Nachrichten 1. Halbj. 2018


So sieht der aufgebaute Inhalt des Festanhängers aus. Foto: Fortuna Medien Gruppe/pp/Agentur ProfiPress

Ein Festzelt im Anhänger

Kostenloses, gesponsertes Angebot für Vereine, Schulen, Kindergärten und soziale Einrichtungen in Mechernich und Kall – Ansprechpartner ist das Autohaus Opel Reinartz

Mechernich/Kall – Für Vereine, aber auch für Schulen und Kindergärten ist es oft ein Problem: Die Anschaffung und Miete eines Festzelts mitsamt Garnitur ist nicht selten eine kostspielige Angelegenheit. Dank der Unterstützung von 13 Sponsoren ist das aber jetzt in Mechernich, Kall, Zülpich und Meckenheim kostenlos möglich.

Das Unternehmen Promobil aus Neustadt an der Weinstraße hatte die Idee zum Festzeltanhänger: Unternehmen dürfen Werbung auf dem Anhänger platzieren. Dafür ist er in den kommenden fünf Jahren für Vereine, Schulen, Kindergärten, kirchliche und soziale Einrichtungen sowie die Freiwillige Feuerwehr in den betreffenden Kommunen kostenlos nutzbar. Anna Seckler aus Kommern hatte die Aufgabe, die Werbekunden zu akquirieren, 13 Unternehmen (siehe unten) hat sie für die Unterstützung gewinnen können. „Deren Hauptanliegen war, dass der Anhänger für die gesamte Bevölkerung nutzbar ist“, sagte Seckler.

„Vor dem Hintergrund, dass das kostenlos ist, ist das eine tolle Sache“, sagte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick als Schirmherr, der den Sponsoren dankte und fand: „Das Geld ist über die Werbung sehr gut investiert.“ Für die Stadt Mechernich, aber auch die Gemeinde Kall, sieht Anne Seckler einen Imagegewinn. „Das ist absolut positiv, wenn Sie so etwas auf die Räder bringen“, meinte sie.

Im Anhänger befinden sich ein drei mal sechs Meter großes Festzelt, acht Festzeltgarnituren von Ruku mit je einem Tisch und zwei Bänken), eine Theken-Kühlschrank mit einer Kapazität von 330 Litern sowie ein dreiflammiger Gastro-Gas-Grill.

Auch die Sponsoren haben etwas von dem Anhänger: Sie erhalten zehn Gutscheine, die sie einlösen können – entweder selbst oder sie geben sie an Mitarbeiter oder Kunden weiter.

Den Verleih, die laufenden Kosten sowie die Wartung übernimmt das Opel-Autohaus Reinartz. Angefragt werden kann der Anhänger per Telefon (02443/2000) oder per E-Mail (geschützte E-Mail-Adresse als Grafik).

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Überwiegend einstimmige Entscheidungen fällten die fast 50 anwesenden Genossenschaftsmitglieder bei der Generalversammlung der GenoEifel eG. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die GenoEifel wächst und wächst

Zweite Generalversammlung der Generationengenossenschaft in Kall – Mittlerweile 183 Mitglieder – Zahl der Aufsichtsratsmitglieder verdoppelt – Zahlreiche Ziele formuliert

Kall – Es war eine faustdicke Überraschung, mit der auch die beiden Vorstände der GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft, Malte Duisberg und Karl Vermöhlen, nicht gerechnet hatten. Bei der zweiten Generalversammlung, die im evangelischen Gemeindezentrum in Kall stattfand, sollte unter anderem der Aufsichtsrat um eine Position auf vier erweitert werden. Manfred Poth, allgemeiner Vertreter des Landrats, hatte sich dazu bereit erklärt und wurde später auch von den fast 50 anwesenden Genossen in Abwesenheit gewählt.

Doch mit Poths Nominierung alleine war es nicht getan. Aus dem Plenum heraus meldeten Birgit Wolff, selbstständige Berufsbetreuerin aus Schmidtheim, und Rita Wieland-Ecker, pensionierte Justizbeamtin aus Gemünd, Interesse an der Mitarbeit im Aufsichtsrat der GenoEifel an. Beide wurden einstimmig gewählt, der Aufsichtsrat, dem als Vorsitzender Wolfgang Merten, Claudia Weishaupt als dessen Stellvertreterin sowie Hans Reiff angehören, ist damit auf Maximalgröße angewachsen.

Das Interesse an der Mitarbeit demonstriert eindrucksvoll, wie die GenoEifel funktioniert und wie die Mitglieder „ticken“. Es geht ihnen ums Helfen, um die Unterstützung von Menschen, die Hilfe nötig haben. Und auch mit Wachstum kennt sich die Generationengenossenschaft aus. Denn bislang verzeichnet die GenoEifel nur Beitritte, ausgetreten ist in den zwei Jahren des Bestehens noch niemand. Mittlerweile beträgt die Mitgliederzahl 183, Tendenz stetig steigend.

Dass die GenoEifel nicht nur bei Privatpersonen, sondern auch in Verwaltungen ankommt, zeigt sich durch die Beitritte zahlreicher Kommunen. Aktuell hat der Kreis Euskirchen Interesse bekundet, Mitglied zu werden. Am 28. Juni gibt es einen offiziellen Startschuss in Mechernich. „Und dann wollen wir auch noch in den Bereich der Leader-Region außerhalb des Kreises Euskirchen, also nach Monschau/Simmerath/Roetgen sowie Heimbach/Nideggen/Hürtgenwald“, kündigte Malte Duisberg an. Anfragen aus Euskirchen oder Zülpich, die es immer wieder gibt, müssen abgelehnt werden, weil es sich um eine andere Leader-Region handelt. „Aber auch da sind wir in Gesprächen“, verkündet Duisberg.

„Lernende Genossenschaft“

Weil die GenoEifel eine „lernende Genossenschaft“ ist, wie Duisberg es ausdrückt, dreht sie auch permanent an den Stellschrauben. Dazu gehört, dass die Mitglieder eigene Themen und Arbeitsfelder einbringen. „Keine Idee ist kurios oder ungewöhnlich! Bringen Sie sie ein, und wir gucken, was wir daraus machen.“

Die Generationengenossenschaft hat neben der räumlichen Ausdehnung aus dem südlichen Kreis Euskirchen heraus noch weitere Ziele. Am 19. Juli werden Helfer zum Thema „Nähe und Distanz“ geschult, schon gut zwei Wochen vorher, am 2. Juli, ist die GenoEifel Thema in der Sendung „Gast mit Geschichte“ beim WDR Köln. Die Genossenschaft, die bisher größtenteils auf die Hilfe für ältere Leute beschränkt war, will sich auch für junge Familien öffnen und geschulte Babysitterinnen oder Leih-Großeltern anbieten. Und die Älteren sollen über die GenoEifel jungen Menschen Einblicke in Berufe geben, Kontakte bereiten. „Viele unserer Mitglieder bringen schließlich 30 bis 40 Jahre Arbeitserfahrung mit“, meinte Claudia Weishaupt.

Ein wichtiges nächstes Ziel ist der Aufbau eines bereits gegründeten Hilfsfonds‘, damit auch finanziell nicht so gut gestellte Menschen die GenoEifel nutzen können. Momentan werden Kriterien definiert, wie Personen unterstützt werden können. Außerdem wird über die Gründung eines Beirats nachgedacht, der aus Interessenvertretern besteht. Nach dem Hauptbüro im Kaller Rathaus und der Mitnutzung des Beratungsbüros in Nettersheim wird die GenoEifel in der Ahrstraße in Blankenheim ein Büro der Gemeinde mitverwenden. Die GenoEifel breitet sich weiter aus und damit wird auch das überaus sinnvolle Netzwerk aus Helfern und Hilfesuchenden immer größer.

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Beim Sommerfest am 1. Juli spielt die Musikkapelle Kall auch selbst zum Platzkonzert auf. Das Foto zeigt die Kapelle im letzten Jahr. Foto: Michael Schnitzler/pp/Agentur ProfiPress

Großes Sommerfest der Musiker

„Haus- und Hofkapelle von Gemeinde und Kirche“ – Jung und Alt musizieren gemeinsam – Ensemble sucht Nachwuchs – Am 30. Juni und 1. Juli wird „Auf dem Fels“ gefeiert – Buntes Programm

Kall – Sie besteht seit mehr als sechs Jahrzehnten und seit dieser langen Zeit ist die Musikkapelle nicht mehr aus dem Kaller Vereinsleben wegzudenken. Rund 40 öffentliche Auftritte absolvieren die 45 Musiker um ihren Vorsitzenden Stefan Reinders und Dirigent Peter Blum jedes Jahr in Kall und der Umgebung. „Wir sind in Kall die Haus- und Hofkapelle der Gemeinde und der Kirche“, so Stefan Reinders. Zwei der Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind jedes Jahr das große Weihnachtskonzert in der Bürgerhalle und das große Sommerfest, das in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 30. Juni und 1. Juli, an der Grillhütte „Auf dem Fels“ stattfindet.

Auch außerhalb der Gemeinde sind die Musiker aus Kall bei Festen und Veranstaltungen befreundeter Vereinen gefragt. „In diesem Jahr werden wir im großen Schützen-Umzug in Mönchengladbach aufspielen“, freut sich Vereinschef Reinders. Stolz ist Reinders auch auf den Altersquerschnitt im Ensemble, in dem Jugendliche und Senioren im Alter zwischen 13 und 78 Jahren gemeinsam musizieren. „Bei uns stimmt die Chemie“, so der Vorsitzende. Der weiß wovon er spricht: Mit ihm, seinem Vater Herbert und seinem Sohn Flynn spielen drei Generationen der Familie Reinders als aktive Musiker in der Kapelle mit.

Drei Jugendliche im Ensemble sind unter 18 Jahren. „Es ist schwierig jugendlichen Nachwuchs zu bekommen“, berichtet Stefan Reinders. Deshalb sei man immer auf der Suche nach jungen Musikern. Reinders: „Wir haben Register, die nur mit Musikern im Alter von über 70 Jahren besetzt sind.“ Mit diesem Problem stehe das Kaller Ensemble allerdings nicht alleine da. Der Vorsitzende: „Auch andere Vereinen haben Nachwuchssorgen.“

Geprobt wird einmal in der Woche, wobei vor größeren Konzerten Sonderproben oder einmal im Jahr ein Probenwochenende in Gerolstein stattfinden. Zum Proben kommen auswärtige Vereinsmitglieder eigens aus Köln, Dortmund sowie aus dem Raum Blankenheim. Dirigent der Kapelle ist derzeit Friedhelm Schorn, der für den Stammdirigenten Peter Blum eingesprungen ist, der nach einem schweren Unfall im Februar dieses Jahres auf dem Weg der Genesung ist. Blum ist Trompeter in der Bigband der Bundeswehr.

Seit Wochen sind die Musiker mit der Vorbereitung des Sommerfestes beschäftigt, das Samstag, 30. Juni, um 19.30 Uhr mit einem Unterhaltungsabend beginnt, bei dem die Live-Band „two funny 4 you“ aufspielt. Die Band verspricht „100 Prozent handgemachte Musik im eigenen Stil“. Aktuelle Songs und ältere Titel aus Rock und Pop sind ebenso zu hören wie echte „Kölsche Tön“, kündigt Schriftführer Michael Schnitzler an.

Platzkonzerte von befreundeten Musikvereinen

Der Sonntag, 1. Juli, steht ab 11.30 Uhr im Zeichen eines zünftigen Frühschoppens sowie Platzkonzerten der Musikkapelle Kall und der befreundeten Musikvereine aus Sistig-Krekel und Kallmuth.

Auch Kinder und Familien kommen beim Sommerfest, das seit nunmehr fast 40 Jahren auf dem Grillplatz am Fels stattfindet, nicht zu kurz. Beim „Slackline“, einer Trendsportart, die dem Seiltanzen ähnelt, können sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre Balancier-Künste unter Beweis stellen. Es gibt eine Hüpfburg sowie Stände zum Kinderschminken und Anfertigen von Glitzer-Tattoos.

Ab 13 Uhr haben Kinder die Möglichkeit zum Ponyreiten, um 16 Uhr startet eine große Tombola, in der es tolle Preise zu gewinnen gibt, die die Kaller Geschäftswelt dem Musikverein gestiftet hat. Für das leibliche Wohl der Gäste ist an beiden Tagen mit Erbsensuppe, Grillspezialitäten und einem großen Kuchenbuffet reichlich gesorgt.

Die Musikkapelle wird beim Sommerfest auch für die Gewinnung neuer Mitglieder werben. Reinders: „Wir würden uns über Kinder und Jugendliche freuen, die ein Instrument lernen und im Verein mitspielen möchten.“ Der Verein unterstütze den Nachwuchs auch finanziell bei der Ausbildung. Musik-Interessierte seien gern zum Reinschnuppern zu der wöchentlichen Probe willkommen, die jeden Freitag um 19.30 Uhr in der Alten Schule an der Aachener Straße stattfinde.

Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes sind Vorsitzender Stefan Reinders, Vize-Vorsitzender Guido Heinen, Geschäftsführer Ingolf Zöll und Schriftführer Michael Schnitzler. Ansprechpartner für Neumitglieder sowie für Auftritte der Musikkapelle ist der Vorsitzende Stefan Reinders, der dieses Amt seit nunmehr 18 Jahren innehat und der unter der Rufnummer 0171/7429594 oder per Mail erreichbar ist.

geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

www.musikkapelle-kall.de

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Ralf Ulmer (28, Mitte) aus Kall-Roder legte die Distanz „The Original“ beim Fisherman’s Friend StrongmanRun in Wacken mit herausfordernden Hindernissen in nur 1:21:25 zurück. Foto: P.U.N.K.T. Gesellschaft für Public Relations/pp/Agentur ProfiPress

Roderer sorgt für Gänsehautmoment in Wacken

Starke Leistung: Ralf Ulmer läuft auf den ersten Platz beim Fisherman’s Friend StrongmanRun

Wacken/Roder – Hoch motiviert und voller Adrenalin: Ralf Ulmer (28) aus Kall-Roder bewies beim Fisherman’s Friend StrongmanRun am 9. Juni in Wacken Stärke und erlebte seinen ganz persönlichen Heldenmoment. Er kämpfte sich mit 3.000 StrongmanRunnern über „heiligen“ Heavy-Metal-Boden und belegte in 1:21:25 Stunden den ersten Platz der Herren über die Distanz „The Original“, die 20 Kilometern entsprecht. Auch im dritten Jahr sorgte Schleswig-Holsteins wohl schlammigster Hindernislauf für Gänsehautmomente.

Im Namen der Kultmarke kletterte Ralf Ulmer über Hochseecontainer, sprang ins eiskalte Wasser und krabbelte durch aufregende Reifen-Hindernisse. „Es war unglaublich – er hat gemeinsam mit den anderen StrongmanRunnern ungeahnte Stärken entdeckt“, sagt Michael Geiseler, Regional Business Manager Fisherman’s Friend. „Danke an die großartige Community: Keiner der Läufer war auch nur eine Sekunde auf sich allein gestellt und alle hatten einen riesigen Spaß“, freut sich Geiseler.

Nach dem Auftakt der diesjährigen Fisherman’s Friend StrongmanRun Saison am Nürburgring und dem Lauf in Wacken folgt das große Finale am 8. September in Köln. Unter dem Motto „Go Fun“ warten am Fühlinger See aufregende Wasserfälle sowie erfrischende Schwimmstrecken darauf, von tausenden Helden bewältigt zu werden.

P.U.N.K.T. Gesellschaft für Public Relations/pp/Agentur ProfiPress


Links McDonald’s, rechts Möbel Brucker – in der Mitte die abgedeckten Haufen, die laut Architekt Hartmut Kloock aus unbelastetem Recycling-Material stammen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Abgedeckte Hügel sind unbelastet

Im Gewerbegebiet Kall II sind vermeintliche Erdhügel mit weißen Planen geschützt – Architekt klärt auf – Material wird geschützt – Hilger Holz zieht von Broich nach Kall

Kall – Schon seit Wochen fragen sich Verkehrsteilnehmer, die über die Landesstraße 206 das Gewerbegebiet in Kall passieren, warum auf dem Gelände neben dem McDonald’s-Restaurant Erdhaufen mit weißen Planen abgedeckt sind. Hat das etwas mit belasteten Böden in dem Bereich zu tun, deren Existenz die Gemeinde Kall nicht abstreitet? Wurde auch im „alten“ Gewerbegebiet mit Blei belastete Erde zur späteren Wiederverwendung zusammengeschoben, wie das vor Kurzem auf der anderen Seite der Landstraße im Gewerbegebiet III der Fall war? Wurden deshalb die Erdhaufen abgedeckt?

Eine Nachfrage beim zuständigen Architekten Hartmut Kloock aus Bergisch Gladbach bringt Aufklärung: Bei dem Material handelt es sich keineswegs um Erde, sondern um recyceltes Material, kurz RCL. Das entsteht durch die Wiederaufbereitung von Abbruchmaterial. „Früher wurde Abbruch von Gebäuden oder anderen festen, noch verwertbaren Stoffen, einfach entsorgt“, erinnert sich Kloock. Mittlerweile habe man erkannt, dass es sich dabei um wertvolles Material handelt, dessen Wiederverwendung auch noch umweltfreundlicher sei, als neues Material zu produzieren.

Der Architekt hat derzeit die Aufgabe, für das Unternehmen Hilger Holz, das, wie die Presse bereits berichtete, von Broich nach Kall ziehen wird, das Grundstück zu begradigen, bevor es mit dem Bau losgehen kann. Kloock: „Bei dem abgedeckten Hügel handelt es sich um zurzeit etwa 1500 Kubikmeter RCL. Wie Kloock weiß, entstammt das Material Abbruchstellen aus der Region. „Die Steine von den Häusern sind in der Regel unbelastet. Das Umweltamt prüft außerdem das angelieferte Material darauf, ob es einwandfrei ist und die maximal erlaubte Bleibelastung eingehalten wird“, erklärt Kloock.

Abgedeckt wurde das Material hauptsächlich aus dem Grund, dass es durch Regen nicht weggeschwemmt wird. „Derzeit sammeln wir das RCL über mehrere Wochen, denn er ist nicht ständig verfügbar“, so Kloock. RCL wird zum Schluss auf den aufgefüllten Boden aufgebracht, verdichtet und sorgt so für die Endfestigkeit der nutzbaren Flächen. Denn bei Hilger Holz zählt natürlich die Tragfähigkeit der Böden, wenn tonnenschwere Holztransporter ständig aufs Gelände kommen. „Außerdem bieten die Böden eine gute Festigkeit für die Errichtung der Hallen.“

Ein netter Nebeneffekt dieser Abdeckung: Auch bei Trockenheit gibt es keine Belastung, denn es kann kein Staub zum benachbarten Schnellrestaurant gelangen. Grundsätzlich werden auf den von Kloock betreuten Baustellen die RCL-Hügel abgedeckt. „Das hat in keiner Weise etwas mit Belastungen zu tun, sondern ist einfach nur ein Schutz gegen starken Regen – und den hatten wir in den letzten Wochen reichlich“, sagt Kloock.

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Gelungene Integration am Arbeitsmarkt: Gemeinsam mit seinem Bruder hat Lukas eine neue Perspektive im Kaller Unternehmen „F+E – Formenbau + Entwicklung“ gefunden. Foto: G.I.B. – Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH/pp/Agentur ProfiPress

„Mein zweites Zuhause“

Zwei junge iranische Brüder haben eine feste Arbeitsstelle in Kall gefunden - Weiterbildung mit „Bildungsscheck NRW“ gefördert

 

Kall - Lukas und Thomas Omidifar sind endgültig in Deutschland angekommen. Nachdem der Asylantrag der beiden jungen Männer aus dem Iran anerkannt worden war, haben sie nun auch einen festen Job gefunden – bei der Firma „F+E – Formenbau + Entwicklung“ aus Kall. Hier kennt und schätzt man die beiden seit zwei Jahren: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den beiden gemacht“, betont Markus Nenno, Konstruktionsleiter der Firma, die seit über 20 Jahren Spritzgusswerkzeuge herstellt.

 

Aller Anfang ist schwer. Das galt auch für die beiden jungen Brüder im für sie völlig fremden Land. Doch mit Fleiß, Ehrgeiz und Beharrlichkeit haben die gelernten Fertigungstechniker überzeugt – zunächst als Praktikanten, nach einem Jahr dann als reguläre (sozialversicherungspflichtige) Angestellte. „Das ist hier wie mein zweites Zuhause“, sagt Lukas, der genau wie sein Bruder schon sehr gut Deutsch spricht. „Das bedeutet Sicherheit und Zukunft für uns.“

 

Weiterbildung ist bei der Firma „F+E“ ein großes Thema. Klar, dass auch die beiden Iraner dabei nicht außen vor blieben. Nachdem sie ihre Deutsch-Kenntnisse weiter vertieft hatten, haben sie eine Weiterbildung im Bereich der CNC-Fräsentechnik erfolgreich absolviert. Die Kosten der Fortbildung teilten sich das Kaller Unternehmen und das Land Nordrhein-Westfalen. Über das Förderprogramm „Bildungsscheck“ NRW konnte das Unternehmen dabei 1.000 Euro sparen. Die Beratung dazu erfolgte über die Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen, die jetzt gemeinsam mit der landeseigenen Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung das Kaller Unternehmen besuchte.

 

Über diese gelungene Arbeitsmarktintegration wurde auch ein Kurzfilm gedreht, abrufbar unter: www.kreis-euskirchen.de oder www.wirtschaft-kreis-euskirchen.de

 

Mit dem Bildungsscheck NRW unterstützt das Land die berufliche Weiterbildung. Das Förderangebot richtet sich an Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern, Beschäftigte, Berufsrückkehrende und auch an Selbstständige. Einzelpersonen können jährlich bis zu 500 € in Anspruch nehmen, Betriebe können sogar bis zu 5.000 € jährlich sparen. Ansprechpartner: Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen, Dustin Hilgers, Tel.: 02251/15–189, Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

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Die Grundschulpädagoginnen saßen den Politikern während der Liegenschaftsausschusssitzung buchstäblich im Nacken. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Verwaltung für Grundschulumzug

Auch der Liegenschaftsausschuss hat nicht entschieden, ob die Grundschule Kall bald im Hauptschulgebäude eine neue Heimat findet – Vertagung in den Haupt- und Finanzausschuss

Kall – Wenn es nach der Verwaltung ginge, wäre die Sache klar: Die Grundschule Kall wird in naher Zukunft in das ab Sommer leerstehende Hauptschulgebäude umziehen. Dazu müsste die Hauptschule zwar so umgebaut werden, dass darin das vom Schulexperten Raimund Patt vorgestellte pädagogische Programm umgesetzt werden kann. Aber aus wirtschaftlichen, pädagogischen und auch logischen Aspekten spricht alles dafür.

Kostspielig wird auch der Umbau der Hauptschule. Lothar Schatten, bei der Gemeinde zuständig für die Bereiche Hochbau und Gebäudeunterhaltung, hatte einen groben Kostenrahmen in Höhe von 4,2 Millionen Euro ermittelt. Der Umbau der Grundschule inklusive Erweiterung würde mit knapp 6,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ein Neubau, dessen Kostenermittlung die FDP im Schulausschuss gefordert hatte, wäre mit ca. 9,5 Millionen Euro die teuerste Variante.

Im Liegenschaftsausschuss sprach sich Bürgermeister Hermann-Josef Esser deshalb noch einmal klar für einen Umzug der Grundschule in das Hauptschulgebäude aus und wies auch noch einmal auf die Eilbedürftigkeit hin. „Wir haben Handlungsbedarf, denn wir können die Grundschule so nicht lassen“, sagte Esser.

Auch vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde derzeit um junge Familien werbe, die sich in Kall ansiedeln sollen, müsse eine langfristige Lösung „für die nächsten 30 Jahre“ erarbeitet werden. Auch da biete sich die Hauptschule an, denn sie hat noch Platzreserven, selbst eine Vierzügigkeit der Grundschule sei dort kein Problem. „Wenn wir das Grundschulgebäude umbauen, sitzen wir in ein paar Jahren wieder hier“, sagte Esser.

Priorität in der Haushaltsplanung 2019

Natürlich weiß auch Esser, dass 4,2 Millionen Euro kein Pappenstiel sind. „Aber wir setzen in der Haushaltsplanung für 2019 Prioritäten“, verspricht er. Im Übrigen: Ein leerstehendes Grundschulgebäude wäre in der Bilanz nur ein Drittel so teuer wie ein leerstehendes Hauptschulgebäude.

Unterstützung bekam Esser von Raimund Patt, der die Umsetzung des von ihm vorgestellten Konzepts in der Grundschule für „schwierig bis unmöglich hält“. Klar muss nämlich auch sein: Während der Umbau des Hauptschulgebäudes im Leerstand stattfindet, würde der Umbau und die Erweiterung des Grundschulgebäudes im laufenden Betrieb über die Bühne gehen. Zwar nannte die Verwaltung keine Daten, aber dieser Umbau würde den Schulbetrieb über Monate, wenn nicht sogar Jahre massiv beeinträchtigen.

Trotz der guten Argumente für den Umzug der Grundschule in das jetzige Hauptschulgebäude sah sich der Liegenschaftsausschuss außer Stande, eine Entscheidung zu fällen. Die Fraktionen waren sich uneins, wollen bei einem so wichtigen Beschluss aber Einigkeit demonstrieren. Aus diesem Grund wurde die Verwaltung beauftragt, bis zum Haupt- und Finanzausschuss am 26. Juni weitere respektive genauere Zahlen und Daten zu liefern.

So hat die Politik noch einige offene Fragen: Wie hoch sind die Rückzahlungen für die Gebäude? Wie wird die Parkplatzproblematik für die Bürgerhalle gelöst (der Schulhof der Hauptschule dient bei Veranstaltungen in der Bürgerhalle als Parkplatz)? Gibt es eventuell Zuschüsse für die Umbaumaßnahmen? Außerdem sollen Raimund Patt und Grundschulleiterin Annemarie Wall eine Stellungnahme abgegeben, was der Umbau während des laufenden Betriebs für den Unterricht in der Schule bedeute.

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Die Mannschaft des Möbelhauses Brucker gewann das Fußballturnier des KSC ohne Punktverlust. Unser Foto zeigt die erfolgreiche Mannschaft mit Betreuer Sebastian Becker (links) und Firmenchef Andreas Brucker. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein zufriedener KSC-Chef

Das dreitägige Sportfest war ein voller Erfolg – Mannschaft des Möbelhauses Brucker gewann das Firmenturnier – Handballer kickten gegen die Fußballer – Wiedersehen mit alter Landrat-Elf

Kall – Viele schöne Tore, tolle Stimmung und ein attraktives Programm: Das dreitägige Sportfest des Kaller SC war ein voller Erfolg. „Wir hatten mehr Besucher als im Vorjahr. Zum Glück hat auch das Wetter mitgespielt“, blickte ein zufriedener KSC-Vorsitzender Wolfgang Kirfel auf das sportliche Wochenende zurück.

Es ist seit Jahren eine liebgewonnene Tradition, dass das alljährliche dreitägige Sportfest des Kaller SC am Freitagabend nach einem Spiel der E-Jugend und einem spannenden Firmen-Fußballturnier eröffnet wird.

In diesem Jahr hatte KSC-Vorsitzender Wolfgang Kirfel eine besondere Auszeichnung für die Siegermannschaft des Firmenturnieres parat. Gab es bisher für die Kicker stets je nach ihrer Platzierung gestaffelte Geldpreise, so überraschte Kirfel in diesem Jahr das Siegerteam mit einem schmucken Goldpokal als Zugabe zum Geldpreis.

Dieser Goldpokal hat nun einen Ehren-Platz im Möbelhaus Brucker, denn dessen Kicker gewannen das Turnier als einzige Mannschaft ohne Niederlage mit neun Punkten und einem positiven Torverhältnis von 13:1 Treffern. Teilnehmer des Turniers in diesem Jahr waren die Mannschaften des Rewe-Centers, der Energie Nordeifel (Ene), der Esa Security GmbH und des Möbelhauses Brucker, das nicht nur mit einem personalstarken Kader, sondern auch mit einer großen Anhängerschar aufwartete. Das Turnier wurde auf zwei Kleinspielfeldern ausgetragen.

Bürgermeister trifft auf ehemaligen Chef

Möbelhaus-Chef Andreas Brucker, Ene-Geschäftsführer Markus Böhm und Esa-Betriebsleiter Daniel Hahn waren höchstpersönlich beim Turnier anwesend, um ihren Mannschaften die Daumen zu drücken und sie mit Zielwasser zu versorgen. In den Teams des Rewe-Centers, der Esa GmbH und des Möbelhauses Brucker kickten auch einige sportliche Damen mit. Zur Siegerehrung war Bürgermeister Hermann-Josef Esser erschienen, der mit seinem früheren Chef Markus Böhm von der Ene zusammentraf.

Das Esa-Team verlor alle drei Spiele und wurde mit null Punkten und 0:24 Toren Turnier-Schlusslicht. Die Rewe-Mannschaft verlor zwei Spiele gegen das Brucker-Team und die Ene mit jeweils 1:3 Toren. Im dritten Spiel besiegte sie die Esa GmbH mit 8:0 Toren. Mit drei Punkten und 10:4 Toren belegte sie den dritten Platz. Nach zwei Siegen gegen Esa und Rewe und einer Niederlage gegen das Brucker-Team landete das Ene-Team mit sechs Punkten und 10:2 Toren auf Platz zwei.

Den Turniersieg holten mit drei Siegen und nur einem Gegentor die Kicker des Möbelhauses Brucker. KSC-Vorsitzender Wolfgang Kirfel überreichte Firmenjunior Fabian Brucker den Goldpokal, der diesen stolz an seinen Vater Andreas Brucker weitergab. Die Siegprämie spendete das Brucker-Team der Hilfsgruppe Eifel.

Weiter ging es am Samstag mit einem Spiel zweier gemischter Mannschaften der E- und F-Jugend des Kaller SC. Anschließend verlagerte sich das Geschehen in die Sporthalle, wo die Handballer der D-Jugend tolle Spielzüge zeigten. Danach hatte die weibliche Jugend ihren Auftritt.

Doppelte Landrat-Rosenke-Elf

Auf dem Rasenplatz ließen die ehemaligen Kicker der Landrat-Rosenke-Elf beim Spiel gegen die aktuelle Landrat-Elf noch einmal ihr Können aufblitzen. In der Mannschaft der Ehemaligen liefen unter anderem Jochen Förster, Hermann-Josef Werres, Ralf Kremp und Gerhard Teuber auf. Am Spielfeldrand verfolgten Landrat Günter Rosenke und der ehemalige Kreis-Pressesprecher Herbert Born gespannt die Partie, die die aktuellen Spieler mit 5:2 gewannen.

Das folgende Freizeitturnier mit vier Teams konnten die KSC-Kicker im Siebenmeterschießen gegen den FC „BesiegDas“ mit 5:4 für sich entschieden. Platz drei belegten die „Füße Gottes“, die die Handballer „Heiners Erben“ mit 2:0 besiegen konnten.

Die A-Jugend des KSC eröffnete den Sonntag mit ihrem letzten Meisterschaftsspiel gegen die JSG Satzvey/Firmenich/Sinzenich, das mit 3:5 verloren ging. Anschließend spielten die Bambini und die D-Jugend jeweils gegen die SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim.

Zum Abschluss des Sportfestes traten die Handballer gegen die Fußballer an, um sich je eine Halbzeit lang in beiden Sportarten zu messen. Am Ende setzten sich die Handballer mit 4:2 durch.

pp/Agentur ProfiPress


Unter den Gästen aus Kirche, Politik und Verwaltung war auch Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser (zweite Reihe, dritter von rechts). Foto: Tim Nolden/Wochenspiegel/pp/Agentur ProfiPress

Immer mit der Zeit gegangen

Das Hermann-Josef-Haus in Urft feierte seinen 100. Geburtstag – Festakt mit Gästen aus Kirche, Politik und Verwaltung in der neuen Aula

Kall-Urft – „Alles klar im HJH“, sangen die Jugendlichen zur Eröffnung des Festaktes im Hermann-Josef-Haus. Die Urfter Einrichtung hatte Gäste aus Kirche, Politik und Verwaltung eingeladen, um offiziell ihr 100-jähriges Bestehen zu feiern.

Erst seit ein paar Tagen ist der Umzug in die renovierten Räumlichkeiten vollzogen, sodass die Gesellschaft die Feier in der neuen Aula genießen konnte. „Die Jugendlichen hatten für den Festakt einen tollen Auftakt gestaltet: ein Musikstück, dass professionell im Studio aufgezeichnet und zu dem auch ein Videoclip gestaltet wurde“, schreibt der Journalist Tim Nolden in seinem Bericht im „Wochenspiegel“. Dieses Video lief im Hintergrund, während die jungen Musiker dazu live sangen und tanzten.

Einrichtungsleiterin Susanne Beckschwarte berichtete den Kooperationspartnern vom Credo des Hermann-Josef-Hauses: „Wenn es dem Kind hilft, machen wir das Unmögliche möglich.“

Ein Lob für das Haus war Konsens unter allen Festrednern: Das Hermann-Josef-Haus hat sich stets fortentwickelt und damit den Herausforderungen der Zeit gestellt. „Die Arbeit erfordert Kompetenz und Geduld“, gab Beckschwarte das Lob an ihre Mitarbeiter weiter.

Im Festakt wurde natürlich auch die lange Geschichte des Hauses thematisiert. Eingeweiht wurde die Einrichtung im September 1918, doch der Weg dahin begann schon früher. Der Träger, der katholische Erziehungsverein der Rheinprovinz, wurde schon 1915 gegründet. Als erste Einrichtung zur Erziehungstätigkeit an der „verlassenen, gefährdeten und verwahrlosten Jugend“ eröffnete man das Hermann-Josef-Haus.

Heute kümmern sich 200 Personen, verteilt auf 160 Vollzeitstellen, um 230 junge Menschen. 80 Kinder leben auf dem Gelände, die anderen werden über den Kreis verteilt in stationären Gruppen, Tagesgruppen, in der angegliederten Förderschule oder ambulant betreut.

pp/Agentur ProfiPress


Vor 100 Jahre wurde die Ortsgruppe Scheven im Eifelverein gegründet. Ein Grund zum Feiern. Es kamen viele Gratulanten - auch Landrat Günter Rosenke. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Eifelverein Scheven feiert 100 Jahre

Ortsgruppe wichtiger Baustein für das lebendige Dorfleben - Vorsitzender Franz Weigel und Forstdirektor a.D. Gerhard Ruge wurden geehrt

Scheven - „100 Jahre jung ist der Verein geworden – das ist mal eine Hausnummer!“ Mit diesen Worten gratulierte Euskirchens Landrat Günter Rosenke der rührigen Eifelverein Ortsgruppe Scheven bei der Geburtstagsfeier im Dorfgemeinschaftshaus.

Es war der 10. März 1918: Der Erste Weltkrieg sollte noch acht Monate und einen Tag dauern, da gründeten in Scheven 43 Personen die Eifelverein Ortsgruppe - mitten in den Wirren des Krieges. Dass dies ausgerechnet in Zeiten von Hunger und Not überhaupt realisierbar wurde, dafür seien mutige Menschen erforderlich gewesen, so Mathilde Weinandy.

Die Hauptvorsitzende des Eifelvereins dankte allen Ehrenamtlichen, die sich für den Eifelverein so unermüdlich einsetzten. Der Eifelverein sei heute eine wichtige Säule für den Tourismus in der Region und habe sich in den zurückliegenden 100 Jahren verändert. Sie machte Mut, ruhig weiter an einem fortschrittlichen Wanderbund zu arbeiten und modern voranzugehen.

„Schauen Sie doch bloß mal, wie viele Premium-Wanderwege es mittlerweile in Deutschland gibt“, sagte dann auch Rosenke. Ein wunderschönes Exemplar dieser Gattung haben man direkt vor der Haustüre – den Eifelsteig.

Wandern ist „in“

Dass Wandern überhaupt so beliebt sei, dazu trage der Eifelverein und auch dessen Ortsgruppe Scheven ein großes Stück bei. Der Wald sei schon im 19. Jahrhundert als ein idealer Rückzugsraum erkannt worden, um dem Alltagsstress zu entfliehen. Auch heute sei Wandern „in“.

Doch es gehe um noch viel mehr. „Es ist bedeutsamer als ein Freiluft-Fitnessstudio, in dem jeder nur sein eigenes Gesundheitssüppchen kocht. Hier geht es um Gemeinschaft.“ Der Eifelverein sei ein wichtiger Baustein für das lebendige Dorfleben in Scheven.

 

Anlässlich des Jubiläums hatte der Eifelverein auch zum Bezirkswandertag eingeladen. Viele Wanderer nahmen daran teil. Die erste Gruppe machte sich auf den 15-Kilometer-Wanderweg rund um das Bergschadensgebiet. Wer etwas kürzer wandern wollte, konnte eine sechs Kilometer Strecke erwandern. Anschließend gab es Mittagessen oder Tänze bei Musik sowie Kaffee und Kuchen.

Auch Kalls amtierender Bürgermeister Esser wie auch Herbert Radermacher, der Bezirksvorsitzender des Eifelvereins, gratulierte.

Franz Weigel 27 Jahre Ortsgruppen-Vorsitzender

Radermacher „adelte“ den amtierenden Vorsitzenden Franz Weigel mit einer Auszeichnung für sein besonderes Engagement. Er sei bereits seit 27 Jahren Vorsitzender der Ortsgruppe. „Das ist eine lange Zeit“, so der Bezirksvorsitzende. Es sei heute eine Seltenheit geworden, dass jemand so lange an der Spitze eines Vereins stehe und sich engagiere. Weigel habe es in dieser Zeit geschafft, die Ortsgruppe Scheven trotz Höhen und Tiefen zusammen zu halten und immer wieder mit neuen Akzenten zu beleben.

Der Kirchenchor Dottel, Scheven, Wallenthal unter Leitung von Werner Harzheim sorgte für die musikalische Unterhaltung. Mit dem „Eifellied“ stimmte man bei der Jubiläumsfeier ein – nicht ohne Grund: „Zu diesem Lied ist die Ortsgruppe früher immer gewandert, es war uns ein Anliegen, das mal vorzutragen“, verriet Weigel.

Goldene Verdienstnadel für Gerhard Ruge

Gerhard Ruge bekam für seine besonderen Verdienste für den Eifelverein die Goldene Verdienstnadel von Weinandy überreicht. Der ehemalige Forstdirektor nahm die Auszeichnung stolz entgegen. Er ist seit 1968 bereits Mitglied in der OG Schleiden. Zunächst wurde er Beisitzer im Vorstand (ab 1974) später Wanderwart (ab 1977). Von 1980 bis 2004 leitete er die Geschicke des Verbands als stellvertretender Vorsitzender.

Weinandy lobte den Schleidener: Als Direktor des Arenbergischen Forstamtes in Schleiden sei es ihm stets ein Anliegen gewesen, die Forstwirtschaft und den Naturschutz für eine nachhaltige aber auch wirtschaftliche Entwicklung der Eifel als Erholungslandschaft zu fördern und zu sichern. „Wo immer er gebraucht wurde, war er mit Rat und Tat zur Stelle.“ Seiner aktiven Mitgliedschaft sei es auch zu verdanken, dass sich die Narzissenwiesen im Oleftal wieder zu einem einmaligen Naturerlebnis entwickelt haben.

Um die Heimatverbundenheit auszudrücken hatten die Verantwortlichen die 100-Jahrfeier unter ein schönes Motto gestellt: „Merkt Euch ihr Mädchen und Jungen, das Wandern weitet Euch die Lungen, das Singen macht Euch froh und heiter, das Herz gesund, den Kopf gescheiter, drum früh hinaus, damit ihr wisst, wie schön Natur und Heimat ist.“

Es wurde noch lange gemeinsam geplaudert und gefeiert. „Ich hoffe, Sie haben hier ein paar schöne Stunden“, wünschte auch Vorsitzender Franz Weigel.

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Voller Eifer sind die Frauen beim Deutschunterricht bei der Sache. Kursleiterin Snezana Werner (stehend, Mitte, mit Paul Neufeld und Alice Gempfer von der Gemeinde Kall) ist zufrieden. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Mütter lernen, die Kinder spielen

Verein zur Förderung der Altenpflege bietet in der Kaller Hauptschule einen Deutschkursus für geflüchtete Frauen an – Kleine Kinder werden parallel betreut

Kall – Wie heißt du? Wo wohnst du? Wie viele Kinder hast du? Es sind Alltagssituationen, die die 18 Frauen in der Kaller Hauptschule bevorzugt trainieren, um Deutsch zu lernen. Teilweise leben sie bereits seit mehr als zwei Jahren in Deutschland, die meisten von ihnen in Kall und den umliegenden Dörfern. Einige von ihnen sprechen schon sehr gut Deutsch, andere noch sehr gebrochen. Zeit für einen Deutschkursus hatten die geflüchteten Frauen aber bislang nicht. Denn allen gemeinsam ist, dass sie Mütter von kleinen Kindern sind, die zu jung sind, um im Kindergarten betreut zu werden.

„Bislang hatten die Frauen keine Chance, einen Kurs zu besuchen“, erzählt Alice Gempfer, Integrationsbeauftragte bei der Gemeinde Kall. Der Verein zur Förderung der Altenpflege aus Euskirchen schafft nun in Kall Abhilfe. Er bietet einen Deutschkursus mit Kinderbetreuung in der Hauptschule an.

Seit Kurzem werden im Hauptschulgebäude in einem Raum, der auch schon von der Flüchtlingshilfe genutzt wurde, von Kursleiterin Snezana Werner anderthalb Dutzend Frauen unterrichtet. Währenddessen kümmern sich auf der anderen Seite der Aula die drei pädagogischen Mitarbeiterinnen Ulrike Kügler, Anna Biernacki und Ghada Kourali um die Kinder. Rund 15 Kinder zwischen neun Monaten und drei Jahren werden von den drei Frauen betreut.

„Wir sind sehr froh, dass wir in der Hauptschule zu Gast sein dürfen“, meint Gempfer. Denn zuständig ist dort derzeit nicht die Gemeinde Kall, sondern die Stadt Mechernich, die dort den letzten gemeinsamen Hauptschuljahrgang unterrichtet, bevor die Hauptschule im Sommer für immer ihre Pforten schließt.

Einige der geflüchteten Frauen kennen sich natürlich schon, etwa durch die monatlichen Begegnungscafés. Andere wiederum sind neu und lernen jetzt andere Menschen kennen – da hilft das zu Beginn beschriebene Frage-Antwort-Spiel natürlich ungemein.

Doch was versprechen sich die Frauen von dem Kursus? Rania Aldarwish war in ihrer Heimat Agraringenieurin. Sie will „gut Deutsch lernen“, um ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen zu können und später Arbeit zu finden. Und sie hat noch ein weiteres Ziel: „Wenn der Krieg in Syrien vorbei ist, will ich dort Deutschlehrerin werden.“ Ayat Al Tailouni war in ihrer Heimat Englischlehrerin. „Ich mag neue Sprachen, ich will hier arbeiten, neue Menschen kennenlernen und meinem Kind beim Lernen helfen können“, sagt die junge Mutter. Zwar sei Deutsch eine schwere Sprache, wie die Kursteilnehmerinnen bezeugen. Aber die deutsche und die arabische Grammatik ähnelten sich sehr, erzählt Aldarwish.

Snezana Werner arbeitet seit Jahren mit Flüchtlingen zusammen, für die Gruppe in Kall ist sie voll des Lobes. „Die Frauen sind sehr fleißig, sehr motiviert, das macht wirklich Spaß“, sagt sie. Der Deutschunterricht soll dazu beitragen, dass die Frauen selbstbewusster werden und sich auch allein in bestimmten Situationen, etwa bei Behördengängen, behaupten. Über einen Zeitraum von vier Monaten lernen die Frauen an vier Tagen die Woche. Auch Exkursionen sind geplant.

Der Kurs soll keine Eintagsfliege sein, wenn es nach Alice Gempfer und ihrem Kollegen Paul Neufeld geht. „Er könnte in einen offiziellen Integrationskurs im Haus der Begegnung übergehen“, erklärt Gempfer. Und Paul Neufeld ergänzt: „Natürlich soll dann auch Kinderbetreuung angeboten werden. Damit wären wir vermutlich Vorreiter im Kreis Euskirchen.“

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Egal, ob Waffeleisen, Fön oder andere Elektrokleingeräte: Im Reparatur-Treff Kall werden die defekten Helfer im Haushalt unter der Aufsicht von Elektromeister Guido Hövel und anderer fachkundiger Mitarbeiter und Laien wieder auf Vordermann gebracht. Foto: Wirkstatt Kall/pp/Agentur ProfiPress

Reparatur-Treff Kall sucht Mitarbeiter

Hilfe zur Selbsthilfe bei der Reparatur von Elektrokleingeräten: Große Nachfrage in beiden Einrichtungen im Kreis – Waffeleisen, Quirl & Co werden unter fachkundiger Anleitung wieder auf Vordermann gebracht – Hilfe zur Selbsthilfe und Projekt gegen den Wegwerfwahn

Kall/Kreis Euskirchen – Im November 2017 eröffneten im Kreis Euskirchen - pünktlich zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung - zwei Reparatur-Treffs: einer in der Wirkstatt e. V. in Kall, der andere in Euskirchen im Caritaszentrum für Migration und Flüchtlingshilfe.

Die Treffs waren von Anfang an ein beliebter Anlaufpunkt – die Nachfrage ist hoch. Deshalb sucht der Reparaturtreff in Kall jetzt weitere ehrenamtliche Verstärkung, und zwar Elektrofachkräfte. Das meldet Wolfgang Andres, der Pressesprecher der Kreisverwaltung Euskirchen.

In den Reparatur-Treffs kaputte Elektrokleingeräte (in Euskirchen auch Dinge ohne Stecker) repariert. Fachleute und Laien arbeiten dabei Hand in Hand. Das Projekt versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Aufgabe der gesuchten Mitarbeiter für Kall ist es, den an jedem dritten Freitag im Monat von 13 bis 15 Uhr stattfindenden Reparatur-Treff mit zu betreuen.

Mitarbeiter sind versichert

Geeignet sind Frauen und Männer, die über eine Ausbildung als Elektrofachkraft verfügen (Handwerks- oder Industriemeister, staatlich geprüfter Techniker, Diplomingenieur, Abschluss als Bachelor und Master) und die Unfallverhütungsvorschriften kennen. Außerdem sollten die Anleiter mit Menschen unterschiedlicher Nationen umgehen können. Ein Versicherungsschutz für die Tätigkeit ist abgeschlossen.

Kontaktfrau ist Anne-Marie Pickartz, „Wirkstatt e.V. – Verein zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe“, die Leiterin des „Gemeinnützigen Kaufhauses“, Tel.: (0 24 41) 77 93 31.

Gegründet wurden die Treffs 2017 mit Unterstützung des KoBIZ (Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum) und der Abfallberatung des Kreises Euskirchen mit dem Ziel, Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung aufzuzeigen und Geflüchtete zu integrieren.

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44 Würfelartisten beteiligten sich an der fünften Schockermeisterschaft um den „Luisjen-Cup“ im Saal Gier in Kall. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Luisjen-Cup“ ging nach Stolberg

44 Würfelartisten bei der fünften Schocker-Meisterschaft im Saal Gier – Horst Bolz entführte den begehrten Wanderpokal in die Städteregion Aachen – „Dosen-Willi“ für die Würfelartisten

Kall – In die Städteregion Aachen entführt wurde der „Luisjen-Cup“ des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier in Kall. Horst Bolz aus Stolberg heißt der Sieger der fünften Kaller Schockermeisterschaft, die fünf Stunden lang im Saal der denkmalgeschützten Kult-Kneipe im Schatten der Pfarrkirche St. Nikolaus über die Bühne ging. Mit 44 Teilnehmern waren alle elf Spieltische besetzt und das Turnier damit ausgebucht. Bis Mitternacht tanzten die Würfel über die Spieltische.

Zum fünften Mal hatte der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier die Meisterschaft veranstaltet, bei der es neben dem Großen Preis der Gaststätte Gier zum vierten Mal um den Wanderpokal „Luisjen-Cup“ ging. Dieser erinnert an die Kultwirtin Luise Gier, die 70 Jahre lang die Gäste bewirtet hatte, ehe sie 1985 im Alter von 86 Jahren verstarb. Andreas Gier, der Enkel der einstigen Kult-Wirtin Luise, hat den 58 Zentimeter hohen Wanderpokal 2016 gestiftet.

Das fünfte Turnier begann mit einer Verzögerung, weil zu Beginn nur 43 der 44 angemeldeten Würfelartisten anwesend waren. Einer hatte berufsbedingt seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Somit fehlte an einem der elf Vierertische ein Spieler. Spielleiter Reiner Züll geriet dadurch in die Bredouille, weil ein einzelner Dreiertisch das Punktesystem durcheinandergebracht hätte. Nach mehreren Telefonaten fand sich ein vierter Spieler, der die Situation rettete.

Die 44 Teilnehmer waren aus Aachen, Stolberg, dem Kreis Düren, den Städten Zülpich und Mechernich sowie aus der Gemeinde Kall zum Turnier in den Kaller Schocker-Tempel gekommen. Die Meisterschaft ging über drei Durchgänge mit je 15 Spielen. Nach jedem Durchgang wurden die Tischbesetzungen neu ausgelost. Fast fünf Stunden lang tanzten die Würfel über die Tische, wobei die Spieler verbissen um „Schock aus“, „Straßen“ oder „Drei Deutsche“ (Pasch) würfelten.

Der Tisch mit den Pokalen und Sachpreisen war reichlich gedeckt. Jedoch gaben kleine Blechdöschen, die zwischen den Preisen lagen, Rätsel auf. Sollten die Würfelartisten etwa mit kleinen Wurst- oder Thunfisch-Dosen belohnt werden. Nein, es war „Dosen-Willi“, ein hochprozentiger Schnaps in Dosen, wie sich bei der Siegerehrung herausstellte.

