Nachrichten aus der Gemeinde Kall 2015


Freudige Gesichter gab es nach der Präsentation der Ergebnisse einer Schüler-/Elternbefragung am Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld: (v.l.) Peter Lambertus Schild, Geschäftsführer der Salvatorianer, Wolf Krämer-Mandeau und Georg Heller von der Projektgruppe „Bildung und Region“, Schulleiter Heinrich Latz. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

„Spitzenzeugnis“ für das Hermann-Josef-Kolleg

Befragung der Schüler und Eltern brachte hervorragende Ergebnisse – Steinfelder Gymnasium ist bestens aufgestellt für den Konkurrenzkampf um die weniger werdenden Schüler

Kall-Steinfeld – „Das Hermann-Josef-Kolleg hat den ‚Stresstest‘ bravourös bestanden.“ So lautet das erfreuliche Resümee des Bonner Schul-Experten Wolf Krämer-Mandeau nach einer von ihm durchgeführten Schüler- und Elternbefragung. Krämer-Mandeau, Leiter der Projektgruppe „biregio“ (Bildung und Region), der über einen langjährigen Erfahrungsschatz im Bereich der Schulentwicklung verfügt und auch als Überbringer „unbequemer“ Nachrichten bekannt ist, hatte für das Steinfelder Gymnasium eine klare Botschaft. „Die Substanz Ihrer Schule bietet gute Voraussetzungen, um auch in Zukunft im harten Kampf um die Schüler bestehen zu können“, sagte er bei der Vorstellung der Ergebnisse in der Aula des HJK vor dem versammelten Lehrerkollegium, Vertretern von Vorstand und Kuratorium der Stiftung Kloster Steinfeld sowie des Salvatorianer-Ordens und interessierten Eltern.

Befragt worden waren Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 9 sowie Eltern der Jahrgänge 5 und 6. Schon der Rücklauf von fast 90 Prozent auswertbarer Fragebögen sei für eine anonyme Befragung „extrem hoch“ gewesen, berichtete Krämer-Mandeau. Sehen lassen können sich die Ergebnisse allemal. Durch die Bank gab es überwiegend „gute“ bis „sehr gute“ Bewertungen in nahezu allen Punkten. Mehr als 70 Prozent der Eltern gaben an, ihre ersten Eindrücke deckten sich mit ihren Erwartungen, während 24 Prozent die Schule sogar „noch besser als erwartet“ finden.

Die Entscheidung für das HJK traf die große Mehrheit, nämlich 83,3 Prozent, im vierten Schuljahr. Dabei war vor allem der Rat der Grundschule ausschlaggebend. 45 Prozent aller Eltern vertrauten dieser Empfehlung, während die übrigen angaben, ihnen sei der Rat von Freunden und Bekannten (10 %), anderen Eltern (9%), Personen, die dem HJK nahe stehen (26 %) und Veranstaltungen des HJK (22 %) wichtig gewesen. „Die Grundschule ist ihr großer Partner in der Region“, stellte Wolf Krämer-Mandeau dazu fest.

Sehr positiv sehen auch die befragten Schüler ihre Schule, wobei die Antworten der Neuntklässler etwas kritischer ausfielen als die der Sechstklässler. „Das könnte dem schwierigen Alter geschuldet sein“, vermutete Biregio-Mitarbeiter Georg Heller, der die Ergebnisse der Schülerbefragung präsentierte. Mehr als 90 Prozent würden das HJK erneut als Schule wählen. Durchgehend sehr gute bis gute Noten gaben die Schüler dem HJK für das Essen in der Mensa, dem Verhältnis zu den Lehrern, der Geschwindigkeit im Umgang mit dem Lernstoff, der Verteilung von Unterricht zu den Pausen, der Pausengestaltung, den zusätzlichen Angeboten und die Ausstattung mit Fachräumen. Ein „Sehr gut“ oder „Gut“ gab es mehrheitlich auch für die Qualität des Unterrichtes (89 %) und die Ausstattung mit Medien (84 %).

Hervorragend schnitten auch in nahezu allen Bereichen die Lehrer und das Sekretariat ab. „Das ist ein absolutes Spitzenergebnis für die Lehrer“, sagte Georg Heller anerkennend. 75 Prozent aller Schüler fühlen sich außerdem fair benotet. Sehr positiv bewerteten die Schüler auch die Atmosphäre am HJK.

Obwohl man mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein könne – oder, wie es Wolf Krämer-Mandeau formulierte: die Sektkorken knallen lassen könne – wolle man sich darauf nicht ausruhen. Latz: „Besser werden kann man immer.“ So habe die Befragung die Erkenntnis geliefert, dass es Verbesserungsbedarf beispielsweise bei der Hausaufgabenbetreuung gebe und bei der Zufriedenheit der Neuntklässler.

Seitens der Stiftung sagte Vorstandsvorsitzender Helmut Lanio die finanzielle Unterstützung des HJK auch für die Zukunft zu. „Angesichts der Entwicklung des HJK in den zurückliegenden Jahren sind wir zuversichtlich, dass die Schule auch im bevorstehenden extremen Wettbewerb bestehen kann“, sagte er vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung und der damit einhergehenden schrumpfenden Schülerzahlen.

pp/Agentur ProfiPress


Auch das Weihnachtslied „Stille Nacht“ hatte die Bigband im Repertoire. Die Musiker zogen sich dafür rote Nikolaus-Zipfelmützen über. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Konzertereignis des Jahres“

Bigband der Bundeswehr spielte für Kaller Hilfsgruppe Eifel – 1150 Besucher im Kulturkino Vogelsang – Dirigent der Musikkapelle Kall als Trompeter dabei - 32.500 Euro für Kinderkrebsstation in Bonn – Abschied des Tour-Managers

 

Kreis Euskirchen/Kall/Vogelsang - Es war als das „Konzertereignis des Jahres“ angekündigt worden - und tatsächlich erlebten die 1150 Zuhörer im Kulturkino in Vogelsang einen unvergesslichen Abend. Beim Jahresabschlusskonzert, das die Bigband der Bundeswehr acht Tage vor Weihnachten zugunsten der Hilfsgrupe Eifel gab, zeigten die 25 Profimusiker, dass sie zu den europäischen Spitzenbands gehören, wie der Manager des Ensembles, Stabshauptmann Thomas Ernst, sagte.

 

Für Ernst war das Konzert in Vogelsang das letzte, das er als Manager organisiert hatte. Deshalb war der Benefiz-Abend für die Kaller Kinderkrebshilfe auch für Ernst ein ganz besonderer Anlass, bei dem er sich von seinen Musikern verabschiedete. „Genau 21 Jahre, drei Monate und sechs Tage“, so der Dirigent der Bigband, Oberstleutnant Timor Oliver Chadik, habe Ernst die Auftritte der Bigband organisiert. Über 1200 Konzerte seien es gewesen. Zum Abschied intonierte die Bigband Frank Sinatras „My Way“.

 

Der Bundeswehr geht Stabshauptmann Ernst jedoch nicht verloren, denn das Organisationstalent in Uniform wird künftig die großen Festivals der Militärmusik managen. Sein Nachfolger als Bigband-Manager wird Hauptmann Johann Langendorf, der beim Konzert in Vogelsang ebenfalls anwesend war. Zum Abschiedskonzert war auch der ehemalige Stabsfeldwebel Uli Schmidt gekommen, der einst technischer Leiter der Bundeswehr-Bigband war und seit fünf Jahren im Ruhestand ist.

 

Das Konzert war von Thomas Ernst gemeinsam mit den Verantwortlichen von Vogelsang IP und der Hilfsgruppe Eifel über Wochen hinweg generalstabsmäßig vorbereitet worden. Die 1150 Eintrittskarten waren schon wenige Tage nach dem Beginn des Vorverkaufs vergriffen gewesen. Damit hatte die Hilfsgruppe ihr Versprechen gegenüber der Bigband eingelöst: den Kinosaal voll zu machen.

 

Und auch die Bigband löste ihr Versprechen ein, den Besuchern einen spektakulären Abend zu bescheren. „Jazz, Rock und Pop“ lautete das Motto fürs Benefizkonzert im vollbesetzten Kinosaal. Die Band präsentierte sowohl Stücke aus den 70er Jahren als auch moderne Musik. Ein Glanzunkt beim Konzert war die Solistin Bwalya aus Sambia. Die Sängerin, die seit 1990 in Deutschland lebt, begeisterte das Publikum mit ihrer eindrucksvollen Stimme. Im Quartett der Trompeter agierte auch der Dirigent der Musikkapelle Kall, Peter Blum. Mit im Bigband-Ensemble ist auch der Mechernicher Bassist Rainer Peters, durch den die Hilfsgruppe den Kontakt zur Bigband geknüpft hatte.

 

Einen furiosen Auftritt legte der Schlagzeuger Thomas Lieven hin, der die Drums bearbeitete als gebe es kein morgen mehr. Es war beinahe verwunderlich, dass Trommelfelle und –stöcke dem Temperament des Drummers standhielten. Auch der zweite Schlagzeuger Ralph Winter riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin, jedoch in seiner Funktion als Queen-Band-Cover-Sänger. Als er „We Well Rock You“ anstimmte, klatschten 2200 Hände rhythmisch mit. Es war nach 15 Jahren Winters letzter Auftritt als Sänger. Künftig will er in der Bigband nur noch am Schlagzeug sitzen. Dirigent Chadik überreichte ihm zum Sänger-Abschied einen Überraschungskoffer.

 

Bei der letzten Zugabe nach fast drei Stunden wurde es weihnachtlich: Alle Musiker zogen sich rote Nikolaus-Mützen an, ehe sie den Weihnachtsklassiker „Stille Nacht“ spielten. Mit Blumen bedankte sich die Hilfsgruppe bei Dirigent Chadik und Sängerin Bwalya. Blumen überreichte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel auch an Karin Rosenke, die Frau des Landrats und Schirmherren Günter Rosenke. Nicht nur, dass Karin Rosenke am Tag des Konzertes Geburtstag hatte. Das Ehepaar feierte auch seinen Hochzeitstag.

 

Gäste beim Konzert waren auch der 91-jährige ehemalige belgische Kommandant von Vogelsang, Victor Neels, der mit seiner Ehefrau Annelene extra aus dem belgischen Balen angereist war. Und auch die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter weilte unter den Gästen.

 

Aus Bonn waren mit Professor Dr. Udo Bode und Lutz Hennemann Vertreter des Förderkreises der Bonner Uni-Klinik nach Vogelsang gekommen. Sie bekamen von der Hilfsgruppe einen Scheck in Höhe von 32.500 Euro übereicht. Mit diesem Geld unterstützt die Hilfsgruppe die Finanzierung einer Ambulanzschwester sowie einen Sozialfonds für Familien, die durch die Krebserkrankung ihrer Kinder in Not geraten.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Gruppenbild ohne Dame (von links): Manfred „Manni“ Lang, Günter Hochgürtel und Ralf Kramp präsentierten sich im Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld als Eifel-Gäng. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Bedrohlich lustig

Weihnachts-Spezialprogramm der Eifel-Gäng im Salvatorianer-Gymnasium Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld – Trio der gebürtigen „Rund-um-Mechernicher“ versuchte sich in Besinnlichkeit – Raubüberfall auf heilige Familie, Sado-Maso-Weihnachtsgedichte und „Schunkelpolizei“ mit Schrotflinte

Eifel/Kall-Steinfeld - Ein Weihnachtsspecial der besonderen Art lieferte die Eifel-Gäng kurz vor dem vierten Advent in der gut besetzten Aula des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld ab. Mit schwarzem Humor, stimmungsvollen Liedern und Erzählungen „op Eefeler Platt“ wurde die weihnachtliche Besinnlichkeit zwar das eine ums andere Mal verfehlt – aber das Publikum hatte Spaß wie an Heiligabend beim Geschenke auspacken.

Die Eifel-Gäng – das sind Krimiautor und Verleger Ralf Kramp, „Wibbelstetz“-Sänger Günter Hochgürtel sowie Autor, Agenturinhaber und Diakon Manfred „Manni“ Lang. Unter dem Motto „Einer liest, einer singt und einer trägt vor“ ist das Trio in der Region längst berühmt und berüchtigt.

Über das Weihnachts-Spezialprogramm im Salvatorianer-Gymnasium in Steinfeld berichteten der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Kölnische Rundschau“. Der Journalist Stefan Lieser fasste das Programm zusammen: „Einmal im Jahr wird die beliebte Mischung aus Liedern, Texten und schwarzem Humor – alles gerne im Dialekt – der drei gebürtigen »Rund-um-Mechernicher« zu einem speziellen Gabenteller gebündelt.“

Manni Lang im Pastorenhabit mit Heugabel, Günter Hochgürtel als „Eifel-Mafioso“ mit Trenchcoat und Schlapphut sowie Ralf Kramp als Jäger mit der „Schrotflinte im Anschlag“, so Lieser, mischten sich auf ihrem Weg zur Bühne unter das Publikum. Ralf Kramp sorgte dabei für einige Aufregung, denn während er mit seiner Flinte herumfuchtelte, versuchte er, sich an den engsten Stellen durch die Stuhlreihen zu quetschen.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürften die Besucher erkannt haben: Unerwartetes ist „ein Markenzeichen der »Gäng«“, so schrieb es auch der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Zum Programm des Trios gehörten bekannte Lieder wie „Nempt mich möt“ und „En der ahle Kaschemm“ von Liedermacher Günter Hochgürtel. Das Publikum sang und schunkelte kräftig mit. „Genau genommen wurde es gezwungen, denn Kramp, die Flinte drohend im Anschlag, kontrollierte als »Schunkelpolizei« das Gemütlichkeitswiegen in den Reihen“, berichtete Stefan Lieser in „Rundschau“ und „Stadt-Anzeiger“.

Die Eifel-Gäng gab sich Mühe, noch den Dreh zum besinnlichen Weihnachtsauftritt zu bekommen, aber laut Stefan Lieser blieb es bei der Absicht: „Mal war mit einem Sado-Maso-Weihnachtsgedicht die Besinnlichkeit verfehlt, mal endete die »Weihnachtsfeier mit Chef« als Belegschaftsessen, bei dem der Boss als Braten mundet.“

Nach ein paar Anekdoten aus dem Leben der Eifeler kam Manni Lang so richtig in Fahrt. Mit „Der Danz vom Räuber Horrifikus“, einer Erzählung von Karl Heinrich Waggerl, hatte er eine Geschichte mitgebracht, in der ein Räuber die heilige Familie auf ihrer Flucht nach Ägypten überfällt.

Stefan Lieser zeigte sich von Wortgewalt und Gestik des Mundartexperten beeindruckt: „In ihm steckt Potential zum Prediger im US-Privatfernsehen. Fehlte nur der jubelnde Gospelchor im Hintergrund und das Spendenkonto für die »Eifel-Gäng-Weihnachtskirche«.“

Es war also tatsächlich ein weihnachtlicher Abend der etwas anderen Art. Anstelle von lauschigen Liedern bei Kerzenschein und rührigen Gedichten zur Adventszeit bot die Eifel-Gäng einen bedrohlich lustigen Abend. Und auch wenn das Trio nicht so recht die Biege zur weihnachtlichen Besinnlichkeit schaffte – so bog sich jedenfalls das Publikum vor Lachen.

pp/Agentur ProfiPress


Zur Eröffnung der Heiligen Pforte in der Basilika Steinfeld waren die Kirchenbänke voll besetzt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Heilige Pforte in Steinfeld eröffnet

Weihbischof Karl Reger aus Aachen eröffnete die Heilige Pforte in Steinfeld – Beginn für von Papst Franziskus ausgerufenes „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ – Stationen in Basilika Steinfeld laden zu Gebeten und Impulsfragen ein

Kall-Steinfeld - Schwaden von Weihrauch erfüllen den Vorraum der Basilika Steinfeld. Weihbischof Karl Reger und Pater Wieslaw Kaczor vom Orden der Salvatorianer zu Steinfeld sprechen ein Gebet. Danach schreitet der Weihbischof voran und setzt vorsichtig seinen Fuß über die Schwelle der Tür. Mit der Heiligen Pforte in der Basilika Steinfeld wurde das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“ für die Eifel eröffnet.

Nachdem Papst Franziskus die Heilige Pforte in Rom geöffnet hat, folgen nun die Basiliken und Wallfahrtskirchen auf der ganzen Welt. Symbolisch eröffnen sie alle das Heilige Jahr, das nun bis November 2016 unter dem Motto „Barmherzig wie der Vater“ stehen soll. Es ist das erste Mal, dass die Heiligen Pforten auch in den Bistümern geöffnet werden dürfen, um die Barmherzigkeit in die Diözesen weiterzutragen.

Zur Eröffnung der Heiligen Pforte in der Basilika Steinfeld waren die Kirchenbänke voll besetzt. In gespannter Stille warteten die Gläubigen, dass der Aachener Weihbischof mit seinem Gefolge über die Türschwelle der geschmückten Pforte schritt. „Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit“, sprach er.

Alice Toporowsky, Pastoralreferentin in der katholischen Pfarrgemeinde St. Potentinus Steinfeld, ging zur Einstimmung auf die Heilige Messe auf die Bedeutung von Türen ein. Durch viele Türen gingen wir, ohne uns etwas dabei zu denken. Aber „manche Türen haben unser Leben verändert, als wir zum ersten Mal durch sie gegangen sind“. Solche Türschwellen können der Weg in ein Krankenzimmer sein oder der Moment, in dem der Mann seine Braut über die Schwelle trägt.

Pater Wieslaw Kaczor von den Salvatorianern in Steinfeld appellierte deshalb in seiner Predigt an die Gläubigen. Wenn sie durch die Pforte schritten, sollten sie gleichzeitig auch die Tür in ihrem Herzen öffnen: „Im Jahr der Barmherzigkeit können wir üben, der Not unserer Mitmenschen christlich zu begegnen.“ Der Salvatorianer-Pater und Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Heiliger Hermann Josef Steinfeld erklärte, dass auch die Muslime herzlich eingeladen seien, das Jubeljahr mitzufeiern: „Der Koran verkündet Gottes Barmherzigkeit.“

Das Jubeljahr wird in der Basilika Steinfeld von einem „Weg der Barmherzigkeit“ begleitet. An sieben Stationen in der Kirche, zum Beispiel am Marienaltar oder am Grab des Heiligen Hermann-Josef, können Besucher das Thema aufgreifen und in sich gehen. Dazu liegt für die Besucher ein Heft mit Gebeten und Impulsfragen aus.

pp/Agentur ProfiPress


Sie informierten zur geplanten Flüchtlingsunterkunft im Gewerbegebiet (v.l.): Hartmut Kieven (Flüchtlingshilfe Kall), Christian Außem und Volker John (beide Polizei), Bianca Scheffner (ZOF e.V.), Bürgermeister Herbert Radermacher, Wilhelm Steitz und Cengiz Yildirim (beide Bezirksregierung Köln) sowie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Michael Heller. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Informationen aus erster Hand

Bezirksregierung informierte über geplante Flüchtlingsunterkunft in ehemaliger Glasfirma – Über 350 Interessierte in der Bürgerhalle

Kall – Über 350 Kaller waren in die Bürgerhalle gekommen, um aus erster Hand Informationen zur geplanten Flüchtlingsunterkunft für bis zu 500 Menschen in einer ehemaligen Glasfabrik im Gewerbegebiet zu erhalten. „Aus erster Hand“ heißt in dem Fall, direkt vom stellvertretenden Kölner Regierungspräsidenten Wilhelm Steitz, denn die geplante Unterkunft wird eine sogenannte Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW.

Steitz erläuterte den Zuhörern, darunter auch zahlreiche Kommunalpolitiker, Unternehmer aus dem Gewerbegebiet sowie Mitarbeiter und Koordinatoren der Flüchtlingshilfe Kall, zunächst das System der „Verteilung“ von Flüchtlingen in drei Stufen. Zunächst erfolgt die Unterbringung der schutzsuchenden Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, und zwar meist unmittelbar vor Ort, also etwa in Großstädten. „Dort bleiben sie nur etwa eine Woche“, so der stellvertretende Regierungspräsident. Die Asylsuchenden werden registriert, zudem erfolgt ein medizinischer Check.

Erstmals etwas

zur Ruhe kommen

Von dort aus geht es für die Menschen weiter in die (landesweit aktuell 25) ZUEs wie die, die in Kall entstehen soll, bzw. in Notunterkünfte. Dort sollen sie vier bis sechs Wochen bleiben. „Hier können die Menschen erstmals nach der anstrengenden und für viele traumatisierenden Flucht etwas zur Ruhe kommen“, so Wilhelm Steitz. Daher suche die Bezirksregierung dafür Immobilien in ruhiger Lage.

Anschließend verteilt die dafür zuständige Bezirksregierung Arnsberg die Menschen auf die einzelnen Kommunen – wo sie in der Regel dauerhaft bzw. mindestens so lange bleiben, bis über ihren Asylantrag entschieden ist. Die Verteilung erfolgt über einen Schlüssel, der sich an Fläche und Einwohnerzahl der Städte und Gemeinden orientiert. In Kall leben derzeit gut 220 Flüchtlinge in dieser „dritten Stufe“. Für sie ist die Gemeinde zuständig, betreut werden die „neuen Nachbarn“ über die (ehrenamtliche) Flüchtlingshilfe Kall. „Ich habe großen Respekt vor Kommunen, die die Unterbringung - im Idealfall dezentral wie hier in Kall - meistern“, so Wilhelm Steitz.

Der Gemeinde entstehen

keine Kosten

Das gilt für die Flüchtlinge, die der Kommune zugeteilt wurden. Wegen der geplanten ZUE geht Steitz davon aus, dass in Kall in den kommenden drei Jahren zu den gut 220 Schutzsuchenden, die bereits im Gemeindegebiet leben, keine neuen hinzukommen werden, weil die bis zu 500 Plätze in der ZUE der Kommune „angerechnet“ werden. Kosten entstehen der Gemeinde aber nicht, weil es sich um eine Landeseinrichtung handelt. Das Land ist zuständig für die Unterbringung, Verpflegung und soziale Betreuung der Menschen. Dafür werden Betreiber oder einzelne Dienstleister engagiert, wie etwa in der Einrichtung im Gemünder Schullandheim. Dort managt das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen die Einrichtung und übernimmt zugleich die Sozialbetreuung.

Für die Einrichtung in Kall soll dies der gemeinnützige Verein „ZOF“ (ZukunftsOrientierteFörderung) übernehmen – und zwar rund um die Uhr. Der im Ruhrgebiet ansässige gemeinnützige Verein ist bereits für Einrichtungen in Monschau und Euskirchen verantwortlich. Die ZOF-Mittarbeiterin und künftige Leiterin der Einrichtung, Bianca Scheffner, erklärte in der Bürgerhalle den Ansatz der „ganzheitlichen Flüchtlingsbetreuung“. So sollen vor Ort eine Kita und bei Bedarf auch eine Kleiderkammer eingerichtet werden, Sprachunterricht und Freizeitangebote sind geplant. Auch Krankenschwestern sind tagsüber vor Ort, Ärzte wie der Kaller Internist Dr. Manfred Wolter bieten in ZUEs ehrenamtliche Sprechstunden an. Der generelle Gesundheitscheck aber hat schon in der Erstaufnahmeunterbringung stattgefunden.

Ein Caterer wird

noch gesucht

„Das alles können wir leisten, aber wir freuen uns sehr, wenn sich auch Kaller ehrenamtlich einbringen möchten“, so Scheffner. Auch die Zusammenarbeit mit Organisationen und Verbänden vor Ort wie etwa der Flüchtlingshilfe Kall oder dem Caritasverband für die Region Eifel e.V., dessen Geschäftsführer Rolf Schneider ebenfalls anwesend war, sei ausdrücklich erwünscht.

Derzeit sucht der Verein noch nach einem Caterer, gerne aus der Region, der die Verpflegung der Menschen übernimmt. Insgesamt, so der stellvertretende Regierungspräsident Wilhelm Steitz, entstünden in der Kaller Einrichtung 35 neue Arbeitsplätze. Und: „Davon profitiert auch das Umfeld. Diese Menschen tanken in Kall, gehen einkaufen oder etwas essen.“

Die rund 4200 Quadratmeter große Halle nebst Sozialräumen (840 Quadratmeter) im Kaller Gewerbegebiet wird in den kommenden Wochen umgebaut. Es entstehen Schlaf- und Aufenthaltsräume, genügend sanitäre Anlagen sollen in Containern auf dem 12.000 Quadratmeter großen Gelände bereitgestellt werden. Ende Februar/Anfang März sollen die ersten Flüchtlinge einziehen. Zuvor, so Wilhelm Steitz, stehe die Bezirksregierung insbesondre auch den benachbarten Unternehmern für Gespräche zur Verfügung, auch eine Besichtigung des Gebäudes ist vorgesehen.

Runder Tisch zum

regelmäßigen Austausch

Sobald die ersten Flüchtlinge eingezogen sind, wird ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr anwesend sein. „Dabei geht es vor allem um den Schutz der Menschen dort“, so Steitz. Zugleich bedeute dies aber auch zusätzliche Sicherheit für die umliegenden Betriebe. Ängste davor, mit der Masse an Menschen könne auch eine höhere Kriminalität einhergehen, konnte Polizeidirektor Christian Außem, Chef der Polizei im Kreis Euskirchen, ausräumen: „Wir haben mittlerweile im Kreis Euskirchen vier solcher Einrichtungen – und keine Zunahme der Kriminalität.“

Künftig sollen sich alle Beteiligten, auch die benachbarten Unternehmer im Gewerbegebiet, regelmäßig an einem „Runden Tisch“ zur ZUE austauschen können, den die Gemeinde Kall gemeinsam mit der Bezirksregierung und dem ZOF e.V. ins Leben rufen möchte. Wilhelm Steitz für die Bezirksregierung und Bürgermeister Herbert Radermacher für die Kaller Verwaltung boten zudem an, jederzeit auch bilaterale Gespräche zu ermöglichen.

pp/Agentur ProfiPress


In seinem Krippenmuseum zeigt der Kaller Architekt und Krippenbaumeister Ferdi Saßmann 35 selbst entworfene und gebaute Krippen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Architekt und Krippenbau-Experte

Kaller Architekt Ferdi Saßmann ist auch als Krippenbaumeister ein vielgefragter Experte – Kurse in Österreich und Italien – Geburt Christi in zerbrochener Vase dargestellt - Vor Besuch des „Weltkrippentages“ in Bergamo wird Italienisch gepaukt

 

Kall-Straßbüsch - Vor drei Jahren entstand unter seiner Regie im Aachener Dom eine neue Krippe. In Klüsserath an der Mosel richtete er mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz ein Krippenmuseum in einem alten Winzerhaus aus dem 17. Jahrhundert ein. Der Kaller Architekt und Krippenbaumeister Ferdi Saßmann ist mittlerweile ein europaweit gefragter Krippenexperte, in seinem Anwesen in Straßbüsch hat er eine eigene Krippenausstellung geschaffen. 35 Krippen, die in seiner Werkstatt entstanden, sind dort zu besichtigen. Derzeit arbeitet er an einer drehbaren Krippe.

 

Neben den 35 Krippen im Museum gibt es 30 weitere, die er für Freunde gebaut hat – sie stehen in Privathäusern über die ganze Eifel verstreut. Prunkstück der Ausstellung in Straßbüsch ist eine orientalische Krippe mit einer Länge von 2,30 Metern. Kamele, Elefanten und sonstiges Getier sind auf dem Weg zu Maria, Josef und dem Jesuskind zu sehen. Weitere Krippen zeigen Dioramen der Geburt Christi, andere sind in Wurzeln eingearbeitet oder unter einer Glasglocke gebaut. Auch dreidimensionale Exemplare sind zu sehen, ebenso, wie Krippen in Schneelandschaften. Besonders ist auch eine Krippe, die in einen zerbrochenen Tonkrug eingebaut ist.

 

Saßmanns Lieblingskrippe ist ein Exemplar mit zwei Flügeltüren, das er in Italien gebaut hat. Das Spezielle an dieser Krippe ist, dass die Figuren in Italien nach den Vorstellungen von Ferdi Saßmann angefertigt wurden. Auch die Krippe unter der Glaskuppel erinnert ihn an ein besonders Erlebnis in Italien. Bei einem Lehrgang in Südtirol war er auf einen Polizisten aus Sizilien getroffen, der in Italien als versierter Figurenbauer bekannt ist und selbst für den Papst Figuren hergestellt hat. Mit ihm sei er inzwischen befreundet: „Von ihm habe ich Maria, Josef und das Jesuskind bekommen.“

 

Ferdi Saßmann hat seine Liebe zum Krippenbau im Jahr 2000 entdeckt, als er in Schleiden einen Krippenbaukursus besuchte, dessen Leitung er später übernahm. Wie Saßman berichtet, erfreuen sich die Krippenbau-Vereine inzwischen europaweit immer größerer Beliebtheit. Ihre Zahl sei steigend. Den Titel „Krippenbaumeister“ trägt er seit 2007, nachdem er vier Jahre lang die Krippenbauschule in Klüsserath an der Mosel besucht hatte. Dort ist er inzwischen ein gefragter Ausbilder. Neben Klüsserath, so Saßmann, gebe es in Deutschland nur noch zwei weitere Krippenbauschulen, in Füssen und Garmisch Partenkirchen, wobei alle drei Schulen dem bayerischen Krippenverband angehörten.

 

Regelmäßig besucht der Kaller Lehrgänge und Weiterbildungen in Deutschland, Österreich und Italien. Auch einen Kursus zur Verwendung von LED-Techniken beim Krippenbau hat er absolviert. Gerade bei der Beleuchtung der Krippen sei Geschick gefragt: „Manche LED-Lämpchen hätten nur eine Größe von gerade mal 1,5 Millimetern.“ Auch die Malerei für die Hintergrundbilder der Krippenlandschaften wolle gelernt sein.

 

Jedes Jahr im März fährt Saßmann nach Osttirol, wo sich die Elite der Krippenbaumeister trifft und Erfahrungen austauscht. Inzwischen gebe es ein internationales Netzwerk. Krippenbauer, so Saßmann, seien Multi-Handwerker: Architekten, Zeichner, Maler, Schreiner, Former, Elektriker und Naturmenschen. Derzeit lernt der Kaller Krippenbauer Italienisch, denn im nächsten Jahr findet in Bergamo der Weltkrippentag statt, an dem Ferdi Saßmann als Experte teilnimmt.

 

Übrigens: Die von ihm gestaltete Krippe im Aachener Dom, die übers Jahr in einer Halle in Düren eingelagert ist, baut Ferdi Saßmann jedes Jahr vor Weihnachten auf. Weil auch viele Menschen aus dem Kreis Euskirchen zur Besichtigung der Krippe nach Aachen fahren, weist er darauf hin, dass die Krippe erst ab Heiligabend im Kreuzgang des Domes zu besichtigen ist.

 

Nach Terminabsprachen ist Ferdi Saßmanns Krippenausstellung in Straßbüsch auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Interessenten können sich unter Tel. 01 70/ 867 54 19 melden.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Zum nächsten Begegnungscafé, hier ein Archivbild, lädt die Flüchtlings-hilfe Kall ein am Freitag, 18. Dezember, von 9.30 bis 11.30 Uhr. Archiv-foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Nächstes Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe

Kaffeetafel der Flüchtlingshilfe Kall für „neue Nachbarn“, Unterstützer und alle Bürger am Freitag, 18. Dezember, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus

Kall – Das Flüchtlingscafé in Kall ist dank des großen Zuspruchs eine feste Institution in der Kaller Flüchtlingsarbeit geworden. Kontakte zwischen Kaller Bürgern und den „neuen Nachbarn“ werden geknüpft. Gleichzeitig ist das Flüchtlingscafé ein Ort, an dem sich die teils in Kaller Außenorten untergebrachten Flüchtlinge untereinander treffen und die ehrenamtliche Helfer der Flüchtlingshilfe sich vernetzen können.

Das dritte Begegnungscafé findet statt am Freitag, 18. Dezember, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus, Auf dem Büchel 2. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren.

Die Flüchtlingshilfe Kall arbeitet in enger Vernetzung mit der Kaller Politik und Verwaltung sowie zahlreichen Organisationen ehrenamtlich an der nachhaltigen Unterstützung und Eingliederung von mittlerweile über 120 Asylsuchenden im Kaller Ortsgebiet. Rund 60 freiwillige Helfer übernehmen die Betreuung im Sinne der frühen Integration.

