert man auf verschiedene Altersphasen? Das sind die Fragen, denen sich Nisius und Belß unter anderem widmet. Auch auf die Rechte und Pflichten eines Babysitters weisen sie hin. Am Ende erhält jeder Teilnehmer ein Babysitter-Diplom.

Der Kursus richtet sich an Schüler, Studenten und alle, die Freude am Umgang mit Kindern haben. Anmeldungen nehmen die drei Familienzentren Nettersheim (02486/800448), Sistig (02445/1088) und Reifferscheid (02482/2750) und die DRK-Familienbildung in Euskirchen (02251/791181) entgegen. Die Kosten für den Tag belaufen sich auf 25 Euro.

pp/Agentur ProfiPress


Im Familienzentrum Kall können Teilnehmer des DRK-Kursus ab 5. September, 19 Uhr, ihre eigenen Näh-Ideen umsetzen. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Kreatives Gestalten

Nähkursus des Deutschen Roten Kreuzes ab Mittwoch, 5. September, 19 Uhr, im Familienzentrum Kall, Hüttenstraße 26

Kall – Das Deutsche Rote Kreuz startet am Mittwoch, 5. September, mit einem fünfteiligen Nähkursus im Familienzentrum Kall (Hüttenstraße 26). Die Teilnehmer treffen sich immer mittwochs von 19 bis 21.15 Uhr.

Der Kursus richtet sich an Menschen, die den Wunsch haben, eine Kleinigkeit für ihr Kind zu nähen – von Kuscheltier über Mützchen bis hin zum Schmusetuch. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dozentin Eugenia Braun wird die ersten kreativen Nähversuche gemeinsam mit den Teilnehmern in Angriff nehmen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro. Anmeldung direkt im Familienzentrum Kall (02441/5554) oder bei der DRK-Familienbildung (02251/791184). Teilnehmer müssen eine Nähmaschine mitbringen.

pp/Agentur ProfiPress


Die Kaller Kirmes findet dieses Jahr von Samstag, 25., bis Montag, 27. August, statt. Davon profitieren besonders die Schulkinder, die noch Ferien haben. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Jahrmarktsfreuden zum Ferienende

Kaller Kirmes vom 25. bis 27. August – Maigeloog gräbt Knochen aus

Kall – Am letzten Augustwochenende – und wie im vergangenen Jahr am Ende der Schulferien – wird in Kall wieder Kirmes gefeiert. Von Samstag, 25., bis Montag, 27. August, haben die zahlreichen Buden am Kirmesplatz in der Auelstraße geöffnet.

Die Kirmes beginnt traditionell mit dem Ausgraben des Kirmesknochens durch das Maigeloog am Kirmessamstag um 17.30 Uhr am evangelischen Altenheim im Vogtpesch. Anschließend marschiert das Maigeloog, musikalisch unterstützt von der Musikkapelle Kall, zum Kirmesplatz. Dort wird erstmals Ortsvorsteher Stefan Kupp die Kirmes offiziell mit dem Fassanstich eröffnen.

Auf dem Kirmesplatz werden die Jahrmarkts-Beschicker vier Fahrgeschäfte aufstellen: den Auto-Scooter, die Raupenbahn, das Karussell „Schatzinsel“ sowie den Safari-Jet. Auch bei den „Magic Games“, am Schießwagen, am Ping-Pong-Wagen und der Pfeilwurfbude wird eine Menge Kurzweil geboten.

Der Getränkefachhandel Schmitz und der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier sorgen mit ihren beiden Getränkeständen auf dem Kirmesplatz dafür, den Durst der Besucher zu löschen. Für den Hunger haben zwei Imbissbuden, von denen eine auch Reibekuchen anbietet, allerlei Leckereien im Angebot.

Die Toiletten in der Bürgerhalle sind während der Kirmes für die Besucher geöffnet. Während der Kirmes muss die Auelstraße zum Teil gesperrt werden. Die Sperrung reicht von der Hauptschule bis zur Bürgerhalle. Wegen der Schulferien entsteht keine Beeinträchtigung des Schulbusverkehrs.

pp/Agentur ProfiPress


Regina Red alias René Schaffrath gastiert am Freitag 10. August, zum dritten Mal im Saal Gier in Kall. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

„Regina Red“ wieder da

René Schaffrath gibt am Freitag, 10. August, im Saal Gier eine Sondervorstellung für den WDR – Kaller Kneipenverein machte den Auftritt kurzfristig möglich – Eintritt frei

 

Kall - Ein Sondergastspiel im Saal Gier in Kall gibt der Eifeler Travestie-Künstler René Schaffrath alias „Regina Red“ kurzfristig am kommenden Freitag, 10. August, ab 20 Uhr. Der Auftritt ist wegen Fernsehaufnahmen des WDR anberaumt worden, der den Künstler in seinem TV-Programm vorstellen will. Das schreibt der Kaller Redakteur Reiner Züll der Agentur ProfiPress. Es sei bereits das dritte Gastspiel, das Schaffrath im Saal Gier gibt.

Der Eintritt zu der Vorstellung ist frei, Einlass ab 18 Uhr. Um 20 Uhr startet eine Warm-Up-Party, ehe die Show mit „Regina Red“ dann um 21 Uhr beginnt. Uwe Schubinski, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier, rechnet trotz der kurzen Vorlaufzeit erneut mit einem vollen Haus.

 

„Mit ihrer Show rund um Gesang und Comedy gastiert »Regina Red«, die singende Hair-Stylistin von der »Puderrosa«-Ranch zum dritten Mal mit Charme und strahlender Schönheit im Saal Gier. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es ihr, die Show zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen“, schreibt Reiner Züll. Ihre große Stärke sei das Parodieren internationaler Stars wie Amy Winehouse oder Tina Turner.

Auch Klassikern der Unterhaltungsbranche wie Trude Herr oder Marilyn Monroe verleihe sie ihre ganz persönliche Note. René Schaffrath schlüpft bei seiner Show in viele Damenrollen: Mal erscheint er als Nena im Saal, ein andermal als zaubernde Putzfrau „Herta Hurtig“ oder als „Weiße Rosen aus Athen“ verteilende Nana Mouskouri. Züll: „Auch beim Parodieren der Sängerinnen Andrea Berg und Tina Turner weiß René Schaffrath das Publikum zu begeistern.“

 

www.gaststaette-gier.de

www.regina-red.de


Der Bleibach in Scheven (Gemeinde Kall) ist nach einem Starkregen über die Ufer getreten. Die Menschen versuchen sich der Fluten zu erwehren. Am 30. August wird bei einer Aufklärungsveranstaltung im benachbarten Mechernicher Rathaus informiert, welche effektiven Maßnahmen Haus- und Grundstückseigentümer treffen können. Archivfoto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Schutz vor Hochwasser

Aufklärungs- und Infoveranstaltung am 30. August ab 18 Uhr auch für Kaller Bürger im benachbarten Mechernicher Rathaus – Expertin der Verbraucherzentrale steht Rede und Antwort

Kall/Mechernich – Die lange Dürre seit Mai lässt die Menschen in den Kommunen Kall und Mechernich fast vergessen, dass ihre Territorien in den vergangenen Jahren wiederholt von dramatischen Starkregen heimgesucht wurden. Wie man Haus und Grundstück vor den Folgen einigermaßen schützen kann, ist jetzt Thema einer Aufklärungsveranstaltung am Donnerstag, 30. August, von 18 bis 19.30 Uhr im Mechernicher Rathaus.

Dr. Ute Rose, Expertin der Verbraucherzentrale NRW, referiert und beantwortet Fragen, zum Beispiel „Wie kann ich mein Haus vor den Folgen, die durch den Rückstau der Wassermassen entstehen, wirksam schützen?“ oder „Wann und wo tritt Starkregen auf und bin ich von Rückstau betroffen?“ Im Anschluss können ihr und den Vertretern der Stadtwerke Fragen gestellt werden.

Kostenlose Info-Broschüre

Die kostenlose Info-Broschüre „Alles klar bei Starkregen?“ wird ebenfalls an Ort und Stelle ausgegeben. Die Teilnahme ist kostenfrei, um verbindliche Anmeldung beim Mechernicher Ortsvorsteher Günther Schulz wird gebeten unter Telefon (0172) 26 33 865 oder per Mail unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Starkregenereignisse, über die regelmäßig in den Medien berichtet wird, können Wasser auf Straßen und Hofflächen aufstauen und von außen oder aus Richtung des Abwasserkanals in Gebäude eindringen. Dabei entstehen oft große Schäden: Möbel und Elektrogeräte werden zerstört, tiefliegende Räume durch das Schmutzwasser beschädigt und liebgewonnene Erinnerungsstücke vernichtet.