Zu diesem Spaß hatte Turnierleiter Reiner Züll natürlich die passende Geschichte parat. „Dosen-Willi“ sei die Erfindung eines schlauen Metzgermeisters Rüdiger Lenz aus der Pfalz gewesen, der in den 1970er-Jahren oft mit Jagdkollegen zur Jagd nach Schweden gefahren sei, wo der Schnaps ziemlich teuer war. Kurzerhand habe der findige Metzger den Williams-Brand in Wurstdosen gefüllt und den hochprozentigen Inhalt der unverdächtigen Verpackung nach Schweden geschmuggelt. „Aus dem einstigen Schmuggelgut habe sich dann der heutige Partyspaß „Dosen-Willi“ entwickelt“, so Züll, der die mysteriösen Schnapsdöschen mit einem Aufkleber der Schockermeisterschaft hatte bedrucken lassen.

Mitternacht war schon vorbei, als Kneipenvereins-Vorsitzender Uwe Schubinski und Turnierleiter Reiner Züll zur Siegerehrung schritten, in dessen Verlauf 25 Würfelartisten Preise bekamen. Sieger der fünften Meisterschaft und damit auch Gewinner des Wanderpokals „Luisjen-Cup“ wurde der Stolberger Horst Bolz, der am Ende stolze 169 Zähler auf seinem Punktekonto hatte. Bolz entführte mit 22 Volltreffern auch den Wanderpokal des Schock-aus-Königs in die Städteregion Aachen.

Platz zwei belegte mit 162 Punkten und 18 Schock-aus der Gemünder Andreas Laux, gefolgt von Georg Lünebach aus Kall, der mit 157 Punkten und 16 Schock-aus Platz drei belegte. Gewinnerin des Damenpokals war Christel Stüsser aus Zülpich auf Platz sieben mit 146 Punkten und 16 Volltreffern. Aus Zülpich ist auch Thorsten Strick, der mit 93 Punkten und 13 Schock-aus den letzten Platz belegte und dafür mit einer roten Laterne bedacht wurde.

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Rund 100 junge Fußballer nahmen am 6. Sommercamp der Spielgemeinschaft Rinnen, Sötenich, Sistig-Krekel und Golbach auf dem Rinnener Sportplatz teil. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Frankreich, Deutschland, Tunesien und Iran sind Weltmeister

In Rinnen fand zum sechsten Mal das Sommercamp für den Fußballnachwuchs statt – Zahlreiche Wettbewerbe – Junge Kicker eiferten ihren Idolen nach

Kall-Rinnen – Einmal pro Jahr trifft sich die Weltelite auf dem Rinnener Sportplatz. Dann treffen Kicker vom FC Bayern München auf Spieler des FC Barcelona, Real Madrid, Manchester United oder Juventus Turin. Und nicht nur das: Es gibt nicht nur eine Weltmeisterschaft, sondern gleich mehrere. Und entgegen der üblichen Gewohnheiten dauert es von Eröffnungsspiel bis Finale auch nicht vier Wochen, sondern einen halben Tag.

Beim Sommercamp der Fußball-Spielgemeinschaft, die sich aus den Stammvereinen SSV Golbach, SV Rinnen, SV Sistig-Krekel und SV Sötenich zusammensetzt, treten 100 junge Kicker in die Fußstapfen ihrer Vorbilder – und die heißen Cristiano Ronaldo, Neymar oder Robert Lewandowski. Direkt nach der Schule am Freitagmittag beginnt das Camp. „Zur Stärkung gab es Hot Dogs“, berichtete Claudia Weishaupt, Ehefrau des Mitorganisators Stefan Weishaupt.

Dann werden die Kinder nach Alter in die zehn nach bekannten Vereinen benannten Teams aufgeteilt. Auf dem Programm für die drei Tage steht spezielles Fußballtraining, immer wieder aufgelockert durch bestimmte Spielarten wie Flag-Football, Fußball-Billard oder Fußballtennis. Selbst einen Footbonauten haben die Rinnener. Der funktioniert anders als im Profisport aber noch rein analog, nämlich durch Zurufen.

Dribbel-König und härtester Bums

Jeden Tag gibt es auch einen bestimmten Wettbewerb. Freitags wurde der Dribbel-König gesucht und gefunden, samstags der präziseste Schütze, und sonntags, beim Familientag, wurde „der härteste Bums“ gekürt. Dazu wird mit einem Smart-Ball, in dem sich Sensoren befinden, die Geschwindigkeit gemessen. Beim Sieger Josef Moersch, der in der SG-C-Jugend kickt, schlug der Ball mit einem Tempo von 105 Kilometern pro Stunde ins Netz ein. Am Samstag gab es außerdem eine Mini-WM, bei der in den unterschiedlichen Altersklassen Frankreich, Deutschland, Tunesien und der Iran Weltmeister wurden.

„Die Idee für das Camp hatten wir, weil wir nach Finanzierungsmöglichkeiten für unsere Jugendarbeit gesucht haben“, berichtet Ralf Kremp, der bei der Spielgemeinschaft Trainer ist und mit Stefan Weishaupt das Camp organisiert. In den ersten drei Jahren nahmen jeweils 75 Kinder am Sommercamp teil, mittlerweile ist die Teilnehmerzahl auf rund 100 gewachsen.

Teilweise liegt das auch daran, dass seit drei Jahren geflüchtete Kinder in Rinnen mitkicken. Die Flüchtlingshilfe der Gemeinde Kall und die Caritas hatten bei der Spielgemeinschaft angefragt, die natürlich nichts dagegen hatte. Der Verein unterstützt das Vorhaben sogar dadurch, dass er die Kinder – in diesem Jahr waren es zehn, darunter zwei Mädchen – in Kall abholt.

Lieblingskicker CR7

Die Geflüchteten selbst haben eine Menge Spaß. Auffallend: Viele von ihnen tragen die Rückennummer 7, so wie Cristiano Ronaldo, dessen fußballerisches Können ein Anreiz für die Kinder und Jugendlichen ist. „Ein paar seiner Tricks kann ich sogar“, sagt Pito, der bei Keldenich/Scheven im Verein spielt. Enad, der in Golbach kickt, steht auf Ronaldo und Neymar, mag bei den Vereinen aber den 1. FC Köln und Paris Saint-Germain am liebsten. Erstmals dabei war eine Gastmannschaft vom Niederrhein: Neun Kinder, drei Trainer und eine Betreuerin der SF Neersbroich trainierten in Rinnen mit.

Ralf Kremp bedankt sich besonders beim Rewe-Center in Kall. „Rudi Hannes stiftet uns die komplette Verpflegung, ohne ihn wäre das Camp nicht möglich.“ Claudia Weishaupt kommt auch auf den Teamgeist bei den Helfern zu sprechen: Rund 30 Leute sind im Einsatz, egal ob es schüttet wie am Freitag oder wenn wie sonntagsnachmittags die Eltern der Kinder kommen und nicht nur gucken, was ihre Sprösslinge bislang gelernt haben, sondern direkt zum Mitspielen aufgefordert werden.

Eine weitere Besonderheit: Jedes Kind erhält ein Trikot mit seiner Lieblingsnummer und seinem Wunschnamen. „Das ist in der Anmeldegebühr ebenso enthalten wie eine Trinkflasche, ein Turnbeutel, eine Butterbrotdose, ein hochwertiger Fußball und diesmal auch WM-Fanartikel“, zählt Kremp auf. Gewinner ist jedes Kind sowieso, denn jedes erhält einen Pokal. Die Gewinner der drei Wettbewerbe werden ebenfalls ausgezeichnet.

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Im vergangenen Sommer besuchte die Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ Sistig und auch das Lädchen. Mit Erfolg: Das Dorf erreicht als einer von neun Orten im Kreis Euskirchen den fünften Platz beim Wettbewerb. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Sistiger Lädchen besteht seit fünf Jahren

Frischegenossenschaft rettete den Dorfladen im Kaller Außenort – 1200 Produkte im Sortiment – Zahlreiche weitere Dienstleistungen im Angebot

Kall-Sistig – Auf ihr Dorflädchen sind die Sistiger mächtig stolz. Sobald Ortsvorsteher Karl Vermöhlen oder andere Dorfbewohner auf Standortvorteile ihres Orts zu sprechen kommen, wird neben Grundschule, zwei Bäckereien und einem Metzger auch das Sistiger Lädchen genannt.

Dabei sah es vor sechs Jahren erst einmal trüb aus. Die vorherige Ladenbesitzerin Claudia Klinkhammer kündigte an, ihr Geschäft zu schließen. Doch Sistig ohne Lädchen? Das war undenkbar. „Wir hängen an dem Lädchen und haben hier immer eingekauft“, berichtet Resi Lachnitt, Vorstand der Frischegenossenschaft.

Schnell hatte sich eine Lenkungsgruppe gegründet. Ortsvorsteher Karl Vermöhlen erinnert sich daran, wie er und andere Sistiger Kontakt zum Dorv-Zentrum Barmen bei Jülich aufnahmen, wobei Dorv für „Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung“ steht. Die Europäische Union unterstützte die Gruppe dabei sowie bei Workshops, Versammlungen und Umfragen dank des Leader-Ansatzes, mit dem Projekte im ländlichen Raum gefördert werden.

Einzige Frage war: Soll das Sistiger Lädchen von einem Verein oder einer Genossenschaft geführt werden? Auch hier wandte sich das Dorf an Experten in Sachen Genossenschaft: die VR-Bank Nordeifel. Die Sistiger entschieden sich letztlich für die Genossenschaft, weil es wesentliche Vorteile gab. „Die Genossen sind permanent mit dabei und dürfen mitentscheiden“, erklärte Vermöhlen. Während er die Gründung vorbereitete, erstellte der mittlerweile in Chile lebende Dr. Thomas Klein einen Businessplan. Vermöhlen erinnert sich: „Wir haben ordentlich Klinken geputzt und an den Haustüren der Dorfbewohner immer wieder erklärt, was wir vorhaben.“

Das Engagement hat sich gelohnt. Zur Gründungsversammlung der Frischegenossenschaft schlossen sich ihr direkt 80 Personen an, die jeweils fünf Genossenschaftsanteile à 50 Euro (also insgesamt 250 Euro) erwerben mussten, um Stimmrecht zu erhalten. Laut Vermöhlen gut investiertes Geld, denn das Lädchen führt zur Verbesserung der Infrastruktur im Ort und damit auch zur Wertsteigerung. Schnell wuchs die Mitgliederzahl auf mehr als 140 an. „Uns stand ein Startkapital von rund 40.000 Euro zur Verfügung“, berichtet Sandro Hammermüller, Vorstand der Frischegenossenschaft.

Im April 2013, also vor fünf Jahren, startete das Dorflädchen dann seinen Betrieb. Konzeptionell blieb alles beim Alten. Die örtliche Metzgerei liefert die Wurst, die beiden Bäcker im Wechsel die Brötchen, es gibt einen Bücherschrank mit kleiner Sitzecke, wo man bei einem frischen Kaffee schmökern kann, eine Poststelle sowie Annahmeservices für Wäschereinigung und Schuhreparaturen.

Im Sistiger Lädchen kann auch kopiert oder gefaxt werden, es gibt einen EC-Cash-Dienst und die Frischegenossenschaft bietet für Senioren auch einen Lieferservice an. Bei Bedarf können Firmen auch Werbung auf der Rückseite des alle vier Wochen erscheinenden Angebotsflyers schalten, der in einer Auflage von 1200 Exemplaren in die Briefkästen aller Haushalte in Sistig, Frohnrath, Felser, Steinfeld und anderen Dörfern geworfen wird.

Kernstück ist natürlich das Lädchen. 1200 Produkte sind dort verfügbar, komplett abgestimmt auf die Bedürfnisse der Dorfbewohner. Darunter befinden sich selbstverständlich regionale Produkte wie Honig, Nudeln, Wein oder Apfelsaft direkt aus der Umgebung oder gar dem Ort. Einer der Verkaufsschlager kommt allerdings aus Kreta: „Wir sind einer von sieben Standorten in Deutschland für ein bestimmtes Olivenöl“, erzählt Hammermüller stolz. Eigens für das Lädchen produziert wird das Sistiger Ladebier, das Hammermüller mit dem Eifeler Landbier vergleicht.

Neun Menschen sind beim Sistiger Lädchen auf 450-Euro-Basis angestellt, die meisten von ihnen sind Mütter, die einen Halbtagsjob gesucht hatten, aber auch die ehemalige Eigentümerin Claudia Klinkhammer. Pro Tag kaufen etwa 120 bis 140 Menschen im Dorfladen ein, der wochentags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat. Einige Dorfbewohner erledigen ihre Wocheneinkäufe in Sistig, „andere kommen gar nicht einkaufen“, erzählt Hammermüller.

Auch wenn er zugibt, dass das Lädchen immer wieder zu kämpfen habe, funktioniert das Konzept insgesamt doch so gut, dass sich immer wieder andere Dörfer erkundigen, wie die Sistiger das denn machen. Auch zu akademischen Würden ist das Dorflädchen schon gelangt: Zwei Studenten hatten die Frischegenossenschaft als Thema ihrer Bachelorarbeit.

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Stellten den Shuttleservice zur ersten Eifeler Oldienacht im Park von Haus-Dalbenden in Kall-Urft bei „Schäfer-Reisen“ in Mechernich vor (von links): Paul Schneider, Willi Greuel, Guido Bauer und Rolf Schäfer. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mit dem Shuttle zur Oldienacht

Die Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder und das Mechernicher Traditionsunternehmen „Schäfer-Reisen“ stellen am 22. Juni zur „Eifeler Oldienacht“ in Urft insgesamt drei Zubringer-Buslinien zur Verfügung, die die Konzertbesucher nach Mitternacht auch wieder nach Hause bringen

Mechernich/Kall – Drei Shuttlebuslinien zur ersten „Eifeler Oldienacht“ am Freitag, 22. Juni, in Kall-Urft setzt das Mechernicher Traditions-Busunternehmen „Schäfer-Reisen“ ein.

Bei der Nachfolgeveranstaltung der „Mechernicher Oldienacht“, die ab 17.30 Uhr als Open-Air-Konzert im Park des Jugendgästehauses Dalbenden gefeiert wird, treten die legendären „Rattles“, die Bee-Gees-Coverband „Night Fever“, die Sängerin Tertia Botha, das Ensemble „The Wild Bobbin Baboons“, die „Beatles Forever Band“, die „Eifelperlen“, „De Schlingele“ und die Dürener Nachwuchsband „Different“ in Aktion.

Durch das Programm führt DJ Hacky Heinen vom Sender Radio 700. 1000 Tickets sind bereits verkauft worden, so Willi Greuel von der veranstaltenden Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder. Es gibt aber noch genügend Eintrittskarten für 25 Euro beziehungsweise 30 Euro (Sitzplatz) im Vorverkauf bei Bücher Mütter (Bad Münstereifel), SVE-Ticket-Shop und Wochenspiegelbüro (Euskirchen), Rewe-Center (Zülpich),  Bücher Schwinning und „Das Lädchen“ im Bahnhof (Mechernich), Rewe-Center und Bauzentrale Schumacher (Kall), Schneiders Eck (Urft), Buchhandlung Wachtel (Gemünd), Postagentur Herr (Schleiden), Lotto-Toto Winter-Thelen (Kommern) und unter www.karten.hilfsgruppe-eifel.de bei der Hilfsgruppe Eifel.

Start in Blankenheim, Euskirchen und Hellenthal

Die Shuttebusse von „Schäfer-Reisen“ gab es bereits seit Jahren zur Mechernicher Oldienacht in der Firmenicher Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat. Statt damals zwei Linien aus Richtung Euskirchen und aus Richtung Hellenthal setzt Guido Bauer von „Schäfer Reisen“ am 22. Juni nach Urft erstmals drei Shuttlebusse mit je 100 Sitzplätzen Kapazität ein. Der dritte Bus startet in Blankenheim und kommt über Nettersheim zum Festivalgelände nach Urft.

„Wir wollen, dass die Leute beim Open-Air-Fest so richtig abfeiern können ohne sich um die Hinfahrt zu sorgen oder die Rückfahrt in der Nacht selbst organisieren zu müssen“, so Willi Greuel und Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel. Die beiden bedankten sich bei den Firmeninhabern Guido Bauer und Rolf Schäfer, die die Hilfsgruppe seit ihren Anfängen vor über 25 Jahren unterstützen – damals bereits mit Ferienfahrten für Kinder aus dem Gebiet der Reaktorkatastrophe Tschernobyl.

Der Shuttleservice 1 startet um 15.55 Uhr am Bahnhof Euskirchen und stoppt in Euenheim, Wisskirchen, in Kommern am Denkmal (16.35 Uhr), am Mechernicher Bahnhof (16.50 Uhr), am Kaller Busbahnhof (17.10 Uhr und erreicht Dalbenden gegen 17.30 Uhr.

Bus 2 beginnt seinen Zubringerdienst um 16.15 Uhr am Hellenthaler Bahnhof, fährt über Blumenthal, Schleiden (Busbahnhof, 16.35 Uhr), Gemünd (Busbahnhof, 16.55 Uhr), Kall und Sötenich (Haltestelle Trierer Straße, 17.15 Uhr) nach Urft.

Shuttleservice 3 startet um 16.15 Uhr ab Busbahnhof Blankenheim und fährt über Tondorf (Kirche, 16.25 Uhr), Engelgau (Dorfgemeinschaftshaus, 16.35 Uhr), Zingsheim, Nettersheim und Marmagen (Eiffelplatz 17 Uhr) zum Park von Haus Dalbenden.

Die Mitfahrt kostet nur drei Euro pro Strecke, egal ob die Mitreisenden am ersten oder letzten Haltepunkt einsteigen. Willi Greuel: „Es gibt sicher auch die Möglichkeit, zur Hinfahrt den Zug zu benutzen – Urft hat ja einen eigenen Bahnhof – und zurück mit dem Bus zu fahren.“ Die Shuttles treten nach Konzertende um 24 Uhr die Rückreise gegen 0.30 Uhr an.

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Der Bürgerverein Dottel, der derzeit die Geschichte des Dorfes aufarbeitet, lädt für Samstag, 23. Juni, zum Sommerfest ein. Foto: Bürgerverein Dottel/pp/Agentur ProfiPress

Sommerfest in Dottel

Bürgerverein feiert am Samstag, 23. Juni – Start um 15 Uhr mit Diavortrag – Ab 16.30 Uhr Spiele an der Grillhütte

Kall-Dottel – Der Bürgerverein Dottel feiert am Samstag, 23. Juni, Sommerfest in der alten Dotteler Volksschule.

Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren fand dort der letzte Schultag statt. Deshalb lädt der Bürgerverein ab 15 Uhr alle ehemaligen Schüler inklusive Partner zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ein. Der Lehrer Dietrich Glauner wird Dias aus alten Schulzeiten zeigen, aus den Theatergruppen, den Nähkreisen und von den Karnevalszügen.

Um 16.30 Uhr startet das eigentliche Sommerfest an der Grillhütte. Geboten werden Spiele für Jung und Alt und es gibt Leckeres vom Grill. Wer Kuchen oder Salat spenden will, wird gebeten, das unter 02441/4497 anzumelden.

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In Golbach wird von Freitag, 15. Juni, bis einschließlich Montag, 18. Juni, Kirmes gefeiert. Foto: Kirmesteam Golbach/pp/Agentur ProfiPress

Kirmes in Golbach

Programm von Freitag, 15. Juni, bis Montag, 18. Juni – „De Schlingele“ spielen beim Kirmesball – Fußball-Übertragung im Spiegelsaal-Stadion

Kall-Golbach – In Golbach wird von Freitag, 15. Juni, bis Montag, 18. Juni, Kirmes gefeiert. Ausrichter sind der Bürgerverein und der Kapellenchor.

Los geht es am Freitag um 20 Uhr mit einem „Vier gewinnt“-Spieleturnier für Groß und Klein. Am Samstagabend spielt die Eifeler Kirmesband „De Schlingele“ beim Kirmesball und will wie im vergangenen Jahr für eine super Stimmung sorgen und Lust aufs Tanzen machen.

Der Kirmessonntag beginnt um 9 Uhr mit einer heiligen Messe in der Golbacher Kapelle. Je nach Wetterlage findet anschließend der Frühschoppen in der Kneipe oder draußen statt. Tagsüber gibt es ein buntes Kirmestreiben. Kinder können sich auf eine „Monster Truck“-Hüpfburg sowie eine Wurf- und Spielzeugbude freuen. Ebenfalls am Sonntag wird im „Spiegelsaal-Stadion“ das Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko übertragen.

Der letzte Kirmestag, Montag, 18. Juni, startet um 10 Uhr mit einer heiligen Messe in der Kapelle. Zum Ausklang gibt es einen extralangen Frühschoppen, der bis zum Abend dauert.

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Bereits 2015 schlugen die Mechernicher, Wallenthaler und Schevener ihr „Camp St. Agnes“ in Süsterseel direkt an der deutsch-niederländischen Grenze im Selfkant auf. Das Foto entstand während des Jugendgottes-dienstes mit dem Dotteler Pfarrer Hardy Hawinkels (l.) Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Camp St. Agnes 2018

Mechernich/Kall – Das seit 25 Jahren stattfindende jährliche Sommerzeltlager für Kinder und Jugendliche von neun bis 17 Jahren, „Camp St. Agnes 2018“, findet von Montag, 16. Juli, bis einschließlich Freitag, 20. Juli, auf dem Jugendzeltplatz Süsterseel des Kreises Heinsberg an der niederländischen Grenze statt.

 

Teilnehmen können maximal 50 Kinder und Jugendliche ab neun Jahren. Bevorzugt werden in dieser Reihenfolge Anmeldungen aus der Gemeinschaft der Gemeinden Mechernich sowie Wallenthal und Schvenen in der GdG Heiliger Hermann-Josef Kall-Steinfeld, Teilnehmer aus den Vorjahren und deren Geschwister.

 

Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro einschließlich Reisebusfahrt mit „Schäfer-Reisen“ zum Camp und wieder nach Hause. Der Tetanusimpfschutz sollte gegebenenfalls erneuert werden, Sonnenschutz und Schwimmsachen sollten mitgebracht werden.

 

Nähere Einzelheiten muss man den Checklisten und nummerierten Anmeldeformularen entnehmen, die es noch bis 15. Juni 2018 im Pfarrbüro Bleibuir, Pfaffenbrochweg 8, bei Marie-Luise Boden gibt (Tel.: 02443/ 2551, FAX 02443/ 28 01).

 

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Vorstand und Aufsichtsrat der GenoEifel: In der Mitte Vorstandssprecher Malte Duisberg, die zweite von links Koordinatorin Corinne Rasky. Beide werden am Dienstag, 5. Juni, in der Lokalzeit Aachen des WDR-Fernsehens zu sehen und hören sein. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

GenoEifel in der Lokalzeit Aachen

Am Dienstag, 5. Juni, wird die Generationengenossenschaft im WDR-Fernsehen vorgestellt – Live-Interview mit Vorstandssprecher Malte Duisberg im Studio

Eifel/Aachen – Die GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft präsentiert sich am Dienstag, 5. Juni, 19.30 Uhr, in der Lokalzeit Aachen im WDR-Fernsehen. Einen ganzen Morgen begleitet ein Fernsehteam Koordinatorin Corinne Rasky bei drei Begegnungen zwischen Helfern und Hilfesuchenden. Rasky wird außerdem am Nachmittag im GenoEifel-Büro im Kaller Rathaus interviewt. Am Abend wird Malte Duisberg, Vorstandssprecher der GenoEifel, im Aachener Lokalzeit-Studio live Rede und Antwort stehen.

Wer die Sendung verpasst hat, hat am Mittwoch, 6. Juni, 10.35 Uhr, erneut die Möglichkeit, die Lokalzeit Aachen im WDR-Fernsehen zu sehen. Alternativ ist die Sendung auch in der Mediathek auf der Internetseite des WDR abrufbar, unter https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/aachen/lokalzeit-aachen-uebersicht-100.html.

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Bereits am 10. März, also exakt 100 Jahre nach der Gründung, ehrte der Eifelverein Scheven langjährige Mitglieder. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Bezirkswandertag zum Jubiläum

Der Eifelverein Scheven feiert am Sonntag, 10. Juni, ab 9 Uhr, sein 100-jähriges Bestehen – Zwei Wanderungen (15 und sechs Kilometer) werden angeboten

Kall-Scheven – Die Feierlichkeiten des Eifelvereins Scheven zum 100-jährigen Bestehen gehen weiter. Am Sonntag, 10. Juni, findet aufgrund des Jubiläums der Bezirkswandertag des Eifelvereins in Scheven statt.

Ab 9 Uhr beginnt die 15-Kilometer-Wanderung entlang des Bergschadensgebiets Scheven/Mechernich. Wer es etwas kürzer will, kann ab 10 Uhr einmal rund um Scheven laufen. Diese Route umfasst etwa sechs Kilometer. Ab 11 Uhr beginnt ein Frühschoppen, ab 12 Uhr gibt es Gelegenheit zum Mittagessen. Der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Günter Rosenke, wird um 13 Uhr die Vereine begrüßen. Um 14 Uhr beginnt ein buntes Programm mit Tänzen, Spielen, Ehrungen sowie Kaffee und Kuchen.

Bereits am 10. März, exakt 100 Jahre nach der Gründung, hatte der Eifelverein das Jubiläum mit einer Festmesse und anschließendem gemütlichen Beisammensein gefeiert. Dabei ehrte der Eifelverein-Bezirksvorsitzende Herbert Radermacher langjährige Mitglieder, darunter – wie bereits berichtet – Hans-Georg Lehner, der seit 80 Jahren beim Eifelverein ist, sowie Bernd Lauterbach, der seit 60 Jahren Mitglied ist.

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Beim Firmenturnier anlässlich des Sportfestes des Kaller SC treten vier Mannschaften an, um dem runden Leder nachzujagen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Wieder Firmenturnier des KSC

Zum Auftakt des Sportfestes am 8. Juni jagen die Teams von Möbel Brucker, der „ene“, dem Rewe-Center und der „esa“-Security dem runden Leder nach – Landrat-Elf spielt

Kall – Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus: So auch das traditionelle Sommer-Sportfest des Kaller SC, das in diesem Jahr angesichts der bald beginnenden Fußballweltmeisterschaft in Russland schon am zweiten Juni-Wochenende (8. bis 10. Juni) mit diversen Turnieren stattfindet. Es ist eine langgehegte Tradition, dass zum Beginn der Sporttage auch in Kall ansässige Firmen aktiv ins Turnier-Geschehen eingreifen.

Seit Jahren beteiligt sich auch das Möbelhaus Brucker am Firmenturnier. Auch wenn das Traditionsunternehmen keine feste Betriebsmannschaft hat, finden sich immer wieder fußballbegeisterte Mitarbeiter, die sich einmal im Jahr anlässlich des KSC-Sportfestes zu einem verschworenen Fußball-Team formieren. So können Team-Betreuer Sebastian Becker und Firmenchef Andreas Brucker auch in diesem Jahr auf eine starke Mannschaft zurückgreifen.

Mehr als ein Dutzend hoch motivierter Brucker-Kicker werden beim Firmenturnier, das am Freitagabend, 8. Juni, um 19 Uhr beginnt, auf dem Rasen des Kaller Grenzlandstadions auflaufen. Im vergangenen Jahr hatte die Brucker-Mannschaft dank eines 6:1-Sieges über das Team der Firma Papstar mit einer positiven Bilanz von 7:5 Treffern die meisten Turnier-Tore erzielt und trotz zweier Niederlagen gegen die Teams des Rewe-Centers (1:2) und der Energie Nordeifel (0:2) den dritten Platz belegt.

Den gilt es nun am 8. Juni zu verteidigen oder zu verbessern. Gegner des Brucker-Teams sind wieder die Mannschaften von Rewe und Energie Nordeifel (ene). Die Firma Papstar, so KSC-Vorsitzender Wolfgang Kirfel, sei in diesem Jahr nicht dabei. Dafür trete erstmals eine Mannschaft der in Kall ansässigen Sicherheitsfirma „esa“-Security an, deren Stärke derzeit noch keiner einschätzen kann.

Brucker-Teamchef Sebastian Becker ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft beim Turnier erfolgreich mitmischt. Durch die große Zahl der Mitspieler verfügt er über ein großes Potenzial an guten Auswechselspielern.

Das Sportfest beginnt am Freitag, 8. Juni, um 17 Uhr mit Jugend-Fußballspielen, denen sich um 19 Uhr auf zwei Spielfeldern das Firmenturnier anschließt.

Am Samstag, 9. Juni, finden ab 13 Uhr Jugendspiele statt. Um 16 Uhr spielt die Landrat-Rosenke-Elf. Im Anschluss um 17 Uhr beginnt ein Turnier von Freizeit-Mannschaften. Parallel zum Geschehen auf dem Fußballplatz finden in der Sporthalle nebenan diverse Handballspiele statt. Am Abend steht ein gemütliches Beisammensein mit Musik am Sportlerheim statt.

Das Sportfest endet sonntags mit Jugendfußball (ab 11 Uhr) und einem Spiel der ersten Mannschaft um 15 Uhr.

pp/Agentur ProfiPress


Hermann Warscheid (2.v.l.) aus dem rheinland-pfälzischen Bettenfeld gewann den Nordeifel Super-Cup und 1000 Euro Preisgeld. Paul Schneider (Mitte) von der Hilfsgruppe Eifel übergab den erfolgreichen Spielern die Siegerpokale. Rechts Turnierleiter Ingo Klein. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Sieben Stunden lang gereizt

Das erste Skatturnier um den „Nordeifel Super Cup“ war ein großer Erfolg – 124 Kartenspieler in der Bürgerhalle – Die VR-Bank Nordeifel als Hauptsponsor gewonnen – 1000 Euro für den Turniersieger – Der Erlös geht an die Hilfsgruppe Eifel

Kall – Schauplatz eines großen Skatturniers war am Pfingstmontag die Bürgerhalle in Kall, wo 124 Männer und Frauen stundenlang reizten und um Punkte für den Gewinn des ersten „Nordeifel Super Cups“ wetteiferten. Bei dem Turnier, mit der VR-Bank Nordeifel als Hauptsponsor, ging es um ein garantiertes Preisgeld von insgesamt 2300 Euro. Zudem winkten den erfolgreichsten Teilnehmern Gutscheine und Sachpreise im Wert von weiteren 2000 Euro. Größter Gewinner des Skatwettbewerbs war aber am Ende die Hilfsgruppe Eifel, für die der gesamte Erlös des Turniers bestimmt war.

Veranstalter des Turniers war eine private Initiative um den Skat-Experten Ingo Klein aus Mechernich, der als Mitglied im Hobby-Skat-Club Spay bei Koblenz in der zweiten Bundesliga spielt. Klein ist auch einer der Turnierleiter bei den beliebten Skat-Reisen des Mechernicher Bus-Unternehmens Schäfer-Reisen im In- und Ausland.

Schon seit längerer Zeit plante Klein, ein Benefiz-Turnier zugunsten der Hilfsgruppe Eifel zu veranstalten. In seinem Verwandten Dieter Klein, der bei den Skatfreunden Bronsfeld spielt, fand er einen Mitstreiter für die umfangreiche Organisation des ersten Nordeifel Super-Cups am Pfingstmontag in Kall. Die VR-Bank Nordeifel konnten die beiden Kleins als Hauptsponsor gewinnen.

Durch seine Turnierleiter-Tätigkeit bei den Schäfer-Skatreisen kennt Ingo Klein Skatspieler aus der ganzen Republik. „Wir waren dieses Jahr allein mit 160 Teilnehmern in Mallorca“, berichtete Klein in Kall. Durch seine guten Kontakte habe er zahlreiche Skat-Spieler für die Teilnahme am Kaller Turnier begeistern können. Ein Aufruf bei Facebook habe ebenfalls Mitspieler nach Kall gelockt. Teilnehmer kam aus Belgien, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und aus ganz Nordrhein-Westfalen zum Benefiz-Turnier nach Kall.

Verlockend war das Preisgeld, das den Siegern winkte. 1000 Euro Siegprämie waren für den Turnier-Gewinner ausgelobt, der Zweite bekam 600 Euro, der Dritte 400 Euro und der Vierte immerhin noch 300 Euro. Gespielt wurde in drei Serien mit 48 Spielen. Nach jeder Serie wechselte die Besetzung an den Spieltischen. Gespielt wurde mit dem offiziellen vierfarbigen Turnierblatt, das sich farblich vom herkömmlichen Skatblatt unterscheidet: Gelb ist Karo, Rot ist Herz, Schwarz ist Kreuz und Grün ist Pik.

Beim Turnier in Kall zeigte sich, dass das Skatspiel nicht nur Männersache ist, denn auch ein Dutzend Damen reizte kräftig mit. Dass Skatspielen offensichtlich auch geistig fit hält, wurde ebenfalls deutlich: Mit 89 Jahren war Franz Firmenich aus Euskirchen ältester Teilnehmer. Walter Tönnessen aus Übach-Palenberg trat in Kall mit 84 Jahren an.

82 Jahre alt ist der zweifache Skat-Vize-Weltmeister Erich Hofmann aus Kall, der beim Pfingstturnier als Lokalmatador antrat. Dreimal pro Woche, so Hofmann, frönt er dem Skatspiel, wobei es ihn immer mittwochs zu seinen Skatfreunden nach Köln zieht.

Während des siebenstündigen Skat-Marathons hatten alle Akteure die Möglichkeit, ein Trikot des 1. FC Köln mit den Unterschriften aller Spieler zugunsten der Hilfsgruppe Eifel zu ersteigern. Am Ende war es der Wuppertaler Günter Scholz, dem das rot-weiße Trikot des künftigen Zweitligisten aus der Domstadt 160 Euro wert war.

Zur Siegerehrung war der Gabentisch reich gedeckt. Vom Gutschein über 500 Liter Heizöl, über Reise- und Tankgutscheine bis hin zu Winkelschleifer und Kabeltrommel reichte die Palette der Preise, die von vielen Sponsoren für die Siegerehrung gestiftet worden waren.

„Super Turnier, gute Organisation und tolle Preise“, urteilte ein Mitspieler aus Essen und stellte damit den Organisatoren ein überaus gutes Zeugnis aus. In der Tat hatten Ingo und Dieter Klein unter Bekannten und Verwandten ein Serviceteam gefunden, das den ganzen Tag über mit Essen und Trinken sowie Kaffee und Kuchen dafür gesorgt hatte, dass es den Turnierteilnehmern an nichts fehlte.

Die Pokalübergabe vollzog Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel, nachdem er berichtet hatte, dass das gespendete Geld für die Mitfinanzierung des Elternhauses an der Bonner Uni-Klinik verwendet werde. In diesem Haus wohnen Eltern während der Krebsbehandlung ihrer Kinder und können denen damit in der schweren Zeit ganz nahe sein.

Gewinner des Nordeifel Super-Cups und des Preisgeldes von 1000 Euro war Hermann Warscheid vom Skatclub „Vulkanasse“ Bettenfeld mit 4115 Punkten. Für den zweiten Platz mit 4006 Punkten bekam Edgar Dimmer vom Skatclub Bitburg Pokal und ein Preisgeld von 600 Euro. Platz drei, für den es 400 Euro gab, belegte mit 3967 Punkten Mario Bädorf vom Club „Kreuz Bube“ Euskirchen. Ein Preisgeld von immerhin 300 Euro konnte der Remscheider Hans-Gerd Plätzer vom Skatverein Lüttringhausen für den vierten Platz mit nach Hause nehmen.

Ingo und Dieter Klein hoffen jetzt, dass durch das Turnier eine stattliche Spendensumme für die Hilfsgruppe zusammenkommt. Nachdem diese feststeht, werden sie den Erlös beim nächsten Monatstreffen der Hilfsgruppe in Roggendorf überreichen.

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Kinderliedersänger Uwe Reetz wird das Fest um 11 Uhr mit der WDR-Maus und Käpt‘n Blaubär eröffnen und mit den kleinen Besuchern seine bekannten Lieder singen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Kinder stehen im Mittelpunkt

Buntes Programm zum großen Familienfest der Hilfsgruppe im Park des Urfter Jugendgästehauses Dalbenden – Auch die WDR-Maus und Käpt’n Blaubär kommen – Sieben Stunden Bühnenprogramm – Greifvogel-Flüge und Pömpelwerfen

Kall-Urft – „Die Kinder stehen an diesem Tag absolut im Mittelpunkt“, lautet das Credo des Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel im Vorfeld des großen Familienfestes, das die Hilfsgruppe Eifel am Sonntag, 24. Juni, zusammen mit dem Schullandverein Wuppertal im Park des Jugendgästehauses Dalbenden in Urft veranstaltet. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für das Fest, das zwei Tage nach der ersten Eifeler Oldienacht an gleicher Stelle stattfindet. „Für die kleinen und großen Besucher gibt es an diesem Sonntag viele Überraschungen“, verspricht Willi Greuel.

Von 11 bis 18 Uhr werden sich mehrere Bands auf der großen Showbühne abwechseln, im Park selbst gibt es ein ganztägiges Programm für die ganze Familie. Wobei, so Willi Greuel, „die Kinder immer und überall Vorfahrt haben“. Sie können sich über den Besuch der WDR-Maus mit Kinder-Kultfigur Käpt’n Blaubär freuen, die das Fest mit dem Kommerner Kinderliedersänger Uwe Reetz eröffnen.

Nachdem das erste große gemeinsame Familienfest in Urft im vergangenen Jahr anlässlich der Geburtstage der Hilfsgruppe und des Jugendgästehauses infolge heftiger Regengüsse abgebrochen werden musste, war es dennoch ein so großer Erfolg, dass für Willi Greuel und die Vorsitzende des Schullandvereines, Gabriela Rittinghaus-Koppers, feststand: „Dieses schöne Fest schreit nach Wiederholung“.

Getrau der Devise „Nach dem Fest ist vor dem Fest“ begann die Hilfsgruppe zusammen mit Gabriela Rittinghaus-Koppers und den Gästehausbetreibern Jürgen und Christine Augsten mit der Planung des zweiten Familienfestes in Kombination mit der Eifeler Oldienacht. Ergebnis dieser Familientag-Planung ist ein siebenstündiges, vollgepacktes Bühnen- und Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt, das von dem Entertainer Julian Heldt moderiert wird.

Am Eingang zum Park bitten Mitglieder der Hilfsgruppe die erwachsenen Besucher an diesem Tag um ein freiwilliges Eintrittsgeld von drei Euro. Jeder, der diese drei Euro gibt, bekommt dafür ein Los, mit dem er an einer großen Tombola teilnimmt, bei der es hochkarätige Preise zu gewinnen gibt, die stündlich ausgelost werden. Gewinne sind zum Beispiel ein Reisegutschein im Wert von 750 Euro, ein großer Flachbild-Fernseher, eine Waschmaschine, ein Kühlschrank und viele andere wertvolle Sachen.

Das Bühnenprogramm beginnt um 11 Uhr mit der Begrüßung von Uwe Reetz und den Fernsehfiguren Maus und Käpt’n Blaubär. Es folgen im Halbstunden-Takt die internationale Percussiongruppe Kalimba, die Stimmungsband „Zack“ aus Düren, die Silver Trumpets, die kroatische Folkloregruppe „HKM – Koraci & Tudini“, der Musikverein Pesch/Reifferscheid, die Dreiborner Drums & Pipes, die „James Brass Band“, die Hilfsgruppen-Sängerin Emely, die Nachwuchs-Band TBRT und zum Abschluss die Top-Band RoxxBusters.

Auf der Festwiese gibt es zahlreiche Kinderspiele, Kinderschminken, Wurfbuden, ein Stand mit Pömpelwerfen, ein Karussell und vieles mehr. Die Greifvogelstation des Hellenthaler Wildfreigeheges präsentiert Flugshows mit Greifvögeln. Neben Imbissständen gibt es Angebote von kurdischen Spezialitäten. Für die kleinen Besucher gibt es extra Kinderportionen. Gleiches gilt am separaten Getränkestand für Kinder. Natürlich gibt es in einem Café auch Kaffee und Kuchen, wobei sich die Hilfsgruppe über Kuchenspenden freuen würde.

Während des Festes im Park finden eine Präsentation von Oldtimer-Traktoren sowie ein Trödelmarkt statt, bei dem Kinderspielzeug, Bekleidung oder sonstige Sachen angeboten werden. Anmeldungen für eine Teilnahme am Trödelmarkt sind beim Jugendgästehaus unter der E-Mail-Adresse geschützte E-Mail-Adresse als Grafik möglich.

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Kalimba im Schlagzeugparadies: Die 500-Euro-Spende hat das Percussion-Ensemble in neue Instrumente gesteckt. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

500 Euro für Kalimba

Verein „Vielfalt Leben“ spendete Geld an interkulturelles Percussion-Ensemble – Verwendungszweck war Instrumentenkauf

Kall – Das in Kall ansässige interkulturelle Percussion-Ensemble Kalimba hat kürzlich vom Verein „Vielfalt Leben“ eine Spende in Höhe von 500 Euro für Musikinstrumente erhalten. Beantragt hatte die Spende die Kaller Gemeindeverwaltung für die Flüchtlingshilfe Kall. „Wir freuen uns natürlich über die zusätzliche Unterstützung für das tolle Projekt“, meinte die Kaller Integrationsbeauftragte Alice Gempfer.

Der 2015 gegründete Verein ist eng an die Kreisverwaltung Euskirchen und das dort angegliederte Kommunale Bildungszentrum (Kobiz) angebunden und sammelt Geld für die unterschiedlichsten Projekte, wie es der Vereinsvorsitzende Markus Ramers erklärt.

„Ich habe die Gruppe selbst schon ein- oder zweimal erleben dürfen und weiß deshalb, mit welcher Freude und Leidenschaft dort Musik gemacht wird. Kalimba liefert einen wertvollen Beitrag für die Integrationsarbeit“, so Ramers weiter. Der Verein selbst betrachtet sich als stiller Helfer im Hintergrund und hat unter anderem schon Projekte wie das „Haus der kleinen Forscher“ mitfinanziert, aber auch inklusive Projekte, Spielzeuge oder Eintrittskarten.

Die Instrumente hat die Gruppe um Reiner Klein bereits gekauft und mit einem Ausflug nach Köln verbunden. Dort bestiegen die Musiker den Südturm des Kölner Doms. „Für die Strapazen des Aufstiegs über die 533 Stufen auf eine Höhe von knapp 100 Meter wurden wir mit einem einmaligen Blick über die Stadt und das Umland belohnt“, meinte Reiner Klein.

Anschließend ging es ins Drum Center, wo die jungen Leute die Percussion-Instrumente und Schlagzeuge vor dem Kauf sogar ausprobieren durften. Knapp zwei Stunden dauerte der Kauf, Drum-Center-Eigentümer Dieter Blahak rundete den Betrag auf einen Gesamtpreis von 500 Euro ab.

Am Rhein entlang ging es zurück zum Bahnhof. Ein unverhofftes Highlight erlebte die Gruppe aus Kall noch im Zug: Die Kinder durften einen Blick in den Führerstand des Triebwagens werfen. Triebwagenführer und Zugbegleiter beantworteten auch noch Fragen der neugierigen Kinder und Jugendlichen.

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Haben sich für die sechste Green Ireland Night in Rinnen einiges einfallen lassen. Von links: Andreas Bellgardt, André Ruzek und Heike Huber. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die sechste „Green Ireland Night“

Der Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen steckt seit Wochen in den Vorbereitungen – Whiskey, Musik und Köstlichkeiten von der grünen Insel am Samstag, 16. Juni, im Bürgerhaus

Kall-Rinnen – Die irischen Nationalfarben Grün, Weiß und Orange bestimmen am Samstag, 16. Juni, wieder das Bild im Bürgerhaus Rinnen, wo an diesem Abend ab 19 Uhr die nunmehr sechste „Green Ireland Night“ stattfindet. In den letzten fünf Jahren hat dieses Event, das mit dem dritten Samstag im Juni einen festen Platz im Veranstaltungs-Kalender der Gemeinde eingenommen hat, Kultstatus erreicht. Deshalb rechnet der Theaterverein „Einigkeit“ auch in diesem Jahr mit einem großen Besucherandrang.

Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen für die beliebte und weit über die Gemeindegrenzen hinweg bekannte Nacht mit „Irish Folk, Whiskey and Beer“ auf Hochtouren. Das Bürgerhaus wird auch diesmal wieder in einen großen Pub mit entsprechender stilechter Dekoration verwandelt. Verschiedene Sorten Bier stehen im Pub parat.

Alle Erlöse der bisherigen irischen Nächte in Rinnen wurden für den Erhalt des Bürgerhauses verwendet, das seit vier Jahren vom Theaterverein bewirtschaftet wird. In dieser Zeit habe das Bürgerhaus ein neues Dach und einen neuen Fußboden bekommen, berichteten die Mitorganisatoren Andreas Bellgardt, Heike Huber und André Ruzek bei der Vorstellung des Programms. Jetzt stünden ein neuer Anstrich und die Gestaltung der Außenanlagen auf der Agenda.

Erstmals werde deshalb in diesem Jahr ein geringes Eintrittsgeld von fünf Euro erhoben, weil mit der Größe der Veranstaltung auch die Kosten wachsen. Das Motto „Ein tolles Programm und zivile Preise“ habe jedoch weiterhin Bestand, so Andreas Bellgardt: „Es wird wieder ein unterhaltsamer Abend.“

Eröffnet wird der Abend mit zauberhaften Harfenklängen der Musikerin Nina Jakobus. Danach lassen die Tänzer und Tänzerinnen der Show-Formation „Bon(n) Roses“ die Bühnenbretter des Bürgerhauses erzittern. Für irische Musik sorgt anschließend die Irish-Folk-Band „Green, White, Orange“.

In der Theaterkneipe am Bürgerhaus wird es erstmals eine Irish-Coffee-Bar geben, in der Mix-Getränke mit Whiskey angeboten werden, während es an der Whiskey-Bar im Pub-Zelt vor der Halle verschiedene Whiskeysorten zu genießen gibt.

Vor dem Bürgerhaus findet der Besucher eine Gourmet-Meile vor, auf der auch kulinarische Genüsse der grünen Insel angeboten werden. An erster Stelle das traditionelle Eintopfgericht „Irish Stew“ (Stobhach Gaelach), eine Suppenspezialität, die in Irland mit Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie angerichtet wird.

Anwesend ist auch der ehemalige Sterne-Koch Michel Biard, der in zwei Food-Wagen spezielle Gerichte anbietet, so Mitorganisator André Ruzek. Zudem würden Stände mit irischen Bekleidungsstücken das Bild der sechsten Green Ireland Night abrunden.

www.theaterverein-rinnen.de

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Kindertrödel beim Familienfest

Großer Tag der Hilfsgruppe Eifel im Park von „Haus Dalbenden“ in Urft am 24. Juni ab 11 Uhr

Kall-Urft – Ein Eifeler Familienfest veranstaltet die Hilfegruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder am Sonntag, 24. Juni, ab 11 Uhr rund ums Jugendgästehaus Dalbenden in Urft.

Wie Hilfsgruppen-Sprecher Willi Greuel mitteilt, können bei einem auf dem Familienfest stattfindenden Trödelmarkt im Park von „Haus Dalbenden“ Kindersachen und Spielsachen zum Kauf angeboten werden. Interessenten melden sich unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik Kontaktmöglichkeiten zur Hilfsgruppe gibt es auch über Willi Greuel,  geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

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Das Joscho Stephan Quartett überzeugte in Kall durch Spielfreude und mitreißende Musik. Von links: Sebastian Reimann, Joscho Stephan, Stefan Berger und Günter Stephan. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein musikalisches Feuerwerk

Fliegende Finger und wippende Füße – Das Joscho Stephan Quartett wandelte im Saal Gier auf den Spuren des legendären Jazz-Gitarristen Django Reinhardt – Furioser Gypsy Swing

Kall – Da konnte niemand die Füße stillhalten oder ruhig sitzen bleiben, als das Joscho Stephan Quartett den voll besetzten Saal Gier in Kall erzittern ließ. Denn der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier hatte innerhalb des Kulturprogramms mit dem Jazz-Gitarristen Joscho Stephan und seinen drei Musiker-Kollegen eine Band verpflichtet, die die Füße der Besucher direkt nach den ersten Takten zum Wippen animierte. Gut zwei Stunden lang brannten Joscho und Co. ein furioses musikalisches Feuerwerk ab, das bei den Besuchern noch lange nachklingen wird.

Schon zweimal hatte der aus Mönchengladbach stammende Ausnahmemusiker in der Vergangenheit im Kulturraum der Energie Nordeifel (ene) in Kall gastiert, wo im vergangenen Jahr auch das aktuelle Album „Joscho Stephan Quartett LIVE“ aufgenommen wurde, aus dem das Quartett auch jetzt im Saal Gier einige Stücke zu Gehör brachte.

In Kall wandelte der 39-jährige Joscho Stephan auf den Spuren des legendären Jazz-Gitarristen Django Reinhardt, der in den 30er-Jahren mit dem Gypsy Swing eine unverwechselbare rhythmische Musik schuf. Mit seinen eigenen Kompositionen hat Joscho der großen Vaterfigur des Gypsy Swing ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Der Gitarren-Virtuose faszinierte die Zuhörer im Saal Gier mit dem Tempo, mit dem er seine Finger über die Saiten seiner vom deutschen Gitarrenbauer Jürgen Volkert geschaffenen Gypsy-Jazz-Gitarre mit dem D-förmigen Schallloch fliegen ließ. Mit „Hey Joe“ erinnerte Stephan auch an den legendären Musiker Jimi Hendrix, der beim Gitarrenspiel ebenfalls so flink mit den Fingern war.

Der Musiker glänzte auch als Moderator, wobei er seine Qualitäten als versierter Entertainer unter Beweis stellte. Bei den Anmoderationen seiner Stücke überraschte er immer wieder mit kleinen Storys über seine Mitspieler, aber auch mit selbstironischen Bekenntnissen.

Die Kollegen an der Geige, dem Kontrabass und der Rhythmusgitarre standen dem großen international ausgezeichneten Jazz-Gitarristen in nichts nach. An der Rhythmusgitarre, dem laut Joscho am schwersten zu spielenden Instrument im Quartett, agierte Vater Günter Stephan, der seinem Filius bereits im Alter von sechs Jahren das Gitarrenspiel gelehrt und damit die Basis für den jetzigen Erfolg seines Sohnes geschaffen hatte.