Alle Termine sowie weitere Infos zur Flüchtlingshilfe Kall sind auch im Internet unter www.fluechtlingshilfe-kall.de abrufbar. Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik auch direkt an die Koordinatorin und Caritas-Mitarbeiterin Dorothea Muysers wenden. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

pp/Agentur ProfiPress


Stießen mit Rotwein auf einen erfolgreichen Krimiabend an: Autor Ralf Kramp, das Ehepaar Klaus und Susanne Müller sowie Weinexperte Marc Baum (von links). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Kulinarischer Krimi-Abend

Weinprobe der besonderen Art im Tagungshotel „Eifelkern“ in Schleiden – Mit Autor Ralf Kramp hatten Klaus Müller und Marc Baum einen Volltreffer gelandet – Auch „blutige“ Grüße aus der Küche – Viel Beifall für die Protagonisten des Abends

 

Schleiden - „Ein toller und amüsanter Abend“ lautete das einhellige Urteil der Gäste, die im Schleidener Tagungshotel „Eifelkern“ an einem kulinarischen Krimiabend mit dem Hillesheimer Autor und KBV-Verlagsleiter Ralf Kramp und Marc Baum, Bachelor of Science für Internationale Weinwirtschaft aus Kall, teilgenommen hatten.

 

Und auch Hotelchef Klaus Müller und dessen Ehefrau Susanne waren froh darüber, mit der Veranstaltung einen Volltreffer gelandet zu haben.

Müllers Küchen- und Service-Crew, Weinexperte Marc Baum und Autor Ralf Kramp bescherten den Gästen mit der Dinner-Lesung einen unterhaltsamen Abend, bei dem Gaumen, Augen und Ohren bis nach Mitternacht verwöhnt wurden.

 

„Es gibt viel zu lachen“, hatte Ralf Kramp schon vor der Veranstaltung angekündigt, in dessen Verlauf er einige Kurzkrimis vorlas. Kramp schaffte es, den Zuhörern Bilder in die Köpfe zu zaubern, die ihnen ein Gefühl gaben, mitten im Geschehen zu sein.

 

Tolles Publikum

 

Dabei war Kramp eigentlich „nur“ Ersatzmann für den saarländischen Bestsellerautor Arno Strobel, der schon einmal anlässlich einer Weinprobe in Marc Baums Betrieb in Kall vorgelesen hatte. Strobel hatte für den Abend in Schleiden versehentlich eine Doppelbuchung getätigt und seinen Bekannten Ralf Kramp gebeten, den Part im Schleidener Eifelkern zu übernehmen. „Bei diesem tollen Publikum ist es mir eine Freunde gewesen, Arno zu vertreten“, machte Kramp den Gästen im Tagungshotel ein charmantes Kompliment.

 

Es war die inzwischen fünfte kulinarische Weinprobe, die das Hotelierpaar Klaus und Susanne Müller veranstalteten. Im ersten Jahr war das Kaller Intermezzo-Theater mit Johnnie Wegmann und Stefan Kupp zu Gast, bei der zweiten Veranstaltung unterhielten Jan und Marc Baum das Publikum musikalisch, beim dritten Event war es der Lückerather Mundartautor und Diakon Manfred Lang, der die Weinprobe der besonderen Art mit Eifeler Geschichten dekorierte.

 

Im November vergangenen Jahres war es der angehende „Master of Wine“ Konstantin Baum, der inzwischen seine Prüfung bestanden hat und der mit seinen 33 Jahren der weltweit jüngste Master of Wine ist.

Bei der Weinprobe ging es wieder darum, eine Harmonie zwischen Speisen und Weinen zu schaffen, berichtete Marc Baum eingangs der Veranstaltung. Nachdem die Hotelküche das Menü gestaltet habe, seien die dazu passenden Weine ausgesucht worden. Wer hätte das besser machen können, als der studierte Weinkenner Marc Baum.

 

Beim Entree im Hotelfoyer wurden den Gästen zum Drappier-Champagner Carte-d’Or-gefüllte Gugelhupfs gereicht. Mit der Vorstellung des Krimiautoren Ralf Kramp eröffnete Hotelchef Klaus Müller dann die „Wein-Lesung“ mit einer Weisheit über die angeblich lebenserhaltende Wirkung des Weines: „Wird einer früh vom Tod betroffen, heißt es , er hat sich totgesoffen; stirbt aber einer der ganz Alten, heißt es, den hat der Wein erhalten“.

 

Gänsehauteffekt

 

Es folgte ein Vier-Gänge-Menü, in dessen Verlauf zu jedem Gang zwei besondere deutsche, italienische und französische Weiß- und Rotweine aus den Anbaugebieten Mosel, Elsass, Toskana, Venetien und Cahors kredenzt wurden. Von Marc Baum erfuhren die Gäste viel Wissenswertes über die Beschaffenheit der Weine und über die Anbaugebiete.

 

Passte der Rotwein farblich bestens zur Krimi-Lesung, so waren auch im Vier-Gänge-Menü „Blutspuren“ zu finden, wie etwa beim Wildkräutersalat mit Himbeerdressing und dreierlei Mousse als Vorspeise. Als Zwischengang folgten gebratene Seeteufel-Medaillons mit Curcumasauce, schwarze Tagliatelle und Zuckerschoten.

 

Und als Kugeln wurden zwar keine „blauen Bohnen“ serviert, dafür aber raffinierte Gemüsekugeln mit einem Duett vom Rehrücken und Wildschweinbraten mit Wildjus und Preiselbeer-Rahmsauce, pochierter Birne und Mohnspätzle zum Hauptgang. Und beim Dessert mit gebackenem Vanille-Eis im Biskuit-Nussmantel, Pralinen-Eis auf Rotwein-Sabayone und Früchten sorgte die Blutorangencreme für den kleinen „Gänsehauteffekt“.

 

Es ging auf Mitternacht, zu als die Veranstaltung mit dem Aufmarsch der Küchen- und Servicecrew endete. Den anhaltenden Beifall der zufriedenen Gäste hatten sich die Protagonisten auch redlich verdient.

pp/Agentur ProfiPress


Die Löstige Bröder erwarten zu ihrer Proklamationssitzung am 16. Januar wieder eine ausverkaufte Bürgerhalle. der Kartenvorverkauf für die Sitzung findet am Sonntag, 3. Januar im Saal Gier statt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Löstige Bröder im Temporausch

Sportliches Sessionsmotto: „Je oller, desto doller“ – Buntes Narrenprogramm und neuer Sitzungspräsident – Kinder- und Kostümsitzung, Hofburgeröffnung und ein großer Zoch - Kartenvorverkauf für die große Sitzung startet am 3. Januar

 

 


Kall - Die Kaller Karnevalsgesellschaft „Löstige Bröder“ startet zum Jahresbeginn in eine temporeiche Session. Unter dem Motto „Eifel Motorsports Kall – Je oller, desto doller“ soll bis Aschermittwoch mächtig Fahrt aufgenommen werden.

 

Die närrischen Aktivitäten der „Löstige Bröder“ beginnen am Sonntag, 3. Januar, von 11.11 bis 13 Uhr, im Saal Gier mit dem Kartenvorverkauf für die große Prunk- und Kostümsitzung am 16. Januar. Ab 10 Uhr können Nummern gezogen werden. Restkarten sind anschließend im Tabakwaren-Geschäft Ingrid Groß zu bekommen.

 

Eine Woche später, am Samstag, 9. Januar, um 15 Uhr, findet in der Bürgerhalle die große Kindersitzung mit der Proklamation des Kinder-Prinzenpaares statt. Alle Kinder und deren Eltern sind herzlich zum Besuch eingeladen.

 

Die Proklamations- und Kostümsitzung findet am Samstag, 16. Januar, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), in der Bürgerhalle statt. Erstmals liegt die Leitung der Sitzung in den Händen des neuen Sitzungspräsidenten Patrick Züll. Für das motorsportliche Motto hat der Verein wieder Kostümvorschläge gemacht, die vom Rennoverall, über Boxenluder-Outfit bis hin zu renn-Mechaniker reichen. Höhepunkt der Sitzung ist die Proklamation der neuen Tollitäten, deren Namen bis zum Aufmarsch geheim gehalten werden.

 

Traditionell schlagen die Kaller Karnevalisten im Gasthaus Gier ihr Standquartier auf. Die Eröffnung des Standquartieres mit offiziellem Aufstellen des Wachhäuschens der Prinzengarde erfolgt am Freitagabend, 22. Januar, um 20 Uhr.

 

Fest in Narrenhand ist die Kaller Bürgerhalle am Sonntag, 24. Januar, ab 11.11 Uhr, wenn Bürgermeister Herbert Radermacher im Namen von Rat und Verwaltung den großen Gemeindeempfang veranstaltet. Dann werden alle Karnevalsgesellschaften aus der Gemeinde mit ihren Vorständen und Tollitäten aufmarschieren.

 

Hoch hergehen wird es in Kall am Weiberdonnerstag, 4. Februar. An diesem Tag treffen sich die Jecken, die Möhnen und die Tollitäten um 10.30 Uhr im Vereinslokal Gier, um mit der Musikkapelle Kall, der Prinzengarde und den Kallbachmücken zum Rathausplatz zu marschieren. Dort erfolgt um 11.11 Uhr die Erstürmung von Herbert Radermachers Beamtenbunker. Mit der Kanone namens „Möckeflitsch“ wird die Prinzengarde das Rathaus unter Beschuss nehmen. Auch die Gesellschaften aus Scheven, Sistig, Sötenich und Wahlen werden die Gardisten dabei unterstützen. Mit dem Rathaussturm ist die Eröffnung des Straßenkarnevals vollzogen, so dass in den Kaller Kneipen gefeiert werden kann. Ab 16 Uhr - bis Ende offen - startet in der Bürgerhalle die große Karnevalsfeste mit DJ Sven.

 

Am Karnevalssamstag, 6. Februar, um 17.30 Uhr, findet in der Pfarrkirche St. Nikolaus die traditionelle Karnevalsmesse unter Mitwirkung der „Löstige Bröder“ statt. Kostümierung ist ausdrücklich erwünscht.

 

Höhepunkt der Session ist der große Umzug, der am Karnevalssonntag, 7. Februar, um 14.11 Uhr, durch den Ort zieht. Aufstellung nimmt der Narrenzug auf der Werner Schumacher Straße und auf der Kölner Straße. Sollten bis dahin die Bauarbeiten in der Kölner Straße noch nicht abgeschlossen sein, wird ein anderer Aufstellungsort rechtzeitig bekannt gegeben. Anmeldungen für den Kaller Karnevalszug sind zu richten an den Zugleiter „Kalle“ Haseleu, Keltenstr. 11, in 53925 Kall (Tel. 02441/77 94 44) oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Anmeldeformulare können von der Internetseite der „Löstige Bröder“ heruntergeladen werden: www.loestige-Broeder.de

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Bis auf den letzten Platz war die Aula besetzt, als dort das von den Fünftklässlern gestaltete Programm begann. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Muntere Hamster und iPad-Führerschein

Mehrere hundert Eltern und Kinder besuchten beim Tag der offenen Tür das Hermann-Josef-Kolleg

Kall-Steinfeld – Snoopy, Happy, Flitzer, Klecks und Minni waren die Stars beim „Tag der offenen Tür“ im Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld. Für die fünf Farb- und Zwerghamster war am Samstagvormittag „absoluter Ausnahmezustand“, wie Lehrer Michael Paulus erklärte. Mit seiner Kollegin Julia Döpper leitet er die Hamster-AG am Steinfelder Gymnasium. Gemeinsam mit den Schülern der Hamster-AG standen sie den großen und kleinen Besuchern Rede und Antwort. Angesteckt vom allgemeinen Trubel, der im gesamten Schulgebäude herrschte, ließen sich die Tierchen, die normalerweise den Tag überwiegend verschlafen, immer wieder ans Gitter locken, wo sie mit leckeren Knabbereien wie Möhrenstücken belohnt wurden.

In der Hamster-AG beobachten sie Schüler nicht nur die Tiere und erfahren viel über das Verhalten und die artgerechte Haltung der kleinen Nager. Sie lernen auch, die Verantwortung für die ihnen anvertrauten Lebewesen, die sie in den Ferien auch mit nach Hause nehmen, zu übernehmen. Die Klasse 6a stellte ihre Wüstenrennmäuse vor, ein Projekt, über das die Oberstufe sogar ihre Facharbeit zum Lernverhalten der Nager schrieb.

Den Viertklässlern und ihren Eltern, die sich durch das Schulgebäude führen ließen und bei vielen Angeboten der Fachschaften mitmachen oder zuschauen konnten, bereiteten auch die Experimente in den Chemieräumen großes Vergnügen. Wer wollte, konnte hier kleine Seifen eigenhändig herstellen, nett verpacken und als Geschenk mit nach Hause nehmen. Außerdem ließen sich die Grundschüler vom Experiment „Eisangeln“ faszinieren: Gespannt beobachteten sie, wie der Faden im Wasserbehälter an den Eiswürfeln festfriert, wenn dem Wasser Salz beigemischt wird. In der Physik durften sie die selbstfahrenden Kleinfahrzeuge ausprobieren und lenken, die die Mitglieder der Physik AG mit viel Fingerspitzengefühl zusammengelötet, verschraubt und verkabelt hatten. Auf diese anschauliche Art und Weise erhielten die Kinder und Eltern in den Werkstätten der einzelnen Fächer einen Einblick in die Arbeitsweisen und Unterrichtsinhalte.

Daneben gab es musische Darbietungen wie die Auftritte des schuleigenen Bläser-Orchesters und der Theater-AG.

Auf besonders großes Interesse bei den Familien der angehenden Gymnasiasten stieß das jüngste Projekt des Hermann-Josef-Kollegs (HJK), die Einführung von iPads im Unterricht. Mit Unterstützung der Siebtklässler, die die Tablet-Computer seit dem Ende der Herbstferien aktiv nutzen, konnten Kinder und Eltern den „iPad-Führerschein“ machen. Die Tablets ermöglichten nicht nur ganz neue Dimensionen des Lernens, sondern vertieften noch die individuelle Förderung, die am HJK ohnehin großgeschrieben werde, wie Schulleiter Heinrich Latz in seiner Ansprache in der Aula betonte. Dort erhielten mehrere hundert Eltern und Kinder nach ihrem erlebnisreichen Rundgang durch das Schulgebäude weitere Informationen über das HJK und genossen das Programm der Fünftklässler mit Tanz und Theater. Zudem bestand hier noch einmal die Gelegenheit, Lose zu kaufen für die große Verlosung am Ende der Veranstaltung, bei der ein iPad zu gewinnen war.

„Fast alles“, antwortete ein Viertklässler auf die Frage des Schulleiters, was ihm denn am besten gefallen habe. „Das ist aber ein tolles Kompliment“, freute sich Heinrich Latz. Er betonte, dass der Übergang zur weiterführenden Schule keinesfalls so problematisch sei, wie viele Eltern befürchten würden. „Bei uns wird das so sanft wie möglich gestaltet“, versicherte er und verwies beispielsweise auf die Schnuppertage im Januar und den traditionellen „Kennenlerntag“ im Juni.

Auf das Motto des Tages „Stark verbunden – eng vernetzt“ ging Pater Lambertus Schild, der Geschäftsführer des Salvatorianer-Klosters, ein. Trotz seiner starken Verbundenheit mit der Tradition und den christlichen Werten öffne man sich bewusst der Moderne.

Wer sich zuvor nicht schon an selbstgebackenen Waffeln und Kuchen sattgegessen hatte, konnte zum Abschluss des Tages der offenen Tür im Kloster zu Mittag essen – und die Hamsterbande schlafen gehen.

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„Hundestationen“ für ein sauberes Kall: Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Michael Heller, Ratsherr Toni Mießeler sowie Thomas Müller und Sigrun Hochscheid vom Ordnungsamt stellten das Konzept vor. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Sechs „Hundeklos“ für Kall

Sechs „Dogstations“ für Kall - Hundekot wurde an manchen Stellen zum Problem - Unternehmer aus dem Gemeindegebiet sponsern „Hundestationen“ Kall – Wer kennt das nicht – ein unbedachter Schritt und schon ist es passiert: Sch… am Schuh. „Die Verunreinigung mit Hundekot im Kaller Kernort war an manchen Stellen zum Problem geworden“, berichtet Ratsherr Toni Mießeler. Und das nicht nur für Fußgänger, auch Bauamtsmitarbeiter, die Wiesen mähen, oder Landwirte beschwerten sich immer wieder. In Kall soll damit jetzt Schluss sein: Insgesamt sechs so genannte „Dogstations“ (Hundestationen) wurden an besonders belasteten Plätzen in Kall aufgestellt, in die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen können. Initiator war der Kaller Ratsherr Toni Mießeler. Er kontaktierte die Firma Pro Humanis, die auf „Humansponsoring“ spezialisiert ist – auch für solche Hundestationen. Humansponsoring bedeutet, dass öffentlichen oder sozialen Einrichtungen Dinge zu Verfügung gestellt werden, für die das Geld fehlt – die Refinanzierung erfolgt über Spenden ortsansässiger Unternehmer. Unterstützt auch von einem Empfehlungsschreiben der Verwaltung, fragte „Pro Humanis“ die Kaller Gewerbetreibenden an – mit beeindruckender Resonanz. Toni Mießeler: „Innerhalb kürzester Zeit war die nötige Summe zusammen, um sechs solcher Dogstations anschaffen zu können.“ Die Einzelspenden beliefen sich auf Summen zwischen 150 und knapp 1000 Euro. Die Funktionsweise ist selbsterklärend: Oben kann eine Plastiktüte gezogen und unten die gefüllte Tüte entsorgt werden. Die Wartung der Hundestation übernimmt der Bauhof, er entleert sie regelmäßig und füllt die Plastikbeutel nach. „Jetzt hoffen wir nur noch, dass möglichst viele Hundehalter davon Gebrauch machen“, so der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Michael Heller. Die zunächst sechs Dogstations wurden dort installiert, wo nach Angaben aus der Bevölkerung oder Kenntnis des Ordnungsamtes viele Hunde „zu Hause“ sind und ausgeführt werden. Hier die Standorte der ersten sechs „Hundetoiletten“: Eisenauerstraße am Hundeplatz Ecke Wackerberg, Auelstraße am Parkplatz Wanderweg Richtung Anstois, Neuer Markt, Zum Ostlandkreuz / Heidekopf (Bolzplatz), Friedhof Kall (Heistert) und Am Hallenbad, zwischen Feuerwehrgerätehaus und Parkplatz. pp/Agentur ProfiPress

Im Rahmen der Lit.Eifel präsentierten sie das Buch „Ein Doc in der Eifel – Aus dem Leben eines Landarztes“ (v.l.): Dr. Franz-Josef Zumbé, Ver-leger Ralf Kramp, Manfred Lang sowie seine Tochter Anna Lang, die Illustratorin des Bandes. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Sahnehäubchen“ auf der Lit.Eifel

Buchpräsentation begeisterte über 200 Zuhörer im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg: „Ein Doc in der Eifel“ von Dr. Franz-Josef Zumbé und Manfred Lang – Amüsante Anekdoten und Geschichten aus dem Leben eines Landarztes

Eifel/Kall-Steinfeld – „Er ist ein Schlitzohr und Eifeler Platt schwadronierender »Native Speaker«.“ So beschreibt Manfred „Manni“ Lang seinen Coautor Dr. Franz-Josef Zumbé. Gemeinsam stellten die beiden im Rahmen der Lit.Eifel im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg ihr Buch „Ein Doc in der Eifel“ vor – und bescherten damit 210 Zuhörern einen vergnüglichen Abend.

Im Premierenpublikum befanden sich natürlich viele Patienten des Landarztes. Sichtlich amüsierten sich auch Margareta Ritter, die Bürgermeisterin von Monschau und Lit.Eifel-Vorsitzende, der Verleger Ralf Kramp und die Illustratorin des Buchs, Anna Lang. Die fein erzählten Geschichten und Anekdoten „Aus dem Leben eines Landarztes“, so der Untertitel, werden sozusagen im humorvollen Dialog miteinander verbunden durch Texte des Journalisten und Diakons Manfred Lang über Gott und die Welt, genauer über Gott und die Eifel . . .

 

38 Jahre Landarzt, 26 Jahre

Chef der Kassenärzte

 

Dr. Franz-Josef Zumbé betreibt seit 38 Jahren eine Arztpraxis in Nettersheim-Tondorf, seit 26 Jahren ist er Kreisstellen-Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung, „oberster Medizinmann im Kreis“, wie Manfred Lang ihn vorstellte. Kein Wunder also, dass auch viele seiner Patienten sowie Mitarbeiter im Publikum saßen.

Bei der Begrüßung fragte sich Verleger Ralf Kramp: „Sind das hier jetzt alles Leute, die Angst davor haben, dass sie . . .“ Der Rest ging in Gelächter unter. „Oder“, dachte er weiter laut nach: „die sicher sein wollen, dass sie in dem Buch vorkommen.“

Neugierig, ob sie reale Personen hinter den Landarztgeschichten erkennen, waren auch Zumbés Praxis-Mitarbeiterinnen Martina Schmitz und Michaela Lorse. Dass dem nicht so war, spricht ebenso für das Autorengespann, wie die Art und Weise, in der sie sich bei der Lesung die Bälle zuspielten – und das mit scheinbar verkehrten Rollen.

Manfred Lang nämlich ist in der Eifel auch als Mundartexperte bekannt – bei der Steinfelder Lesung aber übersetzte er das, was Dr. Zumbé auf Platt schwadronierte, ins Hochdeutsche.

Gleich zu Beginn hatte der Mediziner unumwunden zugegeben: „Ich kann kein Hochdeutsch.“ Dass es auch mit den englischen Sprachkenntnissen nicht weit her sei, dokumentierte er mit der Geschichte über „Hulda“ auf höchst amüsante Weise. Diese Eifeler Amerika-Rückkehrerin übrigens ist im Buch eine Ausnahme, denn Name und Geschichte sind nicht verfremdet. Sie habe ihm noch zu Lebzeiten ausdrücklich gesagt: „Von mir uss kaste övve mich schrieve, watt de wells. Nur pass opp, datt et och net jeloore öss.“

Hulda, die „Frajo“ Zumbé als „Mischung der drei Golden Girls“ beschreibt, hatte lange mit Mann und Kindern in Amerika gelebt, die Eltern kehrten irgendwann ins Eifeldorf zurück, um hier ihren Lebensabend zu verbringen. Ein typischer Anruf von ihr beim Landarzt habe sich etwa so angehört. „He Doc, Du moss ens komme. Ich hann Trouble.“ Jedenfalls ist Hulda in der Geschichte mittlerweile Mitte 80 und möchte ihre Kinder in Übersee besuchen. „Et witt wohl et Letzt senn“, vermutet sie.

Einziges Problem: Hulda leidet an einer schmerzhaften Nervenkrankheit, unter anderem Zugluft und Wind können Schmerzattacken im Gesicht auslösen. „Und dann verlangte sie nach einem ärztlichen Attest, in dem ich bescheinigen sollte, dass ihr keinesfalls ein Fensterplatz im Flieger zuzumuten sei“, las der Mediziner, und: „Nichts leichter als das!“ Allerdings sollte das auf Englisch verfasst werden.

Der Landarzt fackelte nicht lange und verfasste ein Attest in „original zumbéschem Englisch“, es begann mit dem Satz: „Miss Hulda should not sit during the flight from Luxemburg to Long Island near the open window.“ Einmal mehr kringelte sich das Publikum während Lang übersetzte: „Miss Hulda sollte während des Flugs von Luxemburg nach Long Island nicht am offenen Fenster sitzen…“

Für köstliches Sprach-Kuddelmuddel und Lachsalven im Publikum sorgte Manni Lang mit einer Replik der Geschichte seines früheren Zeitungskollegen und Chefredakteurs Anton Sterzel unter dem Titel „The Roses-Monday-Train“. Der Kollege versucht in dieser zum Brüllen komischen Story, „einer Gruppe Bonner Diplomaten-»Pänz« den Rosenmontagszug zu erklären“.

In der Pause Ausverkauf

am Büchertisch

 

Flugs wird darin das Dreigestirn zu „prince, virgin and farmer“, es tauchen „funks, old famous troups of soldiers and artillerie“ auf, die Menschen schunkeln zum Klassiker „I have seen the father Rhing in singem Bett“.

Bei allem Humor schwingen in Zumbés Geschichten auch immer der Respekt vor dem einzelnen Menschen und die Sympathie für „seine“ Eifeler durch, ebenso eine gute Portion Selbstironie. „Der Wegweiser läuft ja selbst auch nicht mit“, kommentierte er etwa die Tatsache, dass er als Arzt nicht immer ein gutes Vorbild gewesen sei, „…auch was die Genussfreudigkeit unterschiedlicher Prägung betrifft“.

Erinnerungen an die Hausbesuche bei „Opa Kalle“ etwa sind eng mit dem Genuss der „goldgelben Götterspeisung“ verbunden – Reibekuchen, „Rievkooche“. Dazu liefert Dr. Zumbé seinen Lesern dann auch gleich sein Lieblingsrezept mit. Ebenso zu einer anderen Leibspeise, dicke Bohnen nach Eifeler Art. Beim Hausbesuch bei Frau Schmitz passierte es: „Schlagartig lief mir, genau wie bei Opa Karls Reibekuchen, das Wasser im Mund zusammen…“ Der Arzt erklärt der Patientin, warum er im Haus „schnurstracks“ die Küche ansteuert: „Ich rüsche decke Bonne.“

Mit dem nachgeschobenen „Eifel Doc“ haben die Lit.Eifel-Macher dem Literaturfestival, das ursprünglich mit der Eifeler Buchmesse zu Ende gehen sollte, ein köstliches Sahnehäubchen aufgesetzt – sehr zur Freude des begeisterten Publikums.

„Ein wahnsinnig amüsanter Abend“, kommentierte etwa Ingrid Schreier. Für Hermann Breuer war die Lesung auch eine Reise in die Vergangenheit: „Ich bin hier in der Eifel groß geworden und musste bei vielen alten Ausdrücken schmunzeln.“ Rita Marx machte sich in der Pause gleich auf zum Büchertisch der Kaller Buchhandlung Pavlik. Daran tat sie auch gut, denn der „Eifel Doc“ fand so reißenden Absatz, dass alle Exemplare verkauft wurden. „Zum Glück gibt‘s ja noch die Buchhandlung Ihres Vertrauens…“, gab Manfred Lang den Eifelern mit auf den Weg. 

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Mit der Georgsmedaille ehrte der Bezirksvorstand der Eifeler Georgs-Pfadfinder Hans Fuchs (Mitte), Kassierer beim Stamm Kall und immer zur Stelle, wenn Hilfe nötig ist. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Höchste Auszeichnung verliehen

Hans Fuchs vom Stamm Kall mit der Georgsmedaille ausgezeichnet

Simmerath-Lammersdorf – In der Bezirksversammlung der Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) wurde auch die Georgsmedaille verliehen. Mit der höchsten Auszeichnung des Verbands ehrte der Bezirksvorstand um seinen Vorsitzenden Karsten Hilgers und Bezirkskurat Pfarrer Hardy Hawinkels Hans Fuchs vom Stamm Kall.

„Du bist unser ruhender Pol und ein Kerl, mit dem man Pferde stehlen kann“, sagte sein langjähriger Weggefährte Paul Klinkhammer, bevor er dem völlig überraschten Hans Fuchs die Medaille mit dem heiligen Georg und dem Drachen sowie den goldenen Georgs-Pin überreichte. Dieser wusste gar nicht wie ihm geschah, denn Pfarrer Hajo Hellwig als Stammeskurat hatte ihn unter dem Vorwand zur Bezirksversammlung nach Lammersdorf gelockt, er müsse sein Stimmrecht an diesem Abend an ihn abtreten. Die Verschwörung war gelungen, ein nahezu sprachloser Hans Fuchs nahm gerührt die Auszeichnung entgegen.

Gegründet im Jahr 1947, schliefen in den 1980er Jahren die Aktivitäten des Kaller Stammes ein. 1988 war es der damals neue Pfarrer Hajo Hellwig, der den Stamm aus dem Dornröschenschlaf erweckte und ihm neues Leben einhauchte. Seitdem ist auch Hans Fuchs mit dabei, offiziell als Kassierer, tatsächlich aber auch stets dann, wenn irgendwo Hilfe gefragt ist.

Zur Bezirksversammlung unter der Leitung von Kurat Hardy Hawinkels und Bezirksvorsitzendem Karsten Hilgers aus Hellenthal kamen die Vertreter der Stämme Rohr-Lindweiler-Reetz, Blankenheimerdorf, Hellenthal, Kall, Lammersdorf und Vossenack, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. In den sechs Stämmen des DPSG-Bezirks Eifel mit seinen insgesamt zirka 400 Mitgliedern wird kontinuierlich Kinder- und Jugendarbeit in vier Altersstufen geleistet.

Unter der Wahlleitung des Diözesanvorsitzenden Jonas Spinczyk erklärte sich Hardy Hawinkels bereit, noch einmal das Amt des Bezirkskuraten zu übernehmen, verkündete aber auch schon seinen Rücktritt für 2019. „Das soll keine Drohung sein: Aber die kommenden drei Jahre werde ich auch nutzen, einen Nachfolger zu finden.“

Mehr Unterstützung auf allen Ebenen wünschte sich Bezirksvorsitzender Karsten Hilgers: „Es wäre alles leichter zu schaffen, wenn die Last auf mehrere Schultern verteilt werden könnte.“ Er fand aber lobende Worte für die Veranstaltungen, an denen die Kinder, Jugendlichen und Leiter in diesem Jahr auf Bezirksebene teilgenommen und die viel Spaß bereitet hätten.

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Jakobspilger und Buchautor Dieter Zumbé übergibt 500 Euro an Willi Greuel zugunsten der Kaller Hilfsgruppe für tumor- und leukämiekranke Kinder. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

500 Euro Erlös aus Buchverkauf

Jakobspilger Dieter Zumbé (70) übergab Spende an Kaller Hilfsgruppe Eifel

Kall/Mechernich – 500 Euro übergab Jakobspilger Dieter Zumbé (70) aus Mechernich an seinen alten Schulkameraden Willi Greuel, den Leiter der Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder. Es handelt sich um den Reinerlös des bisherigen Verkaufs von Dieter Zumbés Buch „Unterwegs . . . auf deutschen und europäischen Jakobswegen 2005 – 2011“.

Dieses Werk hatte der frühere Marathonläufer nach fünf großen Touren auf europäischen Pilgerwegen im Selbstverlag herausgebracht. Es ist auch weiterhin für 12,50 Euro in der Mechernicher Buchhandlung Schwinning und beim Autor (Weierstraße 20, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik), Tel. 02443/ 31 09 82, erhältlich. 2016 soll Band II seiner Erinnerungen an Pilgerwege und Wallfahrten durch halb Europa folgen. Er arbeitet bereits an dem Buch.

Willi Greuel nahm die 500 Euro dankbar entgegen und berichtete, dass sich die Hilfsgruppe Eifel nicht nur um die Kinderkrebsstation der Uniklinik Bonn und speziell um junge Tumor- und Leukämiepatienten in der Eifel kümmert. Zurzeit unterstützen er und seine Mitstreiter mit Hilfe irakischer Geschäftsleute aus dem Kreis Euskirchen auch Flüchtlingslager an der syrisch-türkischen Grenze.

 

Kaller Hilfsgruppe unterstützt

grenznahe Flüchtlingslager

 

Greuel: „Viele Bürgerkriegsflüchtlinge wollen nicht nach Europa, sondern in der Nähe ihrer Heimat bleiben, bis sich die Verhältnisse vielleicht befriedet haben. Insgesamt hat die Hilfsgruppe Eifel seit ihrer Gründung vor 23 Jahren knapp fünf Millionen Euro eingenommen und für junge Krebspatienten aufgewendet. Allein mit einer Million sei über die Jahre die Kinderkrebsstation Bonn unterstützt worden.

„Die Idee, mit meckern aufzuhören und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, wurde in Kall an der Theke geboren“, erzählte Willi Greuel in der zumbéschen Küche in Mechernich: „Und dann haben eine Handvoll Leute um Helmut Lanio und mich einfach angefangen, Geld zu sammeln und zu helfen.“ Heute schon legendär sind die ersten Eifeler Ferienmaßnahmen für Kinder aus dem Umfeld des explodierten Atomreaktors Tschernobyl.