Monika Schiffer von der Verbraucherzentrale Euskirchen warnt: „Für alle Schäden durch Rückstau haften Grundstückseigentümer/-innen selbst! Hausbesitzer sollten ihre Immobilie deshalb rechtzeitig vor der Gefahr eines unkalkulierbaren Rückstaus und einer Überflutung bei Starkregen schützen.“

Individuelle Beratung zu allen Themen rund um die Abwasserleitung erhalten Interessierte auch kostenlos unter 0211 / 3809 300, über geschützte E-Mail-Adresse als Grafik und auf www.abwasser-beratung.nrw

pp/Agentur ProfiPress


Die Bonner Deutsch-Rock-Band „Klöbner“ mit Ralf Rickert, Dietrich Mathweis, Guido Holzemer, Wolfgang Zerbe und Burkhard Raffenberg (von links) gastiert am 31. August im Saal Gier in Kall. Foto: Atelier Herff Bonn/pp/Agentur ProfiPress

Rock mit „Klöbner“ im Saal Gier

Die Bonner Band um Guido Holzemer macht Live-Musik für Jung und Alt – „Keine Begleitmusik zum Biertrinken“ – Songs der neuen CD „Weiter & weg“ - Nach dem Konzert geht der Hut rund Kall – „Echte Musiker. Echte Songs. Echter Sound. Klöbner Live“, lautet das Motto eines Rockabends mit der Bonner Band „Klöbner“ am Freitag, 31. August, im Saal der Gaststätte Gier in Kall. Mit dem Deutsch-Rock-Konzert setzt der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier seine Veranstaltungsreihe in der vereinseigenen Wirtschaft fort. Vorsitzender Uwe Schubinski freut sich, eine aufstrebende Band in Kall begrüßen zu können, die nicht nur Musik für junge Leute macht. Die Band verzichtet auf eine feste Gagenforderung und spielt „für den Hut“. Das heiße, so Schubinski, dass nach dem Konzert ein Spenden-Hut rundgereicht wird. Gestartet als „Dr. Klöbner & die feinen Herren“ mit dem Schwerpunkt deutsche Rockmusik, wurden die fünf gestandenen Musiker von ihrer eigenen Kreativität überrumpelt und konnten bereits im zweiten Jahr nach Bandgründung Nachgespieltes durch eigene Songs ersetzen. Dass diese von Beginn an live vom Publikum gut angenommen wurden, bestärkte die Band in ihrer Entscheidung. Auch wenn dies bekanntlich der beschwerliche Weg ist. Fortan reicht auch die Kurzform des Namens: „Klöbner“. Bei der Band geht es nicht um radiotaugliche Begleitmusik zum Biertrinken, hier kommt vor allem der musikinteressierte Zuhörer auf seine Kosten. Die fünf banderfahrenen Musiker Guido Holzemer (Lead-Gesang, Gitarre), Wolfgang Zerbs (Gitarre, Gesang), Ralf Rickert (Drums), Dietrich Mathweis (Bass, Gesang) und Burkhard Raffenberg (Keyboards) bringen eine Mischung aus verschiedenen Rock-Genres hervor. Immer wieder gibt es Anleihen und Zitate, denen man anhört, welch Geschmackes Kind hier am Werke ist. Mal rockiger, mal poppiger und hier und da gibt es Einflüsse aus Blues und Funk. Dabei legen die Musiker stets großen Wert auf Dynamik und Transparenz bei Sound und Text. Denn hier werden die Storys aus dem Leben und von der Liebe erzählt, wobei die Texte und Melodien eingängig und deshalb auch zum Mitsingen geeignet sind. Aktuell hat „Klöbner“ eine CD mit 14 Songs produziert. Das Album heißt „Weiter & weg“ und wurde von dem Ausnahme-Gitarristen Dago Willms produziert. Der Silberling, den die Band beim Konzert in Kall präsentiert, zeigt mit 15 eigenen Songs, wie sich innerhalb eines überschaubaren Zeitraums eine Nur-so-zum-Spaß-Kapelle zu einer eigenständigen Rockband mit individuellem Stil entwickelt hat. Die Songs der Band erzählen Geschichten von Gewinnern und Verlierern, Zockern, Verlassenen und Verliebten, Entdeckern und Versteckern. Wie das Leben so spielt, sind auch die Geschichten, in denen sich so mancher wiederfinden wird. Musikalisch führt „Weiter und weg“ die Konzertbesucher in Kall vom funkig-souligen „Casino" über ein hymnisches „Weil alles geht" und ein apokalyptisches „Magellan" mit schön heavy angehauchten Strophen zu einem gewollt auf 1983 gebürsteten „In deinem Haus", welches mit seinem Rhythmus zum Abtanzen zwingt. Auch „Sterne“ lässt das Tanzbein zucken. Im leicht countryesken Titelsong weiß der Hörer, wo die Reise hingeht: bis zum Horizont und immer weiter, weiter, weiter und weg, alles hinter sich lassend. Auch sinniert die Band über die Zeit und stellt ohne Reue fest: „Wir wandeln uns“; ein mit Gitarre und Sitarklängen angestimmter Song, der sich zum Ende hin zu einer echten Mitsingnummer mausert. Das Konzert im Saal Gier beginnt um 20 Uhr, Einlass ist bereits um 18 Uhr. https://kloebnerrockt.jimdo.com pp/Agentur ProfiPress

Sowohl die 21 erfolgreichen Kurs-Teilnehmer, als auch die Organisatoren und Unterstützer freuten sich über die erste Auflage des Projekts „Seepferdchen in Sicht“ im Hallenbad Kall. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Keine Angst mehr vor dem Wasser

Erstmals fand im Kreis Euskirchen das Projekt „Seepferdchen in Sicht“ statt – Gemeinde Kall stellte Hallenbad zur Verfügung – Rotary Club Euskirchen finanzierte

Kall/Kreis Euskirchen – 21 Kinder und Jugendliche, die im Kreis Euskirchen leben, haben eine gewaltige Leistung vollbracht. Sie haben etwas innerhalb von zwei Wochen geschafft, für das andere oft mehrere Monate brauchen. Sie – Geflüchtete, Migranten und finanziell nicht auf Rosen Gebettete – haben im Kaller Hallenbad ihr Seepferdchen erworben. Im Berufskolleg Eifel wurde es ihnen nun überreicht.

Sieben Kinder und 33 Jugendliche und junge Erwachsene hatten sich angemeldet. 21 haben den zweiwöchigen Crash-Kurs der Schwimmschule Wellenbrecher aus Euskirchen bestanden. 16 von ihnen haben nun das Seepferdchen, fünf haben in dieser kurzen Zeit sogar das bronzene Schwimmabzeichen errungen. Der Kursus endete am ersten Ferienfreitag um 11 Uhr, der letzte Teilnehmer hat um 10.59 Uhr am Beckenrand abgeklatscht und die erforderliche Distanz für das Seepferdchen geschafft. Weil ein Kind und zwei Jugendlichen nur sehr knapp gescheitert waren, bietet Wellenbrecher-Leiterin Simone Schridde diesen drei Teilnehmern an, ihr Abzeichen bei einem weiteren Kursus zu erlangen.

„Seepferdchen in Sicht“ heißt das Projekt, das von Jutta Bernardy vom Kommunalen Bildungs- und Informationszentrum (Kobiz) des Kreises Euskirchen entwickelt, organisiert und betreut wurde. Die Schulsozialarbeiterinnen Susanne Dahmen und Gisela Sicken-Endres vom Berufskolleg Eifel haben sie unterstützt. Finanziert hat den Schwimmkursus der Rotary Club Euskirchen, der 4666 Euro aus einer Adventskalenderaktion spendete. Der Verein „Vielfalt Leben im Kreis Euskirchen“ beteiligte sich ebenfalls mit einer Spende.

Bernardy dankte außerdem der Gemeinde Kall für ihr Entgegenkommen. So blieb das Hallenbad auch in den Ferien eine Woche geöffnet, damit der Kursus stattfinden konnte, Schwimmmeister Frank Katzfey ging sogar eine Woche später erst in Urlaub. Umliegende Schulen verzichteten zugunsten des Seepferdchen-Projekts in der letzten Schulwoche auf ihren Schwimmunterricht.

