Presseinfos 1. Halbj. 2019


Neues Außenrückgabegerät für die Bibliothek Kall

 

Ab sofort befindet sich zwischen der Gemeindeverwaltung Kall und dem Haus der Begegnung ein Außenrückgabegerät für Medien der Bibliothek Kall.

Das Gerät kann 24-Stunden am Tag benutzt werden. Eine Rückgabe der ausgeliehen Medien ist somit jederzeit auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek Kall möglich.

Bei Ihrem nächsten Besuch stehen wir Ihnen gerne für Fragen und eine Demonstration des Geräts zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach darauf an.

 

Ihr Bibliotheks-Team


Buchgeschenke des Rotary-Clubs an die Kaller 3. Klässler

In Kooperation mit dem Rotary-Club Euskirchen-Burgfey und der Stadtbibliothek Euskirchen hat die Bibliothek Kall auch dieses Jahr wieder Bücher an die 3. Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Kall, sowie an die der Gemeinschaftsgrundschule Sistig verschenkt. Zusätzlich erhielten auch die zuständigen Klassenlehrerinnen jeweils ein Projektheft, mit dessen Hilfe die Geschichten im Unterricht behandelt werden können.

Die Bücher und Hefte wurden jeweils im Rahmen eines Bibliotheksbesuchs der einzelnen Klassen überreicht, bei dem die Kinder eine Einführung und einen Einblick in die Bibliothek Kall erhalten haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Kooperationspartnern und freuen uns über das positive Feedback der Schüler und Lehrer.

 

Ihr Bibliotheks-Team


Spatenstich in der Grundschule Sistig: Noch vor den Sommerferien soll an dieser Stelle ein neuen Spielgerät stehen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Startschuss für Spielgerätebau

Auf dem Gelände der Grundschule Sistig wird eine Kletterlandschaft entstehen – Kinder sammelten dafür bei einem Sponsorenlauf 4800 Euro

Kall-Sistig – Wenn es nach dem Wunsch aller Beteiligten in Sistig geht, dann sollte alles ganz schnell gehen und das neue Kletterspielgerät noch vor den Ferien stehen. Denn nur dann haben auch die jetzigen Viertklässler, die keine zwei Monate mehr Grundschulkinder sind, auch noch die Chance, in den Pausen an Seilen zu hangeln oder sich im Netz hochzuarbeiten.

Grundschulleiterin Heike Alfeis verspricht den Viertklässlern, dass sie im neuen Schuljahr an einem Nachmittag eingeladen werden, falls die Arbeiten vor den Ferien nicht abgeschlossen sind. „Nach dem Schulbetrieb steht das Spielgerät sowieso den Sistiger Kindern frei zur Verfügung“, so Alfeis weiter. Sie ist aber optimistisch, dass die Arbeiten zügig voranschreiten werden: „Es ist ein Vergnügen, mit dem Bauhof der Gemeinde Kall zusammenzuarbeiten“, sagt sie.

Zum Spatenstich auf dem Schulhof waren nicht nur Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Spielgeräteplaner Lothar Gerhards sowie Mitglieder des Bauhofs, des Schulfördervereins und Eltern gekommen. Auch Kinder schauten fasziniert zu, wie Bürgermeister Esser mit Spitzhacke und Schulleiterin Alfeis mit Schaufel die Pflastersteine lösten und entfernten.

Dort, wo das Spielgerät in Zukunft hinkommen soll, befindet sich derzeit noch ein Basketballkorb, der aber abgebaut wird. 4800 Euro hatten die Kinder für die neue Kletterlandschaft bei einem Sponsorenlauf im vergangenen Herbst eingenommen. Eine großartige Leistung.

„Die Initiative ging von den Kindern aus“, sagte Bürgermeister Esser. Die damaligen Zweitklässler seien nun kurz vor dem Wechsel in die weiterführende Schule. „Vorher könnt ihr aber noch das Spielgerät an die i-Dötzchen übergeben“, so Esser weiter.

Doch wie soll das Klettergerät überhaupt aussehen? Lothar Gerhards, Landschaftsplaner aus Sistig, erläutert, dass bisher nur die Rahmenbedingungen feststehen. In der Mitte des Gerätes wird ein Pfosten gesetzt, außerhalb weitere sechs Pfosten, nicht immer im gleichen Abstand zum Mittelpunkt. Erst wenn die Pfosten stehen, werden passgenau Seile gespannt, bei deren Funktion man flexibel bleiben möchte. Seile zum Hochziehen, zum Klettern oder Balancen sind denkbar. Als Fallschutz unter dem Gerät wird Kies ausgestreut. Am Rande des Bereichs sollen Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.

Jetzt ist zunächst der Bauhof gefragt. Was Hermann-Josef Esser aber freut ist das Engagement der Eltern, die den Aufbau unterstützen.

pp/Agentur ProfiPress


„Im Jugendrotkreuz Kall bekommen Kinder ab sechs Jahren nicht nur eine solide Erste-Hilfe-Ausbildung, sondern sie erfahren auch jede Menge Freizeitspaß und Zusammengehörigkeit beim Spielen und bei Aktionen“, so JRK-Leiter Herbert Lang (hinten l.). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Offene Tür war gut besucht

Jugendrotkreuz Kall stellte sich an seinem 21. Geburtstag der Öffentlichkeit vor – Cocktailbar und Erste Hilfe für Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Rotkreuzchef Karl-Werner Zimmermann und zahlreiche weitere prominente und „normale“ Besucher im Kaller Gewerbegebiet

Kall – Eine erfreuliche Resonanz erfuhr das Jugendrotkreuz Kall bei seinem ersten „Tag der offenen Tür“ am vergangenen Samstag. „Es herrschten angenehme Temperaturen und größtenteils schien sogar die Sonne“, freute sich JRK-Chef Herbert Lang. Unter den zahlreichen Gästen konnte er auch den Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser, zahlreiche Ratsvertreter und den Rotkreuz-Kreisvorsitzenden Karl Werner Zimmermann begrüßen.

Die Besucher ließen sich von den 20 Mädchen und Jungen aus Langs Jugendrotkreuz demonstrieren, was sie so alles an Sanitäts- und Erste-Hilfe-Fertigkeiten gelernt haben. Es gab Spiele und eine Tombola sowie vielerlei Attraktionen, unter anderem das Baukastensystem „Karlo Klötzchen“, Spielmobil, Tombola, Hüpfburg, Spiele und Essen und Trinken, vor allem aber Einblick in die Gruppenarbeit und das Freizeitangebot des Jugendrotkreuzes.

 

Playmobilklinik die Attraktion

 

Eine in der letzten Woche vor dem „Tag der offenen Tür“ als private Leihgabe zur Verfügung gestellte Playmobil-Klinik entpuppte sich als echter Hingucker nicht nur für „Pänz“. Herbert Lang: „Das Krankenhaus misst fast 2,50 Meter in der Länge und verfügt über vier Etagen. Wir haben es selbst aus hunderten Einzelteilen zusammengebaut.“

In der Miniklinik mit den allen Kindern bestens bekannten „Playmobil-Männchen“ gibt es Operationsräume, Kinderstation, eine Notaufnahme und sogar eine Cafeteria – wie beim echten „Tag der offenen Tür“ des JRK in der Rotkreuz-Unterkunft am Siemensring. Es gab dort auch eine Cocktailbar für alkoholfreie Longdrinks.

Das seit über 20 Jahren existierende Kaller Jugendrotkreuz ist auch durch seine Zusammenarbeit mit der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder beim Sommerfest in Urft oder bei der Lückerather Kinderkirmes bekannt. Eigene Webseiten informieren bei Facebook („Jugendrotkreuz Kall“) und Instagram („jugendrotkreuzkall“) über die zurzeit 20 Mädchen und Jungen sowie Betreuer zählende Gruppe.

„Im Jugendrotkreuz Kall bekommen Kinder ab sechs Jahren nicht nur eine solide Erste-Hilfe-Ausbildung, sondern sie erfahren auch jede Menge Freizeitspaß und Zusammengehörigkeit beim Spielen und bei Aktionen“, so Herbert Lang im Kreis seiner Gruppenleiter, zu denen Svenja Dombrowsky, Yannick Lang, Jasmina Engel und Anika Lang gehören.

„Den meisten Kids macht es bei uns Riesenspaß“, so Anika Lang: „Die meisten bleiben lange!“. Die Übertrittquote ins Erwachsenen-Rotkreuz sei hoch, ergänzt Vater Herbert Lang, der auf den Umstand hinwies, dass das Jugendrotkreuz Kall mit seinem „Tag der offenen Tür“ gleichzeitig seinen 21. Geburtstag feierte.

pp/Agentur ProfiPress


So wie der Steinfelder Basilika-Chor auf ihn, so freut sich Dirigent Erik Arndt (2.v.r.) seinerseits auf die Zusammenarbeit mit dem 30köpfigen Gesangsensemble und dem von ambitionierten ehrenamtlichen Musikern gebildeten Orchester. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Nicht nur Göttgens hat ein gutes Gefühl

Der Kirchenmusiker Erik Arndt (41) aus Kommern übernahm Chor und Orchester an der Eifelbasilika im Kloster Steinfeld

Kall-Steinfeld – Erik Arndt (41) aus Kommern ist neuer Leiter des Chores an der Eifelbasilika Steinfeld. Das teilten Maria Mattes, die Koordinatorin im Kirchengemeindeverband Kall/Nettersheim, Pfarrer P. Wieslaw Kaczor SDS und Chor-Vorsitzender Stefan Hönig am Mittwochabend bei der jüngsten Chorprobe mit.

Seine musikalische „Feuertaufe“ mit dem Chor an der Basilika Steinfeld hat der in Mechernich geborene und aufgewachsene Kirchenmusiker im Hochamt des Hermann-Josef-Festes am Sonntag, 2. Juni, um 10 Uhr mit der Messe in G-Dur für Soli, Chor und Orchester von Franz Schubert. Sie gelangt zwei Wochen später am Sonntag, 16. Juni, um 10 Uhr beim 74. Eifeler Musikfest Schuberts nochmals zur Aufführung.

Chorgründer Hans-Peter Göttgens hatte das Ensemble seinerzeit nach 47 Jahren Dirigat in die Hände des Düsseldorfer Kirchenmusikers Mathias Staut abgegeben. Bei einem Probedirigat im April entschieden sich die 21 Sängerinnen und neun Sänger jetzt nach einem „ziemlich enthusiastischen ersten Eindruck“ (Maria Mattes) für Arndt als Stauts Nachfolger. Arndt leitet in der GdG/KGV Hl. Hermann-Josef bereits den Kirchenchor Marmagen, den er von dem bekannten Musiker und Pädagogen Paul Irmen übernahm.

 

Schon als Gymnasiast Musik studiert

 

Erik Arndt besuchte in Mechernich Katholische Grundschule und Gymnasium am Turmhof, von wo aus er bereits parallel zur Oberstufe am Aachener Gregoriushaus Kirchenmusik studierte und sein C-Examen machte. Dort belegte er nach dem Abitur die Fächer Orgel, Improvisation und Chorleitung bis zum B-Examen. Seinen Ernährungsberuf als Pharmazeutisch-Technischer Assistent (PTA), den er heute in Erftstadt ausübt, erlernte Erik Arndt in Bonn.

So wie der Steinfelder Basilika-Chor auf ihn, so freut sich der Vater eines Sohnes auch seinerseits auf die Zusammenarbeit mit dem 30köpfigen Gesangsensemble und dem von ambitionierten ehrenamtlichen Musikern gebildeten Orchester. Er selbst habe schon vor über 20 Jahren als Waldhornist im Steinfelder Orchester unter Hans-Peter Göttgens mitgewirkt, so Erik Arndt.

Vor dem Probedirigat am 24. April hatten sich der Kommerner Kirchenmusiker und Pfarrer P. Wieslaw Kaczor SDS bereits privat im Hause Göttgens mit dem Patron der Steinfelder Kirchenmusik getroffen. Man verstand sich ausgezeichnet, war sich einig, dass die Kirchenmusik die Liturgie und das Gebet tragen und unterstützen müsse und nicht umgekehrt zum Hauptzweck und reinen Selbstzweck werden dürfe.

Hans Peter Göttgens gewann einen ausgezeichneten Eindruck von Erik Arndt und hat jetzt in Bezug auf die Zukunft „seines“ geliebten Chores „ein gutes Gefühl“, wie er unlängst am Rande der Pressekonferenz zur Vorstellung des die Steinfelder Kirchenmusik künftig leitenden Organistentrios Holle Goertz, Michael Pützer und Thomas Gehrke sagte.

 

Fünf große Konzerte im Jahr

 

„Ich habe ebenfalls ein gutes Bauchgefühl“, verriet Pfarrer P. Wieslaw Kaczor SDS jetzt bei der Vorstellung Arndts im Probenraum des Basilika-Chores im Kloster Steinfeld. Und fügte im Scherz dazu: „Das Bauchgefühl war auch bei den anderen beiden Gesprächspartnern im Haus Göttgens angenehm, denn wir haben auf die Entscheidung, dass Erik Arndt den Chor an der Basilika Steinfeld übernimmt, mit einem Cognac angestoßen.“

Erik Arndt, der zuvor unter anderem Kirchenchor Kreuzweingarten, MGV Hürth, Sängerkreis Euskirchen und den Chor der evangelischen Christuskirche Zülpich leitete, ist sich der Bedeutung Steinfelds als geistliches Zentrum und neben Mönchengladbacher Vitusmünster und der alten Abteikirche Kornelimünster dritter kirchenmusikalischer Schwerpunktkirche des Bistums Aachen bewusst.

Er freue sich auf seine neue anspruchsvolle Aufgabe, auf die wöchentliche Probenarbeit, die gemeinsamen Projekte und insbesondere auf die fünf großen Auftritte im Jahr, zu denen neben den genannten Festen auch die Adventsvesper und die kirchlichen Hochfeste Weihnachten und Ostern gehören.

Bei der Vesper am 1. Adventssonntag, 1. Dezember, um 16 Uhr wollen Arndt und Chor das Magnificat von Mendelssohn aufführen, Weihnachten die Kleine Mariazeller Messe von Haydn. Seine persönliche Inspirationsquelle sei übrigens die Eifellandschaft, so der neue Basilika-Dirigent. Durch sie zu wandern, sei sein Hobby.

pp/Agentur ProfiPress


Christian Metze (sitzend l.) und Hermann-Josef Esser unterzeichneten die Verlängerung des Konzessionsvertrages im Beisein von Egon Pützer (stehend l.) und Michael Heller. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress

Kall setzt weiter auf Gas von E-Regio

Die Gemeinde und der Energieversorger verlängern den Konzessionsvertrag um weitere 20 Jahre bis Ende 2037

Kall – Die Gemeinde Kall und der Energieversorger E-Regio setzen ihre seit mehr als 40 Jahren bestehende Zusammenarbeit für weitere 20 Jahre fort. Bürgermeister Hermann-Josef Esser und E-Regio-Geschäftsführer Christian Metze unterzeichneten im Beisein des Allgemeinen Bürgermeister-Vertreters Michael Heller und Egon Pützer, Geschäftsleiter Technische Dienste und Netze bei E-Regio, die Verlängerung des Gas-Konzessionsvertrages.

„Den Beschluss, den Vertrag zu verlängern, hat der Gemeinderat einstimmig gefasst“, betonte Hermann-Josef Esser. Den Ausschlag gegeben habe neben der jahrzehntelangen Erfahrung und Zusammenarbeit das Gesamtpaket mit 24-Stunden-Service und umfassenden technischen Leistungen vor Ort, so Esser weiter. Für die Bürger bedeute die Verlängerung Kontinuität und Versorgungssicherheit.

Der Vertrag beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2018 und läuft bis zum 31. Dezember 2037. „Das Verfahren hat einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen, es entstand dabei aber kein Nachteil für die Gemeinde“, erklärt Christian Metze, der sich über die einstimmige Ratsentscheidung sehr gefreut hat. „Wir nehmen den Auftrag mit dem dann neuen Unternehmen gerne an“, verweist Metze auch auf die anstehende Fusion von E-Regio und Energie Nordeifel (Ene), die in Kall sitzt. „Wir sind uns sicher, dass der Standort Kall durch die Fusion gestärkt wird“, ist sich Bürgermeister Esser sicher.

Die E-Regio hat das Gasnetz in Kall seit 1976 auf- und ausgebaut. Im Gemeindegebiet liegen Gasleitungen mit einer Gesamtlänge von mehr als 80 Kilometern, rund 2200 Privathaushalte und Gewerbebetriebe werden von e-regio in Kall mit Gas versorgt, weiß Egon Pützer. „Kall ist für uns eine wichtige Kommune, weil wir durch die Übernahmestation auf der Wallenthaler Höhe auch die Südkreis-Kommunen versorgen können“, so Pützer weiter.

pp/Agentur ProfiPress

Das Babysitter-Diplom kann am Samstag, 1. Juni, in Sistig erworben werden. Foto: Dan Race/Fotolia/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Babysitter-Diplom des DRK

Die Familienbildung des Roten Kreuzes macht am Samstag, 1. Juni, Interessierte im Familienzentrum Sistig fit im Babysitten

Kall-Sistig – Die Familienbildung des Roten Kreuzes bildet am Samstag, 1. Juni, 9 bis 16.30 Uhr, im Familienzentrum Sistig (Schleidener Str. 2) in einem Tageskursus Interessierte zu Babysittern aus.

Häufig ist es für Eltern und Alleinerziehende nur durch den Einsatz von Babysittern möglich, etwas ohne Kinder zu unternehmen, an Veranstaltungen teilzunehmen oder anderen Terminen nachzukommen. Natürlich wollen die Eltern ihren Nachwuchs in die bestmöglichen Hände übergeben. Aus diesem Grund wird Dozentin Susanne Belß die Teilnehmer schulen und ihnen ein Gefühl für ihre Verantwortung vermitteln.

Welche Spielmöglichkeiten hat ein Kind, wie funktioniert die Säuglingspflege, was macht man bei Krankheiten oder Unfällen, wie macht man sich in schwierigen Situationen verständlich, wie reagiert man auf verschiedene Altersphasen? Das sind die Fragen, denen sich Belß unter anderem widmet. Auch auf die Rechte und Pflichten eines Babysitters weist sie hin. Am Ende erhält jeder Teilnehmer ein Babysitter-Diplom.

Der Kursus richtet sich an Schüler, Studenten und alle, die Freude am Umgang mit Kindern haben. Anmeldungen nimmt das Familienzentrum Sistig (02445/1088) oder die DRK-Familienbildung in Euskirchen (02251/791181) entgegen. Die Kosten für den Tag belaufen sich auf 25 Euro.

pp/Agentur ProfiPress


Ewald Bauer (r.) hält die mechanische Uhr in Händen, die Wolfgang Nowag am 40 Jahre alten Toaster kurze Zeit später austauschen wird. Für den Preis des aus England zugesandten Ersatzteils hätte man auch einen neuen Toaster bekommen – aber die Kundin hängt an ihrem Schätzchen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Reparatur von Geräten und mehr

Im Repaircafé der Wirkstatt versuchen Ewald Bauer und Wolfgang Nowag defekte Elektro-Geräte wieder flott zu bekommen – Manchmal helfen auch schon Gespräche

Kall – Menschen hängen an profanen Dingen – und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Der 40 Jahre alte Toaster etwa, ein echtes Qualitätsprodukt aus Edelstahl und ohne Plastik, das man heute so kaum noch findet. Oder die 35 Jahre alte Einbau-Mikrowelle, die Maße hat, die man heute kaum noch findet. Oder eben der Stabmixer, der jahrelang seinen Dienst verrichtet hat. Und dann gehen sie von einem auf den anderen Tag kaputt. Toasten nicht mehr. Mixen nicht mehr. Oder springen gar nicht mehr an.

Doch zum Glück gibt es Menschen wie Ewald Bauer aus Pesch und Wolfgang Nowag aus Zülpich. Die beiden reparieren für den gemeinnützigen Verein Wirkstatt in Kall defekte Geräte – eben auch den Toaster oder die Mikrowelle – sofern es ihnen möglich ist. Der Toaster beispielsweise hatte eine mechanische Uhr, ähnlich einer Eieruhr. Doch die war kaputt. Ein Ersatzteil wurde in England beschafft – zu einem Preis, zu dem man auch einen neuen, modernen Toaster bekommen würde. „Das entscheiden wir natürlich nicht selbst, sondern der jeweilige Kunde“, erklärt Wolfgang Nowag.

Als die Dame mit der defekten Mikrowelle den Raum betritt (die so schwer ist, dass Ewald Bauer sie aus dem Auto holt) und ihr Problem schildert, zieht Nowag eine Augenbraue hoch. Eine Mikrowelle ist heikel weiß der Elektrotechniker im Ruhestand. Denn auch das ist wichtig für die beiden „Geräte-Doktoren“: Es wird nichts Riskantes gemacht, das am Ende für den Kunden gefährlich werden könnte. Doch die Frau hat Glück. Es ist tatsächlich nur eine Sicherung defekt, die Wolfgang Nowag austauschen kann. Die Mikrowelle funktioniert wie ein kurzer Test mit Nowags Kaffeetasse zeigt. „Eben war er noch kalt, jetzt ist er ein bisschen wärmer“, scherzt er.

Denn auch darum geht es: Um das Reparieren von Geräten, aber auch um das Reparieren der Seele bei einer Tasse Kaffee. Einmal im Monat findet das Repaircafé der Wirkstatt im Haus der Begegnung statt, das nächste Mal am Freitag, 28. Juni, 13 bis 15 Uhr. Bis zur Eröffnung des Hauses hinter der Gemeindeverwaltung wurde im Gemeinnützigen Kaufhaus an der Aachener Straße repariert. „Wir hatten auch schon Menschen, die einfach nur jemanden zum Reden brauchten“, erklärt Bauer.

Zauberhände oder ausgeleierte Steckdose?

Und auch der Stabmixer surrt wieder und kann mixen – zumindest im Haus der Begegnung. Das liegt aber nicht an Ewald Bauers Zauberhänden. Er vermutet, dass die Steckdose, in der der Mixer angeschlossen ist, ausgeleiert ist. „Das kann vorkommen, es gibt dann einfach keinen Kontakt mehr“, erklärt er.

Nicht jeder Kunde an diesem Freitag Mitte Mai hat Glück. Der defekte Rasentrimmer ist irreparabel. „Achtung, es qualmt“, ruft Ewald Bauer seinem Freund Wolfgang Nowag zu, der den Schalter betätigt hatte. Der Gestank verschmorter Elektrik tritt aus. Das Gerät ist nur noch ein Fall für das Abfallwirtschaftszentrum. Trotzdem wirft der Kunde ein bisschen Geld in das Sparschwein – natürlich nicht für die beiden Helfer, sondern für den Verein Wirkstatt, der mit den Spenden unterstützt wird.

Ewald Bauer und Wolfgang Nowag kennen sich schon seit Jahrzehnten. Die beiden lernten sich bei der Bundeswehr in Mechernich kennen. Bauer blieb Soldat, Nowag ging in die freie Wirtschaft. „Irgendwann stand er nach Jahren, die wir uns nicht gesehen haben, vor meiner Tür“, berichtet Bauer. Seit zwei Jahren ist er ehrenamtlich im Repaircafé tätig, Nowag seit einem Jahr.

Die beiden helfen gerne, es geht darum, etwas zurückzugeben. „Meiner Frau und mir geht es gut, deshalb bin ich gerne im sozialen Bereich tätig“, sagt der Pensionär. Ein Problem haben die Gerätedoktoren aber auch: Besonders moderne Elektro-Geräte sind kaum noch zu öffnen. „Jedes Unternehmen hat ein eigenes System, für das man spezielle Schlüssel benötigt“, erklärt Bauer. Und die klare Regel gilt: Alles, was mit normalem Werkzeug repariert werden kann, wird zumindest versucht zu reparieren. Bauer: „Wir tun, was wir können.“ Und oft führt das auch zum Erfolg.

pp/Agentur ProfiPress


Ehemalige evangelische Bischöfin im katholischen Salvatorianerkloster: Margot Käßmann liest am 18. Juni im Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld. Foto: Julia Baumgart

Zum Auftakt van Veen und Käßmann

Die Lit.Eifel geht 2019 in die siebte Spielzeit – Jürgen Wiebicke, Karl-Heinz Ott, Mechtild Borrmann und Feridun Zaimoglu stehen als Gäste bereits fest – Bereits am 5. Juni geht es los

Nordeifel – Mit zwei hochkarätigen Gästen startet die Lit.Eifel im Juni in ihre siebte Spielzeit. Der niederländische Songwriter, Schauspieler und Schriftsteller Herman van Veen liest am Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr, im Pädagogischen Zentrum der Clara-Fey-Schule in Schleiden aus seinem Buch „Solange es leicht ist – Geschichten über das Älterwerden“. Und knapp zwei Wochen später, am Dienstag, 18. Juni, 19.30 Uhr, präsentiert die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, „Schöne Aussichten auf die besten Jahre“ in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld. Karten für diese großen Namen sind selbstverständlich schon zu haben.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Spielzeit 2019 mit diesen beiden prominenten Persönlichkeiten eröffnen. Besonders stolz sind wir, dass uns Herman van Veen nach langem Werben endlich zugesagt hat“, sagte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter als Vorsitzende der Lit.Eifel. Das Literaturfestival findet wie üblich in den Mitgliedskommunen der Kreise Euskirchen und Düren sowie der Städteregion Aachen statt.

Momentan stehen vier weitere Lesungen fest. Der WDR-5-Moderator und Philosoph Jürgen Wiebicke, der bereits 2014 und 2017 bei der Lit.Eifel zu Gast war, wird am Mittwoch, 25. September, 19.30 Uhr, in der Internationalen Kunstakademie Heimbach über die Erlebnisse aus seiner Deutschland-Wanderung berichten, die er im Buch „Zu Fuß durch ein nervöses Land – Auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält“ zusammengefasst hat.

Am Donnerstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, leitet die Lit.Eifel außerdem auf das Beethovenjahr 2020 hin. Der Schriftsteller Karl-Heinz Ott widmet sich im Aukloster in Monschau bei einer Lesung mit Klavierbegleitung unter dem Titel „Rausch und Stille“ ganz Ludwig van Beethovens Sinfonien.

„Lange Nacht der Eifel-Literatur“ feiert Premiere

Um ein Familienschicksal in den Nachkriegsjahren im deutsch-belgischen Raum geht es am Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr, in der Gemeindebücherei in Simmerath. Die Bestsellerautorin Mechtild Borrmann liest aus ihrem Roman „Grenzgänger“, in dem eine junge Frau versucht, die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden.

Ein gern gesehener Gast bei der Lit.Eifel ist der Journalist und Autor Feridun Zaimoglu, der bereits 2016 die Literaturfreunde in der Nordeifel beehrte. In seinem neuen Buch widmet er sich der „Geschichte der Frau“ und lässt zehn außerordentliche Frauen zu Wort kommen – von Antigone bis Valerie Solanas. Was diese Frauen zu sagen haben, berichtet Zaimoglu am Mittwoch, 20. November, im Burgenmuseum Nideggen.

Fest zum Programm der Lit.Eifel gehört natürlich auch die Eifeler Buchmesse, die ebenfalls in die siebte Auflage geht. Am Samstag/Sonntag, 16. und 17. November, werden rund 20 Eifeler Buchverlage und eine Buchhandlung sich und ihre Arbeit im Naturzentrum Nettersheim präsentieren. Außerdem findet an diesem Wochenende zum sechsten Mal die Verleihung des Eifeler Jugendliteraturpreises statt.

Ebenfalls an den Literatur-Nachwuchs richten sich die von Claudia Hoffmann und Jan Hillen durchgeführten Schreibwerkstätten in den Schulen in der Nordeifel. Im Jahr der Europawahl richten die Lit.Eifel-Dozenten den Blick der Teilnehmer ebenfalls auf Europa und die EU und entwickeln Geschichten um ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem fremden Land. Die Schreibwerkstatt in der Gesamtschule Eifel in Blankenheim ist bereits abgeschlossen, weitere Schreibwerkstätten in Monschau, Kreuzau und Mechernich stehen bereits fest.

Zusage von Norbert Scheuer und Udo Lielischkies

Weitere Veranstaltungen der Lit.Eifel-Spielzeit 2019 befinden sich derzeit noch in Planung. Fest sein Kommen zugesagt hat beispielsweise der renommierte, in Kall lebende Autor Norbert Scheuer, dessen neuester Roman „Winterbienen“ in Kürze veröffentlicht wird. Und auch der ehemalige Leiter des Moskauer ARD-Studios, der aus Mechernich stammende Udo Lielischkies, will bei der Lit.Eifel aus seinem im Herbst erscheinenden Buch „Im Schatten des Kremls“ in der Nordeifel lesen.

Premiere feiert am Samstag, 10. August, die „Lange Nacht der Eifel-Literatur“. An mehreren Stätten in der Innenstadt von Bad Münstereifel wollen Eifeler Autoren die Gäste erfreuen, die sich frei von Leseort zu Leseort bewegen. Die Zeitschrift „Das Gedicht“ wird außerdem einen Poesie-Abend im Rahmen der Lit.Eifel veranstalten, voraussichtlich Herbst im Kulturhof Velbrück in Metternich. Christoph Leisten, Lehrer an der Clara-Fey-Schule Schleiden, Autor und Lyriker, ist in diesem Jahr Co-Herausgeber des renommiertesten Magazins über Poesie, das im Herbst veröffentlicht wird.

Die im vergangenen Jahr kurzfristig ausgefallene Veranstaltung „Annes Kampf – Anne Frank vs. Adolf Hitler“ des Künstlerduos Blum & Rohm wird von Nettersheim ins Gymnasium Am Turmhof in Mechernich verlegt und durch die Schule inhaltlich begleitet. Und natürlich wird, voraussichtlich im Dezember, auch der „Club der toten Eifel-Dichter“ wieder mit von der Partie sein: Katia Franke, Manni Lang und Ralf Kramp lassen dabei Texte von verstorbenen Autoren, die aus der Eifel kommen oder eine Verbindung zur Eifel haben, wieder auferstehen.

Weitere Lesungen sind in Planung und werden kurzfristig bekannt gegeben. Eintrittskarten für die Veranstaltungen gibt es online bei Köln Ticket und Ticket Regional. Außerdem können Billetts an diversen Vorverkaufsstellen erworben werden, so sind beispielsweise Tickets für die Veranstaltung mit Margot Käßmann am 18. Juni im Klostercafé und an der Klosterpforte in Steinfeld erhältlich. Weitere Informationen auf der Internetseite der Lit.Eifel: www.lit-eifel.de.

 

pp/Agentur ProfiPress


Mitarbeiter des Kaller Bauhofs testen derzeit die Unkrautbekämpfung mit beinahe kochend heißem Wasser. Foto: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Unkrautbekämpfung mit Heißwasser

Der Bauhof der Gemeinde Kall testet derzeit eine neue Methode, um Wildkraut dauerhaft zu beseitigen

Kall – Der Bauhof der Gemeinde Kall testet momentan eine unschädliche Unkrautbekämpfung mit fast kochend heißem Wasser. Dazu wird ein Gerät eingesetzt, dass auf 98 bis 99 Grad Celsius erhitztes Trinkwasser produziert, das anschließend von einem Bauhofmitarbeiter auf das Wild- und Unkraut gesprüht wird. „Diese Methode ist absolut ungefährlich für Mensch, Tier und Umwelt“, betont Bauhofleiter André Kaudel.

Dem verwendeten Wasser wird dabei nichts hinzugefügt. Das Wildkraut stirbt einzig durch die aufgebrachte Hitze ab, nicht durch das Wasser, das nur Energieträger ist. Durch die hohe Temperatur wird die Zellstruktur der Pflanzen in einer Zehntelsekunde zerstört, die Pflanze inklusive Wurzelsystem sterben ab. Die dann braunen Pflanzenreste werden etwa drei bis vier Tage später durch die Kehrmaschine aufgelesen oder mit Blasgeräten entfernt.

Wie der Hersteller der Methode betont, darf die Temperatur 95 Grad Celsius nicht unterschreiten, da ansonsten die Pflanzen nur gewässert werden und ein gegenteiliger Effekt eintritt. Das Wasser wird im Gerät sogar auf 106 Grad erhitzt. Der Hersteller versichert, dass Unkraut durch seine Methode dauerhaft zerstört wird.

pp/Agentur ProfiPress


Das 74. Eifeler Musikfest im Kloster Steinfeld ist für den 8. und 9. Juni vorgesehen, Pfingstsamstag mit Kammermusik, und Pfingstsonntag mit Hochamt und Festkonzert. Unser Bild entstand beim Musikfest 2014. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Kulturfrühling in und um Kall

Eifeler Musikfest in Steinfeld, Ritterspiele, „Country Homes“, Triathlon, Ginsterblüten- und Kräuterfest

 

Kall/Eifel - Nach dem Ende der Eisheiligen und steigenden Temperaturen bringt die im Kaller Bahnhof residierende Nordeifel Tourismus GmbH ihren Frühlingsveranstaltungskalender in und rund um Kall heraus.

 

Einer der Höhepunkte darin sind die Satzveyer Ritterspiele an Pfingsten (8. bis 10. Juni), die Burgbelebung auf der einstigen Raubritterfeste Reifferscheidt vom 30. Mai bis 2. Juni und das 74. Eifeler Musikfest im Kloster Steinfeld (Gemeinde Kall) am 8. und 9. Juni, Pfingstsamstag mit Kammermusik, und Pfingstsonntag mit Hochamt und Festkonzert.

 

Kräuter sind das beherrschende Thema am Sonntag, 2. Juni, in Bad Münstereifel und Nettersheim. Es ist der 11. Eifeler Kräutertag, bei dem Besucher mitsammeln und verwerten können. „Eifelgold“ steht am 8. und 9. Juni beim „Ginsterblütenfest“ in Dreiborn im Mittelpunkt.

 

In Verbindung mit dem Europäischen Tag der (National-)Parke wird dort ein vielfältiges Programm angeboten: geführte Wanderungen, Himmelsbeobachtungen, Fledermaus-Exkursionen, Bogenschießen, Lagerfeuerromantik mit Musik und Geschichten aus der Eifel, Mitmach-Aktionen für Kinder und vieles mehr. Auch kulinarisch hat dieses Wochenende einiges zu bieten. Eine umweltfreundliche Anreise ist mit dem Nationalpark-Shuttle möglich.

 

Bei den Satzveyer Ritterspielen wird neben waghalsigen Reiterstunts und Open-Air-Festspielen ein mittelalterliches Markttreiben mit gut siebzig Händlern aus verschiedenen Zünften aufgeboten, außerdem Märchenerzähler, Spielleute und Gaukler. Pedalritter sind zur Teilnahme am Radaktionstag „Tour de Ahrtal“ am 16. Juni auf der autofreien Landstraße zwischen Blankenheim, Hillesheim, Müsch und Altenahr aufgerufen.

 

Vom 20. bis 23. Juni ist Schloss Eicks Schauplatz des Gartenfestivals „Country Homes“. Über 160 Aussteller aus ganz Europa haben sich angemeldet. Der Eifel-Hero-Triathlon findet am 29. und 30. Juni am Freilinger See statt.

 

www.nordeifel-tourismus.de/veranstaltungen/veranstaltungs-hoehepunkte

 

pp/Agentur ProfiPress


Die Naturschutzwachte engagieren sich ehrenamtlich für den Naturschutz in der Gemeinde Kall und im übrigen Kreis Euskirchen. Foto: R. Budde/Kreisverwaltung/pp/Agentur ProfiPress

Cremer und Hermes passen auf

Elf neue Naturschutzwachte berufen – Ehrenamtliche „Naturpolizei“ achtet auf Einhaltung von Natur- und Landschaftsschutz und meldet auch positive Veränderungen

 

Kall/Kreis Euskirchen - Hermann-Josef Cremer und Erich Hermes sind zwei von 24 Beauftragten für den Außendienst (Naturschutzbeauftragte) des Kreises Euskirchen. Sie sind für das Gemeindegebiet Kall zuständig.

 

Die beiden Kaller sind Teil der sogenannten „Naturschutzwacht“ des Kreises. Rechtliche Grundlage ist das Landesnaturschutzgesetz NRW. Mit elf neuberufenen Beauftragten sind 24 der insgesamt 25 Stellen im Kreis besetzt. Die Naturschutzbeauftragten sind ehrenamtlich für den Kreis Euskirchen tätig und unterstützen die Untere Naturschutzbehörde.

 

Aufgrund der Größe und Vielfältigkeit des Kreisgebietes ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde nicht möglich, regelmäßig Ortstermine durchzuführen, um Beeinträchtigungen in der Landschaft festzustellen. Sie weisen sich mit Dienstausweis und Dienstabzeichen aus.

 

Vorrangige Aufgabe der ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten ist es, die Bevölkerung über die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege aufzuklären und die Behörden über nachteilige Veränderungen in der Landschaft zu informieren. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden.