Mit dem aus Konstanz am Bodensee stammenden Violine-Virtuosen Sebastian Reimann hat Stephan seit 2003 einen bekannten Konzertmeister an seiner Seite, der auch schon im Alter von sieben Jahren das Geigenspiel beherrschte, mit 14 Jahren jüngstes Mitglied im Kammerorchester „Concerto Constanz“ war und bereits zwei Jahre später Konzertmeister dieses Ensembles wurde. In Kall begeisterte Reimann mit seinem furiosen Geigenspiel, bei dem er den Geigenbogen nur so fliegen ließ oder sein Instrument bei Balladen sacht bearbeitete und zum Singen brachte.

Fingerfertigkeit am Kontrabass bewies auch der Bassist, Komponist und Bühnenmusiker Stefan Berger, der neu zum Quartett gestoßen ist. Mit seinen sensationellen Soli riss Berger das Kaller Publikum mehrfach zu Beifallsstürmen hin.

Nach dem Konzert bedankte sich Uwe Schubinski, der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier, bei den Musikern, die jederzeit in Kall willkommen seien.

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Vier für Hermann Josef: Georg Alt (v.l.), Paul Görgen, Edgar Kolrep und Hermann-Josef Henn waren aus Kalterherberg zu Fuß nach Steinfeld gepilgert. Sie sind seit Jahren Träger des Sarkophags bei der Erhebung der Gebeine des Eifelheiligen. Foto: Stefan Lieser/KStA/KR/pp/Agentur ProfiPress

Feierlicher Auftakt zum Hermann-Josef-Fest

Vier Männer aus Kalterherberg pilgern jedes Jahr nach Steinfeld, um die Gebeine des Eifelpatrons zu erheben – Feierlichkeiten bis Pfingstmontag

Kall-Steinfeld - Mit der Erhebung der Gebeine des Heiligen Hermann-Josef haben im Kloster Steinfeld die traditionellen Feiern zum Todestag  des Eifelpatrons begonnen. Sie enden Pfingstmontag.

Was sind da schon 33 Kilometer, um dabei zu sein? Seit jeher legen Pilger aus Kalterherberg auf dem Hohen Venn diesen Weg zum Eifelkloster Steinfeld zurück, um den Sarkophag mit den sterblichen Überresten des heiligmäßigen Prämonstratensers aus dem 12./13. Jahrhundert zu tragen.

Georg Alt, Paul Görgen, Edgar Kolrep und Hermann-Josef Henn wirkten nicht erschöpft, eher gut erholt, als sie das Kirchenschiff der Steinfelder Klosterbasilika betraten: „Wir sind wie immer am Morgen um neun Uhr in Kalterherberg gestartet“, berichtete das Quartett an der Spitze einer größeren Pilgergruppe im Gespräch mit dem Reporter Stefan Lieser.

„Das Pilgerkreuz geschmückt mit geweihten Palmzweigen in der Hand, so war es durch Feld und Flur gegangen“, schreibt der Journalist in den in der Eifel erscheinenden Kölner Tageszeitungen: „Mit Zwischenstopp unter anderem am Gedenkkreuz der Kaltherberger Hermann-Josef-Pilger in Hellenthal.“

 

Neustart mit Berthold Thoma

 

Vor 31 Jahren hatte Berthold Thoma aus Kalterherberg einen Neustart der Fußwallfahrt anlässlich des Hermann-Josef-Festes in Steinfeld versucht, um so an die einstige Verbundenheit der Klöster Reichenstein bei Kalterherberg und Steinfeld bei Kall zu erinnern. „Seitdem ist die Pilgerfahrt, die zuvor eingeschlafen war, wieder lebendig“, freute sich Beate Thomas im Interview. Auch sie hatte in diesem Jahr die Mühen der 33 Kilometer langen Strecke nicht gescheut.

„Kölnische Rundschau“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ schreiben: „Das Quartett der Ü-50-Herren an der Spitze der Kalterherberger, die nun mit Fußwallfahrern etwa aus Urft oder Kall in die Steinfelder Basilika einzogen, bog anders als die anderen im Kirchenschiff nach links in die Krypta ab.“

Die Männer sind seit Jahren die Träger des Sarkophags des Heiligen Hermann-Josef, dessen Gebeine im Schrein aus Urfter Marmor an diesem Abend feierlich erhoben werden sollten – der Auftakt zu den einwöchigen Feiern des Schutzpatrons und Eifelheiligen, die am Pfingstmontag enden. Stefan Lieser: „Wie immer waren auch jetzt Äpfel auf dem Marmorschrein von Gläubigen abgelegt worden, dazu frische Feldblumen.“

Hermann-Josef, um 1150 in Köln geboren, 1241 oder 1252 im Kloster Hoven bei Zülpich gestorben, soll schon vor seiner Aufnahme als Chorherr der Prämonstratenser in St. Maria im Kapitol in Köln der Gottesmutter Äpfel als Geschenk dargebracht haben. Er gilt als Patron der Uhrmacher, der Mütter und Kinder – und eben als „Apfelheiliger“.

 

Messdiener sammelten für Romfahrt

 

Im Kirchenschiff erklang festlich-machtvoll die König-Orgel zum „Hermann-Josef-Lied“ der Gemeinde. Die Geistlichkeit mit Pfarrer und GdG-Leiter Pater Wieslaw Kaczor SDS als Hauptzelebrant bezog mitsamt der Steinfelder Messdiener, die kurz zuvor noch im Kirchenvorraum Spenden für ihre Fahrt nach Rom gesammelt hatten, Position am Hauptaltar.

In der Zeitung heißt es: „Georg Alt, Paul Görgen, Edgar Kolrep und Hermann-Josef Henn, jetzt in weiße Alben gewandet, verharrten still an der Kopfseite des Schreins. Ein Schlüsseldreh, der Schrein wurde geräuschlos geöffnet. Behutsam zogen die Vier aus Kalterherberg den Sarkophag aus reich gemasertem Edelholz heraus. Auf der Oberseite ist er durchbrochen und gibt so den Blick frei auf die konservierten Reliquien.“

Und weiter: „Alt, Görgen, Kolrep und Henn griffen auf ein unhörbares Kommando zu und nahmen den Sarkophag mit sicherem gleichzeitigem Schwung auf dem Tragegestell auf und beides auf ihre Schulter – die Erhebung. Jetzt eine stolperfreie Runde über die buckeligen historischen Steinplatten der Basilika zum für die Verehrung durch die Gläubigen vorgesehenen rechten Seitenaltar.“

„Hierher zu pilgern ist für mich einmal im Jahr wie ein seelisches Grundreinemachen“, sagte Beate Thomas dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jetzt hatte auch sie das Ziel ihrer Wallfahrt vor Augen. Hunderte wird es wie sie noch bis zum kommenden Pfingstmontag hierherziehen. Einer der prominentesten Beter vor den Gebeinen des hl. Hermann Josef war am Sonntag schon da: Aachens Bischof Dr. Helmut Dieser war Hauptzelebrant des Festhochamtes.

Im Anschluss an die folgende Reliquienprozession wurde dann gefeiert, unter anderem mit einem Platzkonzert des Musikvereins Sötenich. Bis Pfingstmontag sind die Gebeine des Heiligen nun erhoben, dann geht es zurück unter die schützende Tumba aus Urfter Marmor mitten im Kirchenschiff. Dort sollen die Reliquien dann wieder für ein Jahr ruhen. Lieser: „Und die Äpfel für den „Apfelheiligen“ werden sich wie von Geisterhand immer wieder erneuern.“

Bis zum Pfingstmontag, 21. Mai, besteht Gelegenheit zum Gebet vor den Gebeinen des Heiligen Hermann-Josef in der Basilika in Steinfeld.

pp/Agentur ProfiPress


Mitarbeiter der Nordeifelwerkstätten in Kall boten auf ihrem Frühlingsmarkt „Blumen & mehr“ zum Verkauf an. Foto: Stefan Lieser/KR/KStA/pp/Agentur ProfiPress

Kräuter und Kamellen

Mitarbeiter der Nordeifelwerkstätten und Betreuer boten auf ihrem dritten Frühjahrsmarkt im Kaller Gewerbegebiet „Blumen & mehr“ an – Duftstoff gegen Schnecken

Kall - Blumen, Küchenkräuter oder Süßes aus der Bonbon-Manufaktur boten die Nordeifelwerkstätten (NEW) am Samstag im Kaller Gewerbegebiet passend zur Pflanzsaison an. Der Frühlingsmarkt stand unter der Prämisse „Blumen & mehr“. Es war der dritte Saisonmarkt dieser Art auf dem NEW-Areal am Siemensring.

Die Kundschaft zeigte reges Interesse an Geranien, Petunien, Tomaten, Kürbissen und Paprika, die zum Teil von den Mitarbeitern im NEW-Gewächshaus in Kuchenheim selbst herangezogen worden waren. Für Garten und Küche fand sich allerlei Grünes und Blühendes in Gärtnerqualität. „NEW-Gärtnerin Hildegard Frings hat ein Auge auf das, was da wächst“, schreibt der Journalist Stefan Lieser in den in der Gemeinde Kall erscheinenden Tageszeitungen.

Für die NEW-Mitarbeiter, die sich so um frisches neues Grün bemühen, ist der kleine Frühlingsmarkt aus mehreren Gründen lohnend: Sie können im Kundengespräch erfahren, wie das Produkt ihrer Arbeit beurteilt wird, und verdienen am Verkaufserlös: „Die Einnahmen kommen komplett den Mitarbeitern zugute“, so Jennifer Schütt-Winter von den NEW im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“.

Duftender Exot aus Südafrika

Manches eher Exotische wird von der Gärtnerei beim Fachgroßhandel hinzugekauft, um das Angebot des Frühlingsmarkts zu vergrößern. Etwa die beliebten Wandelröschen oder auch die „Celia“ aus Südafrika: „Die heißt bei Kunden und Mitarbeitern nur Gehirnpflanze, weil die Blütenform wie ein Gehirn aussieht“, sagte Jennifer Schütt-Winter.

Praktisch als Ausgleich zur seltenen Form leuchte „Celia“ umso mehr in kräftigen Farben. Gärtners Freund sei sie aber aus einem anderen Grund. „Die Celia enthält in den Blättern den Duftstoff »Graniol«, der hält die Schnecken vom Blumenbeet fern“, erklärte Gärtnerin Hildegard Frings dem Reporter.

Blumen, Pflanzen, eine Cafeteria, ein Dekorationsartikel-Büdchen, der Nimm-es-mit-Markt der NEW und besagte Bonbon-Manufaktur des Unternehmens bestückten den dritten Frühjahrsmarkt. „Wir haben aktuell 16 Geschmacksrichtungen im Angebot, die Sie bei der Bestellung mischen können, wie Sie wollen“, berichtete Michael Baum von den NEW.

Neu unter den „Rockbonbons“ im Retro-Style seien Apfel-Lakritz und Kokos-Pfirsich. Auf der Internetseite der Manufaktur steht ein „Konfigurator“ bereit, mit dem man sich individuell seine Geschmacksnoten für die süße Sendung zusammenstellen kann. Die Auswahl schickt man per E-Mail an das Team von Michael Baum – und schon wird die Kombi für den Verkauf fertiggemacht. Stefan Lieser: „Wer in Kall nicht zum Zuge kam, der findet Pflanzen und Kräuter auch im NEW-Cap-Markt in Kuchenheim.“ www.die-bonbon-manufaktur.de

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Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser (v.l.) ist selbst GenoEifel-Mitglied. Im Hintergrund Karl Vermöhlen, Johanna Mertens und Malte Duisberg, die die Genossenschaft vorstellten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Wertvoll fühlen und wertvoll sein

Die GenoEifel stellte sich in Kall im Saal Gier vor – Hilfe-Helfer-Genossenschaft widmet sich den kleinen Problemen des Alltags – Förderung läuft noch bis 2021 Kall – Es sind die augenscheinlich kleinen Probleme, die besonders für ältere Menschen oft zu unlösbaren Aufgaben führen. Die Ehefrau, die nicht zu ihrem Mann ins Krankenhaus kommt, weil sie keinen Führerschein an. Die Seniorin, die es vordergründig nicht mehr schafft, die vertrockneten Blumen aus ihrem Blumenbeet zu pflücken, eigentlich aber auf der Suche nach ein wenig Gesellschaft ist. Denn die Kinder wohnen, im Gegensatz zu früher, nicht mehr zwangsläufig direkt in der Nähe. Doch wer hilft? In der Nordeifel gibt es seit fast einem Jahr die GenoEifel – die Generationengenossenschaft. 165 Mitglieder haben sich ihr mittlerweile angeschlossen. Jetzt stellte sich die Genossenschaft im Saal Gier in Kall interessierten Bürgern vor. Denn die GenoEifel muss wachsen, sie lebt von ihren Mitgliedern, nur so funktioniert das Hilfe-Helfer-Netzwerk. Es ist die alte Geschichte vom Geben und Nehmen. Menschen, die Hilfe benötigen bei den kleinen Dingen des Alltags, wenden sich an die GenoEifel, deren Hauptbüro derzeit im Kaller Rathaus, ab Herbst direkt nebenan im Haus der Begegnung untergebracht ist. Gleichzeitig melden sich andere Mitglieder bei Corinne Rasky, Marita Manderfeld und Johanna Mertens, dass sie etwas anzubieten haben: Mitfahrgelegenheiten, Zeit zum Reden, Geschick für die kleinen Haushalts- und Gartenarbeiten, für die kein Unternehmen rauskommt. „Man ist nicht nur Bittsteller, sondern gibt auch etwas zurück. Die Menschen sollen sich nicht nur wertvoll fühlen, sondern auch wertvoll sein“, formuliert Vorstandsmitglied Karl Vermöhlen das Konzept, das Vorstandssprecher Malte Duisberg genauer erläuterte. Helfer werden entlohnt Wichtig ist: Wer Hilfe leistet, macht das nicht ehrenamtlich, sondern erhält einen Stundenlohn von sechs Euro. Wer Hilfe in Anspruch nimmt, leistet einen Beitrag von neun Euro pro Stunde, drei Euro gehen an die GenoEifel für ihre Verwaltungs- und Organisationstätigkeit. Hinzu kommt eine einmalige Zahlung von 50 Euro als Genossenschaftsanteil, den es beim Austritt zurückgibt, sowie ein Jahresbeitrag von 40 Euro (für junge Menschen bis 21 Jahre zwölf Euro). Duisberg weiß, dass 40 Euro beispielsweise für so manche Seniorin mit knapper Witwenrente viel Geld ist. Aus diesem Grund wird momentan ein Hilfsfonds aufgebaut, der diese Menschen innerhalb der GenoEifel finanziell unterstützt. Wer übrigens als Helfer kein Geld für seine Leistung haben möchte, kann seine sechs Euro auch der GenoEifel spenden oder sie auf seinem eigenen Zeitkonto gutschreiben lassen und sie später selbst in Anspruch nehmen. Die Bereiche, in denen die GenoEifel tätig ist, sind vielfältig. Es geht um Begleitung und Fahrdienste, Besuche und Gesellschaft leisten, Einkaufsdienste, Hilfen bei der Haushaltsarbeit, beim Ausfüllen von Formularen, im Umgang mit PC und Smartphone oder um kleinere Gartenarbeiten. Aus den Reihen der GenoEifel-Mitglieder sind auch Angebote entstanden, mit denen Vorstand und Aufsichtsrat zunächst nicht gerechnet hatten: Kinderbetreuung und Babysitting beispielsweise, gemeinsame Wanderungen und Ausflüge. „Und die meisten Angebote enden hinterher beim Kaffeetrinken“, formuliert es Malte Duisberg. Johanna Mertens, eine der Mitarbeiterinnen der GenoEifel, weiß sogar, dass mittlerweile Freundschaften zwischen Helfern und Hilfesuchenden entstanden sind. Gefördert wird die Generationengenossenschaft noch bis 2021 als Leader-Projekt. Die komplette Leader-Region wird momentan aber noch nicht abgedeckt. Allerdings ist die GenoEifel auf Expansionskurs. Die Kommunen im südlichen Kreis Euskirchen sind fast alle abgedeckt, im Juni folgt noch Mechernich. Anschließend will sich die Genossenschaft nach Heimbach und Monschau ausdehnen. Denn klar ist auch: „Bis 2021 muss das Spiel laufen. Abzuwarten, bis eigener Bedarf besteht, dauert vielleicht zu lange. Wir benötigen jetzt die Mitglieder“, sagte Karl Vermöhlen. pp/Agentur ProfiPress

Bei der Jahreshauptversammlung des KV „Löstige Bröder“ Kall wurde ein neuer Vorstand gewählt. Von links: Jutta Söns (Schriftführerin), Reiner Müller (Kassierer), Dirk Metz (Vorsitzender), Ralf Sauerbier (Beisitzer), Timo Völler (Vize-Vorsitzender), Simone Sassmann und Denise Schiesberg (Beisitzerinnen). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Dirk Metz neuer Karnevalisten-Chef

Jahreshauptversammlung des KV „Löstige Bröder“ war mit 63 Mitgliedern gut besucht – Positive Bilanz gezogen und neuen Vorstand gewählt – Harald Thelen gab sein Amt auf

Kall – Die Krise beim Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ ist beendet. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Saal Gier wählte der rund 350 Mitglieder starke Verein einen neuen Vorstand. Mit dem neuen Vorsitzenden Dirk Metz und dem ebenfalls neuen Vize-Vorsitzenden Timo Völler gehen die Kaller Karnevalisten nun in die bevorstehende Session 2018/19. Vom bisherigen Vorstand sind noch Schriftführerin Jutta Söns und Kassierer Reiner Müller im Amt geblieben.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Vorsitzende Harald Thelen sein Amt zur Verfügung stellen wollen. Im Interesse der vielen Kinder in den Tanzgarden hatte er sich bereiterklärt, noch ein weiteres Jahr als Vorsitzender zu agieren, als sich kein Nachfolger gefunden hatte. Doch im Vorfeld der jetzigen Jahreshauptversammlung hatte Thelen frühzeitig erklärt, dass er diesmal für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehe. Auch Vize-Vorsitzender Leo Larres und Beisitzerin Sabine Herr hatten verlautet, nicht mehr für ihre Ämter Amt zur Verfügung zu stehen.

Nach langem Suchen und vielen Gesprächen konnte Dirk Metz von den Rotröcken für eine Kandidatur zur Wahl des Vorsitzenden gewonnen werden. Metz knüpfte seine Bereitschaft für die Übernahme des Vorsitzes allerdings an die Wahl von neuen Beisitzern nach seinem Vorschlag an. Er wolle mit den Beisitzern neue Wege gehen und ihnen offizielle Funktionen auftragen.

Der einstige Vorsitzende Werner Keutgen, der an der Suche nach einem neuen Vorsitzenden maßgeblich beteiligt gewesen war, leitete die Abstimmung. Als letzte Amtshandlung als Vorsitzender bedankte sich Harald Thelen bei allen Vereinsmitgliedern, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt hatten. Vor allem bei den drei Prinzessinnen, die in den drei Jahren regiert hätten. Sie hätten es mit ihrer Bereitschaft immer rechts spannend gemacht, wobei die letzte es geschafft habe, ihre Zusage erst sieben Tage vor der Kostümsitzung zu geben.

Dass derzeit im Verein nicht nur eitel Sonnenschein herrscht, zeigte sich bei der Wahl des vierköpfigen Vorstandes und der drei Beisitzer durch die 63 anwesenden Mitglieder. Dirk Metz wurde mit 48 Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bei der Wahl zum zweiten Vorsitzenden konnte Timo Völler 42 Stimmen für sich verbuchen. Mit 52 Stimmen verbuchte Schriftführerin Jutta Söns bei ihrer Wiederwahl das beste Ergebnis. Wiedergewählt wurde auch Kassierer Reiner Müller mit 47 Stimmen.

Zu Beisitzern wählte die Versammlung Simone Saßmann, Ralf Sauerbier und Denise Schiesberg, mit der auch die Jugend im Vorstand vertreten ist. Nachdem der neue Vorstand komplett war, bedankte sich Schriftführerin Jutta Söns bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern mit Präsenten.

Als erste Amtshandlung benannte der neue Vorsitzende die Koordinatoren und Verantwortlichen für Aufgaben außerhalb des Vorstandes. Kassenprüfer sind Annika Engels und Guido Keutgen. Als Jugendwartin agiert Simone Sassmann, Trixi Haseleu als Zeugwart und Kalle Haseleu als Zugleiter.

Prinzenführer für das große Prinzenpaar ist Volker Blatt, während Kerstin Walber-Wawer für das Kinderprinzenpaar zuständig ist. Die jährliche Haussammlung wird von Sabine Herr koordiniert, für die Gruppe der Rotröcke zeichnet künftig Judith Völler verantwortlich. Die Bühnengestaltung für die Sitzung obliegt in den nächsten Jahren Rolf Esser.

Die kleine Prinzengarde „Musketiere“, so Metz, sei inzwischen auf acht junge Mitglieder angewachsen. Die Garde wird bei Auftritten künftig von den Betreuern Uwe und Markus Walber begleitet. Trainiert werden die Kinder weiterhin von Ralf Sauerbier.

Eingangs der Versammlung hatte Schriftführerin Jutta Söns einen Rückblick auf die Session 2017/18 gehalten, die für den Verein erfolgreich verlaufen sei, auch wenn der Wettergott beim Rathaussturm nicht mitgezogen habe. Das Sommerfest sei von den Mitgliedern gut besucht worden. In diesem Zusammenhang bedankte sich Söns bei der Feuerwehr Kall für die Mithilfe bei der Durchführung des Festes.

Wie Kassierer Reiner Müller berichtete, seien die „Löstige Bröder“ auch finanziell über die Runden gekommen, sodass ein kleiner Überschuss erwirtschaftet worden sei. Dazu habe auch das Ergebnis der Haussammlung in Höhe von rund 4500 Euro für den Karnevalszug beigetragen. In diesem Zusammenhang bedankte sich Müller bei der Kaller Bevölkerung für die Unterstützung. Ohne die wäre die großzügige Ausstattung der Zugteilnehmer mit Wurfmaterial nicht möglich.

pp/Agentur ProfiPress


Das nächste Begegnungscafé findet am Freitag, 18. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr statt. Foto: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Nächstes Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe

Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall für Unterstützer und alle Bürger am Freitag, 18. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus

Kall – Das nächste Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall findet am Freitag, 18. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus, Auf dem Büchel 2, statt. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren.

Wie die Flüchtlingshilfe Kall hinweist, findet das Begegnungscafés trotz des am 15. Mai begonnenen und bis 14. Juni andauernden Fastenmonats Ramadan statt. Natürlich sind auch fastende Gäste herzlich willkommen.

Das Flüchtlingscafé in Kall ist dank des großen Zuspruchs eine feste Institution in der Kaller Flüchtlingsarbeit geworden. Kontakte zwischen Kaller Bürgern und den „neuen Nachbarn“ werden geknüpft. Gleichzeitig ist das Flüchtlingscafé ein Ort, an dem sich die teils in Kaller Außenorten untergebrachten Flüchtlinge untereinander treffen und sich die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe vernetzen können.

Weitere Infos zur Flüchtlingshilfe der Gemeinde Kall gibt es unter www.fluechlingshilfe-kall.de.

pp/Agentur ProfiPress


Für die Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung und die Einwohner von Kall bedankte sich Schülersprecherin Leonie Simon mit einem Ehren-Nikolaus füri Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Kleiner Nikolaus für große Herzen

Nikolausschule Kall, Förderschule für geistige Entwicklung, bedankte sich beim Schul- und Sponsorenfest bei seinen vielen Sympathisanten, Förderern und Finanziers – Tolles Unterhaltungs- und Verwöhnprogramm – Auch die Nachbarschaft aus den Altenwohnungen und aus dem Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall war eingeladen worden – Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Vize-Landrat Markus Ramers und Kreisschulausschussmitglied Hans Reiff bekundeten ihre Solidarität mit der Schule und ihrem Motto „Hand in Hand fürs Leben lernen“

Kall – „Schreiben Sie, was das hier für eine tolle Schule ist“, bat nicht nur Elke Nücken aus Tondorf den Reporter, sondern auch eine Menge anderer Eltern und Freunde der Kaller Nikolausschule. Die Förderschule für geistige Entwicklung (Motto: „Hand in Hand fürs Leben lernen“) hatte am Samstag zum Schulfest und Sponsorenfest eingeladen.

Das tut die Nikolausschule seit jeher, um sich bei der Öffentlichkeit und allen Förderern für die nicht nachlassende Unterstützung der rund 75 Kinder und Jugendlichen und weit über 30 erwachsenen Mitarbeiter zu bedanken. Die Freunde und Förderer bekamen allesamt einen Miniatur-Nikolaus aus Ton und eine Dankeskarte, persönlich überreicht von Mitgliedern des Schülerrates, allen voran den beiden Schülersprechern Leonie Simon und Luic Vocaet.

Zu den Empfängern zählten unter anderem Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Rita Witt von der Kreissparkasse, Vertreter des Schulfördervereins sowie die Eheleute Marlies und Heinz Hentz, deren Kreisverkehrswacht die Nikolausschule seit Jahrzehnten für und bei den Fahrradprüfungen unterstützt.

 

An die belgische Nordseeküste

 

Auch Vize-Landrat Markus Ramers, Hans Reiff vom Kreisschulausschuss, Martina Bertram von der Caritas und Paul Schneider und Willi Greuel von der Hilfegruppe Eifel wurden mit Dank überhäuft – seit Jahrzehnten organisiert die Hilfegruppe Ferienfahrten für die Nikolausschüler an die Nordsee im belgischen Seebad De Panne.

Schulleiterin Andrea Luxenburger-Schlösser schwärmte über die Vielzahl von Förderern und Fördermöglichkeiten: „Egal ob I-Pads, die die Kommunikation und das Lernen unglaublich erleichtern und fördern, Spielgeräte auf dem Schulhof, Musikinstrumente, Soccerkäfig, Kletterwand oder die Technik für die Schulband, wir erfahren unglaublich viel Sympathie und Zuwendung!“

Die Klasse-Schülerband sang und trommelte gleich zur Eröffnung des Schulfestes mit eigenem und gesponsertem Equipment unter anderem kölsche Evergreens. Auch die Nachbarschaft aus den umliegenden Altenwohnungen war eingeladen worden und nahm ebenso wie viele Eltern und die übrigen Gäste gerne die Gastfreundschaft der Nikolausschule in Anspruch.

 

Kunst, Film und Gegrilltes

 

Die bestand nicht nur aus leckeren Sachen vom Grill und aus dem Backofen, sondern auch aus einer Menge Unterhaltungs- und Spielmöglichkeiten, einer Kunstausstellung mit eigenen Werken der Schüler, einem selbstgedrehten Film über die Schule, Mitmal- und Mitmachgelegenheiten.

Auch das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall war beim Schulfest und Sponsorentag vertreten. Der Schülerrat der Nikolausschule hatte sich zusammen mit der Verbindungslehrerin Sarah Göbgen zu der auch von in Kall lebenden Flüchtlingen besuchten Einrichtung aufgemacht und die neuen Nachbarn zum Schulfest eingeladen.

Das taten die Nikolausschüler Angelina, Gina, David, Luic, Laomi, Leonie und Jonny auf Deutsch, Englisch und Arabisch - sowohl schriftlich, als auch im persönlichen Gespräch. Dabei war ihnen als Übersetzer der Geflüchtete Mohomad Dawud behilflich. Zustande gekommen war der Kontakt über Alice Gempfer, die Integrationsbeauftragte der Gemeindeverwaltung Kall.

pp/Agentur ProfiPress


In Kall wird am Pfingstmontag zum ersten Mal der VR-Bank Nordeifel Super-Cup im Preisskat ausgespielt. Foto: Pixabay/pp/Agentur ProfiPress

Preisskat für den guten Zweck

Turnier am Pfingstmontag, 21. Mai, 11 Uhr, in der Bürgerhalle Kall – Erlös für die Hilfsgruppe Eifel – VR-Bank Nordeifel als Sponsor

Kall – Premiere in Kall: Zum ersten Mal findet am Pfingstmontag, 21. Mai, der VR-Bank Nordeifel Super-Cup im Preisskat statt. Start ist um 11 Uhr in der Bürgerhalle an der Auelstraße. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 1000 Euro, auch die Siegprämieren für die weiteren drei Plätze sind garantiert, sie betragen 600, 400 und 300 Euro. Der Erlös des Turniers kommt der Hilfsgruppe Eifel, dem Förderkreis für tumor- und leukämieerkrankte Kinder, zugute.

Gespielt werden drei Serie à 48 Spiele. Das Startgeld beträgt 21 Euro, für verlorene Spiele ist ein Euro fällig. Ansprechpartner für Rückfragen und Anmeldung ist Ingo Klein (0151/70135303).

pp/Agentur ProfiPress


Die fachkundige Jury freut sich auf die Einsendungen der Kinder und Jugendlichen. Eingereicht werden können beim „5. Eifeler Jugendliteraturpreis“, den die Lit.Eifel und das Literaturhaus Nettersheim ausschreiben, Beiträge zu „Nähe und Ferne – Geschichten vom Unterwegssein.“ Einsendeschluss ist Freitag, 7. September 2018. Foto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

Geschichten vom Unterwegssein schreiben

Lit.Eifel und das Literaturhaus Nettersheim loben zum fünften Mal den „Eifeler Jugendliteraturpreis 2018“ aus – Einsendeschluss ist Freitag, 7. September – Teilnehmen können Kinder und Jugendliche in vier Altersgruppen Nordeifel/Region Aachen - Begeistert von den großartigen Beiträgen der vergangenen Jahre, schreiben die Lit.Eifel und das Literaturhaus Nettersheim den „5. Eifeler Jugendliteraturpreis“ aus. Ob spannend, romantisch, überraschend oder einfach international - gesucht werden Beiträge zu „Nähe und Ferne – Geschichten vom Unterwegssein“. Das Unterwegssein war schon immer eines der ganz großen Themen der Literatur. In unserer Zeit, in der Entfernungen viel leichter als noch im letzten Jahrhundert zu überwinden sind, erhält „Auf-dem-Weg-sein“ neue spannende Facetten. Schöpft aus dem reichhaltigen Fundus und Euren Ideen. Nur Mut! Der Phantasie sind schließlich keine Grenzen gesetzt. Begegnungen mit fremden Ländern und Menschen Wie begegnen wir heute fremden Ländern und anderen Kulturen? Wie unseren Nachbarn in Europa? Oder den Menschen im nächsten Dorf, im Sportverein, auf der Straße? Spürt den Momenten nach: Fühlen wir uns einsam, wenn wir weit weg von allem Vertrauten sind oder sind wir eher gespannt darauf, eigene Erfahrungen zu machen? Fragt nach: Wo wollen wir hin? Oder ist doch der Weg das Ziel? Kann das „Reisen“ nicht auch manchmal einfach im Kopf stattfinden? Einsendungen können auch illustriert werden Teilnehmen können Kinder und Jugendliche, die ihren Wohnsitz in der Nordeifel oder der Region Aachen haben. Einzureichen sind eigenständig verfasste und bislang unveröffentlichte Kurzgeschichten im Umfang von bis zu drei maschinengeschriebenen DIN-A4-Seiten (Arial oder Times New Roman, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) als Word-Datei. Die Einsendungen können eigenhändig illustriert sein. Am Ende müssen sie versehen sein mit: Name, Vorname, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefon und Alter. Den Teilnehmern winken Preise Die Siegerbeiträge werden von einer achtköpfigen fachkundigen Jury ausgewählt. In jeder der vier Altersgruppen werden die Preisträger ausgezeichnet - von 6 bis 9 Jahren, 10 bis 12 Jahren, 13 bis 15 Jahren, 16 bis 18 Jahren. Die jeweils ersten drei Preisträger erhalten Büchergutscheine im Wert von 80 Euro, 50 Euro oder 20 Euro. Die Geschichten der Gewinner werden als kleines Buch im Barton-Verlag erscheinen. Die feierliche Preisverleihung ist in das Programm der 6. Eifeler Buchmesse eingebettet und findet statt am Samstagnachmittag, 17. November 2018. Einsendungen bitte per Briefpost oder E-Mail an: Literaturhaus Nettersheim, Steinfelder Straße 12, 53947 Nettersheim oder geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Nach dem Eingang der Unterlagen erhalten die Einsender eine Eingangsbestätigung. Einsendeschluss ist Freitag, 7. September 2018. pp/Agentur ProfiPress

Chor vor dem Altar der Basilika Steinfeld

73. Eifeler Musikfest 2018 im Kloster Steinfeld

Der Kreis Euskirchen und der Kreis der Freunde und Förderer Kloster Steinfeld laden am 26. und 27. Mai 2018 zum 73. Eifeler Musikfest in das Kloster Steinfeld ein. Das Festkonzert gestalten Solisten und Kammerchor Westeifel aus Prüm unter der Leitung von Regionalkantor Christoph Schömig.

 

Den Auftakt macht das Kammerkonzert am 26. Mai (19 Uhr, Ehemalige Klosterbibliothek) mit dem Hamburger Ensemble Tityre. Unter dem Motto „Ich liebe unendlich Gesellschaft …“ lässt das Ensemble die einzigartige Atmosphäre des gehobenen Gesellschaftslebens im Berlin des frühen 19. Jahrhunderts aufleben und präsentiert den literarischen Salon

der Rahel Varnhagen und den musikalischen der Fanny Hensel, der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy.

 

Zum Festhochamt am 27. Mai (10 Uhr, Basilika Steinfeld) wird die Missa in angustiis, besser bekannt als „Nelsonmesse“, von Joseph Haydn aufgeführt. Bereits seit vielen Jahren ist die musikalische Gestaltung des Festhochamtes am Dreifaltigkeitssonntag der Beitrag des seit 1972 bestehenden örtlichen Chores zum Eifeler Musikfest. Organist Andreas Warler begleitet den Gottesdienst an der König-Orgel. Chor und Orchester stehen zum ersten Mal unter der Leitung von Mathias Staut.

 

Abgeschlossen wird das 73. Eifeler Musikfest am Sonntag, 27. Mai (16 Uhr, Basilika Steinfeld) durch ein Festkonzert. Auf dem Programm stehen vier Psalmvertonungen für Chor, Soli und Orchester von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ausführende sind Solisten und der Kammerchor Westeifel aus Prüm sowie die Junge Philharmonie Bonn unter der Leitung von Regionalkantor Christoph Schömig.

 

Karten für das Kammerkonzert (15 Euro) und das Festkonzert (20 Euro) gibt es online über das Portal von Ticket Regional (www.ticket-regional.de/musikfest). Eine Vorverkaufsstelle befindet sich im Klosterladen des Klosters Steinfeld. Außerdem kann man die Karten auch telefonisch bestellen (Ticket Regional, Tel.: 0651/9790777, Montag bis Samstag von 9.00 bis 20.00 Uhr), sich postalisch zuschicken lassen oder aber am eigenen Rechner ausdrucken. 

 

In diesem Jahr ist wieder ein Wochenende im Klosterambiente buchbar. Das Wochenendpaket "Eifeler Musikfest" bietet zum Preis von 174 Euro pro Person:

- zwei Übernachtungen mit Vollpension im Doppelzimmer des Gästehauses

- Eintrittskarten mit Sitzplatzreservierung zum Kammerkonzert und zum Festkonzert

- eine musikalische Einführung in das Programm des Eifeler Musikfestes

- eine exklusive Orgelführung mit anschließendem Konzert in der Basilika Steinfeld durch Basilika-Organist Andreas Warler

- Konzertmitschnitt auf CD eines früheren Musikfestes und die Festschrift 70 Jahre Eifeler Musikfest

 

Die Buchung des Wochendpaketes erfolgt über das Gästehaus Kloster Steinfeld:

Hermann-Josef Straße 4, 53925 Kall

Telefon: 02441/889-131

geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

http://www.kloster-steinfeld.com


Ulrike Schelhove liest am 27. Mai im Bürgerhaus Golbach aus ihrem Krimi „Blutbrüder“. Foto: Michael Nielen/pp/Agentur ProfiPress

Landwehr und Stettenkamp ermitteln

Krimi-Lesung am Sonntag, 27. Mai, 16 Uhr, im Bürgerhaus Golbach – Autorin Ulrike Schelhove liest aus „Blutsbrüder“ – Bürgerverein bietet bereits ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen an

Kall-Golbach – Die Kaller Krimi-Autorin Ulrike Schelhove liest am Sonntag, 27. Mai, 16 Uhr, im Bürgerhaus Golbach aus ihrem Kriminalroman „Blutbrüder“. Dabei handelt es sich um den neunten Fall für die Euskirchener Kommissare Ilka Landwehr und Alex Stettenkamp.

Der Schrotthändler Levy Nagy wird vermisst. Vieles spricht dafür, dass er einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Rumäne lebte mit seiner Großfamilie in einem Wohnwagen in Rottenfeld. Die meisten Menschen im Dorf machen aus ihrer tiefen Abneigung gegenüber den „Zigeunern“ keinen Hehl. Doch auch innerhalb der Schrotthändlerszene behandeln sich die Konkurrenten nicht zimperlich. Levys Frau Samira vertraut ihrer Wahrsagerkugel mehr als der Polizei und verstrickt sich in Widersprüche. Eines Morgens entdecken Arbeiter im Industriepark Euskirchen ein blutiges Springmesser. Die Tatwaffe im Mord ohne Leiche? Unterdessen soll Stettenkamp den Fall eines vor vierzig Jahren verschwundenen Mädchens erneut aufrollen, was ihm zunächst gar nicht passt. Wie Landwehr stößt auch er bei seinen Ermittlungen auf eine Mauer des Schweigens. Dabei muss es Mitwisser und Helfershelfer geben! Doch die Eifeler scheinen fest entschlossen, das gutgehütete Dorfgeheimnis mit ins Grab zu nehmen. Wer deckt hier wen – und weshalb?

Ulrike Schelhove, 43 Jahre alt, lebt mit ihrem Mann, ihren drei Söhnen und Hündin Hexe in Kall. Schelhove war einige Jahre als freie Journalistin beim Kölner Stadt-Anzeiger tätig und hat das Handwerk des Schreibens an der Fernakademie Hamburg verfeinert. Seit 2013 arbeitet sie hauptberufliche Autorin. Ihre Eifelkrimis erreichten alle hohe Platzierungen in der Amazon-Bestsellerliste „Krimis und Thriller“.

Eingeladen zur Krimi-Lesung am 27. Mai hat der Bürgerverein Golbach. Der Eintritt ist frei. Bereits um 15 Uhr und in den Pausen gibt es Kaffee und Kuchen.

pp/Agentur ProfiPress


Die Schülervertretung des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs besuchte die Kaiserstadt Aachen. Foto Privat/HJK/pp/Agentur ProfiPress

„Na, das hat sich aber gelohnt“

Steinfelder SV-Wochenende in Aachen – Pro- und Kontra-Liste erstellt und dem Schulleiter übermittelt

Kall-Steinfeld – Der Schülerrat des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld, bestehend aus Klassen- und Stufensprechern, hat jüngst für ein Wochenende Aachen besucht. „Das letzte Mal waren wir mit der ganzen Mannschaft in Monschau“, berichten die Schüler. Fast 50 Leute waren bei Vollverpflegung in einer Jugendherberge untergebracht, darunter auch die beiden SV-Lehrer Julia Döpper und Matthias Dingmann. Gefördert wurde die Fahrt von der Catena und der Stiftung Kloster Steinfeld.

Bei traumhaftem Sonnenschein erkundeten die Schüler mit Lehrern und Michael Schumacher von der Catena die Stadt Aachen. Bei Pizza und Eis überlegten sich die Schülervertreter, was das HJK auszeichnet und was verändert werden sollte. Die Ideen übermittelten sie Schulleiter Thomas Frauenkron, mit dem die Schüler bei dessen Stippvisite in Aachen auch diskutieren durften.

Die Schüler begrüßten es, dass sie so viel Zeit miteinander verbringen konnten. „Größere und Kleinere lernten sich viel besser kennen und verstehen. Es war einfach sehr entspannt und witzig!“, so das Fazit. Hoffentlich können wir Klassen- und Stufensprecher viel von diesem Spirit weitergeben und in den Alltag retten. Das jedenfalls haben wir uns bei der Abschlussrunde fest vorgenommen“, berichtete das SV-Team weiter.

pp/Agentur ProfiPress


Vorstand und Aufsichtsrat der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG eG (v.l.) vor der Geschäftsstelle in Schleiden: Joachim Hees, Rolf Klöcker, Hubertus Kantelberg, Thomas Artmann, Gisela Caspers, Thomas Hambach und Franz-Peter Schäfer. Es fehlen Bernd Becker und Wolfgang Merten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Unternehmer gestalten Zukunft gemeinsam

Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG gegründet – 52 Unternehmen mit 4200 Mitarbeitern bereits Mitglied – Bereits während der Gründungsphase ausgezeichnet

Kreis Euskirchen/Schleiden – In der Nordeifel haben sich getreu dem genossenschaftlichen Grundprinzip „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ 52 Unternehmen unterschiedlicher Branchen zusammengeschlossen und gemeinsam eine Dienstleistungsgenossenschaft gegründet. Ziel ist es, für die Mitglieder Leistungen aus den Bereichen Personalführung, Chancengleichheit, Gesundheit, Digitalisierung, Wissen und Kompetenz zu entwickeln, bereitzustellen oder einzukaufen.

Initiator war die VR-Bank Nordeifel eG, die als Genossenschaft die nötige Expertise zur Gründung mitgebracht hat. Die Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG soll ihre Mitglieder wirtschaftlich und sozial fördern und damit die Infrastruktur der Region und die Region selbst nach vorne bringen. Bereits Ende 2016, die Eifel DLG befand sich da noch in Gründung, erhielt sie den Demografie Exzellenz Award in der Kategorie „Arbeiten und glücklich leben“. Mit diesem Preis wollen die Vereine Demografie Exzellenz und Demographie Netzwerk Leuchtturmprojekte bekannt machen.

Im gleichberechtigten Vorstand der Genossenschaft befinden sich Thomas Artmann (Eudemos), Gisela Caspers (VR-Bank Nordeifel eG), Thomas Hambach (Eifel-Therme Zikkurat) sowie Joachim Hees (Papstar). Über den Vorstand wacht der vierköpfige Aufsichtsrat, bestehend aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Merten (VR-Bank Nordeifel), dessen Stellvertreter Rolf Klöcker (DRK-Kreisverband Euskirchen) sowie Bernd Becker (PE Becker), Hubertus Kantelberg (CL Rick Produktionsgesellschaft) und Franz-Peter Schäfer (Sportwelt Schäfer).

Mit bisher 52 teilnehmenden Unternehmen können mehr als 4.200 Mitarbeiter auf die Leistungen der Dienstleistungsgesellschaft zugreifen. So sollen Know-how und Nachfrage gebündelt werden, Firmen sollen Ideen und Erfahrungen austauschen oder eben über die Genossenschaft Leistungen von außen einkaufen – natürlich zu möglichst guten Konditionen für alle. „Wir sind eben auch eine Einkaufsgenossenschaft“, sagte Thomas Artmann. Diese Leistungen beziehen sich auf die Nicht-Kern-Dienstleistungen der Unternehmen, etwa in den Bereichen Personal, IT oder Datenschutz.

Mitarbeiter der Unternehmen erhalten einen Mitgliedsausweis. Dieser gilt als Berechtigungsnachweis für Leistungen und Vergünstigungen, die DLG-Mitglieder bei Partnerunternehmen beziehen können. Anmelden können sich die Mitarbeiter beim Gesundheitsportal Chilp, wo es Informationen zu Gesundheitsthemen, eine Ärztesuche, den Zugang zur Familiengenossenschaft und aktuelle Angebote und Neuigkeiten der Dienstleistungsgenossenschaft gibt.

Kooperation mit Familiengenossenschaft

Ein Großteil der beteiligten Unternehmen war schon über die Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen miteinander verbunden. Die Dienstleistungsgenossenschaft hat das Angebot der Familiengenossenschaft nun im Bereich „Chancengleichheit und Diversity“ in ihr Konzept aufgenommen und eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

So haben die Mitglieder weiterhin Zugriff auf die Online-Leistungen der Familiengenossenschaft und auf die telefonische Beratung. Für alle Fragen rund um Kinderbetreuung und Pflege werden sie aber jetzt direkt an die Anbieter aus der Region weitergeleitet: an das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen (Kinderbetreuung) und an die Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd (EvA). „Das ist unser Antrieb, vor allem regionale Anbieter einzubinden“, erklärte Gisela Caspers. „Wir wollen die Unternehmen im Kreis Euskirchen stärken“, ergänzt Franz-Peter Schäfer.

Für die Säule „Gesundheit“ kooperiert die Eifel DLG mit dem Beratungs- und Trainingsunternehmen Eudemos aus Königswinter, das sich auf betriebliches Gesundheitsmanagement spezialisiert hat. Ziel sei es, so Geschäftsführer Thomas Artmann, das Gesundheitswissen der Mitarbeiter zu erhöhen, um sie sensibler für den eigenen Körper zu machen, denn: „Krankheiten fallen nicht vom Himmel, das ist ein Entwicklungsprozess.“

Mit „Eudemos“ könnten alle Mitglieder der Dienstleistungsgenossenschaft verschiedene Leistungen des Unternehmens in Anspruch nehmen. Dazu kann zum Beispiel die Betreuung im Krankheitsfall zur Verhinderung von Langzeiterkrankungen gehören, aber auch der Zugriff auf Lernfilme zur Gesundheitsvorsorge oder die Organisation von regionalen Kursangeboten. Ziel ist es, den Krankenstand in den beteiligten Unternehmen zu senken – ganz nach dem Motto: „Gesunde Mitarbeiter in gesunden Unternehmen in einer gesunden Region Nordeifel“.

Die fünf Bereiche, in denen die Dienstleistungsgenossenschaft tätig ist, entsprechen den vier INQA-Säulen plus den Aspekt Digitalisierung. Die Abkürzung INQA steht für „Initiative Neue Qualität der Arbeit“, ein Projekt, für das die VR-Bank als eines von zehn Pionierunternehmen bundesweit im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums federführend Kriterien für „Unternehmen der Zukunft“ entwickelt. Neben der VR-Bank Nordeifel haben auch die Eifel-DLG-Mitglieder Rotes Kreuz, Stadt Mechernich, Papstar und der Rewe Koch in Adenau das Zertifikat des INQA-Audits „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ erworben.

Weitere Informationen zur Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG gibt es auf der Homepage www.dlg-eifel.de. Im Mai öffnet außerdem die Geschäftsstelle der Dienstleistungsgenossenschaft in Schleiden, Am Markt 35. Die Öffnungszeiten werden auf der Homepage bekanntgegeben.

pp/Agentur ProfiPress

Bei der fünften Kaller Schockermeisterschaft im Saal Gier werden die Würfel wieder über die zehn Spieltische tanzen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Turnier um den „Luisjen-Cup“

Am 25. Mai findet im Saal Gier in Kall die fünfte Meisterschaft im Kneipen-Schocken statt – Pokale und Sachpreise für die besten Würfelartisten – Kampf um „General“ und „Schock aus“

Kreis Euskirchen/Kall – Der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier in Kall veranstaltet am Freitagabend, 25. Mai, ab 19 Uhr im Saal der Gaststätte die fünfte Schockermeisterschaft um die Pokale der Gaststätte Gier. Zum vierten Mal geht es zudem um den Wanderpokal „Luisjen-Cup“, der an die 1985 im Alter von 86 Jahren verstorbene Kultwirtin Luise Gier erinnern soll. Spieler aus dem gesamten Kreisgebiet werden zur Meisterschaft erwartet.

Spielleiter sind wieder der Vorsitzende des Vereins, Uwe Schubinski, sowie der Schriftführer Reiner Züll. Gespielt wird in drei Durchgängen mit je 15 Spielen. Etwa drei Stunden lang werden die Würfel im Kaller „Schockertempel“ über die Spieltische tanzen, wobei die Würfelartisten verbissen um „Schock aus“, „Straße“ oder „Drei Deutsche“ (General) kämpfen werden. Nach jedem Durchgang wird die Besetzung der Tische neu ausgelost.

Dem Bestplatzierten winken Siegerpokale und Sachpreise. Besonders begehrt bei der Meisterschaft ist der „Luisjen-Cup“, der vom Enkel der Gastwirtin, Andreas Gier, gestiftet worden ist. Kultwirtin Luise Gier hatte fast sieben Jahrzehnte lang die Gäste im Gasthaus Gier bewirtet, ehe sie den Betrieb 1983 im Alter von 84 Jahren krankheitsbedingt aufgeben musste.

Bei der Meisterschaft im vergangenen Jahr hatten die Damen alle Pokale abgeräumt. Titelverteidigerin der Gesamtwertung am 25. Mai ist Susi Kastenholz aus Kall, während es für Gabi Kind aus Zülpich gilt, die Schock-aus-Krone der Vorjahresmeisterschaft zu verteidigen.

Das Turnier findet an zehn Spieltischen statt, sodass die Zahl der Mitspieler wird auf 40 begrenzt ist. Zahlreiche Anmeldungen aus der Gemeinde Kall sowie den Städten Mechernich und Zülpich liegen bereits vor. Schocker-Freunde können sich vor Ort in der Gaststätte Gier in die Teilnehmerlisten einschreiben oder sich während der Öffnungszeiten des Lokals unter der Rufnummer 02441/4225 anmelden. Das Startgeld beträgt acht Euro.

www.gaststaette-gier.de

pp/Agentur ProfiPress


Bürgermeister Hermann-Josef Esser überbringt dem Königspaar seine Glückwünsche. Foto: Reiner Züll/Agentur ProfiPress

Auf der Straße Walzer getanzt

Maifeier in Kall mit Umzug und Ball – Das Geloog trotzte dem schlechten Wetter – Bürgermeister Hermann-Josef Esser lobte Jugend für den Erhalt des Brauchtums – Das Königspaar Jana Schüttler und Christoph Hensen fuhr in der Kutsche durch Kall

Kall – Bürgermeister Hermann-Josef Esser sprach bei der Maifeier in Kall und dem Empfang des Maikönigspaares Jana Schüttler und Christoph Hensen von einer Höchstleistung des Kaller Maigeloogs. Tagelang hätten die Junggesellen trotz schlechtem Wetter am Lagerfeuer tapfer durchgehalten. Und auch der Hötjong Moritz Wirtz lobte die Geloogs-Mitglieder: „Die letzten Tage waren nicht gerade schön, aber alle haben tapfer mitgemacht.“

In der Tat hatte der Wettergott die Kaller Junggesellen in den Tagen der Vorbereitung der Maifeier auf eine harte Probe gestellt. Aber weder Sturm, noch Regen oder Kälte hatten die etwa 30 Junggesellen davon abhalten können, die zweitägigen Maifeierlichkeiten nach einer jahrhundertealten Tradition durchzuziehen.