„Wir sind froh, eine gute Lösung gefunden zu haben“, sagte Michael Heller, allgemeiner Vertreter des Kaller Bürgermeisters. Das Projekt bringe gleich zwei positive Effekte mit sich: Die Teilnehmer würden nicht nur die Angst vorm Wasser verlieren und Sicherheit beim Schwimmen gewinnen, sondern sich auch noch bewegen und Sport treiben. Den ausgezeichneten Teilnehmern wünschte er „weiterhin Spaß am Schwimmen und am Sport“.

Manfred Poth, allgemeiner Vertreter des Landrats, war nicht nur beeindruckt von dem Engagement der Kinder, sondern stellte auch Jutta Bernardy heraus: „Sie ist eine Netzwerkerin par excellence, die Menschen von Ideen begeistern kann.“ Poth hofft, dass es nicht der letzte Schwimmkursus dieser Art im Kreis Euskirchen ist, denn „jeder, der beim Schwimmen ertrinkt, ist einer zu viel“.

Matthias Bungart, Präsident des Rotary Clubs Euskirchen, will diesem Trend, dass heutzutage weniger Kinder schwimmen können und deshalb mehr Kinder ertrinken, entgegenwirken, weshalb der Verein das Seepferdchen-Projekt auch finanziell unterstützt hat. „Es ist schwieriger als früher, Schwimmen zu lernen“, meinte Bungart und macht die geringere Anzahl an Schwimmbädern als Ursache aus. Den Ausgezeichneten wünschte er nun „Gutes Wetter, damit ihr schwimmen gehen könnt.“

pp/Agentur ProfiPress


Zufriedenheit und Sorge gleichermaßen herrschte auf der Jahreshauptversammlung beim Vorstand des Bürgervereins Kall. Von links: Vize-Vorsitzender Bert Spilles, Kassierer Gottfried Schnitzler, Vorsitzender Helmut Weiler und die Beisitzer Uwe Schubinski und Peter Berbuir. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein Silberstreif am Horizont

Der Bürgerverein Kall zog Jahres-Bilanz – Trotz Rückgang der Vermietungen noch Gewinn erzielt – Mietpreise und Verbrauch von Energie auf den Prüfstand gestellt – Die Mitgliederzahl sinkt

Kall – „Unsere Finanzlage ist nicht gerade zum Jubeln, aber trotzdem ein gesundes Ruhekissen“, umschrieb Kassierer Gottfried Schnitzler die Situation im Bürgerverein Kall. Bei der Jahreshauptversammlung im Tagungsraum der Bürgerhalle zog der Verein im Beisein von Bürgermeister Hermann-Josef Esser Bilanz über das verflossene Geschäftsjahr. Dabei wurde deutlich, dass Zufriedenheit und Sorge sich im Verein die Waage halten.

Obwohl die Zahl der Vermietungen der Bürgerhalle rückläufig ist und auch der Bierumsatz erheblich zurückgegangen ist, ist es dem Verein erstmals wieder gelungen, einen Gewinn von rund 1600 Euro zu erzielen. Dafür dankte Ex-Bürgermeister Hans Kaiser dem Vorstand, der beispielhaft gewirtschaftet habe.

Eingangs der Versammlung hatte Vorsitzender Helmut Weiler berichtet, dass bei einer Überprüfung der Bürgerhalle keine Sicherheitsmängel festgestellt worden seien. Jedoch werde in nächster Zeit eine Sanierung des Daches fällig, wobei der Verein bei dieser Finanzierung auf Hilfe der Gemeinde angewiesen sei. Man werde zu gegebener Zeit einen entsprechenden Antrag an die Gemeinde stellen.

Ein Problem bereitet dem Verein die sinkende Zahl der Mitglieder, die nach dem Tod von drei Gründungsmitgliedern im vergangenen Jahr auf 57 zurückgegangen ist. Der Verein sei überaltert und brauche unbedingt jüngere Mitglieder, so Helmut Weiler. Den Vorstand habe man bei der letzten Wahl bereits verjüngt.

Die Veranstaltungen seien rückläufig: Sei die Halle im Jahr 2015 noch 30 Mal vermietet gewesen, so seien letztes Jahr nur noch 21 Vermietungen zu verzeichnen gewesen. Das habe auch zu einem rückläufigen Bierumsatz geführt, was folglich auch zu einer geringeren Gutschrift durch den Bierverleger geführt habe. Dankesworte richtete Helmut Weiler an den Hausmeister Herbert Reinders, der gute Arbeit leiste und immer zur Stelle sei, wenn es mal Probleme gebe.

Mietpreise angepasst

Kassierer Gottfried Schnitzler zeichnete die Entwicklung der Veranstaltungen in der Bürgerhalle und die damit verbundene Entwicklung der Einnahmen auf: Im Jahr 2015 habe der Verein bei 30 Vermietungen Einnahmen von 20.300 Euro verzeichnen können. Im Jahr 2016 hätten 19 Vermietungen zu Einnahmen von 14.800 Euro geführt, die jedoch die Ausgaben nicht gedeckt hätten.

Deshalb habe man die Mietpreise überprüft und angepasst. Ebenso habe der Vorstand den Energieverbrauch auf den Prüfstand gestellt und spürbare Einsparungen erreicht. Mit Miet-Preisen zwischen 150 Euro für Vereine und 475 Euro für kommerzielle Veranstaltungen und Großhochzeiten biete der Bürgerverein die Halle trotzdem noch günstig an. Immerhin habe der Verein im letzten Jahr durch 21 Vermietungen und die Beiträge der Vereinsmitglieder Einnahmen von 17.800 Euro und sogar einen Überschuss von rund 1500 Euro erzielen können, berichtete „Finanzminister“ Schnitzler. Gottlob seien im letzten Jahr keine größeren Reparaturen angefallen. Schnitzler: „Eine neue Bestuhlung könnten wir uns heute nicht mehr leisten.“

Ob sich dieser letztjährige Silberstreif am Horizont fortsetzt, ist derzeit noch ungewiss. Im jetzt laufenden Geschäftsjahr 2018 sei die Halle erst neun Mal für Veranstaltungen angemietet worden, klärte der Kassierer auf. Sechs bis sieben Events seien noch in Aussicht. An 21 Veranstaltungen wie im vergangenen Jahr werde man vermutlich nicht herankommen. Das zeige, dass es immer schwieriger werde, die Halle zu vermieten.

„Wir sind aufgerufen, uns Sorgen zu machen“, sprach Gottfried Schnitzler für den Vorstand. Deshalb habe sich die Vereinsführung dazu entschlossen, eine Homepage erstellen zu lassen, damit der Verein und die Bürgerhalle im Internet präsentiert werden können.

Nach Ende der Tagesordnung bedankte sich Gottfried Schnitzler beim Vorstand, der sich im letzten Jahr zehn Mal getroffen habe. Sein besonderer Dank ging an den Vorsitzenden Helmut Weiler, der bereits seit 30 Jahren die Geschicke des Vereins leite. Ein Präsent hatte der Vorstand seinem „Chef“ bereits bei einem Vorstandstreffen überreicht.

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NRW-Ministerin Ina Scharrenbach trug sich im Beisein von Bürgermeister-Vertreter Michael Heller ins Goldene Buch der Gemeinde Kall ein. Foto: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress
Vorsitzender Uwe Schubinski übereichte Ministerin Ina Scharrenbach eine Dokumentation über das Gasthaus Gier und die Arbeit des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier. Im Hintergrund (von links) Vize-Vorsitzender Ralf Schumacher, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters Michael Heller und der Landtagsabgeordnete Dr. Ralf Nolten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ministerin wanderte bis Kall

Ina Scharrenbach ließ sich in der Gaststätte Gier die hausgemachte Kartoffelsuppe schmecken – Kneipen-Verein hoff auf Zuschüsse für Denkmalpflege – Eintragung ins Goldene Buch der Gemeinde – Pläne für Ortskernsanierung vorgestellt

Kall – Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen, befindet sich derzeit auf „Heimat-Tour NRW“. Jetzt besuchte sie auch die Nordeifel. Von Nettersheim aus war die Ministerin mit 46 Vertretern diverser Behörden und Organisationen bei sengender Sommerhitze auf dem Römerkanal-Wanderweg von Nettersheim nach Kall gewandert. Die Tour endete mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Gaststätte Gier. Mit kalten Getränken und einer deftigen, hausgemachten Kartoffelsuppe wurde die Wandergesellschaft bewirtet.