 

Kreispressesprecher Wolfgang Andres: „Mit ihren Ortskenntnissen und bei regelmäßigen Begehungen in ihrem Zuständigkeitsbereich haben die Naturschutzbeauftragten ein besonderes Augenmerk auf illegale Baumaßnahmen, Aufschüttungen, Gehölzrodungen und Müllablagerungen - kurz: jeder Art von nachteiligen Beeinträchtigungen in Natur und Landschaft. Diese verantwortungsvolle Aufgabe ist nicht immer konfliktfrei.“

 

Die Dienstbezirke der Naturschutzwacht im Kreis Euskirchen orientieren sich an den Grenzen der Städte und Gemeinden. Pro Kommune sind zwei Mitglieder der Naturschutzwacht zuständig, die flächenmäßig großen Dienstbezirke Bad Münstereifel, Hellenthal und Blankenheim werden von drei Personen betreut.

 

Nicht nur negative Veränderungen in der Landschaft, sondern auch interessante Beobachtungen, wie seltene Tiere und Pflanzen oder auch Vorschläge zu Schutz,- Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, werden von der Naturschutzbehörde erwartet. „Wir freuen uns, wenn die positiven Meldungen überwiegen“, so Rita Budde, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde. Sie wünscht den neuen und altgedienten Naturschutzbeauftragten angenehme Begegnungen bei der Ausübung ihres Dienstes.

 

Zur Naturschutzwacht im Kreis Euskirchen gehören neben Hermann-Josef Cremer und Erich Hermes (Kall) auch Hans-Dieter Graf, Norbert Liebing und Christine Fischer-Ovelhey (Bad Münstereifel), Werner Müller, Franz Roden und Manuel Schwabe (Blankenheim), Petra Krumpen und Ludwig Schmitz (Dahlem), Theo Eich und Günther Schmidt (Euskirchen), Horst Hanf, Günter Steffens und Marion Zöller (Hellenthal), Hermann-Josef Cremer und Erich Hermes (Kall), Franz-Josef Henkenmeier und Alfred Trenz (Stadt Mechernich), Brigitte Joepen (Nettersheim), Friedrich Bleckmann und Erhard Hennes (Schleiden), Wolfgang Adenau und Hans-Georg Hamacher (Weilerswist) sowie Carl-Friedrich Jacobs und Karl-Wilhelm Zens (Zülpich).

 

pp/Agentur ProfiPress


Kurzwanderungen rund um Steinfeld gehörten zum Kursangebot dazu. Dr. Karl-Heinz Linne von Berg (hintere Reihe, zweiter von links) führte die Gruppe unter anderem ins Gillesbachtal. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Entspannung im Kloster und um das Kloster herum

Qigong und Wandern in der Akademie Steinfeld – Pflanzenkundler erläutert die Flora – Neues Workshop-Angebot – Spende für Förderverein

Kall-Steinfeld – Rund 5000 Jahre alt ist Qigong, die Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform, die zur traditionellen chinesischen Medizin gehört. Entstanden sind die verschiedenen Varianten und Übungen, denen Langsamkeit, Weichheit und fließende Übergänge gemeinsam sind, in taoistischen Klöstern. Nun kam die uralte Meditationstechnik in gewisser Weise in das besondere Ambiente eines Klosters zurück: In der Akademie von Kloster Steinfeld bot Bianca Jakobi, selbstständige Qigong-Lehrerin aus Köln, den ersten von zwei Wochenendworkshops zum Thema an.

Doch nicht nur die Einführung in die alte Qigong-Technik, die bei regelmäßiger Praxis im positiven Sinne Körper, Seele und Geist beeinflusst, stand für neun Teilnehmer auf dem Programm. „Qigong und Wandern“ lautete das Motto, für dessen Umsetzung Jakobi Dr. Karl-Heinz Linne von Berg, Vorsitzender der Eifelvereinortsgruppe Kall und einer der bekanntesten Naturkundler der Region, gewinnen konnte.

„Qigong und unterwegs sein in der Natur – es freut mich, dass sich Menschen für beides interessieren“, so Linne von Berg. In beiden Fällen geht es auch um Achtsamkeit: Für sich selbst und für die Schöpfung. In mehreren Wanderungen, unter anderem ins nahe gelegene Gillesbachtal und rund um die weitläufige Klosteranlage von Steinfeld, erklärte Linne von Berg die vielen verschiedenen Wildpflanzen am Wegesrand.

Den Teilnehmern gefiel diese Kombination aus Entspannungsübungen im schönen Seminarraum der Akademie Steinfeld und bewusster Naturwahrnehmung, angeleitet vom Experten, auf den Wanderwegen im Eifel-Frühling.

Linne von Berg unterstützt das doppelte Kursangebot zudem durch eine Spende seines Wanderführerhonorars. Es ging bei der Premiere am vergangenen Wochenende zugunsten des Vereins der Freunde und Förderer von Kloster Steinfeld. Wenn er am 12. und 13. Oktober zur Herbstwanderung mit Qigong zurückkommt, will er sein Honorar für den Kirchenchor seines Heimatortes Kall spenden. Dort ist der Naturkenner als Sänger aktiv.

Für die Veranstalter der Akademie Steinfeld war dieses Angebot, das bewusst nicht nur in den Seminarräumen stattfindet, eine Premiere. Um den Teilnehmern Kloster Steinfeld und seine lange Geschichte näher zu bringen, führte Bruder Joseph zudem die Gruppe durch die Basilika und die Klosteranlagen wie durch den mittelterlichen Kreuzweg und in den Kapitelsaal.

pp/Agentur ProfiPress


Das nächste Begegnungscafé findet am Donnerstag, 16. Mai, von 16 bis 18 Uhr im Haus der Begegnung statt. Archivfoto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Begegnungscafé auch im Ramadan

Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall für Unterstützer und alle Interessierten am Donnerstag, 16. Mai, von 16 bis 18 Uhr im Haus der Begegnung

Kall – Das nächste Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall findet am Donnerstag, 16. Mai, von 16 bis 18 Uhr im Haus der Begegnung (Bahnhofstraße 11) statt. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren.

Wie die Flüchtlingshilfe mitteilt, findet das Begegnungscafé trotz des am 5. Mai begonnenen muslimischen Fastenmonats Ramadan statt. Eingeladen zum Austausch sind sowohl Menschen, die fasten, als auch Menschen, die nicht fasten.

Das Flüchtlingscafé in Kall ist dank des großen Zuspruchs eine feste Institution in der Kaller Flüchtlingsarbeit geworden. Kontakte zwischen Kaller Bürgern und den „neuen Nachbarn“ werden geknüpft. Gleichzeitig ist das Flüchtlingscafé ein Ort, an dem sich die teils in Kaller Außenorten untergebrachten Flüchtlinge untereinander treffen und sich die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe vernetzen können.

Weitere Infos zur Flüchtlingshilfe der Gemeinde Kall gibt es unter www.fluechlingshilfe-kall.de.

pp/Agentur ProfiPress


Highlight des Abends ist die Folk-Band „Rawjam“, die seit fast 20 Jahren mit viel Spaß und Musik irische Lebensfreunde vermittelt. Foto: RawJam/pp/Agentur ProfiPress

Irish-Folk und Stepp-Tänze

Am 15. Juni startet in Rinnen die siebte „Green Ireland Night“ des Theatervereins – Musik, Irish Stew, Whiskey-Lounge und Coffee-Bar lassen Lebensfreunde der grünen Insel aufleben

Kall-Rinnen – Zum siebten Mal dreht sich wieder alles um die musikalischen und kulinarischen Genüsse der grünen Insel Irland, wenn am Samstag, 15. Juni, ab 20 Uhr im Bürgerhaus in Rinnen die „Green Ireland Night“ stattfindet. Die Vorbereitungen für die vom Theaterverein Rinnen organsierte Kultveranstaltung laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Die Organisatoren Rene Koder, Andreas Bellgardt und André Ruzek haben für den Abend ein unterhaltsames Programm zusammengestellt. André Ruzek: „Wir lassen die irische Lebensart in gemütlicher Pub-Atmosphäre aufleben.“

Das Bürgerhaus wird am 15. Juni in den irischen Nationalfarben Grün, Weiß und Orange leuchten. Getreu dem Motto „Whiskeys and Beer“ können die Gäste ihren Durst mit irischem Bier vom Fass stillen. In der Theaterkneipe wird es eine Irish-Coffee-Bar geben, in der Mix-Getränke mit Whiskey angeboten werden, während die Gäste in der beliebten Whiskey-Lounge verschiedene Whiskeysorten genießen können.

An Verkaufsständen im Außenbereich des Bürgerhauses sind traditionelle irische Wollartikel wie zum Beispiel Mützen, Schals oder Jacken zu erwerben. Vor dem Bürgerhaus wird eine kulinarische Meile mit frisch zubereiteten Genüssen der grünen Insel vorhanden sein. Dabei darf auch das Irish Stew (irisch: Stobhach Gaelach) nicht fehlen. Das landesübliche irische Eintopfgericht, das hauptsächlich aus Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie besteht, findet jedes Jahr in Rinnen dankbare Abnehmer. Irische Crepés und Pullet-Park-Burger komplettieren das Angebot.

Reichhaltig ist auch das Angebot an irischer Livemusik. Mit sanften Harfenklängen wird die Musikerin Nina Jakobus das Publikum auf den Abend einstimmen. Der Kölner Songschreiber und Gitarrist Manuel Depryck, der seine ersten professionellen Erfahrungen als Musiker im Kölner Severins-Burgtheater machte, wird die Gäste mit Melodien aus Irland und Schottland unterhalten.

Die Bonner Tanzformation „Bon(n) Roses“ wurde schon bei einigen irischen Nächten in Rinnen gefeiert. Auch diesmal werden sie die Besucher mit spektakulären Stepp-Tänzen begeistern.

Highlight des Abends ist die Folk-Band „Rawjam“, die seit fast 20 Jahren mit viel Spaß und Musik irische Lebensfreunde vermittelt. Die sieben Musiker aus den Rheinbacher Höhenorten und den Dörfern um Bad Münstereifel bieten dem Publikum mit ihren Instrumenten, Stimmen und Geschichten einen Einblick in die Vielfalt der irischen Musik. „Tanzen, Lachen, Mitmachen“ lautet das Motto der Band, die in Rinnen zum ersten Mal dabei ist.

Die Veranstaltung im Bürgerhaus beginnt um 19 Uhr, der Eintritt beträgt sieben Euro. Wegen der angespannten Parksituation in Rinnen bitten die Veranstalter die Besucher der „Green Ireland Night“ auch die Freiflächen am Sportplatz zum Parken zu benutzen. Der Theaterverein wird dazu ein entsprechendes Park-Leitsystem einrichten.

www.theaterverein-rinnen.de

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Der Wiederaufbau des Sportlerheimes des KSC geht dem Ende entgegen. Derzeit erfolgte der Innenausbau. Der Verein hofft, dass das neue Haus bis zum Sportfest Mitte Juni fertig ist. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Kaller SC wieder im Aufwind

Sportlich auf einem guten Weg – Der Vorsitzende Wolfgang Kirfel beklagte bei der Jahreshauptversammlung Vandalismus und Einbrüche – Nach dem Brand des Sportheimes schwierige Zeiten durchgemacht – Seit 50 Jahren wird im Verein Handball gespielt

Kall – Von einem schwierigen Jahr mit vielen unerfreulichen Nachrichten sprach der Vorsitzende des Kaller SC, Wolfgang Kirfel, als er auf der Jahreshauptversammlung des Sportvereins im Saal Gier das verflossene Jahr Revue passieren ließ. Der Brand des Sportlerheimes, ständiger Vandalismus an den Anlagen und mehrere Einbruchsversuche in die Vereins-Gebäude hätten das sportliche Geschehen weitgehend in den Hintergrund gedrängt.

Dennoch berichtete Vereinschef Kirfel aus sportlicher Sicht über ein recht erfolgreiches Jahr. Die erste Mannschaft erfahre unter dem neuen Fußball-Trainer Ralf Müller eine positive Entwicklung. Durch mehrere Neuanmeldungen sei der Kader verstärkt worden, es würden wieder Spiele gewonnen. In der Handballabteilung gingen fünf Mannschaften erfolgreich auf Punktejagd. Der Aufstieg der ersten Handball-Mannschaft nach nur drei Saisonniederlagen in die erste Kreisklasse sei in dem Jahr, in dem in Kall seit 50 Jahren Handball gespielt werde, ein tolles Signal.

Auch finanziell sei der Verein wieder gut aufgestellt. Das dreitägige Sportfest mit dem Turnier der Kaller Firmenmannschaften sei ebenso ein Erfolg gewesen, wie auch das beliebte Hallenturnier für Nachwuchs-Fußballer, das bei den Mannschaften gut ankomme und das eine echte Werbung für den Verein sei.

Erschüttert worden sei der Verein durch den Tod des Ehrenpräsidenten Ernst Schneiders, der die unermüdlich gute Seele des Vereins gewesen sei und der eine große Lücke hinterlasse. Kirfel: „Er hinterlässt uns ein Vermächtnis, das den Vorstand weiter beschäftigen wird.“ Insgesamt handelt es sich um mehr als 50 Aktenordner mit Berichten über den KSC, der in drei Jahren 100 Jahre alt werde.

27 Punkte aus zehn Spielen

Der Geschäftsführer und Jugendkoordinator Helmut Huppertz berichtete, dass im KSC vier Juniorenmannschaften erfolgreich am Start seien. Die F-Jugend habe sogar vor einem Bundesligaspiel in Leverkusen das Vorspiel bestritten. Huppertz: „Das war ein Riesenerlebnis für die Kinder.“ Die E-Jugend habe in zehn Saisonspielen 27 Punkte geholt. Jetzt werde sich der Verein verstärkt bemühen, die Juniorenmannschaften in den höheren Altersklassen C und B zu beleben.

Dies, so Huppertz, sei jedoch schwierig, weil diese Altersgruppen meist in bereits bestehenden Spielgemeinschaften unterwegs seien. Der KSC wolle sich deshalb bemühen, mit den Vereinen in Scheven und Keldenich eine Spielgemeinschaft zu etablieren. Man sei um eine gute Jugendarbeit bemüht, um den KSC wieder auf breite Füße zu stellen.

Vorsitzender Wolfgang Kirfel bedauerte den ständigen Vandalismus und Einbruchsversuche im Bereich der beiden Sportplätze. Der Brand des Sportlerheimes Mitte des Jahres habe dem Verein „richtig weh getan“. Kurz nach dem Brand seien Unbekannte in das Materialhaus eingebrochen, um zwei Kisten Bier und ein paar Flaschen Cola zu stehlen. Der durch den Einbruch entstandene Schaden sei immens gewesen. Vor ein paar Tagen hätten Sprayer das Kassenhäuschen am Aschenplatz mit schwarzer Farbe besprüht.

Die Widerherstellung des zerstörten Sportlerheimes gehe dem Ende entgegen. Derzeit seien die Fliesenleger bei der Arbeit. Kirfel hofft, dass das Gebäude zum Sportfest vom 14. bis 16. Juni wieder seiner Bestimmung übergeben werden könne. Der Schaden sei zwar durch die Versicherung gedeckt, dennoch habe der KSC selbst Geld in die Hand genommen, um erhebliche Verbesserungen des Einbruchsschutzes und der energetischen Ausstattung des Hauses zu realisieren. Kirfel: „Wir haben in den letzten drei Jahren gut gewirtschaftet, damit wir Rücklagen bilden konnten.“ Der Verein bekomme ein Schmuckstück wenn alles fertig sei.

In Absprache mit der Gemeinde werde in Kürze ein Zaun zwischen Rasenplatz und Aschenplatz errichtet, damit Unberechtigte außerhalb von Veranstaltungen keinen Zutritt mehr zur Rasensportanlage und zum Sportlerheim haben. Kirfel dankte dem Vorstand, allen Trainern, Betreuern, freiwilligen Helfern und dem Förderverein, die dem Sportverein in den schwierigen Zeiten zur Seite gestanden hätten. Nächstes Ziel des KSC sei es, neue sportliche Angebote für ältere Mitbürger zu entwickeln, die nicht mehr Fußball oder Handball spielen können.

pp/Agentur ProfiPress


Bessere Sichtbarkeit der Sterne

Gemeinde Kall nimmt am Projekt Sternenregion Eifel teil – Beleuchtungskonzept wird zukünftig an die Richtlinien angepasst – Großes Interesse am Astro-Tourismus

Kall – Die Gemeinde Kall will durch eine sukzessive Anpassung des eigenen Beleuchtungskonzepts dazu beitragen, dass der Auszeichnung einer „Sternenregion Eifel“, zu der auch Kall gehört, nichts mehr im Wege steht. Aus diesem Grund tritt die Gemeinde der Sternenregion Eifel bei. Dies hat der Gemeinderat zuletzt beschlossen.

Seit 2014 ist der Nationalpark Eifel ein von der International Dark Sky Association vorläufig ausgezeichneter „International Dark Sky Park“ unter dem Namen „Sternenpark Nationalpark Eifel“. Dieser soll nun offiziell anerkannt und als „Sternenregion Eifel“ zur „International Dark Sky Reserve“ ausgebaut werden. Die Eifel zählt zu einer der weltweit wenigen Regionen, wo die Voraussetzungen gegeben sind und bei entsprechender Dunkelheit ein malerischer Sternenhimmel sichtbar ist. Daher ist auch das astro-touristische Interesse am Sternenpark sehr groß.

Der Verein Naturpark Nordeifel als Träger benötigt allerdings die Unterstützung der umliegenden Städte und Gemeinden, also auch der Gemeinde Kall. Denn Lichtverschmutzung ist heutzutage ein großes Problem. Leuchten, die in den Himmel strahlen, Werbetafeln, zu grelles Licht – das alles hat Auswirkungen auf die Sichtbarkeit eines Sternenhimmels.

Aus diesem Grund will sich die Gemeinde in Zukunft, wenn Straßenbeleuchtung erneuert, renoviert oder ausgetauscht wird, an den „Beleuchtungsrichtlinien für die Sternenregion Eifel“ orientieren. Dazu zählen unter anderem, dass Licht nicht nach oben oder über die Horizontale gerichtet wird, dass flaches statt gewölbtes Glas genommen wird, das Licht nur da eingesetzt wird, wo es erforderlich ist sowie die Verwendung von Leuchtkörpern mit wenig oder ohne blauen Lichtanteil, und dass Fassaden und Gebäude nicht mehr von unten angestrahlt werden.

All diese Regelungen haben laut Harald Bardenhagen, Projektleiter der Sternenregion Eifel, auch noch weitere Vorteile: Der Schlaf-Wach-Rhythmus auf alle Lebewesen wird verbessert, es werden weniger Insekten von dem künstlichen und für sie irreführenden oder gar tödlichen Licht angelockt, die nächtliche Lebenswelt ist weniger Störungen ausgesetzt, die Netzhaut des Menschen wird weniger gefährdet und das Licht wird als angenehmer empfunden.

Bardenhagen wendet sich auch an Gewerbetreibende, denen oft die Auswirkungen von Leuchtreklamen nicht bewusst ist. Aus Erfahrung weiß er, dass persönliche Gespräche oft sensibilisieren und Verständnis für das Anliegen hervorrufen. Es gilt laut Bardenhagen, einen „Kompromiss zwischen Natur und Modernität“ zu finden. Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser möchte die Sternenregion Eifel unterstützen und selbst Kontakt zu Kaller Unternehmern suchen, um für eine Reduzierung der Lichtverschmutzung zu werben.

Natürlich können auch Bürger etwas gegen Lichtverschmutzung tun und auf ihren Grundstücken die Beleuchtungsrichtlinien für die Sternenregion Eifel berücksichtigen. Die Richtlinien sind auf der Homepage der Gemeinde Kall www.kall.de unter der Rubrik „Bekanntmachungen“ zu finden.

pp/Agentur ProfiPress


Auch der Erwerb von Zweifamilienhäusern kann laut den „Richtlinien zur Förderung des Erwerbs von Altbauten“ bezuschusst werden. Foto: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Bis zu 9000 Euro für Altbaukauf

Beim Erwerb von mindestens 40 Jahre alten Häusern gibt es von der Gemeinde Kall für sechs Jahre Zuschüsse – Mittel sind an mehrere Bedingungen geknüpft

Kall – Was viele Bürger nicht wissen: Die Gemeinde Kall fördert den Erwerb von Altbauten im Gemeindegebiet. Damit will die Kommune einerseits dem Leerstand von Gebäuden in Wohngebieten entgegenwirken, zum anderen will sie auch einen Anreiz schaffen, den Erwerb eines Wohnhauses als Alternative zum Neubau in den Fokus zur rücken.

Die Arbeitsgemeinschaft Wohnraum mit Vertretern aus allen Fraktionen des Kaller Gemeinderates hatte sich des Themas angenommen und entsprechende Richtlinien entwickelt.

Für sechs Jahre ab dem Tag des Einzugs gewährt die Gemeinde Kall einen jährlichen Grundbetrag von 600 Euro. Pro Kind unter 18 Jahren gibt es während des Förderzeitraums weitere 300 Euro hinzu. Die jährliche Gesamtförderung ist allerdings auf 1500 Euro gedeckelt, sodass es ab dem vierten Kind keine zusätzlichen Mittel mehr gibt. Der Kinder-Bonus gilt übrigens auch, wenn Kinder während des Förderzeitraums geboren werden, und zwar für den restlichen Zeitraum. Zudem ist die Förderung der Gemeinde Kall auch in Kombination mit anderen Mitteln, beispielsweise dem Baukindergeld, zulässig.

Finanziell unterstützt wird außerdem ein Ersatzneubau. Gemeint ist, wenn ein Käufer das erworbene Haus abreißt und an gleicher Stelle einen Neubau errichtet. Einen weiteren, einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 600 Euro gewährt die Gemeinde für die Erstellung eines Altbaugutachtens.

Doch um eine Förderung zu erhalten, müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein. Als Altbau gilt in der Gemeinde Kall ein Haus, das mindestens 40 Jahre alt ist. Dieses muss also spätestens im Jahr 1979 bezugsfertig gewesen sein. Außerdem ist nachzuweisen, dass in einem Zeitraum von zwölf Monaten versucht wurde, für das Objekt einen Käufer zu finden. Förderwürdig ist außerdem nur der Erwerb oder Ersatzneubau von Ein- oder Zweifamilienhäusern, nicht aber der Kauf von Mehrfamilienhäusern. Der bisherige Eigentümer hat außerdem schriftlich zu erklären, dass er bereit ist, sein Haus an den Antragsteller zu veräußern. Wird nach Erhalt der Förderung das Haus nicht innerhalb von zwei Jahren zum Hauptwohnsitz erklärt, müssen die Mittel zurückgezahlt werden. Wer innerhalb der sechs Jahre das Haus nicht mehr selbst nutzt, verliert den Anspruch auf die Förderung. Außerdem gilt die Bezuschussung nur bei einem Hauskauf. Wer sein Haus erbt oder geschenkt bekommt, erhält keinen kommunalen Zuschuss.

Auch die Förderung zur Erstellung eines Altbaugutachtens ist an Bedingungen geknüpft. So erhält eine Person diese Mittel nur ein einziges Mal. Beantragt werden dürfen diese Zuschüsse nur vom möglichen Käufer, nicht vom Eigentümer. Wer einen Altbau bereits gekauft hat, darf nicht nachträglich ein Gutachten bezuschussen lassen. Der Eigentümer muss der Gemeinde schriftlich seine Einverständniserklärung vorlegen, dass der Gutachter (Architekt oder Sachverständiger) sein Haus betreten darf, um dem möglichen Käufer Modernisierungen zu empfehlen und eine Kostenschätzung zu erstellen.

Die exakten Bedingungen können den „Richtlinien zur Förderung des Erwerbs von Altbauten“ auf der Internetseite der Gemeinde Kall entnommen werden.

pp/Agentur ProfiPress


Bei der Vorstellung des neuen Leitungsteams der Steinfelder „Wort und Klang“-Musik- und Meditationsreihe (von links): Michael Pützer, Alice Toporowsky, Wieslaw Kaczor SDS, Hans-Peter Göttgens, Holle Goertz und Thomas Gehrke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Erfolgsreihe geht weiter

Neues kirchenmusikalisches Leitungsteam an der Eifelbasilika Steinfeld mit Michael Pützer, Holle Goertz und Thomas Gehrke vorgestellt – Konzertreihenbegründer Hans-Peter Göttgens und Pfarrer Wieslaw Kaczor sind zuversichtlich, dass viele Musikfreunde aus dem weiten Aachener und Kölner Umland zu Konzerten an der berühmten barocken Königorgel kommen

Kall-Steinfeld – Zum 1. Juni übernimmt ein Trio aus profilierten Kirchenmusikern die Leitung der seit 1975 existierenden Orgelvespern und Vesperkonzerten und des bekannten „Steinfelder Orgelsommers“ an der Eifelbasilika. Die neue Reihe „Wort und Klang“ mit Pastoralreferentin Alice Toporowsky, Gemeindereferentin Ruth Winterscheidt und eine Vielfalt an musikalischen Beiträgen und Musikern sowie das Mittagsgebet im Sommer komplettieren das Angebot.

Pfarrer Wieslaw Kaczor SDS und Hans-Peter Göttgens, der langjährige Leiter des berühmten Chores und Orchesters an der Basilika und Begründer der Kirchenmusikreihe, stellten das neue Leitungsgespann jetzt vor. Es besteht aus dem Kirchenmusiker an der Basilika Steinfeld, Michael Pützer, der Regionalkantorin Holle Goertz und dem Theologen und Kirchenmusiker Thomas Gehrke.

Das Kirchenmusikprogramm mit Konzerten namhafter Künstler, dem 74. Eifeler Musikfest am 15. und 16. Juni, dem „Internationalen Orgelsommer“ von Juni bis September und ganzjährigen Orgel- und Vesperkonzerten und der neu aufgelegten Musik- und Meditationsreihe „Wort und Klang“ findet so seine kontinuierliche Fortsetzung.

 

Konzerte wurden schnell Selbstläufer

 

Gründer Hans-Peter Göttgens ist guter Dinge, dass unter der musikalischen und organisatorischen Leitung von Michael Pützer, Holle Goertz und Thomas Gehrke die reichhaltigen Angebote an der Eifelbasilika weiterhin viele Musikfreunde in der Eifel und im weiten rheinischen und Aachener Umland begeistern wird.

Hans-Peter Göttgens, der die im Dezember 1975 neue Musikreihe aus der Taufe gehoben hat, eröffnete diese mit einem fulminanten Adventskonzert. 1992 gab er die Leitung dann an den außerordentlich erfolgreichen Organisten Andreas Warler ab, der zum Januar 2019 in den Kirchengemeindeverband Hellenthal wechselte.

„Ich war eine Zeit lang beunruhigt, wie es mit der Kirchenmusik an der geliebten Basilika weitergehen könnte, aber jetzt bin ich guter Dinge“, so Göttgens. „Die Konzerte wurden schnell zum Selbstläufer“, so Göttgens, der skeptische Kirchenvorstand habe nicht einmal seine Schatullen öffnen müssen, um die Restaurierung der Orgel mit 17 originalen Registern aus dem 16. Jahrhundert zu finanzieren: „So schnell hatten wir die erforderlichen 135.000 DM eingespielt. 1982 fand die Restaurierung statt, 1983 war sie bezahlt!“

Insgesamt verfügt das Steinfelder Orgelwerk heute über 35 Register. „Das Instrument hat internationale Bedeutung“, so Holle Goertz. „Im Rheinland ist unsere Königorgel einmalig“, ergänzt Michael Pützer. Organisten aus der ganzen Welt kommen ins Salvatorianerkloster Steinfeld, um sie zu spielen.

Am 19. Mai konzertiert Prof. Craig Cramer aus den USA, am 23. Juni der Trierer Domorganist Josef Still. Ioanna Solomonidou aus Thessaloniki spielt am Sonntag, 7. Juli, Luc Ponet aus dem belgischen Tongeren am 21. Juli. Es folgen unter anderen Maria Magdalena Kaczor aus Polen, Paul Rosomann aus Neuseeland, Kensuke Ohira aus Japan, Christoph Grohmann aus Rheda-Wiedenbrück, Stefan-Emanuel Knauer aus Erkelenz und Prof. Daniel Zaretsky aus St. Petersburg.

 

Jeden 2. Donnerstag im Monat

 

Die Kontakte hatte noch Andreas Warler geknüpft, der selbst in der ganzen Welt zu Konzerten eingeladen wird. „Wort und Klang“ mit den drei Organisten Michael Pützer, Holle Goertz, Thomas Gehrke, sowie der Pastoralreferentin Alice Toporowsky und der Gemeindereferentin Ruth Winterscheidt als geistlichen Impulsgeberinnen sind als abendliche Meditationen am 13. Juni, 11. Juli, 12. September, 10. Oktober, 14. November und 12. Dezember vorgesehen sowie als „Steinfelder Mittagsgebet“ (11.30 Uhr) vom 19. bis 23. August.

Holle Goertz: „Man kann sich den Rhythmus gut merken, »Wort und Klang« findet jeweils am 2. Donnerstag im Monat statt.“ Auch der Beginn (20 Uhr) ist immer gleich. Eintritt wird grundsätzlich in der Klosterbasilika nicht erhoben. Spenden sind aber willkommen. „Und werden auch auf lange Sicht benötigt“, so Michael Pützer, der Organist an der Steinfelder Basilika.

Seit der letzten Restaurierung sind nun fast 40 Jahre vergangen und die große Auslastung merkt man der König-Orgel nun deutlich an. Die Arbeiten an der Spieltraktur, den Tasten der drei Manuale und dem Pedal sind für Anfang 2020 vorgesehen. Die Finanzierung dieses Restaurierungsabschnittes ist bereits aus Erlösen früherer Kirchenkonzerte und großzügigen Spenden gesichert. „Jedoch ist die Königorgel auch durch Schimmelbefall und Staub stark betroffen und es werden weitere Gelder zur Sanierung benötigt“, so Michael Pützer.

 

Drei Musikerbiographien

 

„Michael Pützer, Holle Goertz und Thomas Gehrke werden im Verein mit Alice Toporowsky und Ruth Winterscheidt wichtige musikalische und meditative Impulse setzen. Der Nachhall durch eine entsprechende Publikumsresonanz aus dem weiten Umland werde nicht ausbleiben“, so Hans-Peter Göttgens.

Michael Pützer ist seit Januar 2019 Organist an der Basilika Steinfeld und Nachfolger von Andreas Warler. Der gebürtige Schleidener bekam durch seinen Vater, Kirchenmusiker Paul Pützer, seine erste Ausbildung im Klavierspiel. Weiterer Unterricht erfolgte bei dem Ehepaar Trudis und Heinz Görges (Dozenten an der Kirchenmusikschule) in Aachen.

Das Studium der Kirchenmusik begann Pützer 1981 an der Kirchenmusikschule St. Gregoriushaus. Seine Lehrer waren unter anderem Hubert Drees (Orgel), Dr. Anselm Hartmann (Klavier), Hans Josef Roth (Chorleitung), Norbert Richtsteig (Improvisation) und Gerhard Dünnwald (Gesang).

Seine Laufbahn als Kirchenmusiker begann 1987 unter anderem in den Pfarren St. Matthias Reifferscheid und St. Bernhard Hollerath, St. Stephanus Sistig, St. Matthias Sötenich und St. Barbara Krekel. Durch den Zusammenschluss zu einer Gemeinschaft von Gemeinden 2007 und 2009 kamen weitere Gemeinden und Orgeln dazu. Zurzeit umfasst die GdG „Heiliger Hermann-Josef“ 14 Pfarrkirchen und acht Kapellen.

Holle Goertz ist Regionalkantorin in der Region Eifel mit Dienstsitz in Kall. Sie wurde 1971 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur in Willich-Schiefbahn studierte sie an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf Kirchenmusik (A-Examen) und Dirigieren (Chorleitung) u.a. bei Prof. R. Wippermann (Chorleitung) und Prof. L. Herbig (Orchesterleitung), Prof. H. Callhoff, Prof. S. Schmidt (Orgel) und Janet Wood-Holdorf (Klavier).

Abgerundet wurde die Ausbildung durch die Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen, u.a. bei Eric Ericson (Stockholm/Chorleitung), bei Prof. Lutz Herbig (Orchesterleitung in Montepulciano) und bei Prof. Stefan Klöckner (Gregorianischer Choral). Holle Goertz ist ihrerseits unter anderem Dozentin für Chorleitung, Orgel und Klavier des Bistums Aachen und lehrte auch die Fächer Kinderchorleitung (2001 bis 2015) und Deutscher Liturgiegesang und Gregorianik (2015-2017).

Thomas Gehrke hat nach Abitur und Bundeswehr Katholische Theologie studiert, war im Büro für Priesterausbildung und in der Klosterbuchhandlung Steinfeld beschäftigt und bildete sich ab 2003 in Kirchenmusik fort. Er ist Organist in Marmagen, Nettersheim sowie an anderen Kirchen der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Kall-Steinfeld.

Veranstaltungen mit Details unter: http://www.gdg-steinfeld.de

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Am Nachmittag wagte sich hin und wieder die Sonne zwischen den Wolken durch. Sie lockte direkt zahlreiche Besucher auf die Frühlingsschau. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Trotz Kälte kamen Tausende

Bei der ersten Kaller Frühlingsschau herrschte fast winterliches Wetter – Gewerbeverein und Bürgermeister waren dennoch mit der Premiere zufrieden – Ein buntes Programm und volle Parkplätze – Der „singende Bauhof“ begeisterte die Besucher

Kall – Der Wettergott hatte es nicht gerade gut gemeint mit den Veranstaltern des ersten Kaller Frühlingsmarktes. Temperaturen von gerade mal fünf Grad und mehrmals einsetzende Regen- und Graupelschauern ließen kaum Frühlingsstimmung aufkommen. In Anbetracht der Schneefälle am Samstag und den schlechten Wetterprognosen für den Sonntag hatten einige Aussteller ihre Teilnahme an der Frühlingsschau im Ortskern kurzfristig abgesagt, sodass die Länge der Markt- und Kunstmeile in der Bahnhofstraße reduziert wurde.

Die Besucher ließen sich jedoch kaum abhalten, denn es waren immerhin noch einige Tausend Menschen, die sich das Programm der ersten Frühlingsschau und die vielen attraktiven Angebote der geöffneten Geschäfte nicht entgehen lassen wollten. Deshalb waren Bürgermeister Hermann-Josef Esser und der Vorsitzende des Gewerbevereins Kall, Stefan Kohl, am Abend mit der Premiere der Frühlingsschau zufrieden. Es habe sich gezeigt, dass auch die widrigen Wetterbedingungen die Besucher nicht hätten abhalten können.

Dass die Frühjahrsschau einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde Kall bekommen werde, hatten Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Stefan Kohl schon am Vormittag bei der offiziellen Eröffnung verlauten lassen, der auch viele Vertreter der örtlichen Politik sowie Landtagsabgeordneter Dr. Ralf Nolten beiwohnten. In diesem Jahr agierte der Kaller Gewerbeverein als Veranstalter. Stefan Kohl dankte der Gemeindeverwaltung Kall für die große Unterstützung bei der Organisation der ersten Gewerbeschau im Frühjahr. Zukünftig, so Herrmann-Josef Esser, werde man die Organisation wieder eine Veranstaltungsagentur übergeben. Der Morgen war bestimmt von Kälte und Regengüssen. Doch als um 13 Uhr viele Geschäfte im Ortskern und im Gewerbegebiet zum verkaufsoffenen Sonntag öffneten, füllten sich vor allem im Industriegebiet die Parkplätze. Rund um das Möbelhaus Brucker und die Bauzentrale Schumacher waren kaum noch Parkflächen frei. Zweitweise beruhigte sich am Nachmittag auch das Wetter, sodass sich hin und wieder auch die Sonne blicken ließ.

Reges Treiben in der Bahnhofstraße

In der gesperrten Bahnhofstraße herrschte trotz des reduzierten Angebotes beim Antik-, Trödel und Krammarkt ein reges Treiben. Am Rathaus sorgte der Country- und Westernsänger Georg Kaiser für musikalische Unterhaltung. Und auch die Musikkapelle Kall war wieder auf Tour, um an verschiedenen Stellen im Ort auszuspielen. Mit von der Partie im Ortskern waren die Grünen mit einem Infostand, an dem Samen von insektenfreundlichen Blumen und Sonnenblumen gegen Spenden für die Hilfsgruppe Eifel ausgegeben wurden.

Vom Wetter unabhängig war das große Kinderprogramm im Rewe-Center, wo der Kinderliedersänger Uwe Reetz am Nachmittag um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr gleich zweimal zusammen mit den Comic-Figuren Daffy Duck und Bugs Bunny auftrat. Auch Malen und Basteln für Kinder sowie Kinderschminken und eine Button-Werkstatt sorgten für zusätzlichen Kinderspaß im Verbrauchermarkt.