Namentlich das Mädchen Alonka, dem die Hilfsgruppe Eifel als erster von seither Hunderter anderer junger Tumor- und Leukämiepatienten half, schrieb Geschichte. Alonka überlebte trotz intensiver medizinischer und menschlicher Hilfe aus dem Westen Deutschlands nicht, aber sie wurde zum Sinnbild für das unerschrockene Weiterhelfen der Eifeler Bevölkerung.

Willi Greuel: „So sind die Eifeler: Wenn sie wissen, wofür es ist, dann kriegst Du von Ihnen alles.“ Auch Dieter Zumbé und seine Frau Roswitha hätten die Hilfsgruppe und ihre Schützlinge schon lange Jahre unterstützt, bevor der Jakobspilger jetzt seine Erinnerungen in Buchform brachte.

Dieter Zumbé hat sein 312seitiges und reich bebildertes Buch mit dem Titel „Unterwegs . . . auf deutschen und europäischen Jakobswegen 2005 – 2011“ im Selbstverlag herausgegeben. Er hat es seiner Frau Roswitha und der ganzen Familie gewidmet, besonders den Enkeln Niclas und Justin.

 

Zu Fuß nach Compostela auf

allen möglichen Varianten

 

 Zumbé ist Jakobspilger, also auf dem Tausende Kilometer langen Wege- und Pfade-Netz durch Europa unterwegs, das nach Santiago de Compostela in Spanien zum Grab des Heiligen Apostels Jakobus des Älteren führt. So wie in der Antike alle Wege nach Rom führten, so sicher gelangte man auf den mittelalterlichen Haupthandelsrouten sowie regionalen und überregionalen Jakobswegen nach Santiago de Compostela.

In Text und Bild beschrieben sind Zumbes Motivation und Beweggründe sowie die fünf großen Touren der vergangenen Jahre. 2005 machte sich Zumbe erstmals mit der Strempterin Karin Comanns auf die Schlussetappe fast aller Jakobswege, den klassischen „Camino Francés“, der  jenseits der Pyrenäen auf 800 Fußkilometern von St.-Jean-Pied-de-Port in Frankreich geradewegs ins spanische Compostela führt.

Es folgten Touren durch die Eifel, von Bonn bis Schengen (267 km, 2007), auf einer anderen deutschen Jakobsweg-Variante von Wuppertal bis ins belgischen Moresnet, vom niederländischen Millingen nach Aachen und schließlich auf dem Münchner Weg von Weiler im Allgäu nach Einsiedeln.

Im Rheinland geht eine der regionalen Jakobsweg-Varianten von Wuppertal über Düren und Rureifel nach Aachen, und die zweite von Köln bis Schengen mittenmang durch den Kreis Euskirchen. Und zwar über Weilerswist, Euskirchen, Bad Münstereifel, Blankenheim und Baasem.

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Guido Bauer (von links), Willi Greuel und Rolf Schäfer haben für den großen Konzertabend mit der Bigband der Bundeswehr ein Shuttledienst aus dem Kreisgebiet zum Kulturkino Vogelsang verabredet und eingerichtet. Beide Linien fahren auch durchs Kaller Gemeindegebiet. Bus 1 hält gegen 18.35 Uhr an der Haltestelle Gemünder Straße in Kall, Bus 2 gegen 18.25 Uhr an der Bushaltestelle in Krekel. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Bustransfer zum Bigband-Konzert

Schäfer-Reisen setzt von Zülpich über Kall und von Marmagen über Krekel und Schleiden zwei Zubringerlinien zum Jahresabschlusskonzert der Bigband der Bundeswehr im Kulturkino Vogelsang ein

Kall/Krekel/Vogelsang – Schäfer-Reisen übernimmt den Bustransfer zum Konzert-Ereignis des Jahres, dem binnen weniger Tage total ausverkauften Benefizkonzert der Bigband der Bundeswehr am Donnerstag, 17. Dezember, im Kulturkino Vogelsang. Auf zwei Routen sammeln große Doppeldecker-Busse des Mechernicher Traditionsunternehmens Konzertbesucher ein und bringen sie in der Nacht wieder sicher nach Hause. Der Mitfahrpreis beträgt nur drei Euro. Anmeldungen unter Tel. (02443) 1000.

Beide Busse halten auch in der Gemeinde Kall, auf der Route 1 gegen 18.35 Uhr an der Haltestelle Gemünder Straße in Kall, auf der Route 2 gegen 18.25 Uhr an der Bushaltestelle in Krekel.

Route 1 startet um 17.40 Uhr am Hotel Europa in Zülpich, Route 2 um 18.15 Uhr ab Marmagen, Eiffelplatz. Busse auf der Route 1 halten an den Bushaltestellen Sinzenich (17.50 Uhr), Schwerfen (Hauptstraße), Gehn, Kommern (18.05 Uhr, Gielsgasse), Mechernich (Bahnhof), Roggendorf (Zagreb), Kall (18.35 Uhr, Gemünder Straße) und Gemünd (18.45 Uhr, Haltestelle Mitte). Bus 2 stoppt in Krekel (18.25 Uhr, Bushaltestelle), Hellenthal (18.35 Uhr, Bahnhof), Schleiden (18.45 Uhr, Bahnhof) und Olef (Bushaltestelle).

 

Vorfreude der Band auf

Heimspiel vor 1100 Zuhörern

 

Das Jahresabschluss-Konzert der Bundeswehr-Bigband beginnt um 20 Uhr. Es setzt den Schlusspunkt unter 40 Hallen- und 23 Open-Air-Veranstaltungen, die das Orchester 2015 absolviert hat. Das Abschlusskonzert, so Bigband-Manager Thomas Ernst, sei stets der Höhepunkt. 2015 sei ein ganz besonderes Jahr, weil es die erste Spielzeit unter der Leitung des neuen Bandleaders Timor Oliver Chadik war.

 „Eigentlich versuchen wir uns in der Region rund um unseren Standort Euskirchen rar zu machen“, berichtete der Bigband-Manager mit Hinweis auf den Auftrag der Einheit, nämlich bundesweit als Werbeträger der Streitkräfte Musik zu machen. Doch die Entscheidung, in Vogelsang für die Kinderkrebshilfe zu konzertieren sei dem Ensemble leicht gefallen. Ernst: „Die Hilfsgruppe Eifel hilft schnell, professionell und unbürokratisch.“

Vom 1100 Zuhörer fassenden Kulturkino zeigte sich Bandmanager Thomas Ernst bei einem Pressetermin im September begeistert. „Wir sehen es als unseren Auftrag an, hier die Bude voll zu machen“, sagte er bei der Pressekonferenz. Dieses Ziel war beim Kartenvorverkauf schon wenige Tag später erreicht.

 

Kaller Hilfsgruppe unterstützt auch

Familien junger Krebspatienten

 

Bei einem Gesprächs- und Fototermin bei Schäfer-Reisen mit den Firmeninhabern Rolf Schäfer und Guido Bauer berichtete Willi Greuel, dass die Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder inzwischen nicht nur junge Krebspatienten unterstützt, sondern auch deren Familien. Und zwar nicht nur durch die Anstellung zweier ambulanter Kinderkrankenschwestern für die Pflege der jungen Patienten zu Hause.

Willi Greuel: „Die Hilfsgruppe Eifel ist auch einem Sozialfonds beigetreten, der sich um die Familien junger Tumorpatienten kümmert. Man soll es nicht für möglich halten, wie viele Ehen über Krebserkrankungen der Kinder in die Brüche gehen, und wo nackte wirtschaftliche Not einzieht, wenn sich beispielsweise die plötzlich alleinerziehende Mutter aufopferungsvoll um das krebskranke Kind kümmern muss, während der bisherige Ernährer sie sitzen gelassen hat und sie nicht mehr dazu in der Lage ist, dem Job im gewohnten Umfang nachzugehen   . . .“

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Dr. Michael Oversberg hat für die Agentur ProfiPress einen Film über die Steinfelder Ausstellung „Remembered Light“ gedreht. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Scherben in neuem Licht

Video von Dr. Michael Oversberg gibt Einblick in die Ausstellung „Remembered Light“ im Salvatorianerkloster in der Kaller Ortschaft Steinfeld – Kunstwerke aus Scherben im Krieg zerstörter Kirchen sollen an die Schrecken des Krieges erinnern

Kall-Steinfeld - 54 Jahre lang hat der US-Geistliche Frederick McDonald seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg in einem Schuhkarton aufbewahrt. Über 300 Scherben von im Krieg zerstörten Kirchen hat er gesammelt und akkurat sortiert in beschrifteten Briefumschlägen. Ein Video, das Dr. Michael Oversberg für die Agentur ProfiPress hergestellt hat, führt nun durch die Ausstellung der „Kunst aus Scherben“. Sie war Anfang November im Salvatorianerkloster in der Kaller Ortschaft Steinfeld zu sehen.

Als Kaplan der US-Armee kam Frederick McDonald durch Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland. Dort besuchte er über zwei Dutzend Kirchen und Heiligtümer, darunter auch den Kölner und den Aachener Dom, die Liebfrauenkirche in Trier oder auch Gotteshäuser in Malmedy, Maastricht und Verdun.

An all diesen Stätten sammelte er ein paar bunte Scherben der zerstörten Kirchenfenster. Sein Traum war es, die Scherben wieder Teil eines Kirchenfensters werden zu lassen, um so noch einmal an die Schrecken des Krieges zu erinnern. Daraus wurde ein Kunstprojekt, das im November im Salvatorianerkloster Steinfeld zu sehen war.

Über ein halbes Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkriegs befasste sich eine internationale Gruppe von Künstlern mit den Glasscherben.

Innerhalb von sieben Jahren entstand die Ausstellung „Remembered Light – Glass fragments from World War II“.

Ursprünglich hatte Hermann-Victor Johnen, aus Aachen stammender Wirtschafts- und Kulturberater, das Gesamtwerk im Original nach Deutschland holen wollen, aber „die Amerikaner befürchteten, die Werke könnten als Beutekunst angesehen werden“, berichtete er. Aus diesem Grund ließ er hochwertige Kopien der Kunstwerke herstellen.

 

„Alles, was kaputt war, erwacht zu neuem Leben, in diesem Fall in der Kunst. Darin sehe ich auch die Auferstehungsgeschichte“ sagte Christoph Böhnke, Leiter des Gästehauses im Kloster Steinfeld, im Interview vor laufender Kamera. Er holte gemeinsam mit Hermann-Victor Johnen, der als elfjähriger Schüler 1966 an das Hermann-Josef-Kolleg in der Gemeinde Kall kam, die Ausstellung in den Kreuzgang des Salvatorianerklosters. „Wenn Geschichte auch so ein bisschen aufgearbeitet werden kann, ist das gut“, sagt Böhnke.

Dr. Michael Oversberg von der Agentur ProfiPress gibt mit seinem zehnminütigen Film einen Einblick in die Ausstellung.

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Das Westwerk der Basilika Steinfeld ist schonungslos der Witterung ausgesetzt. Die dunklen Flecken zeigen, an welchen Stellen der Anstrich mit der Zeit abgewaschen wurde. Foto: Wieslaw Kaczor/pp/Agentur ProfiPress

Mauerwerk mit Kran überprüft

Westwerk der Basilika Steinfeld soll neuen Anstrich bekommen – Sanierungsmöglichkeiten vom Kran aus geprüft – Arbeiten an der vom Orden der Salvatorianer genutzten Klosterkirche sollen im Frühjahr beginnen

Kall-Steinfeld - Rund 30 Meter über dem Boden schaukelte der Krankorb über den Turmspitzen der Basilika Steinfeld. Von oben hat man das gesamte Klostergelände der Salvatorianer zu Steinfeld im Blick. In solch schwindelerregender Höhe untersuchten Architekt Thomas Staerk und Dr. Georg Hilbert, Fachplaner im Bereich mineralische Baustoffe, einige verfärbte Stellen am Westwerk der Basilika Steinfeld.

„Die Türme zu verputzen war richtig“, betonte Dr. Georg Hilbert aus Magdeburg, der die Sanierungsarbeiten an der Basilika seit dem Frühjahr betreut. Dass sich dennoch dunkle Flecken an den weißen Wänden abzeichnen, ist die Folge von Regen und Wind, die dafür gesorgt haben, dass der Anstrich über dem Putz abgewaschen wurde. Das Westwerk der Klosterkirche, die vom Orden der Salvatorianer in Steinfeld genutzt wird, ist auf dieser Seite schonungslos der Witterung ausgesetzt.

Von 2008 bis 2010 war das Westwerk der Basilika restauriert worden. Um die Substanz zu sichern wurde damals das Mauerwerk der bisherigen Bruchsteinmauer verputzt und angestrichen. „Wir haben uns damals bewusst für eine Naturfarbe entschieden, damit der Putz atmen kann“, erklärte Pater Wieslaw Kaczor, Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Potentinus in Steinfeld. Dass der Anstrich nach einiger Zeit nachgebessert werden müsste, habe man von Anfang an in Betracht ziehen müssen. „Es gibt keinen Anstrich, der völlig wartungsfrei ist“, betonte Oswald Thurn, stellvertretender Vorsitzender im Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde.

Wie lange der Zeitraum zwischen zwei Anstrichen sein würde, konnte man damals noch nicht sagen. Inzwischen ist klar, dass der Anstrich mit dieser Farbe in regelmäßigen Abständen von etwa fünf Jahren überarbeitet werden müsste. Mit der Überprüfung vom Krankorb aus sollte nun geklärt werden, ob die Türme dazu eingerüstet werden müssen oder ob auch eine kostengünstigere Alternative per Seilklettertechnik oder direkt vom Kran aus möglich ist.

Mit einem Kran der Euskirchener Firma Salgert wurden deshalb alle Flächen der beiden Türme befahren und begutachtet. Die gute Nachricht: Zusatzmaßnahmen wie die Installation von Verankerungspunkten für die Seile der Industriekletterer sind nicht notwendig.

Vor Ort wurden die verfärbten Flecken außerdem genau untersucht. Demnach setzen sich die dunkelgrünen Flecken vor allem aus Algen zusammen, die auf eine hohe Dauerfeuchte hinweisen und klar dem ablaufenden Wasser an den Türmen zugeordnet werden können. Eine Gruppe aus Verantwortlichen und Fachleuten will sich nun beraten, wie man die Ursache für die Vergrünung so weit wie möglich abstellen kann. Ein Ansatzpunkt könnte es zum Beispiel sein, die Abtropfkanten an den beiden Türmen zu verändern.

Derzeit handelt es sich noch um kosmetische Arbeiten, aber über längere Zeit unbehandelt könnten die Schäden auch die Substanz angreifen. „Wir hoffen, dass wir im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen können“, sagte Architektin Annemarie Hahn, zuständig für Kirchbau und Denkmalpflege im Bischöflichen Generalvikariat im Bistum Aachen.

Ziel der Sanierung des Westwerks ist die Trockenlegung der Substanz, bevor es mit den Arbeiten im Innenraum weitergehen kann. Architekt Thomas Staerk: „Die Basilika muss erst von außen dicht sein, bevor wir innen weitermachen können.“

pp/Agentur ProfiPress


Über insgesamt 6.000 Euro vom Kiwanis Hilfsfonds Nordeifel um Präsi-denten Hajo Heinen und Vizepräsidenten Johannes Mertens (2. und 3. von rechts) können sich sechs Vereine und Einrichtungen in der Nordei-fel freuen. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

In die Jugend investiert

Kiwanis Club Nordeifel unterstützt sechs Kinder- und Jugendprojekte in der Region mit je 1000 Euro – Bereits seit 14 Jahren in der Nordeifel aktiv

Nordeifel/ Dahlem – „Bei Ihnen ist das Geld bestens angelegt“, sagte Hajo Heinen, der Präsident des Kiwanis Clubs Nordeifel, „gleichzeitig finde ich es auch wichtig, dass die Öffentlichkeit erfährt, was bei Ihnen alles ehrenamtlich geleistet wird.“ Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten Johannes Mertens, dem Beisitzer Edgar Schlösser und den Kiwanern Sebastian Pelzer sowie Christoph Neugebauer hatte Heinen die Vertreter ausgewählter Jugendprojekte ins Dahlemer Pfarrheim eingeladen.

Die Kiwaner weltweit haben sich vor allem die Förderung der Entwicklung von Jugendlichen, Kindern und deren Umfeld zur Aufgabe gemacht. „Da viele unserer Mitglieder im beruflichen Leben stehen, ist eine persönliche Betreuungsleistung nur schwer machbar“, erklärte Heinen. Daher werde der Eifeler Hilfsfonds auch in diesem Jahr ausgewählten Projekten finanziell unter die Arme greifen, so Heinen. Johannes Mertens ergänzte: „Seit vielen Jahren schon unterstützen wir Jugendeinrichtungen in Hellenthal, Kall und Schleiden, in Mechernich seit zwei Jahren. Jetzt haben wir erstmals auch die »Kleine Cantorei Dahlem« um Chorleiter Friedbert Ströder ins Boot geholt.“

Über Zuwendungen in Höhe von je 1000 Euro freuen konnten sich das Hermann-Josef-Haus in Urft, die Kaller Pfadfinder Sankt Georg, der Jugendchor St. Nikolaus Kall, die Kleine Offene Tür „Jo4you“ in Mechernich, das Kolosseum in Gemünd und die Kleine Cantorei Dahlem. Warum der letztgenannte Chor nun auch unterstützt wird, erklärte Johannes Mertens: „Hier wird sehr intensive Kinder- und Jugendarbeit betrieben.“ In der Tat, bestätigte eine Sängerin, sei sie bereits mit vier Jahren bei den „Bambinis“ eingestiegen, habe sich nach ersten Auftritten mit dem Kinderchor immer weiterentwickeln können und singe heute mit den Erwachsenen.

Kinder und Jugendliche für Musik zu begeistern – das gelingt auch dem Jugendchor St. Nikolaus Kall um Chorleiterin Holle Goertz. Dabei geht es darum, Hemmschwellen abzubauen und den jungen Menschen einen Zugang zur Musik zu verschaffen.

Die Kaller Pfadfinder möchten mit ihrem Spendenanteil weiterhin Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme am Sommerlager ermöglichen. Erstmals möchten die Verantwortlichen dabei auch gezielt Flüchtlingskinder ansprechen und so nicht zuletzt einen Beitrag zur Integration zu leisten.

Mit Flüchtlingen arbeitet auch die Kleinen Offene Tür (K.O.T.) „Jo4you“ in Mechernich. Im Rahmen eines Projekts des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen werden dabei gezielt junge Menschen eingebunden, die in der Unterkunft Elisabethhütte leben. „Die Spende soll zudem in die zahlreichen Aktionen fließen, die 2016 anlässlich des zehnjährigen Bestehens der K.O.T. geplant sind“, berichteten Anja Lehmann und Gunnar Simon.

Auch der Gemünder Jugendraum „Kolosseum“ kann die Spende gut gebrauchen: „Wir haben zwei vom Kreis Euskirchen finanzierte Stellen – alles andere müssen wir selbst finanzieren“, berichtete der Vereinskassierer Manfred Müller und ergänzte: „wir sind sehr froh, dass Sie uns schon so lange regelmäßig unterstützen.“ Konkret soll das Geld in Kulturprojekte unter anderem in Kooperation mit vogelsang ip fließen.

Für die Urfter Jugendhilfeeinrichtung Hermann-Josef-Haus berichtete Rainer Zimmermann, wofür die 1000 Euro verwendet werden sollen: „Die Spende soll insbesondere in unseren Kinderbauernhof fließen.“ Die für viele der an die 200 sehr stark vorbelasteten Kinder und Jugendlichen wichtigen Therapiepferde seien „in die Jahre gekommen“, neue Tiere müssen angeschafft werden.

Kiwanis wurde 1915 in Detroit (USA) gegründet, wobei der Name auf die Sprache der Ureinwohner zurück geht und nach Darstellung des Vereins so viel bedeutet wie „Wir handeln gern, wir finden Freude daran.“ Weltweit gibt es mehr als 600.000 Kiwanier in fast 100 Ländern. Deutschlandweit sind rund 3300 Mitglieder in rund 145 Kiwanis-Clubs organisiert.

Der Kiwanis Club Nordeifel unterstützt bereits seit 14 Jahren Vereine, Initiativen und Projekte für junge Menschen in der Eifel.

 

pp/Agentur ProfiPress


Luftbild der künftigen „Hauptschule Mechernich in Kall“, in der ab Sommer 2016 die Hauptschüler aus Mechernich und Kall gemeinsam unterrichtet werden sollen. Luftbild: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Hauptschule Mechernich in Kall“

Nach dem Kaller Gemeinderat stimmt der Bildungs- und Sozialausschuss der Stadt Mechernich der Fusion der beiden auslaufenden Hauptschulen einstimmig zu sowie der Unterrichtung der letzten 200 Schüler ab dem kommenden Schuljahr am Standort Kall

Mechernich/Kall - Die beiden auslaufenden Hauptschulen Mechernich und Kall fusionieren. Das haben die Ratsgremien in Kall und Mechernich beschlossen. Schulstandort soll Kall sein, die Verwaltung der Schule liegt beim Mechernicher Schulamt.

Eifeldekan Erik Pühringer sagte, die Fusion sei im Interesse der Kinder die einzige vernünftige Entscheidung. Es gab nur einen Widerspruch im Gremium wegen der Fahrzeiten und Fahrtkosten, die der Transport der Mechernicher Hauptschüler nach Kall mit sich bringt. Dies wird laut Verwaltung in den nächsten Wochen geklärt.

Schulleiter Heinz Wolfgarten legte den Mechernicher Ausschussmitgliedern dezidiert dar, dass im kommenden Schuljahr an der fusionierten Hauptschule noch zwölf Lehrer für die knapp 200 Schüler zur Verfügung stehen. Im letzten Schuljahr 2017/18 der auslaufenden „Hauptschule Mechernich in Kall“, so der offizielle Name, seien es noch sechs oder sieben für 93 Schüler. Damit könne man immer noch über ein Dutzend Fächer unterrichten und sei auch für den Krankheitsfall einzelner Pädagogen gewappnet, so Wolfgarten.

Der Rektor der jetzigen und künftigen Hauptschule attestierte dem Kaller Schulgebäude außerdem, dass es über ausgezeichnete Räume verfüge – wohingegen in Mechernich angesichts der ebenfalls auslaufenden Realschule und der expandierenden Gesamtschule eher Raumnot herrsche.

Politiker attestierten Heinz Wolfgarten und seinem Kollegium, dass sie in Mechernich bis auf den Tag hervorragende Arbeit geleistet hätten. Es gab Applaus, nachdem Wolfgarten auch für das abgelaufene Schuljahr erklärt hatte: „Alle Zehner haben einen Abschluss geschafft – und das komplett mit Noten über dem NRW-Landesdurchschnitt.“

Der Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher erklärte zur Schulfusion: „Bei allen Überlegungen in der Vergangenheit in Bezug auf die Installation einer Sekundar- bzw. Gesamtschule haben Verwaltung und Politik in Kall immer großen Wert darauf gelegt, dass die Hauptschule Kall ohne schulpädagogische Einschränkungen auslaufen kann.“

Der für die Schulen zuständige Mechernicher Beigeordnete Thomas Hambach betonte, es handele sich um eine Entscheidung zum Wohl der Kinder: „Wir verfolgen das Ziel, den notwendigen Fachunterricht durch ein größeres Kollegium zu gewährleisten.“

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Beim Tag der offenen Türe am Samstag, 5. Dezember, am Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg können die Besucher sich auch über den Einsatz von iPads im Unterricht informieren. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Eng verbunden – stark vernetzt“

Tag der offenen Tür am Samstag, 5. Dezember, ab 8.30 Uhr im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg – Möglichkeit zum Kennenlernen insbesondere für Grundschüler und ihre Eltern

 

Steinfeld –Zum „Tag der offenen Tür“ lädt das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg (HJK) ein am Samstag, 5. Dezember, ab 8.30 Uhr. Dabei können sich Grundschüler und ihre Eltern - und natürlich alle anderen Besucher – auch über die neuen Möglichkeiten des interaktiven Lernens mit iPads informieren. „Eng verbunden – stark vernetzt“ - unter diesem Motto präsentiert sich das Salvatorianer-Gymnasium in diesem Jahr als ein Gymnasium zwischen Tradition und Moderne.

 

„Neben der Ausbildung der fachlichen Kompetenzen fördern wir unserer Tradition entsprechend die Schüler auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und vermitteln ihnen christlich-humanistische Werte“, so Schulleiter Heinrich Latz. Um das zu erreichen, beschreitet das Hermann-Josef-Kolleg immer wieder auch neue Wege. Aktuell eröffnet der Einsatz von iPads im Unterricht den Schülern neue Dimensionen des Lernens. Dadurch werden neben dem Umgang mit der Technik auch gezielteres Lernen sowie die besondere individuelle Förderung möglich.

 

Mit einem 47-köpfigen Kollegium, das die rund 690 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, herrscht am HJK eine sehr gute Lehrerversorgung in allen Fächern. Daneben ergänzen zahlreiche AGs und außerschulische Kurse das Unterrichtsangebot. Gezielte Studien- und Berufsberatung, Berufspraktika in den Klassen 9 und 11 und viele weitere Maßnahmen zeigen frühzeitig Wege in Studium und Berufsausbildung auf.

 

Heinrich Latz: „Den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium gestalten wir sehr behutsam, damit die Kinder schnell mit der neuen Umgebung vertraut werden und sich von Anfang an bei uns wohlfühlen.“ Neben dem Tag der offenen Tür und den beliebten Klostertagen bietet die Teilnahme am Schnupperunterricht im Januar 2016 die Gelegenheit, das Gymnasium und den Schulalltag schon vorab ein wenig kennen zu lernen.

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Den Südkreis im Blick behalten

Erster von der Agentur für Arbeit finanzierter Basissprachkurs für „Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive“ im Südkreis gestartet – Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Nettersheim und Schleiden sollen folgen – Caritas-Geschäftsführer Rolf Schneider: „Flüchtlinge sind Chance für deutsche Wirtschaft“

Kall – Auf Initiative des Caritasverbands für die Region Eifel e.V. hin ist jetzt in Kall ein erster Deutschkurs „für Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive“ gestartet. Mit diesen Kursen fördert die Bundesagentur für Arbeit die Vermittlung von Basiskenntnissen der deutschen Sprache im Sinne der frühen Integration. Bislang mussten die Flüchtlinge hierzu mit dem Zug nach Euskirchen oder Bonn fahren. „Das war mit viel Zeit und Kosten verbunden“, so Dorothea Muysers, die bei der Caritas die Flüchtlingshilfe im Verband koordiniert.“ Caritas-Geschäftsführer Rolf Schneider ergänzt: „Es ist wichtig, dass auch der Südkreis berücksichtigt wird bei Entscheidungen, die in Euskirchen etwa in der Kreisverwaltung oder im Jobcenter gefällt werden.“

Die Caritas suchte das Gespräch mit dem Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Euskirchen (KoBIZ) sowie Josef Weingarten, dem Geschäftsführer des Jobcenters EU-aktiv. Dort stieß man auf Verständnis, Weingarten setzte sich ein und suchte kurzfristig einen Dienstleister, um mit dem ersten Sprachkurs zu beginnen. Die Dekra sicherte sich den Auftrag und erschien mit ihrem Team zum ersten Unterrichtstag, auch Roland Kuhlen vom KoBiz war vor Ort. „Wir möchten uns zuerst im Team ein Bild machen, wie die Sprachkenntnisse der Schüler sind, und was sie brauchen“, erklärt Dekra-Mitarbeiter Jürgen Ternes. „Die Dekra ist ein starker Partner mit viel Erfahrung“, so Rolf Schneider.

Im ersten Kurs werden 24 Asylbewerber aus Syrien, dem Iran, dem Irak und Eritrea unterrichtet. Sie alle sind im Kaller Gemeindegebiet untergebracht. Ein zweiter Kurs ist bereits in Planung, ebenso wie Angebote in Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Nettersheim und Schleiden folgen sollen. Rolf Schneider: „Wir sind überzeugt, dass wir unter den Flüchtlingen viele junge Leute haben, die ein großes Potenzial mitbringen und so eine große Chance für unsere Wirtschaft bedeuten.“ Auch aus diesem Grund mache die Caritas sich stark für die frühe Integration der Menschen.

pp/Agentur ProfiPress


Die Nistkästen sind mit Kameras ausgestattet, so dass die Schüler beobachten können, was im Inneren geschieht. Foto: Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Weitere Schulen mit Nistkästen ausgestattet

Projekt „Nistkästen mit Funkkamera in Schulen des Kreisgebietes“ wird fortgesetzt – Nistkasten und Kameraausstattung Steinfelder „Hermann-Josef-Kolleg“, St.-Nikolaus-Schule und zwölf weitere Schulen

Kreis Euskirchen/ Kall – Weitere 14 Schulen aus dem Kreis Euskirchen erhielten jetzt mit Kameras ausgestattete Nistkästen, darunter sind auch das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg und die St.-Nikolaus-Schule. Als Partner für die Forstsetzung des Projekts „Nistkästen mit Funkkamera in Schulen des Kreisgebietes“ konnte die HIT-Umweltstiftung gewonnen werden, die die Anschaffungskosten für diese Nistkästen mit Funkkameras in gesamter Höhe fördert.

Für den Ausstellungsbeitrag „Natur- und Artenschutz in der Zülpicher Börde“ auf der Landesgartenschau (LAGA) 2014 in Zülpich hatte die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Euskirchen unter anderem vier Nistkästen mit Funkkameras und zwei TV-Geräten angeschafft. Diese sollten auch nach der LAGA sinnvoll genutzt werden.

Im Dezember 2014 wurden die Nistkästen mit Webcams und teils auch TV-Geräten an vier Schulen übergeben. Bereits im Frühjahr 2015 wurden drei dieser Kästen von Meisen-Familien bezogen. Die Webcam sendete per Funk Livebilder aus dem Nistkasten an das TV-Gerät in der jeweiligen Schule. Nach diesen positiven Erfahrungen sagte Landrat Günter Rosenke im Mai 2015 anlässlich eines Besuchs in der Grundschule Mechernich die Stiftung weiterer elf Nistkästen mit Kameras für interessierte Schulen zu. Diese wurden im August an elf Schulen übergeben. Das Interesse an dem Projekt war jedoch weitaus größer, so Heike Schmitz von der Unteren Landschaftsbehörde. Daher beschaffte die Untere Landschaftsbehörde weitere 14 Nistkästen mit Funkkameras, um alle interessierten Schulen an dem Projekt beteiligen zu können.

WWährend bislang die Nistkästen nur an Grund- und Förderschulen mit Primarstufe ausgegeben wurden, sind dieses Mal auch weiterführende Schulen vertreten“, erklärte Achim Blindert, Geschäftsbereichsleiter Bauen, Umwelt, ÖPNV und Abfall bei der Übergabe der Nistkästen.

Neben den Nistkästen und dem Kamera-Equipment gab es für die Vertreter der Schulen noch wichtige Informationen. So sollen die Nistkästen mindestens zwei Meter über dem Boden angebracht werden. „Zudem sollen die Nistkästen nicht in die pralle Sonne gehängt werden“, so Heike Schmitz.

Christoph Heider, Geschäftsführer der HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH, war begeistert von dem Projekt. Die entschied spontan, das Projekt zu fördern. „Als wir mitbekommen haben, wie begeistert die Schüler die Möglichkeiten der Beobachtung angenommen haben, haben wir sofort zugesagt und die Kosten für die Anschaffung der Nistkästen übernommen“, so Heider.