Vorsitzender Uwe Schubinski nutzte die Gelegenheit und stellte der Ministerin die Arbeit des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier, die umfangreichen Renovierungsarbeiten sowie die weiteren Pläne vor. Er übergab der Ministerin eine ausführliche Dokumentation mit einem Rückblick auf die Historie des denkmalgeschützten Gasthaues sowie einem Ausblick auf noch erforderliche Maßnahmen in Sachen Denkmalschutz. Der Vorstand informierte die Ministerin auch über Probleme bei der Erneuerung der denkmalgeschützten Fenster im Gastraum. Wegen der strengen Auflagen des Denkmalschutzes müsste der Verein allein für vier neue originalgetreue Fenster rund 10.000 Euro aufbringen.

Da Ministerin Ina Scharrenbach für die Bereiche Bauen, Wohnungsbau, Siedlungsentwicklung und Denkmalpflege zuständig ist, erhofft sich der Verein aus dem Sonderprogramm „Neue Förderkulisse“, in dem bis 2022 NRW-weit 150 Millionen Euro zur Verfügung stehen, Zuschüsse für dringend nötige Sanierungsmaßnahmen am denkmalgeschützten Gasthaus.

Dabei setzt der Verein auf die Aussage der Ministerin, die dazu beitragen möchte, „dass Ideen, die in vielen Initiativen vorhanden sind, auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können“. Wie sie beim Mittagessen verlauten ließ, soll die Bezuschussung von förderwürdigen Projekten möglichst unbürokratisch vonstattengehen.

Natürlich machte Scharrenbach auch einen Abstecher ins Kaller Rathaus. Dort stellten Michael Heller, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, sowie Monika Keutgen, Teamleiterin Planen und Bauen, der Ministerin und dem Landtagsabgeordneten Dr. Ralf Nolten das Modell vor, wie das Bahnhofsumfeld nach dem Umbau aussehen soll.

„Wir konnten der Ministerin und Herrn Dr. Nolten ein anschauliches Bild von Kall in den nächsten Jahren vermitteln und ein überzeugendes Konzept vorstellen. Nahezu alle Kommunen müssen auf den demografischen Wandel reagieren und ihre Ortschaften und ihre Infrastruktur attraktiv und am Leben erhalten“, sagte Heller. Kall setze genau an diesen Punkten an, derzeit sei viel im Wandel. „Die Gemeinde wird für die Zukunft gut aufgestellt sein“, ist sich Heller sicher.

Zum Abschluss der Stippvisite trug sich Scharrenbach auch ins goldene Buch der Gemeinde ein.

pp/Agentur ProfiPress


Matthias Grünert, Kantor der Dresdener Frauenkirche, wird in der Nordeifel an fünf Tagen 32 Orgelkonzerte geben. Bild: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

32 Orgelkonzerte in fünf Tagen

Mammutprogramm für Matthias Grünert, Kantor der Dresdener Frauenkirche – Orgel-Marathon Eifel startet am 8. August im Aachener Dom und endet am 12. August in der Steinfelder Basilika

Eifel – Organist Matthias Grünert, Kantor der Dresdener Frauenkirche, hat sich viel vorgenommen. Von Mittwoch, 8. August, bis Sonntag, 12. August, gibt er in 31 Kirchen der Nordeifel und in einer Orgelbau-Werkstatt Gastspiele. Auftakt ist am 8. August, 13 Uhr, im Aachener Dom. Auf der „Berg-Etappe“ des Marathons, am Freitag, 10. August, wird Grünert gleich achtmal alle Register ziehen.

Das große Finale findet am Sonntag um 16 Uhr in der Basilika des Klosters Steinfeld statt. Wie der dortige Organist Andreas Warler mitteilt, werden dort Orgelwerke von Johann Sebastian Bach zu Gehör gebracht, darunter Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552, Choralpartita „O Gott, du frommer Gott“ BWV 767, Praeludium und Fuge c-Moll, BWV 546.

Die Idee hinter dem Orgel-Marathon: Das besondere Musikprojekt soll nicht nur Konfessionen miteinander verbinden, sondern auch auf die vielfältige Orgellandschaft in der Nordeifel aufmerksam machen. In Kirchen und Klöstern der Region werden jeweils halbstündige Konzerte erklingen, dann reist der Organist zur nächsten Spielstätte weiter. Das Repertoire reicht von klassisch bis modern, kein Stück wiederholt sich während des Marathons, der auch nach Ostbelgien und nach Rheinland-Pfalz führt. Und alle Konzerte sind kostenlos für die Besucher.

„Alle Interessierten vor Ort sind herzlich eingeladen, die Konzerte zu hören“, meint deshalb Christoph Böhnke, Leiter des Gästehauses im Kloster Steinfeld. Außerdem kann Organist Matthias Grünert auch auf seinen Stationen begleitet werden. Ab Steinfeld finden Tagestouren mit dem Bus zu den einzelnen Stationen statt, einige Plätze sind noch frei. Wer Interesse hat, wird gebeten, sich unter 02441/889131 mit dem Gästehaus Steinfeld in Verbindung zu setzen.

Konzertreise von Kirche zu Kirche

Den Orgel-Marathon gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren. Die Idee hatte ein Freundeskreis im Eichsfeld, also im Bereich Hessen/Thüringen. Er suchte einen professionellen Organisten, der eine solche außergewöhnliche Konzertreise von Kirche zu Kirche unternehmen kann. Weil die meisten Organisten aber lange Vorbereitungszeiten an den Orgeln benötigen, erschien das Unterfangen aussichtslos.

Matthias Grünert war der einzige Organist, der sich eignete. Er blieb der außergewöhnlichen Reihe sogar treu, als er an die Dresdner Frauenkirche berufen wurde. Seit 2004 finden die „Orgel-Arena“ oder der „Orgel-Marathon” jährlich in wechselnden Regionen statt. Die Veranstaltungsreihe bringt deshalb höchste Kultur bis in die kleinste Dorfkirche. Nach der Lausitz 2012, Mittelfranken 2013, der Sächsischen Schweiz 2014 und der Altmark 2016 kommt nun die Eifel in den Genuss des Orgel-Marathons. Schirmherr ist der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet.

Organisiert wird der Orgel-Marathon vom Verein Kirchenklang, der 2009 im thüringischen Greiz gegründet worden ist. Die Mitglieder des Vereins kümmern sich um die Organisation, die Auswahl und die Vorbereitung der Orgeln.

Matthias Grünert hat bereits an einigen Konzertreisen in bedeutenden Kulturzentren von Island bis Japan teilgenommen. Er musizierte vor Persönlichkeiten wie dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama und Papst Franziskus. Nun gastiert er in der Eifel und beschert der Region ein außergewöhnliches Konzert-Highlight, das sich Musikfans nicht entgehen lassen sollten.

www.orgelarena.de

pp/Agentur ProfiPress


Teamgeist herrschte bei den Azubis, die in Kall ganz real zwei Wochen lang eine komplette Filiale alleine leiten durften. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Vom Azubi zum Filialchef

17 angehende Lidl-Kaufleute durften zwei Wochenlang die Kaller Firmenniederlassung selbständig leiten – Noch freie Lehrstellen zu besetzen – Durchaus auch für Abiturienten interessant

 

Kall – „Es muss nicht immer ein Studium sein. Auch Ausbildung kann richtig Spaß machen - vor allen Dingen dann, wenn man eigenständig arbeiten darf“: So beginnt der Schleidener Wochenspiegel eine Reportage über 17 Auszubildende der Marktkette „Lidl“, die jetzt in der Kaller Niederlassung des Unternehmens zwei Wochen lang Filialleitung üben durften.

Gesprächspartner des Reporters waren unter anderem Kim Wallraff und Sebastian Kelleter. Beide hatten nach dem Abitur ein Studium begonnen - Kim im IT-Bereich, Sebastian in Chemie - und sehr schnell gemerkt: „Das ist nicht mein Ding!“

Sie entschieden sich für eine Ausbildung bei Lidl. „Wir bieten neben den Ausbildungen zum Verkäufer und Kaufmann im Einzelhandel auch ein Abiturientenprogramm an“, erklärte Sindy Skrobanek, Verkaufsleiterin der Lidl-Regionalgesellschaft Kerpen.

Der Vorteil dieses Programms, für das sich auch Kim Wallraff und Sebastian Kelleter entschieden, besteht darin, dass gleich drei Abschlüsse in drei Jahren absolviert werden - Kaufmann im Einzelhandel, Handelsfachwirt und Ausbilderschein.