Vor dem Obi-Markt kamen Kinder mit Fahrrädern und Kettcars auf einem Verkehrsparcours auf ihre Kosten. Am „Hau den Lukas“, den man nur noch selten auf solchen Veranstaltungen vorfindet, konnten auch Erwachsene ihre Kraft unter Beweis stellen.

Verkaufsoffen ab Mittag hatten auch zahlreiche Geschäfte entlang des gesperrten Siemensringes, auf dem zeitweise dichtes Gedränge der Besucher herrschte, als die Sonne aus den Wolken hervorschaute. Getränke- und Essensstände standen hungrigen Besuchern zur Verfügung. Viel Beachtung fanden die Firmen, die verschiedene Automodelle, Klein-Bagger und Baumaschinen sowie Motorräder und Quads ausstellten.

Das DRK Kall und die Feuerwehren aus Kall, Sistig und Wahlen präsentierten sich mit ihren Fahrzeugen auf dem Platz an der Ecke Hüttenstraße/Siemensring und informierten über ihre Arbeit. Dort konnten die Besucher unter anderem auch ein Einsatzboot des DRK-Kreisverbandes Euskirchen besichtigen.

Die Feuerwehren der Gemeinde informierten die Besucher über den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher. Mithilfe eines Feuerlösch-Trainers simulierte die Wehr einen Brand. Besucher konnten nun versuchen, mit einem Übungslöscher die Flammen zu ersticken. Viele Erwachsene und auch Kinder hatten ihren Spaß, wenn sie das Feuer erfolgreich bekämpft hatten.

Tag der offenen Tür am Bauhof

Einen großen Zulauf verzeichnete der Bauhof der Gemeinde, der anlässlich der Frühlingsschau zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass ein Bauhof mehr macht als Straßen flicken und Schnee räumen“, so Bauhofleiter André Kaudel: „Wir machen ganz viele Sachen, die keiner sieht.“

Mit seinem Stellvertreter und Einsatzleiter Theo Dreßen hatte Kaudel in Zusammenarbeit mit dem Bauhof-Team ein unterhaltsames Programm organisiert. Der Erlös vom Verkauf von Kaffee und Kuchen oder deftiger Suppe wird dem Kindergarten in der Hüttenstraße zugutekommen.

Kinder, für die ein Karussell aufgebaut war, konnten auf dem Bauhofgelände auch im Bagger, der Walze oder auf der Kehrmaschine mitfahren oder auch Blumen einpflanzen. In der Schreinerei waren 20 Bausätze von Vogelhäusern hergestellt worden. Diese konnten dann von den Kindern zusammengebaut werden. „Die waren schnell alle weg“, berichtete André Kaudel.

Eine besondere Einlage hatte sich André Kaudel für den Nachmittag einfallen lassen. Unter dem Motto „Der singende Bauhof“ hatte er einen Teil seines Teams als Chor auf der Treppe zum Büro versammelt, um das Bergmanns-Lied „Glück auf, Glück auf…“ zu intonieren. Zur zweiten Strophe „Hat’s angezünd’t…“ bat er auch die zuschauenden Ortsvorsteher Stefan Kupp (Kall), Frank Vellen (Urft-Steinfeld), Kurt Bormann (Keldenich) und Essers Vorzimmerdame Karin Poth zum Mitsingen auf die Treppe. Er habe das Projekt „Singender Bauhof“ dem Bürgermeister aus „Jux und Dollerei“ vorgeschlagen und der sei davon begeistert gewesen, umschrieb Kaudel die Geburt des Bauhof-Chores.

Der Bauhofleiter und sein Stellvertreter mussten den ganzen Tag über viele Fragen der oft erstaunten Besucher beantworten. Dass Kleinkind-Sitzgarnituren, Sandkästen, Blumenkübel, Ruhebänke, Tische oder Mülltonnenboxen Produkte aus Ideen des Bauhof-Teams sind, wussten die meisten nicht. Diese Tätigkeiten, so Einsatzleiter Theo Dreßen werden überwiegend bei schlechtem Wetter verrichtet, wenn andere Arbeiten nicht möglich sind.

Am Kaller Bauhof arbeiten neben Kaudel und Dreßen noch weitere 19 Mitarbeiter, die überwiegend Facharbeiter wie Gärtner, Schreiner, Elektriker, Schlosser oder Maurer sind. Zum Fuhrpark gehören unter anderem ein Pritschenfahrzeug, ein Lkw, ein Traktor, ein Kleinschlepper, eine Kehrmaschine, eine Walze, ein Radlader und ein Bagger.

pp/Agentur ProfiPress


Leiten derzeit die Geschicke des SSV Golbach: Vorsitzender Ralph Drehsen (rechts) und „Vize“ Guido Manstein. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

SSV Golbach hält Rückschau

Mitgliederversammlung mit Wahl des Vorstandes am Freitag, 24. Mai, im Bürgerhaus – Der Sportverein hat drei Abteilungen

Kall-Golbach – Zur Jahreshauptversammlung am Freitag, 24. Mai, um 19.30 Uhr, hat der Vorstand des SSV Golbach seine Mitglieder ins Bürgerhaus eingeladen. Der Sportverein mit seinen Abteilungen Fußball, Leichtathletik und Tischtennis konnte im vergangenen Jahr seinen 90. Geburtstag mit einem großen Sportfest feiern, in dessen Verlauf die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln mit vielen bekannten Ex-Profis gegen die Landrat-Rosenke-Elf gespielt hatte.

Bei der Jahreshauptversammlung wird der Vorstand in seinem Geschäftsbericht unter anderem auch Rückschau auf das Jubiläum halten. Auch werden die einzelnen Abteilungsleiter über den Verlauf des vergangenen Jahres berichten. Auf der Tagesordnung steht zudem die Wahl des Vorstandes. Vorsitzender des SSV ist derzeit Ralph Drehsen. Zweiter Vorsitzender ist Guido Manstein. Rolf Klöcker als Geschäftsführer und Kassierer Reiner Braun komplettieren die Vereinsspitze.

Vorsitzender Ralph Drehsen hofft im Vorfeld der Jahreshauptversammlung auf eine rege Teilnahme der Vereinsmitglieder.

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Bevor es zum Maiball in den Saal Gier geht, legten Tobias Noe und Michelle Harscheidt noch einen Königswalzer auf der Straße hin. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Auf der Straße Walzer getanzt

Das Maikönigspaar Tobias Noe und Michelle Harscheidt wurde in der Kutsche durch den Ort gefahren – Kaller Geloogsjungen pflegen alte Tradition – 200 Paare ausgerufen – Umzug und Ball bei tollem Frühlingswetter – Bürgermeister gratulierte

Kall – Bei herrlichem Frühlingswetter gingen in Kall die traditionellen Maifeierlichkeiten über die Bühne. Höhepunkte zum Beginn des Wonnemonats waren das Ausrufen von rund 200 Maipaaren am Dienstagnachmittag, der Festumzug mit dem Maikönigspaar Tobias Noe und Michelle Harscheidt am 1. Mai sowie der sich anschließende Maiball im Saal Gier. Mike Herr, „Hötjong“ das Maigeloogs, und Vize-Chef Lukas Müller waren besonders erfreut über die große Beteiligung der Kaller Bevölkerung.

Schon Wochen vor den Festlichkeiten hatten die Junggesellen des Maigeloogs mit den Vorbereitungen begonnen. Hinter verschlossenen Türen hatten die jungen Männer eine Liste mit rund 200 Maipaaren zusammengestellt, die am Dienstagnachmittag vom Felsen an der Gemünder Straße öffentlich ausgerufen wurden. Während des Ausrufens warteten die Besucher an der Gemünder Straße gespannt darauf, wer wohl als Maikönigspaar ausgerufen werde.

Nach gut einer Stunde war das Geheimnis gelüftet: Tobias Noe und Michelle Harscheidt wurden als Königspaar proklamiert. Unter dem Beifall der Zuschauer legten die beiden Majestäten spontan einen Walzertanz auf den Straßenasphalt. Die Geloogsjungen zogen anschließend in Gruppen zum Maisingen von Haus zu Haus. Derweil waren viele Kaller Vereine und Bürger am Abend der Einladung des Geloogs gefolgt, am Lagerfeuer unter dem stattlichen Maibaum mit dem Königspaar zu feiern.

Am Maifeiertag schien die Sonne hoch vom Himmel, als sich der Festzug mit der Pferdekutsche vom Maiplatz am Hallenbad in Bewegung setzte. Von der Musikkapelle angeführt zogen die Maipaare zum Haus der Maikönigin in der Straße „Auf dem Fels“, wobei Maikönig Tobias Noe in der von zwei Kaltblütern gezogenen Kutsche gefahren wurde. Nachdem Noe seiner Königin einen dicken Blumenstrauß überreicht hatte, spielte die Musikkapelle den traditionellen Maiwalzer, zu dem das Königspaar auf der Straße tanzte. Und auch die Mutter der Königin bekam von Tobias einen Blumenstrauß.

Auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser war im Festzug mitgegangen, um Tobias Noe und Michelle Harscheidt zu ihrer Königswürde zu gratulieren. Vom Fels aus führte der Maiumzug mit dem Königspaar in der Kutsche durch den Ort zum Saal Gier, wo der traditionelle Maiball stattfand. Bei Musik und Maibowle feierten die Jugendlichen ausgelassen bis zum späten Abend. Im Verlauf des Abends besuchte auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Ralf Nolte den Maiball um dem Königspaar zu gratulieren.

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Mitglieder des RSV Kall starteten jetzt in die Radsport-Saison. Jeden Sonntag und Dienstag finden Touren statt. Rechts im Bild RSV-Urgestein Bernd Marzi. Foto: Heinz/pp/Agentur ProfiPress

RSV startete in Radsport-Saison

Jeden Sonntag und Dienstag wird geradelt – Gastfahrer sind willkommen – Der im Januar 1981 gegründete Verein unterstützt die Kaller Grundschulen bei der Fahrradausbildung – Alte Fotos zeugen von kleinen Missgeschicken, von lustigen Fahrten und großen Erfolgen in den 90er-Jahren – Bürgermeister im Kuhstall

Kall – Nun radeln sie wieder: Die Mitglieder des Kaller Radsportvereins (RSV) haben kürzlich ihre Saison mit einer ersten Ausfahrt eröffnet. Im 38. Jahr seines Bestehens hat der RSV heute 30 Mitglieder, von denen 19 recht aktiv in die Pedale treten. Auch drei E-Bike-Fahrer haben sich den Kaller Pedalrittern angeschlossen, die vom Vorsitzenden Gerd-Dieter Schmitz angeführt werden. Stellvertretender Vorsitzender ist der ehemalige Bürgermeister Herbert Radermacher. Kassierer Martin Breuer und Geschäftsführerin Anne Wulf-Huppertz komplettieren den Vorstand.

Anne Wulf-Huppertz ist die einzige weibliche Rennrad-Fahrerin im RSV und fühlt sich inmitten der radelnden Männerschar pudelwohl. „Man kann sich auf die immer verlassen“, spart die agile Geschäftsführerin nicht mit Lob über die Sport-Kollegen.

Der Verein veranstaltet nicht mehr – wie damals in den Gründerjahren – Meisterschaften oder Radtouristikfahrten. Dafür stehen in der Saison jede Woche zwei Touren auf dem Jahresprogramm, die jeden Sonntag und jeden Dienstag um 10 Uhr am Aktivpark starten.

Die Sonntagstouren werden mit dem Rennrad bestritten, die Ausfahrten am Dienstag sind eher den Rentnern mit ihren Mountainbikes oder E-Bikes vorbehalten. „Gastfahrer sind uns immer willkommen, egal ob mit Rennrad, Mountainbike oder E-Bike“, ermuntert Geschäftsführerin Anne Wulf-Huppertz interessierte Radfahrer, die nicht dem Verein angehören, zum Mitfahren. Jedes Jahr unternähmen die RSV-Mitglieder eine Viertages-Tour, die in diesem Jahr in die Vogesen führe.

Ausbildung im Mai in Sistig und im Juli in Kall

Neben den sportlichen Aktivitäten widmet sich der RSV auch gemeinnützigen Dingen. So zum Bespiel unterstützen die Vereinsmitglieder die Grundschulen Kall und Sistig bei der Fahrradausbildung. Sie stehen den Kindern an allen Ausbildungstagen mit Rat und Tat zur Seite. Anne Wulf-Huppertz: „Wir machen das gern, denn die Schulen sind auf unsere Hilfe angewiesen, weil oft beide Elternteile berufstätig sind.“ In diesem Jahr finde die Fahrradausbildung im Mai in der Grundschule in Sistig und um Juli in der Grundschule in Kall statt.

Mit dem Ziel, den Radsport zu fördern, wurde der RSV im Januar 1981 in der Gaststätte „Haus Hubertus“ in Kall gegründet. Männer der ersten Stunde waren Ferdi Sassmann, Werner Hochgürtel, Herbert Limburger und das heutige Radsport-Urgestein Bernd Marzi aus Engelgau, der mit Baskenmütze, roter Latzhose, geschwungenem Schnäuzer und Kinnbärtchen in Radler-Kreisen bekannt ist wie ein bunter Hund. Marzi ist heute ebenso noch aktiv wie Rolf Linden und Heiz Wulf, die schon viele Jahre Mitglied sind.

Auch der damalige Bürgermeister Werner Schumacher trat dem Verein kurz nach der Gründung als aktives Mitglied bei. Als der Verein 1982 die erste Radtouristikfahrt veranstaltete, gab Werner Schumacher auf dem Schulhof der Hauptschule den Startschuss, um sich später selbst auf den Fahrradsattel zu schwingen. Auf alten Fotos des Startes ist zu sehen, dass damals nahe der Hauptschule weder die Tennishalle noch die Bürgerhalle standen.

Bei den damaligen Meisterschaften und Radtouristikfahrten hatte der Kaller RSV anderen Vereinen gegenüber immer einen klaren Vorteil. Als Eigentümer eines großen Fahrradgeschäftes und des damit verbundenen Fachwisssens war Bernd Marzi bei Pannen oder Defekten stets eine verlässliche Reparaturversicherung. Das ist auch heute noch so. Geschäftsführerin Anne Wulf-Huppertz: „Ist Bernd bei den Touren dabei, wird sofort geholfen.“

Hans Muff mit Kuhkette

Neben dem Radsport kam auch damals die Geselligkeit im RSV nicht zu kurz. Denjenigen, die dabei waren, bleibt die erste Weihnachtsfeier mit dem Besuch von Nikolaus und Hans Muff im Haus Hubertus unvergessen. Um sich den Respekt der Radler zu verschaffen, hatte sich der Muff beim gegenüber wohnenden Landwirt Karl Zilligen eine schwere Kuhkette beschafft. Beim Schwingen der Rute und der Kette geriet die in einen Kronleuchter des Saales und zerdepperte zum Entsetzen der Wirtin vier Lampen.

Kühe melken war 1983 angesagt bei einer lustigen Fahrrad-Rallye durch die Gemeinde Kall. Auch hier ist auf alten Fotos zu sehen, wie sich Bürgermeister Werner Schumacher und Bernd Marzi – auf einem Melkschemel neben einer Kuh sitzend – bemühen, möglichst viel Milch in einen Eimer zu melken.

Eine recht erfolgreiche Fahrerin hatte der RSV in den 90er-Jahren mit Monika Schröder aus Gemünd vorzuweisen. Als die internationalen Radsportprofis Dietrich Thurau, Josef Kirsten, Danny Clark und René Pijnen 1983 bis 1987 bei den legendären Sechstagerennen (1928 bis 1998) in der 1999 abgerissenen Kölner Sporthalle große Siege feierten, stand Monika Schröder diesen großen Sportlern in nichts nach. Über Jahre hinweg ließ sie der weiblichen Konkurrenz im Rahmenprogramm des Sechstagerennens keine Chance und gewann mehrmals in Folge den internationalen Wettbewerb um den Titel der „Miss Kurve“.

www.rsv-kall.de

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Bibliotheksleiterin Michelle Wagner (l.) und Schreibwerkstatt-Leiterin Jana Engels (r.) mit einigen der Teilnehmer aus Kall, die stolz ihre Bücher festhalten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Viel Fantasie gefragt

Schreibwerkstatt in der Gemeindebibliothek Kall während der Osterferien – „Einhörner und andere Fabelwesen“ als Thema

Kall – Marvin ist zwar erst zehn Jahre alt, aber was das Schreiben von Geschichten angeht schon ein alter Hase. Bereits zum dritten Mal nahm er an der von der Gemeindebibliothek Kall veranstalteten Schreibwerkstatt teil, die ein Partner des Landesprojekts „SchreibLand NRW“ ist. „Ich habe mittlerweile gelernt, wie man schnell eine Geschichte schreibt“, sagt der Nachwuchsautor am Abschlusstag.

Insgesamt handelte es sich um die vierte Schreibwerkstatt, die die Bibliothek anbot. Und doch war diesmal alles etwas anders, wie die Workshop-Leiterin und Autorin Jana Engels anmerkte. Erstmals fand der Kursus nämlich in den neuen Räumlichkeiten der Gemeindebibliothek im Haus der Begegnung statt, nicht mehr in der „alten“ Bücherei im Schulzentrum.

Das bedeutete auf jeden Fall viel Platz und Ruhe für die insgesamt sieben Teilnehmer der Schreibwerkstatt. Denn in der neuen Bibliothek gibt es einen Schulungsraum für genau solche Zwecke. „Ich habe natürlich zwischendurch auch reingeschaut. Das war schon sehr lebendig hier“, meinte Bibliotheksleiterin Michelle Wagner.

Inspiration gibt es in der Gemeindebibliothek genug. Aber das war bei den sieben Kindern im Alter von neun und zehn Jahren eigentlich gar nicht nötig. Zum Thema „Einhörner und andere Fabelwesen“, ein Wunschthema aus der Schreibwerkstatt im vergangenen Jahr, fiel ihnen ganz viel ein. An zur Verfügung gestellten Laptops haben sie ihre Geschichten geschrieben.

An den insgesamt fünf dreistündigen Terminen in den Osterferien entstanden Geschichten, Gedichte und Sachtexte, die teils auch illustriert wurden. Teilnehmerin Jule malt sehr gerne und hat eine Malanleitung für einen Einhornkopf ins Buch gebracht. Die Nachwuchsautorin Dana fand das Malen sogar am besten. Ihr gefiel es aber auch, Geschichten von Anfang an zu entwickeln.

„Wir haben zunächst Themen und Stoff gesammelt“, beschreibt es Jana Engels. Die Geschichten sollten sich die Kinder alleine ausdenken und sie auch vorher unterteilen in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Erst danach wurden die Geschichten ins Reine geschrieben.

Jana Engels hat die Geschichten gesammelt und am Dienstag an eine Druckerei geschickt. „Dann wurde es eng. Denn erst am Freitagmorgen wurden die Bücher geliefert“, berichtete sie. Voller Stolz hielten die Kinder ihr Exemplar in Händen. Für Marvin war es bereits das dritte Buch, in dem seine eigene Geschichte veröffentlicht wurde.

Einige Kinder, die an der allerersten Schreibwerkstatt teilgenommen hatten, sind mittlerweile sogar zu alt für den Workshop in Kall und machen bei der Erwachsenen-Schreibwerkstatt in Nettersheim mit.

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Im Familienzentrum Sistig können Teilnehmer des DRK-Kurses ab 8. Mai, 19 Uhr, ihre eigenen Näh-Ideen umsetzen. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Kreatives Gestalten

Fünfteiliger Nähkursus des Deutschen Roten Kreuzes ab Mittwoch, 8. Mai, 19 Uhr, im Familienzentrum Sistig

Kall-Sistig – Das Deutsche Rote Kreuz startet am Mittwoch, 8. Mai, mit einem fünfteiligen Nähkursus im Familienzentrum Sistig (Schleidener Straße 2). Die Teilnehmer treffen sich immer mittwochs von 19 bis 21.15 Uhr.

Der Kursus richtet sich an Menschen, die den Wunsch haben, etwas für sich oder ihr Kind zu nähen. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können ihre kreativen Ideen umsetzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, fachliche Unterstützung und Anleitung bietet Dozentin Eugenia Braun. In einer kleinen Gruppe sollen die Ideen umgesetzt und verwirklicht werden. Außerdem gibt Eugenia Braun Tipps und Tricks beim Zuschneiden und Nähen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro. Anmeldung direkt im Familienzentrum Sistig (02445/1088) oder beim DRK in Euskirchen (02251/791184). Teilnehmer werden gebeten, eine Nähmaschine, Stoff und eine Schere mitbringen.

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Sie hoffen bei der ersten Kaller Frühlingsschau auf gutes Wetter und viele Besucher (v.l.): Andreas Brucker (Möbelhaus Brucker), Rudolf Trapp (Obi-Markt), Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Manfred Knie (Modehaus Knie) und der Vorsitzende der Gewerbevereins Kall, Stefan Kohl (Optik Kohl) bei der Präsentation des Programms. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Andrang zum Frühjahrsmarkt

Die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes Kall soll mit der neuen Veranstaltung gestärkt werden - Viele Firmen, Aussteller und Vereine sind bei der Premiere am 5. Mai dabei – Geschäfte ab 13 Uhr verkaufsoffen – Kostenloser Bus-Shuttle für Besucher

 

Kall - Viel los sein wird am Sonntag, 5. Mai, in Kall, wenn dort von 11 bis 18 Uhr sowohl im Industriegebiet als auch im Ortskern die erste Frühlingsschau stattfindet. Ab 13 Uhr haben die Geschäfte verkaufsoffen.

 

Mit dieser neuen Frühlingsschau wollen der Gewerbeverein und die Gemeinde die Bedeutung Kalls als regionaler Wirtschaftsstandort noch stärker hervorheben. Die Veranstaltung soll nach dem Vorbild der seit 33 Jahren erfolgreichen Herbstschau über die Bühne gehen. Allerdings ist das Angebot der Aussteller an die Jahreszeit als Frühjahrsschau angepasst.

 

Die Präsentation neuer Automodelle sowie die aktuellen Trends um Gartenmöbel, Grillvergnügen und die Gestaltung von Terrassen sind nur einige Themen der Veranstaltung. Nicht nur Kaller Gewerbetreibende wollen sich an der Veranstaltung beteiligen, sondern auch verschiedene Vereine und Organisationen. Das berichtet Stefan Kohl, der Vorsitzende des Gewerbevereins, dem Kaller „Rundblick“.

 

Gemeindeverwaltung stark engagiert

 

Er sagte, die Kaller Firmen seien der Verwaltung der Gemeinde Kall und insbesondere dem Bürgermeister Hermann-Josef Esser dankbar, die sich bei den Vorbereitungen der Premiere-Veranstaltung stark engagiert hätten.

 

Mit einem Tag der offenen Tür im Gemeinde-Bauhof am Siemensring beteiligt sich die Kommune am 5. Mai auch selbst am Geschehen. Ebenso will die Feuerwehr der Gemeinde Kall mit einer Fahrzeugausstellung und einem Feuerlöscher-Trainer vertreten sein, an dem die Besucher den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher kennenlernen. Auch das Rote Kreuz, Ortsverein Kall, will sich an diesem Tag der breiten Öffentlichkeit vorstellen. Außerdem stehen die DRK-Sanitäter für eventuelle Notfälle in Bereitschaft.

 

Im Industriegebiet findet das Marktgeschehen im Bereich des Siemensringes statt, der für die Präsentation der Aussteller in der Querspange zwischen dem Kreisel an der Hüttenstraße und der Kruppstraße für den Autoverkehr gesperrt ist.

 

Fast alle Geschäfte in diesem Bereich haben an diesem Tag geöffnet. Die Anfahrt zu den Parkplätzen am Obi-Markt und der Bauzentrale Schumacher ist sowohl über den Siemensring als auch über die Kruppstraße zugänglich. Parkmöglichkeiten sind in der Hüttenstraße sowie rund um das Möbelhaus Brucker und den Siemensring reichlich vorhanden. Für Parkmöglichkeiten im Ortskern wird analog zur Herbstschau ein Leitsystem eingerichtet.

 

Die Organisation des Marktes im Bereich des Industriegebietes obliegt der EUREGIO Messen GmbH, während die Firma Rolf Gelhausen im Ortskern die Fäden in der Hand hat. Wie seit vielen Jahren bei der Herbstschau erfolgreich praktiziert, wird den Besuchern auch beim Frühlingsmarkt ein kostenloser Bus-Shuttledienst zwischen Industriegebiet und Ortskern zur Verfügung stehen.

 

Vorstellung neuer Kraftfahrzeuge

 

Ein Schwerpunkt des Marktes im Industriegebiet soll die Präsentation neuer Modelle von Autofirmen sein. Auch Motorräder und Quads werden dort von 11 bis 18 Uhr ausgestellt. Kulinarische Spezialitäten werden an den Food-Trucks von Sweet & Tini sowie Carlie Mera angeboten. Andere Stände präsentieren Tupperware, Cocktails, Reibekuchen, Pommes oder Kartoffelspieße.

 

Ab 13 Uhr haben die im Industriegebiet ansässigen Firmen, die sich an der Frühlingsschau beteiligen, verkaufsoffen. Auf dem Gelände von Obi-Markt und Bauzentrale Schumacher beginnt ein Unterhaltungsprogramm für Kinder bereits um 11 Uhr. Der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier präsentiert sich dort mit einem Getränkestand und stellt den Besuchern seine Bemühungen um den Erhalt des denkmalgeschützten Gasthauses vor.

 

Im Ortskern ist die Bahnhofstraße auf der gesamten Länge für den Durchgangsverkehr gesperrt. Um die 60 Händler wollen dort zwischen VR-Volksbank-Kreisel und Rewe-Center ihre Stände aufbauen. Auch der Rathausvorplatz soll ins Marktgeschehen einbezogen werden. Kunsthandwerk, Antiquitäten und Trödel sollen das Bild im Ortskern bestimmen. Mit dabei auch der Kaller Künstler Stefan Schick, der eine Auswahl seiner Bilder vorstellt.

 

Für das leibliche Wohl stehen Hähnchen- und Haxengrill bereit. Auch für Spaß an Kirmesbuden und Unterhaltung mit Musik ist gesorgt. Die Musikkapelle Kall will an verschiedenen Stellen im Ort aufspielen. Country- und Westernmusik sind bei den Live-Auftritten des Sängers Georg Kaiser angesagt.

 

60 Händler am Start, Anmeldung noch möglich

 

Das Modehaus Knie und das ebenfalls ab 13 Uhr verkaufsoffene Rewe-Center am Ende der gesperrten Bahnhofstraße sind ab 11 Uhr über die Hindenburgstraße erreichbar. Im Rewe-Center findet ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm für Kinder statt. Die Kids können dort die bekannten Trickfilmfiguren „Bugs Bunny“ und „Daffy Duck“ treffen. Sie haben auch die Möglichkeit zum Malen und Basteln oder sich bunte Kunstwerke ins Gesicht schminken zu lassen. Um 14.30 und um 16.30 Uhr ist der beliebte Kinderliedersänger Uwe Reetz im Rewe-Center zu Gast, um mit den Kids zu singen.

 

Gewerbeverein und Gemeinde bieten Ausstellern – auch denen außenhalb Kalls - die Möglichkeit, an der ersten „Kaller Frühlingsschau“ teilzunehmen. Interessierte Firmen, Händler oder Organisationen und Vereine können sich beim Gewerbeverein-Vorsitzenden Stefan Kohl (02441/1840), der bei der EUREGIO Messen GmbH (0241/51032516) oder bei Rolf Gelhausen (02482/1268035) für eine Teilnahme anmelden.

 

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Der Vorstand blickt auf eine erfolgreiche Session des KV „Löstige Bröder“ Kall zurück: Vize-Vorsitzender Timo Völler (v.l.), Schriftführerin Jutta Söns, Vereins-Chef Dirk Metz und Kassierer Reiner Müller. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Löstige Bröder“ blicken zurück

Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 10. Mai, wird im Saal Gier Bilanz über die verflossene Session gezogen

Kall – Ein tolles Damendreigestirn, ein tolles Kinderprinzenpaar, viele stimmungsvolle Gastauftritte, gut besuchte Sitzungen und ein prächtiger Karnevalszug kennzeichneten die verflossene Session des Kaller Karnevalsvereins „Löstige Bröder“. Jetzt hat der Vorsitzende des Vereins, Dirk Metz, die Mitglieder des Vereins für Freitag, 10. Mai, 19.30 Uhr, zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte Gier eingeladen.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Rückblick des Vereinschefs auf die Session und der Tätigkeitsbericht des Vorstandes. Ob die Session auch ein finanzieller Erfolg war, wird der Bericht des Kassierers Reiner Müller zeigen.

Bevor die Mitglieder Ausschau auf die bevorstehende Session 2019/20 halten, werden Personen festgelegt, die als Koordinatoren für die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie zum Beispiel Prinzenführer, Zeugwart, etc. verantwortlich sein werden. Obwohl die Versammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Personen beschlussfähig ist, wünscht sich der Vorstand der Löstige Bröder eine rege Beteiligung der Vereinsmitglieder.

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Das Quartett mit Sebastian Reimann (Geige), Joscho Stephan (Gypsy-Jazz-Gitarre), Volker Kramp (Kontrabass) und Günter Stephan (Rhythmus-Gitarre) brannte im Saal Gier ein Feuerwerk flotter Gute-Laune-Musik ab. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Acht fliegende Hände

Das Joscho-Stephan-Quartett begeisterte erneut das Publikum im Kaller Saal Gier – Eigenkompositionen wie „Klez Musette“, „Song für Bireli“ und „Ballade pour Django“ vorgestellt – Sogar Besucher aus USA und Freiburg – Großes Lob für Uwes Gulaschsuppe

 

Kall - Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert.

 

Mit vielen eigenen Kompositionen hat sich der Ausnahmegitarrist Joscho Stephan in der internationalen Musikszene einen Namen als kreativer Visionär gemacht. Neben den hervorragenden Qualitäten als Musiker besitzt Joscho Stephan auch die Gabe eines wortgewandten Unterhalters und Moderators.

 

Zum zweiten Mal gastierte der Musiker mit den fliegenden Fingern jetzt mit seinem Quartett innerhalb des Kulturprogramms des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier in Kall. Joscho Stephan an seiner Gypsy-Jazz-Gitarre, Vater Günter Stephan an der Rhythmusgitarre, Sebastian Reimann an der Geige und Volker Kramp am Kontrabass brannten im Saal Gier ein musikalisches Feuerwerk ab.

 

 

Keiner hielt die Füße still

 

 

Über zwei Stunden lang war Gute-Laune-Musik angesagt, bei der niemand die Füße stillhalten konnten – die wippten beim Spiel der acht fliegenden Hände automatisch im Takt der Musik mit.

 

Im fast vollbesetzten Saal Gier wandelte der 40-jährige aus Mönchengladbach stammende Star-Gitarrist auf den Spuren der legendären Vorbilder Django Reinhardt und Stephane Grappelli. Der größten Teil des Programms beinhaltete von Joscho Stephan komponierte Titel wie zum Beispiel „Klez Musette“, „Song für Bireli“ und „Ballade pour Django“.

 

Joscho Stephan ging nach der Pause gern auf die Bitte einer Dame ein, die sich wegen ihres Namens den Titel „Hey Joe“ von Jimmy Hendricks gewünscht hatte. „Sie heißen aber doch nicht Jimmy?“, wollte Joscho von der Dame wissen. Nein, sie heiße nicht Jimmy, aber Hendricks, klärte die Dame den Künstler auf.

 

„Schönster Geiger Deutschlands“

 

Der aus Konstanz am Bodensee stammende und jetzt in Brühl lebende Konzertmeister und Violine-Virtuose Sebastian Reimann fuhr nach dem Konzert mit einem besonderen Kompliment nach Hause. Eine junge Frau, die Reimann vor dem Konzert auf der Treppe zur Gaststätte entdeckt hatte, geriet ins Schwärmen. Reimann sei der „schönste Geiger Deutschlands“ verriet sie Uwe Schubinski, dem Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier. Schubinski machte das Kompliment öffentlich und verlieh Reimann vor Beginn des zweiten Konzertteils offiziell den Titel „Schönster Geiger Deutschlands“.

 

Uwe Schubinski hieß bei dieser Gelegenheit auch einige Gäste besonders willkommen. Einer war der ehemalige amerikanische Fallschirmspringer und pensionierte Lehrer Mark Twardziki aus Seattle, der größten Stadt im US-Bundesstaat Washington. Twardziki war bei Bekannten in Köln zu Besuch, wo er von dem Konzert in Kall erfuhr. Da Joscho Stephan auch in Amerika viele Fans hat, nutzte der US-Amerikaner die Gelegenheit, das Konzert Stephans in Kall zu besuchen.

 

Exzellent ausgesteuert von Willi Geschwind

 

 

Eine weite Anreise in die Eifel hatte auch der Joscho-Fan Gerd Neumann hinter sich. Er war mit seinem in Rheinland-Pfalz wohnenden 81jährigen Vater Josef aus Freiburg angereist. Er hatte im Internet nach einem Konzerttermin von Joscho Stephan gesucht und war dabei auf die Veranstaltung in der Gaststätte Gier in Kall gestoßen.

 

In der Pause nahm sich der Künstler entsprechend viel Zeit für seine Fans. Denn wie Uwe Schubinski war auch Joscho Stephan erfreut über die weit angereisten Besucher.

 

Der Künstler äußerte sich am Ende lobend über das „ehrliche“ Publikum in Kall und ganz besonders über den Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier, der immer professioneller werde. Stephan sprach damit die neue Bühne und deren perfekte Beleuchtung an: „Im vergangenen Jahr konnte man uns kaum erkennen; jetzt sehen Sie, wie wir wirklich aussehen“. Auch die Tontechnik, von Studiomusiker Wilhelm Geschwind exzellent gesteuert, lasse keine Wünsche offen, lobte der international ausgezeichnete Jazz-Gitarrist.

Das Quartett komme immer wieder gern nach Kall. Joscho: „Aber nicht nur wegen des tollen Publikums und der tollen Organisation, auch wegen der hervorragenden Gulaschsuppe, die Uwe für uns kocht“.

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Fast alle Bauhöfe, Straßen- und Autobahnmeistereien aus dem Kreis Euskirchen waren zur Wiederbelebung des Bauhofleitertreffens erschienen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bauhöfe sollen sich vernetzen

Gemeinde Kall veranstaltet erstes Bauhofleitertreffen nach mehrjähriger Pause – Firmen präsentierten ihre Produkte – Fast alle Bauhöfe und Straßenmeistereien waren gekommen

Kall – Die Gemeinde Kall hofft, eine Tradition wiederzubeleben, die in den vergangenen rund zehn Jahren eingeschlafen war: die jährlichen Bauhofleitertreffen. Der seit dem 1. November in Kall tätige Bauhofleiter André Kaudel hatte mit seinem Team die Idee und begeisterte auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Und tatsächlich waren nun fast alle Bauhöfe, Straßen- und Autobahnmeistereien aus dem Kreis Euskirchen mit Vertretern im Kaller Bauhof an der Daimlerstraße erschienen. Erste Früchte trug die Veranstaltung sogar noch vor dem Start: Der Kreis hat zugesagt, im Jahr 2020 als Ausrichter zur Verfügung zu stehen.

Wichtig, das machte Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser in seiner Begrüßung deutlich, sei heutzutage die Zusammenarbeit zwischen den Bauhöfen der einzelnen Kommunen und Träger. „In vielen Bereichen funktioniert diese interkommunale Zusammenarbeit bereits erfolgreich. Bauhöfe gehören aber bisher nicht dazu“, meinte er. Esser sieht die Rolle der Bauhöfe vor einem Wandel angesichts des Personalmangels in der Baubranche. Insbesondere auf Ausschreibungen zu kleineren Sanierungen würden bei Kommunen gar keine oder nur wenige Angebote abgegeben.

Im Gespräch mit der Presse führt André Kaudel aus, warum er in der Vernetzung der Bauhöfe ein großes Potenzial sieht. „Die Probleme sind vielerorts die gleichen: Es gibt Sanierungsstau bei der Straßenunterhaltung.“ Gerade bei Maßnahmen in den Bereichen Schlaglöcher- und Fugensanierung seien die Mitarbeiter der Bauhöfe perfekt geeignet. Für Kall gesprochen meint er: „Meine Kollegen sind Spitzenfachkräfte.“

Abgerundet wurde das Bauhofleitertreffen durch Präsentationen und Vorführungen. Eine Landtechnikfirma hatte Traktoren ausgestellt. Ein Anbieter stellte Produkte vor, die man im Bereich Straßenerhaltung und -instandsetzung einsetzen kann.

Ein Hersteller von Kommunalmaschinen präsentierte unter anderem Gerätschaften, die sich per Fernbedienung steuern lassen. „Das ist doch der Traum eines jeden Jungen“, frohlockte der stellvertretende Bauhofleiter Theo Dreßen. Unter diesen Geräten war auch eine Mähraupe mit 50 PS, die im Hang einsetzbar ist, wo derzeit noch mühselig mit Hand gemäht werden muss. Die Fernsteuerung funktioniert auf 300 Metern Entfernung. Auch ein sogenannter „Alleshäcksler“ wurde demonstriert, eine Kombination aus Scheibenrad- und Hammer-Häcksler.