Die folgenden Schulen dürfen sich über einen Nistkasten und die Kameraausstattung freuen: das Mechernicher Gymnasium „Am Turmhof“, die Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim, das Euskirchener Emil-Fischer-Gymnasium, das St-Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel, das städtische Gymnasium Schleiden, das städtische Gymnasium Bad Münstereifel, das Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld, die Gemeinschaftsgrundschule Kuchenheim, die Grundschule Satzvey, die Kaller St.-Nikolaus-Schule, die Willi-Graf-Realschule, die Astrid-Lindgren-Schule in Schleiden, die Euskirchener Menno Simons Realschule, die Ahr-Grundschule und der Gemeinschaftsgrundschulverband Blankenheim.

pp/Agentur ProfiPress

Vom Kloster Steinfeld zogen die Teilnehmer eines Gedenkganges zum Soldatenfriedhof, wo die zentrale Gedenkveranstaltung der Gemeinde Kall anlässlich des Volkstrauertages stattfand. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

An menschliche Verantwortung appelliert

Beim Volkstrauertag in Steinfeld hielt Bürgermeister Herbert Radermacher eine eindringliche Rede – Nicht nur Tradition, sondern auch Verpflichtung

Kall-Steinfeld – In einer zentralen Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages in Steinfeld setzen zahlreiche Bürger aus der Gemeinde Kall ein Zeichen der Solidarität mit den Hinterbliebenen der Gefallenen und des Gedenkens an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft. Dazu formierten sich die Bürger sowie Abordnungen verschiedener Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr, die Reservistengemeinschaft Gerolstein, die St. Rochus-Schützenbruderschaft aus Wahlen, Vertreter der Kirchen und der Gemeinde Kall sowie Bürgermeister Herbert Radermacher im Anschluss an den Gottesdienst in der Basilika des Klosters Steinfeld zu einem stillen Marsch zum Soldatenfriedhof.

Bevor die Wehrmänner den Kranz feierlich und flankiert von den Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr am Ehrenmal niederlegten, fand Bürgermeister Herbert Radermacher eindringliche Worte, um den Sinn der Gedenkfeier zu verdeutlichen. Man sei nicht nur zusammengekommen, um aus der Tradition heraus gemeinsam der Kriegstoten zu gedenken, sondern auch, um in Gedanken bei den Menschen im Irak, in Syrien, im gesamten Unruheherd Naher Osten oder auch in der Ukraine zu sein. Letztlich gehe es um alle Opfer von Konflikten auf dieser Welt. „Wie nah man solchen hinterhältigen Anschlägen sein kann, zeigen uns die aktuellen Nachrichten über die Geschehnisse in Frankreich“, bezog sich der Bürgermeister in seiner Ansprache auch auf die Terroranschläge in Paris.

Radermacher bezeichnete es als großes Privileg, dass man in Deutschland und in Europa seit Jahrzehnten in Frieden leben könne und die meisten heutzutage Krieg, Hunger und Elend nicht kennen würden. Das Bemühen, diesen Frieden zu bewahren, dürfe weder auf den Volkstrauertag beschränkt sein noch an den eigenen Grenzen enden. „Ein System von feinsten technischen Verbindungen lässt uns teilhaben an vielen vorteilhaften Entwicklungen, bindet uns aber gleichwohl auch in eine menschliche Verantwortung, der wir uns so schnell nicht entziehen können“, mahnte Radermacher an. Die Flüchtlingswelle mache es notwendig, im Rahmen der vielzitierten Friedens- und Willkommenskultur diesen Menschen auf menschenwürdige Art und Weise zu helfen.

Scharfe Worte fand Bürgermeister Radermacher für die Pegida-Bewegungen vor allem im Osten Deutschlands. Der Aufruf „Wir sind das Volk“ werde missbraucht, um die Bevölkerung zu verunglimpfen und zu verunsichern. „Während der Reichspogrom am 9. November 1938 den Antisemitismus in den Vordergrund schob, um nach der brutalen Rassenlehre menschenunwürdiges Leben zu vernichten, versucht man heute im Rahmen von Aufmärschen eine Stimmung zu installieren, die eine angebliche Islamisierung des europäischen Kontinents verhindern soll“, verurteilte er die rechtsradikalen Hetzparolen. Als „zuversichtliches Signal für unsere Demokratie“ bezeichnete Radermacher zum einen die Gegendemonstrationen, zum anderen aber auch das Mittun an der Bewältigung der Flüchtlingssituation. „Frauen und Kindern, jungen und älteren Menschen, die überwiegend nicht freiwillig ihr Land verlassen haben, hier in unserer Gemeinde ein wenig entgegenzukommen, ist unser Beitrag an diese Heimatlosen auf ihrem leidvollen Flüchtlingsweg“, sagte der Bürgermeister.

Nach Radermachers Rede sprach Pater Johann Maria Vianney ein Gebet und segnete die Anwesenden. Eingerahmt war die Gedenkfeier in die musikalischen Beiträge der Musikkapelle Urft, die unter anderem das Soldatenlied „Ich hatt’ einen Kameraden“ anstimmte und des Chores an der Basilika Steinfeld. Die Sänger unter der Leitung von Hans Peter Göttgens sangen das Eingangslied der „Deutschen Messe“ und zum Abschluss gemeinsam mit den Teilnehmern der Gedenkfeier die deutsche Nationalhymne.

pp/Agentur ProfiPress


Zum nächsten Begegnungscafé lädt die Flüchtlingshilfe Kall ein am Freitag, 20. November, von 9.30 bis 11.30 Uhr. Archivfoto: Alice Gemp-fer/pp/Agentur ProfiPress

Nächstes Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe

Kaffeetafel der Flüchtlingshilfe Kall für „neue Nachbarn“, Unterstützer und alle Bürger am Freitag, 20. November, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus

Kall – Das nächste Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall findet statt am Freitag, 20. November, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus, Auf dem Büchel 2. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren.

Das Flüchtlingscafé in Kall ist dank des großen Zuspruchs eine feste Institution in der Kaller Flüchtlingsarbeit geworden. Kontakte zwischen Kaller Bürgern und den „neuen Nachbarn“ werden geknüpft. Gleichzeitig ist das Flüchtlingscafé ein Ort, an dem sich die teils in Kaller Außenorten untergebrachten Flüchtlinge untereinander treffen und die ehrenamtliche Helfer der Flüchtlingshilfe sich vernetzen können.

Alle Termine sowie weitere Infos zur Flüchtlingshilfe Kall sind auch im Internet unter www.fluechtlingshilfe-kall.de abrufbar. Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik melden. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

pp/Agentur ProfiPress


Sie führen die Geschicke des neuen Gaststätten-Betreiber-Vereins (von links): Reiner Züll, Uwe Schubinski, Ralf Schumacher und Berthold Jansen. Foto: Angelika Züll/pp/Agentur ProfiPress

Gaststätte Gier bleibt erhalten

Ein Betreiberverein hat die historische Immobilie mit Hilfe

der Gemeinde erworben – Kaller Vereine behalten zentralen

Veranstaltungsort – Ralf Schumacher: „Wir sind uns der

großen Verantwortung bewusst“ - Engagierte Ehrenamtler

 

Kall – Der Fortbestand der Gaststätte Gier in dem um vermutlich 1770 errichteten und unter Dankmalschutz stehenden Gebäude im Schatten der Pfarrkirche in Kall ist gesichert. Der eigens dafür gegründete „Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier e.V.“ hat das weit über 200 Jahre alte Gebäude erworben und wird den seit Anfang August ruhenden Gaststättenbetrieb am 11. November wieder aufnehmen.

 

In kürzester Zeit hatte der Verein die Renovierung von Gaststätte und Saal mit ehrenamtlichen Kräften bewältigt, um der Kaller Bevölkerung weiterhin einen zentralen Treffpunkt bieten zu können. Auch die Gemeinde Kall zeigte ein großes Interesse an der Aufrechterhaltung des Denkmalwesens und insbesondere an der Erhaltung des Ortsbildes von Kall. Bei der Gaststätte Gier handelt es sich um ein historisches und bedeutsames Gebäude für den Ortskern. Zudem diente die Gaststätte mit dem angeschlossenen Dorfsaal bisher als zentraler Ort für Veranstaltungen sowie als sozialer Treffpunkt für die Bürger, Vereine und Gruppierungen.

 

In einer Gemeinderatssitzung im Saal der renovierten Gaststätte stimmte der Kaller Rat jetzt der Zahlung eines Zuschusses in Höhe von 75.000 Euro an den neu gegründeten Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier zu. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verein, das erworbene Gebäude zu erhalten und alle notwendigen Instandhaltungen für mindestens 15 Jahre zu gewährleisten. Weiter verkaufen darf der Verein das Gebäude nicht. Weiterhin hat sich der Verein in einer notariell festgeschriebenen Vereinbarung verpflichtet, den Schankbetrieb über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren aufrecht zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleiches gilt für den Saal. Erfüllt der Verein diese

Vertraglich festgeschriebenen Leistungen nicht, so muss er den Zuschuss zurückzahlen oder das Grundstück samt Gebäude der Gemeinde übereignen. Unter diesen Voraussetzungen stimmte der Rat bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen der Gewährung des Zuschusses zu.

Bürgermeister Herbert Radermacher dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern. Er sprach von einer außergewöhnlichen Kurssteigerung, die das Gebäude schon jetzt durch die bisherigen Renovierungsarbeiten des Vereins erfahren habe. Mit dem vorbereiteten Vertrag war auch der Gemünder Notar Wilhelm Scheuvens zur Ratssitzung gekommen, um die erforderlichen Regularien unter Dach und Fach bringen. Unmittelbar nach der Sitzung zogen sich die Verantwortlichen des Vereins, Hausverkäufer Andreas Gier, der Bürgermeister und der Kämmerer mit dem Notar ins „Stöffjen“ der Gaststätte zurück, um den Vertrag mit den erforderlichen Unterschriften zu besiegeln.

 

„Ohne die Hilfe der Gemeinde Kall hätten wir unser Projekt nicht verwirklichen können“, zeigte sich der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier, Uwe Schubinski, nach der Entscheidung des Rates dankbar. Schubinski, dessen Stellvertreter Ralf Schumacher, Schriftführer Reiner Züll und Kassenwart Berthold Zander führen als geschäftsführender Vorstand künftig die Geschicke des Vereins und der Traditionsgaststätte Gaststätte Gier. Vize-Vorsitzender Ralf Schumacher räumte nach der Ratssitzung ein, dass der Verein eine große Verantwortung auf sich genommen habe. Bei dem Gebäude handele es sich um ein altes Gemäuer und man habe schon einige Überraschungen erlebt. Es werde für den Verein weiterhin viel Arbeit geben. „Wir wollen das Gebäude wieder in einen sehr guten Zustand bringen und der Kaller Bevölkerung sowie den Vereinen wieder etwas bieten, was unwiderruflich verloren gewesen wäre, hätte man diese Lösung nicht gefunden“, so Schumacher.

 

Bei einer Pressekonferenz einen Tag nach der Ratssitzung in der neu renovierten Gaststätte stellte der Verein seinen geschäftsführenden Vorstand, das Betreiberkonzept und die bisher ehrenamtlich geleisteten Sanierungsarbeiten vor. Uwe Schubinski, Ralf Schumacher, Reiner Züll und Berthold Jansen berichteten über die Chronologie der Entstehung des Hauskaufs und des Betreiberkonzeptes mit Hilfe des Bierverlages Baum und der Gemeinde. Nachdem Gastwirt Dieter Forner Ende Juli den Betrieb der Gaststätte aufgegeben hatte, sei im August die Idee entstanden, dass die Gemeinde Kall das Baudenkmal erwerbe und dem Verein die Gaststätte und den Saal mietfrei zur Bewirtschaftung zur Verfügung stelle. Dieses Vorhaben fand jedoch bei der Politik keine Zustimmung. Die regte bei einem Gespräch Anfang September an, dass ein Betreiberverein selbst Eigentümer der Immobilie werde.

 

Schon acht Tage später wurde der Verein gegründet, eine Satzung beschlossen, in der die Erhaltung der Gaststätte und des Saales als Vereinszweck festgeschrieben wurde. Wie Vorsitzender Uwe Schubinski berichtete, hatte der Verein drei Wochen nach der Gründung schon 59 Mitglieder.

 

Für die Renovierung stellt der Getränkelieferant Hans Joachim Baum dem Verein 25.000 Euro zur Verfügung, die innerhalb von 15 Jahren über den Bierverkauf abgegolten werden. Zahlreiche Ehrenamtler waren täglich mit der Renovierung beschäftigt: In Eigenleistung erhielten Gastraum und Saal neue Anstriche, die Beleuchtung wurde komplett auf umweltfreundliche LED-Lampen umgestellt. Sämtliche Sitzpolster im Thekenbereich wurden mit neuem Stoff bezogen. Eine Außenmauer wurde trockengelegt. Durch Nässe in Mitleidenschaft gezogene Fußböden mussten teilweise erneuert werden. Der Saalparkettboden wurde von einer Fachfirma mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt.

 

Derzeit arbeitet der Verein mit einer vorläufigen Betriebserlaubnis für Speisen und Getränke. Die Gaststätte wird montags, mittwochs, freitags von 18 bis 23 Uhr und sonntags von 16 bis 23 Uhr offen sein. Ebenfalls samstags, wenn Veranstaltungen im Saal stattfinden. Auch Familienfeste und Beerdigungskaffees sind künftig dort wieder möglich

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Drei Eifeler Urgesteine: Krimiautor Ralf Kramp, Mundart-Experte Manfred Lang und Liedermacher Günter Hochgürtel treten unter dem Namen „Eifel-Gäng“ seit Jahren gemeinsam auf und sorgen bei ihrem Publikum für hart trainierte Lachmuskeln. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Weihnachten mit der Eifel-Gäng

Spezialprogramm von Ralf Kramp, Günter Hochgürtel und Manni Lang für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Steinfeld – Benefizabend am Freitag, 18. Dezember, ab 19.30 Uhr in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs – Kartenvorverkauf (14 Euro) startet ab 16. November – Einer singt, einer liest und einer trägt vor Kall-Steinfeld – Die Eifel-Gäng ist das ganze Jahr über gut. Aber das Weihnachtsspecial, uraufgeführt 2014 vor ausverkauftem Kursaal in Gemünd, ist gnadenlos. Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang treten damit am Freitag, 18. Dezember, ab 19.30 Uhr auf der Bühne der Aula des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld erneut vors Publikum. „Da hilft nur eins: Tickets besorgen, anschnallen und dann festhalten vor Lachen“, warnt Wolf Werth, der den Benefizabend zugunsten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für den Förderverein des Ortskuratoriums Kreis Euskirchen/Eifel organisiert. Es gibt einen ganzen Gabenteller voll lustiger Lieder, Winterkrimis und adventlicher Mundartstorys. Karten gibt es ab 16 November im Vorverkauf für 14 Euro im Klosterladen Steinfeld sowie in den Buchhandlungen Pavlik (Kall) und „Lesezeichen“ (Nettersheim). Nähere Infos unter Tel. 0172 - 7128325 Ein Abend mit der Eifel-Gäng - das bedeutet Geschichten, Sketche, Sprüche und Lieder, gewürzt mit jeder Menge Humor, Improvisation und köstlichen Dialogen. Die drei Eifeler Urgesteine, auch durch unzählige Soloauftritte, -lesungen und -konzerte bestens bekannt, spielen sich auf höchst vergnügliche Art und Weise gegenseitig die Bälle zu. Ihre Verbundenheit mit der Eifel kommt dabei nicht von ungefähr: Alle drei sind in der unmittelbaren Mechernicher Umgebung geboren und aufgewachsen, deshalb kennen sie sich mit ihrer Heimat bestens aus und können über sie erzählen, singen und philosophieren. Die Eifeler Platzhirsche haben ihre Auftritte gut aufgeteilt: jedes „Gäng“-Mitglied übernimmt seinen ganz eigenen „Spezialbereich“. Der bekannte Krimiautor und Verleger Ralf Kramp liest mit gewohnt tiefschwarzen Humor aus seinen teils recht blutrünstigen Geschichten, Liedermacher und „Wibbelstetz“-Frontmann Günter Hochgürtel sorgt auf musikalische Art für Stimmung, und der Lückerather Mundart-Spezialist und Autor Manni Lang lässt sich in und zum Thema Eifeler Platt aus.

Yannick Müller (mit Scheck) übergab mit seinen Geschwistern Elisa und Louis seine Spende von 1.500 Euro an Willi Greuel. Yannick war mit seinem Vater Josef 1.600 Kilometer bis nach Rom mit dem Fahrrad gefahren. Foto: Privat/Hilfsgruppe/pp/Agentur ProfiPress

Hilfsgruppe in der Klemme

Nach der Schließung der TON-Fabrik wird ein neuer Ort für die 19. Oldienacht gesucht – Mühlenpark oder Zülpicher See als Ausweg? – Spendenbereitschaft der Eifeler ungebrochen

 

Mechernich/Kall - Der vorgesehene Termin für die 19. Mechernicher Oldienacht am 12. März 2016 könne vermutlich nicht eingehalten werden, berichtete Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämieerkrankte Kinder, kürzlich auf dem Monatstreff des Kaller Förderkreises. Denn mit dem Fortgang der Diskothek „TON-Fabrik“ aus den Räumlichkeiten in der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat stehe die Hilfsgruppe nun vor dem Problem, einen neuen Veranstaltungsort finden zu müssen.

Nach der Schließung der großen Eventhalle sei diese an eine Spedition verpachtet worden, die darin ein Hochregallager errichten werde, teilte Willi Greuel den Mitgliedern mit. Man überprüfe derzeit alternative Veranstaltungsorte wie etwa den Kommerner Mühlenpark oder das Terrain am Zülpicher See. Die Oldienacht sei nicht nur eine besonders wichtige Veranstaltung für die Hilfsgruppe, sie habe auch zum jährlich größten Spendenaufkommen geführt.

Erfreulich dagegen war Greuels Mitteilung, dass in den zurückliegenden Wochen zahlreiche Spenden eingegangen seien. Es seien Firmen, Organisationen und viele Einzelpersonen gewesen, die der Hilfsgrupe erhebliche Beträge hätten zukommen lassen. Greuel berichtete gelichzeitig von den vielfältigen finanziellen Verpflichtungen für laufende Projekte: Bis Anfang September seien Ausgaben in Höhe von rund 290.000 Euro angefallen.

Die Lückerather Kinderkirmes habe in diesem Jahr 6.621 Euro in die Kasse der Hilfsgruppe gespült, das große Dankeschönfest bei der Firma Schumacher anlässlich der Kaller Herbstschau habe einen Erlös von 2.382 Euro erbracht. In der Gemeinschaftsgrundschule Kuchenheim hatte Willi Greuel einen Spendenscheck über 1.000 Euro entgegennehmen können. Das Geld war bei einem Sponsorenlauf der Grundschüler zugunsten der Hilfsgruppe zusammen gekommen.

600 Euro überreichte der Kaller Ludwig Grunwald an die Hilfsgruppe. Der ehemalige Offizier der Bundeswehr gehört dem Freundeskreis „Keiler“ an, dessen Mitglieder vor 25 Jahren an der Entwicklung des „Keiler“ genannten Minenräumpanzers beteiligt waren. Der Kreis trifft sich jedes Jahr in den verschiedenen Regionen Deutschlands mit dem Ziel, das positive Zusammenwirken beim damaligen Entwicklungsprozess auf zivile humanitäre Aufgaben zu übertragen.

Eine besonders stramme Leistung vollbrachte der 15-jährige Schüler Yannick Müller aus Blumenthal. Er war mit seinem Vater Josef 14 Tage lang mit dem Fahrrad zu einer Benefiz-Tour nach Rom unterwegs gewesen. Dank großzügiger Sponsoren fuhren Vater und Sohn rund 3.500 Euro zusammen. Mit 2.000 Euro unterstützte das Radler-Duo die Aktion „Ein Herz für Kinder“, 1.500 Euro übergab Yannick Müller stolz an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel.

Und auch das Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde im Landesbetrieb Holz und Wald NRW in Nettersheim stellte sich in den Dienst der Hilfsgruppe. Bei den Holz- und Waldtagen Ende September hatte Forstwirt Jürgen Knop mit der Motorsäge mehrere Kunstwerke „geschnitzt“, die während der Veranstaltung verlost wurden. Eine Eule, eine Tanne, ein großer Pilz, Steinpilzgruppen sowie weitere Schnitzereien waren zu gewinnen. Außerdem wurde noch eine Holzbank verlost, die der Aussteller Phillip Müller aus Wintzen spontan gestiftet hatte.

Bei der Aktion kamen 550 Euro zusammen, die Willi Greuel jetzt in Nettersheim persönlich entgegennahm. Der Spendenscheck wurde übergeben von Forstamtsleiter Horst-Karl Dengel und den Mitarbeitern Sarah-Shazia Kratz, Christoph Böltz und Vanessa Hüpgen.

 

pp/Agentur ProfiPress


„Schulabschluss – und was dann?“ Hilfestellung zu dieser Frage möchte das Berufskolleg (BK) Eifel in Kall bieten mit dem ersten Aktionstag „Berufliche Bildung“ am Samstag, 21. November, von 9 bis 13 Uhr. Foto: BK Eifel

Kein Abschluss ohne Anschluss

Erster Aktionstag „Berufliche Bildung“ am Samstag, 21. November, von 9 bis 13 Uhr

 

Kall – „Schulabschluss – und was dann?“ Hilfestellung zu dieser Frage möchte das Berufskolleg (BK) Eifel in Kall bieten mit dem ersten Aktionstag „Berufliche Bildung“ am Samstag, 21. November, von 9 bis 13 Uhr. Dabei handelt es sich um ein Angebot zur Berufsfelderkundung (BFE) im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Die Informationen und Angebote werden präsentiert nach dem Prinzip eines „Markts der Möglichkeiten“. Nachdem die Teilnehmer diesen durchlaufen haben, erhalten sie ein Zertifikat.

 

Informiert wird über die am BK Eifel angebotenen Ausbildungsberufe, also Berufe in den Bereichen Tourismus, Hotellerie und Gastronomie. Sie werden vorgestellt, gleichzeitig stehen kompetente Ansprechpartner aus Betrieben, Innungen und Verbänden für Fragen bereit. Aus erster Hand berichten Auszubildende selbst, Kurzvorträge und Präsentationen komplettieren das Angebot. Parallel können die Teilnehmer in Mitmachaktionen unter anderem zum Herstellen von Finger Food, zum Tischeindecken, flambieren und Cocktails mixen praktische Erfahrungen sammeln.

 

Neben den Berufsfeldern Restaurant- und Hotelfachleute, Koch, Fachkraft im Gastgewerbe und staatlich geprüfter Assistent für Ernährung und Versorgung können sich die Teilnehmer beim Aktionstag auch informieren über die Zusatzqualifikation „Tourismus und Veranstaltungen“ für Kaufleute für Büromanagement sowie Restaurant- und Hotelfachleute, über die Höhere Handelsschule für Ernährung und Hauswirtschaft sowie über den staatlich geprüften Betriebswirt in der Fachrichtung Tourismus.

 

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Im Rahmen der Lit.Eifel stellt der KBV-Verlag am Mittwoch, 25. November, ab 19.30 Uhr in der Aula des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs den Erzählband „Ein Doc aus der Eifel“ von Manfred Lang & Dr. Franz-Josef Zumbé vor. Foto: KBV

„Ein Doc aus der Eifel“

Buchvorstellung und Premierenlesung Manfred Lang/Dr. Franz-Josef Zumbé am Mittwoch, 25. November, ab 19.30 Uhr im Rahmen der Lit.Eifel in Steinfeld – Humorvolle Einblicke in die Seele eines liebenswerten Menschenschlages – Vorverkauf ab Montag, 9. November, für drei und sechs Euro unter www.ticket-regional.de

Steinfeld/Eifel - Erstmals wird im Rahmen der Lit.Eifel ein neues Buch mit Premierenlesung vorgestellt. Und zwar am Mittwoch, 25. November, ab 19.30 Uhr in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld, Hermann-Josef Straße 4, 53925 Kall-Steinfeld. Karten im Vorverkauf gibt es ab Montag, 9. November, für sechs und drei Euro (Jugendliche und Ermäßigte) unter www.ticket-regional.de

Das in Ralf Kramps Hillesheimer KBV-Verlag erschienene Werk (Hardcover, 272 Seiten, ISBN: 978-3-95441-280-8, 13,95 Euro) mit dem Titel „Ein Doc aus der Eifel“ hat gleich zwei Autoren: Den bereits mit zahlreichen Veröffentlichungen in Erscheinung getretenen Redakteur und Diakon Manfred „Manni“ Lang – und den nicht minder bekannten „Kreismedizinmann“ Dr. Franz-Josef Zumbé, seines Zeichens Eifeler Landarzt und seit 26 Jahren Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung im Kreis Euskirchen.

In diesem Buch erzählt Zumbé im Dialog mit Lang köstliche Episoden, Anekdoten und Schmonzetten, die er in fast 40 Jahren mit seinen Patienten erlebt hat. Beide Autoren haben sich für diesen wunderbaren Erzählband über zweieinhalb Jahre immer wieder getroffen – und dabei tiefen Einblick in die Eifeler Seele gewonnen.

Das angeblich „krummbeinige, diebische Bergvolk“ erweist sich dabei als überaus liebenswürdiger Menschenschlag mit dem beneidenswerten Talent, das Leben und auch die Krankheit nicht tierisch ernst zu nehmen. Man neigt weder zur Wehleidigkeit, noch zur Hypochondrie und nimmt die Unebenheiten des Lebens eher gleichmütig und humorvoll zur Kenntnis. „Vor Nebenwirkungen beim Lesen wird gewarnt“, heißt es im Klappentext: „Es kann sich mitunter Lachen bis an die Schmerzgrenze einstellen . . .“ Das Buch ist mit Zeichnungen von Anna Lang illustriert.

Alle weiteren Termine und Informationen: www.lit-eifel.de

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Die Tangomesse „Misa a Buenos Aires“ findet am Samstag, 21. November, um 18 Uhr in der Basilika Steinfeld statt. Foto: Veranstalter

Tangomesse in der Basilika Steinfeld

„Misa a Buenos Aires“ am Samstag, 21. November, um 18 Uhr in der Basilika im Salvatorianerkloster Steinfeld – Tangomesse nach Martín Palmeri – Verschmelzung von lateinischer Messe und argentinischem Tango Nuevo

Kall-Steinfeld - Eine außergewöhnliche Messe können Besucher der Basilika im Salvatorianerkloster Steinfeld am Samstagabend, 21. November, erleben. In der Abendmesse um 18 Uhr ist dort die Tangomesse „Misa a Buenos Aires“ des argentinischen Komponisten Martín Palmeri zu hören.

Die Aufführung wird von den Solokünstlern Stephan Langenberg (Bandoneon), Alexandra Thomas (Mezzosopran) und Annette Willer-Krebel (Klavier) sowie dem „amadeus ensemble bonn“ und dem „Bach-Chor Bonn“ gestaltet. In dem Werk – auch „Misatango“ genannt – lässt der Komponist die lateinische Messe mit dem argentinischen Tango Nuevo verschmelzen.

Im Text orientiert sich das Werk am traditionellen Messordinarium mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei. Melodisch und rhythmisch ist es dem Tango Nuevo verpflichtet. So kann eine Messe voll Leidenschaft und Schmerz, voll Wehmut und knisternder Spannung entstehen. Damit die Rhythmen nicht nur ins Ohr, sondern auch in den Körper gehen, hat der Bach-Chor Bonn sogar einen Tanzlehrer in die Probenarbeit mit einbezogen.

Initiiert wurde die Aufführung durch die Stiftung Kloster Steinfeld, die sich besonders für den Erhalt des Gymnasiums Hermann-Josef-Kolleg (HJK) Steinfeld einsetzt. Zu den Veranstaltern der Tangomesse gehören außerdem die „Salvatorianer Kloster Steinfeld“, das HJK und der Verein der Ehemaligen am HJK Steinfeld „Catena e.V.“.

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„Lichtblick“ heißt der Gemeinschaftsraum an der Sistiger Pfarrkirche Kirche St. Stephanus – beim ersten Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe hatte der Name einmal mehr Symbolwert. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Sistig rückt zusammen

30 ehrenamtliche Helfer im 750-Seelen-Dorf aktiv – Ansprechbar für Flüchtlinge und andere Menschen in Not – „Neue Nachbarn“ bedanken sich – Professionelle Verstärkung für SV Sistig

 

Kall-Sistig – „Lichtblick“ heißt der Gemeinschaftsraum an der Sistiger Pfarrkirche Kirche St. Stephanus – beim ersten Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe hatte der Name einmal mehr Symbolwert. Deutlich wurde auch: Hier treffen nicht nur Menschen aufeinander, die sich kennenlernen möchten. Vielmehr kannten sich schon viele.

 

Und das kommt nicht von ungefähr, so Ortsvorsteher Karl Vermöhlen: „Wir haben in Sistig 750 Einwohner – 30 von ihnen engagieren sich aktiv in der Flüchtlingshilfe. Das ist schon toll.“ Die momentane Situation erfordere Solidarität, „und Sistig rückt zusammen“. Das betrifft auch das Vereinsleben. Der SV Sistig hat drei neue Spieler, besonders stolz ist er auf Abdula, der in Syrien als Profi gespielt hat. Koordiniert wird die ehrenamtliche Arbeit im Ort, die angebunden ist an die Flüchtlingshilfe Kall, von Tina Seynsche.

 

So erklärt sich auch, warum etwa Familie Khaliqi ganz ungezwungen mitten zwischen Sistigern sitzt, scherzt und sich ganz offensichtlich wohlfühlt. Die Familie wird eng betreut und kennt ihre „neuen Nachbarn“. Wo Worte fehlen, helfen Gesten oder eine Umarmung. Unter anderem haben sie Vertrauen gefasst zu Tina Seynsche und Adriane Fiedlers, Letztgenannte ist speziell für die Familie zuständig. „Sistig gut. Kall gut. Danke“, sagt Großmutter Fatima Khaliqi und nennt noch zahlreiche andere Namen von Sistigern, denen sie danken möchte.

 

Die Khaliqis leben mit drei Generationen im Obergeschoss einer der Sistiger Flüchtlingsunterkünfte, einige Familienmitglieder sind erst seit zwei Wochen da. Daher sind die Sprachkenntnisse noch nicht ausgeprägt, aber sie alle lernen fleißig. „Wir haben einen Ehrenamtler, der im Hintergrund bleiben möchte. Er geht zu den Menschen und lernt ganz unkonventionell Deutsch mit ihnen“, berichtet Tina Seynsche. Dass es mehr als das ist, berichten die Flüchtlinge selbst. Der Mann sei sehr wichtig für sie, immer ansprechbar und unterstütze auch beispielsweise, wenn Post kommt.“

 

Im Untergeschoss lebt auch Hasan mit seiner Frau Mouna. Hasan hat einen Bachelor in Wirtschaft. Er hat in Syrien Folter erleben müssen und ist mit seiner Frau und einem Kleinkind geflohen. Auch er ist dankbar für die Unterstützung der Sistiger. „Tina und die anderen sind immer für uns ansprechbar, wir spüren, dass sie sich wirklich kümmern.“ Das sei das Gegenteil von dem, was er in seinem Land erlebt habe: „Bitte vergessen Sie nicht, bei uns ist Krieg. Unser Leben war in Gefahr.“ Neben der kleinen Familie leben noch sechs alleinstehende Männer in dieser Wohneinheit, darunter auch „Fußballer“ Abdula. Sie alle stammen aus Syrien.

 

Das Ehrenamtsteam hat eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet, in der sie sich schnell austauschen und bei Bedarf reagieren können. Auch einen Notfall haben sie bereits erfolgreich – und mit gutem Ausgang – gemanagt. Mouna hat die Helfer informiert, so konnte umgehend ein Rettungswagen gerufen werden. Ärztlichen Rat gibt auch immer wieder der Mediziner Karl Vermöhlen, „Doktor Karl“ nennen die Menschen ihn.

 

Beim Begegnungscafé tauchen plötzlich neue Gäste auf – eine neue Familie ist eingetroffen. Sie werden in der ehemaligen Lehrerwohnung der „Alten Schule“ untergebracht. Caritas-Mitarbeiterin Dorothea Muysers, die die Flüchtlingshilfe Kall koordiniert und auch beim Begegnungscafé ist, fährt mit der Familie zum Spendenlager in Sötenich. Dort werden sie erst einmal mit dem Lebensnotwendigen, Bettwäsche und Kleidung etwa, versorgt.

 

„Wichtig ist uns auch, dass wir für alle Sistiger da sind, die Hilfe benötigen“, erklärt Helfer Ekkehard Fiebrich beim Begegnungscafé. Für die regelmäßigen Fahrten mit Flüchtlingen zur Tafel in Kall etwa könnten sich gerne auch andere Bezugsberechtigte melden, die mitfahren möchten.