Schon Tage vor dem ersten Mai hatten die Junggesellen ihr Hauptquartier auf dem Maiplatz am Hallenbad aufgeschlagen, um bei Wind und Wetter die Feierlichkeiten zu organisieren, den großen Dorf-Maibaum zu schmücken und aufzustellen sowie der geheimen Mailiste mit den rund 200 zusammengestellten Maipaaren den letzten Schliff zu verpassen.

Beim traditionellen Ausrufen der Paare am Vorabend des ersten Mai vom Felsen an der Gemünder Straße blies dem Geloog und den Zuschauern am Straßenrad ein heftiger Wind entgegen. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Bei einer Tombola gab es während des Ausrufens dank großzügiger Spenden der Kaller Geschäftsleute tolle Preise zu gewinnen.

Mit Spannung wurde die Verkündung des diesjährigen Maipaares erwartet. Das wurde als letztes Paar auf der Liste vom Hötjong Moritz Wirtz höchstpersönlich ausgerufen. Die Botschaft „Schüttlers Jana es jenau so joot wie Hensens Christoph, Hensens Christoph es jenau so joot wie Schüttlers Jana“ wurde vom Publikum mit Applaus aufgenommen. Zum alten Volkslied „Der Mai ist gekommen“ legte das frisch gebackene Königspaar einen Walzer auf den Straßen-Asphalt.

Nach dem Maisingen, bei dem die Junggesellen in der Nacht von Haus zu Haus zogen, und dem nächtlichen Aufstellen der Maibäume folgte am nächsten Tag die eigentliche Maifeier, an der auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Ortsvorsteher Stefan Kupp teilnahmen. Mit der Pferdekutsche und in Begleitung der Musikkapelle sowie der zahlreichen Maipaare wurde Maikönig Christoph Hensen vom Maiplatz zum Haus der Königin in der Kallbachstraße gefahren, wo der König zunächst seine Schwiegermutter in spe, Renate Schüttler, mit einem Blumenstrauß bedachte, um anschließend seine Königin Jana mit einem Blumenstrauß zum Maitanz auf der Straße zu bitten.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser überbrachte dem Königspaar seine Glückwünsche und lobte das Engagement des Geloogs: „Es ist schön, dass die Jugend diesen alten Brauch aufrechterhält.“ Im vergangenen Jahr, als Essers Bürgermeister-Kandidatur noch nicht bekannt gewesen sei, sei er noch inkognito bei der Maifeier in Kall dabei gewesen.

Vom Haus der Königin ging der Maiumzug zum Maiball mit DJ Sebastian im Saal Gier. Dort bekam Christoph Hensen von Hötjong Moritz Wirtz und dessen Stellvertreter Lukas Müller das offizielle Königs-Shirt überreicht, damit er auch später noch als König des Geloogs zu erkennen sei, so Wirtz.

pp/Agentur ProfiPress

Eine Spende von 890 Euro überreichte der Geschäftsführer der Maßstab GmbH, Thomas Albers (rechts) aus Löhne, an Kathi und Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel. Albers wird jetzt eine Sonder-Edition von Zollstöcken im Hilfsgruppen-Look produzieren. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Zollstock-Edition für Hilfsgruppe

Unternehmer aus Löhne kündigte bei Spendenübergabe eine ungewöhnliche Aktion an – Elternhaus der Kinderkrebsstation in Bonn soll unterstützt werden – Oldtimertreffen in Roggendorf

Kall/Roggendorf – Er hatte eine Fahrt über fast 300 Kilometer von Löhne nach Roggendorf hinter sich, als der Unternehmer Thomas Albers das jüngste Monatstreffen der Hilfsgrupe Eifel im Restaurant Zagreb in Roggendorf besuchte. Albers, Geschäftsführer der Maßstab GmbH in Löhne, war aus Ostwestfalen in die Eifel gekommen, um seinem ehemaligen Arbeitskollegen und Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, eine Spende von 890 Euro zu übergeben.

In Löhne, 25 Kilometer nordöstlich von Bielefeld, besitzt Thomas Albers die Firma Diamant GmbH, die Zollstöcke und Maßbänder produziert. Willi Greuel kennt den Unternehmer seit 35 Jahren durch die einstige Zusammenarbeit im Baustoffring, einer Kooperation von Baustoff-Fachhändlern. „Für uns stand der Mensch immer im Mittelpunkt“, berichtete Albers in Roggendorf.

Als er jetzt einen runden Geburtstag gefeiert habe, sei ihm die Hilfsgruppe Eifel ins Gedächtnis gekommen. Deshalb habe er auf Geschenke verzichtet und stattdessen bei seinen Gästen um eine Spende für den Kaller Förderkreis gebeten.

„Würde ich hier in der Eifel wohnen, dann würde ich bei euch mitarbeiten“, versicherte Thomas Albers: „Meine Spende von 890 Euro ist zwar kein Riesenbetrag, aber viele kleine Dinge geben etwas Großes.“ Bei der Hilfsgruppe wisse er, dass das Spendengeld dahingehe, wo es hingehöre.

Willi Greuel informierte den Gast aus Löhne, dass das Spendengeld für die Mitfinanzierung des neuen Elternhauses der Kinderkrebsstation der Bonner Uni-Klinik verwendet werde. Dort werde das Geld dringend gebraucht. Diese Information quittierte der Unternehmer aus Löhne mit dem Versprechen, auf die 890-Euro-Spende „noch einen draufzulegen“. Seine Firma werde eine limitierte Sonderserie von Zollstöcken mit einem exklusiven Hilfsgruppen-Design produzieren. Diese könne die Hilfsgruppe für den guten Zweck verkaufen. Die Gestaltung der Zollstöcke wollen Willi Greuel und Thomas Albers gemeinsam planen.

In Roggendorf berichtete Willi Greuel über die Spendenbilanz. Im Februar standen Spenden von rund 20.000 Euro Ausgaben von rund 19.000 Euro entgegen. Das Spendenaufkommen im März betrug knapp 18.000 Euro, denen Ausgaben von knapp 28.000 Euro gegenüberstanden. In diesen Ausgaben sei eine fällige Abrechnung der Sonarium-Therapie für die Hilfsgruppen-Schützlinge im Satzveyer Hallenbad enthalten.

Eine große Spende von 7000 Euro sei von den Sportlern aus Wißkirchen als Erlös der „Tour de Hoffnung“ eingegangen. Die Winterlaufserie der sechs Vereine FC Keldenich, VfL Kommern, Tribea Marmagen, TVE Bad Münstereifel, TV Mahlberg und TV Wißkirchen habe der Hilfsgruppe eine Sponsoren-Spende von 4800 Euro eingebracht. 2000 Euro seien von der Frauen-Bastelgruppe Hollerath gespendet worden.

Wie Willi Greuel berichtete, läuft der Kartenvorverkauf für die erste Eifeler Oldienacht am Freitag, 22.Juni, auf dem Open-Air-Gelände am Jugendgästehaus Dalbenden in Urft bestens. Man werde schätzungsweise 640 Sitzplätze anbieten können. Greuel: „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.“ Die Unterstützung durch die Gemeinde Kall und mehrere Sponsoren sei groß. Auch für das große Familienfest, das zwei Tage später, am Sonntag, 24. Juni, im Park des Jugendgästehauses stattfinde, seien die Vorbereitungen in vollem Gange.

An diesem Sonntag findet gleichzeitig eine weitere Traditionsveranstaltung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel in Roggendorf statt. Der Renault-Oldtimer-Club Eifel mit seinem Vorsitzenden Jörn Hück veranstaltet an diesem Tag am Autohaus Hück das 23. Renault-Oldtimer-Treffen, zudem zwischen 80 und 100 alte Renault-Schätzchen erwartet werden. Zugunsten der Hilfsgruppe gibt es eine große Tombola sowie Kaffee und Kuchen, wie Jörn Hück bei der Versammlung der Hilfsgruppe erklärte.

Fast 30.000 Euro Spenden sind bei den bisherigen Oldie-Treffen in Roggendorf für die Hilfsgruppe zusammengekommen. Die 30.000-Euro-Grenze möchte Jörn Hück nun bald überschreiten. „Im letzten Jahr konnten wir 1888,88 Euro spenden, in diesem Jahr sollen es 1999,99 Euro werden“, zeigte sich der Vorsitzende des Oldtimerclubs zuversichtlich. Kuchenspenden würden gern entgegengenommen, so Hück.

pp/Agentur ProfiPress

www.massstab-diamant.de

www.kinderkrebshilfe-eifel.de


In Rinnen, hier ein Bild aus dem Jahr 2017, findet erneut ein Fußballcamp statt, und zwar vom 1. bis 3. Juni. Archivfoto: Renate Hollermann/pp/Agentur ProfiPress

In Rinnen wird wieder gekickt

Eifel-Fußballcamp 2018 von Freitag, 1. Juni, bis Sonntag, 3. Juni, auf dem Rasenplatz in Rinnen – Veranstalter ist die SG Golbach/Rinnen/Sötenich/Sistig-Krekel

Kall-Rinnen – Die SG Golbach/Rinnen/Sötenich/Sistig-Krekel richtet auch in diesem Jahr wieder ihr „Eifel-Fußballcamp powered by Rewe-Center Kall“ aus. Von Freitag, 1. Juni, bis Sonntag, 3. Juni, dreht sich auf dem Rasenplatz des SV Rinnen alles um den Jugendfußball.

Im vergangenen Jahr nahmen rund 100 Kinder an dem Fußballcamp teil, womit es seit vier Jahren das größte seiner Art in der Region ist. Auch in diesem Jahr sind die Plätze für das Camp heiß begehrt. Das Rewe-Center in Kall unterstützt als Hauptsponsor die Organisatoren. Die Erlöse des Camps werden komplett in die Jugendfußballarbeit der Spielgemeinschaft investiert.

Die Übungsinhalte sind auf Gruppenarbeit ausgelegt. Die Trainer, die den einzelnen Spielern permanent Rückmeldung und Tipps geben, richten ihren Schwerpunkt auf die Verbesserung der Technik und Spielfähigkeit. Die Trainingsschwerpunkte orientieren sich auch an den verschiedenen Altersgruppen.

Aufwärmen zur mitreißenden Musik, spannende Wettkämpfe und tolle Preise warten auf die Kinder. Bei den abwechslungsreichen Spiel- und Übungsformen in den Bereichen Passspiel, Torschuss, Koordination, Schnelligkeit und Reaktion verbessert sich jeder Fußballer. Im Stationenbetrieb durchlaufen die Kids unterschiedlichste Übungen, bei denen gedribbelt, geschossen, geflankt und gepasst wird.

Am Samstagnachmittag gibt es eine Mini-WM, bei der sich die einzelnen Gruppen im Wettkampf gegenüberstehen. Zum Abschluss kicken die Kinder am Sonntag beim Eltern-Kind-Nachmittag gemeinsam mit ihren Vätern oder Müttern. Diese werden hier hautnah erleben, was ihre Kinder gelernt haben.

Das Camp leistet neben der Förderung der fußballerischen Fertigkeiten und dem Spaßfaktor auch einen Beitrag zur Gesundheitserziehung der Kinder. Bei der Verpflegung der teilnehmenden Kinder während der drei Tage wird unter anderem Bio-Obst angeboten, bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten werden hohe Ansprüche an Frische und Regionalität der Zutaten gestellt.

Die Anmeldung erfolgt online auf www.fussball-sg.de. Hier findet man auch Informationen zum Ablauf des Camps. Ansprechpartner ist Ralf Kremp (0171-7949388, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik).

pp/Agentur ProfiPress


Dozentin Christiane Bischof erläuterte den Oberstufenschülern am HJK, wie sie sich selbst am besten vermarkten. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Die Marke „Ich“

Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung am Hermann-Josef-Kolleg – Dozentin vermittelte Oberstufenschülern, wie sie sich selbst darstellen und vermarkten

Kall-Steinfeld – Sich selbst zu vermarkten ist wichtig – im Abitur und im Studium ebenso wie bei der Suche nach einem Nebenjob oder einer Ausbildungsstelle. Denn nicht nur die Leistung muss stimmen, auch die Selbstdarstellung ist wichtig, um in Bewerbungsgesprächen zu überzeugen.

Um genau das zu trainieren, bot das Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld über die Konrad-Adenauer-Stiftung ein viertägiges Seminar für die Oberstufe an. Dozentin Christiane Bischof beantwortete dabei Fragen wie: Was ist besonders wichtig? Was mache ich gut? Was kann ich besser machen?

Sie konnte jedem Teilnehmer mitteilen, was gut und natürlich aussieht und was nicht und gab Tipps, wie die Selbstdarstellung verbessert werden kann. Bereits während der Vorstellungsrunde gab Bischof ausführliches Feedback und erkannte, was für ein Typ Mensch die einzelne Person ist wie sie sich am besten vermarkten kann.

Um sich gut präsentieren zu können, muss man aber auch wissen, was man will, wer man ist, wo man hinwill – das die Erkenntnis der Schüler. Deshalb wurde auch eine Selbst- und eine Fremdwahrnehmung in Gruppenarbeit ausgearbeitet. Dies ermöglicht den Teilnehmern eine bessere Einschätzung ihrer selbst.

Die Schüler präsentierten sich auch vor der Kamera. So hatten sie im Anschluss die Gelegenheit, sich selbst zu beobachten und zu hören. Bei den meisten war sogar schon eine Verbesserung seit der Vorstellungsrunde zu erkennen.

Auch ihre Körperhaltung trainierten die Jugendlichen, die zugaben, dass sie damit oft Probleme haben. Die ist aber wichtig für ein gutes Gesamtbild. Christiane Bischof demonstrierte auch Atemübungen, die beruhigend wirken – und zwar nicht nur vor Bewerbungsgespräch oder einer Präsentation.

 Ivana Delac/pp/Agentur ProfiPress


Der Schülerrat der St.-Nikolaus-Schule Kall gehört mittlerweile zu den Stammgästen des Begegnungscafés. Wenn der Stundenplan es zulässt, kommen die Schüler mit ihren Betreuern ins Kaller Pfarrheim. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Schülerrat lud zum Sommerfest ein

Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall ist mittlerweile zum Treffpunkt für Jung und Alt, für neue und alteingesessene Mitbürger geworden

Kall – Es war eine schöne Überraschung, die der Schülerrat der St.-Nikolaus-Schule vorbereitet hatte. Am Samstag, 5. Mai, feiert die Schule ihr Sommer- und Sponsorenfest. Und weil die Vertreter des Schülerrats beim monatlichen Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe nicht nur „Stammgäste“ geworden sind, sondern sich dort auch richtig wohlfühlen und in den neuen und alten Nachbarn Kalls Freunde gefunden haben, wollten sie sich bedanken. Deshalb luden sie die Besucher des Begegnungscafés, das jeden dritten Freitag eines Monats im Pfarrheim St. Nikolaus stattfindet, zu der Schulfeier ein. Und weil viele der Gäste Geflüchtete aus arabischen Ländern sind, taten sie das zweisprachig.

Die Idee dazu hatte Betreuerin Sarah Göbgen. Ihr vermittelte die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Alice Gempfer, den Kontakt zu Mohamad, einem jungen Mann aus Syrien. Gemeinsam besuchten sie die St.-Nikolaus-Schule, wo Mohamad den Einladungstext übersetzte und anschließend auf Arabisch einsprach. Diese Aufnahme wurde im Begegnungscafé den Besuchern vorgespielt. Die Einladung auf Deutsch sprachen die Mitglieder des Schülerrats selbst aus. Anschließend verteilten sie an die Gäste auch noch schriftliche Einladungen, die ebenfalls zweisprachig gehalten wurden.

Für die Schüler der St.-Nikolaus-Schule war die Arbeit mit Mohamad aber mehr als nur ein Übersetzungsprojekt. Der Syrer erzählte den Schülern etwas über seine erste Heimat und über seine Flucht. Das warf bei den jungen Leuten Fragen auf. „Warum werden dort Bomben geworfen und wer ist schuld?“, fragten sie etwa und besprachen auch Themen wie politische Interessen und Stellvertreterkriege. „Als Mohamad uns vieles erklärt und auch von seiner persönlichen Geschichte erzählt hat, waren unsere Schüler sehr betroffen“, erzählte Schulleiterin Andrea Luxenburger-Schlösser. Der Syrer seinerseits begegnete den Schülern mit viel Interesse und Achtsamkeit.

Schülerratsmitglied Jonny bedankte sich auch bei der Integrationsbeauftragten und ihrem Kollegen Paul Neufeld, dass die Vertreter der St.-Nikolaus-Schule am Begegnungscafé teilnehmen dürfen. Für die Flüchtlingshilfe ist das natürlich eine Selbstverständlichkeit, schließlich richtet sich das Café im Pfarrheim an die neuen und alteingesessenen Kaller Mitbürger gleich welchen Alters.

Zwar können die Kinder der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung nicht jedes Mal kommen, schließlich geht der Unterricht vor. Für Andrea Luxenburger-Schlösser ist der Besuch des Begegnungscafés aber sehr wichtig, ist das doch gelebte Integration und Inklusion. Auf das Thema angesprochen, ist es der Schulleiterin aber wichtig, dass für sie hinter dieser Integration „kein politischer Gedanke steckt, sondern sich eine menschliche Begegnung auf Augenhöhe entwickelt hat“.

Die jüngsten in der Runde waren die Nikolausschüler nicht. Einige Mütter hatten ihre Kinder mitgebracht, die von dem bereit gestellten Spielzeug ausgiebig Gebrauch machten. Die ältesten Gäste des Begegnungscafés dürften aber wieder einige Bewohner der evangelischen Pflege- und Altenheimes in Gemünd gewesen sein. Wie die Kaller Schüler gehören sie zu den Dauergästen des Angebots der Flüchtlingshilfe, das sie nur allzu gerne nutzen. Die Kurdin Jihan hatte zu Hause spontan für die Gäste gekocht. Ihre Falafel war so lecker, dass sie ihr buchstäblich aus der Hand gerissen wurde.

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Felix Pauls (sitzend) legt jetzt seine Prüfung zum Fachinformatiker für Systemintegration ab. Darüber freuten sich sein Chef Roger Mosbeux (v.l.), der mit Stefan Zöll die Kaller Computer- und EDV-Firma Comtec leitet, Uwe Günther von der Kreishandwerkerschaft Rureifel, Waltraud Gräfen von der IHK-Berufsbildung und Thorsten Rolfsmeier, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Brühl. Foto: Michael Nielen/Schleidener Wochenspiegel/pp/Agentur ProfiPress

Trotz Handicap zum Traumjob

Felix Pauls konnte trotz seiner Sehbehinderung bei der Kaller Computer- und EDV-Firma Comtec eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration absolvieren – Agentur für Arbeit: „Firmen werden sich in Zukunft noch mehr um Azubis bemühen müssen“

Kall – Felix Pauls war glücklich. „Ich habe einen Ausbildungsplatz in meinem Traumberuf gefunden“, sagte der Harperscheider vor drei Jahren, als er bei der Kaller Computerfirma Comtec eine Ausbildungsstelle bekam - obwohl er eine Sehbehinderung hat.

In wenigen Tagen wird Pauls nun seine Gesellenprüfung ablegen, berichtet Michael Nielen im „Schleidener Wochenspiegel“. Zu seiner Ausbildung gab Felix Pauls bei einem Pressetermin zu Protokoll: „Die Vielfältigkeit und der Beruf haben richtig Spaß gemacht, auch wenn es manchmal anstrengend war.“

Für seinen Ausbildungsplatz musste ein gebogener Spezialbildschirm angeschafft werden, zu dem es von der Agentur für Arbeit einen Zuschuss gab. Comtec-Geschäftsführer Roger Mosbeux, der das Unternehmen gemeinsam mit Stefan Zöll leitet, hat es nicht bereut, Felix Pauls eine Chance gegeben zu haben: „Er wird nach seiner Prüfung die Betreuung des Ladenlokals übernehmen.“

Wegen seines Handicaps kann Felix Pauls keinen Führerschein machen, folglich auch keine Kundenbesuche. „Vor seiner Mutter muss man den Hut ziehen“, hieß es beim Pressetermin in der Firma Comtec: Sie fuhr ihren Sohn jeden Tag mit dem Auto von Harperscheid nach Kall und holte ihn natürlich nach Feierabend auch wieder ab.

Thorsten Rolfsmeier, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Brühl, präsentierte beim Pressetermin in dem Kaller Computer- und EDV-Unternehmen auch die Halbjahresbilanz zum Ausbildungsmarkt im Kreis Euskirchen. Es gab demnach weniger Bewerber auf Ausbildungsstellen, nämlich 1.051. Das sind 90 oder 7,9 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr.

 

Die Zahl der gemeldeten Stellen ist auf 620 gestiegen, Das sind 51 Berufsausbildungsplätze oder neun Prozent mehr als 2017 um die selbe Zeit.

 

576 Bewerber stehen dem Ausbildungsmarkt noch zur Verfügung, 382 Ausbildungsstellen im Kreis Euskirchen sind noch unbesetzt. Thorsten Rolfsmeier: „Diese Zahlen sind eine Momentaufnahme. Der Ausbildungsmarkt ist in starker Bewegung.“ Und: „Die Unternehmen müssen künftig intensiver um potenzielle Nachwuchskräfte werben, weil dieses wertvolle Gut sich deutlich verringern wird.“

 

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Am Montag, 7. Mai, 19.30 Uhr, startet ein Elternkompetenzkursus im Familienzentrum Sistig. Foto: Simon Jägersküpper/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Starke Eltern - Starke Kinder

Achtteiliger Elternkompetenzkursus des Roten Kreuzes beginnt am Montag, 7. Mai, 19.30 Uhr, im Familienzentrum Sistig

Kall-Sistig – Die Familienbildung des DRK im Kreis Euskirchen bietet ab Montag, 7. Mai, 19.30 Uhr, im Familienzentrum Sistig (Schleidener Straße 2) einen Elternkompetenzkursus an, der sich über insgesamt acht anderthalbstündige Abende erstreckt.

Der von Dozentin Isabel Kirschner geleitet Kursus widmet sich den Fragen: Bin ich als Mutter oder Vater gut genug? Wann und wie muss ich in welchem Alter Grenzen setzen? Wie habe ich als Kind selbst Erziehung erlebt? Was möchte ich anders machen? Wie können wir in der Familie wieder mehr Spaß und Gelassenheit finden?

Das Elterntraining „Starke Eltern – Starke Kinder“ wurde nach einem Konzept des Deutschen Kinderschutzbundes entwickelt, vom Bundesministerium gefördert und durch die Fachhochschule Köln begleitet und ausgewertet. Innerhalb der acht Elterntreffen gibt es kurze Vorträgen, Übungen und Praxisreflektionen, außerdem wird das ABC einer respektvollen Erziehung stufenweise erarbeitet.

Anmeldungen nimmt die DRK-Familienbildung unter 02251/791184 oder das Familienzentrum unter 02445/1088 entgegen. Weil das Familienzentrum einen Großteil der Kosten übernimmt, beläuft sich die Kursgebühr auf zehn Euro.

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In Kall startet am Donnerstag, 3. Mai, 16 Uhr, eine Yoga-Kursusreihe für Mütter mit Baby. Foto: Jenko Ataman/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Yoga mit Baby

Kursreihe des Roten Kreuzes startet am Donnerstag, 3. Mai, 16 Uhr, im Familienzentrum Kall

Kall – Die Familienbildung des Roten Kreuzes bietet ab Donnerstag, 3. Mai, 16 Uhr, einen Yoga-Kursus für Mütter mit Baby an. Der Kursus beinhaltet fünf Treffen à 90 Minuten und findet im Familienzentrum Kall (Hüttenstraße 26) an.

In diesem von Alexandra Reuter geleiteten Kursus haben Mütter die Gelegenheit, in einer behaglichen Atmosphäre gemeinsam mit ihrem Baby Spaß zu haben, die Zeit zu genießen und Kraft für den oftmals stressigen Alltag als Mutter zu sammeln. In der Zeit nach der Geburt kann Yoga in vielfältiger Weise durch Atem und Körperübungen und Entspannung unterstützen.

Yoga bietet eine gute Grundlage für das Leben als Mutter. Es hilft, den Körper bewusst wahrzunehmen und zu spüren, Augenblicke zu genießen und die eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu erfahren. Die dynamisch, kraftvollen Bewegungen und Haltungen verhelfen zu einer gestrafften Bauch-, Gesäß-, Beinmuskulatur und zu einem kräftigen Beckenboden. Die oftmals stark beanspruchte Schulter-, Rücken- und Nackenmuskulatur wird gezielt gekräftigt und entspannt.

Der Kurs hilft Müttern bei einer schnelleren Einfindung in das Leben mit Baby. Die Kinder sollten mindestens acht Wochen alt sein und noch nicht krabbeln. Die Kosten für die fünf Treffen belaufen sich auf 25 Euro. Anmeldungen sind an das Familienzentrum Kall (02441/5554) oder an die DRK-Familienbildung (02251/791184) zu richten.

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Der erste Vorstand des Bürgervereins Kall nach seiner Gründung am 11. Mai 1984. Von links: Horst Klinkhammer, Heinz Peter Handwerk, Schatzmeister Hermann Josef Logen, Schriftführer Christian Engels, Vorsitzender Hubert Büth, Vize-Vorsitzender Helmut Weiler, Inge Rikenbrauk und Willi Schibilla. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Im Beisein des Ministers für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Christoph Zöpel, wurde die Bürgerhalle im Mai 1987 eingeweiht. Unser Foto zeigt die damaligen Motoren der Realisierung von links: Bürgermeister Werner Schumacher, Christoph Zöpel, Helmut Weiler, Hubert Büth, Landrat Josef Linden, Hermann Josef Logen und Walter Britz. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur

Damals beispielhaft in NRW

Für den Bau und die Bewirtschaftung der Kaller Bürgerhalle wurde 1984 ein Trägerverein gegründet – Das Pilotprojekt des Landes wurde mit 800.000 D-Mark gefördert – Minister Zöpel kam zur Einweihung – Helmut Weiler seit 30 Jahren Vorsitzender

Kall – Die Bürgerhalle in der Auelstraße in Kall wurde 1986 als NRW-Pilotprojekt „Bürgerhaus Kall“ gebaut und deshalb mit einer 80-prozentigen Landesförderung von rund 800.000 DM bedacht. Bei einer geschätzten Bausumme von einer Million DM musste der Bürgerverein damals allerdings den Riesenbetrag von 200.000 DM durch Spenden und Eigenleistungen aufbringen.

Das Projekt „Bürgerhaus“ war 1980 noch eine Vision, als der damalige Ortsvorsteher Hermann Josef Logen mit Bürgermeister Werner Schumacher, dem Gemeindedirektor Friedrich Josef Laux, dem Architekten Willi Schick sowie einigen Ratsmitgliedern und Kaller Bürgern die Idee verfolgte, die Voraussetzungen für den Bau einer großen Mehrzweckhalle zu schaffen. Ziel der Idee sollte sein, dass die Gemeinde Kall weder durch den Bau des Bürgerhauses noch durch dessen Unterhaltung belastet werden sollte.

Somit wurde das Millionen-Vorhaben nur möglich, wenn seitens des Landes eine Förderung von 80 Prozent bereitgestellt werde und ein Trägerverein die Restfinanzierung in Höhe von 200.000 D-Mark sowie die Bewirtschaftung und Unterhaltung des Hauses übernehme. Mit großem Engagement rührte Ortsvorsteher Hermann Josef Logen über Jahre hinweg die Werbetrommel für das Projekt und sammelte Spenden. Die Kaller Industrie, Banken und Gewerbetreibende, die Pfarrgemeinde St. Nikolaus sowie viele Vereine und Bürger trugen durch großzügige Spenden dazu bei, dass sich ein stattlicher Betrag auf dem Spendenkonto ansammelte.

„Die Vorstellung, dass ein Verein ein Bürgerhaus bauen und anschließend auch unterhalten solle, war ein etwas abenteuerlicher Gedanke, denn sowas hatte es bisher noch nicht gegeben“, schrieb der Chronist Kurt Krummeich 1997 anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Bürgerhalle.

Die Vergabe von Fördermitteln des Landes an einen Verein hatte es vor den Kaller Pilotprojekt ebenfalls noch nicht gegeben.

Getreu dem Motto „Nichts ist unmöglich“ gründete sich am 11. Mai 1984 ein Trägerverein, obwohl zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar war, ob das Projekt Bürgerhaus überhaupt realisiert werden könne. Bei dieser Versammlung im Saal Gier stellte Hubert Büth das Bürgerhallen-Projekt sowie einen Satzungsentwurf vor. Schließlich gründeten 42 Kaller Bürger den „Bürgerverein Kall e.V.“ und wählten Hubert Büth zum ersten Vorsitzenden. Stellvertreter wurde Helmut Weiler. Zum Schatzmeister wurde Hermann Josef Logen gewählt, Schriftführer wurde Christian Engels. Inge Rikenbrauk, Heinz Peter Handwerk, Horst Klinkhammer und Willi Schibilla komplettierten den Vorstand als Beisitzer.

Der Bürgerverein und der Architekt Willi Schick forcierten die Planung der Bürgerhalle und das Konzept der Unterhaltung. Unter dem damaligen Städtebauminister Professor Dr. Christoph Zöpel wurden Bau und Unterhaltung durch einen Verein als „Pilotprojekt“ behandelt. Bei zahlreichen Gesprächen mit der Landesregierung in Düsseldorf und beim Regierungspräsident (RP) in Köln leistete der Landtagsabgeordnete und Bürgermeister Werner Schumacher tatkräftige Unterstützung.

Am 29. Januar 1985 wurde beim RP in Köln der offizielle Antrag für eine 80-prozentige Förderung durch das Land gestellt, schon fünf Monate später, am 21. Juni 1985, ging der Zuwendungsbescheid ein: Das Land förderte das Projekt „Bürgerhalle“ wie gewünscht. Alle Mühen hatten sich gelohnt und über einem Artikel der „Kölnischen Rundschau“ stand als Überschrift zu lesen „Das Kunststück von Kall“.

Am 1. Juli 1986 wurde die Baugenehmigung für die Halle erteilt, mit deren Bau noch im gleichen Monat begonnen wurde. Bereits am 22. November 1986 konnte Richtfest gefeiert werden. Der große Tag der Einweihung fand am 28. Mai 1987 im Beisein von Städtebauminister Christoph Zöpel statt. Pfarrer Albert Hoß und dessen evangelischer Amtsbruder Hans-Peter Bruckhoff segneten den Neubau ein.

Im April 1988 wurde der damalige Ortsvorsteher und spätere Bürgermeister Helmut Weiler zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt. Weiler hat dieses Amt bis heute inne. Für den Bau und die Einrichtung der Halle brachte der junge Verein bis zum Jahr 1989 eine Eigenleistung von rund 260.000 Mark auf. Diese Summe resultierte aus dem jahrelangen Spendenaufkommen und den Mitgliederbeiträgen. Zum 1. Januar 1995 gab der Verein seine Gemeinnützigkeit auf, weil Auflagen des Finanzamtes durch zu viele kommerzielle Veranstaltungen nicht mehr zu erfüllen waren. Danach konnte die Halle wirtschaftlicher betrieben werden.

1997 zählte der Verein 114 Mitglieder. Diese Zahl hat sich im Verlauf der Jahre leider auf rund 60 Mitglieder reduziert. Deshalb ist die Vergrößerung des Mitgliederbestandes ein großes Ziel der Vereinsführung um den Vorsitzenden Helmut Weiler.

Der wurde seit 1988 alle vier Jahre als Vorsitzender wiedergewählt. Neben Helmut Weiler gehören dem jetzt amtierenden geschäftsführenden Vorstand Bert Spilles (Vize-Vorsitzender), Gottfried Schnitzler (Schatzmeister) und Alois Poth (Schriftführer) an. Als Beisitzer sind Uwe Schubinski, Peter Berbuir und Lukas Müller im Vorstand vertreten.

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Innenansicht der Kaller Bürgerhalle nach dem Dekorieren durch einen Hallenmieter. Die Halle hat eine Kapazität bis zu 650 Besuchern und ist für Großveranstaltungen aller Art bestens geeignet. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

31 Jahre alt und noch topfit

Der große Saal der Bürgerhalle bietet beste Voraussetzungen zum Feiern – Vorteile für Mitglieder – Der Verein sucht weitere Mitstreiter – Hallendach bedarf einer Sanierung

Kall – „Die Kaller Bürgerhalle ist zwar schon 31 Jahre alt, aber immer noch in einem Top-Zustand“, berichtet Gottfried Schnitzler, Schatzmeister des Kaller Bürgervereins (BV), der auf sein 34-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Lediglich das sanierungsbedürftige Dach mache dem Verein Sorge, weil die Eternitabdeckung schadhaft sei und bald erneuert werden müsse. Dabei, so der BV-Vorsitzender Helmut Weiler, hoffe der Verein auf die Hilfe der Gemeinde Kall.

Mit der Gemeinde Kall hat der Bürgerverein im Jahr 2008 den seit 1985 bestehenden Nutzungsvertrag für die Halle bis zum Jahr 2045 verlängert. Das heißt, dass der Verein die Halle, deren Bau 1985 mit einer 80-prozentigen Landesförderung bedacht wurde, bis dahin weiter vermietet, bewirtschaftet und unterhält. Zwar stehe der Bürgerverein finanziell auf gesunden Füßen, aber über Rücklagen für größere Reparaturarbeiten wie die jetzt anstehende Erneuerung der Dachabdeckung verfüge der Verein nicht.

Die 1987 eingeweihte Halle eigne sich bestens für private Hochzeitsfeiern mit 300 bis 400 Gästen. Es sei das Bestreben des Bürgervereins, Wege zu finden, die Halle noch besser zu vermarkten. Das, so Vorsitzender Helmut Weiler, könne zum Beispiel durch eine werbewirksame Internet-Präsentation geschehen. Dafür sei der Verein derzeit auf der Suche nach einer sachkundigen Person suche, die einen Internetauftritt des Bürgervereins einrichte und anschließend betreue.

Die Bürgerhalle mit einer professionellen Theken- und Schankanlage bietet reichlich Platz zum Feiern. Bei Veranstaltungen mit Tisch- und Stuhlreihen passen locker 420 Leute in den großen Saal, bei Festen mit Stehtischen ist sogar Platz für 650 Personen. Und auch bei den Vermietungspreisen komme man den Nutzern entgegen, wobei sich eine Mitgliedschaft im Bürgerverein auszahle.

Für Kaller Vereine und auch Bürger, die BV-Mitglieder seien, betrage die Hallenmiete pro Veranstaltung 150 Euro, für Nichtmitgliedsvereine 200 Euro. Separat berechnet werden natürlich die Nebenkosten für Reinigung, Strom, Wasser und Gas.

Ansprechpartner für allgemeine Fragen und Abschlüsse von Nutzungsverträgen ist BV-Schriftführer Alois Poth, der unter der Mobil-Rufnummer 0152/04089650 erreichbar ist. Für Fragen der Geschäftsführung und Rechnungslegung stehen Schatzmeister Gottfried Schnitzler (Tel: 02441/661) sowie Vorsitzender Helmut Weiler (02441/5178) zur Verfügung.

Auch Interessenten, die dem Bürgerverein beitreten wollen, können sich bei diesen Personen melden. Vorsitzender Weiler: „Wir würden uns freuen, wenn noch einige Kaller Mitglied bei uns werden.“

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Der Verein Windenergie Nordeifel betreibt in der Alten Grundschule in Kall ein sonnenbetriebenes Hauskraftwerk. Foto: Windenergie Nordeifel/pp/Agentur ProfiPress

Energieautark mit Sonnenenergie

Windenergie Nordeifel lädt zur Besichtigung eines Hauskraftwerkes für 25. April und 30. Mai in die Alte Schule (Aachener Straße 51) in Kall ein

Kall – Der Verein Windenergie Nordeifel lädt für Mittwoch, 25. April, und Mittwoch, 30. Mai, jeweils um 19 Uhr, zu kostenlosen Besichtigungen eines sonnenbetriebenen Hauskraftwerkes in die Alte Schule in Kall (Aachener Straße 51) ein.

Diese neuartige Photovoltaikanlage macht weit mehr als Strom aus Sonnenlicht. Sie sichert bei Ausfall des öffentlichen Stromnetzes dauerhaft die Versorgung im Haus, indem sie tagsüber Sonne „tankt“ und nach Sonnenuntergang die nötige Energie für das Haus liefert. Zusätzlich werden Energieüberschüsse an das öffentliche Netz abgegeben.

Weitere Funktionen wie die eigene Solartankstelle oder ein Blockheizkraftwerk sind nachrüstbar. Das solare Hauskraftwerk zeigt in der Praxis, wie die zukünftige Stromversorgung ohne Kohle- und Atomkraftwerke funktioniert. Es ist technisch ausgereift und in vielen Häusern einsetzbar.

Der gemeinnützige Verein Windenergie Nordeifel betreibt in der alten Grundschule Kall in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein solches Hauskraftwerk, um es interessierten Menschen zugänglich zu machen. Der Verein zeigt mit praktischen Bausteinen, wie Energieversorgung ohne Klimawandel funktioniert. Finanziert durch Bürgerbetreibergemeinschaften hat er vor über zwanzig Jahren die ersten Windkraftwerke in der Region errichtet und betreibt heute zehn Gemeinschafts-Solarstromanlagen.

Wer das solare Hauskraftwerk in der Alten Schule in Kall besichtigen möchte, wird gebeten, sich bei Klaus Pütz (0151/57822770 oder geschützte E-Mail-Adresse als Grafik) oder Eduard Arbach (02445/8096) anzumelden.

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Seit vielen Jahrzehnten ist die Gaststätte Gier in den Wochen vor dem ersten Mai Treffpunkt des Maigeloogs, das hinter verschlossenen Türen Maipaare verkuppelt. Unser Bild zeigt den harten Kern des Geloogs mit dem geheimnisvollen Koffer, in dem die Mailiste unter Verschluss gehalten wird. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Jugend pflegt den alten Brauch

Das Verkuppeln von Paaren hat beim Maigeloog in Kall eine über 100 Jahre alte Tradition – Hinter verschlossenen Türen werden Listen zusammengestellt – Königspaar wird bis zur letzten Sekunde geheim gehalten – Großer Umzug und Ball im Saal Gier

Kall – Seit Wochen treffen sie sich hinter verschlossenen Türen im Saal Gier, um die Maifeierlichkeiten vorzubereiten. Dabei ist es keinesfalls der Programmablauf der Maiwoche und der Festlichkeiten am Maitag. Was die gut 30 Mitglieder des Kaller Maigeloogs als geheime Kommandosache unter Verschluss halten, ist die Liste der Maipaare, die die Junggesellen in ihren Sitzungen zusammenstellen, um sie am Vorabend des Maifeiertages öffentlich auszurufen. Dieses „Verkuppeln“ von Kaller Mädchen ab 16 Jahren und Kaller Jungen ab 18 Jahren zu Maipaaren ist ein über 100 Jahre alter Brauch in Kall, der in zahlreichen Fällen sogar Ehen gestiftet hat.

Schon im vergangenen Herbst waren die Geloogsjungen mit der Neuwahl des Vorstandes in die Vorbereitungen für die jetzt bevorstehenden Maifeiern gestartet. Zum neuen Vorsitzenden (Hötjong) hatte das Geloog den bisherigen Vize-Hötjong Moritz Wirtz gewählt, der bisherige Hötjong Lukas Müller ist jetzt stellvertretender Chef. Schriftführer ist Jens Hecker, für die Kasse zeichnet Benedikt Despineux verantwortlich. Das Amt des Zeugwartes (beim Geloog „Verleihnix“ genannt) hat Simon Derichs inne, während Mike Herr dem Vorstand als Beisitzer angehört.

Direkt nach Karneval begannen die Junggesellen mit dem Recherchieren nach Jungen und Mädchen, die für die Zusammenstellung als Maipaare infrage kommen. Im Schnitt sind es jedes Jahr rund 200 Paare die auf die geheime Mai-Liste gebracht werden. Geheim gehalten bis zur letzten Sekunde werden auch die Namen des Maikönigspaares, das als letztes Paar vom Kaller Felsen an der Gemünder Straße ausgerufen wird. „Es wird jedoch immer schwieriger, ein Königspaar zu finden“, berichtet Hötjong Moritz Wirtz.

Die Liste der Maipaare sowie des Königspaares hütet Wirtz im verschlossenen Geloogs-Koffer, der wichtigsten Requisite der Junggesellen. Dieser Koffer steht auch unter ständiger Bewachung, wenn das Geloog auf dem Maiplatz am Hallenbad seine Zelte aufgeschlagen hat. Der Aufbau des Maiplatzes als Hauptquartier erfolgt in diesem Jahr nach Absprache mit der Gemeinde Kall am Samstag, 21. April. Ab dann ist das Geloog bis zum Maifeiertag dort präsent, denn mit dem Abholen des Dorf-Maibaumes oder dem Schlagen und Schmücken der Maibäume für die „Auserwählten“ der Geloogsjungen gibt es viel zu tun. Viele Jugendliche opfern in diesen Tagen ihren Urlaub für die Erhaltung des Kaller Maibrauches.

„Alle Kaller Jugendlichen ab 16 Jahren sind herzlich eingeladen, den Dorf-Maibaum mit aus dem Wald zu holen“, berichtet Hötjong Moritz Wirtz. Treffen zum Abholen des Baumes sei am Mittwoch, 25. April, um 17 Uhr auf dem Maiplatz. Man habe mit dem Förster einen stattlichen Baum ausgesucht. Der werde auf dem Maiplatz natürlich rund um die Uhr bewacht.

Das Hauptquartier sei in der letzten Aprilwoche ständig besetzt. Kaller Junggesellen, die mit einer bestimmten Herzdame ausgerufen werden wollen, haben in diesen Tagen noch die Gelegenheit, dem Geloog ihre Herzens-Wünsche vorzubringen. Die Spende einer Kiste Bier wirkt Wunder bei der Realisierung der Wünsche und der Änderung der Mai-Liste. Die Bestechlichkeit der Junggesellen hat schließlich eine genau so lange Tradition wie der Maibrauch selbst.

Junge Frauen dagegen wird dieses Privileg nicht zugestanden, denn sie haben keine Möglichkeit, beim Maigeloog ihren Wunschprinzen mit Hilfe einer Kiste Bier oder einer Geldspende zu ergattern. Für sie gibt es keinen Zutritt zum Maiplatz, Damenbesuch ist bis zum Beginn der eigentlichen Maifeierlichkeiten am 30. April absolut tabu.

Mit der traditionellen Maimesse am Sonntag, 29. April, um 18 Uhr in der Kaller Pfarrkirche, beginnt die heiße Phase der Maifeierlichkeiten. Das Ausrufen der 200 Maipaare und das Bekanntgeben des Königspaares vom Felsen an der Gemünder Straße beginnt am Montag, 30. April, um 15 Uhr. Im Verlauf des Ausrufens findet wieder eine große Verlosung von vielen tollen Preisen statt, die die Kaller Geschäftswelt dem Maigeloog gestiftet hat. „Für diese Unterstützung sind wir den Unternehmen sehr dankbar“, so Moritz Wirtz.

Nach dem Ausrufen der Paare teilen sich die Geloogsjungen in Gruppen auf und ziehen zum traditionellen Maisingen von Haus zu Haus. Bis spät in die Nacht ist das Lied „He komme die Kaller Knechte…“ in Kall zu hören, mit dem die Junggesellen um Spenden bitten. Derweil trifft sich die Bevölkerung am Maiplatz am Hallenbad zum gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer. In der Morgendämmerung stellt der Maikönig mit Hilfe der Maigeloogsjungen dann noch bei der Maikönigin einen großen, bunt geschmückten Baum auf.

Traditioneller Höhepunkt der Maifeier ist der Umzug am Dienstag, 1. Mai, um 13 Uhr. Vom Feuerwehrgerätehaus aus wird der Maikönig in einer Kutsche zum Haus der Maikönigin gefahren, wo auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Ortsvorsteher Stefan Kupp dem Königspaar ihre Aufwartung machen. Die Königskutsche wird von der Musikkapelle Kall und den tags zuvor ausgerufenen Maipaaren begleitet.

Nach einem Umtrunk und einem Walzertanz des Königspaares auf der Straße startet der Festzug mit dem Königspaar in der Kutsche zum Maiball (Eintritt frei) im Saal Gier. Das Geloog und Ortsvorsteher Stefan Kupp hoffen, dass sich auch die Kaller Bevölkerung rege an den Maifeierlichkeiten beteiligt.

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Die Geigenvirtuosin Judith Stapf initiiert und konzipiert nun im zweiten Jahr die Kammerkonzertreihe KlangRaum Steinfeld. Foto: Markus Bollen/pp/Agentur ProfiPress
Das Monet Quintett widmet sich am 21. April, 19 Uhr, in der Klosterbibliothek in Steinfeld den Werken des Südtiroler Komponisten Ludwig Thuille. Foto: Susanne Diesner/pp/Agentur ProfiPress

Zweite Saison von KlangRaum Steinfeld

Am 21. April, 16. Juni und 23. September finden in der Klosterbibliothek wieder anspruchsvolle Konzerte statt

Kall-Steinfeld – Die von der Stiftung Kloster Steinfeld getragene und vom Publikum begeistert aufgenommene Konzertreihe KlangRaum Steinfeld geht in die zweite Saison. Die Geigerin und Initiatorin Judith Stapf, die die Reihe konzipiert, hat unter dem Motto "PUR!" international renommierte, junge Musiker eingeladen, um in der besonderen Atmosphäre des Klosters Kammermusikwerke zu proben und anschließend in der Klosterbibliothek aufzuführen.

Der Auftakt am Samstag, 21. April, 19 Uhr, ist dem weitgehend unbekannten Südtiroler Komponisten Ludwig Thuille gewidmet. Laut Judith Stapf handelt es sich „um einen der großen und zu Unrecht vergessenen romantischen Meister.“ Das Monet Quintett, ein preisgekröntes, aufstrebendes Bläserquintett, wird Thuille musikalisch würdigen.

Das zweite Konzert am Samstag, 16. Juni, 19 Uhr, steht ganz im Zeichen der Violine. Judith Stapf stellt die Geige in all ihren klanglichen Facetten als Soloinstrument vor und moderiert den Abend. Klang wird Bild, wenn die Tänzerin Flora Plath Musik in Bewegung umsetzt.

„Mozart! PUR!“ heißt es zum Saisonabschluss am Sonntag, 23. September, 18 Uhr. Präsentiert wird ein reines und doch ausgesprochen abwechslungsreiches Programm mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart. Chor und Kammerorchester beenden mit „Misericordias Domini KV 222“ feierlich die Konzertsaison 2018 im KlangRaum Steinfeld.

Karten gibt es im Vorverkauf für 20 Euro (Erwachsene) sowie zehn Euro (Studenten und Schüler) per Telefon (02225/12240) und per E-Mail (geschützte E-Mail-Adresse als Grafik).

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Macht in diesem Jahr endgültig Schluss: Löstige-Bröder-Chef Harald Thelen steht definitiv nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Vorsitzender dankt endgültig ab

Die „Löstige Bröder“ suchen einen Nachfolger für Vereinschef Harald Thelen – Neuwahl bei der Jahreshauptversammlung am 4. Mai im Saal Gier – Rückblick auf eine erfolgreiche Session Kall – Vergangenes Jahr erklärte sich der Vorsitzende des Kaller Karnevalsvereins „Löstige Bröder“, Harald Thelen, noch einmal bereit, im Interesse der vielen Kinder in den Tanzgarden, von seinem angekündigten Rücktritt als Vorsitzender Abstand zu nehmen. Thelen sagte zu, noch ein Jahr weiterzumachen, um dem Verein auch die Gelegenheit zu geben, in dieser Zeit nach einem Nachfolger Ausschau zu halten. Ob die Suche nach einem neuen Vorsitzenden von Erfolg gekrönt ist, wird sich nun bei der anstehenden Jahreshauptversammlung zeigen, zu der alle Mitglieder für Freitag, 4. Mai, um 19.30 Uhr in den Saal Gier in Kall eingeladen sind. Neben Thelens Posten als Vorsitzender stehen auch die Ämter des stellvertretenden Vorsitzenden, des Schriftführers, des Kassierers sowie der drei Beisitzer zur Neuwahl an. Vor der Wahl des Vorstandes steht der Punkt „Persönliche Worte des Vorsitzenden“ auf der Tagesordnung. Wie Harald Thelen im Vorfeld der Versammlung verlauten lässt, steht er bei der Wahl definitiv nicht mehr für das Amt des Vereinschefs zur Verfügung. Gleiches gelte auch für Thelens Stellvertreter Leo Larres. Nach einer erfolgreichen Session mit gut besuchten Sitzungen und einem tollen Karnevalszug wird das Ergebnis der Vorstandswahl davon abhängen, wie es um die weitere Zukunft der Löstige Bröder und mit den vielen jugendlichen Mitgliedern in den Garden bestellt ist. Im Verein ist man jedoch guter Hoffnung, dass sich eine neue Vereinsspitze findet, die künftig die Geschicke des Vereins leiten wird. Bei der Jahreshauptversammlung am 4. Mai stehen unter anderem der Tätigkeitsbericht des Vorstandes sowie Berichte des Kassierers und der Kassenprüfung auf der Tagesordnung. Der Neuwahl des Vorstandes folgt die Festlegung bestimmter eigenverantwortlicher Koordinatoren, die für Aufgaben wie zum Beispiel Jugendarbeit, Prinzenführer und mehr tätig werden. Zudem steht die Vorschau auf Veranstaltungen in der Session 2018/19 auf dem Programm. Die Löstige Bröder hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme der Mitglieder bei der Versammlung. pp/Agentur ProfiPress www.loestige-broeder.de

Der Journalist Stefan Aust liest am 23. April, 19.30 Uhr, in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld aus der erweiterten Fassung seines Buchs „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Foto: Privat

Stefan Aust ist ein gefragter Mann

„Die Welt“-Herausgeber hält Laudatio zur Verleihung der Karlsmedaille – Lit.Eifel-Lesung des renommierten Journalisten am Montag, 23. April, 19.30 Uhr, im Hermann-Josef-Kolleg, Hermann-Josef-Straße 4, 53925 Kall-Steinfeld

Kall-Steinfeld – Der renommierte Journalist und Autor Stefan Aust ist ausgewählt worden. Er wird bei der Verleihung der Karlsmedaille für europäische Medien in Aachen die Laudatio auf den britischen Schriftsteller und Historiker Sir Ian Kershaw halten. Am Montag, 23. April, 19.30 Uhr, liest Aust bei seiner Lit.Eifel-Lesung aus seinem Werk „Der Baader-Meinhof-Komplex“ - eine fast 1000 Seiten starke erweiterte Neuauflage, in der er eine Fülle neuer Fakten präsentiert.