 

Ordentlicher Verdienst

 

Kim Wallraff und Sebastian Kelleter hatten beide keine Berührungsängste im großen Discountunternehmen. Sie fühlen sich dort nicht nur gut aufgehoben, „sondern der Verdienst in der Ausbildungszeit ist auch ganz ordentlich“, schmunzelte Sebastian Kelleter im Interview mit dem Redakteur Michael Nielen.

„Durch Ausbildung“, so Sindy Skrobanek, „ziehen wir uns den eigenen Nachwuchs heran, Absolventen des Abiturientenprogramms haben zudem die Perspektive, einmal Filialleiter oder Verkaufsleiter zu werden.“

Wie sich das anfühlen könnte, probten 17 Lidl-Azubis nun zwei Wochen lang in der Lidl-Filiale Kall. Die Niederlassung war für das Azubi-Projekt „Azubis leiten eine Filiale“ ausgesucht worden. „Dieses Projekt gibt es bereits seit fünf Jahren und die Azubis konnten sich dazu anmelden“, berichtete Kim Wallraf, die für den Zeitraum die Rolle der Filialleiterin übernahm.

Sindy Skrobanek: „Die Auszubildenden übernehmen die komplette Filiale sowie alle Aufgaben, die im Tagesgeschäft anfallen, also von der Warenbestellung über die Frischekontrolle bis hin zur Kassenabrechnung. Wir arbeiten hier unter ganz realen Bedingungen!“

Obwohl sich die Teilnehmer, die während der Zeit auch in Kall untergebracht waren, vorher nicht kannten, entstand sehr schnell Teamgeist: „Das ist einfach klasse, wir haben alle sehr schnell zusammengefunden, Verantwortung übernommen und haben versucht, die Kunden zufrieden zu stellen.“

Zudem informierten sie während des Samstagsgeschäfts mit einem Stand über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Lidl. „Trotz aller Anstrengungen“, heißt es im Wochenspiegel-Bericht, seien in der Region nicht alle Ausbildungsstellen bei Lidl besetzt. Man kann sich also noch bewerben: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

pp/Agentur ProfiPress


Weit mehr als 100 Besucher waren zum dritten Geburtstag des Begegnungscafés ins Kaller Pfarrheim gekommen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Gertrud Schütten hatte eine Geburtstagstorte zum dreijährigen Bestehend des Begegnungscafés gebacken. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Wilde Jam-Session zum Geburtstag

Das Begegnungscafé der Kaller Flüchtlingshilfe besteht seit drei Jahren – Geflüchtete Frauen richteten ergreifende Worte an die Besucher – Üppiges internationales Buffet

Kall – Wenn der Bürgermeister und sein Vertreter Teil einer Jam-Session sind, wenn Stühle und Tische herangeschafft werden müssen, weil mehr Menschen gekommen sind, als gedacht, wenn die gute Laune überschwappt und man ausnahmslos strahlende Gesichter sieht, dann kann man von einem gelungenen dritten Geburtstag des Begegnungscafés der Kaller Flüchtlingshilfe sprechen.

Weit mehr als 100 Menschen waren ins Pfarrheim St. Nikolaus gekommen, um bei einem üppigen Frühstück miteinander zu sprechen, sich kennenzulernen und Bekannte zu treffen. Denn aus den neuen Nachbarn, wie die Geflüchteten bezeichnet werden, sind längst alte Freunde geworden, ganz so, wie es sich die Initiatoren Dorothea Muysers und Hartmut Kieven damals gewünscht hatten.

Und weil man nur ungern mit leeren Händen kommt, haben viele Besucher leckeres Essen mitgebracht. Von Kirschkuchen und Brownies über Dicke Bohnen bis hin zu Speisen aus der Heimat der Geflüchteten. Und Gertrud Schütten vom Helferteam des Begegnungscafés hatte eine mit bunten Schmetterlingen, Sternen und Smarties überzogene Geburtstagstorte gebacken. Organisiert hatte das internationale Buffet Miguelina Drath.

Zu Beginn der Veranstaltung mussten sich alle Hungrigen aber noch etwas gedulden, denn Reiner Klein, Leiter der internationalen Rhythmusgruppe Kalimba, ließ seine Musiker zunächst ordentlich trommeln und bezog auch einige Besucher und Ehrengäste mit ein. So hatten Bürgermeister Hermann-Josef Esser, dessen allgemeiner Vertreter Michael Heller und der Flüchtlingsbeauftragte Paul Neufeld selbst plötzlich Percussions-Instrumente in den Händen und machten mit, während Prathap Mohan Kumar, der beim Begegnungscafé Kopf- und Schultermassagen anbot, mittanzte.

Neuer Termin nach dem Umzug

„Was wir heute sehen, haben wir alle gemeinsam geschafft“, sagte Bürgermeister Esser in seiner Ansprache und meinte damit die Geflüchteten, die Gemeinde und die Flüchtlingshilfe. Er dankte nicht nur den Unterstützern und dem Team um Waltraud Tümmler, das wieder seit 8 Uhr im Pfarrheim wirbelte, sondern ließ kurz die Erfolgsgeschichte Revue passieren. „Aus dem anfänglichen Willkommenscafé ist ein langfristiges Begegnungsangebot geworden“, sagte er. Er wies auch darauf hin, dass der Termin freitagmorgens um 9.30 Uhr vielleicht schon ab Herbst, nach dem Umzug ins Haus der Begegnung, donnerstags um 16 Uhr beginnt.

Ergreifend waren die Worte, die fünf Frauen, die in den vergangenen Monat den Deutschkursus für Mütter mit Kindern von Snezana Werner in der Hauptschule besucht hatten, an die Besucher richteten. Ebaa (26) aus Syrien hatte zunächst schlechte Erfahrungen gemacht. „Bei einigen Leuten sind wir nicht willkommen“, hat sie festgestellt. Umso glücklicher ist sie, dass sie in Kall lebt: Ihr Mann macht eine Ausbildung, ihre Tochter besucht bald den Kindergarten, sie selbst bildet sich fort.

Rana (29) erinnert sich an ihre Heimat Syrien. „Es war ein schönes Land, in dem jeder die Chance hatte, seine Träume zu verwirklichen. Doch dann kam der Krieg dazwischen.“ Sie und viele Syrer hätten das Land verlassen, um ihn Frieden zu leben. „Ich will mir hier ein Leben aufbauen und hoffe, dass wir hier die Chance haben, unsere Träume zu verwirklichen.“ Rania aus dem Iran brachte ihre Freude zum Ausdruck, in Kall so nette Leute kennengelernt zu haben.

Ayat berichtet vom Krieg vor der Haustür in Syrien. „Menschen wurden umgebracht, sie wurden auf der Straße erschossen.“ Auch sie und ihre Familie wollen in Deutschland etwas aufbauen. Ähnliches hat Farsehne erlebt. „Ich hatte Angst um meine Kinder im Krieg. Hier leben sie in Sicherheit und sind glücklich.“ Der Iraner Hassan Deldjouye Shahir, der in Schleiden lebt, vor 55 Jahren nach Deutschland kam und in der Flüchtlingshilfe aktiv ist, hofft auf ein baldiges Ende des Krieges. „Wenn der Krieg in Syrien vorbei ist, möchte ich als Ingenieur das Land wieder aufbauen“, sagte er.

Nach diesem offiziellen Teil begann der Ansturm auf das internationale Buffet. Auf dem Tisch waren diesmal auch Rezepte ausgelegt, damit jeder die Mahlzeiten nachkochen konnte. Für die jüngeren Gäste hatte der Jugendbus „Linie Zwo“ der Regionalstelle Eifel im Bistum Aachen auf dem Parkplatz vor dem Pfarrheim Halt gemacht und bot allerlei zum Spielen. Mitglieder des Jugendrotkreuzes schminkten außerdem Kinder.

pp/Agentur ProfiPress


Harald Heinen, Leiter der Feuerwehr und kommissarischer Ordnungsamtschef, vor dem Sandsacklager im Gerätehaus in Kall. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Sandsäcke von der Feuerwehr

Gemeinde Kall und Feuerwehr rufen Bürger zur Selbsthilfe bei Unwetterlagen auf – 5000 Sandsäcke im Gerätehaus – Wehrleiter Harald Heinen gibt Tipps zum Umgang

Kall – Eines ist mittlerweile gewiss: Das nächste Unwetter kommt bestimmt und wird auch nicht vor der Gemeinde Kall haltmachen. Weil auch eine bestens ausgestattete und hochmotivierte Feuerwehr nicht überall sein kann, rufen die Gemeinde und die Freiwillige Feuerwehr die Bürger auf, sich selbst zu helfen.