 

pp/Agentur ProfiPress

 


Ein neues Kindermusical zu Gunsten der Hilfsgruppe Eifel bringen Kinderliedermacher Uwe Reetz (v.l.), Anna Reetz, Holger Klän und Nina Fischer auf die Bühne. Foto: Tameer Gunnar Eden/epa

Kindermusical für guten Zweck

Uwe Reetz spendet den Erlös der Vorstellungen von „Der Weihnachtsmann muss immer raus“ an die Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder – Es gibt auch eine Sondervorstellung für Flüchtlingskinder - Vorverkauf ab Ende November, Aufführungen am 4. Adventswochenende im Kommerner Burghof

Kall/Kommern – Eine vergnügliche Zeit mit Musik, Theater und Tanz verbringen und gleichzeitig etwas Gutes tun, das kann man beim neuen Kinder-Musical „Der Weihnachtsmann muss immer raus“ von Uwe Reetz. Denn der bekannte Kinderliedermacher spendet den Erlös der Vorstellungen am Samstag, 19. Dezember, und am Sonntag, 20. Dezember, jeweils um 14 und 17 Uhr, der Hilfegruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder. Veranstaltungsort ist der Burghof Kommern, Wingert 52.

Für die turbulente Geschichte rund um einen Besuch von Sänger Uwe Reetz beim Weihnachtsmann sollen auch die Kinder im Publikum interaktiv einbezogen werden, wie der Bonner Autor der Geschichte, Holger Klän, berichtet. Uwe Reetz: „Der Kontakt mit den Kindern auf Augenhöhe ist mir besonders wichtig, nicht nur bei meinen Konzerten, sondern eben auch bei den Musicals.“

Die „Pänz“ dürfen sich auf ein Wiedersehen mit der quirligen Tänzerin Nina Fischer freuen, die bereits beim ersten Reetz-Musical mit dabei war und die vergangenen vier Jahre als Choreografin und Tanzlehrerin auf der Karibikinsel Curaçao verbracht hatte. Dieses Mal übernimmt sie neben der Choreografie die Rolle des tollpatschigen Rentiers Theo.

Das sollte wegen seiner Schusseligkeit eigentlich gar nicht zum Einsatz kommen, doch da alle anderen Rentiere krank sind, darf es den Schlitten samt Weihnachtsmann (Holger Klän), Uwe Reetz und allen Geschenken ziehen. Doch die Fahrt zur frohen Bescherung endet am Baum, alle Geschenke sind durcheinandergepurzelt, und selbst der Weihnachtsmann weiß nicht mehr, welches Kind welches Geschenk bekommen soll.

Aus dem gröbsten Schlamassel hilft erst einmal Carmen Bär, gespielt von Anna Reetz, die in einer weiteren Rolle noch einen Weihnachtswichtel mimt. Beim Sortieren der Geschenke beweist Theo plötzlich ungeahnte Talente, so dass die Bescherungsfahrt doch noch einem guten Ende entgegenschliddern kann.

Uwe Reetz: „Es wird natürlich neue Weihnachtslieder geben, etwa ein Winterschlaflied und einen Song über das Einpacken der Geschenke.“ Mit Hochdruck vertont der gebürtige Golbacher Kinderliedermacher zurzeit die Texte aus der Feder von Holger Klän, auch die Probenarbeiten sind in vollem Gange.

Der Vorverkauf soll am Montag, 30. November, starten. Karten sind zum Preis von 8 Euro für Kinder und 10 Euro für Erwachsene in Kall bei Rewe, in Mechernich bei Schreibwaren Schwinning, in Kommern im Café Quasten und in Gemünd bei der Buchhandlung Wachtel erhältlich. Es ist zudem eine Sondervorstellung für Flüchtlingskinder geplant, bei der kein Eintritt erhoben wird. Uwe Reetz: „Das ist nicht zuletzt durch die Sponsoren Energie Nordeifel, Möbel Brucker, VR-Bank Nordeifel, DuoTherm und Marike Lotz möglich.“ (epa)


Wo es im Nordeifel-Tourismus lang geht, hat die Gesellschafterversammlung der Nordeifel-Tourismus-GmbH jetzt mit ihrem neuen Strategiekonzept bis 2020 festgelegt. Foto: NeT/Archiv ProfiPress

Neues Konzept im Nordeifel-Tourismus

Gesellschafterversammlung der in Kall beheimateten Nordeifel-Tourismus-GmbH (NeT) erhofft sich davon eine Stärkung der Fremdenverkehrswirtschaft – Mehr Alleinstellungsmerkmale rausstellen – Neues Gutachten belegt: Touristen ließen 2014 sage und schreibe 262,5 Millionen Euro in der NRW-Eifel

Kall/Eifel – Eine Stärkung der Fremdenverkehrswirtschaft verspricht sich die  in Kall ansässige Nordeifel-Tourismus-GmbH (NeT) von ihrem neuen Tourismus- und Marketingkonzept 2015-2020. Es war unlängst von der Gesellschafterversammlung verabschiedet worden. Das Konzept bildet die strategische Grundlage für die weitere touristische Entwicklung und Vermarktung in dem zu Nordrhein-Westfalen gehörenden Eifelteil.

Die Nordeifel soll noch mehr Profil zeigen. Dazu will die NeT im Verein mit den Tourismusbetrieben neue, zielgruppenspezifische Angebote auflegen. Geschäftsführerin Iris Poth erklärt in einer Pressemitteilung: „Wegen der enormen Dynamik der gesamten Branche müssen wir unser Angebot kontinuierlich, professionell und kreativ weiterentwickeln! Und das trotz begrenztem Budget auf hohem Niveau.“ Eine erfolgreiche regionale Tourismuswirtschaft sei kein Selbstläufer.

 

Lücken im Service schließen,

Natur-Aktivangebote steigern

 

Was genau zu tun ist in den Jahren bis 2020 hat die Nordeifel-Tourismus-GmbH in verschiedenen Workshops mit dem Team, Gesellschaftern und Partnern der NeT herausgefunden. Demnach will sich die Nordeifel vor allem als ganzjährige familienfreundliche Urlaubsregion präsentieren. Lücken im touristischen Service sollen geschlossen, Aktivangebote, vor allem im Naturerlebnisbereich, effektiver vermarktet werden.

Auch der touristische ÖPNV soll intelligent weiterentwickelt werden. Barrierefreiheit bleibt ebenfalls ein Thema. Gastronomie, Hotellerie und private Übernachtungsbetriebe sollen auf diesem Sektor nachrüsten.

Zusammenarbeit soll in der Nordeifeler Tourismusbranche noch größer geschrieben werden. Die NeT plant regelmäßige Netzwerktreffen der Betriebe und mittelfristig den Aufbau einer Tourismusakademie. So sollen der Austauschbarkeit mit anderen deutschen Ferienregionen vorgebeugt und Alleinstellungsmerkmale der Nordeifel herausgearbeitet werden. Was vor allem noch fehlt, ist ein Leitbild.

Iris Poth: „Alle Akteure in der Nordeifel, die vom Fremdenverkehr profitieren, müssen zusammen anpacken, um das neue Tourismus- und Marketingkonzept in die Tat umzusetzen. Und zwar öffentliche und private Profiteure – dieses Signal wird im Tourismus der Nordeifel dringend gebraucht!“

Welche wirtschaftliche Bedeutung die Tourismusbranche für die Region zwischen Erftauen (Weilerswist) und Lampertstal (Blankenheim) hat, beleuchtet ein neues Gutachten des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr in München (dwif). Es ist im Auftrag des Kreises Euskirchen erstellt worden.

Demnach gab es 2014 im angezeigten Urlaubsgebiet 1.260.000 Übernachtungen - von der Ferienwohnung bis zum Sterne-Hotel. Die Zahl der Tagesausflügler betrug rund 7,4 Millionen (!). Vom Tourismus profitieren laut Expertise das Gastronomie- und Beherbergungswesen 2014 mit 118,3 Mio. €  (45,1 %), der Einzelhandel mit 96,4 Mio. € (36,7 %) und sonstige Dienstleistungen mit 47,8 Mio. € (18, 2 %).

 

Umgerechnet ernährt der

Tourismus 5200 Leute

 

Interessant ist der Vergleich des Ausgabeverhaltens. Während Gäste, die in gewerblichen Betrieben mit mehr als zehn Betten übernachten, pro Tag und pro Person 93,20 € ausgeben, sind es bei Gästen in Ferienwohnungen durchschnittlich nur 66 €. Tagesgäste lassen rund 23 € pro Aufenthalt in der Region.

Insgesamt ergibt sich durch Tages- und Übernachtungsgäste in der Nordeifel ein Bruttoumsatz von 262,5 Mio. € pro Jahr. Weitere wirtschaftliche Effekte für die NRW-Eifel ergeben sich durch die Ableitung des Bruttoumsatzes. So wird durch die Ausgaben der Gäste eine Mehrwertsteuer in Höhe von 29,7 Mio. € erzielt.

Umgerechnet ernährt der Tourismus 5200 Menschen in den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der Städteregion Aachen mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen von 23.400 € pro Kopf. Wirtschaftliche Effekte für die Kommunen ergeben sich aus der Lohn- und Einkommenssteuer der im Tourismus beschäftigten Personen und der anteiligen Gewerbe- und Grundsteuer der vom Tourismus profitierenden Unternehmen.

 

www.nordeifel-tourismus.de

pp/Agentur ProfiPress


Schwester Yusta, die auf Sansibar lebt und arbeitet, sprach im Hermann-Josef-Kolleg über ihr Land. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Menschenhandel ist das größte Problem

Missio-Gast Schwester Yusta Tesha aus Sansibar besuchte Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg – Schüler lauschten gespannt Berichten – Unruhen, Armut, Aids und Menschenhandel als Herausforderungen

Kall-Steinfeld/Köln – „In diesem Jahr, in dem so viele Flüchtlinge auch die Eifel erreicht haben, hat der Monat der Weltmission eine ganz besondere Bedeutung“, begrüßte der Lehrer Gerd Weimbs die Oberstufenschüler des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs. „Jetzt erfahren wir die Folgen dessen, was weltweit los ist, erstmals auch hautnah hier bei uns.“ Was genau dort los ist, wo Schwester Yusta Tesha lebt und arbeitet – in Sansibar – berichtete sie den Schülern auf Einladung des Hilfswerks „Missio“. Dessen Mitarbeiterin Anke Reermann übersetzte die Ausführungen der 50-jährigen Ordensschwester, die auf Englisch referierte. In der Aula war es währenddessen mucksmäuschenstill, die Schüler hörten interessiert zu.

Schwester Yusta stammt aus Tansania. „Dort hält sich das Verhältnis von Christen und Muslimen in etwa die Waage.“ Anders sei das in Sansibar, der Insel im indischen Ozean, auf der sie jetzt lebt und für ihr Bistum eine Entwicklungsstation leitet: „Dort machen die Muslime heute rund 98 Prozent aus, die übrigen Menschen sind Christen oder anderer Religionen.“ Seit den 1990er Jahren kommt es immer wieder zu Ausschreitungen, die die Ordensfrau so erklärt: „Damals wurde ein multiples Parteiensystem eingeführt, wodurch auch kleine, teils fundamentalistische Gruppen an der Regierung beteiligt wurden.“ Es kommt immer wieder zu Unruhen, in den Jahren 2012/2013 wurde ein Priester getötet, ein anderer verletzt. „Wir bemühen uns um einen interreligiösen Dialog“, berichtet Schwester Yusta, „Christen und Moslems kommen regelmäßig zusammen und besprechen Probleme – um zusammen zu leben wie Brüder und Schwestern.“

Zuvor war das Zusammenleben lange Zeit problemlos, was die Christin auf das Eintreffen der ersten Missionare vor rund 150 Jahren zurückführt. „Der damalige Sultan fragte, was sie auf Sansibar wollen.“ Die Antwort habe ihm gefallen: „Wir sind hier, um den Menschen Fähigkeiten beizubringen. Gleichzeitig möchten wir lernen, wie ihr lebt.“ Der Sultan tolerierte die Missionare, nicht zuletzt auch, weil sie sich um die Armen kümmerten, Gesundheitszentren und Kindergärten einrichteten.

Auch ihrem Orden, den „Evangelizing Sisters of Mary“ sei es ein Hauptanliegen, den armen Menschen in Afrika zu dienen. Dies geschehe auf vielfache Weise: durch Katechese und mit dem Aufbau von Gesundheitszentren sowie sozialen Diensten etwa. Auf Sansibar kümmert sich Schwester Yusta insbesondere um benachteiligte Frauen und Mädchen. „Ich gebe beispielsweise Workshops für Frauen und spreche mit ihnen über ihre Rechte und die der Kinder, die oft nicht respektiert werden.“ Wichtig sei etwa, die Frauen zu ermutigen, ihre Kinder in die Schule zu schicken – auch die Mädchen. Auch Armut und Aids seien brennende Themen.

Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe fährt die Entwicklungsstation mehrgleisig: So legt die Ordensfrau mit den Frauen etwa kleine Gemüsegärten an - zum einen zur Selbstversorgung, aber auch, damit sie sich mit Verkäufen auf dem Markt eigenes Geld verdienen können. Ähnlich verhält es sich mit Kleinvieh, das Schwester Yusta für die Familien besorgt.

„Das größte Problem ist der Menschenhandel“, berichtet die Tansanierin. Denn der blühe immer noch, insbesondere junge Frauen fielen ihm zum Opfer. „Sie werden mit falschen Versprechungen von zu Hause weggelockt.“ In andere Länder gebracht, würden sie als Haushaltshilfe ausgebeutet oder zur Prostitution gezwungen. Schwester Yusta unterstützt und stärkt die Frauen, denen es gelingt, zu fliehen. Gleichzeitig versucht sie mit Aufklärungsarbeit für das Thema zu sensibilisieren.

 

Hintergrund:

Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung (HDI) nimmt es nur Rang 159 unter 187 Staaten ein. Die Mehrheit der 49 Millionen Einwohner lebt als Selbstversorger auf dem Land.

Die Infrastruktur ist extrem schlecht. Es gibt kaum Straßen. Das staatliche Gesundheitssystem ist marode, der Bildungsstand vieler Menschen sehr niedrig. Selbst vom Tourismus, der zu den wichtigsten Einkommensquellen Tansanias gehört, profitieren nur wenige. In diesem Jahr war Tansania Schwerpunktland im Monat der Weltmission, einem Projekt des katholischen Hilfswerks Missio.

pp/Agentur ProfiPress

 

 


Pater Paul Cyrys, der Superior der Salvatorianer-Gemeinschaft im Kloster Steinfeld (r.), hier mit Rosei Gollmann und Heinrich Latz, begrüßt die neue Ausrichtung der Indienhilfe des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld. Foto: ml/pp/ProfiPress

Auf stille Weise begeisternd

Rosi Gollmann warb beim 15. „Steinfelder Abend“ in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs für Nächstenliebe und „Hilfe zur Selbsthilfe“ – Salvatorianerschulen im Verein „GIPP“ stellen ihr Indienprojekt entsprechend um – Unterstützer werden gesucht

Kall-Steinfeld - „Ich bin ein glücklicher Mensch“, verriet Rosi Gollmann am Donnerstag beim 15. Steinfelder Abend in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs (HJK). Die Gründerin der Andheri-Hilfe Bonn (1967) und Mitgründerin der Andheri-Stiftung (2002) war nach Steinfeld gekommen, um die dort bereits etablierte Indienhilfe des Gymnasiums zu unterstützen.

Ihr Glück schöpft die 88jährige keineswegs aus eigener Nachkommenschaft, Reichtum und Ehre, wie sie in Steinfeld verriet, sondern allein aus dem Umstand, dass sie alles für die Armen getan hat, was ihr mit Hilfe und Unterstützung Tausender anderer möglich war. Die Zahl derer, denen die Bonner Entwicklungshelferin und katholische Theologin im übertragenen Sinne auf die Beine geholfen hat, geht in die Millionen.

Jetzt berät sie das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg. Das HJK, die Salvatorschule in Berlin und eine ehemaligen Salvatorianer-Schule in Bad Wurzach unterstützen gemeinsam im Verein German-Indian Partnership-Programme (GIPP e.V.) seit vielen Jahren Schüler einer Salvatorianer-Schule im Nordosten Indiens. Das geschieht zurzeit noch in der Form, dass das Schulgeld dieser Kinder und Jugendlichen durch Aktionen in Deutschland eingeworben oder verdient wird, zum Beispiel bei Schulfesten oder Sponsorenläufen.

 

Deutsche Salvatorianer-Schulen

unterstützen indische Schüler

 

Künftig will der Verein „GIPP“ seine Unterstützung auf Vorbild von Rosi Gollmanns Andheri-Hilfe auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ umstellen. Mit Hilfe von Spendern und regelmäßigen Unterstützern aus der Eifel sollen besonders arme Familien in den „Colonies“, slum-ähnlichen Siedlungen in einer abgelegenen Region an der Grenze zu Bangladesch, gezielt beim Aufbau einer eigenen Existenz unterstützt werden.

Denkbar sind landwirtschaftliche Projekte oder auch die Anschaffung von Webstühlen und Nähmaschinen für die Textilproduktion. Wichtig sei, so Rosi Gollmann, dass man mit den Leuten vor Ort klärt, was sie wollen und können und was wirtschaftlich sinnvoll ist, damit nicht einer dem anderen Konkurrenz macht.

Jedenfalls sollen die Familie, vor allem die Frauen, in den Stand gesetzt werden, durch eigene Arbeit und Gewerbetätigkeit zum Unterhalt der Familie beizutragen und den Kindern den Besuch der Salvatorianerschule, Bildung und bessere Berufs- und Lebensaussichten zu ermöglichen. Schulleiter Heinrich Latz persönlich will das Projekt vor Ort in Indien starten und mit Vertrauenspersonen besetzen.

 

Mit 40 Euro kann man einem Kind

sein Augenlicht wiedergeben

 

Heinrich Latz stellte das Projekt beim 15. Steinfelder Abend vor und erläuterte alle Möglichkeiten der Unterstützung, d.h. einmalige, aber auch dauerhafte Hilfen sind möglich. Zum Beispiel könne man mit umgerechnet 40 Euro einem Kind, das an einer in Indien häufigen Form der Erblindung leidet, sein Augenlicht wiedergeben.

Rosi Gollmann las in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs aus ihrem Buch „Einfach Mensch“ und damit aus ihren Lebenserinnerungen, die das Leben von Millionen Menschen in der Welt positiv verändert haben. Und zwar nicht nur in Indien und Bangladesch, wo ihre Hilfe zur Selbsthilfe erst Waisenkinder zugutekam, dann ganzen Familien und Dörfern und schließlich dem Gesundheitswesen und dem gesellschaftlichen Zusammenleben überhaupt.

Sie hat auch das Leben Tausender Menschen in Deutschland verändert, die sich in den Dienst ihrer 1967 gegründeten bundesweiten Andheri-Hilfe gestellt haben. Damit unterstützte sie zunächst das von der Mechernicher Ordensschwester Anna Huberta (geborene Gertrud Roggendorf) in Andheri vor den Toren Bombays gegründete Kinderdorf.

Später startete Rosi Gollmann auch vielfältige andere Hilfsprojekte gegen Mädchenmorde und Kinderarbeit, für Bildung und Berufsfindung sowie Selbständigkeit durch Kleinkredite. Und zwar auch in anderen Teilen Indiens und in Bangladesch, wo besonders ihre Blindenhilfe berühmt wurde. Bis heute wurden 1,3 Millionen Operationen finanziert, die den Menschen das Augenlicht wiederverschafften.

„Menschen kann man nicht entwickeln, man kann ihnen höchstens helfen, sich zu entwickeln“, ist einer der Grundsätze von Käthe Rosalie Gollmann, die am 9. Juni 1927 als Jüngstes von drei Kindern einer Bonner Kaufmannsfamilie geboren wurde und später nicht davon abzubringen war, ausgerechnet Theologie zu studieren. Den Glauben an Gott und ihr Credo zur christlichen Nächstenliebe trägt Rosi Gollmann nicht vor sich her, sie ist davon durchdrungen. Das konnten auch die Zuhörerinnen und Zuhörer in Steinfeld spüren.

 

In Steinfeld erzählte Rosi

Gollmann auch sehr Persönliches

 

Auf ihre Hilfe durften stets Menschen aller Religionszugehörigkeiten hoffen. Auch Schwester Anna Huberta habe oft davon abgeraten, Waisenkinder in Andheri christlich taufen zu lassen, auch wenn sie darum baten. Sie wollte ihre Rückkehr in die Familien und Dörfer nicht gesellschaftlich erschweren.

1959 wurde Rosi Gollmann durch die Illustrierte „Stern“ auf die Not indischer Findelkinder in Schwester Anna Hubertas Waisenhaus in Andheri bei Bombay (heute Mumbai) aufmerksam. Ihre Schülerinnen und Schüler schickten Hunderte von Päckchen mit lebenswichtigen Artikeln auf den Weg.

Ihre erste Indienreise 1962 eben zu der Mechernicher Ordensschwester nach Andheri gab ihrem Leben eine vollständige Wende. Zurückgekehrt machte sie die Menschen in Deutschland unermüdlich auf die Not in Indien aufmerksam, scharte immer mehr Gleichgesinnte um sich und motivierte zum Teilen.

In Steinfeld erzählte Rosi Gollmann auch sehr persönliche und intime Dinge um ihre Familie, ihren Freund, der Priester geworden ist und mit dem sie noch heute in Kontakt steht, um ihren Glauben und ihre Gottesbeziehung und um ihre Lebensentscheidung, sich ganz in den Dienst der Armen zu stellen.

Ihre aktuelle Belastung durch die Erkrankung ihrer indischen Adoptivtochter Maryanne, die der kämpferischen Dame in Steinfeld niemand angemerkt hatte, thematisierte Rosi Gollmann erst ganz am Schluss eines auf stille Weise begeisternden Abends. Das Interview mit Rosi Gollmann führte der Redakteur und Diakon Manfred Lang.

pp/Agentur ProfiPress


Coach Rudi Gerhards ist stolz auf seine Truppe: Niklas Bröders (von links), Stephen Kinnen, Brian Niebes, Nick Salentin, Maximilian Arndt und Till Wirtz. Foto: HJK/pp/Agentur ProfiPress

HJKler erfolgreich beim Köln-Marathon

Steinfelder Schüler werden elfte von 220 Staffeln Kall-Steinfeld/Köln - Zehntausende von Zuschauern säumten während des „Rheinenergie Schüler-Marathons“ in Köln die Straßen der Domstadt. Sie alle feuerten die rund 24.500 Läuferinnen und Läufer mit Beifall und aufmunternde Zurufen an. Auch Schüler des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs (HJK) nahmen wieder am Marathon teil. Betreut und motiviert wurden sie wie immer vom HJK-Lehrer Rudi Gerhards. Zwei Staffeln, eine besetzt mit Hobbyläufern und eine mit trainierten Schülern, begaben sich auf die 42,5 Kilometer lange Strecke. Die Strecke wurde unter den Schülern in Abschnitte von fünf, sieben, zehn und 25 Kilometern aufgeteilt. Die HJK-Staffel 1 (Brian Niebes, Nick Salentin, Maximilian Arndt, Stephen Kinnen, Niklas Bröders und Till Wirtz) belegte am Ende in der Zeit von 3.03.45 Stunden unter 220 gewerteten Schulstaffeln in der Gesamtwertung einen hervorragenden elften Platz. Nicht zuletzt die einzigartige Atmosphäre trug dazu bei, dass bereits nach dem Marathon die Teilnehme im kommenden Jahr besprochen wurde. pp/Agentur ProfiPress

Unter Anleitung von Lehrerin Annika Olsen lernen die Siebtklässer des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld, die Tablet-Computer für den Unterricht zu nutzen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

iPad als Lernpartner der Zukunft

Das Hermann-Josef-Kolleg schlägt neuen Weg ins digitale Klassenzimmer ein – iPads sollen Medienkompetenz stärken – Möglichkeiten für den Unterricht spannend und schier grenzenlos Kall-Steinfeld – Das Hermann-Josef-Kolleg (HJK) in Steinfeld stellt neue Weichen für die Zukunft seines Angebots: Das Gymnasium des Salvatorianer-Ordens hat begonnen, seine Schüler mit iPads auszustatten und ermöglicht ihnen mit den handlichen Tablet-Computern des Apple-Konzerns ganz neue Dimensionen des Lernens. Im Kreis Euskirchen ist das HJK damit die Vorzeigeschule in Sachen IT. Wichtig ist den Verantwortlichen dabei der wohl überlegte Umgang mit der neuen Technik. „Die Geräte werden nicht Inhalt des Unterrichtes, sondern da eingesetzt, wo es sinnvoll erscheint“, betont stellvertretender Schulleiter Willi Frauenrath die Absicht, das neue Medium mit Verstand und Vernunft in den Unterricht zu integrieren. Wobei der Begriff „neues Medium“ für altgediente Pädagogen noch Bestand hat; für Schüler, die größtenteils mit Smartphone und Computer aufwachsen, ist das iPad eine weitere Erfahrung in der virtuellen Welt. Der Einsatz der iPads, so Frauenrath, habe sowohl technischen als auch pädagogischen Nutzen: Zum einen würden die Schüler lernen, das Gerät zu beherrschen. Zum anderen würden die iPads ein schnelleres, gezielteres Lernen sowie eine besonders individuelle Förderung entsprechend den Bedürfnissen des einzelnen Schülers viel mehr erlauben „als Papier und Zettel“. Last but not least könnten die Geräte auch neuen Schwung in manch trockene Materie bringen und dazu führen, dass Schüler auch weniger beliebte Aufgaben gerne erledigen. Vorausgegangen war eine interne Analyse, an der Lehrer, Eltern, Schulträger und der Ehemaligenverein Catena beteiligt waren. Gemeinsam suchten sie in einer sogenannten „Change-Management-Gruppe“ nach Verbesserungsmöglichkeiten, um das HJK zukunftsfähig zu machen. „Die Schulvernetzung mit W-Lan in den naturwissenschaftlichen Räumen und die Ausstattung mit Beamern und Laptops war ein erster Ansatz“, blickt Frauenrath zurück. Mittlerweile ist fast die gesamte Schule „verkabelt“, damit die neue Technik Einzug halten konnte. Alle 47 Lehrer wurden entsprechend geschult. „Auch in den einzelnen Fachgruppen, um zu sehen: Was kann das iPad im Deutsch- oder im Mathe-Unterricht“, so Lehrer Michael Schmitz. Zur Vorbereitung auf das iPad-Projekt gab es Treffen mit Experten des Apple-Konzerns und Besuche an drei Schulen, die bereits mit iPads arbeiten. Das Kölner Kaiserin-Augusta-Gymnasium als eine der ersten mit iPads ausgestatteten Schulen Deutschlands, die Europaschule Bonn und das Privatinternat Villa Wewersbusch in Velbert waren gerne bereit, von ihren Erfahrungen zu berichten. Danach gab es eine Informationsveranstaltung für die Eltern. „Die Mehrheit sprach sich deutlich dafür aus, den neuen Weg für die Zukunft zu beschreiten“, berichtet Willi Frauenrath. Frauenrath selbst schwärmt von den „wunderbaren und unendlich vielfältigen Möglichkeiten“, die das neue Medienkonzept biete, gleichwohl betonend, dass der klassische Unterricht keineswegs passé sei. „Die iPads sind nur ein Medium.“ Aber eines, das dank unzähliger Apps im Bildungsbereich ungleich mehr Möglichkeiten eröffne als jedes Lehrbuch. „Es wird aber auch immer noch Unterrichtsphasen geben, in denen die Geräte nicht zum Einsatz kommen“, ergänzt Michael Schmitz. Angelaufen ist nun mit 140 Geräten eine einjährige kostenlose Testphase, in der das Salvatorianer Gymnasium, die Stiftung Kloster Steinfeld und die Catena die Finanzierung sicherstellen. Außer den Lehrern erhielten alle Siebtklässler iPads. Hinzu kommt ein Pool von 32 Geräten, die nach Bedarf von den anderen Klassen genutzt werden können. Sollte das erste Jahr als Erfolg gewertet werden können, wird das Konzept auf die anderen Jahrgangsstufen weiterentwickelt und ausgebaut. Einen weiteren Aspekt gibt es, der in den Augen der Verantwortlichen ebenfalls ein gewichtiges Argument für die Anschaffung der Geräte darstellt. „Neben all den Vorteilen des E-Learnings geht es uns auch darum, den Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten und Medienkompetenz zu vermitteln“, erklärt der stellvertretende Schulleiter. Um eventuellem Missbrauch vorzubeugen, seien die Lehrer befugt, in die Geräte einzusehen. Diese würden zudem mit hochwertigen Jugendschutzfiltern versehen. „Die Schule behält die Oberhand“, so Willi Frauenrath. Wenn das Hermann-Josef-Kolleg am Samstag, 5. Dezember, ab 11 Uhr seine Pforten zum „Tag der offenen Tür“ öffnet, können sich die Grundschüler und ihre Eltern und natürlich alle anderen Besucher über die Möglichkeiten des interaktiven Lernens mit den iPads informieren. pp/Agentur ProfiPress

Auf dem Soldatenfriedhof in Steinfeld gestalten Freiwillige Feuerwehr, Chor an der Basilika, Musikkapelle Urft und weitere Abordnungen die Gedenkfeier am Volkstrauertag, 15. November. Die Ansprache wird Bürgermeister Herbert Radermacher halten. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Gedenkfeier am Volkstrauertag

Feierliche Kranzniederlegung mit vielen Beteiligten auf dem Soldatenfriedhof in Steinfeld

Kall-Steinfeld – Ein Zeichen der Solidarität mit den Hinterbliebenen der Gefallenen und des Gedenkens an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft setzen am Sonntag, 15. November wieder zahlreiche Beteiligte aus der Gemeinde Kall in Steinfeld.

Im Anschluss an das Hochamt in der Basilika beginnt um 10.45 Uhr die Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof in Steinfeld. Dazu formiert sich unter Leitung von Gemeindebrandinspektor Harald Heinen ein Zug für den Gang zum Soldatenfriedhof.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch den Chor an der Basilika Steinfeld und die Musikkapelle Urft hält Bürgermeister Herbert Radermacher die Ansprache, gefolgt von einem Gebet, das ein Pater des Klosters Steinfeld sprechen wird. Danach legen Feuerwehrleute aus Kall und Wahlen den Kranz nieder. Der feierliche Akt wird musikalisch untermalt vom Chor und der Musikkapelle.

Weitere Teilnehmer der Gedenkfeier sind der Schützenverein Wahlen, die Löschgruppen aus Kall, Sistig und Wahlen, die Reservistenvereinigung Gerolstein, der DRK-Ortsverein Kall sowie Vertreter der Kirchen, der Gemeinde und weiterer Abordnungen.

pp/Agentur ProfiPress


Eine ganze Klasse der Förderschule im Hermann-Josef-Haus passte in den „toten Winkel“ (markiert durch die rote Dreiecksplane) neben dem Lastwagen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Im toten Winkel „verschwunden“

Verkehrsunterricht mit den „Transportbotschaftern“ – Schüler der Förderschule im Hermann-Josef-Haus Urft lernten Gefahrquellen im Straßenverkehr kennen –Toten Winkel von LKW-Fahrerkabine aus selbst getestet

Kall-Urft - „Ich habe gebetet, dass nichts passiert.“ Jochen Dieckmann erinnerte sich an seine Zeit als Lastwagenfahrer. Rund 15 Jahre lang war er in ganz Europa unterwegs – immer begleitet von der Gefahrenquelle „toter Winkel“. Mit dem Team der „Transportbotschafter“ kam er zur Förderschule des Hermann-Josef-Hauses in Urft, um die Schüler bei einem speziellen Verkehrsunterricht auf die Gefahr des toten Winkels aufmerksam zu machen.

Ziel der Aktion war es, die Schüler so für das Thema zu sensibilisieren, dass sie mithelfen können, gefährliche Situationen zu verhindern. Denn: „Jeder Fußgänger und jeder Radfahrer ist gefährdet, wenn ein LKW, ein Bus oder ein Transporter rechts abbiegt“, erklärte Alexander Schröder von den „Transportbotschaftern“. Vier tote Winkel gibt es bei einem Lastwagen: Vor und hinter dem Fahrzeug sowie rechts und links an der Seite. Diese Bereiche sind trotz Spiegeln und Fenstern für den Fahrer unsichtbar – und wachsen mit der Größe des Fahrzeugs.