Wer selbst einmal den Kaller Bauhof besichtigen möchte, kann das am 5. Mai tun. Im Rahmen der ersten Kaller Frühlingsschau hat der Bauhof an der Daimlerstraße Tag der offenen Tür.

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Nicht nur Kinder und Erzieherinnen waren Zeugen des von Bürgermeister Hermann-Josef Esser geleiteten Kinderparlaments, auch Stofftiere. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Ein ganz besonderer Gemeinderat

Die Vorschulkinder aus Sötenich und der Kita Kallbachstraße besuchten das Rathaus – Kinderparlamentssitzung mit Bürgermeister Hermann-Josef Esser

Kall – Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser hat in seiner rund anderthalbjährigen Amtszeit schon so manche Frage im Ratssaal beantworten müssen. Aber solche, wie ihm die Vorschulkinder aus Sötenich und der Kita Kallbachstraße beim Besuch im Rathaus stellten, definitiv noch nicht. „Warum trägt eine Ballerina ein Tutu?“ – „Wie funktioniert ein Auto?“ – „Woraus wird Erde gemacht?“

Souverän beantwortete Kalls Gemeindeoberhaupt jede auch noch so fachfremde Frage, und das offenbar nicht nur zufriedenstellend für die Kinder, sondern auch für die mitgereisten Erzieherinnen, die Esser attestierten, dass er auch einen wunderbaren Erzieher abgeben würde.

14 Vorschulkinder waren ins Rathaus gekommen. Esser hatte sie im Bürgerservice abgeholt und dann in den Ratssaal im zweiten Stock geführt, wo bereits eine Tagesordnung für das Kaller „Kinderparlament“ per Beamer an die Wand geworfen wurde. Drei Tagesordnungspunkte befanden sich darauf. Die Kinder nahmen an den beiden Seiten Platz, dort wo normalerweise CDU und SPD sitzen. Drei Kinder durften am Kopfende neben dem Bürgermeister sitzen, darunter auch der Protokollführer, der sich besonders dafür interessierte, ob man mit dem Gemeinde-Notebook auch spielen könne.

Unter dem Stichwort „Anschaffung einer neuen Kletterwand für den Kindergartenspielplatz?“ diskutierte Esser mit den Ratskindern über deren Wünsche und Bedenken. „So hoch wie ein Haus“ sollte die Kletterwand sein, war ein Vorschlag der Kinder. „Aber ich habe Höhenangst, außer beim Springen auf Matratzen“, entgegnete ein weiteres Kind. In einer Zwickmühle befanden sie sich, als Esser fragte, welcher der beiden Kindergärten denn die fiktive Kletterwand bekommen solle. Weil sich die Kinder darüber nicht einigen konnten, änderte Esser den Beschlussvorschlag ab: Sowohl Sötenich als auch die Kita Kallbachstraße sollen mit einer Kletterwand bedacht werden. Das winkten die Nachwuchsratsmitglieder einstimmig durch.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Mehr gesundes Essen statt Süßigkeiten?“ ließ sich Esser zunächst erklären, welche Nachteile Süßigkeiten mit sich bringen. Von Karius und Baktus, die kommen, wenn man sich nicht die Zähne putzt, bis hin zu Bauchschmerzen, wenn man zu viel Süßkram zu sich genommen hat, bekam er zu hören. Mehrheitlich mit zwei Gegenstimmen wurde der Antrag schließlich angenommen. Den beiden Kindern, die gegen die Einführung von mehr Obst und Gemüse gestimmt hatten, erklärte Esser, dass der Vorschlag trotzdem umgesetzt wird, weil die Mehrheit dafür gestimmt habe.

Ebenfalls mehrheitlich mit zwei Gegenstimmen wurde der „»Kindergarten« für Eltern“ beschlossen. Bevor Eltern nun frohlocken, dass sie nicht mehr arbeiten müssen: Es geht um einen Aktionstag, den die Eltern den ganzen Tag im Kindergarten verbringen, um „Papa und Mama zu zeigen, wie das im Kindergarten so ist“, erklärte Esser den Kindern, die sich während der Kinderparlamentssitzung mit Apfel- und Multivitaminsaft stärken durften.

Zum Abschluss des Besuchs zeigte der Bürgermeister den Kindern, inspiriert durch die eingangs erwähnte Frage „Wie funktioniert ein Auto“, das Elektroauto der Gemeinde Kall. Besonders beeindruckt waren die Kinder, dass dieses Auto flüsterleise ist. Bevor die Kinder aufbrachen erhielten alle noch eine kleine Tüte Gummibärchen. Denn „ab und zu sind Süßigkeiten natürlich auch erlaubt“, sagte Esser.

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In Sötenich entstehen in Kürze maximal zwei weitere Kindergartengruppen auf Kaller Gemeindegebiet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Weiterer Kindergarten in Sötenich

Gemeinde Kall hat erhöhten Bedarf an Kindergartenplätzen für das Jahr 2019/20 – Ausbau der Einrichtung in Scheven – Bürgermeister Esser sagt Verein für Kampfkünste Sötenich Unterstützung bei der Suche nach neuem Domizil zu

Kall – Der Bedarf an Kindergartenplätzen im Kreis Euskirchen nimmt zu. Das betrifft sowohl die Betreuung von Kindern unter drei Jahren (U3) also auch die Betreuung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren (Ü3). Diese Entwicklung tangiert auch die Einrichtungen in der Gemeinde Kall. Weil zu wenige Kindergartenplätze vorhanden waren, war bereits für das Kindergartenjahr 2018 die Kindertageseinrichtung in der Kallbachstraße durch einen Anbau erweitert worden.

Doch der Bedarf stieg weiter an, sodass für das Kindergartenjahr 2019/20 nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. Deshalb musste das Jugendamt nach den vorläufigen Anmeldungen in Kall 78 Absagen (46 U3, 32 Ü3) erteilen. Für 30 dieser Kinder besteht allerdings ein dringender Bedarf an Kindergartenplätzen ab dem Sommer 2019.

Aus diesem Grund hat der zuständige Fachausschuss der Gemeinde Kall in seiner jüngsten Sitzung entschieden, an gleich zwei Standorten Plätze zu schaffen. So wird der Kindergarten in Scheven um eine Gruppe erweitert werden. Möglich ist ein neuer Gruppenraum in einem wenig genutzten Flurbereich. Die Einrichtung in Scheven ist momentan eingruppig mit 20 Plätzen, davon sechs für Kinder unter drei Jahren. Ab dem 1. August stehen in Scheven dann maximal weitere 20 Ü3- und drei U3-Plätze zur Verfügung. Der Kreis Euskirchen rechnet damit, dass vermutlich damit der aktuelle Bedarf für das Jahr 2019/20 gedeckt werden könnte. Allerdings ist eine weiterhin steigende Nachfrage nach Kindergartenplätzen anzunehmen.

Deshalb hat der Ausschuss außerdem beschlossen, aus dem einstigen integrativen Kindergarten in Sötenich, der früher von der Caritas genutzt worden war, eine ein- oder zweigruppige Kindertagesstätte zu schaffen. „Sowohl das bereits vorhandene Gebäude als auch die zentrale Lage von Sötenich sprechen für diesen Standort“, heißt es in der Ausschussvorlage.

Bis zuletzt wurden die Räumlichkeiten in Kall vom „Verein für Kampfkünste“ genutzt. Der Mietvertrag musste jetzt vorsorglich gekündigt werden, damit frühzeitig mit den Umbaumaßnahmen in Sötenich begonnen werden kann. Diese sollen im Spätsommer abgeschlossen werden, damit allerspätestens zum 1. Dezember der Kindergartenbetrieb starten kann.

„Dem Verein für Kampfkünste habe ich meine persönliche Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Domizil angeboten“, sagte Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Denn die Gemeinde unterstützt selbstverständlich ihre Vereine, gerade im Bereich Jugendarbeit.

Aus diesem Grund bittet die Gemeinde darum, dass sich potenzielle Vermieter, die dem Verein für Kampfkünste eine Unterkunft anbieten können, im Rathaus bei Laura Kurth unter Tel. 02441/888-45 oder per E-Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik melden.

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Maria Aarts (Mitte) ernannte das Hermann-Josef-Haus Urft zum „Internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum“. Darüber freuen sich auch Susanne Beckschwarte (r.), Leiterin des Hermann-Josef-Hauses, und die lizensierte Supervisorin Christa Thelen (l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Goldene Geschenke“

Begründerin der Marte-Meo-Bewegung ernennt Hermann-Josef-Haus zum internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum – Fachtag mit Maria Aarts lockt Teilnehmer aus Deutschland und Schweiz nach Urft – Vorbild für andere Jugendhilfeeinrichtungen

Kall-Urft - Maria Aarts, die Ikone und Begründerin der weltweit verbreiteten Marte Meo-Bewegung, besuchte das Hermann-Josef-Haus (HJH) in Urft. Sie war die Hauptreferentin bei einem Fachtag mit rund 200 Teilnehmern aus Deutschland und der Schweiz. Der Höhepunkt der Veranstaltung war, als Aarts das Urfter Haus zum „Internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum“ ernannte.

Die Niederländerin machte es kurz und knapp. Sie rief fröhlich in die Zuschauermenge: „Ihr seid jetzt Kompetenzzentrum.“ Großer Jubel brandete auf nach diesen weitreichenden Worten. Es ist ein großer Tag für die Urfter Einrichtung. „Es erfüllt mich mit Stolz und Freude“, so Susanne Beckschwarte, Leiterin der Urfter Einrichtung.

Marte Meo bedeutet „aus eigener Kraft etwas schaffen“. Die Methode wurde 1987 von der Niederländerin begründet und orientiert sich an der natürlichen sozial emotionalen Entwicklung des Menschen. Dabei werden kurze Videosequenzen im Alltag aufgezeichnet, von der Therapeutin analysiert und anschließend bei der Beratung des Kindes oder den Jugendlichen und deren Familien genutzt.

 

Positives Leiten

ist ein Schwerpunkt

 

„Man kann auf diese Weise genau analysieren, welche Entwicklungsbedürfnisse die Kinder und Jugendlichen haben. So kann man sehr gut sehen, wie sie Schritt für Schritt in ihrer eigenen Entwicklung unterstützt werden“, erklärte Christa Thelen, lizensierte Supervisorin des Hermann-Josef-Hauses Urft. Dabei stehen stets die Stärken der Handelnden und positives Leiten im Mittelpunkt.

Was diese konstruktive und intensive Zusammenarbeit in der Praxis bewirken kann, wurde direkt auf der Großleinwand im Hermann-Josef-Haus veranschaulicht. Die Zuschauer sahen in dem im Alltag aufgezeichneten Video einen Jungen, der lernt, unter respektvoller und einfühlsamer Anleitung, Kartoffeln zu schneiden, um Pommes frites für das Mittagessen herzustellen.

 

Kleine Schritte

bewusst feiern

 

Man war live dabei, als er das Essen mittags stolz seinen Mitbewohnern kredenzt und wie diese reagieren. „Da bekommt er gute Erfahrungen mit“, kommentierte Aarts und riet den Supervisoren jeden Schritt, auch noch so kleine, bewusst zu feiern. „Das sind goldene Geschenke!“ Und der kleine Junge ist sichtbar stolz.

Die Zuhörer hingen an Aarts Lippen und saugten die Erfahrungen auf. Fachlich versiert gab sie in wenigen, pointierten und doch launigen Sätzen ihr Wissen preis. Maria Aarts lobt, spürt die Feinheiten auf und arbeitet sie aus. „Schauen Sie, wie er guckt“, sagte sie.

Erarbeitet und zusammengestellt wurden die Videosequenzen von Christa Thelen. Sie ist lizensierte Marte Meo Supervisorin und Marte Meo Ausbilderin in der Jugendhilfeeinrichtung.

 

Marte-Meo mit

220 Kindern und Jugendlichen

 

Bereits seit über 13 Jahren wird die Marte Meo Methode im Hermann-Josef-Haus Urft in der alltäglichen Arbeit mit 220 Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien umgesetzt und kontinuierlich neue Anwendungsmöglichkeiten entwickelt, erläuterte Christa Thelen. Seit 2017 gebe es zusätzlich jährlich einen Marte-Meo-Ankertag. „Da wird geschaut, was gibt es an neuen Erkenntnissen, um Marte Meo hier am Standort weiter zu entwickeln“, so Thelen. Auch die Mitarbeiter werden weiter geschult.

Thelen ließ die Urfter Marte Meo-Fachkräfte anerkennend aufstehen. Beeindruckend viele erhoben sich von ihren Stühlen. „Marte Meo ist eine gelebte Methode, die von unseren 86 Marte Meo Praktikern, 23 Marte Meo Therapeutinnen und Therapeuten, zwei Kollegentrainern, einem Supervisor und einer lizensierten Supervisorin realisiert wird“, erklärte Susanne Beckschwarte, Leiterin des Hermann-Josef-Hauses Urft.

Maria Aarts arbeitete nach ihrer Ausbildung mit autistischen Kindern und Familien aus Brennpunktgebieten. Mittlerweile ist ihre Methode in 43 Ländern etabliert. Gemeinsam mit ihrer Schwester Josje leitet sie heute in Eindhoven das Zentrum „Marte Meo International“.

Im frisch zertifizierten Urfter „Kompetenzzentrum“ starten die nächsten internen Praktikerkurse im Mai 2019. Ein weiterer Therapeutenkurs ist für Sommer 2019 geplant.

Bislang gibt es lediglich drei von Maria Aarts ausgewählte Marte Meo Kompetenzzentren. Diese Zentren sind Kooperationspartner von „Marte Meo International“ und arbeiten intensiv mit Maria Aarts zusammen. Sie sind Vorbilder für andere Jugendhilfeeinrichtungen und machen deutlich, wie unter Anwendung der Marte Meo Methode in Kinderheimen entwicklungsorientiert gearbeitet werden kann.

 

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Die Coverband Clearwater tritt am Samstag, 20. April, 20.30 Uhr, bei der Oldie-Rock-Night in Golbach auf. Foto: Clearwater/pp/Agentur ProfiPress

Oldie-Rock-Night in Golbach

Auf Einladung des Bürgervereins spielt am Samstag, 20. April, 20.30 Uhr, die Coverband Clearwater im Bürgerhaus

Kall-Golbach – Ob Creedence Clearwater Revival, die Beatles, Robert Palmer, die Lords, Eric Clapton, die Everly Brothers, Chuck Berry oder Tina Turner – Songs all diese Künstler und Rockbands beherrscht die Cover-Band Clearwater aus dem Effeff. Das beweist sie am Ostersamstag, 20. April, 20.30 Uhr, bei der Oldie-Rock-Night im Golbacher Bürgerhaus. Veranstalter ist der Bürgerverein Golbach.

Clearwater stammt aus dem Köln/Bonner Raum und wurde 2004 gegründet. Leadgitarrist Richard Grede suchte Musiker, um handgemachte Rockmusik zu machen. Die Band legt besonderen Wert auf mehrstimmigen Gesang und die originalgetreue Auslegung der Gitarren-Soli und richtet sich mit ihrer Musik an alle Liebhaber alter Rockmusik. Neben Grede sind auch die beiden Gründungsmitglieder Werner Hensel (Schlagzeug) und Henning Albers (Rhythmusgitarre) mit von der Partie.

Frontfrau ist seit 2015 Iris Hinz, das Repertoire wurde entsprechend um Songs erweitert, die von Frauen gesungen werden. Bassist Michael Tobinsky ist seit 2017 Mitglied von Clearwater. Komplettiert wird die Band durch Willi Molitor (Percussions und Schlagzeug) sowie Egon Becker (Keyboard).

Die Band freut sich darauf, wenn auch in Golbach mitgesungen und getanzt wird. Karten gibt es im Vorverkauf für acht Euro unter 02441/770015 oder 0160/90631837 sowie per E-Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. An der Abendkasse kosten die Tickets zehn Euro.

pp/Agentur ProfiPress


Frühling im Gillesbachtal

Sonntag, den 14.April

Frühling im Gillesbachtal. Der NABU Euskirchen lädt Sie zur Wanderung zu den Küchenschellen ein. Eine naturkundliche Exkursion mit Manfred Martin und

Ulrich Meisen. In den Höhenlagen der Nordeifel erwacht der Frühling spät.

Wir besuchen die Frühblüher der Kalkbuchenwälder des romantischen Gillesbachtals. Höhepunkt der Wanderung ist eines der größten Vorkommen der Küchenschelle an

den Hängen des NSG Hundsrück. Die Wanderung führt zunächst relativ steil durch

das enge Tal des Gillesbachs oberhalb des Ortes Urft. Ab dem Parkplatz unterhalb

des Forsthauses Urft verläuft der Weg flacher nahe am Gillesbach vorbei an typischen Pflanzen der Kalkbuchenwälder. Die ersten heimkehrenden Vögel und standorttreue Arten

können verhört und beobachtet werden. Vorbei an Spuren alter landwirtschaftlicher Kultur geht es zur Kalkkuppe Hundsrück. Hier betrachten wir die Vielfalt der Frühblüher eines typischen Halbtrockenrasens. Zurück führt uns der Weg auf der Nordseite des Bachtals zu anderen Pflanzen des Kalkbuchenwaldes. Der Weg auf die Kalkkuppe ist steil und schmal (für geübte Wanderer). Mitzubringen: Fernglas, Lupe, Verpflegung, Fotoapparat

 

Beginn und Dauer:     13:30 Uhr, Dauer ca. 3 Stunden

Treffpunkt/ Veranstaltungsort: Bahnhof Urft

Anmeldung nicht erforderlich

Hinweis Exkursion findet auch bei Regen statt.

Spenden erwünscht.


Katia Franke und Marcel Höfs boten dem Publikum einen Streifzug durch die Poesie der Groschen-Romane. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Blick in die Tiefen der Seelen

Katia Franke und Marcel Höfs eröffneten das Kulturprogramm in der Gaststätte Gier – Mit „Herz und Heimat für drei Groschen“ das Publikum begeistert – Viel Beifall für frivole Zugabe

Kall – Mit ihrem Programm „Herz und Heimat für drei Groschen“ eröffneten die Radiomoderatorin Katia Franke und der Schauspieler Marcel Höfs das Kulturprogramm 2019 des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier. Wenn auch das Programm mehr als die 40 anwesenden Zuhörer verdient gehabt hätte, erlebten diejenigen, die gekommen waren, mit der szenischen Leseinszenierung aus Dreigroschenromanen einen unterhaltsamen Abend. Katia Franke und Marcel Höfs – sie im schmucken Dirndl, er im Köln-Look mit Dom – boten dem Publikum einen Streifzug durch die Poesie der Romane, die man damals in jeder Bahnhofsbuchhandlung für ein paar Groschen erstehen konnte. Ihre Lesungen würzten die beiden Künstler mit Herz-Schmerz-Liedern aus vergangenen Zeiten.

Adel, Heimat, Krimi, Spuk, Western und Erotik waren die Themen des Abends, an dem die Besucher Augen- und Ohrenzeugen der großen und kleinen Liebeswelten wurden. Die Dreigroschenromane gaben tiefe Einblicke in dramatische Verwicklungen, schwere Schicksalsschläge und fiese Intrigen.

Franke und Höfs gaben auch Einblicke in die Untiefen der Seelen von Adligen und Ärzten. Heimatgefühle und Spukgeschichten kamen ebenso nicht zu kurz wie Leben und Sterben. Die beiden Künstler verstanden es glänzend, den Inhalt vielseitiger Groschenromane auf wenige Minuten zu reduzieren, wobei Gesichtsausdrücke und Geräusche die Absurdität der Romantexte krönten.

Das immer wieder herzhaft lachende Publikum geizte nicht mit Beifall. Es wurde am Ende mit einer ganz besonderen frivolen Zugabe aus dem Inhalt eines frei erhältlichen Erotikromans belohnt, den Katia Franke in einer Bahnhofshandlung erstanden hatte. Die vielen „Öööp-Laute“, mit denen die beiden Akteure Text überblendeten, boten am Ende großen Raum für die Fantasien einer hemmungslosen Leidenschaft.

Am kommenden Samstag, 6. April, ist um 20 Uhr das Joscho-Stephan-Quartett im Saal Gier zu Gast. Die Musiker präsentieren unter dem Stichwort „Swinging Strings“ flotten Gypsy-Swing. Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Krumminga kommen am 15. Juni mit dem neuen Programm „Wupp“ nach Kall. Die Veranstaltung mit Gerd Köster ist jedoch schon seit einigen Wochen ausverkauft.

Weltmusik mit der Band Los Vecinos steht am 28. September auf dem Kalender des Kulturprogramms. Blues und Rock sind Thema am Samstag, 19. Oktober, wenn die bekannte Band Kozmic Blue zu Gast ist. „Chille in Kölle“ heißt es am Samstag, 9. November, wenn Wilhelm Geschwind und Susanne Riemer im Saal Gier ein Mundart-Konzert geben.

Karten im Vorverkauf für das Kulturprogramm sind direkt in der Gaststätte in Kall oder unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik zu bekommen.

 

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Einen besonderen Moment erlebten die Gäste im Abschiedsgottesdienst als die scheidenden Schwestern in der Steinfelder Kapelle ihre Choralgesänge anstimmten. Foto: Christoph Böhnke/pp/Agentur ProfiPress

„Wir gehen mit Tränen in den Augen“

Bewegender Abschiedsgottesdienst mit 300 Gästen in kleiner, überfüllter Kapelle – Aachens Bischof Dr. Helmut Dieser sprach von kostbaren Erinnerungen und traurigem Abschied – Neues Gästehaus „St. Benedikt“ soll für stille Seminare genutzt werden – Salvatorianer-Pater Lambertus Schildt: „Die Schwestern werden fehlen an diesem Ort“

Kall-Steinfeld - „Wir gehen mit Tränen in den Augen“, sagte Äbtissin, Schwester Michaela Hohmann im Abschiedsgottesdienst in der Kapelle der Benediktinerinnen-Abtei. Ende Mai verlassen die Schwestern Steinfeld.

Aus Altersgründen ziehen die dreizehn Benediktinerinnen in ein kleines Kloster auf dem Bonner Venusberg. Das bisherige Benediktinerinnen-Kloster „Maria Heimsuchung“ in Steinfeld geht als Gäste- und Meditationshaus in den Besitz der Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG über, an der Wolfgang Scheidtweiler als starker Partner 90 Prozent und die Salvatorianer 10 Prozent halten.

 

Zimmer im neuen Gästehaus

ab 1. Juli buchbar

 

Die neue Übernachtungsstätte soll ab 1. Juli gebucht werden können. Sie wird umgetauft in „Haus St. Benedikt“. Es ist nicht das erste Gästehaus auf dem Steinfelder Areal. Nahe dem Salvatorianer-Kloster wurden bereits 2015 neue Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen, die bis zur gehobenen Vier-Sterne-Kategorie reichen.

„Wir haben insgesamt 200 Betten in unserem Haus“, erklärt Gästehausleiter Christoph Böhnke. Hinzu kommen weitere 40 Etagenbetten im Jugendherbergsstil für Exerzitien oder Messdienerfahrten. Mit der Auslastung des Betriebs sei man zufrieden, so Boehnke. Über die Erweiterung an neuer Stelle, der bisherigen Benediktinerinnen-Abtei, freut man sich.

„Letztendlich haben wir gehobene Zimmer zu wenig“, erklärt Böhnke den Bedarf. Salvatorianer-Pater Lambertus Schildt fügt hinzu, dass die Nachfrage nach Übernachtungen im Kloster groß ist: „Wir haben viele Wochenenden, wo das Haus ausverkauft ist.“

Im Benediktinerhaus stehen insgesamt 31 Zimmer zur Verfügung. Dazu gehören mit der Außenanlage auch 1,8 Hektar Grünfläche.

Konkrete Pläne hat man schon: Im neuen Gästehaus sollen zum Beispiel Kurse der Akademie angeboten werden. Das Haus, abgeschieden vom großen Klosterbetrieb gelegen, sei sehr gut geeignet für Seminare, die stillere Inhalte haben - wie Einkehr und Besinnung. „Aber auch Fastenseminare werden immer mehr“, so Pater Lambertus Schildt. Die Kirche werde nicht entweiht, es sollen Gottesdienste durch die Salvatorianer weiter angeboten werden.

 

Leichtes Plus erwirtschaftet

 

Renoviert werden muss das Haus der Benediktinerinnen nicht. „Die Schwestern hinterlassen uns ein tiptop geführtes Haus“, so Christoph Boehnke. 22 Zimmer im neuen Domizil sind bereits mit Bad und WC ausgestattet.

Ideale Voraussetzungen, sagt Böhnke: „Viele Leute wollen die Erdung haben, es soll also einfach und schlicht sein. Aber Toilette und Dusche ist die Mindest-Anforderung.“ Parallel zur Neueröffnung wird zurzeit auch der der Klausurflügel am Kloster der Salvatorianer ausgebaut, dort sollen sechs Zimmer bis zum Viersterne-Hotel-Niveau entstehen.

Der GmbH gehe es wirtschaftlich gut. „Wir haben im letzten ein kleines Plus erwirtschaftet“, so Pater Lambertus. Damit bleibe man dem Ziel treu, mit dem Gästebetrieb so viel Geld zu erwirtschaften, dass man Kloster und Ort erhalten könne.

Der Ort zieht viele Gläubige an, auch die Äbtissin durfte auf Stammkundschaft zählen: „Wer einmal da war, kam auch wieder“, sagt sie. Manche blieben Steinfeld und den Benediktinerinnen über 30 Jahre treu.

„Viele haben im Benediktinerhaus Heimat gefunden und Begleitung im Glauben und Lebensfragen“, so die Äbtissin, die mit ihren 60 Jahren die Jüngste im Bunde ist, die älteste zählt 91 Jahre.

 

Gottesdienst: kleine Großveranstaltung

 

Die Äbtissin dankte den Menschen im Verabschiedungs-Gottesdienst, dass so viele gekommen sind. „Sie sagen damit, dass dieser Ort und dieses Kloster für Sie eine Bedeutung haben. Sie sagen damit, dass Ihnen unsere Gemeinschaft wichtig ist.“

Die Messe wurde zu einer kleinen Großveranstaltung. 300 Menschen versuchten in der kleinen Kapelle Platz zu finden. Aachens Bischof Dr. Helmut Dieser zelebrierte den Abschiedsgottesdienst. Als Konzelebranten standen ihm zur Seite, der Provinzial der Salvatorianer, Hubert Veeser, und Superior Pater Paul Cyrus.

„Abschied nehmen ist immer schwer“, sprach Dieser. Das Benediktinerinnen-Kloster sei immer ein Ort gewesen, wo man gerne sein durfte und willkommen war. „All das ist unsagbar kostbar und umso mehr ist der Abschied auch traurig.“ Fast 65 Jahre war der Orden in Steinfeld beheimatet. Zu Spitzenzeiten lebten dort 23 Schwestern in der Abtei.

Pater Lambertus ist sicher: „Die Schwestern werden fehlen an diesem Ort.“ Ein geistlicher Ort entstehe nicht nur zufällig, sondern ist auch geprägt durch die jahrelange Präsenz der Benediktinerinnen und das Gebet. „Das kann man nicht einfach so ersetzen“, so der Pater.

„Das monastische Leben wird nicht aussterben. Einzelne Orte, einzelne Gemeinschaften werden wahrscheinlich nicht weiter existieren.“ Es habe immer „Auf und Ab“, an alten und neuen Orten gegeben, das zeige ein Blick in die Kirchengeschichte.

Besonders emotional wurde es, als die Benediktinerinnen ihre Choralgesänge in der kleinen Kapelle beim Abschiedsgottesdienst anstimmten. Ein Moment und ein Gottesdienst, an den nicht nur die Benediktinerinnen noch lange zurückdenken werden.

pp/Agentur ProfiPress


Kreisbereitschaftsleiter Stephan Schmitz (vorne l.) und Kalls DRK-Vorsitzender Jürgen Houbé geben Nachwuchs-Hundeführerin Alina Dahm die Schlüssel der beiden neuen Einsatzfahrzeuge der Rettungshundeeinheit. Foto: Timo Prinz/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Neue Fahrzeuge für die Hundestaffel

Zwei Ford Transits zum Preis von mehr als 80.000 Euro für die Rettungshunde – 20 ehrenamtliche Hundeführer sind begeistert

Kreis Euskirchen – Die Rettungshunde des Roten Kreuzes aus dem Kreis Euskirchen verfügen über gleich zwei neue Einsatzfahrzeuge. Der Kreisvorstand des DRK übergab den Mitgliedern die beiden Schlüssel bei der jährlichen Klausurtagung der Führungskräfte in der Rotkreuz-Akademie Vogelsang. Es handelt sich um zwei Transits der Firma Ford.

Ausgestattet sind die neuen „Gerätewagen Rettungshunde“ mit acht Hundeboxen und genügend Stauraum je Fahrzeug. Die Fahrzeuge bieten somit künftig Platz für den Transport von mindestens 16 Hunden, Materialien, Funk, weiteres Einsatzequipment sowie für insgesamt 14 Personen.

Rettungshunde-Leiter Franz Küpper: „Wir sind sehr dankbar und glücklich über die großartige Gelegenheit, nun gleich zwei neue Einsatzfahrzeuge zu besitzen, die genau unseren Ansprüchen entsprechen.“ In der Fahrzeug-Konzeption steckt praktische Einsatzerfahrung aus nunmehr über 20 Jahren Rettungshundearbeit. Gekostet haben die beiden Spezial-Fahrzeuge samt Ausbau über 80.000 Euro. Ein Fahrzeug hat der DRK-Ortsverein Kall, das zweite Fahrzeug der DRK-Kreisverband Euskirchen finanziert. „Ohne Zuwendungen von Privatpersonen, Firmen und weiteren Sponsoren sind solche Anschaffungen heutzutage nicht mehr möglich“, erklärte Kalls Rotkreuz-Chef Jürgen Houbé. Im Kaller Ortsverein ist die „Heimat“ der Rettungshundeeinheit. Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus.

Die beiden Vorgänger-Fahrzeuge waren deutlich in die Jahre gekommen, teilweise durchgerostet und hatten zu wenig Sitzplätze. „Sie entsprachen zudem einfach nicht mehr den modernen Sicherheits- und Ausstattungs-Standards, für Mensch und auch für Hund“, so Rettungshunde-Chef Küpper weiter.

Ob in einem Waldstück, in Trümmern oder auf großflächigem, unwegsamem Gelände: Die Mitglieder der Rettungshundeeinheit suchen ehrenamtlich nach vermissten Personen, Demenzkranken, Suizidgefährdeten oder Kindern, die sich verlaufen haben. Sie sind tagsüber und auch nachts permanent einsatzbereit und werden von Polizei oder der Feuerwehr bei Bedarf bis zu 40-mal im Jahr zur Hilfe gerufen. In der Rettungshundeeinheit des Kreises Euskirchen sind derzeit über 20 Ehrenamtliche aktiv, die mindestens zweimal pro Woche mit ihren Hunden trainieren. Die DRK-Rettungshunde werden hierfür nicht nur im eigenen Kreis, sondern auch immer wieder für Einsätze in ganz Nordrhein-Westfalen und dem benachbarten Rheinland-Pfalz angefordert. Die Hundeführer sind im Bereich der Flächen- und Trümmersuche ausgebildet und können somit ein breites Spektrum abdecken.

„Wir alle sind sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die da sind, wenn Hilfe gebraucht wird. Ohne Ehrenamt ist unsere Gesellschaft nicht denkbar. Und das gilt auch für unsere erfolgreichen vierbeinigen Kollegen mit der besonders geschulten Nase“, sagte Kreis DRK-Vorsitzender Karl Werner Zimmermann, der bei der Fahrzeugübergabe genauso vertreten war, wie Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker, Kreisbereitschaftsleiter Stephan Schmitz, Kreisverbandsarzt Frank Gummelt und Thomas Heinen, der Bereichsleiter Einsatzdienste.

pp/Agentur ProfiPress


Etwa 20 hochkarätige Konzerte werden noch bis Anfang Juni in der Nordeifel zu besuchen sein. Foto: Konzertdirektion Koltun gUG/pp/Agentur ProfiPress

Ein kulturelles Ereignis

Neues Festival „Eifel Musicale“: Aachener Sinfonieorchester spielte in der Basilika Steinfeld bekannte Werke großer Künstler

Kall-Steinfeld – Das Sinfonieorchester Aachen war im Rahmen des neuen Festivals „Eifel Musicale“ jetzt in der Basilika Steinfeld. Nach dem Auftakt des Festivals in Monschau fand sich auch in Steinfeld eine große Zahl von Musikbegeisterten ein, um ein Konzert, angereichert mit bekanntem Stücke der klassischen und romantischen Periode, zu erleben. Das Aachener Orchester unter der Leitung von Justus Thorau bot diese Werke aber auf eine Weise dar, die das Altbekannte in neuem Glanz erstrahlen ließ. Die gute Akustik der Basilika tat hier noch ein Übriges.

Das galt schon für die einleitende „Hebriden-Ouvertüre“, die der junge Felix Mendelssohn Bartholdy als erste musikalische Frucht von einer Schottland-Reise mitgebracht hatte. Und noch mehr galt es natürlich für das Hauptwerk des Abends, Robert Schumanns Klavierkonzert in a-Moll. Hier trat als Solist der italienische Meisterpianist Antonio di Cristofano zum Orchester hinzu.

Musikalisch war das Zusammenspiel zwischen Solist und Orchester untadelig und gab die Grundstimmung des Werks gut wieder, in welchem dem Zuhörer die persönlich-emotionale Bewegtheit des Komponisten nachvollziehbar wird – Kennzeichen einer „romantischen“ Ästhetik, die auch in dieser Darbietung überzeugend zum Zuge kam. Antonio di Cristofano bot in seiner hohen Musikalität und betonten Artikulation eine sehr reife Interpretation eines der wichtigsten Werke der Klavierliteratur. Als Zugabe spielte der Künstler noch ein Nocturne von Frédéric Chopin.

Auch das letzte Werk des Programms, die späte g-Moll-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart, gehört zu den berühmtesten Stücken dieses Genres, sodass die Konzertbesucher gewissermaßen ein Kondensat neuerer Musikgeschichte präsentiert bekamen. Auch dieses Werk wurde von den Aachener Musikern mit einer Frische und Verve vorgetragen, die es wie neu erscheinen ließen. Das lebendige und befeuernde Dirigat von Justus Thorau hatte daran einen gehörigen Anteil.

Florian Koltun als Organisator des neuen Festivals „Eifel Musicale“ konnte mit dem grandiosen Auftakt in Monschau und in Steinfeld jedenfalls sehr zufrieden sein und dankte allen, die dazu beigetragen hatten, dieses kulturelle Ereignis wahr werden zu lassen.

Bis Anfang Juni haben die Musikinteressierten in der Nordeifel und darüber hinaus Gelegenheit, etwa 20 hochkarätige Konzerte unterschiedlichster Art zu erleben. Eine Broschüre gibt ausführlich Auskunft über alle Termine. Weitere Informationen unter www.eifel-musicale.com

pp/Agentur ProfiPress


Die Gemeinde Kall hofft bei der ersten Frühlingsschau natürlich auf eine ebenso hohe Besucherresonanz wie bei der Herbstschau (hier ein Bild von 2016). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Gewerbeschau jetzt auch im Frühling

In Kall findet am Sonntag, 5. Mai, erstmals die Kaller Frühlingschau statt – nach dem Vorbild der beliebten und erfolgreichen Herbstschau

Kall – Zahlreiche Aussteller, Betriebe, Vereine und die Gemeinde Kall organisieren gemeinsam die erste „Kaller Frühlingsschau“. Am ersten Sonntag im Mai wird eine breite Palette an Waren und Dienstleistungen den Menschen der Region und allen Menschen aus der Gemeinde Kall präsentiert.

„Passend zur Jahreszeit wird das Angebot im Vergleich zur Herbstschau leicht variieren“, sagt Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Zwei Schwerpunkte werden die Präsentation der neuesten Automodelle und der aktuellen Trends rund um Garten und Terrasse sein. Die Gemeinde Kall möchte mit den beiden Veranstaltungen in Frühjahr und Herbst ihre Bedeutung als regionaler Wirtschaftsstandort hervorheben.

Wie bei der Herbstschau werden zwei Veranstaltungsbereiche eingerichtet: Neben den Ausstellungsflächen im Gewerbebiet I rund um Hüttenstraße und Siemensring findet im Ortskern der von der Herbstschau bekannte Kunst- und Trödelmarkt in der Bahnhofstraße statt.

Der Bauhof der Gemeinde Kall in der Daimlerstraße freut sich auf Besucher beim Tag der offenen Tür. Die Freiwillige Feuerwehr aus Kall wird wie in den Vorjahren ebenfalls vertreten sein.