Neben neuem Fotomaterial wertete der Journalist eine Vielzahl neu aufgefundener und erst jetzt freigegebener Ermittlungsakten sowie private Aufzeichnungen und Aussagen von Zeitzeugen aus.

Aust war 14 Jahre Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, Gründer von „Spiegel TV“ und seit 2014 Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“.

Bei dem Werk „Der Baader-Meinhof-Komplex“ handelt es sich um ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse von Juni 1967, als der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen wurde, bis zum „Deutschen Herbst“ 1977, als der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer entführt und ermordet wurde, die Lufthansa-Maschine „Landshut“ samt Passagieren und Besatzung entführt und befreit wurden und sich RAF-Mitglieder im Hochsicherheitstrakt von Stammheim das Leben nahmen.

Der 1946 in Stade geborene Journalist erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Adolf-Grimme-Preis in Silber für „Spiegel TV“, die Goldene Feder, die Goldene Kamera. „Der Baader-Meinhof-Komplex“ wurde 2008 verfilmt. Rund 2,5 Millionen Kinozuschauer zählte der für einen Oscar nominierte Streifen.

Der Eintritt zur Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

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Sie bescherten dem Publikum im Saal Gier einen berauschenden Konzertabend: Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Krumminga (von links). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein berauschender Konzertabend

Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Krumminga als kölsche Geschichtenerzähler – Drei Stimmen und zwei Gitarren – „Wie Elefante em Porzellanlade“ – Das Publikum war „total begeistert“

Kall – Am Ende des fast dreistündigen Konzertes gab es im vollbesetzten Saal Gier stehende Ovationen für den Liedermacher Gerd Köster und die Gitarren-Virtuosen Frank Hocker und Helmut Krumminga. Das Kölsche Trio hatte dem Publikum mit drei Stimmen und zwei Gitarren einen so berauschenden Konzertabend beschert, dass die Zugabe-Rufe nicht enden wollten.

Mit ihrem aktuellen Programm „A’s kla?“ trafen die drei Musiker aus der Domstadt den Nerv des Kaller Publikums. „Ich bin total begeistert“, bedankte sich ein Besucher beim Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier, der das Konzert im Rahmen seines neuen Kulturprogramms organsiert hatte: „Toll, dass ihr hier sowas macht.“

Sänger Gerd Köster brillierte als begnadeter Entertainer mit seiner Stimme, die mal heiser, mal brummig und mal flüsternd klang. Mit Frank Hocker und Helmut Krumminga wurde er begleitet von zwei begnadeten Gitarristen, die Lebenslust und Spielfreude vermittelten und mit vier fliegenden Händen ihre Instrumente bearbeiteten.

Die Lieder von Gerd Köster waren sowohl von Sarkasmus als auch von melancholischem Ernst uns einer Prise Blödelei geprägt. Songs wie „Lümmel“, „Stöbb en minger Schoh“, „Su vill Zick“ oder „Nöher dran“ – die ausschließlich in „ungebügeltem Kölsch“ vorgetragenen Lieder machten deutlich, dass Köster, Hocker und Krumminga im Leben ganz genau hinschauen und ihre Eindrücke musikalisch verarbeiten.

Lebensweisheiten vermittelte Gerd Köster auch bei der Moderation zwischen den Liedern. „Trump, Seehofer, Videobeweis – manchmol moss me sich och ens offraeje“ oder „Wenn der Islam net zu Deutschland zällt, war mache me dann met de janze konfessionslose. Jehüre die och net ze uns?“, waren Sprüche des Künstlers, die bewegten und zum Nachdenken animierten.

Und auch die Kölner bekommen im Programm „A’s kla?“ ihr Fett weg: „Me läve en de Großstadt und sind doch Buuresäu, wie Elefante en de Porzellanfabrik…“, ließ Gerd Köster verlauten. Das Kneipensterben thematisierte das Trio mit der Weisheit: „Et jeht alles zum Deuvel, wenn keiner jet kööf; et wied schön jedrunke, bis die Weetschaff wieder lööf.“ Dieser Refrain begeisterte vor allem den Kneipenverein-Vorsitzenden Uwe Schubinski: „Das gefällt mir am besten.“

Mit dem Song „Et Selfie-Elfi un d‘r Twitter-Pitter“ rechnete Köster mit dem Handy-Wahn ab. Er geißelte in grundiertem Ernst das endlose Posten von Mitteilungen und Fotos, das im Auto praktiziert für Elfi und Pitter tödlich endete: „Quietschende Reife und Kladderadatsch, nevven de Stroos in de Jroove geklatsch. Jetz deilen se‘t Jrav un keiner pack et, dat letzte Selfie wo leider verwackelt.“

In „Eng Wäng für de Schäng, et Chrisfess treck sich en de Läng“ besingt Höcker das Leiden von Schäng, als am zweiten Weihnachtstag „penetrante Tanten und hungsmöde Bröder“ bei ihm zuhause einfallen und wenig später auch noch „Cousine Nadine“ mit „Problempanz Franz“ antanzen und die weihnachtliche Idylle arg gestört wird, als „Franz op dem Laptop en d’r Eck, däm Schäng sing Porno-Sigg entdeck.“

Alte und sicherlich viele neue Fans des Trios waren begeistert von Kösters Zeilen und dem Gitarrenspiel seiner Kollegen. Gegen Ende des Konzertes rissen die beiden Virtuosen Frank Hocker und Helmut Krumminga das Publikum mit ihren atemberaubenden Soli auf ihren Rhythmusgitarren von den Stühlen. Es folgte Zugabe auf Zugabe und am Ende war sich das Publikum einig: Ob brummiger Blues oder moderne Krätzchen – keiner kann das so gut wie Köster. Und keiner wie er kann auch so schöne Rauchsignale aus der E-Zigarette ausstoßen.

Nach dem Konzert ließen sich Köster, Hocker und Krumminga in der Kneipe noch viel Zeit zum Autogrammeschreiben. Von der Atmosphäre im Saal Gier der denkmalgeschützten Gaststätte waren alle drei hellauf begeistert. Und auch Uwe Schubinski resümierte zufrieden: „Das war bestimmt nicht das letzte Konzert von Köster bei uns im Saal. Die Drei werden wiederkommen.“ Dem Publikum wird es recht sein.

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Kloster Steinfeld bleibt eine von dann vier Salvatorianer-Niederlassungen in Deutschland. In der Gemeinde Kall und im Bistum Aachen war seit der wirtschaftlichen Sanierung des Klosters und seiner Einrichtungen, insbesondere des Gästehauses, durch den Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler nicht mehr mit einer Schließung des Konvents gerechnet worden. Familie Scheidtweiler hatte ein dauerhaftes Verbleiben der Salvatorianer in Steinfeld zur Bedingung für ihr finanzielles Engagement gemacht. Luftbild: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Kloster Steinfeld bleibt

Pressemitteilung aus München: Salvatorianer planen für die Zukunft – Auflösung von vier Niederlassungen

Steinfeld/München – Der Salvatorianerorden schließt vier seiner acht Niederlassungen in Deutschland. Kloster Steinfeld befindet sich nicht darunter, der Konvent bleibt, nachdem die Wirtschaftsbetriebe mit Hilfe des Geschäftsmannes Wolfgang Scheidtweiler dauerhaft gesichert wurden.

„Die Salvatorianer erleben in Deutschland und in ganz Westeuropa einen gravierenden Rückgang der Ordensberufungen“, so Pater Hubert Veeser SDS, der Provinzial des Salvatorianerordens in München: „Dies ist ein Phänomen, das alle apostolischen Ordensgemeinschaften betrifft.“

Deshalb habe die deutsche Ordensprovinz der Salvatorianer in den vergangenen drei Jahren einen intensiven Personal- und Pastoralplanungsprozess durchgeführt, so Veeser: „Der Gemeinschaft war es dabei wichtig, nicht zu warten, bis an einzelnen Orten ein Rückzug unvermeidlich ist, sondern diese Entscheidungen noch selber steuern zu können.“

 

Entscheidung fiel in der Osterwoche

 

Dieser Abwägungs- und Entscheidungsprozess habe in der Osterwoche in einem Provinzkapitel der Deutschen Provinz in Steinfeld/Eifel seinen Abschluss gefunden. Veeser: „Aus den derzeit acht Niederlassungen wurden gemeinschaftlich vier benannt, die trotz des personellen Engpasses dauerhaft erhalten werden und die daher personellen Vorrang haben sollen.“

Diese Orte sind München-Laim (Erzdiözese München Freising), Berlin-Schmargendorf (Erzdiözese Berlin), Steinfeld-Eifel (Diözese Aachen) und Bad Wurzach-Oberschwaben (Diözese Rottenburg-Stuttgart).

Folgende Niederlassungen sind von einer Auflösung betroffen: Lochau/Hörbranz-Vorarlberg (Diözese Feldkirch), Münster-St. Gottfried (Diözese Münster), Maria Steinbach (Diözese Augsburg) und Stuttgart-Giebel (Diözese Rottenburg-Stuttgart).

Provinzial Pater Hubert Veeser: „Einen besonderen Status als Projekt hat die Niederlassung in Gurtweil/Waldshut, dem Geburtsort von Pater Franziskus Jordan, dem Gründer der Salvatorianer. Über die langfristige Perspektive dieser Niederlassung muss noch gesondert entschieden werden.“

Die Salvatorianer wollen die nächsten Schritte transparent und gemeinschaftlich mit allen Beteiligten gestalten. Gespräche mit den Bistumsleitungen und den Gremien vor Ort haben schon stattgefunden oder sind in Kürze geplant.

 

Bischof Dieser persönlich informiert

 

Pater Hubert Veeser hat den Aachener Diözesanbischof Helmut Dieser persönlich informiert. In Aachen war seit der wirtschaftlichen Sanierung des Klosters und seiner Einrichtungen, insbesondere des Gästehauses, durch den Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler auch nicht mehr mit einer Schließung des Konvents gerechnet worden.

Das Bistum hatte aktiv mit der Bildung eines Runden Tisches in den Erhaltungsprozess des Klosters als geistliches Zentrum eingegriffen. Familie Scheidtweiler hatte ein dauerhaftes Verbleiben der Salvatorianer in Steinfeld zur Bedingung für ihr finanzielles Engagement gemacht.

Für alle von Schließung betroffenen Standorte sollen jeweils angepasste Zeitpläne erarbeitet werden, die sich an verschiedenen Orten über mehrere Jahre erstrecken können, so Pater Hubert Veeser. Der Provinzial: „Es tut weh, mehrere Ort aufzugeben, an denen die Salvatorianer so lange und so erfolgreich mit den Menschen gearbeitet und gelebt haben. Leider verlangt unsere Personalsituation aber harte Entscheidungen. Ich bitte alle, die sich an diesen Orten mit den Salvatorianern eng verbunden fühlen, um ihr Verständnis.“

 

Noch 59 Salvatorianer deutschlandweit

 

Die Salvatorianer sind eine internationale Gemeinschaft, die 1881 von dem aus der Diözese Freiburg stammenden Pater Franziskus Jordan gegründet wurden. Weltweite missionarische Pastoral und Bildung sind Schwerpunkte des salvatorianischen Wirkens. In Deutschland leben derzeit 59 Salvatorianer. Mit der Neustrukturierung erhofft sich die Gemeinschaft eine Bündelung der Kräfte und mehr Klarheit über die Zukunftsperspektiven der Mitbrüder.

www.salvatorianer.de

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Stargitarrist Joscho Stephan (2.v.l.) gilt als Meister des modernen Gypsy-Swings. Am 12. Mai gastiert der Vollblutmusiker mit seinen Kollegen Sebastian Reimann (Geige), Volker Kramp (Kontrabass) und Günter Stephan (Rhythmusgitarre) im Saal Gier in Kall. Foto: Sandra Sperlinger/pp/Agentur ProfiPress

Ein Meister des Gypsy-Swings

Das Joscho Stephan Quartett gastiert am Samstag, 12. Mai, um 20 Uhr im Saal Gier – Das neue Kulturprogramm findet bei Musikfreunden viel Anklang – Große Kartennachfrage

Kall – Das neue Kulturprogramm in der Gaststätte Gier in Kall hat sich auf Anhieb zu einem echten Renner entwickelt. Nachdem der Auftakt der Veranstaltungsreihe mit der Travestie-Show mit Regina Red Anfang März in einem voll besetzten Saal stattgefunden hatte, war der Abend mit Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Krumminga schon drei Wochen vor der Veranstaltung restlos ausverkauft.

Für Samstag, 12. Mai, kündigt sich mit einem Konzert des weit über Europa hinweg bekannten Joscho Stephan Quartetts bereits das nächste Highlight an. Star-Gitarrist Joscho Stephan wird mit den Musikern Günter Stephan (Rhythmusgitarre), Volker Kramp (Kontrabass) und Sebastian Reimann (Geige) ab 20 Uhr im Saal Gier gastieren. Die Kartennachfrage ist groß.

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy-Swing. Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy-Swing-Adaptionen herauszuragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy-Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Das begeistert sowohl das junge als auch das ältere Publikum gleichermaßen.

Seine beiden jüngsten Produktionen erfuhren eine besondere Anerkennung. Anfang 2015 wurde „Gypsy meets Groove“ ebenso für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert wie sein aktuelles Album „Guitar Heroes“, für welches er Gitarrengrößen wie Bireli Lagrène und Stochelo Rosenberg als Gäste gewinnen konnte. Schon sein Debüt „Swinging Strings“ wurde 1999 vom amerikanischen Fachmagazin „Guitar Player“ zur CD des Monats gekürt. Das renommierte „Acoustic Guitar Magazine“ feiert Joscho Stephan als Gitarristen für die Zukunft der Gypsy-Jazzgitarre.

Musikergrößen wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.

Freunde des Gypsy-Swings können sich auf ein tolles Konzert der vier Spitzenmusiker am 12. Mai freuen. Karten im Vorverkauf gibt es ab sofort während der Öffnungszeiten in der Gaststätte Gier sowie unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik per Internet. Telefonische Kartenreservierungen sind nicht möglich.

pp/Agentur ProfiPress

www.gaststaette-gier.de


Freuen sich auf die neue Herausforderung: Küchenchef Moez „Pipo“ Salem (links) ist Teamchef im neuen Restaurant Brucker in Kall. Rechts Firmenchef Andreas Brucker, der in dem neuen Restaurant eine Bereicherung des gastronomischen Angebotes in Kall sieht. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Fertigprodukte sind für „Pipo“ tabu

Restaurant Brucker wird offiziell eröffnet – Leitung, Konzept und Design sind neu – Kooperation mit dem Gourmet-Restaurant „Fellini“ von Moez Salem – Begrüßungs-Sekt für Eröffnungsgäste

Kall – „Alles frisch“ lautet künftig die Devise im neuen „Restaurant Brucker“ im gleichnamigen Möbelhaus in Kall. Nach einer Kernsanierung der Räumlichkeiten wird das Restaurant am Donnerstag, 12. April, neu eröffnet. Neu ist dann nicht nur das Design der Einrichtung, neu sind auch das Konzept, das Team und die Leitung des Restaurantbetriebes, der künftig in Kooperation mit dem Kommerner Gourmet-Restaurant Fellini geführt wird.

Chef des neuen Teams in Bruckers Restaurant wird Moez „Pipo“ Salem sein, der im Kommerner Fellini für seine gehobene Küche bekannt ist. Sein Engagement im neuen Restaurant in Kall heißt jedoch nicht, dass er den Betrieb in Kommern aufgibt. „Dort bleibt alles wie bisher“, verspricht Pipo seinen Gästen.

Das Restaurant Brucker wird montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet haben. Zum neuen Konzept gehört täglich bis 11 Uhr das Angebot eines Frühstücks, wobei der Kunde die Wahl zwischen einem süßen (3,90 Euro), einem herzhaften (4,50 Euro) oder einem Schlemmer-Frühstück (6,50 Euro) hat.

Von 11.30 bis 15.30 Uhr bietet Pipos Küche für nur 7,90 Euro ein opulentes „All you can eat“-Buffet an. Zu zivilen Preisen können die Gäste sich aber auch ganztags mit Pizza oder Pasta, mit Currywurst oder Wiener Schnitzel, mit Rumpsteak oder Lachsfilet oder auch mit Salat Toscana oder Salat à la Pipo verwöhnen lassen. Auch ein Salat „Bruckers Spezial“ schmückt die neue Speisenkarte.

Als Desserts werden Waffeln mit heißen Kirschen, Nutella, Eiskugeln mit heißer Schokolade oder Karamell angeboten. Am Kuchen-Buffet gibt es ein reichhaltiges Angebot von leckeren Kuchen und Torten. Auch an die kleinen Gäste ist gedacht worden. Für sie gibt es Spaghetti mit Tomatensauce oder Chicken Nuggets.

Firmenchef Andreas Brucker ist froh, im Restaurant mit Pipo Salem einen sach- und fachkundigen Kooperationspartner als Teamchef zu haben, der in der Küche ausschließlich auf die Verarbeitung von frischen, regionalen und saisonalen Produkten setzt. Fertigprodukte sind in Pipos Küche ein absolutes „No-Go“. In der Spargelzeit werden Gerichte mit frischem Spargel oder in der Erdbeerzeit Angebote mit erntefrischen Erdbeeren auf der Speisenkarte stehen.

Auch den Außenbereich des Restaurants will Pipo Salem neu und attraktiv gestalten. Andreas Brucker ist sicher, dass das neue Restaurant unter neuer Führung eine große Bereicherung des gastronomischen Angebotes in Kall darstellt. Am Eröffnungstag, Donnerstag, 12. April, sowie am Freitag und Samstag (13. und 14. April) heißt Teamchef Pipo seine Gäste mit einem Gläschen Sekt willkommen.

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Kinder und Azubis machten, mit Unterstützung der Erzieher des Familienzentrums Kall, gemeinsame Sache und verschönerten eine Wand im Außenbereich. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Einsatz im Familienzentrum

29 Unternehmen aus dem Kreis Euskirchen unterstützten einen Tag lang Einrichtungen und Organisationen – Startschuss der Veranstaltung in Kall – Auch zahlreiche Einsätze im Gemeindegebiet

Kall – Im Kreis Euskirchen fand zum zweiten Mal der Aktionstag der Wirtschaft statt. 29 Unternehmen unterstützen 25 Projekte in 16 Einrichtungen oder Organisationen. „Eine echte Erfolgsgeschichte“, fand Landrat Günter Rosenke bei der offiziellen Eröffnung in der Tagespflegeeinrichtung „Spatzennest“ in Kall.

Das liege daran, dass dem Aktionstag ein ebenso einfaches, wie geniales Konzept zugrunde liege: Die Unternehmen stellen mindestens einen Mitarbeiter für einen Tag frei. Dieser Mitarbeiter realisiert in einer gemeinnützigen Einrichtung ein konkretes Projekt. „Das klingt nicht besonders kompliziert, oder?“

Im Rahmen einer Börse, die im Herbst 2017 stattgefunden hat, kamen die Unternehmer mit den Organisationen zusammen, die Hilfe benötigen. Einer dieser Organisationen, denen geholfen wurde, war die GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft, die ihr Büro im Kaller Rathaus hat und Ende des Jahres ins Haus der Begegnung einziehen soll.

Eine der Firmen, die der im vergangenen Jahr gegründeten Hilfe-Helfer-Genossenschaft Unterstützung zugesagt hatte, war die Firma Papstar aus Kall, genauer gesagt Claus Mielich aus dem Gebäudemanagement des Unternehmens. Er pflegte den Garten von Marion Neumann aus Keldenich. Den Rasen hatte er schon früh gemäht und die Ränder fein säuberlich freigeschnitten.

„Jetzt gleich habe ich aber noch eine schwere Aufgabe für Sie: Der Wacholder drückt gegen den Zaun, können Sie da was machen?“, fragte Neumann. Für Mielich kein Problem, denn der Einsatz, für den ihn Papstar für einen Tag freistellte, war eine Rückkehr in seine eigene Vergangenheit: „In meinem ersten Leben habe ich Gärtner gelernt.“

Papstar hat Marion Neumann aber noch mehr geholfen: Damit der Grasschnitt die Witwe nicht belastet, hat das Unternehmen Biotonnen für den Einsatz gestellt. Vor drei Jahren ist Marion Neumanns Ehemann gestorben, seitdem wächst ihr die Arbeit im Garten über den Kopf. Mit diesem Problem hat sie sich an die Generationengenossenschaft gewandt: „Es ist gut, dass es die GenoEifel gibt.“

Im Einsatz für den guten Zweck waren auch die Azubis der VR-Bank Nordeifel eG. Sie waren im Familienzentrum Kall beschäftigt und wechselten den Arbeitsplatz am Computer gegen Arbeit mit Pinsel und Farbe. Die vier Azubis verschönerten eine Wand im Außenbereich des Familienzentrums an der Hüttenstraße – und das gemeinsam mit den Kindergartenkindern.

Die Bank-Azubis und das Familienzentrum hatten ebenfalls auf der Börse im Herbst zusammengefunden. „Wir hatten unser Problem geschildert, und die Azubis sind übereingekommen, dass sie unsere Wand gerne bemalen wollen“, berichtete Gaby Müller. Maximilian Koenn, der vonseiten der VR-Bank Nordeifel die Auszubildenden betreut, erklärte: „Ganz nach dem Credo unserer Bank wollen wir die Eifel lebens- und liebenswert machen. Deshalb ist die Teilnahme am Aktionstag für uns ein logischer Schritt. Die Idee kam aus dem Mitarbeiterkreis.“

Dabei stand das Projekt witterungsbedingt sogar auf der Kippe. Denn der Bauhof der Gemeinde Kall musste die Wand vorher verputzen – und das war bei zunächst anhaltenden Regenfällen und anschließendem Frost zunächst nicht möglich. „Zum Glück hatten wir dann doch noch ein paar schöne Sonnentage, sodass das geklappt hat“, sagte Müller.

Komplett unvoreingenommen reisten die vier Bank-Azubis Nora Frantzen, Patrick Jansen, Lars Meyer und Marcel Rodert mit Maximilian Koenn nach Kall. Im Familienzentrum stimmten sie sich gemeinsam mit den Erziehern und den Kindern ab, wie die Wand gestaltet werden sollte.

Schnell war klar: Die Kinder werden miteinbezogen. Vor dem flachen Teil der Wand stellten sie sich auf, dann wurden ihre Umrisse auf die weiße Wand gezeichnet. Vor dem höheren Teil der Mauer platzierten sich die vier Azubis und taten es ihnen gleich. Anschließend wurden diese Umrisse farblich ausgemalt, auch die Vornamen der Kinder und Azubis wurden verewigt.

Fertig wurden die Azubis aber noch nicht am Aktionstag, ein zweiter Einsatztag wird folgen. Das liegt aber nicht daran, dass die Auszubildenden und die Kinder langsam gearbeitet hatten, sondern dass bei sieben Grad die Farbe so schlecht trocknete. „Wir werden hier noch Gesichter reinmalen“, versprach Koenn. Und er geht auch davon aus, dass die VR-Bank Nordeifel in zwei Jahren beim dritten Wirtschaftsaktionstag des Kreises teilnimmt.

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Sandra Hoch (3.v.r.) vom Landesmusikrat NRW machte sich selbst ein Bild von der internationalen Band „Kalimba“ und musizierte mit den Kindern aus Syrien, Mali und Deutschland. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Weitere Förderung für „Kalimba“

Der Landesmusikrat NRW unterstützt die internationale Band weiterhin finanziell – Jeden Mittwoch, 18.30 Uhr, Probe im Caritaszentrum in Kall – Neue Teilnehmer willkommen

Kall – Große Freude bei der interkulturellen Band „Kalimba“: Der Landesmusikrat NRW fördert das Projekt aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport auch weiterhin. Beantragt wurde auch die Folgeförderung von der Kaller Verwaltung für die Flüchlingshilfe Kall, wo Miguelina Drath  das Projekt betreut. Der erste Förderzeitraum, der am 1. Mai 2017 begann, endet am 31. Mai 2018. Anschließend wäre der Finanzierung des Projekts, das auch vom Caritasverband in der Region Eifel e.V. unterstützt wird, offen gewesen.

Doch bis Ende 2018 herrscht nun Gewissheit. Das liegt auch daran, dass der Landesmusikrat seine Förderrichtlinien geändert hat. Laut Alice Gempfer, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Kall, können nun auch „bewährte Projekte wie Kalimba nachhaltig weitergefördert werden. Bislang wurden nur neue Projekte unterstützt.“

Die Flüchtlingshilfe Kall veranstaltet seit Juni 2015 das Begegnungscafé, bei dem Geflüchtete und alteingesessene Kaller zusammenkommen. Von Anfang an dabei ist der Musikpädagoge Reiner Klein von der Musikschule Kalimba aus Prüm, der beim Café immer wieder Musiksessions anbot. Daraus entstanden ist die internationale Band „Kalimba“, in der junge Musiker aus Syrien, Mali und Deutschland zusammen musizieren. Die Gruppe bereicherte bislang nicht nur das ein oder andere Begegnungscafé, sondern durfte sich auch bei der Bildungskonferenz des Kreises Euskirchen sowie zuletzt beim Jahreskonzert der Musikkapelle Kall präsentieren.

Ein Highlight steht im November an. Weil der Landesmusikrat NRW von der internationalen Band so begeistert ist, und weil ein solches Projekt in ländlichen Regionen eher Seltenheitswert hat, darf „Kalimba“ als Beispiel für ein gelungenes Projekt bei einer Fachtagung in Düsseldorf aufspielen.

Ende 2017 machte sich Sandra Hoch vom Landesmusikrat selbst ein Bild von „Kalimba“. Die Düsseldorferin hörte sich die Musik aber nicht nur an, sie machte gleich mit. Jeden Mittwoch von 18.30 bis 20 Uhr wird im Caritaszentrum in Kall (Aachener Straße 11) geprobt. Wer mitmachen möchte, kann einfach vorbeikommen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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Einen Scheck über 2500 Euro überreichten Firmenchef Dirk Horn (Mitte) und Projektleiter Damian Weckmann (links) an Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

2500 Euro für die Hilfsgruppe

Das Autohaus Horn brachte anlässlich der Markteinführung des neuen BMW X2 Burger unters Volk – Zum Erlös von 1100 Euro noch 1400 Euro draufgelegt – Weitere Unterstützung zugesagt

Kall/Euskirchen – Das BMW-Autohaus Rolf Horn mit seinen sechs Niederlassungen in Euskirchen, Kall, Düren, Erftstadt, Jülich und Wesseling zählt nicht nur zu den größten seiner Art in der Region, das Unternehmen mit Hauptsitz in Euskirchen macht auch immer wieder durch großes soziales Engagement in der Eifel auf sich aufmerksam. Das erfuhr auch jetzt die Hilfsgruppe Eifel, als Geschäftsführer Dirk Horn dem Vorsitzenden des Kaller Förderkreises, Willi Greuel, einen Scheck über einen Spendenbetrag von 2500 Euro überreichte.

Bei der Übergabe am Firmensitz in Euskirchen berichtete Dirk Horn, dass das Geld im März bei der Markteinführung des neuen BMW X2 an allen sechs Standorten zusammengekommen sei. Zugunsten der Hilfsgruppe seien an diesem Tag Burger für den guten Zweck unters Volk gebracht worden.

Die Aktion, so erläuterte Projektleiter Damian Weckmann, habe einen Erlös von knapp 1100 Euro ergeben. Diesen Betrag habe das Autohaus auf 2500 Euro aufgestockt. Über Sascha Poth aus Engelgau, Gründer der Eifeler Radsportgemeinschaft „Ledschends“ (Rad- und Motorsportlegenden), sei man auf die segensreiche Arbeit der Hilfsgruppe Eifel für krebskranke Kinder aufmerksam geworden. Deshalb habe man im Autohaus beschlossen, die Markteinführung des neuen BMW X2 zugunsten der Hilfsgruppe zu veranstalten.

Auch Dirk Horn ist begeisterter Radsportler und zählt zum Kreis der Eifeler „Ledschends“, die im vergangenen Jahr innerhalb einer Aktion „1000 für 10“ beim 24-Stunden-Radrennen „Rad am Ring“ am Nürburgring für die Hilfsgruppe in die Pedale getreten hatten. Auch Dank der großen Unterstützung des Autohauses konnten die „Ledschends“ der Hilfsgruppe Eifel aus dieser Aktion eine Spende in Höhe von mehr als 11.000 Euro machen.

Bei der Übergabe des Spendenschecks sagte Dirk Horn der Hilfsgruppe seine weitere Unterstützung zu. Willi Greuel bedankte sich bei Firmenchef Horn, dass er die Markteinführung zugunsten der Hilfsgruppe veranstaltet habe. Die Hilfsgruppe beteilige sich derzeit an der Finanzierung eines neuen Elternhauses, das auf dem Bonner Venusberg gebaut werde. In diesem Haus könnten Eltern in der Zeit wohnen, in der ihre krebskranken Kinder in der Uniklinik behandelt werden.

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Insgesamt 47 Menschen feierten am Ostermontag in Kall Jubelkommunion. Foto: Fred Müller/Kolpingsfamilie Kall/pp/Agentur ProfiPress

47 Jubilare feierten mit Partnern

Jubelkommunion an St. Nikolaus in Kall am Ostermontag

Kall – Auf Einladung der Kolpingsfamilie Kall feierten am Ostermontag 47 Menschen Jubelkommunion in St. Nikolaus in Kall. Von den Jubilaren hatten 14 vor 70 Jahren, 14 vor 60 Jahren (diamantene Kommunion) und 19 vor 50 Jahren (Goldkommunion) die erste heilige Kommunion empfangen.

Die persönliche Feier der Jubelkommunion begann mit der heiligen Messe um 10.30 Uhr. Pfarrer Hans-Joachim Hellwig schilderte, wie Kommunionfeiern zu Zeiten der Jubilare abliefen. Damals durften die Kommunionkinder zwölf Stunden vor der Erstkommunion nichts essen. Die Mundkommunion war Pflicht und die Geschenke waren nicht so üppig wie heute. In seiner Predigt schlug Hellwig den Bogen vom Emmaus-Evangelium zu den Jubilaren und den aktuellen Kommunionkindern.

Auftritte des Blockflöten-Ensembles gestalteten den Gottesdienst besonders feierlich. Jeweils ein Kommunionkind überreichte einem Jubilar ein Geschenk der Pfarrgemeinde St. Nikolaus. Im Gegenzug segneten die Jubilare das jeweilige Kind und wollen für es beten.

Im Anschluss an die Messe feierten die Jubilare mit ihren Partnern im Pfarrheim. Bewirtet wurden sie von der Kolpingsfamilie, die den Reinerlös für die Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen in Indien spenden will.

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Abwassermeister Karl Ernst Brück erläutert Sinn und Zweck des Rückschlammbeckens, aus dem weggespülte Bakterien über ein Hebewerk zurück ins Belebungsbecken befördert werden. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Arbeit der Bakterien bestaunt

Kleine Forscher der Kita St. Nikolaus informierten sich über die Funktionen einer biologischen Kläranlage – Die unsichtbaren Glocken- und Wimperntierchen durch das Mikroskop beobachtet

Kall – Einen spannenden und erlebnisreichen Vormittag erlebte eine Gruppe der inklusiven Kindertagesstätte St. Nikolaus Kall vor den Osterferien auf der Kläranlage in Kall. Karl Ernst Brück, Abwassermeister beim Wasserverband Eifel-Rur, und dessen Mitarbeiter Wolfgang Laukart führten die neugierigen Kids über die einzelnen Stationen der Abwasserreinigungsanlage und waren dabei erstaunt, wie gut ihre kleinen Gäste auf das Thema Abwasser vorbereitet waren.

Das kommt nicht von ungefähr: Die inklusive Kita St. Nikolaus gilt bei den Caritas-Lebenswelten als „Haus der kleinen Forscher“. In den letzten Wochen hatte in der Einrichtung eine Lernwerkstatt zum Thema Wasser stattgefunden. Abschluss des Projektes war die Besichtigung der Kläranlage in Kall. Kita-Leiterin Heidi Zander: „Das war für die Kinder das absolute Highlight.“

In der Lernwerkstatt „Experimente mit Wasser“ hatten die Erzieherinnen zunächst mit den Kindern besprochen, wozu man Wasser gebrauchen kann. Dabei war auch Händewaschen ein großes Thema. Danach starteten die kleinen Forscher im Kindergarten Versuche zu den Themen „Sinken und Schwimmen“, „Schwimmen und Auflösen“ sowie „Süß und Salzig“. Heidi Zander: „Danach haben wir uns angeschaut, welche Reise die Wassertropfen machen und welche Faktoren wie Meer, Wolken und Sonne dabei eine Rolle spielen.“

Dem Thema „Händewaschen“ habe sich die Fragestellung angeschlossen, was eigentlich mit dem Abwasser passiere. Zander: „Wir haben uns die Spülung einer Toilette angeschaut und aus einem Buch erfahren, wie die Kanalisation aussieht“. Dann habe man mit den Kindern eine kleine Kläranlage nachgebaut. Verschmutztes Wasser sei dabei durch Kieselsteine, Sand und einige Kaffeefilter geleitet worden. „Für die Kinder war es sehr interessant, zu sehen, wie das Wasser nach jeder einzelnen Station immer sauberer wurde“, so Heidi Zander.

Das gleiche System im großen Original erlebten die Kids schließlich beim Besuch der Kläranlage, wo sie von Abwassermeister Karl Ernst Brück und dessen Mitarbeiter Wolfgang Laukart über die Anlage geführt wurden. Vom Schneckenpumpwerk am Kanaleinlauf bis zur Ableitung des geklärten reinen Wassers in den Urft-Bach besichtigten die Kinder mit ihren Erzieherinnen Katharina Lenzen, Eva Maria Reineke und Melanie Franke die einzelnen Stationen der Abwasserklärung, deren Funktionen Abwassermeister Brück für alle Kinder recht verständlich erläuterte.

Nichts für feine Nasen war dabei die Besichtigung der Rechenanlage, die grobe Fremdkörper aus den einlaufenden Abwässern und Fäkalien auffängt und in einen Container befördert. Besonders spannend war Brücks Erklärung am belüfteten Belebungsbecken, in dem unzählige Bakterien ihre Reinigungsarbeit verrichten. Bei der Führung erkannten die Kinder, wie auch schon bei ihrem kleinen Versuch in der Kita, dass das Wasser von Becken zu Becken klarer und sauberer wurde.

Die Kinder erwiesen sich auch gegenüber Abwassermeister Brück wissbegierig. Sie stellten Fragen, zum Beispiel wie groß ein Kanal sein kann oder wie viele Bakterien in der Kläranlage arbeiten. Karl Ernst Brück hatte auf alle Fragen eine Antwort. In der Schaltzentrale des Klärwerks zeigte er den Kids anhand der großen beleuchteten Kontrolltafel, welche Einrichtungen der Anlage in Betrieb waren.

Dass die Kinder dann noch im Labor die für das menschliche Auge unsichtbaren Bakterien wie Glockentierchen oder Wimperntierchen durch ein Mikroskop beobachten konnten, war das Highlight der Besichtigung. Und weil man Bakterien nicht sehen kann, mahnte auch Abwassermeister Brück die Kinder, sich immer gründlich die Hände zu waschen.

pp/Agentur ProfiPress


Zwei Spiel- und Kontaktgruppen des Roten Kreuzes beginnen am 10. und 12. April im Familienzentrum Sistig. Foto: Brigitte Hiss/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Kinder können Neues erleben

Spiel- und Kontaktgruppen für Kinder ab 10. April von 9 bis 10.30 Uhr und ab 12. April von 8.30 bis 10 Uhr im Familienzentrum Sistig, Schleidener Straße 2, 53925 Kall

Kall-Sistig – Spiel- und Kontaktgruppen für Kinder bietet das Rote Kreuz ab Dienstag, 10. April, von 9 bis 10.30 Uhr, und ab Donnerstag, 12. April, von 8.30 bis 10 Uhr im Familienzentrum Sistig, Schleidener Straße 2, 53925 Kall, an. Als Dozentinnen fungieren Elisabeth Dreßen und Sabrina Wirtz.

Diese Kurse ermöglichen den Kindern, unter Gleichaltrigen neue, vielfältige und altersspezifische Spiel-, Sing- und Bewegungsmöglichkeiten zu erfahren und wahrzunehmen. Außerdem werden den Eltern altersgerechte Angebote mit den Kindern vorgestellt. Sie können sich darüber hinaus mit anderen Eltern über Themen aus dem Familienalltag, Erfahrungen und Probleme austauschen.

Pro Treffen betragen die Kosten 3,60 Euro. Anmeldung und Information im Familienzentrum Sistig (02445/1088) oder beim Roten Kreuz (02251/791184).

Elena Brohm/pp/ Agentur ProfiPress


Auf dem Gelände des Kaller Bauhofs fand der praktische Teil der Truppführerfortbildung des Kreisfeuerwehrverbandes statt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Immer Herr der Lage

Der Kreisfeuerwehrverband führte eine Truppführer-Fortbildung durch – Praktische Ausbildung auf dem Bauhofgelände der Gemeinde Kall – 24 Teilnehmer bestanden die Prüfung

Kall/Kreis Euskirchen – Dichter Rauch dringt aus einem Güterwaggon ins Freie – ein Feuer! Der Waggon ist geöffnet, ein Kinderfahrrad steht davor. Alles Indizien dafür, dass sich jemand in dem Eisenbahnwagen aufhält, zumal bekannt ist, dass er öfter von Nicht-Sesshaften aufgesucht wird, die sich in ihm wärmen oder einfach nur darin übernachten. Ein Kind, das in der Nähe des Waggons wartet, gibt der anrückenden Feuerwehr Hinweise – doch sind die glaubwürdig?

Die Feuerwehrleute, um die es hier geht, benötigen schon eine Menge Fantasie. Schließlich gibt es gar keinen Güterwaggon. Die „Einsatzstelle“ befindet sich im hinteren Bereich des Bauhofs der Gemeinde Kall. Und das Kind, das Hinweise gibt, ist dem Kindesalter schon längst entwachsen, trägt Schnauzbart und heißt Arthur Klinkhammer. Er ist einer der Kreisausbilder, die angehende Gruppenführer bei dieser Fortbildung des Kreisfeuerwehrverbandes begleiten.

„Bei der Truppführer-Fortbildung werden die Teilnehmer auf den anstehenden Gruppenführer-Basislehrgang am Institut der Feuerwehr NRW in Münster vorbereitet. Dabei durchlaufen sie ein komplettes Lehrgangspaket“, berichtet Ausbilder Gerd Breuer. Über den Kreis Euskirchen verteilt fand seit Mitte Januar, beginnend mit einem Eingangstest, die theoretische Ausbildung statt. Für den praktischen Teil Mitte März hatte die Gemeinde Kall dem Kreisfeuerwehrverband die Möglichkeit gegeben, das Bauhofgelände zu nutzen.

Die Lehrgangsteilnehmer teilten sich in drei Gruppen auf und durchliefen ebenso viele Stationen, an der sie von jeweils zwei Ausbildern empfangen wurden. „Das machen wir bewusst so, denn jede Stadt- und Gemeindefeuerwehr macht aufgrund der örtlichen Gegebenheiten bestimmte Sachen ein wenig anders“, erklärt Breuer. Eine der Stationen war die anfangs geschilderte Situation mit der Rauchentwicklung aus dem Güterwaggon. „Hier geht es für die Teilnehmer darum, die vorgefundene Lage zu erfassen, sowie anhand einer Gefahrenmatrix zu prüfen, welche Gefahren bestehen und auf wen oder was diese Gefahren wirken“, erklärt Breuer.

Das ist eines der Ziele: Die teils noch jungen Wehrkräfte sollen ein Gespür für die Situationen erhalten, sie korrekt einschätzen und bewerten – und dann die richtige Entscheidung treffen. „Das läuft alles in Sekundenschnelle ab“, weiß Breuer aus eigener Erfahrung.

Regelkreis und Matrix

Dabei werden Einsätze nach einem vorgegebenen Schema abgearbeitet, das den Teilnehmern bereits in einer theoretischen Ausbildungseinheit vorab vermittelt wurde. Anhand dieses sogenannten Führungskreislaufs wird zunächst die Lage erkundet. Im Anschluss beginnt die Planungsphase, die sich in Beurteilung und den Entschluss gliedert. Abschließend gibt der Gruppenführer seinen Befehl an die Mannschaft. Und weil sich die Lage permanent ändern kann, wird dieser Kreislauf ebenso permanent bis zum Einsatzende durchlaufen.

„Wir müssen den Kameraden und Kameradinnen bewusstmachen, dass sie alles zu beachten haben“, sagte Gerd Breuer. Dazu zählt auch, dass Befehle so formuliert werden, dass sie jeder versteht. „Wie das geht, lernen die Leute hier“, so der Kreisausbilder. Besonders zwei Fragen seien wichtig: Was habe ich geplant? Wie setze ich es um?

Einige der Lehrgangsteilnehmer bringen in ihrem Einsatzbereich schon einiges an Erfahrung mit. Dennoch müssen bestimmte Handlungen immer wieder geübt werden, etwa wie im Funk korrekte Meldungen an die Rettungsleitstelle gegeben werden, denn das muss im Einsatz stets reibungslos funktionieren. „Wir simulieren hier unterschiedliche Lagen und Einsatzorte, und dementsprechend müssen die Rückmeldungen formuliert werden“, sagte Gerd Breuer.

Während die Lage „abgearbeitet“ wird, wie die Feuerwehr es nennt, wird die Kommunikation mit der Rettungsleitstelle weiterhin aufrecht gehalten. Dabei gilt es für die Truppführer auch, sich Informationen zu beschaffen. „Das ist nicht immer einfach“, sagte Breuer. Das haben die Lehrgangsteilnehmer am eigenen Leib erfahren müssen, als der „zehnjährige“ Arthur Klinkhammer ihnen Hinweise auf den Rauch im Güterwaggon gab.

Gut eine Woche vor Ostern fand schließlich die schriftliche Prüfung statt.

pp/Agentur ProfiPress


Präsentierten im Park des Urfter Jugendgästehauses in Urft das Programm der Oldienacht (von links): Christine Augsten, Thomas Tampier, Willi Greuel, Bürgermeister und Schirmherr Hermann-Josef Esser, Paul Schneider, Jürgen Augsten und Claudia Esch. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Rattles“ geben Starthilfe

Die neue „Eifeler Oldienacht“ (vormals 20 Jahre „Mechernicher Oldiennacht“) startet am 22. Juni als Open-Air erstmals im Park von „Haus Dalbenden“ in Kall-Urft – Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser ist Schirmherr der Premiere – „Night Fever“, „Bobbin Baboons“ und „Beatles Forever Band“ auf der Bühne – Kartenverkauf beginnt.

 

Urft/Eifel – Sie sind schon seit mehr als 50 Jahren im internationalen Musikgeschäft, gingen 1963 mit den Rolling Stones auf Tournee und standen 1966 mit den Beatles auf der Bühne. Im Juni dieses Jahres sind die „Rattles“, die einst weltweiten Ruf als „deutsche Beatles“ genossen, in Urft bei der Hilfsgruppe Eifel zu Gast.

 

Die vier betagten Vollblut-Musiker sind der Top-Act der ersten Eifeler Open-Air-Oldienacht, die am Freitag, 22. Juni, im Park des Jugendgästehauses Dalbenden stattfindet. Es ist die Nachfolge-Benefiz-Veranstaltung der „Mechernicher Oldienacht“.

20 Jahre lang hatte die weit über die Kreisgrenzen hinweg bekannte Kultveranstaltung diesen Namen getragen. Und eigentlich sollte die 20. Oldienacht im vergangenen Jahr die letzte gewesen sein, weil verschärfte Auflagen der Ordnungsbehörde von der gemeinnützigen Hilfsgruppe nicht mehr zu erfüllen waren. „Es hat keine Spaß mehr gemacht“, begründete Willi Greuel das „Aus“ der „Mechernicher Oldienacht“ – und gleichzeitig den Neubeginn mit der „Eifeler Oldienacht“.

 

Nachdem man im vergangenen Jahr das 50-jährige Bestehen des Urfter Jugendgästehauses und das 25-jährige Bestehen der Hilfsgruppe Eifel gemeinsam mit einem großen Familienfest gefeiert hatte, kam man bei der Hilfsgruppe auf die Idee, die Oldienacht künftig als Open-Air-Konzert in Urft zu veranstalten.

 

Offene Ohren

 

Beim Wuppertaler Betreiberverein des Jugendgästehauses und bei Familie Augsten stieß die Hilfsgruppe auf offene Ohren. Nicht nur dass die Gemeinde Kall sofort Unterstützung signalisierte, der Bürgermeister Hermann-Josef stellte sich spontan als Schirmherr der ersten Eifeler Oldienacht zur Verfügung.

Für den Neustart der Hilfsgruppen-Oldienacht boten auch die „Rattles“, die schon mehrmals bei der Hilfsgruppe auf der Bühne standen, ihre Unterstützung an. Weil die Oldienacht bereits freitags stattfindet und die „Rattles“ ihren nächsten Auftritt erst sonntags in Salzgitter beim Stadtfest haben, kommen die vier Alt-Rocker zur ersten Eifeler Oldienacht, nicht nur um ihren Welthit „The Witch“ aus dem Jahr 1969 zu präsentieren.

„Aus der Mechernicher Oldienacht wird die Eifeler Oldienacht“, freute sich Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel bei einer Pressekonferenz im Urfter Jugendgästehaus im Beisein von Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Schon seit der Gründung der Hilfsgruppe an arbeite man eng mit den Herbergseltern Christine und Jürgen Augsten zusammen. Als die Hilfsgruppe damals die Tschernobyl-Kinder zur Erholung in die Eifel holte, hätten diese einige Jahre für drei Wochen in der Urfter Einrichtung wohnen dürfen und seien vom Ehepaar Augsten bestens betreut worden.

 

DJ Hacky Heinen von „Radio 700“

 

Die Hilfsgruppe sei bestrebt, die Musik der 60er, 70er und 80er Jahre lebendig zu halten. Aber leider, so Willi Greuel, würden die Originale von damals immer rarer. Neben den „Rattles“ würden jetzt bei der ersten Eifeler Oldienacht Bands und Künstler wie zum Beispiel die Bee-Gees-Coverband „Night Fever“, die Sängerin Tertia Botha, das Ensemble „The Wild Bobbin Baboons“, die „Beatles Forever Band“, die „Eifelperlen“, „De Schlingele“ und die Dürener Nachwuchsband „Different“ auf der Bühne stehen. Moderiert werde das Programm von DJ Hacky Heinen vom Sender Radio 700.

Einlass ist am 22. Juni bereits ab 16 Uhr, weil Bands bereits vor dem offiziellen Beginn das Bühnenprogramms im Innenhof des Gästehauses zum Warm-up aufspielen. Man sei glücklich über die Unterstützung von vielen namhaften Sponsoren, berichtete Willi Greuel. Ohne sie könnten die Eintrittspreise nicht so gering gehalten werden. Willi Greuel wies in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit dieser Kultveranstaltung für die Hilfsgruppe Eifel hin, die jährliche feste Verpflichtung von annähernd 300.000 Euro habe.

Mit Hilfe der Gemeinde Kall habe man das Parkplatzproblem lösen können: Fünf Gehminuten vom Open-Air-Gelände stehe eine Wiese für rund 800 Pkw als Parkfläche zur Verfügung. Der Fußweg entlang der Urft zum Konzertgelände werde ausgeleuchtet. Zudem würden von Euskirchen, Hellenthal und Blankenheim drei Buslinien für die Hin- und Rückfahrt eingerichtet.

 

Mit Rücksicht auf die Urfter

 

Mit Rücksicht auf die Urfter Bevölkerung soll das Musik-Programm um 24 Uhr beendet sein. Im Vorfeld des Konzertabends haben die Hilfsgruppe und der Wuppertaler Schullandverein ein Rundschreiben im Ort verteilt, in dem die Urfter um Verständnis gebeten werden, falls es an diesem Abend etwas lauter werden sollte.

 

Der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser freute sich, dass die Oldienacht künftig in „seiner“ Gemeinde stattfindet. Sie sei eine tolle Ergänzung des kulturellen Angebotes. Auch der Urfter Ortsvorsteher Frank Vellen rühre schon fleißig die Werbetrommel für die Oldienacht. Willi Greuel lobte das Entgegenkommen der Gemeinde Kall: „Mit ihr gemeinsam haben wir Wege gefunden, dass es ein unvergesslicher Abend wird“. Für die Oldienacht seien an diesem Abend rund 160 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

 

Auch er wünsche sich einen „wunderbaren Sommerabend“, ließ Bürgermeister Esser verlauten. Er gehe zuversichtlich an die Sache heran und blicke optimistisch in die Zukunft: „Nach der dritten Oldienacht bei uns hat die Sache Tradition“.