Davon konnten sich die Schüler der fünften bis zehnten Klassen der Schule im Hermann-Josef-Haus in Urft selbst überzeugen. Auf dem Schulhof war neben dem Fahrzeug – einem zehn Meter langen Show-Truck aus den USA – eine rote Dreiecksplane ausgebreitet, die den toten Winkel markierte. So konnten ganze Schulklassen buchstäblich neben dem Fahrzeug „verschwinden“, während sich einzelne Schüler abwechselnd ans Steuer setzen durften, um sich zu überzeugen, dass ihre Mitschüler tatsächlich nicht zu sehen sind.

In der Fahrerkabine wurde schnell deutlich, welch große Bereiche für den Lenkenden gar nicht einsehbar sind. Am besten bleiben Fußgänger und Radfahrer deshalb schräg hinter dem Fahrzeug – und nicht daneben. Als Merkregel gilt: „Nur wenn du den Fahrer siehst (direkt oder über den Spiegel), kann auch er dich sehen.“

Im Unterricht gingen die „Transportbotschafter“ die Abbiegesituation zunächst theoretisch mit den Schülern durch. Normalerweise führen sie die Veranstaltungen mit Schülern der ersten bis sechsten Klassen durch, aber Marion Maxeiner, stellvertretende Schulleiterin der privaten katholischen Förderschule, hatte sich dafür eingesetzt, dass die Aktion für die ganze Schule durchgeführt werden konnte. „Einige unserer Schüler sind kognitiv eingeschränkt, deshalb sind abstrakte Dinge wie der »tote Winkel« für sie schwieriger zu verstehen.“ Die „Transportbotschafter“ – ein gemeinnütziger Verein aus Erkrath – waren sofort mit ihrer kostenlosen Aktion „Achtung: Toter Winkel!“ dabei.

So setzten sich auch Schüler mit dem Thema auseinander, die bereits ihren Mofa-Führerschein machen oder gemacht haben. Viele von ihnen kennen den Schulterblick aus der Fahrschule, aber „dem Lastwagenfahrer nützt der nichts“, erklärte Jochen Dieckmann. Und wer hat eigentlich Vorfahrt an der Ampel, wenn der LKW rechts abbiegen will? „Radfahrer und Fußgänger“ wussten die Schüler, aber im Zweifel sollte dennoch Sicherheit über Vorfahrt gehen. Jochen Dieckmann: „Was ist, wenn der LKW-Fahrer abbiegen möchte und dich nicht sieht?“ Für Maurice war die Sache klar: „Dann bin ich platt“, sagte er geradeheraus.

„Ihr lernt hier nicht für eine gute Schulnote, sondern für euer eigenes Leben und eure Gesundheit“, betonte Jochen Dieckmann. Allein in Köln, so berichtete „Transportbotschafter“ Alexander Schröder, habe es im Jahr 2014 insgesamt 55 Verkehrsunfälle wegen des toten Winkels gegeben, davon 15 mit tödlichem Ausgang. Jochen Dieckmann: „Natürlich fahren einige Lastwagen mit Zusatzspiegeln, Kameras und Assistenz-Systemen – aber nicht alle Unfälle können so verhindert werden.“

pp/Agentur ProfiPress

 


Im Ratssaal trafen sich Kaller Gewerbetreibende zum „Unternehmerfrühstück“, das diesmal von der VR-Bank Nordeifel eG ausgerichtet wurde. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Networken Sie schön“

VR- Bank Nordeifel eG richtete jüngstes Unternehmerfrühstück im Kaller Rathaus aus – Infos zu innovativen Ansätzen in Eifeler Genossenschaftsbank, Flüchtlingshilfe, Breitbandversorgung und Familiengenossenschaft

Kall – „Networken“ – ein neudeutsches Wort, dass gerne verwendet wird, wenn es darum geht, sich auszutauschen und Netzwerke zu bilden. Genau dazu hatte die VR-Bank Nordeifel eG jetzt ins Kaller Rathaus eingeladen, und zwar im Rahmen des „Unternehmerfrühstücks“. Seit 2012 bietet die Kaller Verwaltung mit dem Unternehmerfrühstück den Rahmen dafür, ausgerichtet wird es jeweils von einem anderen Unternehmen.

Für die VR-Bank Nordeifel eG begrüßte Teamleiter Dieter Benning die gut 30 Unternehmer im Ratssaal und wünschte ihnen: „Networken Sie schön.“ Zunächst aber hatte die Runde Gelegenheit, sich aus erster Hand zu aktuellen Themen zu informieren. Benning selbst ging auf die neuen Herausforderungen ein, die der demografische Wandel mit drohendem Fachkräftemangel mit sich bringt. „Jedes Unternehmen muss heute Strategien entwickeln, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“, so Benning. Die VR-Bank Nordeifel empfehle dazu einen strukturierten Prozess, wie sie ihn selbst im Rahmen der Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ durchlaufen hat. Besonders ging er ein auf die Erfahrungen der VR-Bank Nordeifel eG in den Themenbereichen Familie und Beruf sowie Gesundheit.

In diesem Zusammenhang zu sehen ist auch die Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen, die deren Leiter Albert Müllenborn vorstellte. Sie entstand auf Initiative der VR-Bank Nordeifel eG hin, mittlerweile haben sich knapp 40 Unternehmen aus der Region angeschlossen. Deren Mitarbeiter sowie Angehörige können hier fachlichen Rat und Unterstützung in den Bereichen Kinderbetreuung, „Pflege und Demenz“, „Gesundheit“ sowie „Belastende Lebenssituationen“ erfahren.

Ein weiteres Potenzial in Sachen Nachwuchskräfte zeigte Hartmut Kieven auf, allerdings mit dem Hinweis: „Wir müssen bereit sein, umzudenken – jetzt.“ Hartmut Kieven stellte gemeinsam mit der Koordinatorin und Caritas-Mitarbeiterin Dorothea Muysers die Flüchtlingshilfe Kall vor. Angeschlossen sind mittlerweile rund 70 ehrenamtliche Helfer, die sich um aktuell 145 Flüchtlinge kümmern, die dezentral in 14 Gebäuden in Kall, Golbach, Sistig, und Steinfeld untergebracht sind. Für sie werden unter anderem Alphabetisierungs- und Sprachkurse angeboten.

Gleichzeitig riet Kieven den Unternehmern: „Warten Sie nicht, bis diese Menschen Deutsch können, das lernen sie mit jedem Tag mehr.“ Die Flüchtlingshilfe, berichtete er, eruiere mit Hilfe von Dolmetschern schon ganz früh die Talente, berufliche Qualifikationen und Visionen jedes einzelnen und könne so auch Unternehmern Empfehlungen aussprechen. Am Rande schilderte Kieven die Geschichte des jungen Syrers Ashraf. Der studierte ITler habe nicht nur die Homepage der Flüchtlingshilfe gestaltet, sondern sich mit Unterstützung der Ehrenamtler auch einen Praktikumsplatz gesucht. „Dieser Unternehmer hat verstanden“, so Kieven, „er hat ihn anschließend sofort in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, Deutsch lernt Ashraf parallel.“

Dass auch die Kaller Unternehmer offen sind, umzudenken, zeigte sich anschließend im informellen Teil der Veranstaltung. Christoph Hillers von der Firma Theo Hillers GmbH etwa bat um ein Treffen mit Muysers und Kieven. Er stellte klar. „Wenn ich ohne all diejenigen unter den 200 Mitarbeitern in Kall auskommen müsste, die Migrationshintergrund haben, könnte ich den Laden dicht machen.“ Auch andere luden die Flüchtlingshilfe in ihr Unternehmen ein, um sich beraten zu lassen, wie sie optimal unterstützen können.

Anja Oppermann von der Telekom schließlich informierte über die Möglichkeiten des Breitbandausbaus im Kaller Gewerbegebiet. Dabei wurde erneut deutlich, dass dies ohne Investitionen der ansässigen Unternehmer nicht möglich sein wird. Die Kosten bezifferte Oppermann auf „200.000 Euro plus x“.

pp/Agentur ProfiPress

Ausstellungseröffnung in der Gemeindebücherei Kall zum Thema „Wege“

Karin Bubelach, geboren in Kiel, wollte eigentlich Bühnenbildnerin werden.  Nach einem Umweg über eine Sprachenausbildung wurde sie allerdings Opernsängerin. Den Hang zur Malerei und Fotografie hat sie schon in der Schulzeit gehabt. Am Landestheater Schleswig kam sie erstmals mit Theaterfotografie in Berührung, später auch am Stadttheater Bremerhaven. Einen geduldigen Lehrmeister fand sie im Bremerhavener Fotografen  Johannes Fleck, der zu der Zeit regelmäßig auf der Photokina ausstellte, und der ihr die Besonderheiten der Theaterfotografie eröffnete. In dieser Zeit lernte sie auch, selber ihre Fotos zu entwickeln und Einfluss auf die Gestaltung zu nehmen.

Die Fotografie hat Karin Bubelach bis heute nicht losgelassen. Ohne große technische Ausrüstung hält sie Augenblicke fest. Gegenwärtig fasziniert das Thema „Wege“ und dessen Vielfältigkeit im wörtlichen und übertragenen Sinn.

 

 

Ausstellungseröffnung: Freitag, 27.11.2015, 15.00 Uhr, in der Gemeindebücherei Kall

 

Öffnungszeiten:

montags und donnerstags,        15.00 bis 19.30 Uhr

dienstags und mittwochs ,         9.00 bis 12.00 Uhr

Tel. 02441/779552

Auelstraße 47, Schulzentrum Kall,

geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

 


Die Kaller Tafel gibt zweimal in der Woche Kisten mit Nahrungsmitteln ab an Menschen mit geringem Einkommen.Foto: Steffi Tucholke/pp/ProfiPress

Helfen, wo Hilfe nötig ist v. Oktober

Kaller Tafel unterstützt seit 2006 Menschen mit geringem Einkommen - Heute 64 Ehrenamtler, davon 24 Fahrer aktiv – Aktuell werden rund 135 Haushalte versorgt – Neues Fahrzeug benötigt

Kall – Als am 9. Mai 2006 die ersten Kisten mit Lebensmitteln ausgegeben wurden, waren in der gerade gegründeten Kaller Tafel 22 ehrenamtliche Helfer aktiv. „Heute sind es 64“, berichtet der Tafel-Vorsitzende Erwin Müller, „24 von ihnen sind im Fahrdienst eingesetzt.“ Denn im Sinne des „Tafel“-Gedanken sammelt das Team Nahrungsmittel ein, die übrig sind oder nicht verkauft werden dürfen, und verteilt sie an Bedürftige. „Das ist zum Beispiel Obst mit kleinen Schönheitsfehlern oder Ware mit beschädigter Verpackung“, erklärt Tafel-Mitarbeiterin Kirsten Althoff. Auch falsche Etikettierungen oder ein nahes Verfallsdatum führen zur Abgabe der Nahrungsmittel.

Die Idee, in Kall einen Tafel-Verein zu gründen, geht zurück auf den Verein „Frauen für Kall e.V.. Heute kommen bedürftige Menschen aus nahezu dem gesamten Altkreis Schleiden, die sich dienstags und freitags von 10.30 bis 12.30 Uhr Kisten mit Lebensmitteln abholen können, bis zu 150 Kisten waren es jüngst pro Ausgabetag. „Wir versorgen aktuell bis zu 135 Haushalte“, so Erwin Müller, „in den Anfängen waren es 30 bis 40.“

Bezugsberechtigt ist, wer ein geringes Einkommen nachweisen kann, etwa als Hartz-IV-Empfänger. Auch Rentner mit geringem Einkommen und Asylbewerber gehören zur regelmäßigen „Kundschaft“, wie das Tafel-Team die Bezugsberechtigten nennt. Der Anteil der Flüchtlinge hat logischerweise in den vergangenen Monaten zugenommen. Dank der zahlreichen Ehrenamtler kann die Tafel alle gut versorgen, mit der Kaller Flüchtlingshilfe arbeitet sie Hand in Hand.

Die Nahrungsmittel werden abgegeben von Lebensmittel-Einzelhändlern und Discountern sowie Bäckereien in Kall, Schleiden, Gemünd und Blankenheim. „Dank einiger Sponsoren aus der Region konnten wir uns 2009 ein eigenes Fahrzeug kaufen“, erzählt der Tafel-Leiter. Damit sind ist der Fahrdienst täglich zwei bis drei Stunden unterwegs um Lebensmittel abzuholen, rund 15.000 Kilometer legen sie dafür pro Jahr zurück. Das Fahrzeug sei allerdings mittlerweile in die Jahre gekommen und sehr reparaturanfällig - die Tafel braucht ein neues Auto. Erwin Müller: „Wer uns unterstützen möchte, ist natürlich willkommen.“ Was viele nicht wissen: Bei der Tafel, die ja als Verein organisiert ist, kann man auch beitreten und die gute Sache so unterstützen. Die Mitgliedschaft ist für Personen möglich ab 12 Euro Jahresbetrag, für Firmen und Organisationen ab 30 Euro im Jahr.

Die Kaller Tafel arbeitet unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen und hilft allen Menschen, die der Hilfe bedürfen.

Weitere Infos sowie den Aufnahmeantrag als Download gibt es unter www.kaller-tafel.de

pp/Agentur ProfiPress


Immobilie als Notunterkunft vermietet v. Oktober

Leerstehendes Gebäude der Firma „Glas Funke“ im Kaller Industriegebiet soll Erstaufnahme von Flüchtlingen ermöglichen –Land NRW für Betreuung zuständig – Menschen leben vorübergehend in Kall

Kall – Die hilfesuchenden Menschen, die Deutschland aus verschiedenen Ländern erreicht haben, haben Bund und Länder in so genannten Erstaufnahmelagern auch in Zelten untergebracht. Jetzt aber kommt der Winter und in den Zelten wird es zu kalt – die Flüchtlinge müssen anderweitig untergebracht werden. Überall entstehen derzeit Notunterkünfte, jetzt hat auch das ehemals Kaller Unternehmen Glas Funke seine derzeit leerstehende Produktionshalle mit angeschlossenen Sozialräumen angeboten.

Die Bezirksregierung als zuständige Behörde hat die Räumlichkeiten geprüft und beschlossen, eine Notunterkunft einzurichten, in der 500 Menschen vorrübergehend unterkommen können. Bürgermeister Herbert Radermacher: „Das ist für einen kleinen Ort wie Kall natürlich eine Herausforderung. Gleichzeitig sollte uns das aber nicht davon abhalten, diese Menschen, die Schlimmes erlebt haben und vorrübergehend mit uns leben, willkommen zu heißen.“

Sie werden registriert, zudem erfolgt die sogenannte Erstuntersuchung, um den Gesundheitszustand der Menschen zu prüfen und ggf. zu helfen. Für die Betreuung ist das Land NRW zuständig, das in ähnlichen Einrichtungen in Gemünd und Euskirchen das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen damit beauftragt hat, sich um das körperliche wie seelische Wohl der Menschen zu kümmern. Darüber wird auch die ärztliche Untersuchung organisiert. Der Kaller Internist Dr. Manfred Wolter gehört zu einem Pool von Ärzten, die sich freiwillig an der medizinischen Betreuung von Flüchtlingen beteiligen. Im Gemünder Erstaufnahmelager ist er regelmäßig und sagt: „Ich bin mir sicher, dass die Erstuntersuchungen auch in Kall kein Problem darstellen werden.“

Von den Erstaufnahmelagern aus werden die Flüchtlinge „weiterverteilt“, das bedeutet, sie leben - anders als die in Kall und den Außenorten untergebrachten aktuell 145 Flüchtlinge - nur vorrübergehend in Kall.

Für die 145 neuen Kaller Mitbürger, die in insgesamt 14 Häusern in Kall, Golbach, Sistig und Steinfeld untergebracht sind, koordiniert Caritas-Mitarbeiterin Dorothea Muysers ehrenamtlich die Kaller Flüchtlingshilfe, der sich an die 60 aktive ehrenamtliche Helfer angeschlossen haben. Sie organisieren Alphabetisierungs- und Sprachkurse, helfen, Schriftstücke zu übersetzen, übernehmen Fahrdienste, begleiten die Menschen beim Amtsgängen oder Arztbesuchen und vieles mehr.

Jeweils dienstags und donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr findet im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus die „Internationale Sprechstunde“ der Flüchtlingshilfe statt. Hier können die neuen Kaller sich treffen und austauschen, auch die Ehrenamtler kommen hier zusammen – jeder ist willkommen. Jeden dritten Freitag findet, ebenfalls im Pfarrheim, ein Begegnungscafé statt für alle Kaller Bürger und ihre „neuen Nachbarn“.

pp/Agentur ProfiPress

 


In der Kulisse lodernder Feuer entstand vor Jahren dieses Symbolbild zum Hubertusfest im Freilichtmusem. Archivfoto: pp/ProfiPress

Hubertusmesse Kall in Steinfeld v. Oktober

Kreisjägerschaft feiert den Gedenktag ihres Schutzpatrons, des Heiligen Bischofs Hubertus, am 25. Oktober und 8. November mit insgesamt vier Gottesdiensten und Konzerten – Hauptzelebration am Sonntag, 8. November, ab 10 Uhr in der Klosterbasilika Steinfeld

Kall-Steinfeld/Kreis Euskirchen – Auch in diesem Jahr begeht die Kreisjägerschaft das Fest des Heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger, mit einer Hubertusmesse am Sonntag, 8. November, um 10 Uhr in der Klosterbasilika Steinfeld . Es musiziert das Jagdhornbläserkorps Schleiden unter der  Leitung von Andreas Blomenkamp.

Weitere Hubertusmessen finden am Sonntag, 25. Oktober, ab 17 Uhr im Pingsdorfer Tanzsaal des Rheinischen Freilichtmuseums in Kommern (Stadt Mechernich) und ebenfalls am Sonntag, 25. Oktober, um 10.30 Uhr in der  Pfarrkirche St. Laurentius Marmagen und am Sonntag, 8. November, um 8 Uhr  in der Kirche St. Martin in Euskirchen statt. Im letzteren Gottesdienst spielt das Jagdhornbläsercorps Mechernich-Zülpich unter der Leitung von Thomas Schmitz-Urszahn.

pp/Agentur ProfiPress


Zwischen Konzert und Festakt versammelten sich die 25 Clubmitglieder von Kiwanis Nordeifel in der Steinfelder Klosterbasilika zum Erinnerungsfoto an das 40jährige Jubiläum. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Großes tun, die kleinen Dinge im Herzen“ v. Oktober

Kiwanis-Club Nordeifel feierte sein 40jähriges im Kaller Kloster Steinfeld – Allein in den vergangenen 15 Jahren rund 200.000 Euro vor allem für Kinder und Jugendliche auch in der Gemeinde Kall und im Urfter Hermann-Josef-Haus aufgewendet: „Serving the Children of the World“ – Ehrenpräsident Victor Neels und der aktuelle Präsident Hajo Heinen Arm in Arm – Kiwanis mit weltweit 600.000 Mitgliedern (3300 in Deutschland) wird dieses Jahr 100 Jahre alt – Bei der Eifeler Gründung 1975 in Monschau stand der Kiwanis-Club Düsseldorf Pate – Hans Georg Weiss war der erste Präsident

Steinfeld/Kall - Mit Orgelkonzert, Klosterführung und Festakt feierte der Kiwanis-Club-Nordeifel am Wochenende sein 40jähriges Bestehen in Eifelbasilika und Kloster Steinfeld.

Der Club hat derzeit 25 Mitglieder, darunter auch aus dem Gemeindegebiet Kall, und allein in den vergangenen 15 Jahren rund 200.000 Euro für sozial-karitative Zwecke eingenommen und ausgegeben. Hauptnutznießer der Wohltätigkeit sind Kinder und Jugendliche.

International wird die Organisation 2015 sogar 100 Jahre alt. Kiwanis hat weltweit 600.000 Mitglieder, davon 3300 in 145 deutschen Kiwanis-Clubs. Wie Präsident Hajo Heinen in seiner Ansprache sagte, war der Kiwanis-Club Nordeifel im Oktober 1975 unter Patenschaft des Kiwanis-Clubs Düsseldorf in Monschau gegründet worden.

Erster Präsident war der Bundestagsabgeordnete und Verlagshauschef Hans Georg Weiss. Ihm folgte der belgische Truppenübungsplatz-Kommandant Victor Neels, der heute Ehrenpräsident des Kiwanis-Clubs Nordeifel ist.

Heinen ließ beim Jubiläum zahlreiche Aktionen und Charity-Veranstaltungen, aber auch gesellschaftliche Treffen im Club noch einmal Revue passieren. Im Zentrum seiner Rede sagte Heinen: „Um etwas Großes zu erreichen, darf man nicht vergessen, den kleinen Dingen sein Herz zu schenken.“

Tetanus bekämpfen und die

kleinen Forscher fördern

Kiwanis Nordeifel ist seit dem Jahr 2000 Veranstalter der Blankenheimer Oldienacht, bei der bislang 80.000 Euro eingenommen und über den Förderverein Blankenheimerdorf für tumor- und leukämiekranke Kinder wieder ausgegeben wurden.

Da Kiwanis weltweit seine Wohltätigkeit vor allem zugunsten von Kindern und Jugendlichen ausübt, sehen auch die Eifeler Mitstreiter den Schwerpunkt ihrer Förderprojekte im internationalen Leitsatz „Serving the Children of the World“.

So wurden ebenfalls in den vergangenen Jahren weitere 80.000 Euro aufgewendet für Führerscheinhilfe, Unterstützung von Kindergärten und Schulen und die Beaufsichtigung außerhalb der Schulzeiten in den Kommunen Hellenthal, Schleiden, Gemünd, Kall, Mechernich sowie im Hermann-Josef-Haus in Urft. Unterstützt wurde von Eifeler Boden aus die weltweite Tetanus-Schutzimpfungskampagne „Eliminate“.

Auch das „Haus der kleinen Forscher“ wurde von Kiwanis unterstützt, ein Projekt des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, das mit der kindgerechten Vermittlung von Naturwissenschaften bereits im Kindergartenalter ansetzt.

Zum Jubiläum konnte Präsident Hajo Heinen unter anderem seinen Vorgänger, den Mitgründer und Ehrenpräsidenten Victor Neels, begrüßen sowie Lieutenant Governor Erik Meurer-Eichberg von der das Rheinland umfassenden Kiwanis-Division 11.

Zum Auftakt ein Konzert

mit Andreas Warler

Das Programm hatte Kiwanis-Beisitzer Dr. Klaus Duck zusammengestellt. Andreas Warler, der Organist an der Eifelbasilika, spielte ein Exklusivkonzert zum Jubiläum mit Tänzen der Renaissance-Zeit sowie Werken von Paul Damjakob. Johann Ludwig Krebs und Johann Sebastian Bach.

Vor dem eigentlichen Festakt machte Christoph Böhnke, der Leiter des neuen Gästehauses in Kloster Steinfeld, noch eine etwa einstündige Führung mit den Kiwaniern und ihren Gästen.

Dem Vorstand gehören im Jubiläumsjahr Präsident Hajo Heinen, sein Stellvertreter Johannes Mertens, Sekretär Dr. Tomas Volf und die Beisitzer Dr. Klaus Duck, Dr. Edgar Schlösser und Günter Schumacher an.

pp/Agentur ProfiPress


Heinrich Latz, der Leiter des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs, in einer Blindenschule in Indien. Der Verein GIPP, der seit vielen Jahren arme Schüler in Indien unterstützt, will in Zukunft neue Wege gehen – und die Familien durch Arbeitsmittel und den Aufbau von Absatzmärkten selbst in die Lage versetzen, Lebensunterhalt und Bildung ihrer Kinder zu verdienen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Nähmaschinen für Bildung v. Oktober

Hermann-Josef-Kolleg stellt seine Indienhilfe auf Unterstützung zur Eigeninitiative um – Frauen sollen weben und nähen und ihren Kindern bessere Bildung und Lebenschancen erarbeiten - Infoveranstaltung für potenzielle Unterstützer und Interessenten mit der berühmten Rosi Gollmann (Andheri) am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr in der Aula Steinfeld

 

Kall-Steinfeld – Mit Hilfe und auf Rat der bekannten Bonner Entwicklungshelferin und Theologin Rosi Gollmann will das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld (HJK) seine bereits seit Jahren laufende Unterstützung für Schüler einer Salvatorianer-Schule im Nordosten Indiens, das German-Indian Partnership-Programme (GIPP e.V.), novellieren.

Und zwar nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Mit Hilfe von Spendern und regelmäßigen Unterstützern aus Kall und der weiteren Eifel sollen besonders arme Familien in den „Colonies“, slum-ähnlichen Siedlungen in einer abgelegenen Region an der Grenze zu Bangladesch, gezielt bei der Anschaffung von Webstühlen und Nähmaschinen unterstützt werden.

Damit sollen die Frauen in den Stand gesetzt werden, durch eigene Arbeit und Gewerbetätigkeit zum Unterhalt der Familie beizutragen und den Kindern den Besuch der Salvatorianerschule, Bildung und bessere Berufs- und Lebensaussichten zu ermöglichen. Schulleiter Heinrich Latz persönlich will das Projekt vor Ort in Indien starten und mit Vertrauenspersonen besetzen.

Im Rahmen des 15. „Steinfelder Abends“ am Donnerstag, 29. Oktober, ist Rosi Gollmann ab 19 Uhr in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld zu Gast. Sie liest aus ihrem Buch „Einfach Mensch“ und erzählt im Interview mit dem Redakteur und Diakon Manfred Lang aus ihren Erinnerungen, die das Leben von Millionen Menschen in der Welt positiv verändert haben.

Und zwar nicht nur in Indien und Bangladesh, wo ihre Hilfe zur Selbsthilfe erst Waisenkindern zugutekam, dann ganzen Familien und Dörfern und schließlich dem Gesundheitswesen und dem gesellschaftlichen Zusammenleben überhaupt. Sondern auch in Deutschland, wo sie Hunderttausende solidarisierte.

 

Für 50 Euro kann man einem

Kind sein Augenlicht wiedergeben

 

Den Informationsabend für potenzielle Unterstützer, Eltern von HJK-Gymnasiasten, Ehemalige, Freunde und Förderer von Kloster Steinfeld und Hermann-Josef-Kolleg, aber auch jedwede Interessenten will Schulleiter Heinrich Latz nutzen, um das neue Hilfsprojekt des Hermann-Josef-Kollegs vorzustellen und alle Möglichkeiten der Unterstützung zu erläutern.

Einmalige, aber auch dauerhafte Hilfen sind möglich. Zum Beispiel kann man von Kaller Boden aus mit einer einmaligen Spende von rund 50 Euro Kindern, die an einer in Indien häufigen Form der Erblindung leiden, das Augenlicht wiedergeben.

Rosi Gollmann hat das Leben Hunderttausender Menschen in Deutschland verändert, die sich in den Dienst ihrer 1967 gegründeten bundesweiten Andheri-Hilfe gestellt haben. Damit unterstützte sie zunächst das von der Mechernicher Ordensschwester Anna Huberta (geborene Gertrud Roggendorf) in Andheri vor den Toren Bombays gegründete Kinderdorf, später auch vielfältige andere Hilfsprojekte gegen Mädchenmorde und Kinderarbeit, für Bildung und Berufsfindung sowie Selbständigkeit durch Kleinkredite.

Und zwar auch in anderen Teilen Indiens und in Bangladesh, wo besonders ihre Blindenhilfe berühmt wurde. Bis heute wurden 1,3 Millionen Operationen finanziert, die den Menschen das Augenlicht wiederverschafften.

 

„Das Schönste im Leben

ist Menschen zu helfen“

 

„Einmal war ich dabei, wie ein 14jähriges Mädchen nach der OP die Verbände abgenommen bekam. Sie hat abwechselnd geweint und gelacht, als sie sich das erste Mal in ihrem Leben selbst im Spiegel sah“, erzählt Rosi Gollmann. Das sei das Schönste, was sie erlebt habe, Menschen helfen zu können. Jener Augenblick bedeute ihr mehr als alle Orden und Auszeichnungen zusammen. Den Glauben an Gott und ihr Credo zur christlichen Nächstenliebe trägt Rosi Gollmann nicht vor sich her, sie ist davon durchdrungen.

Für Heinrich Latz, Schulleiter des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld, waren zahlreiche Gespräche und die faszinierende Persönlichkeit Rosi Gollmanns Anlass, die seit Jahren bestehende Unterstützung salvatorianischer Schulen und eines Blindenheims der Venerini-Ordensschwestern in Assam, im Nordosten Indiens, im Rahmen des German-Indian Partnership-Programmes (GIPP e.V.) zu überdenken, und zwar nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Einleitend wird Heinrich Latz beim „Steinfelder Abend“ am Donnerstag, 29. Oktober, die laufende Projektarbeit und die geplanten neuen Möglichkeiten vorstellen. Zurzeit wird 25 Jungen und Mädchen die Schulbildung durch Spendengelder von GIPP ermöglicht, in Kürze werden weitere 20 hinzukommen.

Heinrich Latz: „Rosi Gollmann schlägt vor, diese Art der Unterstützung von Seiten des Vereins GIPP zu überdenken. Ihrer Meinung nach sollte eine Förderung immer Aspekte der Nachhaltigkeit eines Projektes im Auge behalten. Sie schlägt vor, vor allem Frauen zu ermöglichen, einer bezahlten Arbeit nachzugehen und das erwirtschaftete Geld in die Schulbildung ihrer Kinder zu investieren.“

Damit leiste man von Steinfeld aus nebenbei einen wertvollen Beitrag für das Selbstwertgefühl von Frauen in einem eher von Männern dominierten Land. Latz: „Für die deutsche Seite würde dies bedeuten, dass wir nur einen Teil der Ausbildungskosten übernehmen, gleichzeitig aber dafür Sorge tragen, dass zum Beispiel durch die Anschaffung von Webstühlen oder Nähmaschinen Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden.“

Ordensprovinz hat bereits

Unterstützung zugesagt

 

Erstmals sei diese Art der Unterstützung unter Selbstbeteiligung angestrebt in einer neuen Schule der Salvatorianer in einer abseits gelegenen Region an der Grenze zu Bangladesch. Die meisten Mütter verrichteten dort keine Arbeiten, die ihre Familien finanziell unterstützen könnten.

Die Leitung der deutschen Ordensprovinz der Salvatorianer habe ihre Hilfe bereits zugesagt, so Latz: „Wir sind optimistisch, schon im nächsten Jahr neue Wege gehen zu können. Besonders am Herzen liegt uns die Blindenschule in Guwahati. Es wäre doch wunderbar, wenn auch wir es durch unsere Spenden von Eifeler Boden aus ermöglichen könnten, dass blinde Kinder ihr Augenlicht wiedergewinnen könnten!“

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Im Rahmen eines Pilotprojekts der Flüchtlingshilfe Kall in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Euskirchen und dem Caritasverband für die Region Eifel e.V., haben die ersten 13 Flüchtlinge ein Fahrrad-Sicherheitstraining absolviert. Unterstützt hatte auch die Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd (EvA). Zur erfolgreichen Teilnahme gratulierten unter anderem der Allgemeine Vertreter des Landrats, Manfred Poth, Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher, der Geschäftsführer des Caritasverbands für die Region Eifel Rolf Schneider und der Leiter der EvA. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Paradebeispiel für gelebte Integration“ v. Oktober

Erfolgreiches Pilotprojekt der Flüchtlingshilfe Kall in Kooperation mit Kreispolizeibehörde Euskirchen und dem Caritasverband für die Region Eifel e.V. - Erstes Komprimiertes Verkehrssicherheitstraining in Theorie und Praxis - Simultane Übersetzung auf Arabisch - Manfred Poth: „Genau so müssen wir weitermachen“

 

Kreis Euskirchen/Kall – Ausgerechnet auf den ersten winterlich kalten Tag im Jahr fiel das erste Verkehrssicherheitstraining für Flüchtlinge, das die Flüchtlingshilfe Kall in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Euskirchen und dem Caritasverband für die Region Eifel e.V. ins Leben gerufen hat. Alleine dafür schon hätten die 13 jungen Männer, die unter anderem aus Syrien stammen, einen Orden verdient. Ohne mit der Wimper zu zucken absolvierten sie nach dem theoretischen Unterricht nachmittags bei beißender Kälte den praktischen Teil, lernten, den „toten Winkel“ einzuschätzen, sicher zu fahren und Vorfahrtsregeln zu beachten.