Die Freiwillige Feuerwehr gibt aus diesem Grund leere Sandsäcke als Hochwasserprophylaxe aus. „Seit den beiden Hochwassern Mitte Juni, wo wir jeweils dreißig Einsatzstellen hatten, haben wir etwa 100 Sandsäcke zum Selbstkostenpreis abgegeben“, berichtet Wehrleiter Harald Heinen, der bei der Gemeinde Kall momentan auch das Ordnungsamt leitet.

Der Selbstkostenpreis beläuft sich auf 30 Cent pro Sandsack, die nach Meldung beim Ordnungsamt (02441/888-37 oder -43) am Feuerwehrgerätehaus ausgegeben werden. „Dort haben wir immer 5000 ungefüllte Sandsäcke vorrätig“, erklärt Heinen. Die Sandsäcke müssen mit feinkörnigem Sand, Heinen empfiehlt Putz- oder Maurersand, zu drei Vierteln gefüllt werden. Anschließend werden sie mit einem Bändchen zugezogen und im gefährdeten Bereich überlappend ausgelegt, also vor Türen oder Grundstückseinfahrten.

„Die Sandsäcke werden zwar nass, lassen das Wasser aber nicht durch“, weiß der Wehrleiter. Für eine normale Haustür sollten im Regelfall fünf Säcke ausreichend sein. Sein besonderer Tipp: Noch sicherer ist die Barriere, wenn zwischen zwei Sandsackstapel eine Plastikfolie geklemmt wird. Nach dem Einsatz sollte der Sand ausgekippt und getrocknet werden, die leeren Sandsäcke sollten trocken und lichtgeschützt gelagert werden, damit sie möglichst lange halten und nicht verrotten.

Was viele Bürger nicht wissen: Die Feuerwehr hat schon immer Sandsäcke ausgegeben, das Angebot ist allerdings recht unbekannt, auch wenn die Anfragen steigen. „Bei aktuellen Wetterlagen teilen wir die Sandsäcke auch selbst aus“, sagt Heinen, ein entsprechendes Sandlager befindet sich ebenfalls am Gerätehaus in Kall. „Wir können 300 Sandsäcke im Soforteinsatz befüllen“, teilt Heinen mit.

Sollten größere Mengen benötigt werden, als die Feuerwehr Kall vorrätig hat, hilft das Technische Hilfswerk in Schleiden. Bei Großschadenslagen kann auch auf das Landessandsacklager in Bonn zurückgegriffen werden.

pp/Agentur ProfiPress


Cellerar Pater Lambertus Schildt verabschiedet Maria Butzke (l.) und Karin Leyendecker. Foto: Christoph Böhnke/Kloster Steinfeld/pp/Agentur ProfiPress

40 Jahre hinter Klostermauern

Steinfelder Salvatorianer feiern verdiente Mitarbeiterinnen in Küche und Service

Kall-Steinfeld – Anfang Juli gab es zwei eher seltene Jubiläen in der langen Geschichte des Eifelklosters Steinfeld zu feiern. Maria Butzke und Karin Leyendecker konnten auf jeweils 40 Jahre Mitarbeit im Kloster zurückblicken. Patres, Schwestern, Klostermitarbeiter und Angehörige gratulierten in einer Feierstunde.

Maria Butzke kam schon mit 18 Jahren in die Küche des Klosters. „Seit dem 1. Juli 1978 lernte sie in der Klosterküche im Team von Schwester Gabrielis das Kochhandwerk von der Pike auf“, schreibt Christoph Böhnke, der Chef des Gästehauses von Kloster Steinfeld: „Damals wie heute kocht sie mit Leidenschaft für Patres, Schwestern, Internatsschüler und Gäste.“

Internatsschüler wie in den Jahrzehnten zuvor, gebe es zwar nicht mehr, dafür seien jetzt mehr Schüler des Hermann-Josef-Kollegs mittags zu Gast. Im Kloster zu arbeiten ist bei Butzkes fast Familientradition, auch Marias Schwester Gabriele stand immerhin 39 Jahre ununterbrochen bei den Salvatorianern im Dienst, bevor sie vor fünf Jahren in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde.

 

Altarwäsche und Fußballtrikots

 

Karin Leyendecker begann Ihren Dienst im Dienstleistungs- und Raumpflegeteam des Internats am 21. Juli 1978. Später wechselte sie in die Küche und bediente die Hausgäste im Refektorium, bevor sie dann 34 Jahre lang in der Wäscherei des Klosters tätig war, in der vor allem die Kloster- Gästehaus- und Basilika-Wäsche bestens versorgt wird.

Waschen, schleudern, mangeln, bügeln und nähen gehört zu den regelmäßigen Aufgaben. Auch die Fußball- und Volleyballtrikots der Internats- und Schulmannschaften gehen durch Karin Leyendeckers kundige Hände. Sie hat ihr Haupterwerbsleben bereits vor zwei Jahren gegen den (Un-) Ruhestand eingetauscht und wirkt jetzt im Rahmen eines Minijobs fürs Kloster.

Christoph Böhnke: „Frau Butzke und Frau Leyendecker kann man mit Fug und Recht als gute Seelen des Kloster Steinfeld bezeichnen. Wir wünschen beiden in Gesundheit noch weitere gute Jahre hinter unseren Klostermauern!“

pp/Agentur ProfiPress


Vor dem Anpfiff stellten sich die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln (rote Trikots) und die Landrat-Rosenke-Elf zum gemeinsamen Gruppenfoto auf. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Sportfest mit Fußball-Legenden

Die Traditions-Mannschaft des 1. FC Köln spielte in Golbach gegen die Landrat-Rosenke-Elf – Promi-Auflauf zum 90-Jährigen des SSV – Auch Wembley-Torschütze Wolfgang „Bulle“ Weber weilte unter den Zuschauern – Tolles Wetter zum Jubiläum

Kall-Golbach – Ein Sommerwetter wie im Bilderbuch, drei Tage lang ein großer Besucheransturm und ein buntes Sportprogramm mit vielen Höhepunkten: Das alles war Grund genug, dass die Verantwortlichen des SSV Golbach mit dem Verlauf des diesjährigen Sportfestes anlässlich des 90-jährgen Vereinsbestehens mehr als zufrieden waren. „Es war ein tolles Wochenende“, resümierten SSV-Vorsitzender Ralph Drehsen und dessen Stellvertreter Guido Manstein am Sonntagabend als der Organisationsstress verflogen war.

Das Fest hatte bereits freitags mit einem Spiel der Golbacher Maijugend gegen die ehemalige zweite Mannschaft des SSV Golbach begonnen. Dabei hatte sich die Maijugend mit 2:1 Toren gegen die ehemaligen SSV-Kicker durchgesetzt. Es folgte ein Alt-Herren-Turnier, an dem Mannschaften des TSV Feytal, des SV Sötenich, der Spielgemeinschaft Sistig-Krekel, der SG Rotbachtal-Strempt und des SSV Golbach teilnahmen. Am Ende hatten die Alt-Fußballer des TSV Feytal mit den meisten Toren und Punkten die Nase vorn und gewannen das Turnier, dem sich vor dem Sportlerheim ein gemütlicher Abend mit DJ Archer anschloss.

Der Samstag stand im Zeichen des Jugendfußballs mit einem Einlagespiel der C-Jugend und einem Turnier von D-Jugendmannschaften. Hieß es bei Sportfesten vergangener Jahre stets „Unser Dorf spielt Fußball“, so hatte sich Breitensport-Abteilungsleiter Michael Hück in diesem Jahr etwas ganz anderes ausgedacht. „Unser Dorf spielt Völkerball“ lautete das Motto ab 16 Uhr. „Eine tolle Sache“, wie SSV-Vorsitzender Ralph Drehsen später resümierte. Nach einem Einlagespiel der A-Jugend gab es Live-Musik mit der Band „Delicious June“. Bis weit nach Mitternacht feierten die Festbesucher an der Bierbude und in der Sektbar.

Wie schon am Freitag und Samstag herrschte auch sonntags hochsommerliches Wetter auf der Sportanlage, die an diesem Tag Schauplatz von zweier ganz besonderen Ereignissen war. Am Mittag begann das traditionelle Fußballturnier aktiver Mannschaften um den Allianz-Peters-Cup, an dem der SV Sötenich, der gastgebende SSV Golbach, die Spielgemeinschaft 69 Marmagen-Nettersheim und der TuS Odendorf teilnahmen.