Für ansässige Betriebe im Bereich der Ausstellungsflächen besteht die Möglichkeit, an diesem Sonntag zu öffnen und ihr Angebot den zahlreichen Besuchern zu empfehlen.

Interessierte Aussteller werden gebeten, sich mit Ordnungsamtsleiterin Jessica Stermoljan (02441/888-52, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik) oder mit dem Vorsitzenden des Gewerbevereins, Stephan Kohl (02441/1840), in Verbindung zu setzen.

pp/Agentur Profipress


Das erste Begegnungscafé im Haus der Begegnung war gut besucht. Es waren auch wieder viele Kinder anwesend. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Erstes Café im Haus der Begegnung

Die beliebte Veranstaltung der Flüchtlingshilfe Kall ist umgezogen und hat einen neuen Termin – Gute Resonanz bei der Premiere – Wieder viele Kinder mit dabei

Kall – Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall ist seit mehr als drei Jahren eine Institution in der Gemeinde. Ursprünglich war es dafür gedacht, dass die neuen und alten Nachbarn, sprich: die alteingesessenen Kaller und die in der Gemeinde untergebrachten Geflüchteten, sich kennenlernen und anfreunden.

Mittlerweile sind zahlreiche Geflüchtete gut integriert. Die Kinder gehen in Schule und Kindergarten, die Erwachsenen haben Deutsch-Unterricht, bilden sich fort oder haben eine Arbeit gefunden. Der bisherige Termin des Begegnungscafés an jedem dritten Freitagmorgen im Pfarrheim St. Nikolaus war deshalb nicht mehr optimal.

Mit der Eröffnung des Hauses der Begegnung hat die Flüchtlingshilfe Kall deshalb nicht nur beschlossen, das Begegnungscafé am neuen Ort stattfinden zu lassen, sondern auch zu einem neuen festen Termin. Jeden dritten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr treffen sich jetzt alte und nicht ganz so alte Nachbarn im Haus der Begegnung.

Der erste Termin im März war gut besucht. Besonders auffällig: Es waren, im Gegensatz zu den vergangenen Monaten im Pfarrheim, auch wieder eine Menge Kinder dabei, für die eigens eine Spiele-Ecke eingerichtet worden war, in der sie sich austoben konnten, während ihre Mütter oder Väter bei Kaffee und Kuchen ein Schwätzchen hielten.

Einzig die fleißigen Bienen vom Organisationsteam hatten noch leichte Orientierungsprobleme: Nach Jahren im Pfarrheim wussten sie, wo sich alles versteckte. In der brandneuen Küche im Haus der Begegnung fanden sie sich aber auch schnell zurecht.

Auch das Team der Flüchtlingshilfe um die Integrationsbeauftragte Alice Gempfer und ihren Kollegen Paul Neufeld war mit der Resonanz auf das erste Begegnungscafé, zu dem die Besucher nach und nach eintrudelten, sehr zufrieden. „Es ist toll, dass nun wieder alle teilnehmen können, auch die Kitakinder, Schüler, Auszubildenden und Arbeitnehmer“, so die Hauptamtlichen. Auch über die Besucher aus anderen Kommunen und die vielen Ehrenamtlichen freuten sich die Gastgeber.

 

 

pp/Agentur ProfiPress


Malte Duisberg (v.l.) und Koordinatorin Corinne Rasky mit den Büro-Mitarbeiterinnen Johanna Mertens und Marita Manderfeld sowie dem neuen Vorstandsmitglied Richard Wolf. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Bitte bei uns auch“

Gelungenes Frühlingsfest der GenoEifel im Haus der Begegnung in Kall – 2019 Ausdehnung aus dem Altkreis Schleiden hinaus – Erster Ableger im Gespräch

Eifel/Kall – „Zuerst einmal: Das ist keine Generalversammlung, es werden also keine Posten verteilt“, gab Malte Duisberg zu Beginn der Veranstaltung Entwarnung. Die „GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft“ hatte zum Frühlingsfest ins Haus der Begegnung eingeladen. Der Vorstandssprecher Duisberg erklärte auch gleich, um was es bei der Feier geht: „Es geht darum, zu Namen Gesichter kennenzulernen, gemeinsam Kaffee zu trinken, sich auszutauschen, Wünsche und auch Probleme zu äußern.“

Seit knapp zwei Jahren gibt es die GenoEifel. In der Genossenschaft, die stetig wächst und mittlerweile 278 Mitglieder hat, geht es darum, Menschen bei den kleinen Dingen des Alltags zu helfen, die Hilfesuchende nicht mehr alleine bewältigen können. „Die Gemeinschaft lebt davon, dass man Geschichten erzählt“; sagte Koordinatorin Corinne Rasky und nannte gleich drei aktuelle Beispiele, die erfolgreich waren: „Eine Frau teilte uns mit, dass ihre Mutter Gesellschaft benötigt. Ein Ehepaar, das keinen Führerschein hat und nach eigenen Angaben »weitab vom Schuss« wohnt, benötigte jemanden, der es zum Einkaufen mitnimmt. Und die Bewohnerin eines Pflegeheims, die wegen einer Augenkrankheit nicht mehr lesen kann, hat jemanden gefunden, der mit ihr die Post durchgeht. Daraus hat sich auch entwickelt, dass die beiden nun gemeinsam Spazieren gehen.“

Interessant: Unter den 278 Mitgliedern befinden sich 120 Helfer, von denen 90 auch schon im Einsatz waren und mehr als 600 Stunden tätig waren. „Wir benötigen tatsächlich noch mehr Hilfesuchende“, gibt Malte Duisberg an.

Der Saal im Haus der Begegnung war während des Frühlingsfestes sehr gut gefüllt. Viele Menschen waren neugierig darauf, Kontakte zu knüpfen und auch die Ansprechpartner der GenoEifel persönlich kennenzulernen. Die meisten telefonieren nämlich in der Regel nur mit Marita Manderfeld und Johanna Mertens. Und auch das neue Vorstandsmitglied Richard Wolf aus Schmidtheim stellte sich vor. Er ersetzt den Sistiger Karl Vermöhlen, der seine Vorstandsarbeit aus Zeitgründen niedergelegt hat.

Und die GenoEifel hat in naher Zukunft auch noch einiges vor. Bislang hatte sie im Altkreis Schleiden operiert. Für 2019 hat sie sich vorgenommen, auch in die restliche Leader-Region auszudehnen, die in die Eifelteile des Kreises Düren und der Städteregion Aachen reicht. Konkret hatte man schon erste Veranstaltungen in Simmerath, Heimbach und Stolberg. „Wir laufen überall offene Türen ein“, sagt Malte Duisberg.

Von überall her werden die Rufe „Bitte bei uns auch“ an die GenoEifel herangetragen. Weil es Anfragen aus Zülpich gibt, das in einer anderen Leader-Region liegt, wird derzeit überlegt, einen Ableger der GenoEifel für diese Region zu gründen. Zu den Mitgliedern gehören nicht nur Privatpersonen, sondern mittlerweile auch zahlreiche Kommunen, Caritasverbände. Auch Pflegeheime unterstützen die GenoEifel. „Unsere Botschaft wird positiv weitergetragen“, ist Malte Duisberg erfreut.

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Das bisherige Benediktinerinnen-Kloster „Maria Heimsuchung“ in Steinfeld (Bildmitte) geht als Gäste- und Meditationshaus in den Besitz der Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG über. Aus Altersgründen ziehen die Benediktinerinnen in ein kleines Kloster auf dem Bonner Venusberg. Das teilten heute die Äbtissin Schwester Michaela Hohmann OSB und Pater Lambertus Schildt SDS vom benachbarten Salvatorianer-Konvent der Öffentlichkeit mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Benediktinerinnen gehen

Kloster „Maria Heimsuchung“ wird weiterer Gästekomplex im spirituellen Gäste- und Beherbergungskonzept der Kloster Steinfeld KG

Kall-Steinfeld - Das bisherige Benediktinerinnen-Kloster „Maria Heimsuchung“ in Steinfeld geht als Gäste- und Meditationshaus in den Besitz der Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG über. Aus Altersgründen ziehen die Benediktinerinnen in ein kleines Kloster auf dem Bonner Venusberg.

Das teilten heute die Äbtissin Schwester Michaela Hohmann OSB und Pater Lambertus Schildt SDS vom benachbarten Salvatorianer-Konvent der Öffentlichkeit mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

In einer Pressemitteilung der Benediktinerinnen von Steinfeld und der Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG heißt es wörtlich: „Das Benediktinerinnen-Kloster in Steinfeld wird von der Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG übernommen. Die Kloster Steinfeld GmbH & Co. KG kauft von den Benediktinerinnen deren Kloster in Steinfeld. Aus Altersgründen ziehen die Benediktinerinnen in ein kleines Kloster auf dem Bonner Venusberg, gleich benachbart zu einem Seniorenhaus der Stiftung der Cellitinnen von der hl. Maria. Deshalb stand ihr Kloster in Steinfeld zum Verkauf.“

 

Gäste waren immer willkommen

 

Zur derzeitigen Situation im von Klöstern geprägten Ort, der zur Gemeinde Kall gehört, heißt es weiter: „In der direkten Nachbarschaft betreibt die Kloster Steinfeld KG bereits das Klostergebäude und Gästehaus der Salvatorianer in Steinfeld, so dass die Übernahme des Frauenklosters im Wortsinn nahe lag. In der Kloster Steinfeld KG sind die Interessen der aus der Eifel stammenden Unternehmerfamilie Scheidtweiler und der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer gebündelt. Die Gesellschaft wird geführt von Wolfgang Scheidtweiler und Pater Lambertus Schildt SDS.“

Bei den Benediktinerinnen seien seit ihrer Gründung Gäste immer herzlich willkommen gewesen, schreibt Äbtissin Michaela Hohmann. Diese Gastfreundschaft wolle die Kloster Steinfeld KG gemeinsam mit dem Gästehaus der Salvatorianer fortführen und ihr Angebot erweitern. Wolfgang Scheidtweiler und Pater Lambertus Schildt freuen sich über diese Möglichkeit, so die Pressemitteilung.

 

Ort für Gläubige und Suchende

 

Das Interesse „an klosternahen Aufenthalten in der schönen“ Eifel sei seit Jahren gestiegen. Durch den Kauf eröffneten sich neue Wachstumsperspektiven für den Gästebereich. Zum klosternahen Aufenthalt gehöre ein reges geistliches Angebot: Regelmäßige heilige Messen, Teilnahme am Gebet der Salvatorianerbrüder und Schwestern, geistliche Gespräche und so weiter sollen selbstverständlich möglich sein und bleiben.

Das gelte auch in besonderer Weise für das ehemalige Benediktinerinnenkloster. Die Äbtissin des Klosters, Schwester Michaela Hohmann, freue sich, dass die Klosterkirche der Ordensfrauen als Ort christlichen Gebets erhalten bleibt: „Dort werden auch weiterhin heilige Messen gefeiert werden!“ So bleibe in Steinfeld neben dem Männerkloster nicht nur die Erinnerung an die Benediktinerinnen, sondern in der Dualität der beiden Klostergebäude und Kirchen insgesamt „ein attraktiver Ort der Stille, mitten im Grünen, Rückzugspunkt und kontemplative Mitte für Gläubige und Suchende.“

pp/Agentur ProfiPress


Thomas Frauenkron, Schulleiter am Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld, freute sich, dass seine Schule in Berlin als Smart School ausgezeichnet wurde. Foto: Thomas Frauenkron/pp/Agentur ProfiPress

HJK ist jetzt „Smart School“

Das Steinfelder Gymnasium erhielt vom Verband Bitkom im Rahmen der Bundesbildungskonferenz eine Auszeichnung – Vorreiterschule in Sachen Digitalisierung

Kall-Steinfeld/Berlin – Die nächste Auszeichnung für das Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld. Bei der Bildungskonferenz des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom) in Berlin ist das Eifeler Gymnasium als Smart School ausgezeichnet worden. Damit gilt das Hermann-Josef-Kolleg als digitale Vorreiterschule, die sich auf die drei Säulen „Digitale Infrastruktur“, „Digitale Curricula“ und „Digitalkompetente Lehrer“ stützt. Erst Ende Januar hatte das Hermann-Josef-Kolleg bei der Fachmesse Learntec den „delina“ für innovative digitale Lernkonzepte im Bereich Frühkindliche Bildung und Schule erhalten.

„Ich freue mich sehr über beide Preise. Eine Auszeichnung auf Bundesebene ist schon etwas Besonderes“, teilte Schulleiter Thomas Frauenkron während der Rückfahrt aus Berlin mit. Am Dienstag nahm er in der Hauptstadt an der Bundesbildungskonferenz teil, die von Abgeordneten der im Bundestag vertretenen Parteien, von Firmen und von den Gewinnerschulen besucht wurde.

Das Hermann-Josef-Kolleg hatte sich bereits zu einem Zeitpunkt mit dem Thema Digitalisierung der Schule befasst, als es noch nicht einmal flächendeckende Konzepte oder gar Fördergelder für die Umsetzung gab. Ansprechpartner suchte man ebenfalls vergebens. „Wir haben uns selbstständig auf den Weg gemacht und mussten alles selbst aufbauen“, sagte Frauenkron.

Eine Infrastruktur war noch nicht vorhanden und wurde unter Frauenkrons Vorgänger Heinrich Latz erst aufgebaut. Nach und nach wurden die Schüler mit iPads ausgestattet. „Wir schauen stets links und rechts nach neuen Ideen und gelungenen Konzepten, etwa bei den anderen Smart-School-Preisträgern, und nehmen jährlich am Apple Education Leadership Summit in London teil. Denn wir haben zwar Vieles richtig gemacht, müssen aber auch weiter am Ball bleiben“, sagte Frauenkron.

Als interessant erachtet er den nächsten digitalen Schritt: das Vermitteln von Lernstoff via Augmented oder Virtual Reality. „Erste Projektideen haben wir bereits eingeleitet. AR und VR sind zwar derzeit in aller Munde, doch steckt die praktische Umsetzung überall noch in den Kinderschuhen. Doch sind wir auf die Entwicklung gespannt. Im Biologie-Unterricht kann man über diese neue Technik beispielsweise digital am Tablet einen Frosch sezieren. Auch für den Geschichtsunterricht bietet es Möglichkeiten, etwa indem man längst verstorbene Zeitzeugen etwas erzählen lässt“, erklärt Frauenkron. Das Hermann-Josef-Kolleg wird bei der Umsetzung der Ideen vom Kölner Unternehmen „World of VR“ unterstützt.

Dass das Hermann-Josef-Kolleg eine Vorreiterrolle übernimmt und die digitale Ausstattung am Steinfelder Gymnasium keine Alltäglichkeit ist, bestätigt Bitkom allein durch seine Umfrage an Schulen, deren Ergebnisse veröffentlicht wurden. So hinken deutsche Schulen im internationalen Vergleich hinterher, was zu 58 Prozent an der nicht vorhandenen technischen Ausstattung liege, so die Lehrer. Nur in jeder dritten Schule werden Tablets verwendet.

Virtual Reality ist mit einer Nutzung von zwei Prozent noch Zukunftsmusik. „Geräte wie Beamer, Whiteboards oder Tablets gibt es lediglich als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen. Dabei sollten sie in allen Unterrichtsräumen Standard sein“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nur drei Prozent der deutschen Lehrer setzen täglich Tablets im Unterricht ein, Smartphones spielen im Unterricht gar keine Rolle.

pp/Agentur ProfiPress


Schreibworkshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Im Rahmen der Initiative SchreibLand NRW findet auch dieses Jahr wieder ein Schreibworkshop in der Bibliothek Kall statt. Unter der Anleitung der regionalen Autorin Jana Engels lernen die Kinder, wie man kreatives Schreiben und den Umgang mit Worten noch verbessern kann. Die Schreibwerkstatt steht dieses Jahr unter dem Motto „Einhörner und andere Fabelwesen„.


Das Bibliotheks-Team freut sich über zahlreiche Anmeldungen!

 

 

Termine: 5 Termine à 3 Stunden + Abschlussveranstaltung

15.04.19 (Mo):       9:00Uhr-12:00Uhr
16.04.19 (Di):         9:00Uhr-12:00Uhr
17.04.19 (Mi):        9:00Uhr-12:00Uhr
18.04.19 (Do):        9:00Uhr-12:00Uhr
23.04.19 (Di):         9:00Uhr-12:00Uhr
26.04.19 (Fr):         Projektabschluss

 

Anmeldungen unter:     
Telefon: 02441-779552   
E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

 

Teilnahmegebühr: 25,00€

 


Klaus Schäfer (2.v.l.), Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, begrüßte die Wirtschaftsfachschüler aus Kall am NRW-Stand, in dem sich die Eifel und Ostbelgien gemeinsam präsentierten. Foto: Manuela Masel/pp/Agentur ProfiPress

Wirtschaftsfachschüler auf der ITB

Delegation des Berufskollegs Kall besuchte bei der wichtigsten Tourismusmesse der Welt in Berlin die Eifel Tourismus GmbH

Berlin/Kall – Zum wiederholten Male hat die Wirtschaftsfachschule für Tourismus (WFT) am Berufskolleg Eifel in Kall die weltweit wichtigste Tourismusmesse, die ITB in Berlin, besucht. Ermöglicht hat dies die Eifel Tourismus GmbH, deren Stand die Schüler besuchten.

Geschäftsführer Klaus Schäfer teilte den Schülern dabei interessante Fakten rund um die Eifel und deren Vermarktung mit. So erfuhren die angehenden Fach-Touristiker, dass die Eifel 30.000 Arbeitsplätze sichert und im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

Bereits im Vorfeld der Messe hatte Klaus Schäfer das Berufskolleg Eifel besucht, um Abläufe und Hintergründe rund um den Messestand zu erklären. „Die Planung für die Reise hat schon Monate im Voraus begonnen“, berichtete Schülerin Annalena Bilz in einem Messe-Tagebuch, das sie für die Schule erstellt hat.

Am letzten Fachbesuchertag der Messe informierten sich die Schüler über interessante und spannende Themen auf dem Messegelände und knüpften mit Ausblick in eine mögliche Zukunft Kontakte für die Zeit nach dem Studium. Wie Lehrerin Corinna Mehl, die mit ihren Kollegen Monika Schmitz und Holger Mohr die Gruppe anführte, berichtete, legten die Schüler etwa 15 Kilometer Wegstrecke auf dem Messegelände zurück.

Die jungen Erwachsenen nahmen unter anderem an Fachvorträgen und -diskussionen von Reiseveranstaltern teil oder erfuhren, wie die Vermarktung über soziale Medien funktioniert. Annalena Bilz schreibt dazu: „Wir sind überwältigt von der Vielseitigkeit der Kulturen und der Gestaltung ihrer jeweiligen Stände. Durchqueren wir die Hallen, tauchen wir in die verschiedenen Länder ein und erhalten zahlreiche Information über die vielen Services und Produkte ihrer Reisebranchen.“

Der Berlin-Besuch wurde am Samstag mit einem Besuch des politischen Zentrums Deutschlands, dem Reichstagsgebäude, abgerundet. In einem 45-minütigen Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals haben die Studierenden Wissenswertes über Aufgaben, Arbeitsweise und Zusammensetzung des Parlaments sowie über Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes erfahren. Den Abschluss bildete ein Rundgang in der Kuppel. „Wir sind bis ganz nach oben gegangen und haben einen Rundblick über die gesamte Stadt genießen können. Wirklich beeindruckend!“, schildert Annalena Bilz ihren Eindruck.

Für den nach den Sommerferien neu startenden Jahrgang nimmt das Berufskolleg Eifel noch Anmeldungen an: www.bkeifel.de.

pp/Agentur ProfiPress


Auch die 11. Winterlauftrainingsserie fand zu Gunsten der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder statt. Foto: Katjana Roitzsch/FCK/pp/Agentur ProfiPress

Laufen und Walken für Hilfsgruppe

Abschlussveranstaltung der 11. Wintertrainingslaufserie am Sonntag, 17. März, ab 10 Uhr auf dem Gelände der Energie Nordeifel

Kall-Keldenich - Sechs Vereine aus der Region (FC Keldenich, VfL Kommern, Tribea Team Marmagen, TVE Bad Münstereifel, TV Mahlberg und TV Wißkirchen) - tragen die 11. Wintertrainingslaufserie aus. Die Läufe sind keine Wettkämpfe. Der Trainingseffekt mit Erfahrungsaustausch steht im Vordergrund.

Die sechste und letzte Veranstaltung der Serie wird vom FC Keldenich organisiert und findet - wie in den vergangenen Jahren- in Kall statt - und zwar am Sonntag, 17. März, ab 10 Uhr auf dem Gelände der Firma „ene“ (Energie Nordeifel), Hindenburgstraße 13.

Wichtig ist den Organisatoren, dass in Kooperation mit der Nikolaus-Schule ein Schülerlauf angeboten wird. Dieser ist auch für Einsteiger und Jugendliche geeignet. Seitdem die Nordic-Walker einbezogen sind, konnten noch mehr Teilnehmer dazugewonnen werden.

Angeboten werden geführte Laufstrecken von fünf, zehn, 14 und 22 Kilometer sowie eine Walkingstrecke über zehn Kilometer. Das breite Angebot soll jedem Teilnehmer gerecht werden. In einer Pressemitteilung heißt es: „Jeder kann sich die Lauflänge und sein Lauftempo aussuchen. Nach den Läufen stehen Umkleiden sowie Duschen zur Verfügung und die Teilnehmer können sich anschließend mit Snacks und Getränken stärken.“

 

Zwei und ein Euro für tumorkranke Kinder

 

Auch in diesem Jahr hoffen die Vereine auf eine nochmalige Steigerung der Teilnehmerzahl. Die gesamte Laufserie dient einem guten Zweck. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird jedoch um eine Spende von zwei Euro pro Läufer/Walker beziehungsweise einen Euro für Jugendliche zugunsten der Hilfsgruppe Eifel gebeten. Das eingesammelte Geld werde von Sponsoren noch aufgestockt.

Um 10 Uhr ist Begrüßung der Aktiven und Information zu den Strecken im Kulturraum der „ene“, um 10:15 Uhr   Start zum 22-km-Lauf, 10:30 Uhr Start zehn- und 14-km-Lauf, ebenfalls 10:30 Uhr Start 10-km-Walker und 11 Uhr Start Fünf-Kilometer-Lauf für Schüler/Jedermann an der Nikolaus-Schule.

Nach der sportlichen Aktivität findet mit allen Teilnehmern im Kulturraum der „ene“ die Übergabe des Gesamtspendenbetrages an die Hilfsgruppe Eifel statt. Hierzu sind auch Begleitpersonen herzlich willkommen. Bis zur Auszählung und Bekanntgabe des Spendenbeitrags gibt es noch eine Verlosung. Info unter www.keldenich.wordpress.com/winterlaufserie

pp/Agentur ProfiPress


Die Sistiger Heide (Gemeinde Kall), hier bei einer Begehung anlässlich des erfolgreich durchgeführten Programms zur Rückkehr ausgedehnter Borstgrasflächen, gehört zu einer der markantesten Landschaften im Kreisgebiet. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im Wald und auf der Heide

Vortrag von Dr. Detlev Arens über Heiden und Wälder und die Wechselwirkung beider Landschaftstypen am 19. März ab 18 Uhr im Euskirchener Casino

Sistig/Krekel/Schaven – Unter dem Titel „Im Wald und auf der Heide“ lädt der Kreis-Geschichtsverein am Dienstag, 19. März, zu einem Vortrag um 18 Uhr im Euskirchener Casino, Kaplan-Kellermann-Straße, ein. Es geht um zwei in der gemeinde Kall reichlich vertretene Landschaftstypen: Wald und Heide.

„Viele Heiden gibt es heute nur noch dem Namen nach“, schreibt Kreispressesprecher Wolfgang Andres in einer Ankündigungsmeldung. Im Kreis Euskirchen gibt es noch oder wieder zum Beispiel mit der Sistig.-Krekeler Heide oder dem Truppenübungsplatz Schavener Heide ausgedehnte Heiden – und im Falle der Gemeinde Kall auch Borstgrasflächen.

Schavener Heide und Drover Heide am Rande des Euskirchener Kreisgebiets vor den ersten Eifelabhängen „überlebten“ als Truppenübungsplätze. „Ein heidetypisches Schicksal“, schreibt der Referent des Vortragsabends. Dr. Detlev Arens spricht, so der Originaltitel „über das Wechselspiel der beiden Landschaftstypen Wald und Heide aus historischer Perspektive“. Der Eintritt ist frei.

 

„Urnatur“ oder Kulturfolge?

 

In der Presseankündigung heißt es: „Das Kommen und Gehen von Wald und Heide ist ein Wechselspiel über Jahrtausende, in kulturgeschichtlicher Perspektive erscheinen sie öfter als Konkurrenten. Als später immer mehr Heiden verschwanden, erklärten die frühen Naturschützer sie zur »Urnatur«.“

Doch alle hiesigen Heiden verdankten sich den - robusten - Eingriffen des Menschen. Die in den Landkarten von Tranchot-Müffling verzeichnete „Bleybuirer Heyd“ zwischen Rotbachquellgebiet, Kal-Anstois und Gemünd-Mauel entstand nach der Rodung und Verkohlung der dort befindlichen Buchenwälder für die Eisenproduktion im Schleidener Tal. Die „Heyd“ wurde dann unter Preußen mit Nadelholz aufgeforstet und zu Wald.

Dr. Arens: „Lange überwogen die Stimmen, die der »natürlichen Sukzession« von Heiden hin zum Wald das Wort redeten. Immerhin rückt derzeit der Lebensraum Heide wieder stärker in den Fokus.“

pp/Agentur ProfiPress


Im Familienzentren in Sistig veranstaltet das Rote Kreuz am 20. März einen naturwissenschaftlichen Workshop. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

„Alle forschen mit!“

Projekt für Eltern und Großeltern mit Kindern ab vier Jahren in Kooperation mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ am Mittwoch, 20. März, in Sistig Kall-Sistig – Die DRK-Familienbildung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ widmen sich am Mittwoch, 20. März, 10 bis 11.30 Uhr, im Familienzentrum in Sistig (Schleidener Straße 2), Alltagsphänomenen. In einem naturwissenschaftlichen Workshop können Kinder ab vier Jahren in Begleitung eines Erwachsenen zum Thema „Luft“ experimentieren. Die Dozenten Tanja Meyer-Wichterich und Daniel Hermanns lassen die kleinen und großen Teilnehmer naturwissenschaftliche Phänomene und Alltagserscheinungen entdecken. Spaß und Freude stehen ebenfalls im Vordergrund. Anmeldungen nimmt das Familienzentren telefonisch entgegen unter 02445/1088. Auch bei der DRK-Familienbildung unter 02251/791181 kann sich angemeldet werden. Die Kosten für den Workshop übernimmt das Familienzentrum. pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Esser stellte sein eigenes Dreigestirn auf: Froschkönig Hermann-Josef I., Bauer Lothar (Schatten) und Jungfrau Andrea (André Kaudel), die gleich auf Tuchfühlung mit dem König ging. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Ein Froschteich für den Bürgermeister

Gemeindeoberhaupt Hermann-Josef Esser stellte den Karnevalisten ein Rathaus-Dreigestirn entgegen – Jecke Übermacht war zu groß – Rathaus fiel nach dem dritten Schuss

Kall – Nein, ein zweites Mal wollte Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser diese jecke Meute nicht in sein Rathaus lassen. Die Schäden, die die Karnevalisten im Vorjahr hinterlassen hatten, seien einfach zu hoch gewesen. „Das war eine Riesen-Sauerei! Das ganze Treppenhaus war dreckig und wir mussten den Teppich erneuern lassen“, maulte das Gemeindeoberhaupt, das Jeans und weißes Hemd mit Krawatte trug. Und überhaupt: Hausmeister Wolfgang Kruff habe die Türen abgeschlossen, man komme nur von innen raus. „Der Rathaussturm fällt aus“, sprach Esser – und verschwand.

Doch die Kaller Jecken ließen nicht locker. Immerhin waren Vertreter aller Karnevalsvereine, die meisten mit mehreren Tollitäten, anwesend: Süetenicher Schlipse, die jecke Krohe von Wahle, der KinderKarneval Sistig, die Jecke vom Hahnebömsche aus Scheven, die St.-Nikolaus-Schule, die Löstige Bröder aus dem Kernort mitsamt ihrer schlagkräftigen Musketier-Truppe und der „Möcke-Flitsch“ genannten Kanone sowie natürlich die Möhnen, die an Weiberdonnerstag ihren großen Tag haben.

Waren die Bürger zunächst noch neutrale Beobachter, war es kurze Zeit später mit der Unparteilichkeit vorbei. Denn Bürgermeister Esser beschloss kurzerhand (und angeblich von langer Hand im stillen Kämmerlein geplant), den zahlreichen Tollitäten vor dem Rathaus ein Dreigestirn aus dem Rathaus entgegenzustellen. Angeführt von ihm selbst, wobei er sich nicht als Prinz, sondern als waschechter Froschkönig gebärdete, verstärkt durch Bauer Lothar (Schatten, Esser: „So sieht ein Bauer aus!“) und die holde Jungfrau Andrea (Bauhofleiter André Kaudel, Esser: „Noch schöner als die Jungfrau von Sötenich!“).

Während Bauer Lothar, überrumpelt vom Chef, tanzend diplomatische Annäherungsversuche bei Bauer Simone vom Kaller Dreigestirn versuchte, verscherzte es sich Esser schnell mit seinem Volk. Zunächst bat er noch um Verständnis, schließlich sei er ein verwunschener Prinz, der an Weiberdonnerstag 1000 Bützje bekommen müsse, sonst bleibe er für immer ein Frosch. Diese Mitleidstour zog sogar, schnell hatte er das erste Bützjen erhalten. Das zweite gab ihm Fine Hermanns, die seit 1968 mit den Möhnen das Kaller Rathaus stürmt. Im Austausch überreichte Esser ihr seinen Orden.

Renitenter Froschkönig

Doch dann war es mit der Freundlichkeit vorbei. „Ihr seht zum Teil echt lächerlich aus“, polterte er den Bürgern zu. Mit den Worten „Bis morgen, hier wird jetzt gearbeitet“ stapfte er, begleitet unter Buhrufen des Publikums, mit Bauer und Jungfrau zurück ins Rathaus.

Diesen Affront ließen sich die Jecken natürlich nicht bieten. Musketier-Standartenträger Maxi Brucker schickte seine Gardisten ins Rathaus und lieferte sich, unterstützt von Einflüsterer Helmut Thelen, ein Rededuell mit dem Gemeindeoberhaupt, wobei die beiden auch Ideen für weitere Bauprojekte austauschten, jetzt wo das Haus der Begegnung fertig sei. Esser wolle, spezielle für den Weiberdonnerstag, ein Männerhaus errichten. Brucker machte stattdessen den Vorschlag, Froschkönig Esser möge sich doch einen Froschteich anlegen.

Kanonier Rico Spilles bereitete währenddessen die Möcke-Flitsch vor. Nach drei Schüssen aufs Rathaus führten die Gardisten den nun kleinlauten Bürgermeister, in Ketten gelegt und die weiße Fahne schwenkend, ins Freie. Ein vierter Schuss aufs Rathaus sorgte dafür, dass auch keiner der Bediensteten den Versuch unternahm, den Chef zu befreien.

Im Anschluss wurde dieser heroische Sieg über den grünen Lurch gefeiert. Die Kallbachmücken und die Möhnen tanzten vor Freude. Letztere forderten außerdem die Tollitäten auf, mitzumachen. Der Friedensgipfel folgte umgehend. Der sich geschlagen gegebene Bürgermeister lud alle Jecken zu fröhlichen Verhandlungen in seine nun geöffnete Festung ein.

pp/Agentur ProfiPress


Die Musikkapelle Kall vor dem Start des Karnevalszuges. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Zoch mit Niesel- und Kamelle-Regen

32 Gruppen beim Karnevalszug in Kall – NEW: „Gut gelaunt und kunterbunt“ – Bürgermeister Esser und Ortsvorsteher Kupp auf Mars-Mission unterwegs – Postbank-Knacker und Superhelden

Kall – Der Wettergott war den Kaller Jecken gnädig und stellte den Regen am Karnevalssonntag pünktlich vor Beginn des großen Karnevalszuges ab. Und so konnte der Umzug, wenn auch bei zeitweiligem leichten Nieselregen, ungestört durch die Straßen ziehen. Auf knapp 700 Teilnehmer mit 32 Wagen oder Fußgruppen konnte Zugleiter „Kalle“ Haseleu, der dieses Amt zum siebten Mal ausübte, verweisen.

Die Kaller sahen einen bunten Narrenzug, der bei seiner Aufstellung zwischen dem Kaller Ortsausgang und der Kläranlage bei Anstois über einen halben Kilometer Platz brauchte, um sich kurz nach 14 Uhr auf den zweieinhalb Kilometer langen Zugweg durch den Ort zu machen. Für die Sicherheit der Akteure und der Zuschauer sorgten die Kaller Feuerwehr, das DRK und der Bezirksdienst der Polizei.

Hunderte Jecken verfolgten den großen Zoch am Straßenrand, wobei sich vor allem am VR-Bank-Kreisel und in der Bahnhofstraße die Jecken knubbelten, um den Kamelle-Regen von den Wagen auf sich niederprasseln zu lassen. Verstärkt wurden die Kaller Jecken durch Gruppen aus den Außenorten Keldenich, Scheven, Wahlen Golbach, Rinnen, Sistig, Urft und Krekel. Aus der benachbarten Stadt Schleiden waren eine Gruppe „Bauernhof“ aus Oberhausen und wilde Piraten aus Olef in Kall dabei.

Der Sistiger Jugendklub war mit einem riesigen Wagen voller Rentner unterwegs und glossierte die lange Wartezeit der Wiederherstellung ihres Jugendraumes, der vor Jahren einem kapitalen Wassereinbruch zum Opfer gefallen war. Und auch das wiederholte Ausrauben des Geldautomaten in der Kaller Post fand sich im Zug bei der Gruppe der „Kaller Postbankknacker“ wieder. Aus Krekel waren „Appel-Buure“, eine Gruppe aus Urft hatte den Wald als Thema gewählt und war mit Tieren, Elfen und diversen Früchten im Zug unterwegs.

„Bei den NEW geht’s immer rund – gut gelaunt und kunterbunt“, lautete die Botschaft der bunt kostümierten Jecken auf dem großen Wagen der Nordeifelwerkstätten, die ebenso Stammgäste bei den Kaller Umzügen sind wie die Lebenshilfe, die diesmal als Panzerknacker mitging. Die Schevener KG „Die Jecke vom Hahnebömsche“ war mit ihrer Tanzgarde, der Festkutsche, der KG-Jugend in Oktoberfeststimmung, dem Elferrat und ihrem Kinderprinzenpaar Mathias I. (Dederichs) und Mira I. (Hilger) dabei.

Für den guten Ton während des Narrenzuges sorgten die Musikkapelle Kall, der Spielmannszug aus Wahlen und der Musikverein aus Keldenich. Dem Spielmannszug aus Wahlen folgten die Mitglieder der KG „Die jecke Krohe von Wahle“ und auf einem prächtigen Wagen die Wahlener Tollitäten Prinz Marco „Mac“ I. (Wirtz) und Prinzessin Linda I. (Böking). Aus Keldenich waren Eskimos und „New Kids“ mit von der Partie.

Treue Gäste im Kaller Karnevalszug sind die Nachbarn aus Golbach, die mit drei Gruppen Hippies, Superhelden sowie „Hännesche un Bärbelche us Jollepich“ Freude verbreiteten sowie auch der Straßbüscher Eier- und Hühnerclub (EHC), der in diesem Jahr zum 26. Mal in Folge in Kall dabei war. Ein Hauch von Wildem Westen verbreitete eine Gruppe aus Rinnen. Bunte Piepmatze und Zwerge setzten Farbpunkte, während eine Gruppe vom Baugebiet Fels eine „Mission to Mars vum Felse in Kall“ gestartet hatte. Unter den Astronauten sah man auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Ortsvorsteher Stefan Kupp. „Die wollen sich doch nicht verdünnisieren?“, rätselten die Jecken am Straßenrand. Ein wildes Treiben von Jägern und Tieren im Wald der Fahrenbach führte die Gruppe um Ex-Prinz Hans Lambert vor. Die Showtanzgruppe „Pink Ladies“ bildete einen Kontrastpunkt mit Engeln und Teufeln.

Getreu dem Motto „Das Beste zum Schluss“ bildeten die Tollitäten mit ihren Gefolgen den Schluss des furiosen Umzuges. Hoch auf ihrem Wagen winkte das Kinderprinzenpaar Mick I. (Maßong) und Lia I. (Kläß) den Jecken am Straßenrand zu. Die beiden schleuderten jede Menge Kamelle in die Menge. Ihnen folgte das erste Kaller Damendreigestirn auf ihrem Prunkwagen. Prinz Ina I. (Teuber-Künnecke), Bauer Simone (Saßmann) und Jungfrau Anika I. (Engels) bewiesen, dass sie nicht nur jede Menge Stimmung an Bord hatten, sondern auch jede Menge Wurfmaterial. Das Trio warf Pralinen, Schokolade und sonstige Süßigkeiten mit vollen Händen unters Narrenvolk.