 

Einen Orden gab’s natürlich anschließend nicht, aber dafür eine Urkunde, die die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt. Polizeihauptkommissar Tido Janssen, der Leiter der in Mechernich ansässigen Verkehrsunfallprävention, hatte sie eigens für diesen Anlass entworfen. Zudem dürfen die Asylbewerber ihre Fahrräder und die von der Kreisverkehrswacht gespendeten Helme behalten. Barbara Fischer, die Leiterin der Integrationsagentur des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, überreichte zudem Erste-Hilfe-Packs für alle Räder, die von der Kaller Bevölkerung gespendet wurden.

 

Tido Janssens Fazit war eindeutig: „Das ist ein tolles Projekt und die erste Auflage war ein voller Erfolg.“ Mehr noch: „Es hat richtig Spaß gemacht, ich habe den Tag genossen“, ergänzte er. Nach einer anfänglichen Scheu bei den Asylbewerbern, die sicher auch mit der Uniform zu tun habe, sei die Atmosphäre sehr locker und humorvoll gewesen, ergänzte sein Kollege und Verkehrssicherheitsberater, Polizeikommissar Rüdiger Köbrich. Unterstützt wurden sie von Matthias Esser von der Jugendverkehrsschule und Heinz Hentz, Vorsitzender der Verkehrswacht Euskirchen.

 

Dass dies möglich wurde, lag auch an der Unterstützung von Hassan Deldjoyeshahir. Der Berescheider spricht acht Sprachen und hat den ganzen Tag lang simultan übersetzt. „Am Anfang habe ich den jungen Männern gesagt, dass Polizisten hier gute Menschen sind, und sie keine Angst haben müssen“, berichtete er mit Verweis auf die teils traumatischen Erlebnisse, die Flüchtlinge mit „Uniformierten“ verbinden.

 

„Was wir heute mit der Polizei erlebt haben, war eine tolle Erfahrung“, bedankte sich Osman, der in Sistig untergebracht ist, anschließend. Das gelernte werde er im Straßenverkehr sehr gut gebrauchen können. Ähnlich sahen es auch die anderen Teilnehmer, die sich auch für die gespendeten Fahrräder bedankten: „Damit können wir jetzt zum Deutschunterricht und Einkaufen fahren – oder auch einfach mal was unternehmen“, freuten sich auch die Freunde Omar und Alaa.

 

Manfred Poth, der Allgemeine Vertreter des Landrats und somit auch stellvertretende Dienstherr der Kreispolizeibehörde Euskirchen, gratulierte bei einer anschließenden Pressekonferenz der Koordinatorin der Kaller Flüchtlingshilfe Dorothea Muysers. „Gerade hier in der Eifel, wo man mit dem ÖPNV nicht immer optimal angebunden ist, ist das ein tolles Projekt.“ Muysers ist nicht nur ehrenamtlich für die Kaller Flüchtlingshilfe aktiv, sondern mittlerweile auch als Caritas-Mitarbeiterin verbandsweit für die Koordination der Flüchtlingsarbeit zuständig. Das Pilotprojekt sei ein Paradebeispiel für gelebte Integration. Poth: „Genau so müssen wir weitermachen.“

 

Rolf Schneider, Geschäftsführer des Caritasverbands für die Region Eifel e.V. versprach: „Wir unterstützen das Projekt auch weiterhin.“ Ebenso Malte Duisberg, Leiter der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd (EvA), die die Flüchtlinge mittags mit einer warmen Mahlzeit versorgt hatte. Der Dank des Kaller Bürgermeisters Herbert Radermacher galt insbesondere den engagierten Ehrenamtlern: „Danke für die tolle Idee und Ihre Initiative – ich bin stolz, dass das hier in Kall passiert.“

 

Schon in Kürze sollen weitere Schulungstage angeboten werden, mittelfristig soll das Projekt auch auf andere Kommunen im Kreis ausgeweitet werden. Dorothea Muysers beendete die Pressekonferenz mit einem Appell: „Wir benötigen dringend noch weitere Fahrräder.“ Die Flüchtlingshilfe hat in Kooperation mit der Kaller Firma Wolter eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, in der die Asylbewerber sich unter fachlicher Aufsicht gespendete Fahrräder herrichten und verkehrssicher machen können. Wer ein Fahrrad abzugeben hat, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik direkt an Dorothea Muysers wenden.

 

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Egal, ob Menschen mit anpacken oder einfach Spenden vorbeibringen – jede Unterstützung ist willkommen. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Sammelstelle für Spenden eingerichtet v. Oktober

Neues Lager für Hilfsgüter im ehemaligen Sötenicher Sägewerk - Ehrenamtliche Helfer der Kaller Flüchtlingshilfe nehmen samstags von 10 bis 12 Uhr Spenden entgegen

 

Kall – „Es ist mir einfach ein Herzensanliegen“, sagt eine ehrenamtliche Helferin. Wenn es einem selbst gut gehe, ergänzt sie, sollte es selbstverständlich sein, sich für Menschen einzusetzen, denen es nicht so gut geht.“ Die Keldenicherin gehört zu einer Gruppe Freiwilliger um die Kallerin Waltraud „Walli“ Forner, die sich bereit erklärt haben, samstags Spendengüter für die Kaller Flüchtlingshilfe entgegenzunehmen. Auch die Kallerin Kerstin Schneider findet: „Es ist einfach ein Muss zu helfen“, Birgit Bach aus Sötenich ergänzt: „Die Menschen sollen sich willkommen fühlen.“ Mit dabei waren auch wieder Flüchtlinge selbst wie etwa die Familie Ali aus Syrien, die halfen, Kisten auszupacken, Hilfsgüter zu sortieren und einzuräumen.

 

Künftig soll die neue Sammelstelle im Verwaltungsgebäude des ehemaligen Sägewerks in Sötenich jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr besetzt sein. Spenden werden dort entgegen genommen, auch Menschen, die selbst mithelfen möchten, können sich gerne melden.

 

„Aktuell benötigen wir insbesondere Fahrräder, um den Flüchtlingen wenigstens ein wenig Mobilität zu ermöglichen“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Dorothea Muysers, die ehrenamtliche Koordinatorin der Kaller Flüchtlingshilfe. Im Rahmen einer Fahrradwerkstatt arbeitend die Asylbewerber selbst an den Rädern, reparieren sie und machen sie unter Anleitung verkehrssicher. Darüber hinaus fehlt es auch an Bettzeug und gut erhaltenem Küchenzubehör und Kochutensilien, aber auch funktionierende Mikrowellen, Wasserkocher und Kaffeemaschinen werden dringend benötigt. An Elektrogeräten sucht die Flüchtlingshilfe unter anderem mittelgroße Fernseher, Sat-Receiver und Computer. Weitere Hinweise zu benötigten Hilfsgütern gibt es unter www.fh-kall.de .

 

Im Kaller Ortsgebiet sind mittlerweile 121 Flüchtlinge untergebracht, das bedeutet eine Steigerung der Anzahl um 90 Prozent in den vergangenen sechs Monaten. Rund 60 freiwillige Helfer übernehmen die Betreuung im Sinne der frühen Integration. „Jede Hilfe ist willkommen und wirklich wichtig“, so Muysers.

 

Wer auch helfen möchte, kann sich direkt an sie wenden unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

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Dabei sein ist alles: Auf Einladung der GdG hl. Hermann Josef Steinfeld trafen sich Messdiener aus der Eifel auf dem Gelände des Klosters Steinfeld zu einem Street-Soccer-Turnier. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Beim nächsten Mal ohne Schiedsrichter v. Oktober

Street-Soccer-Turnier mit 60 Messdienern auf Einladung der GdG hl. Hermann Josef Steinfeld – Jugendliche erleben das Klostergelände auf ganz eigene Art

Kall-Rinnen – „Seid ihr bereit für die zweite Halbzeit?!“, schallte die Stimme des Jugendreferenten Helmut Woelk über das Steinfelder Klostergelände. Die vielstimmige Antwort war eindeutig. Insgesamt rund 60 Messdiener aus der Eifelregion hatten sich auf Einladung der GdG hl. Hermann Josef Steinfeld zu einem Street-Soccer-Turnier getroffen, das auch GdG-Leiter Pater Wieslaw Kaczor gespannt verfolgte. Damit wurde auf Anregung des Nettersheimer Pfarrers Werner Klinkhammer eine alte Tradition wieder aufgegriffen.

Allerdings: „Früher war es ein richtiges Fußballturnier, das die Messdiener-Teams einmal im Jahr austrugen“, berichtete Diplom-Sozialarbeiter Helmut Woelk, der die Organisation übernommen hatte und am Tag selbst moderierte. Die Form des Soccer-Turniers habe viele Vorteile, erklärte er, unter anderem den, dass die Mannschaften kleiner seien und so auch kleinere Ortschaften genug Mitspieler fänden. „Auch fallen die unterschiedlichen athletischen Stärken auf den kleinen Spielfeldern nicht so ins Gewicht“, so Woelk. Als Spiegelbild der Messdienergruppen aus Blankenheim, Bouderath, Hellenthal, Keldenich, Pesch, Holzmühlheim, Schmidtheim, Sistig, Steinfeld und Roderath, die in Steinfeld aufeinandertrafen, gab es gemischtgeschlechtliche Teams, und zwar in zwei Altersgruppen. Die ersten Plätze in insgesamt vier Gruppen sicherten sich schließlich die Teams „St. Cäcilia Pesch“, „St. Potentinus Felicius Steinfeld“ sowie „St. Martin Schmidtheim“ in gleich in zwei Gruppen.

Spaß aber hatten alle, das war deutlich zu spüren: „Und dann ist heute auch noch so gutes Wetter“, freute sich Jonas aus Pesch. Seine Teamkollegen Noah und Robin berichteten, warum sie als Messdiener aktiv sind. „Pfarrer Klinkhammer unternimmt viel mit uns, das macht Spaß.“ Auch sei es schön, so Noah, alte Traditionen weiterzuführen. Ralf Schmitz, der die Kicker aufs Turnier vorbereitet hatte, ergänzte: „Pesch ist ein kleines Dorf aber hat dafür erstaunlich viele Messdiener.“ Ähnliches berichteten auch die Schmidtheimer Teilnehmer, die ihren Dienst in der Kirche „cool“ finden. In ihrem Dorf gibt es 36 aktive Messdiener.

Helmut Woelk freute sich besonders, dass alle Spiele fair abliefen. Damit, erklärt er, könne das Turnier im kommenden Jahr vielleicht „klassisch“ stattfinden: „Street Soccer wird eigentlich ohne Schiedsrichter gespielt, die Teams machen alles unter sich aus.“ Dass das Turnier mitten auf dem Klostergelände und nicht beispielsweise auf dem Sportplatz des Hermann-Josef-Kollegs stattfand, war gewollt. „In der Sozialpädagogik spricht man davon, dass Jugendliche sich Sozialräume eröffnen sollen“, berichtet Woelk. Mit dem Soccer-Turnier könnten die Messdiener das Klostergelände auf ganz eigene Art erleben und sich erschließen, und nicht in der Zuordnung der Erwachsenen. „Ursprünglich stand hinter der Idee des Street-Soccers, was ja übersetzt Straßenfußball heißt, dass sich Jugendliche ihre Räume in den Stadtzentren zurückerobern“, so Helmut Woelk.

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Zum nächsten Begegnungscafé, hier ein Archivbild, lädt die Flüchtlings-hilfe Kall ein am Freitag, 16. Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr. Archivfoto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Nächstes Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe v. Oktober

Kaffeetafel der Flüchtlingshilfe Kall für „neue Nachbarn“, Unterstützer und alle Bürger am Freitag, 16. Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus

Kall – Das Flüchtlingscafé in Kall ist dank des großen Zuspruchs eine feste Institution in der Kaller Flüchtlingsarbeit geworden. Kontakte zwischen Kaller Bürgern und den „neuen Nachbarn“ werden geknüpft. Gleichzeitig ist das Flüchtlingscafé ein Ort, an dem sich die teils in Kaller Außenorten untergebrachten Flüchtlinge untereinander treffen und die ehrenamtliche Helfer der Flüchtlingshilfe sich vernetzen können.

Das dritte Begegnungscafé findet statt am Freitag, 16. Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus, Auf dem Büchel 2. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren.

Die Flüchtlingshilfe Kall arbeitet in enger Vernetzung mit der Kaller Politik und Verwaltung sowie zahlreichen Organisationen ehrenamtlich an der nachhaltigen Unterstützung und Eingliederung von mittlerweile 121 Asylsuchenden im Kaller Ortsgebiet. Das bedeutet eine Steigerung der Anzahl um 90 Prozent in den vergangenen sechs Monaten. Rund 60 freiwillige Helfer übernehmen die Betreuung im Sinne der frühen Integration.

Alle Termine sowie weitere Infos zur Flüchtlingshilfe Kall sind auch im Internet unter www.fluechtlingshilfe-kall.de abrufbar. Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik auch direkt an die Koordinatorin und Caritas-Mitarbeiterin Dorothea Muysers wenden. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

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Menschenmassen wo man hinsah: Der Siemensring im Industriegebiet kurz nach der Eröffnung der Gewerbeschau. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Wir glauben an die Zukunft“ v. Oktober

Über 30.000 Besucher bei 30. Kaller Gewerbeschau – Petrus als „zuverlässigen Partner“ und Eröffnung durch Bürgermeister Herbert Radermacher – Motto: „Wer baut glaubt an die

Zukunft“ – Zwei Serienstars schrieben Autogramme

 

Kall - Auch die 30. Kaller Gewerbeschau erwies sich am letzten September-Sonntag wieder als ein ausgesprochener Besuchermagnet. Ob auf den Straßen im Industriegebiet oder im Kaller Ortskern: Die Menschen knubbelten sich, und das bei strahlendem Herbstwetter - die Veranstalter der Herbstschau scheinen in Petrus einen zuverlässigen „Partner“ zu haben. Allen Grund zum Strahlen hatten auch die zahllosen Aussteller und Firmen, die sich über mangelnden Besuch ihrer Stände nicht beklagen konnten. Mehr als 30.000 Besucher tummelten sich anlässlich der Gewerbemesse im Gewerbegebiet sowie im Ortskern.

 

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Firmengruppe Schumacher fand die Eröffnung der Gewerbemesse durch Bürgermeister Herbert Radermacher, Firmenchef Ralf Schumacher und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbevereins, Roman Hövel, vor dem Eingang der Bauzentrale statt, die zum Geburtstag eine neue Landschafts- und Gartenausstellung präsentierte.

 

Die große Anzahl von Vertretern aus der Politik und der Wirtschaft deutete auf den großen Stellenwert hin, den die Kaller Gewerbeschau inzwischen eingenommen hat. „Mit Ihrer Anwesenheit unterstreichen Sie alle die Wichtigkeit dieser Veranstaltung und damit auch die Verbundenheit zu unserem Gewerbe und dem Wirtschaftsstandort Kall“, so der Bürgermeister. Der Bürgermeister stellte die 30.Gewerbeschau unter das Motto „Wer baut, glaubt an die Zukunft“. In den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten sei in Kall viel gebaut worden - und es werde hoffentlich noch mehr gebaut. Radermacher: „Wir glauben an die Zukunft.“

 

Die mittelständischen Unternehmen, so der Bürgermeister, stellten die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze und seien auch gleichzeitig die größten Auftragnehmer. Das Gewerbegebiet Kall sei zu einem attraktiven Aushängeschild nicht nur für Kall, sondern auch weit darüber hinaus geworden.

 

Schon vor der offiziellen Eröffnung drängten sich Hunderte von Besuchern in den Straßen des Gewerbegebietes, wo die KFZ-Branche stark vertreten war. Auch die Altenpflege und betreutes Wohnen nahmen durch die Präsenz mehrerer Info-Stände einen breiten Raum ein. Zahlreiche Händler hatten teils weite Anfahrtswege in Kauf genommen, um beim großen Trödelmarkt, der sowohl im Industriegebiet als auch im Ortskern stattfand, dabei zu sein. Überall drängten sich Menschenmassen an den Trödelständen vorbei. Für Sicherheit sorgten die Feuerwehr und das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen, die gleichzeitig über ihre Arbeit informierten.

 

Zwischen Ortskern und Industriegebiet hatten die Veranstalter der Gewerbeschau wieder einen Pendelbusverkehr eingerichtet, von dem die Besucher regen Gebrauch machten. Die Bahnhofstraße sowie die Hindenburgstraße waren während der Messeveranstaltung für den Durchgangsverkehr gesperrt. Auf dem ehemaligen Busbahnhof knubbelten sich die Menschen, als die Eifelrockgruppe „Wibbelstetz“ aufspielte. Auf dem Rathausplatz informierte das Kaller Energieteam über seine Arbeit.

 

Ein fester Bestandteil der Kaller Gewerbeschau ist seit Jahren die Energie Nordeifel (ene), auf deren Betriebsgelände es nicht nur Informationen und Aktionen in Sachen Stromversorgung und Energiesparen gab: Musikdarbietungen auf der Bühne, ein Zauberer, ein Luftballon-Künstler, „Karl Klötzchen“, das Kraftspiel „Hau den Lukas“, Torwandschießen mit Geschwindigkeitsmessung, Tischtennis, eine Hüpfburg, Kinderliedersänger Uwe Reetz und viele andere Unterhaltungsangebote boten Kurzweil für Alt und Jung. Der Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder aus Blankenheimerdorf sorgte für das leibliche Wohl der ene-Gäste.

 

Auf dem Parkplatz vor dem Rewe-Center standen die Kinder im Mittelpunkt. Hüpfburg, Riesenrutsche, Kuhmelken, Minigolf und Bullenreiten lockten Besucherscharen an. Und auch Fußballfans kamen auf ihre Kosten, denn sie konnten am Fan-Mobil des 1. FC Köln 20 Eintrittskarten für ein Heimspiel der Kölner Geißböcke gewinnen.

 

Im Rewe-Center stellte Marktmanager Rudi Hannes im Foyer die Gewinne der großen Weihnachtstombola vor, die er seit etwa 20 Jahren für die Hilfsgruppe Eifel veranstaltet. Dabei assistierten ihm die Serienschauspieler Andree Dietz („Alles was zählt“) und Milos Vukovic („Unter uns“), die anschließend fleißig Autogramme schrieben und Fotowünsche erfüllten.

 

Vor der stattlichen Kulisse der Gewinne für die aktuelle Verlosung überreichte Rudi Hannes einen Spendenscheck über 10.000 Euro an Willi Greuel, den Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel. Diese hohe Summe war der Erlös der Tombola aus dem Vorjahr, der in diesem Jahr noch übertroffen werden soll.

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Auf sein 95-jähriges Bestehen kann der Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen in diesem Jahr zurückblicken. Dieser Geburtstag soll am Samstag, 24. Oktober mit einem großen Freundschaftstreffen gefeiert werden. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

95 Jahre Laienspiel in Rinnen v. Oktober

Theaterverein „Einigkeit“ wurde 1920 gegründet - Großes Freundschaftstreffen zum Geburtstag – Anfangs standen Dramen auf den Spielplänen – Langjährige Mitglieder werden geehrt – Elisabeth Servaty ist Urgestein

 

Kall-Rinnen - Auf sein 95-jähriges Bestehen kann der Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen in diesem Jahr zurückblicken. Und dieser Geburtstag soll keineswegs lautlos vonstattengehen, sondern am Samstag, 24. Oktober, mit einem großen Freundschaftstreffen gefeiert werden. Ab 19 Uhr werden befreundete und benachbarte Vereine die Bühne erobern und jeweils zehn-Minuten-Stücke präsentieren. „Es wird viel zu lachen geben“, verspricht die Geschäftsführerin Heike Huber. Der Eintritt zum Jubiläumsabend ist frei(willig).

 

Neben den Vereinen aus Rescheid, Wolfert, Dahlem, Scheuren und Frohngau bespielt auch der Jubiläumsverein selbst die Bühne. Gleichzeitig sollen auch treue Mitglieder im Mittelpunkt stehen: Von den rund 130 Vereinsmitgliedern sind 21 schon seit mehr als 25 Jahren dabei, zehn seit 40 Jahren und drei können sogar auf eine 50-jährige Tätigkeit als Laienschauspieler zurückblicken.

 

50 Jahre dabei ist auch das Vereins-Urgestein Elisabeth Servaty, die noch immer zu den Aktiven des Ensembles zählt und deren Vater 1920 die Gründung des Vereins miterlebte. In den Anfangsjahren, so Geschäftsführerin Heike Huber, hätten damals auch Dramen auf den Spielplänen gestanden. Inzwischen könne man das Publikum eher mit Komödien begeistern.

 

Für nächstes Jahr werde der Theaterverein „Einigkeit“ eine englische Komödie einstudieren. Mit den Proben dafür werde schon im November begonnen, berichtet Heike Huber, die auch Spielleiterin ist. Der Titel des Stücks soll jedoch noch geheim bleiben. Fest stehen die Termine der beiden Uraufführungen in Rinnen: Sie finden statt am 20. und 21. Februar. Danach gehe der Verein mit dem Stück auf Tournee, die jedes Jahr bis nach Haspe bei Hagen führt. Weitere Infos gibt es unter www.theaterverein-rinnen.de

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Waren schon Europameister: Die Tänzer und Tänzerinnen des serbischen Kultur- und Tanzvereins aus Essen und Ratingen sind amtierender Deutsche Meister.

Die Hilfsgruppe sagt „Dankeschön" v. Oktober

Sechsstündiges Live-Programm vor der Firmengruppe Schumacher

 

Kall - Ein sechsstündiges Live-Programm, das die Hilfsgruppe Eifel anlässlich der Kaller Gewerbeschau und des 125-jährigen Bestehens der Firmengruppe Schumacher auf die Beine gestellt hatte, begeisterte

die Besucher. „Wir wollen uns mit dieser Aktion bei der Familie Schumacher bedanken, die die Hilfsgruppe seit der Gründung von 23 Jahren immer unterstützt hat“, sagte der Vorsitzende der Kaller Kinderkrebshilfe, Willi Greuel. Die Gewerbeschau biete für das Dankeschön-Fest eine gute Gelegenheit.

 

Auch Bürgermeister Herbert Radermacher erinnerte an das soziale Engagement, das die Unternehmerfamilie in der Vergangenheit gezeigt habe. Die Wiege der Hilfsgruppe habe damals bei der Firma Schumacher gestanden, wo Willi Greuel viele Jahre gearbeitet habe. Radermacher dankte Willi Greuel und der Hilfsgruppe für das europaweite Engagement zugunsten krebskranker Kinder.

 

Ralf Schumacher hatte auch das Firmenjubiläum in den Dienst der guten Sache gestellt: Satt Geschenke entgegenzunehmen hatte er um Spenden für die Hilfsgruppe gebeten. In naher Zukunft wird er einen entsprechend hohen Spendenscheck übergeben.

 

Auf dem Vorplatz des Obi-Marktes und der Bauzentrale konnten Kinder sich austoben: Auf einer Hüpfburg, einer Riesenrutsche und einem Karussell. Die Hilfsgruppe informierte an einem Stand über ihre Arbeit. Bei einer Tombola gab es tolle Preise zu gewinnen. Ebenfalls bei einem Schätzspiel, bei dem es den Geldbetrag zu erraten galt, der sich in einer Dreiliter-Flasche befand.

 

Das Bühnenprogramm vor der Bauzentrale, moderiert von dem Sötenicher Entertainer Julian Heldt, wurde von der Musikkapelle Kall eröffnet, die sich spontan bereit erklärt hatte für die Hilfsgruppe zu musizieren. Zwei Stunden lang dauerte das anspruchsvolle Konzert, das die Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Peter Blum spielte.

 

Am Nachmittag ging international zu. Afrikanische, türkische, serbische und kurdische Folkloregruppen wechselten sich ab. Der Name „Dostluk Baris“ der türkischen Gruppe aus Euskirchen steht für „Frieden und Freundschaft“. Die Gruppe war 2012 Europa- und 2013 Vizemeister geworden. Ebenfalls aus Euskirchen stammt die kurdische Folkloreformation „Heval“. Sie wurde angeführt von dem Nordiraker Karwan Mohammed, der in Euskirchen einen Friseursalon betreibt und ein großer Unterstützer der Hilfsgruppe ist.

 

Ebenfalls aus Euskirchen kam die afrikanische Gruppe „African Dance Girls“, die Tänze aus der Heimat Afrika vorführten. Komplettiert wurden die Folkloredarbietungen des serbischen Kultur- und Tanzvereines „Kola & Zora“ aus Essen und Ratingen. Sie zeigten dem begeisterten Publikum landesübliche Tänze die pure Lebensfreude widerspiegelten. Nicht umsonst sind „Kola & Zora“ in diesem Jahren Deutscher Meister geworden.

 

Auch eine Premiere erlebte das Publikum beim Dankeschön-Fest. Der Sänger und Entertainer Julian Heldt und Kinderfliedersänger Uwe Reetz sangen erstmals im Duett; jedoch keine Kinderlieder, sondern Helene Fischers „Atemlos“. Danach aber tat Uwe Reetz das, wofür er eigentlich gekommen war: Er sang mit den kleinen Besuchern seine Lieder, die fast alle Kinder in der Eifel kennen. Den Abschluss des Tages machte die Wuppertaler Cover-Kultband „Flieger“, die der Hilfsgruppe schon seit fast 20 Jahren die Treue hält. Bei 14 von 18 Oldienächten war das Ensemble von Bandchef Klaus Flieger dabei. Auch ihm überreichte Willi Greuel eine Urkunde als Dank für die langjährige Unterstützung und Freundschaft.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Im voll besetzten Rinnener Bürgerhaus erläuterte Andreas Göttgens die Pläne zum zweiten Bauabschnitt der Kanalarbeiten. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Rinnener Bürger informierten sich v. Oktober

Über 70 Anwohner kamen zur Bürgerversammlung ins Rinnener Bürgerhaus – Planungsbüro PE Becker und Bürgermeister Herbert Radermacher informierten über anstehende Kanalarbeiten in den Straßen Im Acker, Blumenstraße, Bergstraße und Sistaler Straße – Verwaltungsmitarbeiter bieten persönliche Beratung an

Kall-Rinnen – „Heute sind mehr Menschen hier als zur Kirmes“, sagte der Rinnener Ortsvorsteher Lothar Maevis mit Blick ins Bürgerhaus. Das war vermutlich etwas übertrieben, gleichwohl aber dokumentierten die über 70 Anwohner das große Interesse der unmittelbar betroffenen Rinnener im Zusammenhang mit den anstehenden Kanalarbeiten. Auch Ratsvertreter aller Kaller Fraktionen waren hinzugekommen.

In Rinnen wird der Kanal von Mischwasser auf ein Trennsystem umgestellt. Konkret heißt das, dass ein zweites Kanalrohr in der Straße installiert werden muss. So kann das Schmutzwasser in die Kläranlage geleitet werden, während das Regenwasser in die Urft umgeleitet und so wieder der Natur zugeführt werden kann. Letztendlich können damit auch Kosten gespart werden, weil nur noch ein Teil des Wassers in der Kläranlage aufbereitet werden muss. Nachdem die Baumaßnahme in der Michaelstraße im September abgeschlossen wurde, geht es nun im zweiten Bauabschnitt in den von dort abgehenden Querstraßen Im Acker, Blumenstraße, Bergstraße und Sistaler Straße weiter.

Aus erster Hand informieren konnten die Interessierten sich im Rinnener Bürgerhaus bei Diplom-Ingenieur Bernd Becker, Diplom-Ingenieur Andreas Göttgens und B.Eng. Michael Lorse vom Kaller Planungsbüro PE Becker sowie Bürgermeister Herbert Radermacher und dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter Roland Huppertz. Andreas Göttgens stellte die Pläne vor. Im öffentlichen Bereich, so Göttgens, würden sich die Kosten auf voraussichtlich rund 2.600.000 Euro belaufen. Erst im Juli hatte das Land NRW die Zusage zur Förderung des zweiten Bauabschnittes erteilt. „Diese Zusage mussten wir erst abwarten und können nun von der Michaelstraße aus weiterbauen.“

Gemäß der aktuellen Planung, so Göttgens, sollen die Arbeiten in der Bergstraße beginnen und dann nacheinander in den Straßen Im Acker, Blumenstraße und Sistaler Straße weitergehen. Auch in diesem zweiten Bauabschnitt des Projekts „Fremdwasserbeseitigung“ müssen die Anlieger ihr Abwasser getrennt den beiden Kanalrohren zuführen. Hierzu müssen die Grundstückseigentümer auch auf ihren Grundstücken entsprechende Kanalarbeiten vornehmen. Die Kosten für die Baumaßnahmen auf den privaten Grundstücken werden zu 50 Prozent vom Land NRW gefördert.

Wie Roland Huppertz erklärte, werden in den kommenden Monaten alle betroffenen Anwohner angeschrieben. „Dann kommen wir zu jedem Einzelnen zu einer Erstbegehung und besprechen, wie es weitergeht.“

In Kürze sollen die Aufträge öffentlich ausgeschrieben werden, damit im kommenden Frühjahr die zweite Bauphase beginnen kann. Die Bauzeit soll ungefähr zwei Jahre betragen. Die Arbeiten an der Kanalisation sollen gleichzeitig dazu genutzt werden, die Nebenanlagen in den genannten Straßen je nach Möglichkeiten und Bedarf auszubauen. Dazu gehören zum Beispiel Gehwege, Grünflächen und die Straßenbeleuchtung.

Bürgermeister Herbert Radermacher lud alle Anwohner ein, sich bei Fragen von den Herren Roland Huppertz (Baurecht) und Markus Auel (Beitragsrecht) in der Kaller Verwaltung individuell beraten zu lassen. „Ein Anruf genügt, dann ermöglichen wir Ihnen einen kurzfristigen Termin – die Türen stehen offen“, so der Bürgermeister.

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Viele Kaller waren interessiert an der Arbeit der Flüchtlingshilfe und dem Kontakt mit den Flüchtlingen selbst. Foto: Flüchtlingshilfe Kall/pp/Agentur ProfiPress

Gewerbeschau als Ort der Begegnung v. Oktober

Kaller Flüchtlingshilfe stellte sich bei Gewerbeschau vor – Großes Interesse und gute Gespräche

 

Kall – „Die Menschen waren ungeheuer offen und interessiert – wir konnten viele gute Gespräche führen.“ So lautet das Fazit der Kaller Flüchtlingshilfe um die Koordinatorin Dorothea Muysers zur Kaller Gewerbeschau. Auch Bürgermeister Herbert Radermacher und zahlreiche Ratsvertreter statteten dem Stand der Flüchtlingshilfe einen Besuch ab.

 

Gemeinsam mit einigen Asylbewerbern verteilten die Ehrenamtler beim Kaller Großevent Flyer und informierten über ihre Arbeit. Besonders die jüngeren Besucher fühlten sich von Oumar, der aus Mali geflohen ist, angezogen. „Er hat in seiner Heimat als Lehrer gearbeitet und hat eine unheimliche Ausstrahlung auf Kinder“, berichtet Flüchtlingshelfer Hartmut Kieven. Er möchte nun versuchen, dem jungen Mann ein Praktikum in einem Kindergarten zu vermitteln. Auch Raad aus dem Iran kam schnell mit den Kindern in Kontakt: Gemeinsam malten sie Figuren aus. „Das geriet dann ganz unerwartet auch zum spielerischen Deutschunterricht, weil die Kinder jeweils die Namen der abgebildeten Gegenstände nannten“, freute sich Muysers.

 

Im Kaller Ortsgebiet sind mittlerweile 121 Flüchtlinge untergebracht, das bedeutet eine Steigerung der Anzahl um 90 Prozent in den vergangenen sechs Monaten. Rund 60 freiwillige Helfer übernehmen die Betreuung. Besonders freuten sich Dorothea Muysers und ihre Mitstreiter auch darüber, dass sich im Rahmen der Gewerbeschau weitere Menschen meldeten, die die Flüchtlingshilf ehrenamtlich unterstützten möchten. „Jede Hilfe ist willkommen und wirklich wichtig“, so Muysers.