Der Kartenvorverkauf für die erste Eifeler Oldienacht startet am Montag, 26. März. Vorverkaufsstellen sind Bücher Mütter (Bad Münstereifel), SVE-Ticket-Shop und Wochenspiegelbüro (Euskirchen), Rewe-Center (Zülpich), Bücher Schwinning und „Das Lädchen“ im Bahnhof (Mechernich), Rewe-Center und Bauzentrale Schumacher (Kall), Schneiders Eck (Urft), Buchhandlung Wachtel (Gemünd), Postagentur Herr (Schleiden), Lotto-Toto Winter-Thelen (Kommern) und unter www.karten.hilfsgruppe-eifel.de.

bei der Hilfsgruppe Eifel.

pp/Agentur ProfiPress

www.kinderkrebshilfe-eifel.de


Ende Februar hat die Gemeinde Kall im neuen Gewerbegebiet III unterhalb des Heidehofs umfangreiche Erdarbeiten vorgenommen. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Baufeldfreimachung. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress

Es kann losgehen im Gewerbegebiet III

Die Gemeinde Kall hat mit den Vorbereitungen zur zwölf Hektar großen Fläche begonnen – Bereits ohne Vermarktung erste Interessenten – Enge Absprache in Sachen Natur- und Bodenschutz mit dem Kreis Euskirchen

Kall – Es ist unübersehbar: Wer derzeit über die Landesstraße 206 an Kall vorbei oder von Kall in Richtung Scheven fährt, sieht eine gigantische Hügellandschaft. Die Gemeinde hat durch den Abtrag des Oberbodens mit der  Vorbereitung zur Erschließung des Gewerbegebiets Kall III begonnen.

„Damit wir mit den Erschließungsarbeiten im Frühjahr beginnen können, mussten wir Ende Februar eine sogenannte Baufeldfreimachung im Plangebiet vornehmen“, erzählte Kalls Wirtschaftsförderer Markus Auel. Das neue Gewerbegebiet, das südöstlich des Heidehofs liegt, umfasst eine Fläche von rund zwölf Hektar. Vermutlich im April wird mit der Erschließung begonnen. Wenn alles glatt läuft, wovon die Gemeinde ausgeht, können die ersten Investoren im Sommer mit den Bauarbeiten beginnen.

Zur Erschließung gehört neben Strom- und Gasanschlüssen auch eine schnelle Datenleitung. Wir sind bestrebt, den Gewerbetreibenden in allen drei Gewerbegebieten Leitungen mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen“, sagte Auel, der weiß, wie wichtig eine schnelle Internetverbindung für Betriebe mittlerweile ist.

Im Vorfeld hat sich die Gemeinde in enger Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen abgestimmt, da auch artenschutzrechtliche Aspekten von der bevorstehenden Erschließung betroffen sind. „Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, den erforderlichen Ausgleich zum Schutz der betroffenen Feldlerchenpärchen auf benachbarten landwirtschaftlichen Nutzflächen auszugleichen. Einer Realisierung des geplanten Vorhabens steht jetzt nichts mehr im Wege“, sagte Teamleiterin Monika Keutgen, die bei der Gemeinde Kall zuständig ist für Bauordnung, Stadtplanung und allgemeine Bauverwaltung

Besondere Sorgfalt lassen die Verantwortlichen beim Thema der bleihaltigen Böden im nördlichen Bereich der Gemeinde Kall walten. Die jeweilige Belastung dieser Flächen, zu denen auch das Gewerbegebiet III gehört, ist seit Jahrzehnten bekannt. „Deshalb haben wir gemeinsam mit der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Euskirchen eine Lösung direkt vor Ort gefunden“, sagte Bürgermeister Hermann-Josef Esser.

Erde verbleibt auf den Flächen

Die Erdmassen der Baufeldfreimachung verbleiben zunächst auf den Flächen. Sie dienen in den Bauvorhaben im Gewerbegebiet III zum Ausgleich von Unebenheiten oder zur Nivellierung von abschüssigen Flächen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, für den optischen und akustischen Schutz von Verwaltungstrakten und Sozialbereichen Erdwälle anzulegen und diese zu bepflanzen. Sollte nach Abschluss der Baumaßnahmen noch Erde übrig sein, wird diese selbstverständlich ordnungsgemäß deponiert.

Fünf potentielle Investoren haben der Gemeinde Kall bereits ein konkretes Signal gegeben, sich im neuen Gewerbegebiet ansiedeln zu wollen. Wenn alle Verträge zustande kommen, ist ein Drittel der neuen Fläche bereits verkauft. Darüber hinaus ist die Gemeinde Kall mit weiteren interessierten Unternehmern in Gesprächen – und das alles, ohne bisher konkret in die Vermarktung gegangen zu sein. „Das zeigt, wie groß der Bedarf und das Interesse an neuen Gewerbegrundstücken in Kall ist“, sagt Auel.

Ab sofort werden im gewerblichen Flächenportfolio der Gemeinde für das neue Gewerbegebiet Grundstücksgrößen zwischen 1.250 und 50.000 Quadratmetern angeboten. Der Preis für die voll erschlossenen Grundstücke beträgt 30 Euro pro Quadratmeter. Informationen liefert Markus Auel unter 02441/888-38. Darüber hinaus stehen noch weitere Gewerbeflächen mit einer Gesamtgröße von rund 20.000 Quadratmetern im Gewerbegebiet Kall II im Bereich der Heinkelstraße zur Verfügung, die individuell auf das Flächenbedürfnis des Investors zugeschnitten werden können.

Die verkehrliche Anbindung des Gebietes erfolgt über einen noch zu realisierenden vierten Arm am Kreisverkehr auf der L 206 in Richtung Dottel sowie über einen Anschluss im Bereich der Gemeindeverbindungsstraße von Kall nach Scheven in Höhe des Heidehofes. Die Straßenbezeichnung soll, so hat es der Rat entschieden, den Namen „Metallhütte“ tragen.

„Mit der Erschließung des neuen Gewerbegebietes Kall III hat die Gemeinde eine Grundlage geschaffen, um auch weiterhin ein kontinuierliches Wachstum am Wirtschaftsstandort Kall in den nächsten Jahren zu generieren“, sagte Auel. Dadurch könne die Gemeinde Kall auch zukünftig ausreichende Gewerbeflächen zur Unternehmensansiedlung vorhalten, die eine beständige Stärkung des Standortes weiterhin gewährleisten.

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So sieht das Gewerbegebiet III auf dem Papier aus. Die grauen Flächen unterhalb der Straße nach Scheven, die oben eingezeichnet ist, sollen in Kürze vermarktet werden. Grafik: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Beim Besuch der Rundblick-Redaktion versammelten die Tafel-Vorstände Harry Wegge und Gerlinde Linne von Berg (von links) ihre an dem Tag aktuelle Helfercrew zum Gruppenbild. Insgesamt helfen bei der Kaller Tafel rund 50 Frauen und Männer ehrenamtlich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Kaller Tafel versorgt ganzen Südkreis

Nach der aufsehenerregenden Entscheidung der Essener Versorgungsorganisation für Bedürftige stehen auch die knapp 50 Ehrenamtler der Kaller Tafel und ihre rund 400 Bedürftigen unter Beobachtung und manchmal auch (ungerechtfertigter) Kritik – Tafel-Vorsitzender Harry Wegge: „Arme Alte bleiben noch immer verschämt zu Hause“

Kall – Nach dem Hilferuf der Essener Tafel, dass man dort nicht mehr alle Bedürftigen bedienen kann, ist die Versorgung bedürftiger Mitmenschen in Deutschland plötzlich in aller Munde. Auch die Kaller Tafel, die flächenmäßig größte im Kreis Euskirchen, die von der „Alten Schule“, Ecke Aachener Straße / Hindenburgstraße , aus nicht nur das originäre Gemeindegebiet, sondern auch Bedürftige aus dem Schleidener Tal, Nettersheim, Dahlem und Blankenheim mit Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs versorgt, kann und will sich dem gestiegenen Interesse nicht entziehen.

Vorsitzender Harry Wegge sagte im Gespräch mit der Redaktion des Kaller Rundblick: „Die Tafel ist längst nicht allen bekannt. Und viele vor allem alte Menschen und so genannte verschämte Arme, aus der Eifel, finden noch immer nicht den Weg zu uns, obwohl sie dringend Hilfe bräuchten.“ Die gestiegene Medienpräsenz und das gesteigerte Interesse an der Versorgung bedürftiger Mitmenschen leisteten jetzt vielleicht wichtige Aufklärungsarbeit.

Kaller Tafel existiert im zwölften Jahr

Seit knapp zwölf Jahren gibt es die Kaller Tafel. Zwischen 40 und 50 Ehrenamtliche engagieren sich momentan, sammeln mit einem vereinseigenen Fahrzeug Lebensmittel vor allem in Supermärkten in Kall, Blankenheim, Zingsheim und Schleiden ein und verteilen die Hilfsgüter dienstags und freitags zwischen 11 und 12.30 Uhr an Bedürftige. Diese müssen durch Sozialbescheinigung oder Rentenbescheid nachweisen, dass sie auf verbilligten Einkauf angewiesen sind.

Vorwürfe, dass teure Autos vor der Tafel parken und mit Lebensmittelpaketen beladen wieder abfahren würden, verwiesen Vorsitzender Harry Wegge und Schriftführerin Kirsten Althoff jetzt bei einem Gespräch im Kaller Rathaus mit Bürgermeister Hermann-Josef Esser und seinem für Asyl und Integration zuständigen Verwaltungsmitarbeiter Paul Neufeld in das Reich der Legende.

Harry Wegge sagte, dass viele Hilfsempfänger Fahrgemeinschaften bilden oder von selbst nicht bedürftigen Nachbarn zur Tafel gefahren würden. Andere besäßen tatsächlich Autos, auch das sei richtig.

Oft zu hören sei auch die Kritik, Einzelpersonen verließen bepackt mit großen Taschen die Tafel. Kirsten Althoff versicherte: „Tatsächlich ist es so, dass manche Leute nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Bedürftige die Sachen abholen.“ Es werde aber über ein Markensystem geprüft, für wie viele Personen ein Einzelner bei der Tafel Produkte abholt. Althoff: „Hierfür muss eine Vollmacht vorgelegt werden.“

Vorgepackte Tüten nur zu Weihnachten

Ein weiteres Gerücht besage, dass Tüten vorgepackt würden. Harry Wegge: „Nein, unsere Kunden dürfen selbst auswählen und natürlich ihre eigenen Einkaufslisten nach ihren Bedürfnissen und unseren An geboten zusammenstellen.“ Nur vor Weihnachten würden gelegentlich vorgefertigte Gabenpakete bereitgestellt.

Der Vorsitzende der Kaller Tafel sagte im Gespräch mit Paul Neufeld und Bürgermeister Esser, die Kaller Tafel versorge zwischen 300 und 400 Bedürftige zweimal pro Woche, darunter eine Reihe Einzelpersonen, vor allem aber Familien mit drei bis neun Angehörigen.

Die ehrenamtlichen Teams seien jeden Werktag zwei bis drei Stunden unterwegs, um die Ware bei den Märkten und Geschäften abzuholen. Es würden regelmäßig 21 Stationen angefahren, oft mehrmals in der Woche.

Pro Woche legten die Teams mit dem von Sponsoren finanzierten Kleintransporter 300 Kilometer zurück und beförderten dabei fast zwei Tonnen Lebensmittel in die Alte Schule, auch Tiefkühlkost. Weitere Nahrungsmittel würden von befreundeten Tafeln nach Kall geliefert. Daneben transportieren noch Mitarbeiter mit ihren Privatautos an zwei Tagen in der Woche Ware für die Tafel.

Auch Asylbewerber sind berechtigt

Im Gespräch mit den Tafel-Verantwortlichen sprach Bürgermeister Esser auch das Meinungsbild der Bevölkerung an, dass Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, eigentlich mit allem versorgt würden und nicht den Gang zur Tafel nötig hätten.

„Das ist so nicht richtig“, erklärte Paul Neufeld: Menschen, die nach Asylbewerber-Leistungsgesetz beurteilt würden, hätten die gleichen Ansprüche wie Personen, die Leistungen nach Sozialgesetzbuch XII beziehen.

Neufeld: „Demnach sind sie genauso bedürftig und haben eine Berechtigung für die Tafel.“ Kirsten Althoff verdeutlichte, dass genau geprüft werde, wer berechtigt ist. Es müssten aktuelle Bescheide und Berechtigungen vorgelegt werden, ebenso die Ausweise.

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Das Berufskolleg Eifel aus Kall nahm am Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in Euskirchen teil. Fotos: Michael Reil und Monika Simons/pp/Agentur ProfiPress

Kaller debattierten mit

Berufskolleg Eifel war beim Regionalentscheid von „Jugend debattiert“ am Start Kall - „Reden lernt man durch reden“ wusste schon Cicero vor Christi Geburt. Auch kultiviertes Streiten will gelernt sein. Beides wird im 21. Jahrhundert nicht nur am Berufskolleg Eifel in Kall bei „Jugend debattiert“ gelehrt und ausprobiert, einem neuen Debattentraining als Differenzierungskursus, in dem Schülerinnen und Schülern ihre sprachliche, politische und persönliche Bildung verbessern. „Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht seit 17 Jahren unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind neben der Hertie-Stiftung auch die Robert-Bosch-Stiftung, die Stiftung Mercator, die Heinz-Nixdorf-Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. „Genau zuhören und andere Meinungen respektieren sind wichtige Fähigkeiten in Schule, Arbeitswelt und Gesellschaft“, konstatiert Frank J.-Weise, Vorstandsvorsitzender der Hertie-Stiftung. Hilfereich im Gespräch mit Eltern und dem Chef Einen ersten resümierenden Eindruck zur Teilnahme am Differenzierungskursus in Kall äußerte Lati Heckmüller: „In einem halben Jahr »Jugend debattiert« lernten wir Strategien zur Rhetorik, selbstbewusst eine Position zu vertreten und die chronologische Reihenfolge einer Debatte. Dies hilft uns im privaten sowie beruflichen Alltag, etwa im Vorstellungsgespräch oder im Gespräch mit den Eltern oder dem Chef.“ Lati Heckmüller und Simon Virnich vom Berufskolleg Kall hatten sich für das Regionalfinale von „Jugend debattiert“ in Euskirchen qualifiziert. Virnich: „Die Teilnehmer der anderen Schulen waren, ebenso wie wir, sehr gut vorbereitet. Man hat jedoch gemerkt, dass manche schon häufiger teilgenommen haben und routinierter wirkten.“ So schauten sich die Kaller das Finale entspannt an und analysierten das Debattierverhalten der Finalisten. Als Schulkoordinatorin und Projektlehrerin für „Jugend debattiert“ war Daniela Zinau stolz auf ihre Schüler vom Berufskolleg Eifel in Kall und bewunderte ihren Mut und ihren Enthusiasmus, wie sie sagte: „Es ist mir eine große Freude, sie während des Schuljahres und auf dem Weg durch das Finale zu begleiten. Für das nächste Schuljahr hoffe ich auf weitere motivierte Debattierer sowie auf eine erfolgreiche Teilnahme an den Wettbewerben.“ pp/Agentur ProfiPress

Der Journalist Stefan Aust liest am 23. April, 19.30 Uhr, in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld aus der erweiterten Fassung seines Buchs „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Foto: Privat

Ein Protokoll des Terrorismus

Der renommierte Journalist Stefan Aust liest aus der vollständig überarbeiteten Neuauflage seines Bestsellers „Der Baader-Meinhof-Komplex“ – Lit.Eifel-Lesung am Montag, 23. April, 19.30 Uhr, im Hermann-Josef-Kolleg, Hermann-Josef-Straße 4, 53925 Kall-Steinfeld

Kall-Steinfeld – Einer der renommiertesten Journalisten Deutschlands kommt in die Nordeifel: Stefan Aust, 14 Jahre Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, Gründer von „Spiegel TV“ und seit 2014 Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“, wird am Montag, 23. April, 19.30 Uhr, aus seinem Werk „Der Baader-Meinhof-Komplex“ lesen.

Bereits 1985 hat Aust das Buch veröffentlicht. Jüngst erschien eine fast 1000 Seiten starke erweiterte Neuauflage, in der Aust eine Fülle neuer Fakten präsentiert. Ein Großteil dieser Enthüllungen ist erst durch die akribische Recherche des 71-jährigen Journalisten ans Tageslicht gekommen. Neben neuem Fotomaterial wertete Aust eine Vielzahl neu aufgefundener und erst jetzt freigegebener Ermittlungsakten sowie private Aufzeichnungen und Aussagen von Zeitzeugen aus. Dadurch wird das Werk detaillierter und brisanter denn je.

Dabei ist „Der Baader-Meinhof-Komplex“ keine Anklageschrift, kein Plädoyer eines Verteidigers und auch kein juristisches oder moralisches Urteil. Vielmehr handelt es sich um ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse von Juni 1967, als der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen wurde, bis zum „Deutschen Herbst“ 1977, als der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer entführt und ermordet wurde, die Lufthansa-Maschine „Landshut“ samt Passagieren und Besatzung entführt und befreit wurden und sich RAF-Mitglieder im Hochsicherheitstrakt von Stammheim das Leben nahmen.

Für die „Faz“ ist „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ein „Klassiker der jüngeren Geschichtsschreibung“, der Redakteur Michael Hesse vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ bezeichnet es als „das bedeutendste Buch über die RAF“ und Carsten Tergast vom „Büchermagazin“ nennt es das „Standartwerk der RAF-Geschichte“.

Stefan Aust wurde 1946 in Stade geboren. Seine journalistische Karriere begann er 1966 als Redakteur bei „Konkret“ und den „St.-Pauli-Nachrichten“. Ab 1970 arbeitete er beim Norddeutschen Rundfunk, darunter 14 Jahre lang für das Fernsehmagazin Panorama. 1988 wurde er Chefredakteur des „Spiegel TV Magazins“, 1994 wurde er zum Chefredakteur des „Spiegel“ ernannt. Aust ist außerdem an der N24 Media beteiligt und seit 2014 Herausgeber der „Welt“, deren Chefredakteur er 2016 kommissarisch war.

Der Journalist und Autor erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Adolf-Grimme-Preis in Silber für „Spiegel TV“, die Goldene Feder, die Goldene Kamera. „Der Baader-Meinhof-Komplex“ wurde 2008 vom Regisseur Uli Edel unter anderem mit Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu und Johanna Wokalek verfilmt. Rund 2,5 Millionen Kinozuschauer hatte der für einen Oscar nominierten Streifen.

Der Eintritt zur Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress


Die Eifelverein-Ortsgruppe Scheven ehrte bei einem gemütlichen Beisammensein anlässlich des 100-jährigen Bestehens langjährige Mitglieder. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Hans-Georg Lehner seit 80 Jahren Mitglied

Die Eifelverein-Ortsgruppe Scheven wurde 100 Jahre alt – Festmesse und gemütliches Beisammensein – Festakt inklusive Bezirkswandertag folgt am 10. Juni

Kall-Scheven – Die Eifelverein-Ortsgruppe Scheven feierte jüngst ihr 100-jähriges Bestehen. Nach einer Festmesse in der Schevener Kirche fand im Pfarrheim ein gemütliches Beisammensein statt. In diesem Rahmen wurden auch zahlreiche Mitglieder geehrt.

Bereits seit stolzen 80 Jahren ein Mitglied der Ortsgruppe Scheven ist Hans-Georg Lehner. Seit 60 Jahren ist Bernd Lauterbach dabei. Ein halbes Jahrhundert Zugehörigkeit feierten Brigitte Lehner, Monika Sohn und Erhard Sohn. Seit vier Jahrzehnten sind Gabi und Friedberg Cremer, Marianne und Günther Huppertz, Marlies Lauterbach, Gertrud und Josef Linden, Marlies Lauterbach, Ursula Möres, Fini und Karl-Wilhelm Schneider sowie Margarete Schüer Mitglied im Eifelverein.

Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Arnold Bergheim, Martha und Hermann-Josef Cremer, Emil Feyen, Elsbeth, Marga und Hans-Peter Hahn, Anneliese und Hans-Josef Kronenberg, Barbara und Adolf Milfeit, Edith und Hans Reiff, Elisabeth und Lutz Schaar, Eva und Sigfried Schäfer, Ewald Weber, Franz Weigel sowie Marion Weigel-Schaar geehrt. Roswitha und Günther Feyen, Karl-Josef Klinkhammer und Gerd Wickert sind seit zwei Jahrzehnten Mitglied, Ingrid und Hans Biada seit 15 Jahren und Manfred Schlenger seit zehn Jahren.

Der eigentliche Festakt findet am 10. Juni statt. An diesem Tag richtet die Ortsgruppe ab 9 Uhr einen Bezirkswandertag aus. Nachmittags, vermutlich gegen 13 Uhr, wird der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Günter Rosenke, die Gäste begrüßen.

pp/Agentur ProfiPress


Die Profi-Greifer vom Kaller Bauhof: (v.l.) Kurt Schmitz, Ralf Mertens und Florian Marx. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Kraftvoll zupacken

Für den Bauhof hat die Gemeinde Kall einen Greifer angeschafft – Hochwasserschutz ist eines der Einsatzgebiete

Kall/Steinfelderheistert – Die Spuren, die der Orkan Friederike hinterlassen hat, sind auch fünf Wochen nach dem Ereignis noch allerorts zu finden. In der Gemeinde Kall muss man nur einmal den Kuttenbach zwischen Steinfelderheistert und Diefenbach entlang spazieren. Entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste liegen im Bett des Baches. „Das kann bei Hochwasser zum Problem werden“, sagt Kalls Bauhofleiter Helmut Murk.

Bisher hat sich die Gemeinde für solche Arbeiten entweder schweres Gerät ausgeliehen oder die Freiwillige Feuerwehr beauftragt, die über Fahrzeuge mit Seilwinden verfügt. Und auch wenn der Dienstweg zu Feuerwehrchef Harald Heinen, der gleichzeitig stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes ist, kurz war, war der Bauhof immer von anderen abhängig. „Es kam immer wieder vor, dass das benötigte Gerät schon verliehen war und wir warten mussten“, erklärte Murk.

Deshalb hat die Gemeinde vor wenigen Wochen „Nägel mit Köpfen“ gemacht und sich einen sogenannten Sortierungsgreifer für den Bagger angeschafft. Laut Helmut Murk kostete der etwas über 9000 Euro – eine Investition, das sich innerhalb kürzester Zeit amortisieren wird. „Eine Leihe kostet pro Tag zwischen 130 und 150 Euro. Rechne ich da noch die Fahrtkosten für Abholung und Rückgabe sowie die Arbeitszeit des Mitarbeiters ein, der dafür unterwegs ist, komme ich schnell auf 200 bis 250 Euro täglich“, rechnet Murk vor. Nun ist der Bauhof flexibel, kann auf akute Probleme umgehend reagieren und auch auf bestimmte Witterungen. „Jetzt im Frost können wir beispielsweise sehr gut die umgekippten Bäume aus dem Kuttenbach holen“, sagt der stellvertretende Bauhofleiter Theo Dreßen.

Die drei Bauhofmitarbeiter Kurt Schmitz, Ralf Mertens und Florian Marx steuern den Bagger mit Greifer – und zeigen sich begeistert. „Mehr Kontrolle“ habe man mit dem Greifer, erklärt Marx, außerdem „mehr Möglichkeiten“, ergänzt Schmitz. Mertens spricht die Zeitersparnis an, die der Bauhof nun hat. Anstatt ein Leihgerät abzuholen, wird der Greifer einfach an den Bagger an- und später wieder abgebaut.

Theo Dreßen sieht in der Starrheit des Greifers einen Riesenvorteil: Beim Fällen von Gefahrbäumen könne man den Stamm einfach packen und dann in Ruhe arbeiten. „Grundsätzlich wurde der Greifer konzipiert, um Abbrucharbeiten aller Art vorzunehmen. Man kann bis zu zwei Tonnen schwere Findlinge versetzen, Bäume in Bachläufen fassen und ihn beim Grün- und Heckenschnitt einsetzen“, zählt Dreßen weitere Vorteile auf. Und Helmut Murk ergänzt: „Bisher musste auch immer jemand ins Wasser, das entfällt nun zum Glück.“ Auch im Vorfluterbereich sei der Greifer einsetzbar.

Im Bereich Hochwasserschutz ist man, nicht zuletzt aufgrund der Unwetterlagen im Frühling/Sommer 2016, bei denen etwa Scheven überflutet wurde, in Kall besonders sensibel. Gerade in der Prävention ist der Greifer unverzichtbar, etwa in der Urft – oder eben an diesem eisig kalten Morgen am Kuttenbach.

pp/Agentur ProfiPress

Wie stabil ist eigentlich ein Fußball? „Die Physikanten“ setzen in diesem Experiment einen Ball gehörig unter Druck. Foto: Mark Wohlrab

Spektakuläre Experimente im Kursaal

Gemeinde Kall ist über das interkommunale Klimaschutzteam Mitveranstalter der Energiekompetenzschau am Sonntag, 22. April, in Gemünd

Kall/Gemünd/Eifel - Kompetenzschau, Probefahrten, Show und Vorträge: Die „EnerKom+ 2018“ am Sonntag, 22. April, von 10 bis 17 Uhr, im Kursaal Gemünd präsentiert sich als Messe, auf der Unternehmen aus dem gesamten Kreisgebiet ihre Produkte und Dienstleistungen in allen klimarelevanten Bereichen interessierten Besuchern präsentieren können.

Die Gemeinde Kall ist über das interkommunale Klimaschutzteam Mitveranstalter, außerdem der Kreis Euskirchen, die Städte Bad Münstereifel und Schleiden sowie die Gemeinden Blankenheim, Hellenthal und Nettersheim.

Probefahrten mit Pedelacs

Behandelt werden am 22. April in Gemünd Themen wie energetische Gebäudesanierung oder Neubau, Heiz- und Anlagetechnik, Bauen und Wohnen mit Holz, Energieeffizienz oder automatisiertes Wohnen und Elektromobilität. Zudem besteht die Möglichkeit, im Außenbereich Pedelecs oder E-Fahrzeuge ausführlich in Augenschein zu nehmen, sich über aktuelle Fragen wie Reichweite, Technik und Entwicklungspotential mit Experten auszutauschen. Auch kleine Probefahrten sind möglich.

Neben der Ausstellung wird das Programm durch eine interessante Vortragsreihe ergänzt, in der Fachleute Photovoltaikanlagen, Dämmsysteme oder intelligente Heizsysteme vorstellen und insbesondere auf Fragen der Besucher direkt eingehen können.

Das Organisatorenteam freut sich, die Gruppe „Die Physikanten“ für die Messe gewonnen zu haben. „Die Physikanten“ präsentieren spektakuläre Experimente, verblüffende Effekte und intelligente Comedy in einer tollen Bühnenshow mit Bezug zu energetischen Themen.

pp/Agentur ProfiPress


Hochbetrieb herrschte im Kreishaus anlässlich des ersten „Aktionstages der Wirtschaft“ im Kreis Euskirchen. Es wurde eine Projektmesse veranstaltet, während der 30 Vereinbarungen zwischen gemeinnützigen Einrichtungen und Unternehmen abgeschlossen wurden, darunter VR-Bank Nordeifel, Rotes Kreuz, Mechernicher AWO-Kindergärten, Kaller Kindereinrichtungen, die Generationengenossenschaft GenoEifel eG, das städtische Mechernicher Gymnasium Am Turmhof, die Obergartzemer Spedition Berners und die Kaller Nordeifel Tourismus GmbH. Foto: Wolfgang Andres/Kreisverwaltung/pp/Agentur ProfiPress

Sandwerkstatt und Sinnespfad

Beim zweiten „Aktionstag der Wirtschaft“ wird im Außengelände der Kaller Kinderbetreuung „Spatzennest“ gearbeitet – 29 Unternehmen helfen während der kreisweiten Aktion unter anderem in der Stadt Mechernich und in der Gemeinde Kall 25 Projekte in 16 gemeinnützigen Sport-, sozialen oder kulturellen Einrichtungen zu verwirklichen – Unter anderem sind das Rote Kreuz, die VR-Bank Nordeifel und die Generationengenossenschaft GenoEifel eG am Start

Kall/Mechernich/Kreis Euskirchen – Der zweite „Aktionstag der Wirtschaft“ im Kreis Euskirchen findet am Donnerstag, 15. März, um 10 Uhr in der Kaller Kinderbetreuung „Spatzennest“, Knipperweg 29, bei Petra Gemünd statt. Bei diesen Aktionstagen geht es darum, dass Unternehmen Knowhow und Manpower, also Mitarbeiter und Ideen für gemeinnützige Sport-, soziale oder kulturelle Einrichtungen zur Verfügung stellen, um Projekte nach deren Wahl zu realisieren.

„Geld ist dabei Nebensache“, so Kreispressesprecher Wolfgang Andres: „Gefragt sind Ressourcen wie Zeit, Wissen, Kompetenz, Kontakte, Logistik und so weiter.“ Die Aktionstage der Wirtschaft sollen so zu Sinnbildern für Begegnung, Aktion, Anerkennung, Zusammenhalt und Freude werden.

Insgesamt setzen 29 Unternehmen aus dem gesamten Kreis Euskirchen 25 Projekte in 16 Einrichtungen um. Insgesamt wurden 32 Engagement-Vereinbarungen offiziell über den „Aktionstag der Wirtschaft“ getroffen.

Drei Schirmherrn und mehrere Firmen

Mit von der Partie beim zweiten Aktionstag am Donnerstag, 15. März, ab 10 Uhr in der Kinderbetreuung „Spatzennest“ sind auch die Schirmherrn Landrat Günter Rosenke, Michael Bayer (Industrie- und Handelskammer zu Aachen, IHK) und Peter Deckers (Handwerkskammer). Vor Ort sind Mitarbeiter mehrerer Firmen, die bei der Kinderbetreuung „Spatzennest“ gemeinsam die Außenanlagen um eine „Sandwerkstatt“ und einen „Sinnespfad“ erweitern.

Weitere geplante Aktionen sind die Verschönerung der Spielplatzwand im Familienzentrum Kall durch die VR-Bank Nordeifel sowie die Schaffung einer „Oase der Ruhe“ durch Papstar. Im Kindergarten Antweiler (Stadt Mechernich) soll eine Seillandschaft unter dem Motto „Klettern wie Tarzan“ installiert werden.

Im AWO-Kindergarten Mechernich will die Spedition Berners das Außengelände mit einem Parcours für die Verkehrserziehung herrichten. Der Kindergarten „Auenland“ in Euskirchen entwickelte bei einem Besuch des Kreiskrankenhauses in Mechernich großes Interesse am Themenkreis „Arzt, Krankenhaus und Co“. Das greift das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen (Rotkreuz-Zentrum Kreis Euskirchen/Eifel) auf und bietet einen „Erste-Hilfe-Kursus“ an.

GenoEifel eG, die Generationengenossenschaft, baut mit Hilfe der Nordeifel-Tourismus GmbH im Rathaus Kall eine Facebook-Seite für die öffentlichkeitswirksame Verbreitung der GenoEifel eG auf. Ziel ist die Vernetzung in der Region zur Steigerung des Bekanntheitsgrades des gemeinnützigen Projektes, das die Generationen verbinden möchte und gegenseitige Hilfe organisiert.

Über die GenoEifel eG bieten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Unterstützungsleistungen für das „Leben im Alter“ und die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ an. Am Aktionstag soll ein großer Einsatztag mit vielen Helfer/innen und vielen unterschiedlichen Einsatzbereichen stattfinden.

Auch die Friedrich-Haas-Schule Bad Münstereifel bekommt eine Ausbildung in Erster Hilfe und Notfallrettung durch das Rotkreuz-Zentrum Kreis Euskirchen/Eifel. Das Mechernicher Gymnasium Am Turmhof erhält eine Sitzecke und einen Wandanstrich für den Oberstufenraum. Weitere Informationen unter www.aktionstag-kreis-euskirchen.de

pp/Agentur ProfiPress


Unverkennbar trugen diese polnischen Zivilarbeiter am Gemünder Marienplatz das sogenannte „Polen-Kennzeichen“ deutlich sichtbar auf der Kleidung. Die Brandmarkung erinnerte frappierend an den Judenstern. Foto: Studio Mertens, Gemünd/pp/Agentur ProfiPress

Sklaverei in der Nordeifel

Trauriges Kapitel Zwangsarbeit: Der Journalist Franz Albert Heinen stellt sein neues Buch „Abgang durch Tod“ am Sonntag, 18. März, um 15 Uhr in der Aula des städtischen Schleidener Sturmius-Gymnasiums, Blumenthaler Straße 7, vor - Das 476-seitige illustrierte Werk wird vom Geschichtsforum Schleiden herausgegeben und ist auch in der Kaller Buchhandlung Pawlik zum Preis von 14,80 Euro erhältlich (ISBN 978-3-00-059006-1) – Erschießungen und Erhängungen unter anderem in Sötenich

Schleiden/Kall/Eifel – Sein neues Buch „Abgang durch Tod – Zwangsarbeit im Kreis Schleiden 1939 – 1945“ stellt der Journalist Franz-Albert Heinen am Sonntag, 18. März, um 15 Uhr in der Aula des städtischen Schleidener Sturmius-Gymnasiums, Blumenthaler Straße 7, vor. Das 476-seitige illustrierte Werk wird vom Geschichtsforum Schleiden herausgegeben und ist im örtlichen Buchhandel zum Preis von 14,80 Euro erhältlich (ISBN 978-3-00-059006-1).

„Unser Pole hatte es gut“: Mit solchen beruhigenden und nicht hinterfragten Hinweisen beschrieben viele Zeitzeugen nach 1945 die Zwangsarbeit von meist kriegsgefangenen Ausländern in der Eifel. Der frühere Stadt-Anzeiger-Redakteur Franz-Albert Heinen zeichnet nun in seinem neuen Buch „Abgang durch Tod – Zwangsarbeit im Kreis Schleiden 1939 – 1945“ ein deutlich anderes, realistischeres und daher teilweise verstörendes Bild von Hungerlagern, Misshandlungen, drakonischen Strafen, Erschießungen und Erhängungen sowie dem qualvollen Tod in Konzentrationslagern und Massengräbern.

337 Todesopfer unter „Fremdarbeitern“

 Der Autor verweist für die Zeit von 1939 bis 1945 auf mindestens 337 Todesopfer unter den Zwangsarbeitern im Kreis Schleiden: Somit waren die „Fremdarbeiter“ die regional zweitgrößte Opfergruppe unter den Nicht-Kombattanten des Zweiten Weltkrieges nach den rund 800 zivilen deutschen Bombenopfern. Das Buch zeichnet auf 476 Seiten ein erschütterndes Bild zu diesem weitgehend verdrängten und vergessenen Kapitel der Regionalgeschichte.

Die größte Opfergruppe bildeten die sowjetischen Kriegsgefangenen, die ab Herbst 1941 vielfach aus Hungerlagern im Rücken der Ostfront teilweise schon sterbend zu den Arbeitskommandos in der Eifel geschickt wurden. Von den mehr als 230 umgekommenen sowjetischen Gefangenen zwischen Heimbach und Ahrdorf gingen mehr als 130 bereits im ersten Halbjahr in der Nordeifel zugrunde.

Auf der Flucht erschossen

Nach Fluchtversuchen erfolgten bisweilen Erschießungen: fünf alleine in Sötenich, mindestens drei im Lager (Berk)-Bevertberg. Andere erkrankten unter den oft katastrophalen Lagerbedingungen im Kreisgebiet und kamen im „Russen-Lazarett“ in Arnoldsweiler um. Sie wurden bislang in keiner Opferliste für den Kreis Schleiden berücksichtigt, obwohl sie eindeutig den Arbeitskommandos im Schleidener Land zugeordnet blieben.

„Abgang durch Tod“, notierte die Wehrmachtverwaltung in kalter Bürokratensprache in der Personalkarte des Opfers. Die oft verwendete Floskel der Buchhalter des Todes übernahm der Autor im Buchtitel.

Weit höher als die Zahl der Kriegsgefangenen in den Arbeitskommandos war die Zahl der überwiegend aus den besetzten Gebieten Polens und der Sowjetunion in die Nordeifel verschleppten zivilen Zwangsarbeiter, Frauen wie Männer gleichermaßen. Nur ein geringer Teil war freiwillig gekommen, rund 95 Prozent wurden unter teils grausamen Umständen aus ihren Heimatländern verschleppt.

Für die nach nationalsozialistischer Ideologie als angeblich „minderwertig“ diffamierten Osteuropäer galt ein extrem verschärftes soziales Sonderrecht, das ihnen alle Freiheiten nahm und sie zu Arbeitssklaven degradierte. Das nach Lage der Dinge günstigste Los hatten die Landwirtschaftshelfer beim Einzeleinsatz bei den Bauern und die Haushaltshilfen.

Nach sexuellen Kontakten ins KZ

Die Landwirte behandelten die Arbeiter überwiegend so, wie vorher ihre deutschen Knechte und Mägde. Wesentlich schlechter waren die Lebensumstände hingegen oft in den Massenlagern bei den großen Betrieben mit hohem Arbeitskräftebedarf.

Verstöße gegen die rassistisch motivierten „Polenverordnungen“ waren an der Tagesordnung. Sie lösten eine Flut von Geldstrafen aus, etwa wegen fehlendem „Polenkennzeichen“ an der Kleidung oder beim Übertreten des Nachtausgehverbotes. Bald füllten sich auch die Gefängnisse mit den Zwangsarbeitern. Nach angeblichen Verstößen gegen das Verbot sexueller Kontakte zu deutschen Frauen oder Arbeitsvergehen überstellte die Geheime Staatspolizei zahlreiche Polen und Sowjetbürger in die Konzentrationslager, deren Hölle längst nicht alle überlebten.

Den Untergang des Regimes vor Augen, setzte die Gestapo ab Herbst 1944 Jagdkommandos gegen angeblich „verdächtige“ Ausländer in der weitgehend evakuierten Kampfzone im Westen ein; zahlreiche Ausländer wurden nachfolgend erschossen oder erhängt.

Zwischen 5000 und 6500 Zwangsarbeiter

Der Autor untersuchte auch die Einsatzschwerpunkte der Ausländer, unter denen die Landwirtschaft die meisten Helfer beanspruchte, gefolgt von Forst- und Holzwirtschaft, Reichsbahn und Industrie. Im Ergebnis schätzt F.A. Heinen die Zahl der Zwangsarbeiter (Kriegsgefangene und Zivilarbeiter) im ehemaligen Kreisgebiet auf zwischen 5.000 und 6.500 Frauen und Männer.

Mit einem Blick auf die regionale Praxis des Gedenkens nach 1945 klingt das mit zahlreichen bislang unveröffentlichten Fotos ausgestattete Buch aus. Im Anhang finden sich die nach Kommunen gegliederten Opferlisten, Literatur- und Quellenübersicht sowie Orts- und Personenregister. Die Buchveröffentlichung wurde durch die Kreissparkasse gefördert, so dass der Verkaufspreis deutlich reduziert werden konnte.

pp/Agentur ProfiPress


Die Theaterfreunde Kall führen am Samstag, 24. März, und Sonntag, 25. März, den Schwank „Döner, Durst und Dosenwurst“ von Bernd Gombold in der Aula des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs auf. Die Aufführung samstags beginnt um 19 Uhr, die am Sonntag um 15 Uhr – sonntags gibt es vorher Kaffee und Kuchen. Foto: Theaterfreunde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Wirrwarr um neue Dönerbude

Theaterfreunde Kall führen in der Aula des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs am 24. und 25. März einen Schwank in drei Akten vor – Es gibt Kaffee und Kuchen

Kall-Steinfeld – Die Theaterfreunde Kall führen am Samstag, 24. März, und Sonntag, 25. März, den Dreiakter „Döner, Durst und Dosenwurst“ von Bernd Gombold in der Aula des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs auf.

Der Eintritt ist frei(willig). Mit dem Erlös werden ein Schulprojekt in Brasilien und die Aktion „Lichtblicke“ von Radio Euskirchen unterstützt. Die Aufführung samstags beginnt um 19 Uhr, die am Sonntag um 15 Uhr – sonntags gibt es vorher Kaffee und Kuchen.

Die Akteure proben bereits seit November fleißig. Zur Handlung: Am Marktplatz eröffnet der quirlige Erkan (Markus Wollenweber) einen Dönerladen. Kritisch wird er von den dortigen Geschäftsleuten beäugt: der „Vollblut-Fleischereifachverkäuferin“ Edeltraud (Elke Savelsberg), der Friseurmeisterin Gitti (Sabrina Schlenger) und dem schrägen Joe (Markus Heinen) vom Tattoo- und Fitnessstudio.

Erkan wirbelt die angestaubte Geschäftswelt gehörig durcheinander. Sehr skeptisch steht auch die streitbare Grundschulrektorin (Monika Wings) dem neuen Dönerladen gegenüber, denn Erkan erlaubt sich, die Grundschüler mit Döner zu beliefern.

 

Rektorin sorgt für Ärger

 

Aber die Rektorin stößt nicht nur bei Erkan mit ihren penetranten Nörgeleien auf Ablehnung. Auch mit dem Landwirtsehepaar Huber (Bernd Hecker, Elke Arens), dass eigentlich nur eine Frau für ihren altledigen Sohn August (Andreas Poth) sucht, legt sie sich an. So ist es kein Wunder, dass sogar Polizist Edgar (Stefan Diederichs), der sich nichts sehnlicher als seinen baldigen Ruhestand wünscht, genug von der Grundschulrektorin hat, die jeden anzeigt und ständig für Arbeit und Ärger sorgt.

Anlässlich des Marktplatzfestes lädt Erkan schließlich alle in seinen neu eröffneten Laden ein. Die Party läuft jedoch aus dem Ruder. Am nächsten Morgen ist die Grundschulrektorin wie vom Erdboden verschluckt und im Dönerladen und im Tattoo-Studio werden zwei „Leichen“ entdeckt und keiner kann sich erinnern, was in der Nacht geschehen ist. Souffleuse ist Steffi Weiler, es treten noch diverse Statisten in Aktion.

pp/Agentur ProfiPress


Per Bus fuhren die Mitglieder auch in die Ferne, hier etwa zu einer Rotweinwanderung im Jahr 1953, bei der die Schevener sichtlich Spaß hatten. Foto: Eifelverein/pp/Agentur ProfiPress

Vereinsgründung in den Wirren des Krieges

Seit 100 Jahren existiert die Schevener Eifelverein-Ortsgruppe – Festmesse am 10. März ab 19 Uhr – Bezirkswandertag mit Festakt exakt drei Monate später

Kall-Scheven – 10. März 1918: Der Erste Weltkrieg sollte noch acht Monate und einen Tag dauern, da gründeten in Scheven, genauer: im Gasthaus von Montschau, 43 Personen eine Eifelverein-Ortsgruppe. „Schon lange war es der Wunsch verschiedener Schevener gewesen, hier selbst eine Ortsgruppe des Eifelvereins zu gründen“, heißt es originalgetreu in der Gründungsschrift des Vereins. Dass dies ausgerechnet während des Krieges passiert, dafür ist „viel Mut, Selbstachtung und vor allem Vertrauen auf eine bessere Zukunft erforderlich“ lautet es in der von der Eifelverein-Ortsgruppe um Franz Weigel herausgegebenen Festschrift.

Jetzt feiert die Ortsgruppe Jubiläum. Am Tag des 100-jährigen Bestehens, also am Samstag, 10. März, findet um 19 Uhr eine Festmesse in der Schevener Kirche statt. Anschließend lädt die Ortsgruppe zum gemütlichen Beisammensein ins Pfarrheim ein, das musikalisch vom Musikverein „Haste Töne“ begleitet wird. Der Bezirksvorsitzende des Eifelvereins, Kalls ehemaliger Bürgermeister Herbert Radermacher, wird außerdem langjährige Mitglieder ehren.

Exakt drei Monate später, am Sonntag, 10. Juni, findet dann die eigentliche Feier statt. Der Eifelverein lädt zum Bezirkswandertag ein. Ab 9 Uhr beginnt die 15-Kilometer-Wanderung rund um das Bergschadensgebiet. Wer es etwas kürzer will, kann ab 10 Uhr einmal rund um Scheven laufen. Diese Route umfasst etwa sechs Kilometer. Ab 11 Uhr beginnt ein Frühschoppen, ab 12 Uhr gibt es Mittagessen, um 13 Uhr wird der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Günter Rosenke, die Vereine begrüßen. Anschließend gibt es Tänze, Spiele, Ehrungen und Kaffee und Kuchen.

Die Ortsgruppe Scheven verstand sich von Anfang an nicht nur als Zusammenschluss von Wanderfreunden und Naturliebhabern. Ebenfalls wurden Familienabende durchgeführt, bei denen auch Theater gespielt wurde. Mitte der 20er-Jahre, in Zeiten der Inflation und Missernten, begannen die Schevener zu wandern. Die Strecken wurden länger, die Ziele waren entfernter. Nach und nach erschloss sich die Heimat. Einmal im Jahr begab sich der Eifelverein per Bus an Rhein, Ahr oder Mosel.

Als 1930 der Lehrer Peter Zimmers den Vorsitz der Ortsgruppe übernahm, führte das auch zu einer künstlerischen Öffnung des Dorfes: Zimmer initiierte eine Volkstanzgruppe und regte ein monatliches Singen an. Auch an den Kappensitzungen der Karnevalsgesellschaft beteiligte sich der Eifelverein. „Von diesen Initiativen zehrt der Ort noch heute“, heißt es in der Festschrift.

Einen Schicksalsschlag erlebte der Verein vor 50 Jahren. Die Jubiläumsfeier wurde abgesagt, weil der Vorsitzende Josef Vossel überraschend gestorben war. Ab Mitte der 70er-Jahre gewannen Fahrradwanderungen an Bedeutung. Überhaupt wurden die Themen Freizeitgestaltung und Natur immer wichtiger.

Im neuen Jahrtausend wurde es auch für den Eifelverein schwerer: Immer weniger Leute beteiligten sich, statt monatlich fanden Wanderungen nur noch alle zwei Monate statt. Auch die einst beliebten Busfahrten entfielen. Stattdessen werden im Januar Krippen in der Umgebung besucht – eine Tradition, die bis heute anhält. „Wir würden gerne noch eine regelmäßige nachmittägliche Wanderung rund um Scheven anbieten“, meint der amtierende Kassenwart Hans Reiff, gleichzeitig Schevens Ortsvorsteher.

In den 100 Jahren ihres Bestehens hatte die Ortsgruppe neun Vorsitzende. Der erste Vorsitzende war der Lehrer a.D. Dr. Ludwig Schmitz, ein gebürtiger Schevener aus Heistert. Die Länge seiner Amtszeit ist unbekannt, viele Dokumente sind im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Auf Schmitz folgten Franz Blens und der Lehrer Josef Moitzheim. 1930 wurde Peter Zimmers Vorsitzender, unklar ist, für wie lange.

Der Lehrer Hubert Vossen übernahm 1948, gefolgt von Josef Peters (1952) und Josef Vossel (1955). Nach dessen plötzlichem Tod im Jahr des 50-jährigen Bestehens, übernahm Hubert Vossen erneut für zwei Jahre den Vorsitz. In den vergangenen 48 Jahren haben tatsächlich nur zwei Menschen an der Spitze des Vereins gestanden: Ab 1970 war das Andreas Hausmann aus Wallenthal und seit 1991 ist es Franz Weigel aus Scheven.

pp/Agentur ProfiPress


Zum ersten Verzell-Café im Februar kamen 19 Bürgerinnen und Bürger aus Dottel. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Verzell-Café im Bürgerhaus Dottel

Einmal monatlich wird über Erlebnisse in der Vergangenheit erzählt – Nächstes Treffen am Mittwoch, 21. März, 15 Uhr, im Bürgerhaus

Kall-Dottel – Eine neue Veranstaltungsreihe ist jüngst in Dottel gestartet. Zum ersten Mal fand im Bürgerhaus ein Verzell-Café statt. 19 Dotteler trafen sich und tauschten sich über ihre Geschichte im Ort aus. Eines der Themen war die Schließung der Dorfschule vor 50 Jahren. Viele der Dotteler beim Verzell-Café hatten die alte Dorfschule, die im Juni 1968 ihre Pforten schloss, besucht, etwa die 92-jährige Billa Hardt, die 1933 eingeschult wurde.

Hervorgegangen ist das Verzell-Café aus dem Quartiersmanagement, das 2017 in Scheven, Dottel und Wallenthal stattfand. Daraus resultierten Verzellabende, bei denen die Bürger auch Fotos und Dokumente austauschten und über Erlebnisse eben „verzellten“.

Das Verzell-Café findet an einem Mittwoch im Monat immer um 15 Uhr statt. Bei Kaffee und Kuchen wird erzählt und gespielt. Der nächste Termin ist am 21. März. Für Juni ist ein Sommerfest geplant.

pp/Agentur ProfiPress


Dieses Sieger-Foto macht es deutlich: Die Teilnehmer des Wettbewerbs werden immer weniger, weil der demografische Wandel auch das Gastgewebe erreicht hat. Händeringend würden Refas und Hofas gesucht, berichtete Dehoga-Geschäftsführer Christoph Becker. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Lob für den Berufsnachwuchs

Beim 40. regionalen Jugendwettbewerb zeigten Köche, Refas und Hofas gute Leistungen – Hemden gebügelt, Tische festlich eingedeckt und Vier-Gänge-Menüs gezaubert – Pascal Kupilas bester Koch – Dehoga beklagt den Mangel an Gastro-Azubis

Kall – Rege Betriebsamkeit herrschte im Berufskolleg Eifel in Kall, wo der regionale Jugendwettbewerb der Azubis in den gastronomischen Berufen zum 40. Mal stattfand. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Nordrhein, der Club der Köche Nordeifel (CdK) und die Eifeler Sektion des Verbandes der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte waren Ausrichter dieses Wettbewerbes, der nicht nur eine Generalprobe für die bevorstehende Gesellenprüfung der Gastro-Azubis ist, sondern der auch als Qualifikation für die Deutsche Jugendmeisterschaft zählt.