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Der international erfolgreiche Ausnahmegitarrist Joscho Stephan (vorne) gastiert am Samstag, 6. April, im Saal Gier in Kall. Foto: Manfred Pollert/pp/Agentur ProfiPress

Das Kulturprogramm startet

„Herz und Heimat für drei Groschen“ – Katia Franke & Marcel Höfs eröffnen am Samstag, 30. März, die Veranstaltungsreihe im Saal Gier – Eine Woche später „Swinging Strings“ mit dem Star-Gitarristen Joscho Stephan – Karten im Vorverkauf

Kall – Mit einer musikalischen Leseinszenierung aus Dreigroschenromanen am Samstag, 30. März, und einem Konzert des Joscho-Stephan-Quartetts am darauffolgenden Samstag, 6. April, startet der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier in Kall das diesjährige Kulturprogramm. Insgesamt finden bis November sechs kulturelle Veranstaltungen unterschiedlicher Art im Gasthaus Gier statt.

Unter dem Thema „Herz und Heimat für drei Groschen“ steht am Samstag, 30. März, um 20 Uhr der Abend mit der Radiomoderatorin Katia Franke und dem Schauspieler Marcel Höfs. Das Künstler-Duo unternimmt bei dieser Kombi-Veranstaltung aus Lesung und Musik einen unterhaltsamen Streifzug durch die „Poesie“ der Groschenromane, gewürzt mit Herz-Schmerz-Schlagern.

„Adel, Heimat, Krimi, Spuk, Western und Erotik werden mimisch und verbal zelebriert“, umschreibt Katia Franke den Verlauf des unterhaltsamen Abends. Wer einen Sinn hat für die rosigen Wangen des Lebens, für dramatische Verwicklungen und schwere Schicksalsschläge, für fiese Intrigen und den Charme des Gewöhnlichen, der wird an dem Abend auf seine Kosten kommen. Und auch diejenigen, die das Geheimnis kennen, den alltäglichen Kitsch in vollen Zügen zu genießen, ohne darüber zum Spießer zu werden, sollten sich dieses köstliche Vergnügen nicht entgehen lassen.

Die in Kall lebende Rundfunkmoderatorin füllte bereits im Dezember den Saal Gier, als sie mit dem ukrainischen Gitarristen Vedor Volkov einen unterhaltsamen Abend über „Weihnachtsfreud‘ und Weihnachtsstreit“ präsentierte. Bei „Herz und Heimat für drei Groschen“ am 30. März werden sich Katia Franke und Schauspieler Marcel Höfs der gesamten Klaviatur der Gefühle bedienen. Franke: „Da bleibt kein Auge trocken.“

Zukunft der Gypsy-Jazzgitarre

Eine Woche später ist Star-Gitarrist Joscho Stephan mit seinem Quartett im Saal Gier zu Gast. „Swinging Strings“ heißt es am Samstag, 6. April. Im vergangenen Jahr war das Joscho-Stephan-Quartett mit dem Programm „Joscho & Gypsy-Swing“ im ausverkauften Saal Gier zu Gast. Wie kein anderer prägt Joscho Stephan den modernen Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, sowie seiner atemberaubenden Solotechnik hat er sich in der internationalen Gitarrenszene einen Spitzen-Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy-Swing-Adaptionen herauszuragen, indem er den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert.

Sein 2015er-Werk „Gypsy meets Groove“ wurde ebenso für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert wie sein aktuelles Album „Guitar Heroes“, für welches er Gitarrengrößen wie Bireli Lagrène und Stochelo Rosenberg als Gäste gewinnen konnte. „Swinging Strings“ wurde vom amerikanischen Fachmagazin „Guitar Player“ zur CD des Monats gekürt. Das renommierte „Acoustic Guitar Magazine“ feiert Joscho Stephan als Gitarristen für die Zukunft der Gypsy-Jazzgitarre.

Musikergrößen wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten u.a. in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.

Mit Joscho Stephan kommt am 6. April wieder ein großer, international bekannter Künstler in den Saal Gier nach Kall. Das Quartett spielt in der Besetzung Joscho Stephan (Sologitarre), Günter Stephan (Rhythmusgitarre), Volker Kamp (Kontrabass) und Sebastian Reimann (Geige).

Der Kartenvorverkauf für beide Veranstaltungen hat begonnen. Karten sind zu bekommen direkt in der Gaststätte Gier oder per Mail unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Telefonische Kartenreservierungen sind nicht möglich.

www.gaststaette-gier.de

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Machen am 28. Juni auf ihrer Welttournee Station bei der Oldienacht in Urft: Die vier Musiker der Band „Creedence Clearwater Revived“. Foto: Bandfoto/pp/Agentur ProfiPress

Ein Hauch von Woodstock

Zweite Eifeler Oldienacht – „Creedence Clearwater Revived“ macht am 28. Juni Station in Urft – Neun Bands auf zwei Bühnen – Bürgermeister Esser ist Schirmherr des Musik-Marathons – Der Kartenvorverkauf beginnt am 9. März

Kall – Die zweite Eifeler Oldienacht, die am Freitag, 28. Juni, im Park des Jugendgästehauses Dalbenden in Urft stattfindet, wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. Im Beisein des Kaller Bürgermeisters Hermann-Josef Esser stellten Mitglieder der Hilfsgruppe Eifel und die Leitung des Jugendgästehauses jetzt das Programm der Marathon-Veranstaltung vor. Es ist die inzwischen 22. Oldienacht der Hilfsgruppe. Nachdem 20 Veranstaltungen innerhalb der Stadt Mechernich als Hallenevents über die Bühne gingen, findet die weit über die Eifel hinaus bekannte Oldienacht nun zum zweiten Mal als Open-Air-Veranstaltung in Urft statt.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Schirmherr der Großveranstaltung, bezeichnete diesen alljährlichen Musikmarathon zugunsten der Kaller Kinderkrebshilfe als Markenzeichen der Hilfsgruppe. Esser zeigte sich dankbar gegenüber der Urfter Bevölkerung, die im vergangenen Jahr mitgezogen habe. Es seien keine Beschwerden laut geworden.

Wie Willi Greuel und Paul Schneider von der Hilfsgruppe berichteten, werden am 28. Juni neun Bands aufspielen. Sechs Gruppen spielen zwischen 17.30 bis 24 Uhr auf der großen Bühne im Park und drei auf der Nebenbühne im Innenhof der Burg.

Bei der Auswahl der Bands erkunde man sich über die Wünsche der Fans, wobei es immer schwieriger werde, Oldie-Formationen aus den 60er- und 70er-Jahren in Originalbesetzung zu finden. Die gebe es kaum noch. Umso glücklicher ist Willi Greuel dass ihm in diesem Jahr mit der Verpflichtung von „Creedence Clearwater Revived“ ein großer Wurf gelungen ist. Deren großes Vorbild, Creedence Clearwater Revival, kurz CCR, war 1969 beim legendären Woodstock-Festival dabei und spielte ein 45-minütiges Konzert.

50 Jahre später macht sich Gitarrist Johnny Guitar Williamson, der eine Dekade lang bei den Animals spielte, mit seiner vor 20 Jahren gegründeten Coverband auf, den CCR-Kult bei Konzerten in der ganzen Welt aufrecht zu erhalten.

50 Jahre nach Woodstock geht die Coverband auf eine weltweite Tour und macht für die Hilfsgruppe bei der Oldienacht in Urft Station, um das komplette 45 Minuten dauernde CCR-Woodstock-Konzert in voller Länge zu spielen. Greuel: „Die Musiker um Johnny Guitar Williamson sind alle um die 70 Jahre alt und bestrebt, diese Musik am Leben zu halten“. Das sei auch das Ziel der Hilfsgruppe. Creedence Clearwater Revived werde seinen Fans in Urft einen Super-Abend bescheren. Weil die Band Samstagsabends ein Konzert in Dresden gibt und deshalb morgens zeitig abreisen muss, treten die Musiker bereits gegen 21 Uhr auf.

Moderator der Oldienacht ist Hacky Heinen vom belgischen Sender Radio 700. Neben der CCR-Coverband werden die Bands „RoxxBusters“, „Tribute to Status Quo“, „Agnetha“, „Dustpipe“ und die „Eifelperlen“ auf der großen Bühne stehen. Auf der kleinen Bühne im Burg-Innenhof spielen „De Schlingele“, die Nachwuchsband „Riots“ und der Gitarrist und Sänger Franz-Josef Raab mit Partner. Willi Greuel: „Wir wollen auch dem Nachwuchs eine Chance geben.“ Im Innenhof haben Besucher auch nach Ende des offiziellen Teils die Möglichkeit, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Die Bands kämen gern zur Oldienacht in die Eifel, weil sie die familiäre Atmosphäre bei der Hilfsgruppe schätzten, die sich bei den Musikern rundgesprochen habe – und das obwohl es als Gage lediglich eine Aufwandsentschädigung gebe. Dieser Umstand und die große Unterstützung von Sponsoren mache es möglich, dass die Eintrittspreise moderat und sozial seien. Greuel: „Wo bekommt man schon für 28 Euro ein Konzert mit solchen Top-Bands geboten?“

Dank der großen Unterstützung der Eifeler und dem Einsatz von rund 150 freiwilligen Helfern habe die erste Eifeler Open-Air-Oldienacht vergangenes Jahr einen Erlös von rund 30.000 Euro erbracht, sodass man dem Förderkreis der Bonner Uni-Klinik einen Scheck über 50.000 Euro für den Bau eines neuen Elternhauses habe übergeben können. Auch in diesem Jahr gehe der Erlös dorthin, weil das Elternhaus der Fertigstellung entgegengehe und die Hilfsgruppe die Inneneinrichtung mitfinanzieren werde, so Willi Greuel.

Die Hilfsgruppe bietet zur Oldienacht wieder einen Busshuttledienst auf drei Linien von Euskirchen, Hellenthal und Blankenheim an – diesmal sogar für alle Mitfahrer kostenlos. Die Fahrpläne sind im Internet einzusehen. Es sei jedoch eine Anmeldung an den Kartenvorverkaufsstellen erforderlich, wo entsprechende Listen auslägen. Die Karten kosten im Vorverkauf 28 Euro, für Sitzplätze sind 33 Euro zu zahlen. An der Abendkasse kosten die Tickets 33 und für Sitzplätze 38 Euro.

Weil die Kartennachfrage auch wegen des Konzertes der CCR-Coverband schon jetzt recht groß ist, beginnt der Kartenvorverkauf am Samstag, 9. März. Vorverkaufsstellen sind die Gaststätte Schneiders Eck in Urft, Bäckerei Milz in Marmagen, Foto Hanf in Hellenthal, Postagentur Herr in Schleiden, Buchhandlung Wachtel in Gemünd, Rewe-Center und Bauzentrale Schumacher in Kall, Wochenspiegelbüro und SVE-Ticketservice in Euskirchen, Buchhandlung Schwinning und Lädchen am Bahnhof in Mechernich sowie Lotto-Toto Winter Thelen im Rewe-Center in Kommern.

www.eifeler-oldienacht.de

pp/Agentur Profipress


Am Montag und Dienstag, 11. und 12. März, jeweils von 18 bis 21 Uhr, lernen Eltern, wie sie sich bei Kindernotfällen im familiären Bereich richtig verhalten. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Fit in Erster Hilfe am Kind

Rotes Kreuz veranstaltet Kursus zum Thema Kindernotfälle im familiären Bereich am Montag und Dienstag, 11. und 12. März, je 18 bis 21 Uhr, im Familienzentrum Sistig

Kall-Sistig – Einen zweiteiligen Kursus zum Thema Kindernotfälle im familiären Bereich veranstaltet das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen am Montag und Dienstag, 11. und 12. März, jeweils von 18 bis 21 Uhr, im Familienzentrum Sistig, Schleidener Straße 2.

Pusten ist zwar die „Wunderwaffe“ bei vielen Wehwehchen der lieben Kleinen, hilft aber nicht immer, obwohl Erste Hilfe bei Kindern Zuwendung, Einfühlungsvermögen, Verständnis und Zuspruch erfordert. In dem insgesamt sechsstündigen Kompaktkursus werden Eltern durch Dozentin Melanie Kötter auf die kleinen und großen Kindernotfälle vorbereitet. In praktischen Beispielen sollen die Eltern lernen, wie sie Notfallsituationen ohne Angst begegnen. Außerdem gibt sie Hinweise zur Prävention.

Themen des Kursus sind das Verhalten bei Gehirnerschütterung, Bewusstlosigkeit (stabile Seitenlage) und Atemnot durch Verschlucken oder allergischer Reaktion sowie bei Verbrühungen, Verbrennungen, Vergiftungen und Verätzungen. Anhand von Säuglings- und Kleinkindmodellen wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt, auch das Absetzen eines Notrufs oder die Versorgung von Wunden stehen auf dem Plan. Natürlich bleibt auch Zeit für Fragen.

Anmelden können sich Interessierte direkt im Familienzentrum Sistig (02445/1088) oder beim Roten Kreuz in Euskirchen (02251/791181). Die Kursgebühr beträgt 25 Euro pro Person, für Paare 35 Euro.

pp/Agentur ProfiPress


Pia Fridhill (vorne sitzend) und ihre Band treten am Samstag, 16. März, 20 Uhr, im Bürgerhaus Golbach auf. Foto: Manfred Pollert/pp/Agentur ProfiPress

Elch-Pop im Bürgerhaus Golbach

Die schwedische Musikerin Pia Fridhill tritt am Samstag, 16. März, 20 Uhr, mitsamt ihrer Band im Spiegelsaal auf Kall-Golbach – Beinahe ein Heimspiel hat die in Kall lebende schwedische Musikerin Pia Fridhill am Samstag, 16. März. Um 20 Uhr beginnt ihr Konzert im Spiegelsaal im Bürgerhaus Golbach. Veranstalter ist der Bürgerverein Golbach. SoulPopJazzFunkFolkRockBlues – das sind in einem Wort zusammengefasst die Stilrichtungen, die die Musik von Fridhill (Gesang, Cajon/Hi-Hat, Mundharmonika) und Band, bestehend aus Jens Hoffmann (Gitarre, Gesang), Johanna Stein (Cello, Gesang) und Stefan Michalke (E-Piano, Akkordeon), beschreiben. Pia Fridhill selbst nennt diese bunte Mischung auch gerne „Elch-Pop“. Wichtig ist dem Songwriter-Duo Fridhill/Hoffmann vor allen Dingen die Feststellung „No Covers. Only Originals“. Die Songs der beiden nehmen die Zuhörer mit und klingen lange nach. Bei ihren Auftritten reißen die beiden Frauen und die beiden Männer im Regelfalls das Publikum mit. Karten zum Preis von 14 Euro (Abendkasse: 17 Euro) gibt es unter den Telefonnummern 02441/770015 oder 0160/90631837 sowie unter der E-Mail-Adresse geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. pp/Agentur ProfiPress

Haben schon beim Proben großen Spaß. Von links: Astrid Koder, René Koder, Ralf Thelen, Richard Cremer, Sandra Meyer, Elisabeth Servaty, Axel Chmielecki, Christa Hilger und Regisseurin Lydia Rosenbaum. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Attacken auf die Lachmuskeln

Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen bringt mit „Hier sind Sie richtig“ einen internationalen Kassenschlager auf die Bühne – Premiere am 16. März im Bürgerhaus – Danach geht es auf Eifel-Tournee

Kall-Rinnen – Im Bürgerhaus in Rinnen brennt derzeit an zwei Tagen in der Woche das Licht bis in den späten Abend. Der Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen probt derzeit für seine Aufführung „Hier sind Sie richtig“, die am Samstag, 16. März, Premiere feiert. Schon seit dem 14. Dezember sind die Laienspieler mit Leseproben und der Einstudierung des Stückes befasst, das den Besuchern des Theaterabends einen unterhaltsamen Abend mit pausenlosen Attacken auf die Lachmuskeln garantiert.

„Hier sind Sie richtig" ist eine klassische Verwechslungskomödie des französischen Erfolgsautors Marc Camoletti, die 1966 als „La bonne adresse“ am Théâtre des Nouveautés am Boulevard Poissonnière in Paris herauskam. Das Stück war von Anfang an ein internationaler Kassenschlager und ist es bis auf den heutigen Tag geblieben. In Rinnen wird dieses französische Erfolgsstück noch mit etwas Eifeler Dialekt gewürzt.

Das Stück in drei Akten spielt von vier Damen, die in einer Wohngemeinschaft unter einem Dach leben. Da ist die naive Janine (Christa Hilger), eine junge Klavierlehrerin, die dringend einen (zahlenden) Schüler braucht. Da ist die Malerin Jacqueline (Sandra Meyer), die noch dringender einen jungen Mann sucht, der ihr als Spartacus Modell sitzen kann. Denn der Ölschinken vom römischen Gastmahl, an dem sie gerade arbeitet, soll in einen Wettbewerb gehen, und die Zeit drängt.

Und dann ist da Hauseigentümerin Georgette (Astrid Koder), ein Bühnenstar von anno Tobak, die einen ruhigen Mieter für ihre viel zu große Wohnung sucht, weil sie die beiden Künstlerinnen endlich rausschmeißen will. Und schließlich ist da noch Georgettes Dienstmädchen Berte (Elisabeth Servaty), das noch einen Mann zum Heiraten sucht.

Das Problem wird noch verschärft, als die vier sich der Kleinanzeige als Suchmittel bedienen, ohne dass die eine was von der anderen weiß. Der Effekt ist klar: Nacheinander klingeln „Spartacus“ (Ralf Thelen), Bertrand (Richard Cremer), Bernard (René Koder) und Jean (Axel Chmielecki) an der Tür. Es kommt zu einer Kette von Verwechslungen und der vergnügliche Weg in die Katastrophe kann beginnen. Das Publikum kommt im Regelfall aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Regie bei diesem Stück für vier Frauen und vier Männer führt Lydia Rosenbaum, die während den Aufführungen auch als Souffleuse agiert.

Premiere von „Hier sind Sie richtig“ ist am Samstag, 16. März, um 20 Uhr im Bürgerhaus Rinnen. Eine weitere Aufführung in Rinnen folgt am Sonntag, 17. März, um 16 Uhr. Danach geht der Verein mit dem Stück auf Eifel-Tournee: Aufführungen sind am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr in Marmagen, am Samstag, 23. März, um 20 Uhr in Kallmuth, am Samstag, 30. März, um 20 Uhr in Krekel, am Freitag, 5. April, um 20 Uhr in Gemünd und am Samstag, 6. April, um 20 Uhr in Olef.

www.theaterverein-rinnen.de

pp/Agentur ProfiPress


Julia Lang (l.) und Kerstin Brandhoff sind mit Leib und Seele Feuerwehrfrauen und verstärken die Löschgruppe Wahlen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Nicht nur ein Hobby für Jungs

Die Freiwillige Feuerwehr in Kall wirbt um mehr weibliche Einsatzkräfte – Kerstin Brandhoff und Julia Lang aus Wahlen berichten über ihre Erfahrungen als Feuerwehrfrau

Kall – Die erste Person, die Kerstin Brandhoff „gerettet“ hat, war ihre fünf Jahre jüngere Schwester. „Ich habe ihr ein Seil um den Bauch gebunden und sie dann vom Hochbett abgeseilt“, erzählt sie lachend. Während dieses kindlichen Spiels trug sie die Jugendfeuerwehruniform ihres knapp anderthalb Jahre älteren Bruders.

Das ist mittlerweile rund 25 Jahre her. Heute weiß Kerstin Brandhoff, dass ein um den Bauch geknotetes Seil alles andere als eine ordentliche Methode ist, um jemanden abzuseilen. Denn seit 20 Jahren ist Kerstin Brandhoff Mitglied der Feuerwehr in ihrem Heimatort Wahlen. Mit Julia Lang und Katharina Leisen gehören noch zwei weitere Frauen zum Kreis der 28 aktiven Löschgruppenmitglieder.

Kerstin Brandhoffs Ansinnen als Kind ähnelt dem Ausruf des Drachen Grisu, der immer verkündete, dass er Feuerwehrmann werde. Doch wie für ein Feuer speiendes Fabelwesen war die Feuerwehr Mitte der 90er-Jahre in Kall für ein junges Mädchen unerreichbar. Im Gegensatz zu Heute durften nur Jungs in die Jugendfeuerwehr eintreten. Erst 1999 wurde das per Beschluss des Gemeinderates geändert. Die dann 15-jährige Kerstin Brandhoff trat sofort der Jugendfeuerwehr bei. Die Ironie dabei: Heute ist die Frau aus Wahlen, die vor 25 Jahren noch nicht einmal Mitglied der Jugendfeuerwehr werden durfte, als Kreisjugendfeuerwehrwartin Vorsitzende der Jugendfeuerwehr im gesamten Kreis Euskirchen.

Der 23-jährigen Julia Lang wurden die Feuerwehrgene mit in die Wiege gelegt. „Bei mir war die ganze Familie in der Feuerwehr: Vater, Onkels, Opa“, zählt sie auf. Direkt mit zehn Jahren trat sie der Jugendfeuerwehr Wahlen bei. Mittlerweile ist die Feuerwehr für sie mehr als nur ein Hobby, sondern Beruf: Sie gehört zu den hauptamtlichen Kräften in Erftstadt.

Wenn es nach Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Wehrleiter Harald Heinen geht, soll sich die Zahl der Feuerwehrfrauen in Kall deutlich erhöhen. Derzeit sind unter den 100 Aktiven in Kall nur fünf weiblich. Von den 27 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr sind neun Mädchen oder junge Frauen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass insbesondere junge Frauen den Weg in die Feuerwehr finden. Der hohe Mädchenanteil in der Jugendfeuerwehr zeigt, dass es auch Technik begeisterte Damen gibt“, sagt Heinen, der Frauen in der Feuerwehr als Bereicherung sieht.

„Den ersten Schritt einfach machen“

Mit Vorurteilen, die auch gerne als Ausreden genutzt werden, räumen Kerstin Brandhoff und Julia Lang sofort auf. So wird oft vorgeschoben, dass es in den Gerätehäusern keinen getrennten Umkleidebereich für Männer und Frauen gibt. Die beiden Feuerwehrfrauen haben damit aber überhaupt kein Problem. „Vor einem Einsatz hat man keine Zeit, den anderen beim Umziehen zuzuschauen“, sagt Julia Lang. Harald Heinen stimmt dem zu.

Wenn Kerstin Brandhoff und Julia Lang im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis Werbung für die Berufung machen, werden sie mit Angst vor „blöden Sprüchen“ und Abschreckung konfrontiert. „Dabei sollte man den ersten Schritt einfach machen“, ist sich Kerstin Brandhoff sicher. Denn beide Frauen schätzen den Zusammenhalt unter den Kameraden, egal ob männlich oder weiblich. „Bei der Feuerwehr erledigt man Aufgaben, die nur im Team schaffbar sind“, erzählt sie. Man müsse auch kein Muskelprotz sein, um in der Feuerwehr zu bestehen. „Jeder bringt etwas mit, das er einsetzen kann“, sagt Brandhoff.

Im Falle von Kerstin Brandhoff, die hauptberuflich beim Deutschen Roten Kreuz im Kreis Euskirchen tätig ist, ist das neben ihrer Affinität zur Jugendfeuerwehr besonders ihre Ausbildung zur Notfallsanitäterin. „Diese Rettungsdienst-Kenntnisse sind für die Feuerwehr bestimmt ein Mehrwert“, sagt sie. Sie weiß aber auch, dass sie bei einem Feuer nicht an vorderster Front im Einsatz sein wird – im Gegensatz zu Julia Lang, die besonders die Abwechslung im Feuerwehralltag liebt. „Monoton ist es auf jeden Fall nicht“, sagt sie.

An ihren ersten Einsatz erinnern sie sich beide noch sehr gut – und an die dabei verspürte Nervosität. Dabei war es bei Kerstin Brandhoff nur eine unterspülte Böschung. Geröll und Dreck waren auf eine Straße geraten und mussten weggekehrt werden. Bei Julia Lang war es immerhin ein echtes Feuer: Sie musste zu einem Heckenbrand.

„Mitglied bei der Feuerwehr zu sein ist kein alltägliches Hobby – und definitiv nicht nur etwas für Jungs“, sagt sie und ergänzt: „Jeder kann Spaß an der Feuerwehr haben.“ Die Frauen wollen auch keine Extrawürste. Gleiche Behandlung, gleiche Arbeit, keine Rücksicht – so lautet ihr Credo. Dafür, da sind sich die beiden sicher, bringen sie mehr Kreativität mit und setzen auf mehr Kooperation. Auch sie würden es begrüßen, wenn es bald noch mehr Frauen in der Kaller Feuerwehr gibt. Schließlich trägt das auch zum Wohl der Allgemeinheit bei, wenn die Wehr schlagkräftiger wird. Besonders tagsüber ist es für viele Löschgruppen ein Problem, weil zu wenige Kräfte verfügbar sind. Da kommt jedes neue Mitglied recht – egal ob männlich oder weiblich.

pp/Agentur ProfiPress


Ausstellung in der Bibliothek Kall

„Querbeet von A wie Acryl bis Z wie Zweig“ von Jana Engels

 

In den neuen Räumen der Bibliothek finden sich neun Leinwand-Gemälde. Jana Engels liefert damit bewusst einen Querschnitt durch die bisherigen Arbeiten. Sie verwendet sowohl Öl-, Acryl– als auch Aquarellfarben. Wobei die Bilder meist eng mit der Entstehung eines literarischen Textes verbunden sind, wie zum Beispiel das Gedicht „Stille“ und das Gemälde „Silence“.

Jana Engels:             Geboren 1978 in Berlin, Schulzeit und Ausbildung im Land Brandenburg, anschließender Studienaufenthalt in Duisburg.      Hauptberuflich für einen der führenden IT–Lösungsanbieter im Großraum Köln tätig. Neben der Veröffentlichung literarischer Texte (aktueller Roman: Der Seelenspiegel, Verlag Edel Elements) auch Leitung von Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche. In der verbleibenden freien Zeit widmet sie sich der Musik und Malerei. Jana Engels ist Gründungsmitglied des Kulturfördervereins „Leuchtfeder e.V.“, und war bis Anfang 2017 aktiv in dessen Vorstand tätig.     Gemeinsam mit ihrem Mann und den vier Kindern lebt sie in Kall. Im Internet zu finden auf www.jana-engels.de

Das Bibliotheks-Team freut sich über zahlreiche Besucher!

 

Ausstellung: bis einschließlich Samstag, 30.03.2019      in den Räumlichkeiten der Bibliothek Kall,   Haus der Begegnung, Bahnhofstr. 11, 53925 Kall Tel. 02441-779552, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik Eintritt frei! Öffnungszeiten: Mo + Do: 15:00 - 19:00 Uhr Di, Mi, Fr: 9:00 - 12:00 Uhr Sa: 10:00 - 14:00Uhr


Hatte viel Spaß beim Kommers in Wahlen: Bürgermeister Hermann-Josef Esser (r.) mit Sitzungspräsident Hermann-Josef Evertz. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Seit elf Jahren „Jecke Krohe“

Karnevalsverein Wahlen feierte den Geburtstag im vollbesetzten Bürgerhaus – Alle Ortsvereine gratulierten – Bürgermeister Esser freute sich – Gold und Silber vom BDK für Hermann-Josef Evertz und Werner Poensgen – Viele Gäste beim närrischen Kommers

Kall-Wahlen – Einen närrischen Geburtstag feierte die Wahlener Karnevalsgesellschaft „Die jecke Krohe von Wahle“, die auf ihr elfjähriges Bestehen zurückblickte, mit einem zünftigen Kommers im Bürgerhaus. Nachdem die Ortsvereine nach jahrelanger Uneinigkeit im Dorf wieder zusammengefunden haben, bot das vollbesetzte Bürgerhaus ein imposantes Bild. Alle Vereine waren mit Abordnungen zum Kommers erschienen, um dem Karnevalsverein zum Geburtstag zu gratulieren.

Ob Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Ortsvorsteher Guido Wiesen oder die Sprecher von Spielmannszug und SC Wahlen, sie alle beschworen das zukünftige Zusammenhalten und gegenseitige Hilfe. Dafür bedankte sich der Bürgermeister, der den gemeinsamen Auftritt der Wahlener beim Gemeindeempfang vor 14 Tagen in der Kaller Bürgerhalle als das „größte Highlight“ dieser Veranstaltung bezeichnete. Das bestätigte auch der Vorsitzende der „Jecke Krohe“, Marc Hees: „Spielmannszug, SC Wahlen, Stehtischmusikanten und die KG auf einer Bühne. So soll es sein und so soll es bleiben“ so Hees. Der dem Gemeindeempfang folgenden Zeitungsschlagzeile „Zusammengeführt, was zusammen gehört“, gebe es nichts hinzu zu fügen.

Erleichtert zeigte sich auch Ortsvorsteher Guido Wiesen über die Anwesenheit aller Vereine. „Da kann ich nur sagen, et jeht doch“, so Wiesen, der vor allem die Jugendarbeit, die Kameradschaft und die große Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel durch die Karnevalsgesellschaft hervorhob: „Das ist gut für die Gesellschaft und das Dorf.“

Der Saal konnte die Vielzahl der Besucher nicht fassen, denn neben der Wahlener Bevölkerung waren auch die befreundeten Karnevalsvereine aus Köln-Godorf, Dahlem, Marmagen, Sistig, Sieberath und Mechernich erschienen. Sie überbrachten den „Jecke Krohe“ Glückwünsche und Präsente.

In besonderer Mission hatten sich Dieter Milz und Albert Meyer vom Regionalverband „Rhein-Sieg-Eifel/Bezirk 10a“ vom Bund Deutscher Karneval unter die Gäste gemischt. Milz und Meyer übergaben dem KG-Vorsitzenden Marc Hees eine Geburtstagsurkunde, ehe sie zwei besonders verdiente Mitglieder der KG mit hohen Auszeichnungen dekorierten. Mit dem silbernen Verdienstorden wurde Sitzungspräsident Hermann-Josef Evertz die zweithöchste Auszeichnung des Regionalverbandes zuteil. Werner Poensgen, der maßgeblich an der Gründung und positiven Entwicklung der KG beteiligt war, bekam mit dem goldenen Verdienstorden die höchste Auszeichnung des Verbandes verliehen.

Der Geburtstagsmarathon im Bürgerhaus ging über fünf Stunden. Alle Garden der KG und des SC Wahlen präsentierten sich auf der Bühne. Das Garde-Corps Blau-Gelb Colonia aus Godorf hatte seine Tanzformation und ihren Kinderprinzen Paul mitgebracht. Massenweise Orden für die Gäste und Süßigkeiten für die Kinder verteilte das Wahlener Prinzenpaar Marco I. und Linda I., das ihrem Verein eine ganz besondere Überraschung präsentierte. Marco und Linda überreichten der KG zwei Kleidersäcke als symbolisches Zeichen des Geschenks, das jedoch erst nach Aschermittwoch übergeben werden kann. Es handelt sich nämlich um die beiden neuen, schmucken Ornate, die die Tollitäten für ihre Regierungszeit haben anfertigen lassen.

Die „Jecke Krohe“ ließen beim Kommers auch die Entstehung des Vereins in drei Sequenzen Revue passieren. Werner Poensgen berichtete im ersten Teil, dass schon Karneval im Dorf gefeiert wurde, bevor sich die KG im Jahr 2007 gründete. Es sei im Jahr 1995 gewesen, als der Spielmannszug zu Weiberfastnacht mit einem Bollerwagen durch das Dorf gezogen sei und damit der erste Umzug stattgefunden habe. Dieses Ereignis habe Signalwirkung gehabt, und so hätten ein Jahr später drei „Wahlener Jecke“ in geheimmer Mission beschlossen, als Dreigestirn im Zug mitzugehen. Mit einem Prunkwagen hätten Prinz Rudi I. (Arndt), Bauer Ralf I. (Klinkhammer) und Jungfrau Udoline I. (Udo Züll) damals die Wahlener überrascht. Sogar Orden seien vom ersten Dreigestirn verteilt worden. „Die waren zu dieser Zeit schon sehr umweltfreundlich, denn es waren bemalte Bierdeckel“, berichtete Werner Poensgen.

In der Folgezeit entwickelte sich ein Karnevals-Clübchen, das die Idee hatte, 2003 eine Sitzung zu veranstalten. Eine Tanzgarde war schnell gegründet, es folgten das „Schrubberballett“ und das Männerballett, das beschloss, zur Premiere „Schwanensee“ aufzuführen. Vor der Aufführung fielen alle Bärte und Schnäuzer der Tänzer dem Rasierapparat zum Opfer, erinnerte sich Werner Poensgen. Damen- und Herrenballett sind noch heute wichtige Bestandteile der Karnevalssitzungen im Dorf.

2004 nahmen die Tollitäten der jecke Krohe erstmals an den Empfängen der Gemeinde und des Kreises teil. In den Folgejahren wurden in jeder Session Tollitäten gekürt und die Umzüge wurden immer größer. So erfolgte dann vor der Session 2007/08 die offizielle Gründung der KG „Die jecke Krohe von Wahle“.

Die weitere Entwicklung des Vereins nach der Gründung bis zum jetzigen Jubiläum ließen Sitzungspräsident Hermann-Josef Evertz und Vorsitzender Marc Hees Revue passieren. Es bot sich ein buntes Bild, als Sitzungspräsident Hermann-Josef Evertz alle ehemaligen Tollitäten der KG seit 1996 auf die Bühne bat. Mit einem großen Dank an alle Garden und Trainerinnen schloss Marc Hees den offiziellen Teil der Geburtstagsfeier mit der Feststellung: „Wir mussten uns nie verstecken – so geht Verein.“

pp/Agentur ProfiPress


Nach der Blitzhochzeit vor 50 Jahren feierten Renate und Dieter Zausch jetzt in Kall das goldene Ehejubiläum. Zehn Jahre lang hat der Jubilar ehrenamtlich für Sauberkeit in Kall gesorgt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Eheglück durch Schnapsidee

Dieter und Renate Zausch feierten Goldhochzeit in Kall – Bei

der Silvesterfeier in der Kumpelranch machte der beschwipste Reservist der jungen Dame, die er überhaupt nicht kannte, einen Heiratsantrag – Fünf Wochen später waren beide ein Ehepaar

 

Kall - Zögerlich ist der heute 72-jährige Dieter Zausch in seinem Leben nie gewesen. Das Paradebeispiel dafür lieferte der gelernte Elektrotechniker bereits vor 50 Jahren ab, als er seine Ehefrau Renate heiratete, mit der er jetzt das Fest der Goldenen Hochzeit feierte. Zwischen Kennenlernen und Hochzeit lagen damals gerade mal fünf Wochen, erinnert sich heute die ebenfalls 72 Jahre alte Goldjubilarin, die ihrem Dieter am Silvesterabend 1968 in der Mechernicher Diskothek „Kumpelranch“ erstmals begegnete und ihm schon 38 Tage später auf dem Standesamt in Kall das Ja-Wort gab.

Zum großen Fest am Donnerstag gratulierten auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Ortsvorsteher Stefan Kupp dem Jubelpaar, das eng mit der Gemeinde verbunden ist. Renate Zausch arbeitete 15 Jahre lang als Raumpflegerin bei der Gemeinde Kall, Dieter Zausch ist in Kall bekannt als Ehrenamtler, der sich zehn Jahre lang als freiwilliger Müllsammler um die Sauberkeit im Ort verdient gemacht hat. „Das ist schon ein tolle Sache“, bedankte sich Bürgermeister Hermann-Josef Esser beim Besuch der Goldhochzeiter.

Und auch Essers Bürgermeister-Vorgänger Herbert Radermacher überraschte die beiden Jubilare mit seinem Besuch. Radermacher und Zausch waren viele Jahre Kollegen bei der Verwaltung der Stadt Schleiden gewesen; Herbert Radermacher als Kämmerer, Dieter Zausch als Elektriker beim städtischen Bauhof.

Dieter Zausch wurde 1946 im sächsischen Zeitz geboren. Sein Vater arbeitete damals, als die Grenze noch offen war, im Westen als LKW-Fahrer. Als die Familie ebenfalls in den Westen in die Nähe von Frankfurt übersiedelte, war der heute 72-Jährige im ersten Schuljahr. Nach Beendigung seiner Schulzeit erlernte Zausch den Beruf des Elektrikers und ging später für drei Jahre als Zeitsoldat zur Bundeswehr. Letzte Station war die Bundeswehr in Mechernich, wo er in der technischen Abteilung der Raketen-Werft 23 seinen Dienst verrichtete, ehe er Ende des Jahres 1968 Reservist wurde.