Sötenich behält den Peters-Cup

Den begehrten Pokal hatte der SV Sötenich bisher dreimal in Folge gewonnen. Und auch in diesem Jahr hatte der Namensgeber und Stifter Thomas Peters die Aufgabe, den großen Pokal an die Kicker aus Sötenich zu überreichen. Alle Mannschaften lobten den guten Zustand des Rasenplatzes, wofür sich die SSV-Verantwortlichen Ralph Drehsen und Guido Manstein bei den beiden Platzpflegern Yppi Klöcker und Dieter Manstein mit Präsenten bedankten.

Höhepunkt des Sportfestes war am Nachmittag das Spiel der Landrat-Rosenke-Elf gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln. Die von Willi Küpper trainierte Landrat-Elf um Spielführer Manfred Knie sah sich einem Team mit bekannten ehemaligen FC-Kickern gegenüber. Der Teammanager der Alt-Profis, Stephan Engels (39 Tore in 236 Bundesligaspielen für den FC), hatte eine starke Truppe mit nach Golbach gebracht. Alt-FC-Spieler wie Alexander Voigt, Matthias Hönerbach, Carsten Cullmann, Matthias Scherz, Herbert Hein, Steffen Herzberger oder Holger Gaißmayer zeigten, dass sie das Fußballspiel noch bestens beherrschen. Besonders Mittelstürmer Gaißmayer, der allein vier Tore erzielte, machte Franz-Peter Schäfer im Tor der Landrat-Elf das Leben schwer. Das Ergebnis von 6:1 Toren für die FC-Altstars zeigte, dass die Landrat-Kicker trotz der Übermacht der Ex-Profis ganz ordentlich mitgespielt hatten.

Auf der Betreuer-Bank der FC-Legenden saßen mit Manager Stephan Engels und Organisator Bernd Cullmann zwei ganz bekannte Ex-FC-Profis. Stephan Engels wurde mit dem FC 1983 DFB-Pokalsieger. Er bestritt acht Spiele in der Nationalmannschaft. Bernd Cullmann bestritt neben 341 Bundesligaspielen für den 1. FC Köln 40 Länderspiele für Deutschland, 1974 wurde er mit der Nationalelf Weltmeister in Deutschland und 1980 Europameister in Italien. Für Deutschland schoss Cullmann insgesamt sechs Tore. Er war auch Teil der Meistermannschaft des FC im Jahr 1978 und gewann dreimal den DFB-Pokal.

Erinnerung an Heinz Flohe

Die Traditionself, so Cullmann, spiele gern in der Eifel. Schließlich haben der FC und die Nationalmannschaft mit Heinz Flohe einen Spitzenspieler aus Euskirchen in ihren Reihen gehabt. Zudem habe der FC viele treue Fans in der Eifel.

Unter die Zuschauer hatte sich auch ein Gast gemischt, der bei der Fußballweltmeisterschaft 1966 in England Geschichte geschrieben hat. Es war der 74-jährige Alt-FC-Kicker Wolfgang Weber (356 Spiele/21 Tore für den FC), der Fritten verzehrend im Gras saß und von den wenigsten Fußballern erkannt wurde. Weber, damals wegen seiner Härte „Bulle“ genannt, schoss bei der WM 1966 im Finale gegen England in der letzten Minute der regulären Spielzeit das 2:2 und erzwang damit die Verlängerung.

Was dann in der Verlängerung im Wembley-Stadionpassierte, ist in der Fußballwelt bis heute umstritten. Als ein Engländer auf das Tor schoss, sprang der Ball an die Unterlatte und Weber zufolge von dort auf die Torlinie, von der Weber den Ball ins Aus köpfte. Der Schiedsrichter gab das sogenannte Wembley-Tor, das eines der berühmtesten in der Geschichte der Fußballweltmeisterschaft wurde.

Die Golbacher Zuschauer bemerkten den prominenten Gast erst, als die Spieler der Traditionself auf Weber zugingen und ihn begrüßten. Das Wembley-Tor, auf das er immer wieder angesprochen werde, sei für den 74-jährigen Weber kein Thema mehr. „Das ist nicht nur Schnee von gestern, sondern Schnee von vorgestern.“

Beim Sportfest konnten die Besucher sonntags bei einem Schätzspiel am Rewe-Glücksmobil 30 Eintrittskarten für ein Spiel des 1. FC Köln gewinnen. Der offizielle Kommersabend zum 90-Jährigen des SSV findet am Samstag, 29. September, statt.

pp/Agentur ProfiPress


Die St.-Nikolaus-Schule stellte das größte Team beim Blitzturnier. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Die Mannschaft der Gmeinschaftsgrundschule Kall wurde später von den anderen Klassen angefeuert. Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Integration steht an erster Stelle

Schüler der Kaller Grundschule, der Kaller St. Nikolausschule und Flüchtlingskinder aus Vogelsang feierten gemeinsam ein kleines Fußballfest - Trainer der Kaller SC organisierte das Blitzturnier Kall – Organisator Werner Müller, Fußballtrainer des Kaller SC, hatte eingeladen und Teams von der Kaller Grundschule, der St.-Nikolaus-Schule und ein Team von Flüchtlingskindern aus Vogelsang waren zur Heimstätte von Müllers Verein gereist, um dort ein Blitzfußballturnier auszutragen. Fast 50 Kinder waren mit von der Partie und hatten viel Freude am Spiel mit dem Ball. Die Idee kam Werner Müller bei seiner wöchentlichen AG in der Grundschule: „Wir wollten etwas zusammen mit den anderen machen. Dabei steht die Integration ganz oben. Aber auch der Spaß am Sport, der ja bekanntlich verbindet, kommt nicht zu kurz.“ Allein die Nikolausschule brachte 25 Kinder im Alter zwischen 10 und 17 Jahren mit. Von der Gemeinschaftsgrundschule Kall wurde ein Team aus dem dritten und vierten Schuljahr mit 14 Schülern zusammengestellt. Sieben weitere Jugendliche kamen aus dem Flüchtlingslager in Vogelsang. Richtig gute Stimmung kam auf als die anderen Klassen der Gemeinschaftsgrundschule als Schlachtenbummler die Teams lautstark unterstützten. Werner Müller war zufrieden und plant schon für die Zukunft. „Unser kleines Blitzturnier heute war sicherlich nicht die letzte Aktion dieser Art. Ob wir dabei immer nur Fußball anbieten werden bleibt abzuwarten. Ich könnte mir vorstellen auch andere Sportarten zu integrieren.“ pp/Agentur ProfiPress

Wiedergewählt wurden Pater Paul Cyrys (2. Vorsitzender, v.l.), Michael Heller (Geschäftsführer) und Landrat Günter Rosenke (Vorsitzender). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Den Vorstand im Amt bestätigt

Landrat Günter Rosenke bleibt Vorsitzender des Kreises der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld – Einstimmige Wahl – Alois Sommer: „Habemus papam“ – Satzung geändert

Kall-Steinfeld – Keine größeren Änderungen gab es bei den Vorstandswahlen des Vereins der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld. Die Wahl und einige Anpassungen und Änderungen der Vereinssatzung fanden im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung statt.

Der Vorstandstisch war mit dem Vorsitzenden Günter Rosenke, seinem Stellvertreter Pater Paul Cyrys und dem Geschäftsführer Michael Heller nur schwach besetzt, weil einige Mitglieder wegen Urlaub und Krankheit nicht an der Versammlung teilnehmen konnten. Sie alle hatten aber ihre Bereitschaft zur Wiederwahl signalisiert.

Die Neuwahl des Vorstandes, die reibungslos über die Bühne ging, leitete der 89-jährige Vereinssenior Alois Sommer. Der kommentierte die einstimmige Wiederwahl von Landrat Rosenke zum Vorsitzenden mit den Worten „Habemus papam“, der lateinischen Formel für eine erfolgreiche Papstwahl. Günter Rosenke nahm die Wahl an und versprach, auch weiterhin alles Mögliche für den Erhalt des Klosters und des Eifeler Musikfestes zu tun.

Einstimmig erfolgten auch die Wahlen des zweiten Vorsitzenden Pater Paul Cyrys, des Schatzmeisters Gottfried Schnitzler und des Geschäftsführers Michael Heller, der sich seit nunmehr acht Jahren um die Geschäfte des Fördervereins kümmert.