Die Wettbewerbsteilnehmer im dritten Lehrjahr hatten sich zuvor in der Schule durch einen theoretischen Vorentscheid qualifiziert. In diesem Jahr war allerdings feststellen, dass die Zahl der Teilnehmer erheblich kleiner als in den Vorjahren war. Das lag jedoch nicht an der derzeit kursierenden Grippewelle, wie der Geschäftsführer des Dehoga Nordrhein, Christoph Becker berichtete. „Der demografische Wandel macht sich auch hier bemerkbar“, klagte Becker am Abend beim Prüfungsessen. Die Zahl der Azubis bei den Restaurant- und auch bei den Hotelfachkräften (Refas und Hofas) sei rückläufig.

Das sei aber keinesfalls nur in den Kreisen Euskirchen und Düren der Fall, sondern im ganzen Land. Nahmen in den Vorjahren 16 „Refas“ und „Hofas“ aus den Kreisen Düren und Euskirchen am Jugendwettbewerb teil, so waren es diesmal nur sieben. Die acht Startplätze der Köche, die sich beim Wettbewerb nicht nur für die deutsche Meisterschaft, sondern auch für den begehrten Rudolf-Achenbach-Preis qualifizieren konnten, waren dagegen alle besetzt.

Für die drei ersten Sieger in allen drei Berufsgruppen ging es in Kall um die begehrten Glaspokale des Rheinbacher Handelshofes, der seit 2006 sämtliche beim Wettbewerb benötigten Lebensmittel zur Verfügung stellt. Großzügige Sponsoren sind auch die Kaller Firma Wein Baum und die Kreissparkasse. „Ohne deren Unterstützung wäre die Durchführung dieses Wettbewerbs kaum möglich“, so VSR-Vorsitzender Hans-Josef Rick aus Hergarten.

Der Wettbewerb zog sich über den ganzen Tag bis abends zum Prüfungsessen hin. Alle Arbeiten der Azubis wurden von Fachmeistern der drei Berufsgruppen bewertet. Bei den Köchen gehörte auch der Landesjugendwart und Küchenmeister Benno Sasse aus Solingen zu den kritischen Beobachtern. Sie alle waren am Ende mit den Ergebnissen zufrieden und bescheinigten dem Eifeler Gastro-Nachwuchs einen hohen Leistungsstand.

Die Aufgaben, die die Azubis beim Wettbewerb zu bewältigen hatten, waren vielfältig. Die Restaurantfachkräfte mussten verschiedene Spirituosen, spezielle Gläser und Fehler auf einem gedeckten Tisch erkennen. Verlangt wurden auch das Tranchieren einer Poularde sowie das Flambieren von Rumkirschen. Aufgaben, die in vielen Betrieben kaum praktiziert werden, für die Prüfung aber wichtig sein können. Vor dem abendlichen Prüfungsessen gehörte auch das Eindecken der Tische zu den Aufgaben der Refas. Dabei mussten sie unter anderem sechs verschiedene Serviettenformen „brechen“.

Die Hotelfachkräfte mussten zum Beispiel ein Hemd bügeln und zeigen, dass sie auch das Annähen eines Knopfes beherrschen. Weitere Aufgaben waren das Schreiben der Menükarten, das Öffnen einer Sektflasche, das Erkennen eines Fehlertisches sowie das Checken eines Hotelzimmers. Auch das Anfertigen von Blumengestecken war gefragt. Am Abend beim Prüfungsessen mussten Refas und Hofas gemeinsam den Gästen das von den Köchen zubereitete Vier-Gang-Menü an den Tischen servieren. Dabei wurde besonderer Wert auf das Auftreten, die Haltung und die Höflichkeit beim Umgang mit dem Gast gelegt.

Den Köchen stand ein vorgegebener Warenkorb zur Verfügung, aus dessen Inhalt sie innerhalb von 90 Minuten ein viergängiges Menü entwerfen mussten. Zwingend vorgeschrieben waren die Verarbeitung von Lachsforelle, Rote Bete, Wirsing, Kartoffeln, Schweinefilet, Birnen und Ziegenfrischkäse. Weitere Lebensmittel aus dem Warenkorb, wie zum Beispiel diverse Gewürze, Möhren, Kirschtomaten, Weiß- und Rotwein, konnten ebenfalls verwendet werden. Bevor die Köche mittags mit dem Zubereiten ihres Menüs zu begannen, war die Warenerkennung von 20 Produkten und Gerätschaften gefragt.

Dehoga-Geschäftsführer Christoph Becker moderierte den Wettbewerb und interviewte die Azubis Luisa Stolp und Dennis Herchel vor der Siegerehrung. Beide bestätigten, dass dieser Wettbewerb eine gute Vorbereitung auf die bevorstehende Prüfung sei. Er habe im Ausbildungsbetrieb noch nie tranchiert oder Kirschen flambiert, gestand Herchel ein: „Ich habe heute noch einiges dazugelernt.“

Mit den Leistungen der Azubis waren Christoph Becker, VSR-Vorsitzender Hans-Josef Rick und CdK-Vorsitzender Markus Schmitz zufrieden. Die Wettbewerbs-Sieger in allen drei Berufsgruppen qualifizierten sich in Kall für die Bezirksmeisterschaft des Dehoga Nordrhein in Düren, wo es am 19. April im Nelly-Pütz-Berufskolleg um die Qualifikation zum Landesentscheid für die Deutsche Jugendmeisterschaft geht.

Sieger bei den Köchen wurde Pascal Kupilas vom BG ETEM „Berghof“ in Bad Münstereifel. Er wird nun am 2. und 3. März in Solingen am Landes-Entscheid um den Rudolf-Achenbach-Preis teilnehmen. Zweitbeste Köchin war Angelique Eckert (ebenfalls Berghof) vor der drittplatzierten Kerstin Schiebahn von der Eifelhöhenklinik Marmagen.

Bei den Restaurantfachkräften siegte Kevin Köhler von der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung vor Dennis Herchel vom Euskirchener Restaurant „Dalmacija“ und Sabrina Becker vom Landhotel „Kallbachtal“ in Simonskall.

Sieger bei den Hotelfachkräften wurde Magnus Hofmann vom Ameron Parkhotel in Euskirchen vor Luisa Stolp (ebenfalls Ameron Parkhotel) und Petrova Stamerova vom Steakhaus „Büffel“ in Hergarten.

Der Hygienepreis in Form einer Kochjacke wurde der Köchin Dolunay Özkaya aus Düren zugesprochen. Den Pokal der Kreissparkasse Euskirchen für den besten Praktiker überreichte KSK-Vorstandsvertreter Wolfgang Krüger an Pascal Kupilas. Für die beste theoretische Leistung überreichte Wettbewerbsleiter Sven Harms aus Euskirchen den Wanderpokal der Gemeinde Kall an Magnus Hofmann.

pp/Agentur ProfiPress


Landfrauen des Kreisverbandes Euskirchen unterstützten die Spendenaktion mit Waffelbacken. Von links: Gertrud Sieberath, Helene Niebes, Doris Felser und Gabi Mauel. Im Hintergrund Johanna Mertens (links) und Koordinatorin Corinne Rasky von der GenoEifel. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die GenoEifel stellte sich vor

Derzeit rund 140 Mitglieder im Südkreis – Weitere Helfer und Unterstützer werden gesucht – Spendenaktion im Möbelhaus Brucker – Die Landfrauen ließen die Waffeleisen glühen

Kall – Es ist seit einigen Jahren Tradition, dass das Kaller Möbelhaus Brucker soziale Einrichtungen in der Region unterstützt. Dies geschieht nicht nur durch eigene Spenden des Familienunternehmens an die Eifeler Hilfsorganisationen. Aktionen wie zum Beispiel das besonders beliebte „Waffeln backen für den guten Zweck“ finden mehrmals jährlich im Haupthaus des Unternehmens an der Hüttenstraße statt.

Nutznießer war in der Vergangenheit mehrmals die Hilfsgruppe Eifel. Auch eine Kaller Jugendeinrichtung profitierte schon vom Waffeln-Backen im Möbelhaus. Im März, während der Hausmesse bei Brucker, werden an drei Samstagen für die Euskirchener Initiative „Stark für Kinder“ die Waffeleisen glühen.

Jüngst war die „GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft“ – eine generationenübergreifende Selbsthilfe-Gemeinschaft – im Möbelhaus zu Gast, um ihre Arbeit zu präsentieren. Mit dabei waren auch die Landfrauen des Kreisverbandes Euskirchen, die die Möbelhaus-Besucher gegen Spenden mit frischen Waffeln und Kaffee verwöhnten.

Im Foyer des Haupthauses waren vier Landfrauen von 11 bis 16 Uhr mit Waffelbacken und Kaffeekochen beschäftigt. Das Rezept für die Herstellung des Waffelteiges wollte Doris Felser, die Vorsitzende des Landfrauen-Bezirks Kall/Schleiden, jedoch nicht verraten. Es sei anlässlich der Zülpicher Landesgartenschau kreiert worden, wo die Landfrauen damals wochenlang Waffeln gebacken hatten.

Corinne Rasky, Koordinatorin der GenoEifel, und deren Kollegin Johanna Mertens standen den Möbelhausbesuchern Rede und Antwort. In vielen Gesprächen erläuterten sie den Zweck und die Ziele der Generations-Genossenschaft, in der sich Menschen mit gleichen Interessen zusammengeschlossen haben, um sich gegenseitig zu helfen.

„Als noch relativ neue Organisation sind wir immer auf der Suche nach weiteren Mitgliedern und Helfern“, berichtete Corinne Rasky. Derzeit habe die GenoEifel im Südkreis Euskirchen rund 140 Mitglieder aller Altersklassen, von denen sich etwa 60 ehrenamtlich engagierten. „Ältere Helferinnen stellen sich als „Leih-Omas“ und jüngere als Babysitter zur Verfügung“, nannte Corinne Rasky einige Beispiele.

Eine Präsentation in Verbindung mit einer Waffelaktion, wie jetzt im Möbelhaus Brucker, sei eine Premiere für die noch junge Genossenschaft. Deshalb sei man froh über die Mithilfe der Landfrauen beim Spenden-Sammeln. Dankbar sei man auch der Familie Brucker, die diese Aktion ermöglicht habe. Um in Kall weitere Menschen für eine Mitgliedschaft in der GenoEifel zu begeistern, finde am Dienstag, 8. Mai, im Saal Gier eine Präsentation der Genossenschaft statt.

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Die zehnte Winterlaufserie endet am Sonntag, 18. März, in Kall. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Laufen und Walken für den guten Zweck

Zehnte Winterlaufserie endet am Sonntag, 18. März, 9.55 Uhr, bei der Ene in Kall – Spende an die Hilfsgruppe Eifel – Sechs Vereine, darunter der FC Keldenich und der VfL Kommern, gehören zu den Ausrichtern

Kall-Keldenich – Die zehnte Winterlaufserie der sechs Vereine FC Keldenich, VfL Kommern, Tribea Team Marmagen, TVE Bad Münstereifel, TV Mahlberg und TV Wißkirchen endet am Sonntag, 18. März, 9.55 Uhr, bei der Energie Nordeifel (Hindenburgstraße 13) in Kall.

Nach der Begrüßung starten zeitversetzt bis 11.15 Uhr die fünf Läufe: um 10.10 Uhr der 22-Kilometer-Lauf, 10.20 Uhr der 14-Kilometer-Lauf, 10.30 Uhr der Zehn-Kilometer-Lauf und das Zehn-Kilometer-Walking sowie um 11.15 Uhr an der Nikolausschule der Fünf-Kilometer-Lauf für Schüler und Jedermann.

Der FC Keldenich als Ausrichter der Abschlussveranstaltung weist daraufhin, dass es sich hierbei nicht um Wettkämpfe handelt. Viel mehr stünden der Trainingseffekt und der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Das breite Angebot werde jedem Teilnehmer gerecht, egal ob ambitionierter oder Spaß-Läufer.

Nach den Läufen stehen Umkleiden sowie Duschen zur Verfügung, und die Teilnehmer können sich anschließend mit Snacks und Getränken stärken.

Die sechs Vereine hoffen beim „kleinen Jubiläum“ auf eine nochmalige Steigerung der Teilnehmerzahl. Die gesamte Laufserie dient dem guten Zweck. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird jedoch um eine Spende von zwei Euro (Jugendliche ein Euro) für die Hilfsgruppe Eifel gebeten. Die gesammelten Gelder werden von den Sponsoren aufgestockt.

Im Anschluss der Läufe findet mit allen Teilnehmern im Kulturraum der Ene die feierliche Übergabe des Gesamtspendenbetrages an die Hilfsgruppe Eifel statt. Hierzu sind auch Begleitpersonen herzlich willkommen. Bis zur Auszählung und Bekanntgabe des Spendenbeitrags gibt es noch eine kleine Verlosung unter allen Mitläufern.

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Stiegen dem Haus der Begegnung aufs Dach: Bürgermeister Hermann-Josef Esser (v.r.), Markus Auel, Bettina Scheer und Lothar Schatten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Wenn die Bauarbeiten am Haus der Begegnung weiterhin so planmäßig verlaufen, kann das Gebäude im Herbst eingeweiht werden. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Haus der Begegnung ist jetzt dicht

Das 1,5-Millionen-Projekt hinter dem Rathaus mach erkennbare Fortschritte – Die erste Abdeckschickt ist auf dem Dach aufgetragen – Einweihung im Herbst 2018 vermutlich

Kall – Bürgermeister Hermann-Josef Esser ist zuversichtlich: Wenn die Bauarbeiten am Haus der Begegnung in Kall weiter so planmäßig voranschreiten wie bisher, kann im Herbst Eröffnung gefeiert werden. Anfang Februar lagen die Beteiligten sowohl was die Zeit als auch das Budget angehen voll im Soll.

„T&T Bau aus Mechernich hat versprochen, dass Ende 2017 der Rohbau steht und Anfang 2018 alles zu ist. Das hat geklappt“, meinte Lothar Schatten, bei der Gemeinde zuständig für Hochbauarbeiten. Dafür habe das Unternehmen immer wieder auch samstags gearbeitet. „Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr“, sagte Esser

Die erste Abdichtungslage auf dem Dach ist aufgebracht. „Ab jetzt ist das Gebäude von oben dicht“, erzählte Schatten zwei Tage vor Rohbauabnahme durch den Kreis beim Besichtigungstermin, an dem neben Schatten und dem Bürgermeister auch Teamleiter und Wirtschaftsförderer Markus Auel von der Gemeinde sowie Bettina Scheer vom Planungsbüro PE Becker teilnahmen.

Derzeit wird das Gebäude an den Seiten geschlossen: Die Fenster mitsamt Verglasung werden eingebaut. Mit dem eigentlichen Ausbau wird erst Mitte/Ende Februar weitergemacht. Durch die anhaltenden Regenschauer der letzten Wochen sind einige Wände noch feucht. Auch mit dem Ausbau der Elektrotechnik, von Heizung und Sanitär wird demnächst begonnen.

Eine erste Belastungsprobe für die Dichtigkeit der Decke boten die Schneefälle am Wochenende vor dem Besichtigungstermin. Auf der ersten Abdeckungsschicht sind Schnee und Eis unter dem Einfluss der Sonnenstrahlen getaut. Wasser steht auf dem Dach. Doch Sorgen muss man sich nicht machen: Die Decke lässt keine Feuchtigkeit durch.

Ansonsten war die Witterung bislang kein großes Problem. „Beim Rohbau hatten wir nur sehr wenig Ausfalltage. Der Frost hat uns auch noch keinen Strich durch die Rechnung gemacht“, erzählte Lothar Schatten.

Auch der Schacht für den Fahrstuhl, der das Haus der Begegnung mit dem Rathaus verbindet, wodurch letzteres barrierefrei zugänglich wird, steht. Das wird vermutlich im April der Fall sein, dann sollen die Fahrstuhlarbeiten weitergehen. „Mitten in der Innenausbauphase“, weiß Schatten.

1,5 Millionen Euro kostet die Errichtung des Hauses der Begegnung. 70 Prozent der Summe werden gefördert, etwa 500.000 Euro muss die Gemeinde selbst aufbringen. 640 Quadratmeter Fläche stehen auf zwei Etagen zur Verfügung. Größter Mieter wird die Gemeindebücherei, die quasi das komplette Obergeschoss einnimmt.

Zentraler Punkt im Erdgeschoss ist der gerade am Nachmittag lichtdurchflutete Gemeinschaftsraum, der über eine Trennwand auch verkleinert werden kann. Zwei Büros befinden sich im Erdgeschoss. In einem wird die GenoEifel eG – Die Generationengenossenschaft dauerhaft unterkommen. Das andere steht den zahlreichen Partnern im Wechsel zur Verfügung. Das Interesse, die Räume zu nutzen, ist nach wie vor sehr groß, erzählt Bürgermeister Esser. Etwa zwei Dutzend Partner hat die Gemeinde bereits gefunden.

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Eifeltroubadour Günter Hochgürtel spielt am Freitag, 16. März, ab 20 Uhr im Saal „Op de Kier“ auf Einladung der Dorfgemeinschaft Scheven. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Troubadour „op de Kier“

Günter Hochgürtel gastiert im Rahmen seiner Frühjahrstournee am 16.März bei der Dorfgemeinschaft Scheven – Karten im Vorverkauf bei Hans Reiff unter (02441) 15 42

 

Kall-Scheven – Eifeltroubadour Günter Hochgürtel („Wibbelstetz“, „Eifel-Gäng“) gibt am Freitag, 16. März, um 20 Uhr ein Sologastspiel in der Kneipe „Op de Kier“ in Scheven. Das Konzert ist Teil von Hochgürtels Frühlingstournee, auf der er seine neue CD „Und doch muss ich weiterzieh’n“ vorstellt.

Veranstalter ist die Dorfgemeinschaft Scheven. Sie sorgt auch für Snacks und Getränke. Karten gibt es im Vorverkauf bei Hans Reiff unter Telefon (0 24 41) 15 42. Hochgürtel will eine Mischung aus Eigenkompositionen in Eifeler Mundart und Hochdeutsch vortragen, aber auch englischsprachige Songs und französische Chansons.

www.guenter-hochguertel.de

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Als Clown ging Werner Hensch im Keldenicher Zoch mit. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress/pp/Agentur ProfiPress
Führte den Sistiger Zug an: Der Spielmannszug aus Wahlen mit seinem „Küshannes“ Manfred Frontzek. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Das Sötenicher Dreigestirn mit Prinz Marc I. (Geyer), Bauer Christoph I. (Kunzen) und Jungfrau Diethilde I. (Dieter Hammes) jubelte den Jecken am Straßenrand zu. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein närrischer Großkampftag

Drei Karnevalszüge am Rosenmontag – In Sistig, Sötenich und Keldenich lachte die Sonne mit den Jecken – Ballermann und Bierkönig waren beliebte Themen – „Queen Kathi“ in Keldenich

Gemeinde Kall – Der Rosenmontag war auch in diesem Jahr ein närrischer Großkampftag in der Gemeinde Kall. In Sistig, Sötenich und Keldenich gingen bunte Rosenmontagszüge, die Hunderte Jecken an den Straßenrändern begeisterten. Im Gegensatz zum Sonntag hielt Petrus die Himmelsschleusen geschlossen, zeitweise lachte sogar die Sonne den Jecken zu.

In Sistig präsentierte der Zugleiter Andreas Becker der KG „Kinderkarneval Sistig“ einen Zoch mit über 150 Teilnehmern. Rund ein Drittel davon stellte der Jugendclub Sistig, der den Motorsport in der Eifel glossierte und mit 55 „Rennfahrern“ an den Start ging. Die Spitze des Zuges bildete der Spielmannszug aus Wahlen mit seinem „Küshannes“ Manfred Frontzek. Den Spielleuten folgte der Gesellschaftswagen der KG „Jecke Krohe von Wahle“. Als kunterbunter Zoo mit vielen Tieren kam die Fußgruppe aus der Schergasse daher, während das Männerballett des Vereins sich das Spielerparadies Las Vegas als närrisches Thema ausgesucht hatte.

Mit einem großen Wagen war auch die befreundete Gesellschaft aus Dahlem zum Sistiger Umzug gekommen. Den Abschluss des kleinen aber feinen Rosenmontagszuges bildete der rote Prunkwagen, von dem das Prinzenpaar Nadja I. und Gerd I. (Schumann) den Jecken am Straßenrand zujubelte.

In Sötenich hatte sich die KG „Süetenicher Schlipse“ in Sachen Rosenmontagszug etwas ganz Neues einfallen lassen. Den Zoch, der in diesem Jahr unter dem Motto „Fabelwesen, Zauberkraft – Schlipse feiern fabelhaft“ durch die Straßen zog, wurde erstmals lautstark und professionell von Andre Metternich kommentiert. Dabei wurde Metternich vom Musikverein Sötenich unterstützt, der diesmal nicht im Zug mitmarschierte, sondern vor der Metzgerei Hammes aufspielte.

Den Zug und die Aufstellung organisiert hatte Zugleiter Torsten Trenz. Weil der aber mit den Musikern zum Zug aufspielte, hatte Markus Künnike den Zugleiter-Job übernommen. Die Spitze des Zuges bildete der Wagen des Elferrates um Präsident Kalle Hensch.

Weil die Sötenicher „Schlipse“ samstags in Vussem am Zug teilnehmen, waren die Vussemer Karnevalisten mit ihrem Damen-Dreigestirn zum Umzug nach Sötenich gekommen. Im Zug dabei waren American Footballer aus Rinnen, die Traumtänzer als Bergwanderer, die Prinzengarde als Einhörner, die Fußballler auf Malle-Tour und die Elferratsfrauen als Grinsekatzen.

Am Zug-Ende fuhren die beiden Tollitätenwagen mit dem Kinderprinzenpaar Leon I. (Ebmeier) und Katja I. (Döhler) und dem Dreigestirn mit Prinz Marc I. (Geyer), Bauer Christoph I. (Kunzen) und Jungfrau Diethilde I. (Dieter Hammes). Die Tollitäten ließen einen wahren Kamellen-Regen auf die Jecken hinab.

In Keldenich wurde der Rosenmontagszug wieder von der Dorfgemeinschaft veranstaltet, wobei Christian Wirtz als Zugleiter alle Fäden in der Hand hielt. Auch in Keldenich waren die Insel Mallorca, der Ballermann und der Bierkönig ein großes Thema im Zug. Man sah Micky-Mäuse und Tanzbärchies, auch die Comic-Figuren Asterix und Obelix zogen durch die Straßen. Eine Gruppe Dalmatiner bezeichnete sich selbst als „Keldenicher Streuner“.

Auch die beliebte Keldenicher Kultwirtin Kathi von der gleichnamigen Gaststätte „Bei Kathi“ war ein Thema im Zug. Ein weißes Schiff namens „Queen Kathi“ wurde von einer munteren Gruppe Matrosen durch den Ort begleitet. Eine andere Gruppe mit Konfettikanonen behauptete von sich: „Wir machen die Session bunter“. Doch nicht nur das. Die Gruppe wünschte sich, Kathi noch lange als Wirtin in Keldenich zu haben und machte das mit der Wagenaufschrift deutlich: „Su lang bei Kathi de Leechter brenne, schmieße me noch Konfetti un Kamelle“.

Die Schevener „Jecke vom Hahnebömsche“ waren mit mehreren Wagen und dem Kinderprinzenpaar Julina Marie I. (Strotkötter) und Luisa Marie I. (Pütz) eine große Verstärkung des Keldenicher Zochs. Zum Schluss des Zuges fuhren die Kaller „Löstige Bröder“ mit dem Wagen des Kinderprinzenpaares Robin I. (Sträußl) und Hanna I. (Goebel) sowie dem großen Tollitätenwagen der Prinzessin Claudia I. (Blum), die massenweise Süßigkeiten in die Menge schleuderte.

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Schweren Herzens, wie man klar erkennen kann, ergab sich Bürgermeister Esser und schwenkte nach dem dritten Kanonenschuss die weiße Fahne. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Weiße Fahne nach drei Schuss

Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Musketier Maxi Brucker lieferten sich ein witziges Wortgefecht – Esser ließ Brucker von Rathausmitarbeiterinnen entführen – Am Ende hatte er aber keine Chance

Kall – Und dann war Maxi Brucker, der Standartenträger der Musketiere, weg. Bezirzt und entführt von den Sirenen im Kaller Rathaus. Doch als die Musketiere den elendigen Hilferuf ihres Kameraden vernahmen, stürmten sie los und drangen über das Treppenhaus zum Entführten vor, den sie befreiten.

Mit dem Mut der jungen Jecken hatte Bürgermeister Hermann-Josef Esser nicht gerechnet. Was zunächst nach einem cleveren Schachzug aussah – denn Maxi Brucker war beim Sturm auf das Rathaus auch als Wortführer der Angreifer auserkoren, den es deshalb mundtot zu machen galt –, bedeutete schlussendlich den Anfang vom Ende des Esser’schen Regimes.

Noch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, weil er überrumpelt worden war, forderte Brucker den „Blangemer Roothuusräuber“ auf, sich zu ergeben. Notfalls würde die Prinzengarde das Rathaus mit der Kanone in Schutt und Asche legen.

Doch Esser parlierte geschickt. Ein neues Rathaus käme ihm sehr gelegen, deshalb sei der angedrohte Angriff sehr willkommen. „Darüber hinaus freuen sich die weiblichen Mitarbeiter auch auf eine neue Einbauküche“, spielte Esser auf die Tatsache an, dass Maxi Brucker Filius der Inhaber von Möbel Brucker ist.

Doch Brucker setzte dem Wortgeplänkel ein Ende. Wenn der Kuchen spreche, hätte der Streusel gefälligst ruhig zu sein, warf er dem Bürgermeister entgegen. Dem Kanonier gab der Musketier die Anweisung zum Feuern. Und nach drei Schüssen schwenkte Esser dann auch die weiße Fahne und ließ sich in Ketten gelegt von der Prinzengarde abführen. Das Rathaus übergab er bis Aschermittwoch an die Jecken aus Kall.

Die waren zahlreich erschienen. Abordnungen der Karnevalsvereine samt Tollitäten unterstützten den Angriff der Prinzengarde. Selbst ein um den krank gewordenen Bauer dezimiertes Dreigestirn der St.-Nikolaus-Schule war spontan hinzugestoßen.

Bei Minustemperaturen im Schatten des Rathauses tanzten auch die Kallbachmücken und die Möhnen der „Löstigen Bröder“. „Hättet ihr das Haus der Begegnung nicht hier vorne hinbauen können? Dann stünden wir hier in der Sonne“, meinte Thomas Becker, Vorsitzender des Kinderkarnevals Sistig.

Dass an Weibertag das vermeintlich schwache Geschlecht das Sagen hat, merkte Kalls Kinderprinz Robin I. (Sträußl) während seiner Begrüßung der Jecken. Er wurde von Kinderprinzessin Hanna I. (Goebel) und Prinzessin Claudia I. (Blum) zum Schweigen gebracht: Schließlich sei Weibertag, und an dem wollen es die beiden Mädels „richtig krachen lassen“.

Nach dem Rathaussturm lud Bürgermeister Esser die Karnevalisten zum Umtrunk in den Ratssaal. Während die „Löstige Bröder“ anschließend noch die Nikolausschule besuchten, ging es für das über die tollen Tage entthronte Gemeindeoberhaupt und zahlreiche andere Jecken zur Karnevalsparty im Saal Gier.

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Die schwedische Sängerin Pia Fridhill und ihr Trio musizieren am Samstag, 24. Februar, 20 Uhr, beim ersten Kneipenkonzert im Bürgerhaus Golbach. Foto: Manfred Pollert/pp/Agentur ProfiPress

Pia Fridhill in Golbach

Erstes Kneipenkonzert des Bürgervereins am Samstag, 24. Februar, 20 Uhr – Jetzt ermäßigt Tickets im Vorverkauf sichern

Kall-Golbach – Der Bürgerverein Golbach präsentiert am Samstag, 24. Februar, 20 Uhr, einen musikalischen Leckerbissen. Für sein erstes Kneipenkonzert im Bürgerhaus hat der Verein die aus Schweden stammende und in Deutschland lebende Sängerin Pia Fridhill gewinnen können.

Musikalische Spielfreude, Humor und Wärme bietet die in Deutschland lebende schwedische Sängerin zusammen mit Ihrer Band. Soul, Funk, Jazz, Rock und Pop verschmelzen zu einem einzigartigen akustischen Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Fridhill ist auch in der Kneipe des Bürgerhauses ganz nah am Publikum.

Doch Fridhill kommt nicht allein: Sehr persönlich und äußerst sympathisch betört, verzaubert und begeistert die schwedische Sängerin gemeinsam mit Gitarrist Jens Hoffmann und Cellistin Johanna Stein die Zuhörer mit allerfeinsten groovenden Songs.  

Karten gibt es im Vorverkauf für elf Euro unter den Rufnummern 02441/770015 oder 0160/90631837 sowie per E-Mail unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. An der Abendkasse kosten die Tickets 13 Euro. Einlass ins Bürgerhaus ist an dem Abend um 19 Uhr.

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Prinzessin Claudia I. mit ihrem „Zukünftigen“ Ron Chytry im Kaller Zoch. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Dem Unwetter folgte Kamellen-Regen

Bürgermeister Hermann-Josef Esser ging als furchterregender Steinzeitmensch im Kaller Zoch mit – 31 Wagen, Fußgruppen und Musikzüge – Wilde Hühner, Astronauten und Baller-Frauen Kall – Bevor sich der große Kaller Zoch in Bewegung setzte, setzte Regen und Graupel ein, doch das tat der Stimmung bei der Aufstellung an der Gemünder Straße keinen Abbruch. Die Tollitäten wurden flugs in Regencapes eingepackt, die sie aber während des Zuges schon wieder ausziehen konnten. Den Regengüssen am Zuganfang folgte ein zweistündiger Kamelle-Regen, der ganz nach dem Geschmack der Jecken entlang des Zugweges war. Mit prall gefüllten Taschen voller Süßigkeiten gingen viele Zaungäste nach dem Zug nach Hause. Mit 31 Wagen, Fußgruppen und Musikzügen präsentierte der Karnevalsverein Löstige Bröder einen Umzug, der sich sehen lassen konnte. Dabei wurden sie nicht nur von Vereinen aus Außenorten der Gemeinde Kall unterstützt. Auch aus Olef und Oberhausen nahmen Jecken am Kaller Zoch teil. Für den guten Ton sorgten die Musikkapellen aus Kall und Keldenich sowie der Spielmannszug aus Wahlen. Traditionsgemäß knubbelten sich die Menschenmassen in der Aachener Straße und der Bahnhofstraße in Höhe des Rathauses. Wer allerdings am Rathaus Ausschau nach dem Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser hielt, tat dies vergebens. Jedoch hatte sich Esser keinesfalls am Karnevalssonntag aus dem Staub gemacht. Im Gegenteil: Der Bürgermeister nahm aktiv am Zuggeschehen teil und war in einer Gruppe furchterregender Steinzeitmenschen zu finden, die einen großen Hordenkessel mitschleppten, in dem ein kleiner Knirps „abgekocht“ wurde. Die Steinzeitmenschen, die vom Kaller Ortsvorsteher Stefan Kupp angeführt wurden, waren vom Baugebiet „Auf dem Fels“ in den Ort eingefallen. Zugleiter Kalle Haseleu war bei der über 500 Meter langen Zugaufstellung wieder mit dem Fahrrad unterwegs, um die 31 Gruppen und die drei Musikapellen vor dem Start zu sortieren. Knapp 700 aktive Zugteilnehmer hatten sich bei Haseleu für den großen Narrenzug angemeldet, der von Polizei, der Feuerwehr und dem DRK abgesichert wurde. Zwischenfälle gab es dank der professionellen Organisation keine. Dem Zug voran ging die Musikkapelle aus Kall, der die Schevener KG „Die Jecke vom Hahnebömsche“ mit gleich vier Wagen folgte. Aus Olef hatte ein großes Piratenschiff den Weg nach Kall gefunden, während der Sistiger Jugendclub sich mit einer Gruppe Rennfahrer präsentierte. Aus Keldenich waren Asterix und Obelix sowie 101 Dalmatiner nach Kall gekommen. Nicht aus dem Kaller Zug wegzudenken ist die Lebenshilfe, die mit zahlreichen Schlümpfen Zug mitzog. Krümelmonster und eine große Affenbande kamen aus Kall, eine Gruppe American Footballer sowie Astronauten mit einem Space-Shuttle aus Rinnen. Massenweise bunte Ostereier verteilten die „Jäcken Hühner“ aus Scheven, die ein Riesenhuhn mit nach Kall gebracht hatten. Die KG „Jecke Krohe von Wahle“ machte mit einem großen Wagen auf sich aufmerksam. Gruppen aus Golbach präsentierten einen kunterbunten Zoo, Piraten und Ninja Turtles. Mit dabei auch wieder der Straßbüscher Eier- und Hühnerclub (EHC), der eine große Gruppe Igel entsandt hatte. „Scheiß auf Barock, in Kall wird gerockt“, lautete die Botschaft der Luftgitarristen, die der Kaller Ex-Prinz Hans Lambert (2015) um sich versammelt hatte. Den Schluss des Zuges läuteten die Pink Ladies, die Kallbachmücken und die Gefolge der Tollitäten ein. Hoch aus einer großen Narrenkappe grüßte das Kinderprinzenpaar Robin I. (Sträußl) und Hanna I. (Goebel) herab. Dem Wagen der Prinzessin Claudia I. (Blum) zog eine Gruppe Baller-Frauen voran, die an die Liebe der Prinzessin zu Malle, dem Ballermann und dem Bierkönig erinnerten. Prinzessin Claudia thronte mit ihrem „Zukünftigen“ Ron Chytry auf dem großen Prinzenwagen und leistete Schwerstarbeit beim Kamellenwerfen. pp/Agentur ProfiPress

„Janz oder jarnett“

Karnevalsmesse mit Pater Josef aus Kloster Steinfeld in St. Nikolaus in Kall: Beim Einzugslied „Wenn de Kirchejlock schlät, dann stohn me all parat“ sangen alle mit – Das Motto „Jetzt oder nie, ganz oder gar nicht“ gilt auch für den Glauben – Orden am Altar verliehen

 

Kall - Seit vielen Jahren ist es in Kall guter Brauch, dass der Karnevalsverein „Löstige Bröder“ für den Karnevalssamstag zum Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Nikolaus einlädt. So hieß es auch in diesem Jahr „Un wenn de Kirchejlock schläät, dann ston me all parat, un mir trecke durch de Kirch und jeder hät jesaht: Kall Alaaf, Alaaf, Kall Alaaf!“

 

Dieses vom Trömmelche-Song der Räuber abgewandelte Karnevalslied singen die Besucher der Karnevalsmesse traditionell beim Einmarsch der Tollitäten in die Pfarrkirche St. Nikolaus. „Jo am Samstachovend jeht das Jlöckcke loss, und dann weed de Mess jemaht, mit dem bonte Tross; De Oma met dem Hötche, der Opa met dem Steck, denn die hillije Mess, dat es für se et jrößte Jlöck“, heißt es danach in der zweiten Strophe.

 

Begleitet wird das närrische Einzugslied seit mehreren Jahren von dem Organisten und jetzigem Ortsvorsteher von Kall, Stefan Kupp, der auch die Karnevalsgottesdienste mit Renate Schüttler und Elisabeth Keutgen vorbereitet.

 

„Wenn schon, denn schon“

 

Pater Josef vom Kloster Steinfeld zelebriert die Karnevalsmesse der „Löstige Bröder“ seit drei Jahren. In seiner Predigt dankte er der Prinzessin Claudia I. (Blum) für die Wahl ihres Mottos „Jetzt oder nie, ganz oder gar nicht“. Diese Worte träfen auch auf den christlichen Glauben und die Zugehörigkeit zur Kirche zu. Pater Josef: „Nur ein wenig geht nicht, wenn schon, denn schon“.

Beim Gottesdienst wirkten auch die Tollitäten und die Lektorinnen des Vereins, Elisabeth Keutgen und Renate Schüttler, mit. Der Gottesdienst war auch diesmal den verstorbenen Mitgliedern des Karnevalsvereins gewidmet.

 

Am Ende bedankten sich Löstige-Bröder-Chef Harald Thelen und Prinzessin Claudia bei Organist Stefan Kupp und Pater Josef mit einem Sessions-Orden, worauf die Kirchenbesucher ein lautstarkes „Kall Alaaf“ ausriefen. Der Gottesdienst endete traditionell mit dem Höhner-Hit „Echte Fründe stohn zesamme“, wobei alle kräftig mit klatschten.

 

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Aktion der GenoEifel bei Möbel Brucker

Am Samstag, 17. Februar, verkauft die Generationengenossenschaft Waffeln für den guten Zweck – Ehrenamtsbörse hat festen Sendeplatz bei Radio700

Kall – Die GenoEifel eG – die Generationengenossenschaft lädt für Samstag, 17. Februar, 11 bis 16 Uhr, zu Möbel Brucker in Kall ein. Im Eingangsbereich des Haupthauses werden die Landfrauen aus dem Kreisverband Euskirchen belgische Waffeln mit Kirschen und Sahne backen. Der gesamte Erlös geht an den Hilfsfonds der GenoEifel.

Mit dem Hilfsfonds werden Menschen unterstützt, die sich eine Mitgliedschaft in der GenoEifel eG nicht leisten können. Durch die Spende bekommen sie Zugang zum Hilfe-Helfer-Netzwerk, dessen Aktive sich wie früher im Drei-Generationen-Haushalt im Alltag mit kleinen Handreichungen gegenseitig unterstützen.

Die Generationengenossenschaft hat außerdem seit Kurzem einen festen Sendeplatz bei Radio700. Der im ostbelgischen Büllingen beheimatete Sender präsentiert jeden Dienstag um 11.10 Uhr in der Sendung „Rendezvous“ die Ehrenamtsbörse der GenoEifel.

Zum einen werden dort Hilfegesuche veröffentlicht. „Zuletzt hatten wir eine Frau, die regelmäßig von Dreiborn nach Simmerath muss und eine Mitfahrgelegenheit sucht, weil die Busverbindung gestrichen wurde“, berichtete GenoEifel-Koordinatorin Corinne Rasky. Natürlich werden aber auch Hilfsangebote vorgestellt.

„Radio700 interessiert sich seit unserer Gründung für die GenoEifel und würde gerne die Ehrenamtsbörse im Programm fest etablieren“, erzählt Rasky weiter. Empfangbar ist der ostbelgische Sender Radio700 über die UKW-Frequenz 90,1 MHz und als Livestream über das Internet, anwählbar unter www.radio700.de.

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Seit fünf Jahren ist Karlheinz Haseleu Zugleiter bei den „Löstige Bröder“. Der Zug am Sonntag, 11. Februar, ab 14 Uhr, ist sein sechster in verantwortlicher Position. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zuerst Papierkram, dann Kamelle

Seit fünf Jahren ist Karlheinz Haseleu Zugleiter der „Löstige Bröder“ in Kall – Tulpensonntagszug startet am 11. Februar um 14 Uhr – Ein Blick hinter die Kulissen der Vorbereitungen

Kall – Kamelle kaufen, bunt kostümieren und Spaß haben. So ungefähr stellen sich Laien die Teilnahme an einem Karnevalszug vor. Wenn alles gut organisiert ist, ist man auch gar nicht weit weg von der Wahrheit, obwohl natürlich die privaten Wagenbauer schon einige Wochen vor dem Termin fleißig sind.

Doch hinter den Kulissen gibt es einiges zu tun. Seit fünf Jahren ist Karlheinz Haseleu Zugleiter der KG „Löstige Bröder“ in Kall, derzeit organisiert er seinen sechsten Zug, der sich am Sonntag, 11. Februar, um 14 Uhr zum dritten Mal in Folge ab der Gemünder Straße in Bewegung setzt. Mit dem Jahreswechsel beginnt für ihn der Papierkram. „Ich versende einen Neujahrsgruß an die Gruppen und frage gleichzeitig auch, ob sie wieder mitgehen“, berichtet der Karnevalsprinz von 2011.

Beinahe gleichzeitig muss er in diesem Jahr wegen der kurzen Session auch den Antrag an den Kreis Euskirchen stellen. „Das muss spätestens einen Monat vor dem Zugtermin erledigt sein“, erzählt Haseleu. Der Kreis formuliert eine Anordnung mit Auflagen und Bedingungen, die der Zugleiter und die beteiligten Helfer umzusetzen haben.

So müssen während des Zuges bestimmte Straßen gesperrt werden, damit sich der närrische Lindwurm und der normale Verkehr nicht in die Quere kommen. Die Sperrungen werden sogar in „Echtzeit“ vorgenommen oder aufgehoben. Passiert der Zug eine bestimmte Stelle, werden andere Zufahrtsstraßen von den vier Zugbegleitern gesperrt oder freigegeben. Nur so ist ein reibungsloses Miteinander zwischen Frohsinn und dem Straßenverkehr gewährleistet. Auch Schilder, die im Weg sind, werden abmontiert, stellenweise von Haseleu persönlich.

Es gibt aber noch weitere Bedingungen, die die teilnehmenden Karnevalisten beherzigen sollten. So gibt es in Kall ein generelles Konfetti-Verbot. Besonders die vor ein paar Jahren aufgekommene Plastikvariante ist für den Bauhof der Gemeinde, der nach dem Zug für das Großreinemachen verantwortlich ist, ein echtes Ärgernis, weil es mit der Kehrmaschine nicht aufgenommen werden kann. Generell soll Müll vermieden werden und nicht mehr, wie noch vor Jahren üblich, einfach aus dem Wagen in den Straßengraben geworfen werden. Grundsätzlich gilt für die Teilnehmer sogar ein Alkoholverbot.

Und natürlich müssen alle, die mit Fahrzeugen Personen befördern, ein Tüv-Gutachten vorlegen, das im Schnitt 50 bis 100 Euro kostet. Wichtig ist auch, dass Haseleu eine Bestätigung der Kfz-Haftpflichtversicherung für den Versicherungsschutz am Karnevalsumzug vorliegt, die von der Versicherung ausgestellt wird. Zusätzlich müssen die Vereine Wagenengel beschaffen. Sechs Stück sollten es für die großen Wagen sein – und die haben alle Hände voll zu tun: „Die Kamelle sammelnden Leute krabbeln mittlerweile sogar unter die Wagen“, hat Haseleu einen besorgniserregenden Trend beobachtet.

Echte Teamarbeit

Wichtig ist Karlheinz Haseleu, dass er kein Einzelkämpfer ist, sondern das Gelingen des Zuges echte Teamarbeit sei. „Unser Webmaster Ingo Keller beispielsweise aktualisiert jedes Jahr die Formulare, die sich die Vereine dann downloaden können“, berichtet Haseleu. Bei Haussammlungen in Kall, Golbach, Straßbüsch und Anstois sammeln Vereinsmitglieder Geld zur Finanzierung des Zuges. Auch Wurfmaterial für jede Gruppe wird davon beschafft.

Dieses Wurfmaterial, bestellt wurden sieben Paletten, die insgesamt ein Gesamtgewicht von rund vier Tonnen haben, muss noch portioniert und verteilt werden. Eine Woche vor dem Kaller Tulpensonntagszug werden auch die beiden Prinzenwagen aufgehübscht. „Es dauert alleine einen Tag, die zu beladen“, weiß Haseleu, der für den Tag des Zuges auf Kaiserwetter hofft.

Für ihn selbst beginnt der Karnevalssonntag um 8 Uhr. Dann stellt er mit seinem Sohn Felix die Fähnchen für die Zugaufstellung auf, nachdem er die Startplätze vermessen hat, und verteilt das Material für die Verkehrssicherung an die Sperrpunkte. Zum dritten Mal in Folge startet der Zug auf der Gemünder Straße. „Das wurde damals wegen der Umbaumaßnahme auf der Kölner Straße eingeführt, doch für uns hat das Vorteile: Die Gemünder Straße ist waagerechter und geschützter, der Zugweg etwas kürzer als die bisherigen drei Kilometer, sodass wir auch noch im Hellen zur After-Zoch-Party in der Bürgerhalle ankommen“, meint Haseleu.

Die Zugaufstellung hat er akribisch zusammengestellt. Bei rund 30 Gruppen, die auch dieses Jahr wieder erwartet werden, ist das nicht immer so einfach. „Ich sortiere ein wenig nach Ortschaften, muss aber auch beachten, dass Wagen mit lauter Musik nicht direkt vor einer Musikkapelle fahren“, erzählt der Zugleiter. Ab 13 Uhr treffen die Teilnehmer ein. Dann erhalten sie auch einen Stempel, den Haseleus Schwiegertochter Paulina und sein Vorgänger Franz-Josef Heinen verteilen, und der bei der anschließenden Party im Bürgerhaus den Eintritt ersetzt.

Auch wenn es für den Verein und alle Helfer eine „Wahnsinnsarbeit“ ist, ist Haseleu überzeugt, dass es allen Teilnehmern Spaß macht, etwas auf die Beine zu stellen. Und er glaubt fest daran, dass auch dieses Jahr wieder alles reibungslos funktioniert, denn „wir haben hier eine sehr gute Mannschaft beisammen“.

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Eine Spende in Höhe von 547 Euro aus dem Erlös des Weihnachtsbaum-Verkaufs überreichte Christoph Geschwind (rechts) an Peter Berbuir von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll /p/Agentur ProfiPress

547 Euro durch Baumverkauf

Spontane Aktion von „Blumen Geschwind“ in Kall kurz vor Weihnachten für die Hilfsgruppe Eifel – Große Akzeptanz bei der Kundschaft gefunden – Jetzt das Spendengeld überreicht

Kall – Auf eine recht große Resonanz gestoßen war der Weihnachtsbaum-Verkauf des Kaller Blumengeschäftes Christoph Geschwind zugunsten der Hilfsgruppe Eifel im Dezember. Obwohl die Aktion nur gut eine Woche auf dem Vorplatz des Kaller Rewe-Centers lief, konnte Christoph Geschwind jetzt einen Reinerlös von 547 Euro an Peter Berbuir von der Hilfsgruppe Eifel übergeben.

In den Wochen vor Weihnachten hatte Geschwind auch im Foyer im Kaller Rewe-Center Lose für die große Weihnachts-Tombola verkauft. Nachdem die Tombola beendet war und die Gewinner gezogen waren, kam ihm die spontane Idee, selbst eine Aktion für die Hilfsgruppe zu starten. In Belgien orderte er Weihnachtsbäume, die er innerhalb weniger Tage zugunsten der Hilfsgruppe verkaufte.

Bei der Übergabe sprach Geschwind von einer großen Akzeptanz der Kundschaft für die Aktion zugunsten der Hilfsgruppe. „Wir werden im nächsten Jahr den Baumverkauf wieder für die Hilfsgruppe starten“, versicherte der Blumenfachmann. Habe man im Dezember die Aktion spontan angesetzt, so werde man sie vor dem diesjährigen Weihnachtsfest professioneller vorbereiten und mehr Bäume ordern, um den Erlös für die Kaller Kinderkrebshilfe noch zu steigern. Dann werde auch sein belgischer Baumlieferant mitmachen. Der habe ihm versprochen, einige Bäume kostenfrei zu liefern.

Geschwind war bei Übergabe froh, dennoch den Betrag von 547 Euro übergeben zu können. Hilfsgruppen-Mitglied Peter Berbuir berichtete, dass man das Geld für die Mitfinanzierung eines neuen Elternhauses an der Bonner Uniklinik verwenden werde. In diesem Haus können Eltern wohnen, deren krebskranke Kinder in der Uni-Klinik behandelt würden.

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Als Zeichen der Trauer, aber auch der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft wurden die 170 Europa-Kreuze einen Nachmittag lang auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag aufgestellt. Foto: Manos Meisen/pp/Agentur ProfiPress

Europa-Kreuze: Internationales Projekt geht zu Ende

Jugendbegegnung von polnischen, belgischen, französischen und deutschen Schülern in Steinfeld – Buchvorstellung, Symposium und Ausstellung zum Abschluss vom 14. bis 18. März

Kall-Steinfeld – Im Sommer 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Das Hermann-Josef-Kolleg im Salvatorianerkloster Steinfeld nahm dies zum Anlass, mit einem europäischen Kulturprojekt der Opfer zu gedenken: 170 weiße Holzkreuze, die den Soldatengrabkreuzen nachempfunden und in der Schreinerei des Urfter Hermann-Josef-Hauses hergestellt wurden, wurden von den Steinfelder Schülern und weiteren Unterstützern in den Europafarben bemalt oder auf andere Weise gestaltet, um in der Karwoche vor vier Jahren auf Reisen zu gehen.

Station machten sie seitdem an Kriegsplätzen der ehemaligen Westfront in Belgien und Frankreich, wo die Kreuze als Installation aufgestellt wurden. In Polen wurden die Kreuze unter anderem in der internationalen Jugendbegegnungsstätte in Kreisau/Krysowa bei Breslau gezeigt sowie in der Warschauer Galerie des Künstlerverbandes ZPAP zur Finissage der Ausstellung „Europa Polen: Bilder“. Von dort aus wurden sie nach Berlin transportiert. Hier wurden die bunten Kreuze auf dem „Platz der Republik“ vor dem Reichstag und vor der Zentralen Gedenkstätte, der Neuen Wache in Berlin Mitte, installiert. Allerorts erfuhr das Projekt große Aufmerksamkeit und ein enormes Medienecho.

Jetzt wollen die beiden Schulen, das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld und das Hermann-Josef-Haus in Urft, anlässlich des 100-jährigen Endes des 1. Weltkrieges das Projekt Europakreuze mit einer internationalen Jugendbegegnung, einem Symposium, einer Ausstellung in Steinfeld und einer Buchpräsentation abschließen. Vier Jahre lang hat es Menschen zusammengebracht mit der Intension, Frieden in Europa zu stiften.

Geplant ist eine Jugendbegegnung von polnischen, belgischen, französischen und deutschen Schülern in der Woche vom 12. bis 18. März im Kloster Steinfeld. Dabei sollen auch weitere Kreuze entstehen.

In einer Projektwoche wird mit den Schülern der europäischen Nachbarländer und in Zusammenarbeit mit dem renommierten Historiker Prof. Dr. Gerd Krumeich der 1. Weltkrieg mit seiner besonderen Bedeutung in der Eifel im Unterricht bearbeitet. Die Ergebnisse dieser Projektwoche werden am Freitag, 16. März bei einem von den Schülern gestalteten Symposium dargestellt. Professor Krumeich wird auch das Symposium begleiten.