In der Kumpelranch wurde der Abschied vom Bund in der Silvesternacht ordentlich „begossen“. Auch Renate Zausch, die damals noch Müller hieß, feierte mit ihrer Schwester Josefine im Kumpel den Jahreswechsel und begegnete dem frisch gebackenen und beschwipsten Reservisten Dieter Zausch erstmals. „Ich heirate Dich“, prophezeite der angeheiterte Ex-Soldat seiner ahnungslosen Herzdame, die er bis dahin überhaupt nicht kannte.

Immerhin schaffte er es, seine Spontan-Bekanntschaft für ein Treffen am nächsten Wochenende beim Kumpel zu überreden. Danach ging alles blitzschnell und Dieter Zausch machte Nägel mit Köpfen: „Wir haben dann innerhalb eines Monats zuerst Verlobung und dann Hochzeit gefeiert“, erinnert sich der Jubilar. Mit zwei Soldaten als Trauzeugen gaben sich die beiden am 7. Februar 1969 vor dem damaligen Kaller Standesbeamten das Ja-Wort. Bei der späteren kirchlichen Trauung stand der Reservist Dieter Zausch seiner in Weiß gekleideten Braut in seiner schicken Bundeswehr-Uniform zur Seite.

Als die frisch vermählte Ehefrau nicht nach Frankfurt umsiedeln wollte, zögerte Ehemann Dieter nicht lange mit der Jobsuche und fand auf der Metallhütte eine Arbeitsstelle als Betriebs-Elektriker. Als die Hütte 1971 geschlossen wurde, heuerte Zausch als 26-Jähriger bei der damals noch eigenständigen Stadt Gemünd und späteren Stadt Schleiden als Elektriker beim Bauhof an, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb.

Zauschs Leben war auch vom Fußball geprägt. Er spielte aktiv in Scheven und war viele Jahre als Bezirksliga-Schiedsrichter auf den Sportplätzen über den Kreis Euskirchen hinaus unterwegs. Noch heute schlägt das Herz des Jubilars für den Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Neun Monate saß Dieter Zausch als Nachrücker für den ausgeschiedenen Ratsherrn Uwe Schmitz für die SPD-Fraktion im Kaller Gemeinderat.

Ehefrau Renate ist ein Kaller Mädchen das in der Keldenicher Straße aufwuchs. Sie hat ein Leben lang als Raumpflegerin gearbeitet, wobei sie die letzten 15 Jahre in Diensten der Gemeinde Kall stand. Heute trifft sie sich gern mit Freundinnen und Bekannten zum Kaffeetrinken oder Kartenspielen.

Das Ehepaar gilt als äußerst hilfsbereit. Dafür revanchierte sich jetzt die Nachbarschaft, die das Haus des Jubelpaares am Bachweg in Kall am Abend vor der Goldhochzeit festlich geschmückt hatte. Zum Jubelfest gratulierten dem Ehepaar zwei Kinder, zwei Enkelkinder sowie viele Freunde und Bekannte.

pp/Agentur ProfiPress


Das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld, vertreten durch Schulleiter Thomas Frauenkron (8.v.r.), Jörg Zwitters und Annika Olsen (7. und 6.v.r.), die beide federführend für die iPad-Administration verantwortlich sind, sowie dem stellvertretenden Schulleiter Willi Frauenrath (4.v.r.), erreichte den zweiten Platz bei der Delina-Preisverleihung im Bereich „Frühkindliche Bildung und Schule“. Foto: Behrendt & Rausch Fotografie/pp/Agentur ProfiPress

Große Auszeichnung für das HJK

Das Hermann-Josef-Kolleg erreichte bei der Fachmesse Learntec im Bereich „Frühkindliche Bildung und Schule“ bundesweit den zweiten Platz und erhielt einen Delina

Kall-Steinfeld/Karlsruhe – Das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld ist bei der Fachmesse Learntec in Karlsruhe mit dem Delina im Bereich „Frühkindliche Bildung und Schule“ ausgezeichnet worden. Das Gymnasium erreichte bundesweit den zweiten Platz. „Ein solcher Preis ist grundsätzlich kaum erreichbar“, sagte Schulleiter Thomas Frauenkron, der den Preis aus den Händen von Frau Sünne Eichler, der Kuratorin der Veranstaltung, entgegennahm.

Mit dem Delina werden innovative, digitale Lernkonzepte von einer Fachjury ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis in den Kategorien „Hochschule“, „Aus- und Weiterbildung“, „Gesellschaft und lebenslanges Lernen“ und „Frühkindliche Bildung und Schule“. In letztgenannter Kategorie wurde das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld eingestuft. Direkte Konkurrenten waren das Unternehmen IMC, immerhin Europas führender Anbieter für E-Learning, aus Saarbrücken mit dem Projekt Next-Lab sowie die Kids Interactive GmbH aus Erfurt mit ihrer Wissenswelt-App. „Wenn wir im Verein mit solchen digitalen Profis bestehen können, dann bedeutet das noch einmal eine zusätzliche Aufwertung für uns und unser Projekt“, meinte der stellvertretende Schulleiter, Willi Frauenrath.

Das Hermann-Josef-Kolleg in Trägerschaft des Salvatorianer-Ordens hat in den vergangenen Jahren dank der Stiftung Kloster Steinfeld moderne, überregional einzigartige Lernumgebungen geschaffen. Digitale Medien sind integraler Bestandteil jedes Schultages und finden – dank der Ausstattung mit iPads – Anwendung in allen Fächern und Jahrgangsstufen. Alle Schüler profitieren vom Einsatz der Geräte, die umfassend eingesetzt werden.

In der Bewerbung hieß es: „Der Einsatz von iPads als Hilfsmittel im Unterricht bedeutet eine Ergänzung und Bereicherung der unterrichtlichen Möglichkeiten durch direkte und individualisierte Verfügbarkeit und öffnet Zugänge zu den unterschiedlichen Lerntypen.“ Vor vier Jahren wurde am Hermann-Josef-Kolleg damit begonnen, dass ab Klasse 7 alle Schüler mit iPads ausgestattet werden. Mittlerweile verfügen damit die Schüler und Schülerinnen bis in die Sekundarstufe II über eine Eins-zu-Eins-Ausstattung.

Zur Bewerbung gehörte auch ein professionell gemachter, etwa zweieinhalb Minuten langer Film, den Schüler des HJK an nur einem Drehtag erstellt haben: https://youtu.be/xNtkI5zzE-w.

pp/Agentur Profipress


Das Aachener Sinfonieorchester unter der Leitung von Justus Thorau ist am Samstag, 23. März, 19.30 Uhr, in der Basilika Steinfeld zu Gast. Foto: Sabine Borchers/Eifel Musicale/pp/Agentur ProfiPress

„Titan trifft Genie“

Aachener Sinfonieorchester gastiert am Samstag, 23. März, 19.30 Uhr, beim neuen Musikfestival „Eifel Musicale“ in der Basilika des Kloster Steinfelds

Kall-Steinfeld – Das neue regionale Musikfestival „Eifel Musicale“ gastiert am Samstag, 23. März, 19.30 Uhr, in der Basilika des Klosters Steinfeld. Unter dem Titel „Titan trifft Genie“ versprechen das 38-köpfige Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Justus Thorau und der Solist Antonio di Cristofano am Steinway-D-Flügel, Preisträger des Internationen Pianistenpreises Frankfurt, ein intensives Erlebnis.

Auf dem Programm stehen die Ouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, das Klavierkonzert a-Moll op. 54 von Robert Schumann sowie die Symphonie Nr. 40 in g-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart.

Das Sinfonieorchester Aachen wurde erstmals 1720 erwähnt und gehört damit zu den ältesten in städtischer Regie geführten Klangkörpern Deutschlands. Bekannte Musikdirektoren wie Fritz Busch, Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch haben ihre Karriere in Aachen begonnen. Seit August 2018 ist der Engländer Christopher Ward Generalmusikdirektor der Stadt Aachen und zählt zu den neuen Sternen der Musikszene.

Justus Thorau ist seit Herbst 2018 erster Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater. Neben zahlreichen Konzerten mit dem Saarländischen Staatsorchester und dem Sinfonieorchester Aachen folgt Thorau Konzert-Einladungen der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, der Dortmunder Philharmoniker und der Jenaer Philharmonie. In der Spielzeit 2017/18 war der 1986 in Berlin geborene Dirigent kommissarischer Generalmusikdirektor am Theater Aachen. Thorau war Finalist und Sonderpreisträger beim Deutschen Dirigentenwettbewerb 2015. Bereits 2011 machte er als erster Preisträger des fünften Deutschen Hochschulwettbewerbs Orchesterdirigieren in Leipzig auf sich aufmerksam.

In Thoraus Geburtsjahr vollendete Antonio di Cristofano seine Studien am Konservatorium „L. Cherubini“ in Florenz. Seitdem war er in verschiedenen Ensembles aktiv und gastiert regelmäßig mit internationalen Orchestern in renommierten Häusern auf der ganzen Welt. Neben seiner pianistischen Tätigkeit widmet er sich der pädagogischen Arbeit und unterrichtet als Gastprofessor an renommierten Musikhochschulen. Außerdem ist er als Juror bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben gefragt.

Das Konzert ist das zweite im Rahmen des neuen Musikfestivals „Eifel Musicale“. Die Konzertreihe, die unter dem Motto „Die Eifel umhüllt von Musik“ am 22. März beginnt und am 2. Juni nach mehr als 20 Konzerten endet, will unterschiedliche Musikveranstaltungen wie Kammer-, Orchester- und Kinderkonzerte sowie Meisterkurse, gestaltet von internationalen Künstlern, als zentrale Kulturmarke für die Region Eifel bündeln und als wichtiges Kulturangebot etablieren. Hierbei spielt die Vernetzung von Kooperationspartnern in der gesamten Eifelregion eine wichtige Rolle und ermöglicht ein breit aufgestelltes und hochwertiges Festivalprogramm, etwa mit Echo-Klassik-Preisträgern.

„Wir freuen uns sehr, dass das Aachener Sinfonieorchester in der Eifel auftritt“, sagte Helmut Lanio, Vorsitzender der Stiftung Kloster Steinfeld. „Nur durch eine hohe, künstlerische Qualität kann das Festival langfristig bestehen und überregional als Kulturmarke der Region Eifel wahrgenommen werden“, sagt Intendant Florian Koltun. Zu den Spielstätten zählen unter anderem das Kloster Steinfeld, Schleiden, Gemünd, Monschau, Eupen, Heimbach und Kalterherberg.

Tickets für das Konzert in Steinfeld gibt es in bei allen Vorverkaufsstellen in der Region, bei KölnTicket und EVENTIM und Ticketregional. Auch In Steinfeld gibt es Karten an der Klosterpforte und im Klostercafe.

pp/Agentur ProfiPress


Der katholische Pfarrer Hajo Hellwig segnete die Räumlichkeiten, darunter auch die Gemeindebibliothek, ein. Auch sein evangelisches Pendant Christoph Ude schenkte dem Haus und den Menschen darin seinen Segen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Mehr als nur ein Haus

In Kall wurde das Haus der Begegnung eröffnet und eingesegnet – Gäste aus Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik, Verwaltung und von Partnerorganisationen – Gesamtkomplex kostete 2,3 Millionen Euro

Kall – Es ist vollbracht, der „Husarenritt“, wie Kämmerer Michael Heller es später nennen sollte, ist gelungen: Das Haus der Begegnung in Kall ist am Freitag, 1. Februar, offiziell eröffnet und von den örtlichen Pfarrern Hajo Hellwig und Christoph Ude eingesegnet worden. Es war eine sportliche Herausforderung, der sich die Gemeinde Kall stellte. Noch nicht einmal anderthalb Jahre dauerte es, bis die Arbeiten an dem Gebäude abgeschlossen waren.

Die Anfänge des Projektes beobachtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser noch als Ratsherr in Blankenheim. „Die Kaller haben das richtig gemacht“, habe er gesagt, als bekannt wurde, dass Kall den Förderantrag für das Haus stellen wird. Das Haus sei „ein Begegnungsort für alle: Geflüchtete, Beratung Suchende und Bibliothekskunden“, sagte Esser.

Dieser Aussage schloss sich Beate Möllers, Referatsleiterin der Kulturabteilung im Landes-Familienministerium als Vertreterin für Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen an. Sie sprach sogar von einem „neuen Identifikationsort für die Gemeinde“. Es sei eine „Chance, die eine Kommune nicht oft bekommt“ und ein „wichtiges Signal, solch ein Haus mitten in den Ort zu stellen“. Als Bibliothekarin widmete sie sich vornehmlich der im ersten Stockwerk untergebrachten Bibliothek der Stufe 1 und sang insgesamt ein Loblied auf die Büchereien. „Eine Bibliothek bietet so viel mehr als das Internet“. Dabei gehe es mitnichten um wachsende Besucherzahlen, sondern um die Rolle, die eine Bibliothek für die Bürger spielt.

„Es geht hier nicht nur um die Haus-Einweihung“, merkte der stellvertretende Euskirchener Landrat Markus Ramers in seiner Rede an. Der Kreis Euskirchen sei bunter geworden, Menschen aus mehr als 130 Nationen lebten zusammen. Kall habe – und das meinte Ramers nicht nur auf das Haus der Begegnung bezogen, sondern auch auf das Begegnungscafé, die Reparaturwerkstatt, die Musikgruppe Kalimba und die Sprachkurse – etwas geschaffen, das über die Gemeindegrenzen hinaus wirkt. Das Haus der Begegnung sei für Menschen „allen Alters, ganz bunt und ganz vielfältig“, so Ramers.

Michael Heller, nicht nur Kämmerer sondern auch allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, blickte zurück – nicht nur auf die Entstehung des Hauses der Begegnung, sondern sogar auf seine eigene Karriere. Denn vor 30 Jahren, als er noch ganz frisch bei der Gemeinde Kall anfing, zog die Gemeindebücherei in das Hauptschulgebäude ein. Jetzt stand der Umzug der Bibliothek ins Haus der Begegnung an.

„Politik hat aus Überzeugung gehandelt“

Auch erinnerte er sich an die Flüchtlingswelle 1991. Schon damals war für ihn klar: „Das kann man besser machen.“ Und Kall machte es besser: Mitten in der großen Flüchtlingswelle von 2015/16 entwickelte die Politik ein Handlungskonzept für die Gemeinde. Einer der Bestandteile: das Haus der Begegnung. „Die Politik hat aus Überzeugung gehandelt“, sagte Heller.

Dass für das Gesamtprojekt vier Förderanträge gestellt wurden, einen für das Haus, einen für die Bibliothek, einen für den Hof der Begegnung und einen für die Verbindung zum Rathaus, sodass auch das Verwaltungsgebäude barrierefrei wurde, vergisst er auch nicht zu erwähnen. Insgesamt 2,3 Millionen Euro hätten diese vier Projekte gekostet, 60 Prozent davon wurden gefördert.

Wesentlicher Bestandteil im Haus wird in Zukunft die Arbeit mit Geflüchteten sein. Deshalb ließ Alice Gempfer, Integrationsbeauftragte der Gemeinde und diejenige, die das Haus der Begegnung konzeptionell geplant hatte, in einem Vortrag die Umsetzung Revue passieren. Gleichzeitig ließ sie zwei geflüchtete Frauen zu Wort kommen. Dimah Hmidan aus Syrien kam 2015 nach Deutschland. In Kall habe man ihr „alle Türen geöffnet und Gelegenheit gegeben, ein gutes Leben führen zu können“. Ghada Kour Ali war bereits 2003 aus Syrien nach Deutschland gekommen, seit 2010 lebt sie in Kall und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe.

Doch natürlich wurde nicht nur geredet. Die aus Ripsdorf stammende Künstlerin Bertamaria Reetz hatte mit ihrer Herde blauer Friedensschafe Weiderecht beantragt. Dafür überreichte sie Bürgermeister Esser, flankiert von seinem Vorgänger Herbert Radermacher und Michael Heller, ein blaues Friedensschaf.

Für Stimmung sorgte die internationale Musikgruppe Kalimba um den Musikpädagogen Reiner Klein. Klein hatte in den Begegnungscafés Jam-Sessions veranstaltet. Außerdem erstellte er gemeinsam mit Flüchtlingen Cajóns, die auch kunstvoll bemalt wurden. Daraus entstand die Musikgruppe, deren Arbeit vom Landesmusikrat auch für das Jahr 2019 gefördert wird. Die Musiker zeigten nicht nur ihr Können. Sie verteilten „Boomwhackers“, bunte Klangrohre, an die Gäste. Unter dem Dirigat von Reiner Klein verwandelte sich der Begegnungsraum in einen gewaltigen Klangkörper. Fast fünf Minuten forderte der Musikpädagoge die Gäste.

Zum Tag der offenen Tür mit Café International und Markt der Möglichkeiten präsentierten sich nachmittags nicht nur alle Partner. Auch das ehrenamtliche Team vom Begegnungscafé um Waltraud Tümmler zeigte wieder einmal seine Stärke. Obwohl der große Begegnungsraum nahezu aus allen Nähten platze, gelang es den Damen gewohnt gelassen und charmant, alle mit Kaffee gespendeten Kuchen zu versorgen. Unterstützt wurden sie diesmal auch von Miguelina Draht, Christine Heinen, Mohamad Dawud, Said Yousef Kassem und Dilo Alo Haso.

Freudige Gesichter gab es auch am Abend. Die Eifel-Gäng um Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang, der am Morgen noch die Eröffnungsfeier moderiert hatte, machten das Haus der Begegnung unsicher. Der Auftritt des Trios war schon Wochen im Voraus ausverkauft gewesen.

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Die um Bürgermeister Hermann-Josef Esser (l.) verstärkte Eifel-Gäng: v.r.: Ralf Kramp, Günter Hochgürtel und Manfred Lang. Nach einem zum Brüllen komischen Abend bedankte sich das ausverkaufte „Haus der Begegnung“ mit „Standing Ovations“. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Musik fördert Begegnung: Der Musikpädagoge Reiner Klein animierte die Gäste bei der Eröffnungsfeier zum Mitmachen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Nick I. (Maßong) und Lia I. (Kläß) regieren bis Aschermittwoch die närrischen Pänz in Kall. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Nick I. und Lia I. proklamiert

Zwei große Träume gingen in Erfüllung – Volle Bürgerhalle bei der Kindersitzung der „Löstige Bröder“ – Die Riege der Tollitäten in Kall ist nun komplett – „Mücken“-Alarm auf der Bühne – Uwe Reetz sang mit dem neuen Sitzungspräsidenten Maxi Brucker im Duett

Kall – Nun ist die Tollitäten-Riege beim Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ komplett. Bei der großen Kindersitzung am letzten Januar-Samstag wurde das Kinderprinzenpaar Prinz Nick I. (Maßong) und Prinzessin Lia (Kläß) auf den närrischen Thron gehoben und von den Kindern in der vollbesetzten Bürgerhalle gefeiert. Ex-Kinderprinz Maxi Brucker gab in der Kindersitzung – unterstützt von Simone Thelen – sein Debüt als Sitzungspräsident.

Fast drei Stunden lang dauerte das Bühnen-Programm, das von Rebekka Kautz zusammengestellt worden war. Mit von der Partie waren die Garden „Minimücken“, die „Lustigen Mücken“, das Synchrontanzpaar Eva & Maria, die „Kallbachmückchen“, die „Höppemückchen“, das Solomariechen Saskia, die „Wirbelmücken“, die Showtanzgruppe „Pink Ladies“ und die Kinder der inklusiven Kita St. Nikolaus, die treue Mitwirkende bei den Kindersitzungen der „Löstige Bröder“ sind.

Auf der großen Bühne wurde es eng, als Kinderliedersänger Uwe Reetz die große Schar der meist kostümierten Kinder um sich versammelte. Zunächst sang Reetz im Duett mit dem Sitzungspräsidenten Maxi Brucker, der dabei eine passable Figur abgab. Höhepunkt der Sitzung war die Inthronisierung des neuen Kinderprinzenpaares, nachdem Löstige-Bröder-Chef Dirk Metz die scheidenden Kinder-Tollitäten Robin I. (Sträußl) und Hanna I. (Goebel) verabschiedet hatte.

Angeführt von der Grade der „Musketiere“ und von der Musikkapelle musikalisch begleitet zog das kleine Prinzenpaar unter dem Jubel von einigen Hundert Kindern in die Bürgerhalle ein. Nach der Proklamation von Nick und Lia machte auch das Kaller Damendreigestirn dem kleinen Prinzenpaar seine Aufwartung. Prinz Ina I. (Teuber-Künnecke), Bauer Simon I. (Simone Saßmann) und Jungfrau Anika I. (Engels) tauschten mit den Mini-Tollitäten die Orden aus.

Mit großer Aufregung und Vorfreude hatten Prinz Nick I. und dessen Prinzessin Lia I. der Kindersitzung entgegengefiebert, denn für beide ging der große Traum in Erfüllung, als Kinderprinzenpaar in Kall zu regieren. Beide besuchen die Clara-Fey-Schule in Schleiden. Und da war es ihnen ganz besonders schwergefallen, vor der Proklamation nicht zu verraten, dass sie Prinzenpaar in Kall werden.

Prinzessin Lia ist zehn Jahre alt. Ihr steckt der Karneval im Blut, denn in der Session 1988 regierten ihre Urgroßeltern als Prinz Gustav I. und Prinzessin Elisabeth I. (Winand) die Kaller Jecken. 1992 folgte ihre Mutter Prinzessin Yvonne I. (Kläß) als Kinderprinzessin. Auch in „Drommer“ (Dreiborn) und Vussem gab es schon Regenten aus Lias Familie Groß. Bühnenerfahrung hat Lia schon reichlich. Sie tanzte schon früh bei den Minimücken. Jetzt schwingt sie mit großer Hingabe die Beine bei den Höppemückchen.

Prinzessin Lia ist Mitglied des Kaller Kinderchores sowie den Pfadfindern. Ein weiteres Hobby ist das Reiten. Auf dem Rücken der Pferde ist sie glücklich. Aber jetzt freut Lia sich auf die tolle jecke Zeit als Kinderprinzessin von Kall.

Auch der elfjährige Prinz Nick tritt in die Fußstapfen seines Urgroßvaters Peter III. und seiner Großtante Heike I., die 2010 Prinzenpaar des Festausschusses Mechernicher Karneval waren. Als Glücksbringer darf Nick die Prinzenschuhe von seinem Uropa tragen. In seiner Freizeit spielt er gerne das Kartenspiel Yu-Gi-Oh! mit seinem Vater, seinem Bruder oder seinen Freunden. Natürlich besitzt Nick auch eine Spielkonsole, auf der er sehr gerne „Fortnite“ spielt.

Lange haben die beiden nach einem Lied für Ihren Einmarsch gesucht. Den Tipp des Löstige-Bröder-Vorsitzenden Dirk Metz, das Lied „Dat hät de Welt noch nit jesinn, dat steck vun klein aan en uns drin“ von Miljö zu wählen, stieß bei beiden auf Begeisterung. „Das passt zu uns“, so Lia und Nick.

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Geht man lachend durchs Leben, fühlt sich der Mensch direkt besser. Gleichzeitig stärkt es die Abwehrkräfte. Die Gesundheits-Beraterin Dr. Katharina Hoß erklärt, wie der Mensch wieder in Balance gerät. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Gehen Sie lächelnd durchs Leben“

DLG Eifel bot im Rahmen ihres Projektes „Gesunde Region“ bei dem ersten Gesundheitstag im evangelischen Gemeindezentrum in Kall wertvolle Workshops um die Gesundheit von Arbeitnehmern – Mit Resonanz ist Projektleiterin Agnes Voerste sehr zufrieden – Die Qualität der Angebote überzeugte Kall – Der Bambus hat eine gute Strategie für stürmische Zeiten, wie Dr. Katharina Hoß bei den ersten Gesundheitstagen der Dienstleistungsgenossenschaft (DLG) Eifel im evangelischen Gemeindezentrum in Kall erläuterte. Sich mit dem Wind wiegen, anstatt zu brechen, und zugleich tief verwurzelt, um stabil und standhaft zu sein. Eine wertvolle Taktik, nach denen Menschen Krisen, Probleme und Belastungen im Alltag und Arbeitsleben bewältigen können, so die Beraterin im Gesundheitsmanagement. Die DLG hatte die Mitarbeiter ihrer Mitgliedsunternehmen zum ersten Mal in Euskirchen, Kall und Mechernich zu den „Gesundheitstagen“ eingeladen. Drei Workshops zum Thema Gesundheit wurden den Teilnehmern in Kall geboten. „Ein breit gefächertes Angebot war uns wichtig, um viele Arbeitnehmer anzusprechen. Gleichzeitig haben wir Wert auf Qualität bei den Themen gelegt“, stellt Projektleiterin Agnes Voerste heraus. Die Teilnehmer bekamen wertvolle Tipps und Experten-Wissen an die Hand, um ihre Gesundheit, ihre innere Stärke und somit auch ihr Leistungsvermögen zu verbessern. Abfedern lautet die Devise Häufig reagierten Menschen getreu dem Motto „Sei, wie ein Fels in der Brandung auf Stress und damit mit einer großen inneren Anspannung, erklärte Dr. Hoß. Eine Versteifung der Muskulatur sei die Folge, die Atmung gerate ins Stocken, kreative Lösungsideen werden blockiert, Reaktionen werden starr und laufen nach einem bestimmten Muster ab. Abfedern, locker bleiben, ruhig auch mal anders als sonst zu reagieren, rät die Expertin für einen solchen Moment, der den Körper in Alarmbereitschaft versetze. Gesundheit gehe weit über das Thema Ernährung und Bewegung hinaus. Dem Körper und dem Geist etwas Gutes tun, lachen und genießen sei ebenso wichtig, wie sich ruhig auch mal was zu gönnen, um glücklich und gesund zu leben. „Was brauchen Sie, damit sie sich wohlfühlen? Fragen Sie sich das ruhig und gestalten Sie bewusst ihren Alltag danach“, so Hoß. Und dann gibt sie noch einen ganz besonderen Tipp: „Gehen Sie lächelnd durchs Leben. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerade tun, und denken sie nicht schon an den nächsten Termin.“ Muskeln entspannen Mit Irrtümern bei Rückenproblemen räumte Mario Davidi, Sportwissenschaftler beim Aktivpark Hennes in Kall, auf. Rückenschmerzen seien nicht altersbedingt, sondern auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Auch der vorschnelle Austausch einer Hüfte gegen eine künstliche habe meist eher monetäre Gründe, bekämpfe aber nicht die Ursachen. „Durch die neue Hüfte verlagern sie die Schmerzen in den meisten Fällen nur.“ Besonders wichtig: Nicht die Kräftigung der Rückenmuskulatur sei bei Rückenproblemen notwendig, sondern die Entspannung der Muskeln. Um das zu veranschaulichen, ließ er einen Teilnehmer an einem Thera-Band ziehen. „Das ist ihr Muskel. Wenn sie nun noch mehr Kraft aufwenden, wird die Kraft auf das Gelenk noch größer – und das wird irgendwann verlieren. Deshalb sollte es das Ziel sein, die Spannung zu verringern“, so Davidi, der auch schon bei den Fußballvereinen Hertha BSC Berlin, Eintracht Braunschweig und 1. FC Köln tätig war. Er rät zu langfristigen Therapieansätzen durch mehr ganzheitliche und abwechslungsreiche Bewegung, Beweglichkeitstraining und Dehnübungen sowie durch Entspannung – und Wärme. „Wird eine Partie mit Wärme versorgt, weiß der Körper, dass dorthin Nährstoffe transportiert werden müssen“, erklärt Davidi. Das bedeutet aber auch, dass es wichtig ist, nährstoffreiches Essen zu sich zu nehmen. Erste-Hilfe-Kenntnisse, die meistens zuletzt mit dem Führerschein erworben wurden, konnten die Teilnehmer im Workshop auffrischen, der in Kooperation mit dem Roten Kreuz im Kreis Euskirchen stattfand. An einer Puppe übten die Teilnehmer beispielsweise wie man reanimiert. Auf 30-mal Drücken des Brustkorbs folgt zweimal die Zufuhr von Sauerstoff. Während die Puppe über ein Licht signalisiert, ob die Reanimation richtig durchgeführt wird, ist das im echten Leben deutlich anstrengender, als bei der Übung, wie Michael Kundt vom Roten Kreuz mitteilte. Positives Feedback Das Angebot der DLG wurde gut angenommen. Mit der Resonanz sind die Organisatoren zufrieden. Die Teilnehmer gaben ein positives Feedback. Für die drei Gesundheitstage in Euskirchen, Kall und Mechernich haben sich im Vorfeld insgesamt rund 70 Teilnehmer angemeldet. Als nächstes stehe ein Kongressmesse auf dem Plan. Zudem sind in diesem Jahr noch weitere Gesundheitstage vorgesehen. Zurzeit profitieren 55 Unternehmen von der Mitgliedschaft in dem Verbund. pp/Agentur ProfiPress

Die Golbacher Karnevalssitzungen des Sportvereins im Spiegelsaal des Bürgerhauses sind jedes Jahr bis auf den letzten Platz ausverkauft. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Sugar Girls im Spiegelsaal

„Wilde und unzähmbare“ Damen kommen zur Karnevalssitzung des SSV Golbach am Samstag, 2. März – Kartenvorverkauf am Sonntag, 17. Februar – „Mir sin jeck op Kölle“ zum Motto gewählt

Kall-Golbach – Wenn der SSV Golbach alljährlich zur Karnevalssitzung am Karnevalssamstag einlädt, dann herrscht stets der Ausnahmezustand im bunt geschmückten Spiegelsaal des Bürgerhauses. So wird es auch in diesem Jahr am Samstag, 2. März, um 20 Uhr der Fall sein. Dann steht die SSV-Karnevalssitzung unter dem Motto „Mir sin jeck op Kölle“. Der Kartenvorverkauf für die Sitzung findet am Sonntag, 17. Februar, ab 10 Uhr im Bürgerhaus statt.

Das Programm kann sich sehen lassen, wobei die Verantwortlichen des SSV mit der Sitzungspräsidentin und Vize-Vorsitzenden Britta Schumacher an der Spitze, wieder einige Überraschungen parat haben. Auch der Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ wird mit seinen Tollitäten und Garden ein närrisches Gastspiel geben.

Ein Höhepunkt der Sitzung, bei der Britta Schumacher durch das Programm führt, erwartet die Besucher beim Auftritt der im Kölner Raum recht bekannten Showtanzgruppe „Sugar Girls“ aus Bad Münstereifel-Mutscheid. Dann können sich vor allem die Herren der Schöpfung auf einiges gefasst machen, glaubt man der Vorstellung der Gruppe im Internet. „Sie sind wild und unerschrocken, unzähmbar und gefährlich. Zurückgekehrt aus der Wildnis, bereit in den Kampf zu ziehen, kommen sie um ihre gebrochenen Herzen zu rächen“, heißt es dort.

Die „Sugar Girls“ bestehen bereits seit 1991. Als Mitglied der KG Mutscheid und unter fachkundiger Leitung erlernten die jungen Frauen schon früh die Grundlagen des Tanzens. Nach vielen Jahren des Gardetanzes entschieden sie sich, durch den Showtanz eine neue Herausforderung anzunehmen. Dass ihnen das gelungen ist, davon können sich die Besucher der SSV-Sitzung am 2. März überzeugen. Der Eintritt zur Sitzung kostet zehn Euro.

Am Sonntag, 3., und Montag, 4. März, nehmen mehrere Golbacher Gruppen an Zügen umliegender Dörfer statt. An beiden Tagen findet nachmittags nach den Zügen in der Kneipe des Bürgervereins der obligatorische Zugausklang statt.

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Auch der Kaller Ortsvorsteher Kupp (2.v.r.) war zum Gemeindeempfang erschienen und feierte mit den Jecken aus der Gemeinde. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Gummibärchen für den Bürgermeister

Großer Bahnhof beim Aufmarsch der Tollitäten in der Kaller Bürgerhalle – Viele Prinzenpaare und Dreigestirne waren der Einladung von Hermann-Josef Esser gefolgt – Vereine aus Wahlen vereint auf der Bühne – Lob für die Jugendarbeit

Kall – Fest in Narrenhand war am letzten Januar-Sonntag die Kaller Bürgerhalle, in die Bürgermeister Hermann-Josef Esser alle Karnevalsvereine und deren Tollitäten aus dem Gemeindegebiet zum großen traditionellen Empfang eingeladen hatte. Fast sieben Stunden lang dauerten der Aufmarsch und die Präsentation der Vereine, die neben den Tollitäten ihre Tanzgarden mitgebracht hatten. „Das ist ja irre, was da alles auf der Bühne gestanden hat“, war Hermann-Josef Esser von dem Narren-Marathon begeistert, bei dem er höchstpersönlich durch das Programm geführt hatte.

Esser stand quasi stundenlang im Wald, denn er moderierte die Veranstaltung vor dem tollen Bühnenbild, das einen Wald mit Bäumen, Wildtieren, Vögeln, Räubern, Schatztruhen und sogar dem Geißbock „Hennes“ vom 1. FC Köln zeigte. Das Bühnenbild deutete auf das räuberische Motto „Aus der Fahrenbach der Ruf erschallt; Räuber sind im Kaller Wald“ hin, das die „Löstige Bröder“ durch die närrische Session begleitet.

Der Gemeindeempfang war erneut eine Demonstration erfolgreicher Jugendarbeit in den Karnevalsvereinen der Gemeinde Kall. Kinder aller Altersklassen zwischen zwei und 18 Jahren enterten die Bühne und erfüllten den Bürgermeister mit Stolz: „Den Trainerinnen und Betreuerinnen kann man nur dankbar sein“, so Esser.

Eine besondere Überraschung erfüllte den Bürgermeister mit großer Freude: Die „Jecke Krohe“ aus Wahlen, die in diesem Jahr ihr elfjähriges Bestehen feiern, zogen gemeinsam mit den Garden des SC Wahlen, dem Spielmannszug, der Musikkapelle „Stehtischmusikanten“ und einem großen Gefolge in die Bürgerhalle ein. Ein imposantes Bild, das es nach einigen Querelen im Dorf seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hatte. Entsprechend fiel der Beifall aus, den sich die wiederauferstandene Vereins-Gemeinschaft wahrlich verdient hatte.

Beim Gemeindeempfang präsentierten die „Jecke Krohe“ ihre Tollitäten Prinz Marco „Mac“ I. (Wirtz) und Prinzessin Linda I. (Böking). Die beiden hatten in Erfahrung gebracht, dass Bürgermeister Hermann-Josef Esser ein großer Fan von Gummibärchen ist. Deshalb überreichte Prinzessin Linda dem Gemeindeoberhaupt ein Riesenglas voller Gummibärchen.

Auf der Bühne empfing Bürgermeister Hermann-Josef Esser auch die Tollitäten der „Löstige Bröder“ aus Kall, der „Süetenicher Schlipse“ aus Sötenich, der „Jecke vom Hahnebömsche“ aus Scheven und der KG „Kinderkarneval“ aus Sistig.

Die „Löstige Bröder“ präsentierten der vollbesetzten Halle das erste Kaller Damendreigestirn mit Prinz Ina I. (Teuber-Künnecke) Bauer Simon I. (Simone Saßmann) und Jungfrau Anika I. (Engels) sowie das erst einen Tag zuvor proklamierte Kinderprinzenpaar Nick I. (Maßong) und Lia I. (Kläß). Die Sötenicher waren mit ihrem Dreigestirn Prinz Sepp I. (Müller), Bauer Riemchen I. (Rimke) und Jungfrau Olivia I. (Kornett) sowie dem Kinderprinzenpaar Mirek I. (Kuckelkorn) und Lucie I. (Butzke) zum Empfang erschienen.

Die Schevener „Jecke vom Hahnebömsche“ präsentierten ihr Prinzenpaar Mira I. (Hilger) und Mathias I. (Dederichs). Mit dem Prinzessinnen-Paar Lisa Marie I. (Pucinski) und Julia I. (Esser) waren die Sistiger Karnevalisten nach Kall gekommen.

In der Bürgerhalle herrschte ein ständiges Kommen und Gehen der einzelnen Gesellschaften. Eine wahre Ordensflut ging bei der gegenseitigen Verleihung über den Tollitäten und den Bürgermeister nieder. Der revanchierte sich mit Schokolade für die auftretenden Kinder und mit Gemeindeorden für die Tollitäten und Präsidenten der Gesellschaften.

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Der neue Vorstand des Vereinskartells (von links) mit dem Vorsitzenden Guido Keutgen, der Schatzmeisterin Anita Velser und dem Vize-Vorsitzenden Stefan Kohl. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

3570 Euro Zuschüsse für Vereine

Kartellversammlung im Saal Gier – Bei der Verteilung herrschte Einigkeit – Der Spielplatz am Ostlandkreuz soll weiter ausgebaut werden – Hoffen auf Spenden – Den Vorstand neu gewählt

Kall – Rückblick auf das verflossene Jahr hielt das Kaller Vereinskartell zum Jahreswechsel bei seiner Mitglieder-Versammlung im Saal Gier, zu der Kartellvorsitzender Guido Keutgen die Vertreter von 13 Vereinen aus dem Zentralort begrüßen konnte. Auf der Tagesordnung standen neben der Abstimmung von Veranstaltungsterminen der einzelnen Vereine die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes sowie die weitere Gestaltung des Spielplatzes nahe dem Ostlandkreuz.