Wieder ein Bürgermeister im Vorstand

Als Beisitzer wurden Anna Esser und Hans Bösch wiedergewählt. Für den ehemaligen Bürgermeister Herbert Radermacher wurde dessen Nachfolger Hermann-Josef Esser zum dritten Beisitzer gewählt. „Damit ist der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Kall wieder im Vorstand vertreten“, hieß Günter Rosenke den neuen Vorstandskollegen willkommen.

Herbert Radermacher wird auch weiterhin aktiv im Verein mitarbeiten. Er übernimmt das Amt des langjährigen Rechnungsprüfers Helmut Poensgen aus Kall. Der hatte nach zehnjähriger Prüfertätigkeit auf eine Wiederwahl verzichtet. Jedoch nicht etwa wegen einer Arbeitsüberlastung, er möchte stattdessen nach so langer Zeit einem anderen Mitglied einen Einblick in das Finanzwesen des Vereins ermöglichen. Landrat Rosenke dankte Helmut Poensgen für seine langjährige Mitarbeit. Als zweiter Rechnungsprüfer wiedergewählt wurde Poensgens Namensvetter Hermann Poensgen aus Marmagen.

Ein weiteres Thema der Versammlung war die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU, über die Vorsitzender Günter Rosenke und Geschäftsführer Michael Heller informierten. Ein entsprechender Paragraf wurde in die geänderte Satzung aufgenommen. Daten der Mitglieder dürfen künftig nur für die Vereinsführung verwendet werden. Personenbezogene Daten dürfen laut der neuen Verordnung weder Dritten zugänglich gemacht werden, noch für vereinsfremde Zwecke genutzt werden.

Verantwortlich für den Datenschutz im Förderverein sind zukünftig der Vorstand und die Rechnungsprüfer. Weil die Zahl dieser Personen unter zehn liegt, braucht der Förderverein keinen speziellen Datenschutz-Beauftragten zu bestellen. Die Versammlung beschloss, der Einladung zur nächsten Vollversammlung ein Informationsblatt beizufügen, dessen Erhalt die rund 200 Mitglieder bestätigen müssen.

In der Satzung geändert wurde auch die Verwendung des Vermögens bei einer Vereinsauflösung. Sollte dieser Fall eintreten, fällt das Vermögen des Fördervereins an das gemeinnützige Provinzialat der Deutschen Provinz der Salvatorianer in München, mit der Maßgabe, dass es ausschließlich in gemeinnütziger Weise für die Förderung der Jugendpflege und Jugendfürsorge verwendet wird.

pp/Agentur ProfiPress


Gut gefüllt war die Aula der Hauptschule in Kall mit den Abschlussschülern und ihren Eltern. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Abschied für die Hauptschule

Letzte Entlassfeier für Schüler der städtischen Hauptschule Mechernich am Standort Kall – Die Schule wird nach diesem Schuljahr geschlossen – Grundschule Kall wird nach Umbau einziehen Kall/Mechernich – Unter dem Motto „Türen schließen sich – Türen öffnen sich“ stand die Abschlussfeier der Hauptschule Mechernich am Standort Kall. Nach einem Begrüßungsmarathon ließ Schulleiter Heinz Wolfgarten die Geschichte der Hauptschule Mechernich Revue passieren. 1968 war aus der Mechernicher Volksschule die Hauptschule Mechernich geworden. Mit Klassenstärken von bis zu 50 Schülern startete die Hauptschule Mechernich „Im Sande“ im Schuljahr 1969 als modernste und größte Volkschule im damaligen Kreis Schleiden mit 725 Schülern. Die Entwicklung in Wirtschaft und Technik mit ihren zunehmenden Anforderungen an Wissen und Können des Einzelnen zeigte deutlich auf, welchen Platz die Hauptschule auszufüllen hatte. 1984 weihte man eine neue, moderne Hauptschule im Mechernicher Schulzentrum ein. Mit 18 Klassenzimmern und 14 weiteren Pädagogikräumen erfüllte sie alle Voraussetzungen eines zeitgemäßen Unterrichts. Im Jahr 2016 fusionierten schließlich die Hauptschulen Mechernich und Kall und zogen in das Gebäude nach Kall, das 1970 errichtet wurde und zu Hochzeiten knapp 400 Schüler beherbergte. Jetzt wurden die letzten Schüler ins Berufsleben oder zu weiterführenden Schulen entlassen. Dabei gab Schulleiter Heinz Wolfgarten seinen Schützlingen ein letztes Wort mit auf den Weg: „Alle deine Träume können wahr werden, wenn du den Mut hast, sie zu verfolgen.“ Auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick war nach Kall gekommen, um den Schülern alles Gute auf ihrem weiteren Weg zu wünschen, aber auch, um der Schulleitung und den Lehrern einen großen Dank für ihre Arbeit auszusprechen. „Liebe Schüler, mit eurem bestandenen Schulabschluss habt ihr die Segel richtig gesetzt. Jetzt ist es wichtig, dass ihr auf Kurs bleibt. Ich wünsche euch viele solcher Visionen und Träume und hoffe, dass Ihr euren Weg zu eurem persönlichen Erfolg finden werdet“, meinte Schick in seiner Rede in Richtung der Schüler. Den Lehrern sagte er: „Ganz herzlich aber möchte ich dem Lehrerkollegium und der Schulleitung danken. All die Jahre bis heute haben sie gute und wichtige Arbeit für die Bildung und auch für die Erziehung unserer Schüler, die unsere Zukunft sind, geleistet.“. Thomas Rellecke, Schulrat des Kreises Euskirchen, zeigte sich über die kommunalen Verhandlungen bei der Fusion der beiden Schulen zwischen Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Kalls damaligem Bürgermeister Herbert Radermacher beeindruckt: „Die beiden Kommunen haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Schick und Radermacher haben den Zusammenschluss der beiden Schulen erst möglich gemacht.“ Zum Schluss wünschte Rellecke allen Abgangsschülern eine gute Zukunft. Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser schloss sich den Worten seiner Vorredner an und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Schulleitung. Außerdem erklärte er, dass in die nun leer stehenden Räumlichkeiten der Hauptschule wohl die Kaller Grundschule untergebracht werden soll. An die Schüler gerichtet meinte Esser: „Ihr trefft nach eurem Abschluss auf einen entspannten Arbeitsmarkt. Wer noch nicht weiß, was er machen soll, sollte sich einmal auf dem Lehrstellenmarkt im Kreis Euskirchen umsehen, da sind noch viele Stellen offen.“ Nach den in witziger Versform vorgetragenen Kurzporträts der Lehrer durch zwei Schülervertreterinnen und den Danksagungen von Elternvertreterin Heike Jäckel in Richtung Schulleitung und Lehrer konnte die große Abschlussparty endlich starten. „Jetzt feiern wir eine kräftige Sause, ihr habt es euch verdient“, meinte Schulleiter Heinz Wolfgarten. pp/Agentur ProfiPress

Fahr‘ doch enfach met, stell Dich nett esu ahn!

Seit einem Jahr gibt es die Mitfahrbörse in Sistig, Steinfelderheistert und Frohnrath

„Unkompliziert, selbstorganisiert und ohne großen Organisationsaufwand“ – das waren die Gedanken, die die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Mobilität“ im letzten Jahr hatten: Über einen Aushang im Sistiger Lädchen können sich potentielle Mitfahrer seit Juni 2017 über nachbarschaftlich angebotene Mitfahrgelegenheiten informieren. Regelmäßige Zeiten und Strecken bieten Mitbürger als Mitfahrt auf freiwilliger Basis an. Ausgehangen werden hier Fahrten, die die Fahrer ohnehin fahren und daher keinen zusätzlichen Aufwand bedeuten, z.B. der tägliche Weg zur Arbeit oder die Fahrt zum Wocheneinkauf. Bis heute werden bereits einige Strecken angeboten, darunter bspw. Fahrten ins nahegelegene Kall oder nach Blankenheim, aber auch nach Düren und sogar nach St. Vith in Belgien! Wie bei anderen Mitfahrgelegenheiten werden die Fahrten ganz unkompliziert im Vorfeld telefonisch zwischen Fahrern und Interessierten abgestimmt. Anrufen kann jeder, der eine Mitfahrgelegenheit für die angebotene Strecke benötigt und gerne mitfahren möchte.

Die Fahrer freuen sich weiterhin über Mitfahrer aus der Bevölkerung, also „Fahr‘ doch enfach met, stell Dich nett esu ahn!“

Ansprechperson für weitere Informationen: Lisa Rodermann, Quartiersmanagerin Kreis Euskirchen, Tel.: 02251/151312, Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

 

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