Die Grundlage: Das Integrierte kommunale Klimaschutzkonzept

 

 

Mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK) hat der Kreis Euskirchen mit den Kommunen Kall, Dahlem und Hellenthal ein - unter den konkreten Rahmenbedingungen im Kreis Euskirchen und den beteiligten Kommunen realistisches und umsetzbares - Maßnahmenprogramm zum regionalen und lokalen Klimaschutz entwickeln lassen, um sich als Teil der sich im Aufbau befindlichen Klimaschutzregion Eifel und Aachen zu positionieren.

 

Die Erstellung eines IKSK wurde von der Bundesregierung – vertreten durch das Bundesumweltministerium (BMU) – im Rahmen der sogenannten nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Dies ist somit die nationale Umsetzung der Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls auf regionaler und lokaler Ebene.

 

Der Schwerpunkt wurde dabei zum einen auf die Handlungsfelder gelegt, in denen Kreis und Kommunen unmittelbaren Einfluss haben, und zum anderen auch auf die Bereiche, in denen der Kreis begleitend und moderierend sowie als „Dienstleister“ für die kreisangehörigen Kommunen tätig werden kann.

 

In diesem Zusammenhang soll auch ein „Akteursnetzwerk Energie“ als Basis für die Umsetzung von Projekten aufgebaut werden.

 

Vorgehensweise

 

Bei aktuellen und geförderten Energie- und Klimaschutzkonzepten steht der Aspekt der Umsetzungsorientierung im Vordergrund, d.h. der Initiierung dauerhaft getragener Prozesse mit Beteiligung von Multiplikatoren und konkreten Einzelvorhaben mit Beispielcharakter. Der Erfolg dieser Beteiligungsprozesse wird nicht nur durch ihren quantitativen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, sondern - im Sinne der Agenda 21 - vor allem durch die Verbindung

 

- ökologischer (z.B. Ressourcenschutz),

- ökonomischer (z.B. lokale Wirtschaftsförderung bei KMU) und

- sozialer Ansprüche (z.B. lokale Beschäftigungseffekte) bestimmt.

 

 

Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung des Maßnahmenprogramms ist es daher:

 

- die lokal relevanten Akteure dauerhaft in die Prozesse zur Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes einzubinden und

- diese zur Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz (und damit auch zur lokalen Wirtschaftsförderung) zu motivieren.

 

Der Aufbau des integrierten Klimaschutzkonzeptes besteht aus 6 Teilen:

 

  1. Erstellung einer CO2-Bilanz
  2. Sektorspezifische Ermittlung von CO2-Minderungspotentialen
  3. Prozess für eine partizipative Maßnahmenentwicklung
  4. Erstellung eines Maßnahmenprogramms mit Prioritäten
  5. Konzept für Fortschreibung und Erfolgsbilanzierung
  6. Umsetzungskonzept mit Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorstellung des fertigen Klimaschutzkonzeptes erfolgte im öffentlichen Teil der Sitzung des Fachausschusses für Liegenschaften, Forst und Umwelt am 22.11.2012. Das Konzept steht der Öffentlichkeit zum Download auf dieser Seite zur Verfügung.

 

 

Inzwischen arbeitet das Interkommunale Klimaschutzteam, bestehend aus Vertretern des Kreises und der beteiligten Kommunen (aktuell Kall, Schleiden, Blankenheim, Nettersheim und Hellenthal) an der Vorbereitung der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem IKSK.

 

In den vergangenen Monaten wurden vor allem durch dieses Interkommunale Klimaschutzteam, unter Federführung der Klimaschutzmanagerin des Kreises Euskirchen, zahlreiche Maßnahmen initiiert, vor allem die interkommunale Verbrauchermesse „EnerKOM“, der „Sanierungstreff“ sowie weitere Veranstaltungen für Verbraucher, Unternehmen und Kommunen.