Im Verlauf der Sitzung wurde auch über die Verteilung der von der Gemeinde gewährten Vereinszuschüsse beraten und beschlossen. 3570 Euro Fördermittel standen zur Vergabe an die Vereine zur Verfügung, die einen Antrag auf einen Zuschuss gestellt hatten. Über die Verteilung der Gemeinde-Gelder herrschte Einigkeit.

Zuschüsse bekommen die Ortsgruppe des Vereins Deutsche Schäferhunde (1158 Euro), der Pfadfinderstamm St. Georg (1000 Euro), die DLRG-Ortsgruppe (500 Euro), der Karnevalsverein „Löstige Bröder“ (379 Euro), die Hilfsgruppe Eifel (282 Euro) und der Löschzug Kall (250 Euro). Die Versammlung beschloss, den Gemeindezuschuss für die Hilfsgruppe um einen weiteren Betrag von 218 Euro aus der Vereinskasse auf eine Gesamtsumme von 500 Euro aufzustocken.

Die vom Vereinskartell initiierte und von Anliegern und dem Gemeinde-Bauhof unterstützte Sanierung des Abenteuerspielplatzes am Ostlandkreuz sei erfolgreich verlaufen. Viele Spenden seien eingegangen, sodass der Platz inzwischen eingeweiht werden konnte. Der Ausbau solle jedoch wegen fehlender Spielgeräte weitergehen. Dafür seien bei der Gemeinde bereits Spenden in Höhe von rund 1000 Euro eingegangen.

Dieses Geld reiche jedoch für die Anschaffung eines Spielhauses, einer Wippe und einer Rutsche nicht aus, sodass man auf weitere Spender hoffe. Das Spielhaus habe man aus Kostengründen vorerst aus der Planung gestrichen. Von den Eltern der auf dem Platz spielenden Kinder würden eine Wippe und eine Rutsche gewünscht, berichtete Kartellvorsitzender Guido Keutgen.

Für den Fall, dass das dafür benötigte Geld nicht zusammenkommen sollte, ermächtigte die Versammlung den Vorsitzenden, für eine Realisierung des Vorhabens bis zu 1000 Euro aus der Kartellkasse bereitzustellen. Bei der Gemeinde erfragt werden sollen auch die Konstruktion und Lebensdauer von noch anzuschaffenden Bänken.

Im Vorfeld der Vorstandswahlen, bei denen Vorsitzender Guido Keutgen einstimmig wiedergewählt wurde, hatte Schatzmeister Arndt Schenk angekündigt, nach 18-jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Und auch der stellvertretende Vorsitzende Stefan Kohl hätte gern seinen Posten an ein anderes Kartellmitglied abgegeben. Als Kohls Nachfolgerin wurde Anita Velser vom Deutschen Schäferhundeverein vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Schwieriger wurde es bei der Neuwahl eines Schatzmeisters. Als sich kein Nachfolger für das Amt fand, kam aus der Versammlung der Vorschlag, dass Stefan Kohl noch ein Jahr Vize-Vorsitzender bleiben und Anita Velser die Position des Schatzmeisters übernehmen soll. Nachdem Velser und Kohl ihr Einverständnis erklärt hatten, wurde diese Konstellation von der Versammlung einstimmig beschlossen.

Vorsitzender Guido Keutgen appellierte an die Vereinsvertreter, ihre feststehenden Veranstaltungstermine sowohl dem Kartell als auch der Gemeindeverwaltung rechtzeitig mitzuteilen. Bisher liege nur das Jahresprogramm des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier vor. Dieses werde jetzt allen Vereinen zur Orientierung bei deren Terminplanungen zugesandt.

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Im Familienzentrum Kall können Teilnehmer des DRK-Kurses ab 6. Februar, 19 Uhr, ihre eigenen Näh-Ideen umsetzen. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Kreatives Gestalten

Vierteiliger Nähkursus des Deutschen Roten Kreuzes ab Mittwoch, 6. Februar, 19 Uhr, im Familienzentrum Kall Kall – Das Deutsche Rote Kreuz startet am Mittwoch, 6. Februar, mit einem vierteiligen Nähkursus im Familienzentrum Kall (Hüttenstraße 26). Die Teilnehmer treffen sich immer mittwochs von 19 bis 21.15 Uhr. Der Kursus richtet sich an Menschen, die den Wunsch haben, etwas für sich oder ihr Kind zu nähen. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können ihre kreativen Ideen umsetzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, fachliche Unterstützung und Anleitung bietet Dozentin Eugenia Braun. In einer kleinen Gruppe sollen die Ideen umgesetzt und verwirklich werden. Außerdem gibt Eugenia Braun Tipps und Tricks beim Zuschneiden und Nähen. Die Teilnahmegebühr beträgt 36 Euro. Anmeldung direkt im Familienzentrum Kall (02441/5554) oder bei der DRK-Familienbildung (02251/791184). Teilnehmer werden gebeten, eine Nähmaschine, Stoff und eine Schere mitbringen. pp/Agentur ProfiPress

Entspannungsübungen für Kinder vermittelt das Rote Kreuz in einer zehnteiligen Kursreihe ab Dienstag, 5. Februar, 14.30 Uhr, im Familienzentrum Kall. Foto: Jörg F. Müller/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Entspannung für Kinder

Kursreihe des Roten Kreuzes startet am Dienstag, 5. Februar. 14.30 Uhr im Familienzentrum Kall Kall – Entspannungsübungen für den Alltag stehen im Vordergrund eines zehnteiligen Kurses, mit dem das Deutsche Rote Kreuz am Dienstag, 5. Februar, 14.30 Uhr, im Familienzentrum Kall, Hüttenstraße 26, beginnt. Dozentin Sabine Schleinat wird in den zehn anderthalbstündigen Treffen das Thema Entspannung mit Spiel und Spaß erlebbar machen, damit Kinder es selbstständig in den Alltag übertragen können. Schleinat vermittelt den Kindern verschiedene Entspannungsmöglichkeiten wie zum Beispiel kindgerechte Massagen, Fantasiereisen mit Formeln des autogenen Trainings und Techniken aus der progressiven Muskelrelaxation. Die Teilnahme an den zehn Treffen im Familienzentrum Kall beträgt 25 Euro. Anmeldungen sind im Familienzentrum (02441/5554) oder beim Roten Kreuz (02251/791184) möglich. pp/Agentur ProfiPress

Versprechen es bis Aschermittwoch krachen zu lassen: Prinz Ina, Bauer Simon und Jungfrau Anika sind wahre Frohnaturen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Damen-Dreigestirn führt Regie

Furiose Proklamationssitzung der „Löstige Bröder“ mit vielen Überraschungen – Prinz Ina (Teuber-Künnecke), Bauer Simon (Simone Saßmann) und Jungfrau Anika (Engels) wollen es bis Aschermittwoch richtig krachen lassen – Männer haben seit vier Jahren offensichtlich keinen Bock mehr auf „Emol Prinz ze sin“

Kall – Seit nunmehr vier Jahren überlassen offensichtlich „Möde Bröder“ in Kall den Damen den Vortritt, wenn es darum geht, im Karneval als Tollität das Zepter zu schwingen. Und so schien jetzt bei der Kostümsitzung der Vorschlag vom Sitzungspräsidenten des Kaller Karnevalsvereins „Löstige Bröder“, Patrick Züll, den Verein in „Löstige Schwestern“ umzubenennen, gar nicht so abwegig zu sein. Denn wie bei der Proklamation der neuen Tollitäten am Samstag in der vollbesetzten Bürgerhalle erneut deutlich wurde, ist bei den Männern „Schluss mit lustig“, wenn es darum geht „emol Prinz ze sen“. Im vierten Jahr in Folge übernahm die holde Weiblichkeit wieder die Regentschaft über die Kaller Jecken. In diesem Jahr ist es nun sogar ein Damen-Dreigestirn, das sich das Motto „Mit Spaß, Herz und Energie übernehmen drei Damen in Kall die Regie“ auf die Fahne geschrieben hat.

Es sind Prinz Ina I. (Teuber-Künnecke), Bauer Simon I. (Simone Saßmann) und Jungfrau Anika I. (Engels), die in der vollbesetzten Bürgerhalle von Bürgermeister Hermann-Josef Esser proklamiert und mit Zepter, Spiegel und Flegel ausstaffiert wurden. Nachdem er Ina I. den Rathausschlüssel überreicht hatte, kündigte er an Urlaub zu machen: „Ich bin dann mal weg; für Euch ist am Dienstag Bauausschuss – viel Spaß.“ Zuvor hatte das Dreigestirn dem Bürgermeister das erste schwarze Gefolge-T-Shirt mit der roten Aufschrift „Et jeilste Land op der Welt, dat es Kall“ überreicht. Direkt auf der Bühne zog sich Esser das Shirt über, nachdem er zuvor die Vorjahresprinzessin Claudia Chytry verabschiedet hatte.

Ex-Prinzessin Claudia gab ihr Zepter mit Wehmut ab. Es sei für sie ein wunderbares Jahr gewesen. Nicht nur, dass sie Prinzessin der Kaller Jecken gewesen sei; sie habe ihren Prinzen Ron geheiratet und dann auch noch Stammzellen für einen an Leukämie erkrankten Menschen spenden können.

Das Damen-Trio Prinz Ina, Bauer Simon und Jungfrau Anika ist von Kindheit an mit dem Kaller Karneval verbunden. Es hat in verschiedenen Garden getanzt, inzwischen gibt es sein Wissen als engagierte Trainerin weiter. Die Idee, die Kaller als erstes Damendreigestirn durch den Karneval zu führen, war schon vor knapp zwei Jahren während eines lustigen Kneipenabends gefallen, als Harald Thelen noch Vorsitzender der „Löstige Bröder“ war. Thelen begleitet das Dreigestirn nun auch durch die Session.

Wie es seit vielen Jahren in Kall ein ungeschriebenes Gesetz ist, wurden die Namen der Tollitäten bis zum Einzug in den Saal streng geheim gehalten. Wie gut das funktioniert, musste auch der ehemalige Vorsitzende Werner Keutgen als Türsteher vor der Garderobe erfahren. Als er das Kommando bekam, die Tür für den Einzug der der neuen Tollitäten zu öffnen, war Keutgen baff, als er seine Tochter Anika als Jungfrau des Dreigestirns entdeckte.

Um das Rätselraten bis zur letzten Sekunde spannend zu machen, hatten die Löstige Bröder symbolische Nebelkerzen gezündet. Beim Auftritt der Sahneschnittchen ließ Sitzungspräsident Patrick Züll durchblicken, dass alle Damen der Gruppe, mit Ausnahme von einer, ehemalige Prinzessinnen seien. „Warten wir mal bis nachher ab“, so Züll. Und auch die zwei Stühle, die in der Prinzenloge parat standen, ließen kaum vermuten, dass es sich bei den neuen Tollitäten um ein Dreigestirn handeln sollte.

Zur Proklamation präsentierten die Löstige Bröder dem Publikum einige Spitzenkräfte, die die Bürgerhalle bis weit nach Mitternacht in ein Tollhaus verwandelten. Die Musikkapelle Kall unter der Leitung von Peter Blum leistete an dem Abend echte Schwerstarbeit.

Ein Teil des Programms wurde von vereinseigenen Kräften bestritten. Das Solomariechen Saskia Hübner, das von Nina Jenniges trainiert wird, legte einen flotten Solotanz aufs Parkett. Die Tänzer des vereinseigenen Herrenballetts „Federwölkchen“ wirbelten als „Beach Boys“ über die Bühne. Reiner Müller, Michael Schulz, Uwe Walber, Markus Walker, Ron Chytry, Hans Lambert, Bernd Jaschke, Dirk Metz, Michael Offerzier, Wolfgang Sträußl, Volker Blatt und Benjamin Kautz waren von den Trainerinnen Simone Saßmann, Anja Tümmler und Ramona Ruthenbeck für den Auftritt fitgemacht worden.

Nicht mehr aus dem Kaller Sitzungskarneval wegzudenken sind die „Sahneschnittchen“ Elke Müller, Simone Thelen, Marita und Claudia Chytry, Gabi Lambert, Kerstin Walber-Wawer, Jutta Söns und Trixi Haseleu. Die Damen, von Caroline Thelen und Stefane Rosenbaum trainiert, boten eine Tanzshow rund um den Globus und warfen eimerweise Tulpen aus Amsterdam aufs närrische Volk.

Die Traditionsgarde „Kallbachmücken“ mit den Tänzerinnen Jasmin Johanns, Alice Zimmermann, Lara Blatt, Annika Zöll, Elena und Sabrina Friedrichs, Hanna Berners, Inga Neumann, Katja Breuer, Nastja Rosenbaum, Selina Lutsch und Stefane Rosenbaum wurde ihrem Ruf gerecht, das Aushängeschild der „Löstige Bröder“ zu sein. Trainiert wird die stolze Garde von Jasmin Johanns und Lara Blatt.

Gäste bei der Sitzung waren der KV „Kinderkarneval Sistig“ und die Schevener KG „Die Jecke vom Hahnebömsche“ die ihre Showtanzgruppe „Limitless“ mitgebracht hatte. Die KG „Schwerfe bliev Schwerfe“ präsentierte ihre Prinzessin Claudia I. (Hahn), deren Ehemann in Kall eine Sicherheitsfirma betreibt.

Die Kaller Showtanzgruppe „Pink Ladies“ unterhielt mit flotten Tänzen und akrobatischen Einlagen. Elena und Sabrina Friedrichs, Lorena Miehl, Denise Schiesberg, Lara Blatt, Lara Zaun, Lara Born, Hannah Kupp, Jasmin Johanns, Selina Lutsch, Chantal Henk, Hanna Berners, Lina Klassen, Alicia Zimmermann, Sarah Dambach, Charlotte Gossen, Katja Breuer, Anna Claßen und Lea Horlitz werden von Lorena Miehl, Elena Friedrichs und Denise Schiesberg trainiert.

Die Lachmuskeln der Besucher wurden arg strapaziert beim Zwiegespräch von „Labbes und Drickes“ und beim Auftritt von Bauchredner Michael Walta mit seiner wilden Hilde, einem vorlauten Flusspferd.

Der Saal tobte als das Heddemer Dreigestirn die Bühne eroberte. Das Trio aus Frankfurt wurde bekannt, durch die RTL-Sendung „Das Supertalent“ mit Dieter Bohlen, bei der es die drei Sänger ins Finale schafften. Als musikalische Zwerge ließen es die Drei in Kall mächtig krachen. Es war weit nach Mitternacht, als die Musikgruppe „Volljas“ die Sitzung ausklingen ließ und die Prinzengarde mit Michael Offerzier, René und Ron Chytry, Thomas Przytarski, Rico Spilles, Max Henk und Thorsten Söns das Dreigestirn und den Elferrat von der Bühne geleiteten.

pp/Agentur ProfiPress

www.loestie-broeder.de


Lesung in der Kaller Bibliothek aus „Margarethes Wolken“ von Maria Josefa Martinez

Maria Jose´ Martinez geboren in Spanien, wurde dort mit vier Jahren in ein Kloster eingeschult. Im Alter von 6 Jahren zog sie nach Gemünd und das Aufwachsen in der Eifel prägt bis heute ihren persönlichen Werdegang. Um schnell Deutsch zu lernen, wurde sie von Bekannten und Nachbarn sowohl mit deutschen Klassikern als auch mit Comics versorgt und entdeckte so ihre Liebe zu Büchern.

In Gemünd lernte sie auch die Protagonistin ihres ersten Buches, Margarethe, kennen und schrieb das Buch um Fakten, welche nicht vergessen werden dürfen, zu erzählen. Margarethe hat so viel erlebt und zu sagen, dass es unbedingt mit den Leser-n/Innen geteilt werden muss.

Musikalisch wird Frau Martinez von Petra Effern am E-Piano begleitet.

Freuen Sie sich mit uns auf einen interessanten Abend und besuchen uns bei unserer Lesung in der Kaller Bibliothek!!!

 

Veranstaltung:

Freitag, 08.02.2019, 19.00 Uhr,

 im Schulungsraum der Kaller Bibliothek,

Haus der Begegnung, Bahnhofstr. 11, 53925 Kall

Tel. 02441/779552, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Eintritt frei!

 

Achtung: Erweiterte Öffnungszeiten        Montag und Donnerstag von 15.00 Uhr bis 19.30 Uhr

                                                                            Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr

                                                                            Samstag von 10.00 bis 14.00 Uhr

 


Beim Proben des Bühnenaufmarschs stören die Farbtöpfe und sonstigen Requisiten der Bühnenmaler die junge Garde der Musketiere kaum. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Farb- und Pinsel AG wieder aktiv

Das Bühnenbild des KV „Löstige Bröder“ ist wieder ein tolles Kunstwerk – Im Vorfeld der Kostümsitzung am 19. Januar wird über neue Tollitäten gerätselt – Garden sind im Probenstress

Kall – Mit dem Kartenvorverkauf ist der Karnevalsverein „Löstige Bröder“ direkt nach dem Jahreswechsel in die Session gestartet. Und auch in der Bürgerhalle, wo am Samstag, 19. Januar, um 20 Uhr die große Proklamationssitzung über die Bühne geht, herrscht seit einigen Tagen bereits ein emsiges Treiben.

Die Tanz- und Showgarden, das Männerballett und die kleine Garde „Musketiere“ holen sich bei den finalen Trainings den letzten Schliff, denn sie sind ein Teil des Sitzungsprogramms, das Literat Ralph Drehsen und Sitzungspräsident Patrick Züll am Samstagabend präsentieren. In Kall ist man gespannt, welche Tollitäten während der Sitzung von Bürgermeister Hermann-Josef Esser auf den Narrenthron gehoben werden. Ob es ein Prinzenpaar, eine Prinzessin oder gar ein Dreigestirn sein wird, bleibt bis zum Saaleinmarsch des oder der Regenten streng geheim.

Die letzten Tage vor der großen Prinzenproklamation hat das Licht in der Bürgerhalle fast allabendlich gebrannt. Die Mannschaft der Bühnenbauer trat schon früh in Aktion, um der legendären „Farb- und Pinsel-AG“ beste Voraussetzungen für das Malen des Bühnenbildes zu schaffen.

„Aus der Fahrenbach der Ruf erschallt, Räuber sind im Kaller Wald“ lautet das diesjährige Sessionsmotto, das die Bühnenmaler in vielen Arbeitsstunden durch ein kunstvolles Hintergrundmotiv umgesetzt haben. Entworfen wurde das Bühnenbild von dem Kaller Vereinsmitglied Rolf Esser. Umgesetzt wurde das bunte Kunstwerk von einer bunt gemischten Gruppe jüngerer und älterer Mitglieder.

Alte Hasen wir Renate Schüttler, Jaqueline Drehsen, Karin Larres, Claudia Krause, Uwe Walber und Udo Schmidt freuten sich in diesem Jahr über den Mal-Nachwuchs Lara Blatt, Jonas Drehsen, Elena Friedrichs und Jasmin Johanns, sodass die vereinseigene Farb- und Pinsel-AG sich keine Sorgen um die Zukunft machen muss.

Übungsfleiß zeigt derweil auch die junge Garde der „Musketiere“, die mit ihrem Trainer Ralf Sauerbier in der Bürgerhalle den Saaleinmarsch und Zackigkeit für die Kindersitzung am 27. Januar üben. Standartenträger und Kommandant Maxi Brucker und die Gardisten Maik Larres, Robin Sträußl, Paul Hrziwnak, Nils Ruthenbeck und Robin Walker hören in dieser Session auf das Kommando ihres Trainers.

„Auf der Bühne gebt ihr richtig Gas, da müssen die Tische wackeln“, trichtert Sauerbier den jungen Gardisten ein, die von Uwe Walber und Markus Walker betreut werden. Beim Proben des Bühnenaufmarschs stören dann die Farbtöpfe und sonstigen Requisiten der Bühnenmaler kaum.

Für die Proklamationssitzung am 19. Januar gibt es noch einige Restkarten, die bei Optik Kohl im Rewe-Center erworben werden können.

pp/Agentur ProfiPress


Mitglieder der neuen Provinzleitung der Salvatorianer sind auch die Steinfelder Patres Lambertus Schildt (2.v.l., Provinzökomom) und Paul Cyrys (r., Konsultor) sowie die ehemaligen Steinfelder Patres Heribert Kerschgens (3.v.r) und Michael Overmann (2.v.r.). Foto: Salvatorianer Deutschland/pp/Agentur ProfiPress

Patres Lambertus und Paul in Leitung wiedergewählt

Zwölftes Provinzkapitel der Salvatorianer im Kloster Steinfeld – Pater Hubert Veeser geht in dritte Amtszeit als Provinzial – Auch zwei ehemalige Steinfelder Patres gehören zur Leitung

Kall-Steinfeld – Auf dem zwölften Provinzkapitel der Salvatorianer wurde Pater Hubert Veeser erneut zum Provinzial der Deutschen Provinz der gewählt. Dazu gehören auch die beiden Steinfelder Patres Lambertus Schildt, der in seinem Amt als Provinzökonom bestätigt wurde, und Paul Cyrys, der weiterhin als Konsultor das Leitungsgremium ergänzt. Auch die beiden ehemaligen Steinfelder Patres Heribert Kerschgens und Michael Overmann gehören der Provinzleitung an.

Zum Kapitel der deutschen Ordensgemeinschaft der Salvatorianer waren in der ersten Januarwoche 19 Mitglieder der Provinz nach Steinfeld gereist. Neben zahlreichen Zukunftsfragen stand auch die Wahl der neuen Provinzleitung auf dem Plan. Der 58-jährige Pater Hubert Veeser, der seit 2012 der Gemeinschaft als Provinzial vorsteht, wurde dabei mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit für eine dritte Amtsperiode in seinem Amt bestätigt.

Der gebürtige Oberschwabe aus Kisslegg im Allgäu führte die deutsche Provinz in den vergangenen zwei Amtsperioden auch durch schwierige Phasen. Wie in vielen anderen Ordensgemeinschaften auch, galt es unter anderem mit dem schwindenden Nachwuchs umzugehen. Der Mangel an jungen Mitbrüdern erforderte zahlreiche Umstrukturierungen, darunter auch die Aufgabe von Niederlassungen in Deutschland. Die Auflösung dieser Standorte wird auch in den kommenden drei Jahren die Arbeit der Ordensleitung mitbestimmen.

Zugleich aber möchte Pater Hubert Veeser in den kommenden Monaten neue Schwerpunkte setzen: „Das Kapitel hat uns den Auftrag gegeben, uns auch wieder verstärkt dem Thema der Gemeinschaft und des geistlichen Lebens zuzuwenden. Es soll uns vor allem auch darum gehen, die Spiritualität unseres Ordensgründers Pater Franziskus Jordan neu zu fördern.“

Neben dem Provinzial wurden Pater Heribert Kerschgens (Berlin, früher Leiter des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld) als Provinzvikar, Pater Lambertus Schildt (Geschäftsführer des Klosters Steinfeld) als Provinzökonom und Pater Michael Overmann (früher Präfekt im Internat in Steinfeld) als Provinzsekretär erneut in ihren Ämtern bestätigt. Pater Friedrich Emde (Bad Wurzach) ist neuer Konsultor des Leitungsgremiums. Weitere Konsultoren sind Pater Wolfgang Sütterlin (Lochau) und Pater Paul Cyrys (Steinfeld). Sitz der Provinzleitung ist das salvatorianische Zentrum in München-Laim.

pp/Agentur ProfiPress

Uwe Schubinski (v.l.), Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier, Schriftführer Reiner Züll, der zweite Vorsitzende Ralf Schumacher und Kassierer Berthold Jansen präsentierten das Kulturprogramm 2019. Foto: Michael Nielen/Wochenspiegel Schleiden/pp/Agentur ProfiPress

Sechsmal Kultur in der Gaststätte Gier

Verein zum Erhalt der Gaststätte stellte das Programm für das Jahr 2019 vor – Saal war 2018 80-mal gebucht worden

Kall – Das Kulturprogramm in der Gaststätte Gier in Kall schlägt ein. Denn die Anfragen von Künstlern, die im Saal der Gaststätte auftreten wollen, häufen sich. Da verwundert es, dass der Verein zum Erhalt der Gaststätte Gier für dieses Jahr nur sechs Veranstaltungen geplant hat. „Unser Ansinnen ist es, den Saal und die Gaststätte für die Kaller Bevölkerung zu erhalten“, erzählt Uwe Schubinski, Vorsitzender des Vereins. Im vergangenen Jahr sei alleine der Saal rund 80 Mal gebucht worden – „für Kommunionsfeste, Familienfeiern oder auch für die Kaffeetafel nach einer Beerdigung“, berichtet Schubinskis Stellvertreter Ralf Schumacher.

Und weil für solche Zwecke Kapazitäten freigehalten werden müssen, beschränkt sich der Verein beim Kulturprogramm auf eben nur sechs Veranstaltungen, die immer an einem Samstag um 20 Uhr stattfinden. Das Programm ist hochkarätig und vielseitig. „Es wird auch das ein oder andere Wiedersehen mit einigen Künstlern geben, die jedoch neue Programme präsentieren“, erzählt Schubinski und verweist als Beispiel auf Gerd Köster. Für seinen Auftritt im Premierenjahr 2018 war das Interesse so groß, dass längst nicht jeder Interessent eine Karte erhielt.

Den Auftakt machen am 30. März Katia Franke und Marcel Höfs mit dem Programm „Herz und Heimat für 3 Groschen“, in dem die Moderatorin und der Schauspieler aus Groschenromanen vorlesen. Am 6. April ist das Joscho-Stephan-Quartett zu Gast. Die Musiker präsentieren unter dem Stichwort „Swinging Strings“ Gypsy-Swing. Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Krumminga kommen am 15. Juni mit dem neuen Programm „Wupp“. Auf der Setliste stehen neben eigenen Songs auch eingekölschte Coverversionen der Lieblingskünstler des Trios.

Weltmusik mit der Band Los Vecinos steht am 28. September im Kalender. Blues und Rock sind am 19. Oktober im Mittelpunkt, wenn die Band Kozmic Blue zu Gast ist. „Chille in Kölle“ heißt es am 9. November, Wilhelm Geschwind und Susanne Riemer präsentieren ein Mundart-Konzert.

„Die Resonanz auf unser Kulturprogramm war einfach klasse“, sagte Uwe Schubinski und blickt auf das Premierenjahr zurück. Der Verein existiert seit 2015, doch erst für das vergangene Jahr wurde erstmals ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt. Die Rückmeldungen waren positiv. „Wir besitzen in Künstlerkreisen offensichtlich bereits einen guten Ruf“, sagt Schriftführer Reiner Züll schmunzelnd.

Tickets können ab sofort unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik reserviert werden.

pp/Agentur Profipress


Mit Hausunterricht, hier geleitet durch einen deutschen „Missionar auf Zeit“, sollen Kinder auf die Elementarschule vorbereitet werden. Foto: Heinrich Latz/pp/Agentur ProfiPress

Schulcontainer in Manila finanziert

Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld spendet 12.500 Euro an Hilfsorganisation „Puso Sa Puso“ – Schulunterricht für Slum-Kinder in philippinischer Hauptstadt

Kall-Steinfeld – 12.500 Euro – diese stolze Summe spendete das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld kurz vor Weihnachten an die Hilfsorganisation der Salvatorianer „Puso Sa Puso“ auf den Philippinen. „Das sind wundervolle Nachrichten und ein wundervolles Weihnachtsgeschenk“, schrieb die Projektkoordinatorin Schwester Frances Mangabat von den Salvatorianer-Schwestern an Schulleiter Thomas Frauenkron.

Die außergewöhnlich hohe Spendensumme haben die Schüler im wahrsten Sinne des Wortes erlaufen. Am Hermann-Josef-Tag am 14. Mai lauschten sie nämlich nicht nur den Worten des fernsehbekannten Tierfilmers Andreas Kieling, sondern nahmen auch am Klostermauerlauf teil. Dabei handelt es sich um einen Sponsorenlauf. Die Schüler müssen vorher Paten finden, die pro gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag spenden. „Trotz der schlechten Wetterbedingungen war am Ende des Tages wieder eine erstaunliche Kilometerzahl beim Klostermauerlauf zusammengekommen“, schreibt Schülerin Jana Geschwind auf der Homepage der Schule.

Mit dem Geld werden soziale Projekte der Salvatorianer unterstützt. Dieses Jahr waren die „Salvatorianer Weltweit“ an das Hermann-Josef-Kolleg herangetreten und baten um Berücksichtigung für ein Projekt in der philippinischen Hauptstadt Manila. Für das Lernzentrum in Parola, einem Slum in Manila, in dem mehr als 60.000 Menschen leben, davon die Hälfte Kinder, soll ein zweiter Schulcontainer errichtet werden. Die 12.500 Euro des Hermann-Josef-Kollegs ermöglichen dies.

Für das Steinfelder Gymnasium ist das Projekt von besonderem Interesse, denn der ehemalige Schulleiter Pater Hermann Preußner ist seit vielen Jahren in Manila aktiv. In dem Lernzentrum wird mittellosen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, einen Schulabschluss zu erhalten. „Ich finde die Maßnahme beeindruckend“, meint Schulleiter Thomas Frauenkron.

„Puso Sa Puso“ ermöglicht es seit 2010, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nach einem bestimmten, eigentlich für Schulabbrecher konzipierten Programm, die Primär- und Sekundarschule nachholen können. Jedes Jahr werden 220 bis 250 Mädchen und Jungen aufgenommen. Die Abschlussquote lag zuletzt bei 98 Prozent.

Die Maßnahmen finden in einem Container statt. Wegen stark steigender Schülerzahlen und weiteren Programmen musste die Hilfsorganisation einen Raum anmieten, der wegen stark gestiegener Mietpreise aber nicht gehalten werden konnte. Deshalb soll der zweite Container angeschafft werden, für den das Hermann-Josef-Kolleg gespendet hat.

Seit 1996 sind die Salvatorianer in Manila vertreten und leiten dort zahlreiche soziale Projekte. Besonderes Augenmerk legt der Orden darauf, Kindern aus den Slums einen Ausweg aus der Armut durch Bildung zu bieten. Die Kinder in den Slums brechen häufig die Schule ab und durchsuchen mit ihren Familien zwölf bis 16 Stunden täglich die Mülldeponien nach Verwertbarem, um Geld zu verdienen.

pp/Agentur ProfiPress


Welche wichtigen Bausteine bei der Erhaltung und Wiederherstellung des eigenen Wohlbefindens eine Rolle spielen, erfährt man bei den ersten Gesundheitstagen der Dienstleistungsgenossenschaft (DLG) Eifel vom 14. bis 16. Januar. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Eifel nimmt Gesundheit in den Blick

Aktionstage vom 14. bis 16. Januar im Mechernicher Rathaus, Euskirchener Rotkreuzzentrum und Kaller Gemeindezentrum – Veranstalter ist die Dienstleistungsgenossenschaft (DLG) Eifel in Zusammenarbeit mit den Kommunen Kall und Mechernich und dem Roten Kreuz - Workshops, Vorträge und Mitmach-Aktionen – Im Fokus stehen der gesunde Rücken, aber auch das Geheimnis jugendlicher Gelenkmobilität und stoffwechselbedingte Ursachen von Erschöpfung

Kreis Euskirchen/Eifel - Etwas für die Gesundheit tun? Das geht gerade im Alltag von Arbeitnehmern leicht unter. Dabei ist es gar nicht so schwer. Man kann sogar am Arbeitsplatz Übungen machen und Fehlhaltungen vermeiden.

Welche wichtigen Bausteine bei der Erhaltung und Wiederherstellung des eigenen Wohlbefindens eine Rolle spielen, erfährt man bei den ersten Gesundheitstagen im Kreis Euskirchen vom 14. bis 16. Januar im Mechernicher Rathaus, Euskirchener Rotkreuzzentrum und Kaller Gemeindezentrum.

Gesunde Region Eifel

Eingeladen sind Beschäftigte aus den Mitgliedsunternehmen der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG), aber auch andere Interessierte können sich anmelden und teilnehmen: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Weitere Informationen bei Dr. Katharina Hoß, Telefon 0151/15 55 77 62.

Schwerpunkthema im Mechernicher Rathaus (Bergstraße 1) ist am Mittwoch, 16. Januar, von 15 bis 16.30 Uhr der gesunde Rücken. In Euskirchen (Rotkreuzzentrum Jülicher Ring 32b), erfahren die Zuhörer am Montag, 14. Januar, ebenfalls von 15 bis 16.30 Uhr Wissenswertes über den sicheren und gesunden Umgang mit Medikamenten und deren Nebenwirkungen.

In Kall (Gemeindezentrum, Aachener Straße 49) lernen sie am Dienstag, 15. Januar, zur gleichen Zeit die körperlichen oder stoffwechselbedingten Ursachen von Erschöpfung, Burnout und Depression kennen - und wie man vorbeugen kann oder was im Fall des Falles zu tun ist, um schnell wieder gesund zu werden.

Die DLG betreibt mit einem von der Bundesregierung geförderten Projekt „Gesunde Region Eifel“ zunächst in den nächsten beiden Jahren umfangreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement für die Beschäftigten ihrer Mitgliederfirmen, aber auch für die ganze Region Eifel. Arbeitnehmer der Mitgliedsfirmen nehmen kostenlos teil, andere Interessenten zahlen für die hochwertigen Angebote 25 Euro Teilnahmegebühr.

„Nutzen Sie diese Gelegenheit zur persönlichen gesundheitlichen Auffrischung und erfahren Sie viel Neues zum Thema Gesundheit und Kraftreserven!“, wirbt die Projektmanagerin Agnes Voerste für die Veranstaltung, die die DLG erstmals durchführt.

Je nach Veranstaltungsort werden verschiedene Vorträge und Workshops sowie Mit-Mach-Aktivitäten zu wichtigen gesundheitlichen Fragen angeboten. Es geht um Trainingsmöglichkeiten, psychische Widerstandsfähigkeit, „Resilienztraining“, das Geheimnis „Jugendlicher Gelenkmobilität“ und den damit verbundenen sechs größten Irrtümern in Sachen „Gelenk- und Rückenbeweglichkeit“. Zusätzlich werden Vorträge von Fachleuten angeboten.

„Check-ups“ inklusive

An allen drei Standorten gibt es zudem „Check-ups“. In Euskirchen bietet die BARMER von 13 bis 17.30 Uhr einen Balance-Check an, der die Bandbreite der Herzfrequenz (Herzratenvariabilität) testet und damit einiges über die Fitness des Organs verrät. Die Teilnehmer in Kall und Mechernich können ihren allgemeinen Gesundheitszustand zwischen 13 und 17 Uhr von der AOK checken lassen. Mit dem Qiu-Gruppentraining wird dort zudem noch die individuelle Entspannungsfähigkeit überprüft.

Referenten der Gesundheitstage sind Dipl. Sportwissenschaftler Mario Davidi (aktivpark Hannes), Dr. Katharina Hoß (Beratung im Gesundheitsmanagement), Dipl. Psychologe Mona Lohr (Eudemos), Ute Michaelis, (DRK Euskirchen), Dipl. Sportlehrer Reiner Nottelmann (Sportwelt Schäfer), Petra Vossen (BARMER) und Anita Zilliken (BFG-Institut).

pp/Agentur ProfiPress


Bücherei geschlossen

Schließungszeiten der Gemeindebücherei Kall während der Ferien und neue Öffnungszeiten der Kaller Bibliothek ab 2019

In der Zeit vom 24.12.2018 bis zum 11.01.2019 bleibt die Gemeindebücherei Kall geschlossen.

Ab dem 14.01.2019 öffnet die Kaller Bibliothek ihre Pforten in den neuen Räumlichkeiten im Haus der Begegnung - hinter dem Rathaus.

 

Bibliothek der Gemeinde Kall

Bahnhofstr. 11

53925 Kall

Tel. 02441/ 779552

Fax. 02441/779503

E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

http://www.gemeindebuecherei-kall.de

 

Öffnungszeiten ab Januar 2019:

montags                                            15 bis 19.30 Uhr

dienstags                                          9 bis 12.00 Uhr

mittwochs                                        9 bis 12.00 Uhr

donnerstags                                    15 bis 19.30 Uhr

freitags                                              9 bis 12.00 Uhr

samstags                                          10 bis 14.00 Uhr

 

Bitte bereits vormerken: Große Eröffnung am 01.02.2019

Herzliche Einladung an alle Nutzer/Innen und Interessierten!

Das Team der Kaller Bibliothek freut sich auf viele Besucher/Innen!

 
Die Naturschutzwachte engagieren sich ehrenamtlich für den Naturschutz in der Gemeinde Kall und im übrigen Kreis Euskirchen. Foto: R. Budde/Kreisverwaltung/pp/Agentur ProfiPress

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