Im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung wird am Mittwoch, 14. März ein Jugendgottesdienst im Herrmann-Josef-Haus in Urft unter der Leitung des Jugendseelsorgers Hardy Harwinkels zum Thema „Gedenken – Frieden gestalten in Europa“ gefeiert, anschließend kommen die ausländischen Gastschüler, die Gymnasiasten und Förderschüler zum Pizza-Essen zusammen.

Die 200 von den Schülern kreierten Holzkreuze werden im Kreuzgang des Klosters ausgestellt. Hier ist auch eine Dokumentation von der Reise der Kreuze an markante Stellen der ehemaligen West- und Ostfront zu sehen. Die Vernissage findet ebenfalls am Freitag, 16. März, um 18 Uhr, statt.

Im Rahmen der Vernissage wird das Buch zur Aktion präsentiert (Verlag Schnell und Steiner, Erscheinungstag voraussichtlich 8. März, Titel: „EuropaKreuze, Ein europäisches Kunstprojekt zum Gedenken an die Opfer des ersten Weltkrieges“). Herausgegeben wird dieses Buch von Univ.-Prof. Dr. Albert Gerhards von der theologischen Fakultät der Universität Bonn und Prof. Dr. Jonas Andermahr von der Universität Köln.

Abschluss der internationalen Jugendbegegnung ist am Sonntag, 18. März. An diesem Passionssonntag wird der Theologe, Priester und Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Albert Gerhards in der Basilika Steinfeld den Gottesdienst Messe zelebrieren. Zuvor werden die 200 Europakreuze in der Basilika installiert.

Vor vier Jahren hatten die Jungs des Hermann-Josef-Hauses in Urft mit dem im Haus beschäftigten Maler- und Lackierermeister Thorsten Schmidt sämtliche Kreuze produziert, zusammengeschraubt und weiß lackiert. Künstlerisch gestaltet wurden sie von den Neunt- und Zehntklässlern des HJK nach Vorbild des renommierten Düsseldorfer Künstlers Bernd Schwarzer, der das Projekt von Anfang an begleitet hat. Seine Werke, die weltweit in Museen zu sehen sind, sind häufig geprägt vom Symbol des Kreuzes.

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Der neue Schulleiter Thomas Frauenkron (Mitte) mit seinem nun verabschiedeten Vorgänger Heinrich Latz (rechts) und Pater Lambertus Schildt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Ereignisreiche Woche im HJK

Neuer Schulleiter Thomas Frauenkron ins Amt eingeführt – Heinrich Latz in den Ruhestand verabschiedet

Steinfeld – Für das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg war es eine ereignisreiche Woche. Der geplante Wechsel an der Spitze der traditionsreichen Schule ist vollzogen. Heinrich Latz wurde in den Ruhestand verabschiedet und sein Nachfolger Thomas Frauenkron ins Amt eingeführt.

„Wir haben heute einen besonderen Tag“, freute sich Pater Lambertus Schildt von den Salvatorianern während der Amtseinführung in der Aula der Schule. Für einen guten Start überreichte er dem neuen Direktor der Schule ein Körbchen mit Vitaminen, Tee und warme Socken.

Rund 700 Augenpaare von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern blickten erwartungsvoll, als der neue „Chef“ auf die Bühne kam. Frauenkron zeigte sich beeindruckt angesichts der versammelten Schulgemeinschaft: „Ich muss gestehen, ich bin jetzt völlig überwältigt von dem, was ich hier sehe.“ Er sei dankbar und stolz, Schulleiter in Steinfeld sein zu dürfen. „Das ist eine große Ehre und Auszeichnung.“

Willi Frauenrath, Mitglied im Kaller Gemeinderat, bleibt weiterhin Vize-Direktor. „Ich freue mich schon sehr darauf, mit dir zusammen die Schule zu leiten“, so der neue Schulleiter. Frauenrath ist für ihn kein Unbekannter, seit 1988 unterrichtet der Lehrer bereits am „HJK“.

Denn der neue Schulleiter, der 1981 in Simmerath geboren wurde, kam seinerzeit schon als Schüler an das „HJK“. „Steinfeld war für mich schon immer etwas Besonderes“, erinnert er sich gerne an die Anfänge. Seit sieben Jahren unterrichtet er die Fächer Mathematik und Geschichte am Steinfelder Gymnasium. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern wohnt er in Giescheid.

Der Abschied vom bisherigen Schulleiter Heinrich Latz wurde wenige Tage zuvor mit einem Gottesdienst in der Basilika und anschließendem Festakt in der Aula begangen. Bewegende, herzliche und wertschätzende Worte fielen im kurzweiligen Reigen der Reden. „Niemals geht man so ganz“, sangen die Lehrer auf der Bühne im Chor für Latz, der fast 40 Jahre am Steinfelder Gymnasium unterrichtete.

Seit 2009 leitete Latz die Einrichtung. Er habe die Schule vom einst unruhigen Fahrwasser „in einen sicheren Hafen“ geführt und die Weichen für die Zukunft gestellt, lobte der Moderator des Festaktes, Heiner Schmidt.

„Eine Ära geht zu Ende“, stellte Pater Lambertus Schildt im Namen des Schulträgers fest. Dass die Schule heute gut dastehe, habe man dem 65-Jährigen maßgeblich zu verdanken. Er habe die Einführung von iPads und damit die Digitalisierung der Einrichtung vorangetrieben, ebenso den Umbau des neuen Lehrerzimmers, die Sanierungen des Sportplatzes und der naturwissenschaftlichen Räume. Die Salvatorianer seien dankbar für sein Wirken, so Lambertus Schildt und wünschten: „Vergelt’s Gott!“

Auch Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser würdigte Latz: „Ihnen ist der Spagat gelungen, dieses Gymnasium, eingebettet in das Wertegerüst der Salvatorianer, hineinzuführen in die moderne, digitale Zeit.“

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Der Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen bringt am 24. Februar die Komödie „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ auf die Bühne. Schon seit November wird fleißig geprobt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Der Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen bringt eine recht turbulente Komödie auf die Bühne – In der Schönheitsklinik geht es drunter und drüber – Premiere am 24. Februar – Danach Tournee-Start

Rinnen – Recht turbulent geht es zu im Bürgerhaus in Rinnen, wenn der Theaterverein „Einigkeit“ dort am Samstag, 24. Februar, um 20 Uhr die Komödie „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ von Winnie Abel aufführt. Schon seit November vergangenen Jahres proben die Laienschauspieler wöchentlich für das Stück in drei Akten. Seit zwei Wochen wird zweimal wöchentlich geprobt.

Das Stück spielt in der Schönheitsklinik Schwanensee, in die sich der Heiratsschwindler Moritz Engel geflüchtet hat, um sich „unkenntlich“ machen zu lassen. Denn nachdem er die Tochter eines reichen Imbissketten-Besitzers ausgenommen hat, wird er von Auftragskillern gejagt.

In der Klinik halten sich reiche Patienten auf, wie zum Beispiel ein exzentrischer Künstler, eine fettleibige Lottomillionärin und eine Männer verschlingende Adlige. Durch diese prominenten Patienten erhofft der skrupellose Schönheits-Chirurg Roland Meister, seine Karriere beschleunigen zu können.

Es kommt zu turbulenten Szenen, als sich der Heiratsschwindler an die Lottomillionärin heranmacht und ein ehemaliges Opfer des Ganoven in der Klinik aufgenommen wird. Als der Chirurg die Nasen-OP des exzentrischen Künstlers verpfuscht, gerät der schöne Schein der prachtvollen Klinik ins Zwielicht.

Die Besucher erwartet in Rinnen eine kriminalistische Komödie mit jeder Menge Wortwitz, Situationskomik und lustigen Charakteren. Akteure auf der Bühne sind Elisabeth Servaty, Andreas Bellgardt, Richard Cremer, Christa Hilger, Heike Huber, Axel Chmielecki, Lydia Rosenbaum, Astrid Koder und Felicitas Huber. Als Souffleuse agiert Elke Knoblich, Regie führt Lydia Rosenbaum.

Nach der Premiere von „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ am Samstag, 24. Februar, im Bürgerhaus wird das Stück am Sonntag, 25. Februar, um 16 Uhr an gleicher Stelle wiederholt. An diesem Tag gibt es ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen.

Im März geht der Theaterverein „Einigkeit“ mit dem Stück auf Tournee. Aufführungen sind am Freitag, 2. März, in der Eifelhöhenklinik in Marmagen, am Samstag, 3. März, im Bürgerhaus in Kallmuth, am Samstag, 10. März, im Bürgerhaus in Krekel und am Samstag, 17. März, in Haspe im Ruhrgebiet.

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Das offizielle Bild: Bürgermeister Hermann-Josef Esser posiert mit allen Tollitäten aus dem Kaller Gemeindegebiet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Prinzengardist wird Prinzgemahl

Faustdicke Überraschung beim Prinzenempfang der Gemeinde Kall – Premiere für den Gastgeber, Bürgermeister Hermann-Josef Esser – Fünf Stunden Programm in der Bürgerhalle

Kall – Eines darf man in diesem Jahr mit Fug und Recht behaupten: An Überraschungen mangelt es dem Kaller Karneval nicht. Schon die Kostümsitzung war dominiert von der plötzlichen Verwandlung von Claudia Blum in Prinzessin Claudia I., von der nur wenige Eingeweihte wussten. Selbst Ron Chytry, der Lebensgefährte der Tollität, wurde eiskalt erwischt.

Eine Woche später, beim Prinzenempfang der Gemeinde Kall, war nun der Prinzengardist derjenige, der mit einer faustdicken Überraschung aufwartete. Und wieder war offenkundig „Löstige Bröder“-Chef Harald Thelen eingeweiht in das Geheimnis.

Ähnlich wie schon eine Woche vorher Bürgermeister Hermann-Josef Esser, ging Ron Chytry vor Claudia I. auf die Knie. Doch während Esser der Prinzessin ihre Insignien überreichte, holte Chytry eine Ringdose heraus und stellte seiner Claudia die Frage aller Fragen: „Seit sieben Jahren feiern wir zusammen Karneval. Willst du mich heiraten?“

Die Antwort ging im tosenden Jubel in der Kaller Bürgerhalle, die regelrecht Kopf stand, zwar etwas unter. Da sich Claudia I. aber den Verlobungsring an den Finger steckte und auch ein langer Kuss folgte, dürfte es jedem klar sein: Der Prinzengardist Ron Chytry wird bald zum Prinzgemahl.

Die Verlobung war selbstverständlich das emotionale Highlight des ersten Prinzenempfangs unter der Ägide von Hermann-Josef Esser. Doch auch ohne wäre es ein großartiges Stelldichein der Karnevalisten aus dem Gemeindegebiet gewesen.

Aus Termingründen und altersbedingt überließen die Hausherren, die „Löstige Bröder“ aus Kall, dem Kinderkarnevalsverein Sistig und der Tanzgruppe Wahlen den Vortritt. Die Sistiger hatten am Nachmittag noch Kindersitzung im Ort, wie der Vorsitzende Thomas Becker erklärte. Und auch am Abend vorher war es spät geworden. „Aber im Karneval muss man auch mal sagen: 4 Uhr im Bett, 7 Uhr aufstehen, Kaffee und dann geht es weiter“, meinte Becker.

Die Sistiger Garden zeigten allerdings keine Ermüdungserscheinungen: Ob „Kleine Fünkchen“, das Tanzmariechen Mara Vellen oder das neue Kinder-Synchrontanzpaar Smilla und Simone – sie alle beeindruckten das Publikum in der vollbesetzten Bürgerhalle, sodass es am Ende des Auftritts der Garden die erste Rakete steigen ließ.

Nicht minder beeindruckend waren die Darbietungen der Tanzgruppe Wahlen. Besonders der zweieinhalbjährigen Tilda flogen die Herzen der Jecken zu. Selbst beim Tanz mit den anderen Bambini zeigte sie sich sehr talentiert.

Eine Belastungsprobe für die Bühnenstatik folgte im Anschluss: Mit rund 100 Leuten betraten die „Löstige Bröder“ die Bretter, die die Welt bedeuten, allen voran die von Maxi Brucker angeführten Musketiere. Es folgten alle Garden, die unglaublich impulsive und kraftvolle Tänze zeigten. Im Anschluss wirbelten noch die Showtanzgruppe sowie das Männerballett „Federwölkchen“ über die Bühne.

Es folgten im Laufe des Programms auch noch „Die jecke Krohe von Wahle“, die „Jecke vom Hahnebömsche“ aus Scheven sowie die „Suetenicher Schlipse“.

Etwa fünf Stunden dauerte der Prinzenempfang der Gemeinde. In Kürze startet dann der Straßenkarneval. Mal sehen, welche Überraschung Prinzessin Claudia I. für den Tulpensonntagszug auf Lager hat.

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Toni Mießeler (l.) hat nach 28 Jahren sein Ratsmandat niedergelegt. Bürgermeister Hermann-Josef Esser und die Gemeindeangestellte Michaela Kratz gratulierten zum Abschied. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Treu im Leben und in der Politik

Nach 28 Jahren als Mitglied des Kaller Gemeinderates hat CDU-Fraktionschef sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt – Nachfolger wird der Steinfelder Frank Vellen

Kall – Es war ein ungewohnter Anblick während der ersten Ratssitzung des Jahres 2018 in Kall. Bert Spilles saß in Reihen der CDU auf dem Platz, auf dem in den letzten Jahren Toni Mießeler gesessen hatte, also ganz vorne, in unmittelbarer Nähe zum Bürgermeister. Stattdessen hatte sich Mießeler auf einem Stuhl in der Gästereihe niedergelassen und gab zu, das sei schon „komisch“.

Damit dürfte Mießeler nicht nur die ungewohnte Position gemeint haben, sondern insgesamt die Tatsache, dass er nicht mehr an vorderster Front mitentscheiden darf. Denn nach 28 Jahren hat der Sötenicher aus gesundheitlichen Gründen sein Ratsmandat niedergelegt. Während der Ratssitzung wurde er feierlich verabschiedet.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser stellte in seiner Laudatio auf seinen Parteifreund dessen Treue in den Mittelpunkt. Das gelte nicht nur für die Politik, sondern auch im Beruf, im Privat- und im Vereinsleben. Viele Jahre sei Mießeler, der sein ganzes Arbeitsleben bei der Post zubrachte, Sitzungspräsident der „Schlipse“ gewesen, er verstärke bis heute habe den Männergesangverein Sötenich als Bass, außerdem sei er eine der treibenden Kräfte bei der Neugründung des Musikvereins Sötenich gewesen.

„Treue hast du auch in der Kaller Politik bewiesen: Seit 1989 bist du Mitglied im Rat. Das war damals noch eine ganz andere Welt, auch kommunal mit der Doppelspitze“, erinnert sich Esser. Mießeler sei darüber hinaus Ortsvorsteher von Sötenich gewesen – eine Position, die er auch noch weiter ausüben wird. Bürgermeister Esser sprach Toni Mießeler seinen Dank für dessen langjähriges politisches und konstruktives Engagement für die Gemeinde Kall aus.

„Ein Mensch, der weiß, wovon er spricht“

1999 übernahm Mießeler den Fraktionsvorsitz der Christdemokraten, zehn Jahre später lernten Esser, damals Fraktionschef der CDU Blankenheim, Mießeler kennen, „als einen Menschen, der seine Argumente stets ruhig vorgetragen hat, und der weiß, wovon er spricht“. Mießeler sei außerdem in der Lage gewesen, eine „kreisweite Brille“ aufzusetzen, wenn es darum ging, die Region nach vorne zu bringen. Als jüngerer Mensch müsse man sehr viel Demut zeigen, angesichts der Tatsache, mit welcher Kontinuität Mießeler der Gemeinde Kall gedient habe.

Der Laudatio des Bürgermeisters schlossen sich auch die Fraktionschefs an. Vom „Gelben“ gab es einen „Roten“: Dr. Manfred Wolter überreichte Mießeler einen Rotwein und erinnerte daran, dass man doch hin und wieder miteinander gefochten habe. Auch SPD-Fraktionschef Erhard Sohn erinnerte sich an so manche Diskussion und so manchen Streit mit dem politischen Gegner. „Falls ich Ihnen jemals persönlich wehgetan haben sollte, bitte ich Sie hiermit um Verzeihung“, sagte Sohn.

Grünen-Chef Ekkehard Fiebrich warf einen Blick in die Vergangenheit. „Damals waren wir mit einem Vertreter im Rat. Und ich kann mich nicht erinnern, länger als zehn Minuten mit Toni Mießeler gesprochen zu haben.“ Die Konservativen seien damals für einen Grünen nicht tragbar gewesen. „Doch das hat sich geändert“, gelang Fiebrich der Schwenk in die Gegenwart. „Ich bin Toni Mießeler auf der menschlichen Ebene begegnet“ – was dann zur schwarz-grünen Listengemeinschaft führte.

Auch für Mießeler war die Zusammenarbeit mit den Grünen etwas Bleibendes, wie er zugibt, besonders die Demonstration gegen die Atomkraftwerke in Tihange und Doel. Und auch an die Arbeit im Rat habe er, trotz einiger Kämpfe, sehr schöne Erinnerungen. „Es ging immer um die Sache, wir konnten uns immer in die Augen sehen“, befand das scheidende Ratsmitglied.

Auf Mießeler folgt Frank Vellen, Ortsvorsteher von Urft und Steinfeld. „Sie sind ein relativ junges Gesicht und damit jemand, der noch jahrzehntelang im Rat tätig sein kann“, meinte Esser im Hinblick auf seinen Vorgänger Mießeler scherzhaft, fügte dann aber voller Ernst an: „Es ist aller Ehren wert, sich für die Gemeinde im Rat zu engagieren.“

Verabschiedet wurde in der Ratssitzung außerdem Guido Keutgen als Ortsvorsteher von Kall. Seit 2012 hatte er dieses Amt inne, das er Ende 2017 aus beruflichen Gründen niederlegen musste. „Ich habe das fünf Jahre lang sehr gerne gemacht, auch wenn es nicht immer einfach war und es manchmal geknirscht hat“, sagte Keutgen.

Außerdem übergab Bürgermeister Hermann-Josef Esser die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme von Scheven am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an Ortsvorsteher Hans Reiff. Scheven war mit anderen Ortschaften, darunter Sistig, auf Kreisebene auf Platz fünf gelandet.

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Rechts die beiden neuen Elektro-Fahrzeuge der Gemeinden Dahlem und Kall, links die beiden schon bestehenden E-Autos von Schleiden und Kall. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Offene Herzen für Elektro-Autos

Die Gemeinden Kall und Dahlem sowie die Stadt Schleiden haben sich für ein Projekt zusammengeschlossen – Fördermittel von fast 25.000 Euro vom Bund erhalten

Kall/Schleiden/Dahlem – Die ersten 5000 Kilometer ist Dahlems Bürgermeister Jan Lembach seit September mit dem Renault Zoe schon gefahren. Und sein Fazit über das Elektro-Auto fällt äußerst positiv aus. „Der Wagen fährt sich gut, ist zügig, leise und komfortabel, die Fahrten waren alle problemlos und bis auf eine Ausnahme konnte ich ihn für all meine Termine nutzen“, erzählt er. Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser schließt sich an und ergänzt: „Das Auto ist auch durchaus autobahntauglich.“

Die beiden Gemeinden Kall und Dahlem sowie die Stadt Schleiden haben sich für ein interkommunales Projekt in Sachen E-Mobilität zusammengetan, das von Kalls Klimaschutzmanager Daniel Hecker betreut wird. „Das Projekt fand bei den Kollegen aus Schleiden und Dahlem offene Ohren und offene Herzen“, sagte Kalls Kämmerer Michael Heller bei einem Pressetermin im Kaller Rathaus. Heller weiter: “Die Gemeinde Kall hat die Federführung übernommen, weil wir mit unserem Klimaschutzmanager und als Europäische Energie-und Klimaschutzkommune die Fördervoraussetzungen erfüllen.“

Während Kall und Dahlem bereits die neuen Fahrzeuge erhalten haben (jeweils einen Renault Zoe), wartet Schleiden noch auf die Elektrovariante des VW Golf. 50 Prozent der Listenpreis-Mehrkosten im Gegensatz zur vergleichbaren Kraftstoff-Variante werden vom Bund gefördert. Außerdem werden 50 Prozent der Anschaffungskosten von Ladestationen aus öffentlichen Mitteln bezahlt. Von letzterem macht die Gemeinde Kall regen Gebrauch. Zwei sogenannte Wallboxen sowie eine Ladestation für E-Bikes befinden sich nun in den Garagen am Rathaus. Während Kall 11.700 Euro bewilligt wurden, erhalten Dahlem und Schleiden Fördermittel von jeweils rund 6350 Euro.

Die Bürgermeister der drei Kommunen sind sich sicher, dass sie damit einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten. „Wir bezeichnen uns als Hauptstadt des Nationalparks. Diese Monstranz wollen wir nicht nur vor uns tragen, wir wollen das auch umsetzen“, erklärte Schleidens Stadtoberhaupt Udo Meister. In Klimaschutz- und Entwicklungskonzept sowie das städtische Leitbild passt die Anschaffung des Autos deshalb perfekt hinein. „Wir erzeugen mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Rathaus 1,5-mal mehr Strom, als wir benötigen“, erklärt Andreas Glodowski, Leiter der Stabsstelle Stadtentwicklung in Schleiden.

In Kall ist das Rathaus autark. Der durch die Photovoltaik-Anlage erzeugte Strom versorgt zunächst das Gebäude und die Ladestationen. Die dann noch überschüssige Energie wird ins Stromnetz der Ene eingespeist. „Der Strom geht vom Himmel direkt ins Auto“, beschreibt es Kämmerer Michael Heller vereinfacht. Außerdem sparen wir unter Berücksichtigung der Förderung jährlich ca. 1.500 € bis 2.000 €, je nach Kilometerleistung.

Der Kaller Klimaschutzmanager Daniel Hecker ergänzt: Das Auto erzeugt während der Fahrt keine CO2-Emissionen. Deshalb amortisiere sich die höhere Umweltbelastung für die Erzeugung der Batterie nach zwei Jahren. „Bei dem Renault Zoe haben wir eine CO2-Ersparnis von drei Tonnen pro Jahr“, rechnet Hecker vor. Selbst der fünf Jahre alte Renault Kangoo, ebenfalls ein Elektrofahrzeug, spare bereits 1,5 Tonnen CO2 im Jahr. Zum Vergleich: Ein Diesel schleudert pro Jahr etwa drei Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Luft.

Während bei dem Kangoo, den sich die Stadt Schleiden ebenfalls angeschafft hatte, im Sommer nach maximal 160 Kilometern die Batterie leer war und im Winter nach maximal 80 Kilometern, halten die modernen Fahrzeuge deutlich länger. Theoretisch ist bei 400 Kilometern Schluss. Jan Lembach weiß aus Erfahrung: „Praktisch muss man nach 300 Kilometern den Wagen aufladen, den großen Unterschied zwischen Sommer und Winter gibt es nicht mehr.“

Die Bürger sollen nicht nur vom Beitrag für die Umwelt und die kaum vorhandene Laustärke profitieren. Kalls Klimaschutzmanager Daniel Hecker teilt Menschen, die sich für E-Autos interessieren, auch gerne seine Erfahrungen mit. Er ist bei der Gemeinde Kall unter 02441/888-41 erreichbar. Wichtig auch: Nicht nur Kommunen erhalten Fördermittel bei der Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen. Das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gewährt Privatleuten eine Förderung von 4000 Euro für die Anschaffung eines entsprechenden Autos.

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Seit 45 Jahren besteht der Chor der Basilika Steinfeld. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Basilika-Chor besteht seit 45 Jahren

Chorgründungsfest mit Ehrungen, Jahresrückblick und Vorschau auf 2018 – Chor leistete vorher Beitrag zur feierlichen Gestaltung der Abendmesse

Kall-Steinfeld – Ein aufregendes 45. Jahr liegt hinter den Sängerinnen und Sängern des Basilikachores Steinfeld, denn verbunden sein wird 2017 mit dem Wechsel des Dirigenten. Nach vielen Jahren gab Hans Peter Göttgens aus Altersgründen den Stab mit dem Eifeler Musikfest ab. Die Nachfolgersuche gestaltete sich Anfang des Jahres zunächst als schwierig, wie der Chorvorsitzende Stefan Hönig jüngst beim 46. Gründungsfest in seiner Jahresrückschau berichtete.

Doch mit dem Düsseldorfer Mathias Staut wurde ein junger Mann gefunden, dem es innerhalb kurzer Zeit gelang, den Chor für sich einzunehmen und ihm neuen Schwung zu geben, so Hönig. „Sein Debüt bei der Adventsvesper war ebenso gelungen wie die Auftritte in den Weihnachtstagen“, meinte Hönig. Hans Peter Göttgens blieb dem Chor weiter sehr verbunden, unter anderem übernahm er, wenn es erforderlich war, die Begleitung auf der Orgel.

Der Chor hatte jüngst zum 46. Chorgründungsfest geladen. Doch vor der Kür stand noch die Pflicht. Der Chor leistete seinen Beitrag zur feierlichen Gestaltung der Abendmesse in der Steinfelder Basilika und sang eine kleine Messe in C von Bruckner, zwei Chorsätze von Mathias Staut und als Schlussgesang „Tollite hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns.

Anschließend ging es zur weltlichen Feier in den Hermann-Josef-Saal des Klosters, wo die Mitglieder des Chors ein reichhaltiges Buffet vorbereitet hatten. Es gab auch ein Programm: Nach einer Corrente von Johann Sebastian Bach, gespielt von Anne Hönig auf der Blockflöte, und Ehrungen für verdiente Mitglieder von Chor und Orchester gab es aus den Reihen des Chores noch amüsante Vorträge, Lieder oder Sketche, bis der Abend dann in gemütlicher Runde ausklang.

Für das Jahr 2018 hat sich der Chor viel vorgenommen. So wird zu Ostern die Krönungsmesse erklingen. Für das Hermann-Josef-Fest und das Eifeler Musikfest wird die sogenannte „Nelsonmesse“ von Haydn neu einstudiert. Bei der Adventsvesper wird der Chor unter anderem das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns aufführen. Die Vorbereitungen für diese Projekte laufen schon auf Hochtouren. Sängerinnen und Sänger, die dabei – auch nur projektweise – mitwirken wollen, sind immer willkommen. Kontakt über E-Mail (geschützte E-Mail-Adresse als Grafik) oder telefonisch (02441/6970).

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Kniete vor der Prinzessin nieder: Bürgermeister Esser bei der Schlüsselübergabe. Foto Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Du bist der Knaller“

Prinzessin Claudia I. (Blum) proklamiert - Überraschung bei der Sitzung der „Löstige Bröder“ – Stimmungskanone des Vereins rettete die Premiere des Bürgermeisters – Esser ging in die Knie

Kall – Da war selbst Bürgermeister Hermann-Josef Esser „platt“, als er bei der Kostümsitzung des Karnevalsvereins „Löstige Bröder“ plötzlich doch noch zu der Ehre kam, eine Karnevalsprinzessin proklamieren zu können. Bis wenige Tage vor der Sitzung hatten die Löstige Bröder nämlich vergeblich Ausschau nach einer Tollität gehalten und sich bereits damit abgefunden, in der diesjährigen Session nur ein Kinderprinzenpaar vorweisen zu können.

Hatten Sitzungspräsident Patrick Züll und Bürgermeister Hermann-Josef Esser zu Beginn der Sitzung noch bedauert, dass der Verein in diesem Jahr keine große Tollität gefunden habe, brach drei Stunden später frenetischer Jubel aus, als Vereins-Chef Harald Thelen nach der Verabschiedung der Vorjahresprinzessin Kerstin Walber-Wawer doch noch eine Nachfolgerin aus dem Hut zauberte. Dabei hatte Kerstin I. unter Tränen bedauert, dass sie das goldene Zepter keiner neuen Tollität übergeben könne.

Eine Übergabe fand dann aber doch statt: Zur Überraschung der Sitzungsbesucher und der Ex-Prinzessin marschierte die Prinzengarde plötzlich mit Claudia Blum ein, die kurz zuvor beim Auftritt der Sahneschnittchen noch mit der ahnungslosen Kerstin Walber-Wawer auf der Bühne gestanden hatte.

Die 31-jährige Vollblutkarnevalistin hatte kurzfristig beschlossen, das Tollitäten-Problem auf ihre Art zu lösen und sich den lang gehegten Jugendtraum erfüllt, einmal Karnevalsprinzessin zu sein. Obwohl in nur acht Tagen die Orden beschafft und das Prinzessinnen-Gewand geändert werden mussten, wussten nur Narrenchef Harald Thelen und ganz wenige Insider von der bevorstehenden Proklamation von Prinzessin Claudia I.

„Du bist der Knaller“ rief die scheidende Tollität ihrer Nachfolgerin zu, ehe sie das Zepter freudestrahlend übergab. Und auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser fiel ein Stein vom Herzen, weil er nun doch die Premiere einer Schlüsselübergabe erleben durfte. „Du hast mich gerettet“, sprach er zur Überraschungs-Prinzessin und kniete vor Claudia nieder, um ihr den Schlüssel der Gemeindekasse zu überreichen. Nachdem sie den Schlüssel in Empfang genommen hatte, verkündete die Prinzessin ihr Motto: „Jetzt oder nie, ganz oder gar nicht.“ Diese Einstellung habe sie auch bewogen, sich jetzt den Kindheitstraum, einmal Karnevalsprinzessin zu werden, zu erfüllen.

Total „happy“ war auch der Löstige-Bröder-Chef: „Etwas Besseres konnte uns nicht passieren. Wir werden bis Aschermittwoch sehr viel Spaß mit Claudia bekommen“, freute sich Harald Thelen. Erste Kostproben bekam das Publikum, als Claudia schon beim Saaleinmarsch Vollgas gab und sich später beim Auftritt der Kölner Gruppe „Echte Fründe“ unter die Musiker mischte.

Prinzessin Claudia ist im Verein, dem sie seit 2012 angehört, als Stimmungskanone bekannt. Das erklärt auch, weshalb sie mehrmals im Jahr auf die Insel Mallorca reist, um dort Sonne, Strand und Palmen – und auch die Feten im Bierkönig – zu genießen.

Elferrat im Beethoven-Look

Sitzungspräsident Patrick Züll präsentierte in der vollbesetzten Bürgerhalle ein fast sechsstündiges Programm. Getreu dem Motto „Mozart-Kugeln, Classic-Rock, Perücken, Rokoko wieder top“ agierte der Elferrat im Beethoven-Look vor einem tollen Bühnenbild.

Das Programm eröffnete das Solomariechen Sarah Laux von der Gemünder Karnevalsgesellschaft „Rot Weiß“. Danach plauderte der Redner Reiner Roos über seine Erlebnisse als Polizist. Roos: „Nach fünf Bier in der Stadt bist Du betrunken, nach fünf Bier in der Eifel bist Du der Fahrer.“

Ein erster Höhepunkt war eine spektakuläre Schwarzlicht-Show der vereinseigenen „Sahneschnittchen“, bei denen auch Claudia Blum seit fünf Jahren mittanzt. „Frau Kühne“ aus der Domstadt nahm die Männer aufs Korn. Als Nachwuchsband für den Rheinischen Karneval empfahl sich die Musikgruppe „Zack“ aus Düren.

Das Herrenballett „Federwölkchen“ enterte die Bühne als Nonnen verkleidet. Doch schnell entpuppten sich die Nonnen als quirlige Tanzgruppe des KV „Löstige Bröder“. Nicht aus den Kaller Sitzungen wegzudenken sind die Kallbachmücken, die älteste Damentanzgarde im Altkreis Schleiden, die nach der Proklamation der Prinzessin die Bühne erzittern ließ.

Als Prinzessin Claudia und Bürgermeister Hermann-Josef Esser die Kinderprinzenpaare Julina Marie I. (Strotkötter) und Luisa Marie I. (Pütz) aus Scheven sowie Robin I. (Sträußl) und Hanna I. (Goebel) aus Kall zur Ordensverleihung empfingen, bot die Bühne ein buntes Bild.

Eng wurde es auf dem närrischen Podium, als das Tanzcorps Rot-Weiß aus Bechen aufmarschierte. Das Sötenicher Herrenballett „Traumtänzer“ parodierte weit nach Mitternacht die Freuden und Leiden des Wintersports. Den tänzerischen Schlusspunkt der langen Sitzungsnacht setzte die vereinseigene Showtanzgruppe „Pink Ladies“, ehe die Musiker der Band „Echte Fründe“ die Bühne eroberten. Es ging auf 2 Uhr zu, als die Band die Instrumente nach der letzten Zugabe einpackte.

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Der Großbüllesheimer Pastor Peter Berg zelebrierte in Scheven in gewohnt humorvoller Weise die traditionelle Mundartmesse. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

„Op Platt“ gebetet und gesungen

Mundartmesse in Scheven sorgte für volles Gotteshaus

Kall-Scheven – Wenn Küsterin Agnes Hoffmann den Altarraum liebevoll in Blau und Weiß, den Vereinsfarben der KG „Die Jecke vom Hahnebömsche“, geschmückt hat und der Großbüllesheimer Pastor Peter Berg mit seinen Messdienern, den Kinderprinzessinnen Luisa Marie I. (Pütz) und Julina Marie I. (Strotkötter) sowie dem gesamten Aufgebot der KG Scheven von Elferrat und Tanzgarden bis hin zum Standartenträger feierlich einzieht, dann ist es in der Schevener Kirche St. Apollinaris und St. Agatha so voll wie sonst Weihnachten.

Anlass für den großen Andrang der fröhlich gestimmten Gläubigen war die traditionelle Mundartmesse, mit der man in Scheven seit einem Vierteljahrhundert Kirche und Karneval verbindet. „Die Besucher beten und singen in der Sprache der Eifel, die tief aus dem Herzen kommt und besonders unter die Haut geht“, sagt Maria Mattes, die diese Messe seit mehreren Jahren konzipiert und organisiert.

„Pänz sin e Jeschenk Jottes“ lautete das Motto. Pastor Berg, der seit über 37 Jahren Gottesdienste in Mundart zelebriert, gestaltete seine Predigt in Reimform ebenso humorvoll wie tiefgründig. In der „Mess op Platt“ gehört auch der ein oder andere Witz dazu. Trotzdem achtet der karnevalsverbundene Geistliche genauestens darauf, dass alle Texte der Liturgie entsprechen.

Vom Schuldbekenntnis „Loss mer os Schold zojevve“ bis zum Schlussgebet „De Här soll mött üch sin“ sind alle Lieder und Gebete in Mundart übersetzt worden. Als Lektor agiert seit vielen Jahren Joachim Cremer.

Die Musik stand – abgesehen von der Predigt – ohne Zweifel im Vordergrund. Traditionelle Kirchenlieder wie „Ein Haus voll Glorie schauet“ oder die berühmte „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven wurden in Mundart umgetextet. Der Kirchenchor Dottel-Scheven-Wallenthal unter der Leitung von Werner Harzheim begleitete neben Organist Christoph Schneider die Gläubigen beim Gesang oder trug Lieder wie das „Vater unser“ und „Nit alle Engel hann Flüjel“ mehrstimmig vor. Abgeänderte bekannte Lieder oder Karnevalshits sorgten zusätzlich für einen schönen Rahmen, so auch das von den Bläsern aus Kall gespielte Lied „Stääne“ zur Kommunion.

Mit dem Schlusslied „Du bess de Här vüer dämm mir all he stonn“, dessen Strophen von den beiden Prinzessinnen solistisch gesungen wurden, beendeten die Gläubigen den Gottesdienst. Zum Schluss sorgten die Bläser sowie Christoph Schneider mit dem berühmten „High Cathedral“ für einen feierlichen Auszug, bevor es für alle Besucher zum gemütlichen Umtrunk „Op de Kier“ ging.

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Die Neuen in der Verwaltung (v.l.): Lothar Schatten, Auszubildende Esther-Marie Backes, Lisa-Maria Feininger, Daniel Hecker, Günter Margraff und Paul Neufeld. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Gemeinde als beliebter Arbeitgeber

In den vergangenen Monaten haben im Kaller Rathaus fünf neue Mitarbeiter ihre Arbeit begonnen – Derzeit vier Auszubildende

Kall – Es fällt auf: Im Kaller Rathaus gibt es viele neue Gesichter. Allein in den letzten Monaten haben fünf neue Kollegen in der Verwaltung ihren Dienst angetreten. Das sind umgerechnet etwa zehn Prozent der 51 Bediensteten. Hinzu kommen noch vier Auszubildende. „Es ist erfreulich, dass wir so viele Neueinstellungen und Auszubildende haben“, meint Roswitha Klinkhammer, Vorsitzende des Personalrates, und ergänzt: „Wir vom Personalrat befürworten natürlich, dass verstärkt auf Nachwuchskräfte gesetzt wird.“

Besonders die Situation bei den Auszubildenden hat sich in den letzten Jahren immens gewandelt. Mittlerweile sind zwei Azubis pro Jahr üblich. Vor einiger Zeit lag die Zahl noch bei einem Auszubildenden alle zwei Jahre. Damit reagiert die Gemeinde auch auf ausscheidende Mitarbeiter, denn derzeit gehen die ersten aus der Generation Baby-Boom in den Ruhestand. Es gilt, für einen ausreichenden Nachwuchs an Fachkräften zu sorgen bzw. diese auszubilden – eine Situation, die viele Arbeitgeber kennen , nicht nur die Gemeinde Kall.

Doch wer sind die neuen Gesichter in der Gemeinde Kall? Wir stellen sie kurz vor.

Seit Mai ist Daniel Hecker in den Bereichen Energie und Klimaschutz tätig. Er ist Mitorganisator der Energiemesse „Enerkom 2018“, die am 22. April in Gemünd stattfindet. Außerdem arbeitet er derzeit daran, den Energy Award in Gold in die Gemeinde zu holen. Er hat sich auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auf seine Fahnen geschrieben, was zuletzt in Kall, Dottel, Keldenich und Wallenthal  erfolgt ist.

Seit September ist Lothar Schatten bei der Gemeinde Kall beschäftigt. Er ist Mitarbeiter im Bereich Hochbau und Gebäudemanagement, wo derzeit das Haus der Begegnung das größte Projekt darstellt.

Paul Neufeld verstärkt seit Oktober die Bereiche Asyl und Integration, in denen er sich um das Unterkunftsmanagement und die Flüchtlingshilfe kümmert. Geflüchtete werden von ihm bei ihrer Integration unterstützt,  z.B. in Form von Vermittlung zu Behörden, in Sprachkurse oder andere Maßnahmen. Auch Günter Margraff ist seit Oktober Bediensteter in Kall. Er ist im Bereich Tiefbau beschäftigt. Zu seinem Aufgabengebiet gehören Entwässerungsangelegenheiten, Kanalanschlüsse, Straßenbeleuchtung, Straßenreinigung und –unterhaltung, Winterdienst sowie Unterhaltung von Sportanlagen.

Ganz neu dabei ist seit Anfang des Jahres IT-Sachbearbeiterin Lisa-Maria Feininger, die derzeit noch eingearbeitet wird. Sie wird sich zunächst der Umsetzung von IT-Projekten widmen, etwa dem Formularserver, mit dem die Gemeinde den Bürgern in Zukunft eine umfangreiche Auswahl an Formularen online zur Verfügung stellt. Formulare können damit online abgerufen und eingereicht werden, auch Online-Zahlungen sind möglich. Feininger soll sich auch um die Umstellung der Telefonanlage auf VoIP in der Verwaltung sowie die grafische Neugestaltung der Homepage kümmern.

Drei der vier Auszubildenden, Nina Pützer und Nicolas Pütz (beide zweites Ausbildungsjahr) sowie Frederik Walber (drittes Jahr) wohnen in Kall. Esther-Marie Backes, die sich im ersten Ausbildungsjahr befindet, pendelt täglich aus Rheinland-Pfalz nach Kall. Die Azubis durchlaufen verschiedene Bereiche in der Verwaltung, lernen etwa das Ordnungsamt, die Gemeindekasse und das Bauamt kennen. Dadurch erhalten sie umfangreiche Einblicke in die Arbeit innerhalb der Verwaltung. Auch die Verwaltungsspitze begleitet die Azubis aktiv. Personalchef Michael Heller führt regelmäßig Gespräche mit den vier Auszubildenden. Der theoretische Unterricht in der Schule und die Praxis in der Verwaltung sollen bestmöglich aufeinander abgestimmt sein.

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Sie sind für die Kinder im Jugendtreff Schülercafé da: Einrichtungsleiter Michael Schulenburg und Ina Kaufhold. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Chillen und zu sich selbst finden

Seit fast 20 Jahren existiert der Jugendtreff Schülercafé der Gemeinde Kall – Jetzt ist die Einrichtung auch im Internet zu finden

Kall – Wer nur den Namen hört und dann bestimmte Assoziationen hat, der ist auf dem Holzweg. Denn wie ein richtiges Café sieht das Kaller Schülercafé nicht aus, auch wenn es Sitzgelegenheiten gibt – und Kaffee, Tee und Wasser für die Gäste sogar kostenlos sind.

Beim Schülercafé handelt es sich um einen offenen Jugendtreff. Dieser wurde 1998 gegründet und feiert somit in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Zunächst war das Schülercafé in den Räumen der Hauptschule untergebracht. Seit 2014 befindet es sich in den Räumlichkeiten der Alten Schule in der Aachener Straße. Leiter der Einrichtung ist der Sozialpädagoge Michael Schulenburg. Unterstützt wird er stundenweise von Ina Kaufhold, die manchmal ihren Terriermischling Snoopy mitbringt, der zum heimlichen Maskottchen des Schülercafés geworden ist.

Langeweile dürfte bei den Sechs- bis 18-Jährigen nicht aufkommen, die das Schülercafé besuchen. Denn Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, gibt es genug. Im Hauptraum steht ein Schrank voller Gesellschaftsspiele sowie Computer und die aktuelle Generation von Spielekonsolen. „Natürlich nur mit jugendfreien Spielen und nach 30 Minuten ist Schluss“, berichtet Schulenburg. Auch gebastelt werden kann im Schülercafé. Ich Nachbarzimmer stehen ein Kickertisch, eine Tischtennisplatte, ein Air-Hockey-Tisch sowie ein Billardtisch.

Auch eine Couch steht im Nebenraum, direkt in der Nähe der Stereoanlage. „Das ist wichtig, denn viele Jugendliche wollen einfach nur chillen und ihre Musik hören“, weiß Schulenburg. Die kommt natürlich nicht wie früher von CD, sondern vom USB-Stick.

Im Schnitt besuchen täglich 25 Kinder und Jugendliche die Einrichtung, die montags bis mittwochs von 15 bis 19 Uhr, donnerstags von 15 bis 21 Uhr und freitags von 14 bis 20 Uhr geöffnet hat. Die Klientel ist bunt gemischt was Schulform, Geschlecht, Alter und Herkunft angeht.

Michael Schulenburg erklärt das Konzept der Einrichtung so: „Das Schülercafé ist ein Rückzugsort, hier sollen die Kinder auf andere Gedanken und zu sich selbst kommen.“ Natürlich wenden sich manche Jugendliche auch schon mal mit dem ein oder anderen Problem an ihn. Denn Schulenburg sieht sich als erwachsener Freund der Besucher.

Und es gibt auch besondere Angebote. Montags von 16 bis 18 Uhr findet ein Sportprogramm in der Turnhalle des Berufskollegs Eifel statt. Und auch in den Ferien ist die Hälfte der Zeit immer „Programm“ mit Ausflügen. „Kürzlich zur Weihnachtszeit backten und bastelten wir natürlich“, berichtet der Pädagoge.

Seit Kurzem ist das Schülercafé auch im Internet zu finden. Die Gemeinde Kall hat die Webseite erstellen lassen. „Darauf finden sich aktuelle Dinge, die wichtigsten Informationen und auch Fotos“, berichtet Schulenburg. Die URL lautet: www.jugendtreff-kall.de.

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Ein buntes Bild boten Motto und Bühne bei der Kindersitzung in Kall. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Volles Haus und tolles Programm

Kindersitzung des KV „Löstige Bröder“ mit der Proklamation des Prinzenpaares Robin I. und Hanna I. – Der neue Ortsvorsteher Stefan Kupp bestand närrische Feuertaufe – „Maxi Beethoven“ als Co-Moderator – Die flotten „Pink Ladies“ rockten die Bühne

Kall – Über ein volles Haus bei der Kindersitzung des KV „Löstige Bröder“ konnte sich Vorsitzender Harald Thelen freuen. Wegen der Kürze der Session, die bereits am 13. Februar zu Ende geht, hatten die Kinder den Vortritt vor der großen Sitzung am 20. Januar bekommen. Höhepunkt der Sitzung war die Proklamation der Kindertollitäten Prinz Robin I. (Sträußl) und Prinzessin Hanna I. (Goebel) durch den neuen Ortsvorsteher Stefan Kupp.

Die Organisatorin der Kindersitzung, Rebekka Kautz, hatte für den närrischen Nachwuchs ein buntes Programm zusammengestellt, das zu einem großen Teil von den Nachwuchsgarden der Löstige Bröder bestritten wurde. „Hier zeigt sich die tolle Jugendarbeit, die im Karnevalsverein geleistet wird“, lobte Ortsvorsteher Stefan Kupp das Engagement der Trainer und Betreuer der Kinder und Jugendlichen.

Die Sitzung begann mit dem Einzug des Kinderelferrates, des Sitzungspräsidenten Leander Lutsch und des Vorsitzenden Harald Thelen, der zunächst auf das tolle Bühnenbild verwies und den fleißigen Bühnenmalern dankte. Dann verabschiedete Thelen das Vorjahresprinzenpaar Leon I. (Blatt) und Lena I. (Ruthenbeck).

Von sieben Musketieren, der kleinen Prinzengarde der Löstige Bröder und den „Lustigen Mücken“ begleitet, zog dann das neue Prinzenpaar Robin I. und Hanna I. in die vollbesetzte Bürgerhalle ein. Von Ortsvorsteher Stefan Kupp bekamen sie den Schlüssel der Gemeinde überreicht.

Für Robin und Hanna erfüllte sich damit der große Traum, einmal Kinderprinzenpaar in Kall zu sein. Dabei kommt den kleinen Tollitäten bis Aschermittwoch sogar eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe zu, denn in Ermangelung eines großen Prinzenpaares müssen sie die Kaller Jecken in dieser Session allein regieren.

Doch nach ihrem ersten Auftritt bei der Proklamation in der fast vollbesetzten Bürgerhalle wurde deutlich, dass die beiden Regenten damit keine Probleme bekommen. Beide sind nämlich karnevalistisch vorbelastet: Robin und Hanna sind Enkelkinder von Monika und Wolfgang Goebel, der über 20 Jahre lang Schatzmeister bei den Löstigen Brödern war.

Robin und Hanna sind Vetter und Cousine und beide leidenschaftliche Pfadfinder. Schon als dreijährige Pänz tanzten sie in den Garden des Vereins mit, Hanna ist heute noch mit Begeisterung bei den Kallbachmückchen dabei. Musik und Klavierspielen zählen zu ihren Hobbys. Prinz Robin begeistert sich inzwischen als Audi-Fan mehr für den Motorsport. Er freut sich immer dann, wenn er hin und wieder bei Rennen der DTM in die Boxengasse darf und seinen Audi-Piloten ganz nahe sein kann.

Nach dem Tanz der Lustigen Mücken (trainiert von Caroline Thelen, Stefanie und Nastja Rosenbaum) erwiesen auch die von Ina Teuber-Künnecke und Anne Müller betreuten Mini-Mücken dem neuen Prinzenpaar die Ehre.

Dann gab Vereinschef Harald Thelen einen bevorstehenden Wechsel der Sitzungspräsidentschaft an: Moderator Leander Lutsch, der langsam dem Kindesalter entwachse, gebe das Amt ab. Thelen präsentierte auch gleich Lutschs Nachfolger. Es ist der elfjährige Maxi Brucker, der 2016 als Kinderprinz für Furore gesorgt hatte. Getreu dem diesjährigen Motto „Mozart-Kugeln, Classic Rock, Perücken, Rokoko wieder top“ erschien Maxi im Beethoven-Look auf der Bühne, um seinen Job als Co-Moderator anzutreten. Im nächsten Jahr wird er die Kindersitzung allein leiten.

Sein Debüt gab bei der Sitzung das Tanzpaar Silas Mertens und Luisa Großer, das von Simone Meznarak trainiert wird. Es folgten die Kallbachmückchen mit ihrer Trainerin Maike Wilkens. Von der Musikkapelle auf die Bühne begleitet wurden zehn kleine Künstler der inklusiven Kita St. Nikolaus. Mit ihnen hatte das Team um Kita-Leiterin Heidi Zander ein Singspiel über die gefräßige Raupe „Nimmersatt“ einstudiert.

Es folgten die Höppemückchen (trainiert von Anna Lena Schwarz und Annika Zöll) und das von Lorena Miehl und Lara Born betreute Synchron-Tanzpaar Eva Hilger und Merle Schumacher. Eine Gruppe Kaller Kinder, betreut von Sandra Mertens, und die Wirbelmücken (trainiert von Simone Meznarak und Sabrina Friedrichs) läuteten das letzte Drittel der Sitzung ein.

Bevor Kinderliedersänger Uwe Reetz das Finale gestaltete, ging es beim Showtanz der „Pink Ladies“ recht turbulent zu. Beim tempohaften Tanz wirbelten die langen Haare der Tänzerinnen umher. Dabei wurde sichtbar, dass die Trainerinnen Lorena Miehl, Elena Friedrichs und Denis Schiesberg ganze Arbeit geleistet hatten.

Als Uwe Reetz schließlich die Bühne erklomm wurde es dort recht eng, denn alle Kinder wollten ihrem Idol möglichst nahe sein. Doch Reetz blieb nicht nur auf der Bühne. Traditionell führte er auch wieder die große Polonäse der Pänz durch die Bürgerhalle an.

pp/Agentur ProfiPress

 

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