 

Wer auch helfen möchten kann sich direkt an sie Kall wenden unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

pp/Agentur ProfiPress


Erstes Sicherheitstraining für Flüchtlinge v. Oktober

Pilotprojekt der Flüchtlingshilfe Kall in Kooperation mit Kreispolizeibehörde Euskirchen und dem Caritasverband für die Region Eifel e.V. - Erstes Komprimiertes Verkehrssicherheitstraining in Theorie und Praxis am Dienstag, 13. Oktober, von 9.30 bis 17 Uhr – Simultane Übersetzung auf Arabisch – Erfolgreiche Absolventen erhalten geprüftes Fahrrad und Schutzhelm

 

Kreis Euskirchen/ Kall – Für Flüchtlinge, die hier in der Eifel untergebracht sind, ist die Mobilität häufig ein Problem. Ein eigenes Fahrrad kann da ein wichtiges Stück Freiheit bedeuten, die Möglichkeit, zum Einkaufen, zu Freunden oder dem Fußballtraining zu fahren, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

 

Die Flüchtlingshilfe Kall hat daher in Kooperation mit der Verwaltung und der Firma Wolter eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, in der die Asylbewerber sich unter fachlicher Aufsicht gespendete Fahrräder herrichten und verkehrssicher machen können. Nun möchten Flüchtlingshilfe und Kreisverkehrswacht Sorge tragen, dass alle Fahrten möglichst unfallfrei verlaufen, und auch, dass den „neuen Nachbarn“ die deutschen Verkehrsregeln vermittelt werden.

 

Um dem abzuhelfen, hat die Flüchtlingshilfe Kall nun in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Euskirchen und dem Caritasverband für die Region Eifel e.V. ein Pilotprojekt gestartet, das künftig Flüchtlingen aus dem gesamten Kreis offenstehen soll: Einen Tag lang erhält am Dienstag, 13. Oktober, von 9.30 bis 17 Uhr eine erste Gruppe ein komprimiertes Sicherheitstraining. Durchgeführt wird es von Polizeihauptkommissar Tido Janssen, dem Leiter der in Mechernich ansässigen Verkehrsunfallprävention. Die Gruppen sollen jeweils mit maximal zwölf Personen besetzt werden, die eine simultane Übersetzung in ihre Muttersprache erhalten. „Daher sind in der ersten Gruppe alles Syrer, denen alles ins Arabische übersetzt wird.

 

In einem Unterrichtsraum der Kaller Hauptschule erhalten die Asylbewerber eine theoretische Einführung unter anderem in die Verkehrsregeln. Nach einer Mittagspause startet das praktische Sicherheitstraining auf einem Parcours im Hof der Hauptschule, auf dem sonst Mofaprüfungen abgenommen werden. Für Tido Janssen sieht in der Aktion auch eine gute Möglichkeit, als „Uniformierter“ mit den Flüchtlingen in Kontakt zu kommen und Ängste ab- bzw. Vertrauen aufzubauen: „Viele haben in ihren Herkunftsländern schlechte oder gar traumatisierende Erfahrungen mit Menschen gemacht, die Uniformen trugen“, erklärt er.

 

Bereits am Donnerstag, 15. Oktober, wird einer zweiten Gruppe aus dem Kreis Euskirchen die Möglichkeit zum Sicherheitstraining geboten.

 

Wer das Sicherheitstraining erfolgreich absolviert hat, erhält ein geprüftes, also voll verkehrstaugliches gespendetes Fahrrad nebst Schutzhelm, den die Kreisverkehrswacht sponsert. Die Übergabe, bei der auch Caritas-Geschäftsführer Rolf Schneider anwesend sein wird, ist für 17 Uhr geplant.

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Auch die Big-Band der Musikschule tritt beim Unicef-Wohltätigkeitskonzert am Sonntag, 22. November, ab 18 Uhr in Aktion. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Unicef-Konzert der Musikschule v. Oktober

Zweckverband: Auch Musikschüler aus der Gemeinde Kall konzertieren mit am Sonntag, 22. November, ab 18 Uhr im Städtischen Gymnasium Schleiden – Bislang kamen 30.000 Euro für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zusammen

Kall/Schleiden – Musikschüler auch aus der Gemeinde Kall konzertieren am Sonntag, 22. November, ab 18 Uhr beim jährlichen Vorweihnachtskonzert des Musikschulzweckverbandes Schleiden in der Aula des Städtischen Gymnasiums in Schleiden. Das schreibt der Musikschulzweckverband, dem auch die Gemeinde Kall angehört, in einer Pressemitteilung. Der Erlös geht wie seit 24 Jahren an Unicef, das Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen.

Der Zweckverband schreibt: „Aus zaghaften Anfängen 1991 ist mittlerweile eine Veranstaltung gewachsen, die unter großer Resonanz der Bevölkerung ihren festen Platz im Reigen der Konzerte in der Vorweihnachtszeit gefunden hat.“ Durch ihr Engagement konnten die Musikschüler in den vergangenen Jahren über 30.000 Euro an Unicef überweisen.

Einen besonderen Höhepunkt verspricht diesmal die Aufführung von Tschaikowskys „Nussknacker“, die vom Orchester der Musikschule vorgetragen und von Klaus Schulte erzählerisch begleitet wird. Den zweiten Teil des Konzertes will die Big-Band der Musikschule mit bekannt sattem Sound und Titeln wie „1980 F“, „Something in the Water“ und „Mandy“ bestreiten.

Traditionsgemäß wird kein Eintritt erhoben. Vielmehr appellieren alle Mitwirkenden an die Spendenbereitschaft der Konzertbesucher. Außerdem gibt es einen Verkaufsstand mit Unicef-Grußkarten, Kalendern und anderen nützlichen Kleinigkeiten für das bevorstehende Weihnachtsfest.

pp/Agentur ProfiPress


Beim trotz gelegentlicher Regengüsse überaus gelungenen Familien-Sommerfest der „Löstige Bröder“ ging Vorstandsmitglied Volker Blatt (kniend) mit den Kindern auf Waldrallye. Ein Schatz wurde dabei gesucht – und natürlich gefunden. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Kinder im Mittelpunkt v. September

Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ feierte auf dem Fels Familienfest mit Waldrallye und Schatzsuche – Neuer Vorstand bestand seine Feuertaufe – Vereinsnachwuchs malte farbenfrohes Bühnenbild für Kindersitzung im Januar

 

Kall - Der Herbst hatte schon seit Tagen angeklopft mit niedrigen Temperaturen und Regengüssen, als der Kaller Karnevalsclub „Löstige Bröder“ an der Grillhütte auf dem Fels sein großes Sommerfest feierte. Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit wurde die Fete ein großer Erfolg. Im Mittelpunkt standen die „Pänz“, der Nachwuchs des Vereins.

 

Der im Frühjahr neu gewählte Vorstand der lustigen Brüder um Vereinschef Harald Thelen hatte das Fest bestens vorbereitet und damit seine außerkarnevalistische Feuertaufe bestanden. Das Publikum wie die eigenen Leute waren hochzufrieden.

 

Musste noch vor zwei Jahren ein geplantes Kinderfest auf dem Kaller Sportplatz mangels Interesse ausfallen, so hatten sich die „Löstige Bröder“ diesmal nicht über mangelnden Zuspruch zu beklagen. Unterstützung beim Sommerfest bekamen die Karnevalisten vom Kaller Maigeloog, das ein großes Zelt aufbaute, und von der Freiwilligen Feuerwehr, die am Grillstand tätige Hilfe leistete. Und DJ Johannes sorgte für passende musikalische Unterhaltung.

 

Regen trübte Stimmung nicht

 

Das Sommerfest fand in Form eines Familienfestes statt, bei dem nachmittags hauptsächlich Unterhaltung für Kinder angesagt war. Volker Blatt, Beisitzer im Vorstand, hatte für die Kids eine Waldrallye ausgearbeitet. Etwa 20 Kinder gingen mit auf eine spannende Schatzsuche durch das Waldgebiet am Fels oberhalb der Gemünder Straße. Die Kinder mussten dabei bestimmte Aufgaben lösen, wobei sie großen Spaß hatten und viel Ehrgeiz bewiesen.

 

Eine Hüpfburg stand bereit und ein Lagerfeuer brannte, bis ein heftiger Regenguss es löschte. Doch der vorübergehende Niederschlag konnte die gute Stimmung nicht mehr kippen. Beim Kinderschminken konnte sich der Vereinsnachwuchs bunte Kunstwerke auf die Gesichter zaubern lassen. Nachmittags stand ein großes Kuchen-Buffet parat, am Abend wurde der Grill in Betrieb genommen.

 

Viel Farbe kam ins Spiel, als die Kinder schließlich aufgerufen wurden, ein Bild als Kulisse für die kommende Kindersitzung im Januar 2016 zu malen. Vorsitzender Harald Thelen, von Beruf Malermeister, hatte für die Kids jede Menge Pinsel und Farbe mitgebracht. Auf einer großflächigen Vorlage war das Vereinssymbol des Vereins - ein lustige Bruder in der Bütt - schemenhaft vorgezeichnet.

Die Kinder hatten nun die Aufgabe, die großflächige Vorlage in ein buntes Kunstwerk zu verwandeln. Nach zwei Stunden war auf der großen Vorlage kaum noch eine weiße Stelle zu entdecken. Die Kinder haben ein farbenfrohes Gemälde geschaffen und darauf auch ihre Namen verewigt.

 

Nach dem großen Erfolg des Familien-Sommerfestes ist zu erwarten, dass man auch im nächsten Jahr wieder eine solche Veranstaltung für den Nachwuchs organisieren will.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Auch die Gestaltung des Verkehrs-Kreisels in der Hüttenstraße an der Zufahrt zum Siemensring wurde von der Firmengruppe Schumacher finanziert. Die Bepflanzung wird jedes Jahr erneuert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Kreisverkehre herausgeputzt v. September

Erneut 30.000 Euro investiert - Die Firmengruppe Schumacher sponserte zu ihrem 125-jährigen Bestehen die Neugestaltung des Knotenpunktes an der Zufahrt

zur Hüttenstraße – Auch den OBI-Kreisel verschönert

 

 

Kall - Pünktlich zum 125-jährigen Bestehen der Firmengruppe Schumacher im Kaller Industriegebiet ist die Gestaltung des Kreisverkehrs am Knotenpunkt der Landesstraße 206 und der Hüttenstraße fertiggestellt worden.

 

Jetzt präsentiert sich der Kreisel im neuen Outfit mit schmucken Pflanzbeeten. „Es geht uns darum, der Gemeinde Kall im Bereich des Industriegebietes ein schöneres Aussehen zu geben“, sagte Firmenchef Ralf Schumacher der Agentur ProfiPress im Vorfeld der Kaller Herbstschau am Sonntag, 27. September.

 

Für die Gestaltung des Kreisels hat die Firmengruppe einen Betrag von rund 30.000 Euro investiert. Wochenlang hat Landschaftsgestalter Joachim Cremer mit seinen Mitarbeitern die Fläche mit weißem Kies gestaltet, in dem die Pflanzbeete sternförmig angeordnet sind. Je nach Jahreszeit soll die Bepflanzung der Beete wechseln.

 

Das Material wurde natürlich von der Bauzentrale Schumacher geliefert. Wie Ralf Schumacher bei der Präsentation des neugestalteten Kreisels berichtete, gibt es inzwischen bestimmte Richtlinien des Landesbetriebs Straßen NRW für die Gestaltung von Kreisverkehren an Bundes- und Landstraßen.

 

Der Schumacher-Kreisel in Höhe der Einfahrt zum Industriegebiet ist der zweite, den die Firma zur Ortsverschönerung gestaltet hat. Auch der schmucke Obi-Kreisel an der Zufahrt zum Siemensring wurde vor zwei Jahren von dem Kaller Traditionsunternehmen gestaltet. Allerdings ist es mit der Anlegung der Kreisverkehre nicht getan. „Jedes Jahr wird die komplette Bepflanzung an beiden Kreiseln erneuert“, so Ralf Schumacher.

zü/pp/Agentur ProfiPress

 

Rund 30.000 Euro investierte die Firmengruppe Schumacher in die Gestaltung des Kreisverkehrs auf der L 206 an der Zufahrt zur Hüttenstraße. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Gemeinsam sorgen sie mit dem von der VR-Bank Nordeifel eG gespendeten Defibrillator in der Kaller Geschäftsstelle des Job Centers EU-aktiv für den Notfall vor (von links): Franz Cremer, Teamleiter Arbeitgeberservice im Kreis Euskirchen, Josef Weingarten, Geschäftsführer des Job Centers EU-aktiv, Bernd Altgen, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nordeifel eG, sein Vorstandskollege Wolfgang Merten und Johannes Klapper, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Der Ernstfall gab den Anstoß v. September

Notfall in Kaller Geschäftsstelle des Job Centers EU-aktiv – Mitarbeiterin musste reanimiert werden – Notfallvorsore soll verbessert werden – VR-Bank Nordeifel eG springt spontan ein und spendet Defibrillator

Kall/Schleiden –„Wir hatten Glück, dass zufällig zwei notfallgeschulte Mitarbeiter zur Stelle waren“, berichtet Josef Weingarten, der Geschäftsführer des Job Centers EU-aktiv. In der Kaller Geschäftsstelle nämlich war eine junge Kollegin kollabiert und musste reanimiert werden. Das hat ihr vermutlich das Leben gerettet, sie ist wieder wohlauf.

Die Verantwortlichen nehmen den Vorfall nicht auf die leichte Schulter und beschlossen, die Geschäftsstelle mit einem Defibrillator auszurüsten, mit dem auch Laien einfach und effektiv Erste Hilfe leisten können. Die Euskirchener Hauptgeschäftsstelle, so Weingarten, befinde sich nur wenige Minuten von der Rettungsleitstelle entfernt und die Mechernicher im dortigen Rathaus, wo ein ebenfalls von der VR-Bank Nordeifel im Juli 2012 gespendeter Defibrillator zur Verfügung steht. „Nach Kall braucht der Notarzt eine Weile, daher wurde uns jetzt klar, dass wir aktiv werden müssen.“

Als der Vorstand der VR-Bank Nordeifel eG davon erfuhr, reagierte er prompt und spendete einen Defibrillator. Er wird jetzt an exponierter Stelle in der Kaller Geschäftsstelle des Jobcenters installiert. „Wir sind froh, dass wir noch ein Gerät zur Verfügung hatten und so umgehend helfen konnten“, sagt Bernd Altgen, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nordeifel eG. Auch derlei Unterstützung gehöre ganz selbstverständlich zum Förderauftrag für die Region. Bereits 2012 hatte die Eifeler Genossenschaftsbank 50.000 Euro investiert, um alle Rathäuser und Geldautomatenräume ihres Instituts im Südkreis Euskirchen mit insgesamt 20 Defibrillatoren auszustatten.

pp/Agentur ProfiPress


Eine Spende in Höhe von 4000 Euro konnte Willi Greuel (m.) in der Küchenabteilung des Möbelhauses Brucker von Abteilungsleiter Robert Becker (l.) und dessen Stellvertreter Gernot Zass entgegennehmen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Möbelkunden spenden 4000 Euro v. September

In der Küchenabteilung des Kaller Traditionsunternehmens „Möbel Brucker“ gibt es Getränke gegen eine Spende für die Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder – So kamen bislang 8200 Euro zusammen

 

Kall - Einen symbolischen Scheck über 4000 Euro konnte Willi Greuel, der Vorsitzende der Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder, in der Küchenabteilung des Möbelhauses Brucker aus der Hand von Verkaufsleiter Robert Becker und dessen Stellvertreter Gernot Zass entgegennehmen.

 

Das Geld hatten Kunden gespendet, denen bei der Besichtigung oder im Verkaufsgespräch Mineralwasser, Kaffee oder Tee angeboten worden war, mit der Bitte, einen Obolus zu geben für an Krebs erkrankte Kinder. Der zu diesem Zweck aufgestellte Spar-Esel nahm rasch an Gewicht zu.

 

Übrigens ist das gute Tier bereits seit 2008 im Dauer-Spendeneinsatz in der Küchenabteilung des Möbelhauses. Bis auf ein Ohr, das abgefallen war und wieder angeklebt werden musste, hat das Keramik-Langohr den langjährigen Spendenmarathon bislang schadlos überstanden.

 

Die jetzige Spendenübergabe war nach den Leerungen 2009 und 2012 bereits die dritte. Insgesamt haben die Brucker-Kunden damit schon 8200 Euro an die Klientel der Hilfsgruppe Eifel weitergegeben. Willi Greuel dankte herzlich. Möbel Brucker sei der Hilfsgruppe bereits sehr lange, eng und treu verbunden.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

 


Mit mehreren Rettungshunden, wie hier Melanie Rarey mit ihrer Hündin „Aika“, wurde an zwei Tagen nach dem vermissten Piloten rund um die Absturzstelle in Bergheim gesucht. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Gesuchter Pilot tot aufgefunden v. September

Rotkreuz-Rettungshundestaffel suchte zwei Tage nach dem Piloten, dessen Sportflugzeug auf einem Feld in Mechernich-Bergheim abgestürzt ist – Rotkreuz-Einsatzeinheit aus Zülpich verpflegte Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz – Drei Einsätze in Folge für die Hundeführer in nur einer Woche

Mechernich/ Kall – „Wir waren eigentlich auf dem Weg nach Euskirchen, um bei der Ankunft von mehreren Bussen mit Flüchtlingen mit Manpower zu unterstützen“, sagte Franz Küpper, der Leiter der Rotkreuz-Rettungshundestaffel im Kreis Euskirchen aus Kall. Doch noch bevor sich die Mitglieder der Rettungshundestaffel auf dem Weg von der Fahrzeughalle in Kall zur Notunterkunft machten, erreichte sie die Alarmierung zu einer Personensuche nach einem Flugzeugabsturz in Mechernich-Bergheim. Zusammen mit Daniel Heitmann vom Kreis Euskirchener Rotem Kreuz machte sich Rettungshunde-Einsatzleiter Franz Küpper auf dem Weg zur Absturzstelle, um den Einsatz der Rettungshunde zu koordinieren.

 

Das war passiert: In Bergheim hatten am späten Mittwochnachmittag Zeugen ein einmotoriges Sportflugzeug über ihren Ort beobachtet. Nach deren Aussagen drehte das Flugzeug über dem Dorf einige Runden und stürzte dann vor den Augen der Zeugen direkt auf einem Feld neben dem Ort ab. Die Zeugen sowie weitere Ersthelfer liefen laut Polizeiaussagen daraufhin zur Absturzstelle. Ein Helfer nahm einen Feuerlöscher mit. Mit dem Feuerlöscher konnte eine Brandentstehung umgehend verhindert werden. Als man nun die Rettung der oder des Insassen beabsichtigte, stellte man fest, dass Niemand im Flugzeug war.

 

Eine Suche nach Insassen unter den Trümmern sowie im näheren Umfeld blieb ergebnislos. Daran beteiligt waren Einsatzkräfte der Mechernicher Feuerwehr unter Leitung von Jens Schreiber, der Bereitschaftspolizei und den Flächensuchhunden des Roten Kreuzes, die die weitere Umgebung nach etwaigen Insassen absuchten. Eine Einsatzeinheit des Roten Kreuzes aus Zülpich versorgte indes alle Einsatzkräfte mit Getränken und Essen. Die Suche wurde in der späten Nacht erfolglos abgebrochen und am nächsten Tag aufgrund neuer Hinweise im Feytal wieder aufgenommen. „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten verlief kooperativ und gemeinschaftlich“, lobte Küpper.

 

Am Tag drauf rückten wieder mehrere Rettungshundestaffeln aus den umliegenden Kreisen an, um nach den Insassen zu suchen. Die Suche wurde mit Unterstützung eines Hubschraubers mit Wärmebildkamera und Sofortverstärkungskräften anderer Polizeibehörden durchgeführt. Auch eine Einsatzhundertschaft war im Einsatz. Wieder war auch das Zülpicher Rote Kreuz dabei, um die eigenen Kräfte zu verpflegen. In den Abendstunden wurde die Suche eingestellt. Rettungshunde-Einsatzleiter Franz Küpper: „Wir haben bis dahin mehrere Quadratkilometer Wald- und Wiesenfläche, zum Teil sehr schwieriges und unübersichtliches Gelände, nach dem Piloten mit den Hunden abgesucht.“ Stephan Schmitz vom Rotkreuz-Kreisverband und Rettungshunde-Leiter Küpper lobten das Engagement der vielen Helfer: „Man darf nicht vergessen: Was hier geleistet wird, ist ein hundertprozentiges Ehrenamt.“

 

Inzwischen steht wohl fest, dass der Pilot tot ist. Dies bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft Aachen mehreren Medien. Der 43-jährige Pilot aus dem Raum Aachen wurde am vergangenen Sonntag rund vier Kilometer südlich von Nettersheim in einem Wald tot aufgefunden. Demnach ist davon auszugehen, dass das Flugzeug noch bis Mechernich-Bergheim unbemannt weitergeflogen ist, ehe es auf ein freies Feld aufschlug. „Großes Glück, dass es zu keiner weiteren Katastrophe gekommen ist“, heißt es von den Helfern. Laut Medienberichten vermutet die Staatsanwaltschaft, dass der Pilot den Absturz möglicherweise absichtlich herbeigeführt hat. Er sei ohne Fallschirm abgesprungen, zudem gebe es keine Hinweise auf einen technischen Defekt.

 

Für die Kaller Rotkreuz-Rettungshundestaffel reißt indes das Einsatzaufkommen nicht ab. Am vergangenen Freitagabend wurden die Hundeführer mit ihren speziell geschulten Hunden zu einer Suche in den Raum Simmerath angefordert. Dort war eine gestürzte Nordic-Walkerin zunächst unauffindbar. Der Einsatz konnte jedoch abgebrochen werden, weil die verletzte Frau per Handy ihren Standort halbwegs durchgeben und durch die Polizei im Wald aufgefunden werden konnte. Sie kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

pp/Agentur ProfiPress


Wie auch beim zweiten Begegnungscafé im August war das Kaller Pfarrheim St. Nikolaus wieder gut gefüllt: rund 200 Asylbewerber, Eh-renamtliche, Anwohner und Neugierige kamen zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen, um sich auszutauschen und kennen zu lernen. Der nächste Termin ist Freitag, 16. Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr. Foto: Archiv/pp/Agentur ProfiPress

„Liebe für Alle, Hass für Keinen“ v. September

Drittes Begegnungscafé in Kall erneut ein Erfolg – Große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung – Weitere Veranstaltungen für Flüchtlinge und Einwohner in Planung – Nächster Termin: Freitag, 16. Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr

Kall – Das dritte Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall im Pfarrheim St. Nikolaus zog auch dieses Mal wieder zahlreiche Besucher an. Rund 200 Asylbewerber, Ehrenamtliche, Anwohner und Interessierte kamen zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen um sich auszutauschen und einander kennen zu lernen.

Englisch war während des Begegnungscafés die bevorzugte Sprache, um sich miteinander zu unterhalten. Ein Flüchtling zeigte einer Anwohnerin Fotos aus seiner Heimat auf dem Handy, während eine Kallerin versuchte, einer Asylbewerberin das deutsche Alphabet bei zu bringen. Wenig später tauschten die beiden Frauen ihre Telefonnummern aus, um in Kontakt zu bleiben.

„Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung ist gigantisch“, stellte Dorothea Muysers, die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Kall, fest. Immer mehr Ehrenamtliche aus der Bevölkerung würden ihre Hilfe anbieten. Momentan seien sie dabei, genaue Strukturen zu schaffen und weitere Veranstaltungen zu planen, um die Einwohner mit den Asylbewerbern zusammenzubringen. Eine Abendveranstaltung mit Musik und ein Schulbesuch mit einigen Flüchtlingen seien schon in der Vorbereitung.

An einem Tisch saßen Adeel, Zaman und Manuela Eßer zusammen und unterhielten sich auf Englisch. Adeel ist 25 und kommt ursprünglich aus Pakistan. Der junge Mann hat eine lange Reise hinter sich, rund 40 Tage war er unterwegs, um nach Deutschland zu kommen. „Ich wollte wegen den Menschen hier her“, sagte er und strahlte. „Alle lächeln mich an, alle sind freundlich. Ich mag Kall.“

Untergebracht sind Adeel und Zaman in Steinfeld. Zwei Mal die Woche besuchen sie für drei Stunden einen Deutschkurs und freitags spielen sie zusammen mit dem Kaller SC Fußball. Auch die internationale Sprechstunde, die jeden Dienstag und Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr im Pfarrheim stattfindet, haben die beiden schon besucht. „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein“; betonte Adeel und lächelte wieder. „Ich möchte in den nächsten Jahren hart für meine Zukunft arbeiten und Deutsch lernen.“

Oumar aus Mali kam an den Tisch. Der große Afrikaner fragte gut gelaunt in gebrochenem Deutsch, ob er die Teller mitnehmen dürfe. Die Anwohnerin Manuela Eßer kennt den jungen Mann schon länger. „Letzte Woche habe ich ihn mit zu mir nach Hause genommen. Wir haben zusammen mit meiner Familie „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt.“ Der Umgang mit den Flüchtlingen sei ihr wichtig, sich mit ihnen zu unterhalten mache Spaß, „auch wenn die Verständigung manchmal nicht so einfach ist.“

„Die Menschen kommen aus der Not und sollen sehen, dass ihnen hier geholfen wird“, erklärte die ehrenamtliche Helferin Karen Seelmann-Eggebert. Rund einhundert Flüchtlinge seien in Kall und Umgebung momentan untergebracht. Die Kommunikation sei momentan noch ein Problem, da kaum einer aus der Region arabisch spricht. „Deshalb müssen sich die Flüchtlinge bei solchen Veranstaltungen auch gegenseitig bei der Verständigung unterstützen.“

Der junge Adeel nahm sich einen Stift und schrieb etwas auf. Die Buchstaben sahen anders aus, er schrieb von rechts nach links, in einer unbekannten Sprache. Lächelnd übersetzte er das Geschriebene ins Deutsche: „Liebe für Alle, Hass für Keinen“. Manuela nickte. „So sollte es sein.“

Montags, mittwochs und donnerstags gibt Ester Lorrig von der Freien Christengemeinde Kall e.V. einen Deutsch-Anfängerkurs für Frauen. Es fehlen noch ehrenamtliche Helfer, die während des Kurses von 11 bis 13 Uhr die Kinderbetreuung übernehmen. „Die Kinder befinden sich im gleichen Raum. Es ginge nur darum, sich mit ihnen zu beschäftigen, während ihre Mütter mit mir zusammen Deutsch lernen.“

Freiwillige, die Frau Lorrig bei ihrer Arbeit unterstützen wollen oder der Flüchtlingshilfe Kall anderweitig helfen möchten, können sich via Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik oder über Tel. 0174/ 942 89 49 an Dorothea Muysers wenden. Das nächste Begegnungscafé findet am Freitag, 16. Oktober, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St Nikolaus statt.

Hana Loben/pp/Agentur ProfiPress


„Danke! Deutsche Peterspost - 25 Jahre“ steht auf dem großen Poster, das die Dorfgemeinschaft für ihren Postboten angefertigt hatten. Anja und Ralf Schumacher standen in Postuniform parat, um die weitere Postzustellung im Ort für ihren Kollegen zu übernehmen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Den Postboten überrascht v. September

Peter Evertz stellt seit nunmehr 25 Jahren in Wahlen Briefe und Pakete zu – Dorfbevölkerung organisierte ein großes Danke-Fest für die „Deutsche Peterspost“ - Ständchen der „Stehtischmusikanten“, Umzug und Buffet im Bürgerhaus

 

Kall-Wahlen - Dass die Wahlener stets für eine Überraschung gut sind, haben sie in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Diesmal war es der Postbote Peter Evertz, der von den Dorfbewohnern derart überrascht wurde, dass ihm die Spucke wegblieb. Weil er seit nunmehr 25 Jahren als Postzusteller in Wahlen tätig ist, hatten seine „Kunden“ ohne sein Wissen ein großes Fest organisiert - mit Musik, einem Umzug durch den Ort und einem reichlich bestückten Buffet im Bürgerhaus.

 

Mit dieser geheim gehaltenen Aktion wollte sich die Dorfgemeinschaft auf eine recht spektakuläre Weise bei ihrem treuen Zusteller, den man in Wahlen liebevoll „Peterspost“ nennt, bedanken. Seit dem 1. September 1990 trägt Peter Evertz tagtäglich, bei Wind und Wetter, bei Schnee und Eis, in Wahlen Briefe und Pakete aus. Marianne Rosenbaum, die Chef-Organisatorin der Aktion: „Peter ist so pünktlich, dass man fast die Uhr nach ihm stellen könnte“. Und deshalb hatten sich die Wahlener zum 25-Jährigen etwas ganz besonderes ausgedacht. Generalstabsmäßig wurde ein Fest organisiert, das wochenlang als geheime Kommandosache behandelt wurde.

Und darum war Peter Evertz am zweiten September-Samstag völlig „platt“, als er gegen 12.30 Uhr die Post im Getränkeshop Rosenbaum zustellen wollte und dort im Hof vor dem Geschäft lautstark mit einem „Hoch soll er leben“ von der Musikkapelle „Stehtischmusikanten“ und dem Beifall einer 70-köpfigen Gratulanten-Schar empfangen wurde. Unter den Gratulanten waren auch Evertz‘ Ehefrau Brunhilde und Tochter Nina. Sie waren zuvor in die Aktion eingeweiht worden, hatten aber wie auch alle anderen Wahlener bis zur letzten Sekunde „dicht“ gehalten.

Marianne Rosenbaum, die die Aktion mit einigen Mistreiterinnen und Helfern in ihrem Getränkeshop „ausgeheckt“ hatte, eröffnete dem völlig überraschten Postboten, dass sein Arbeitstag als „Peterspost“ nun beendet sei und stattdessen sein Zusteller-Jubiläum im Bürgerhaus gefeiert werde. Auf seine Frage „un wat es met de Poss?“, konnten die Wahlener ihn beruhigen. Mit dem in Wahlen wohnenden Ehepaar Anja und Ralf Schumacher, beide als Zusteller bei der Deutschen Post DHL beschäftigt, hatten Rosenbaum & Co für professionellen Ersatz gesorgt. Zur Dienstübernahme standen beide in ihrem Post-Outfit parat. Noch immer fassungslos von dem Geschehen übergab Evertz den Autoschlüssel an Ralf Schumacher und zeigte ihm die vielen Briefe und Pakete die noch zugestellt werden mussten.

Mitorganisator Ralf Klöckner hatte den ahnungslosten Peter Evertz vor einigen Wochen vor seinem gelben Dienstfahrzeug fotografiert. Von diesem Foto hatten die Wahlener ein großes Poster anfertigen lassen mit der Aufschrift „Deutsche Peterspost – 25 Jahre“ sowie einem fettgedruckten „Danke“.

Nonstop spielten die „Stehtischmusikanten“ vor dem Getränkemarkt, ehe sich der Umzug mit der Musikkapelle und der Gratulantenschar in Richtung Bürgerhaus in Bewegung setzte. Peter Evertz und seine Tochter Nina brauchten nicht zu Fuß zu gehen. Sie wurden in einer kleinen, mit Posthörnern verzierten und von zwei Eseln gezogenen Kutsche durch den Ort gefahren. Zuschauer am Straßenrand klatschten ihrem beliebten Postboten Beifall.

Weitere Gratulanten warteten am Bürgerhaus auf die Ankunft des Jubilares. Im Bürgerhaus selbst waren die Tische festlich gedeckt, eine Thekenmannschaft stand zur Bewirtung der Gäste mit Freibier parat. Zum Mittagesssen hatten Wahlener Frauen ein warmes Buffet hergerichtet. Nachmittags gab zur Musik der „Stehtischmusikanten“ Kaffee und Kuchen.

„Ich bin total überwältigt“, bedankte sich Peter Evertz bei den Wahlener, die er alle bestens kennt. Er habe absolut nichts von dieser Überraschung gewusst. „Die haben alle ganz schön dicht gehalten“, so Evertz.

Seit 42 Jahren steht Evertz im Dienst der Post. Seit nunmehr 25 Jahren ist er für die Zustellung in Urft, Steinfeld und Wahlen zuständig. Im vergangenen Jahr habe er zwar einmal beiläufig verlauten lassen, dass er in diesem September auf seine 25-jährige Tätigkeit als Postbote in Wahlen zurückblicken könne. Evertz: „Ich hatte gedacht, das hätten die längst vergessen“. Nun wurde „Peterspost“ eines Besseren belehrt. „Jetzt weiß ich auch, weshalb der Ralf das Foto von mir vor dem Postauto gemacht hat.“

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Die Bigband der Bundeswehr gastiert am Donnerstag, 17. Dezember, im Kulturkino Vogelsang. Das Ensemble veranstaltet dort sein Jahresabschlusskonzert zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Thomas Ernst/pp/Agentur ProfiPress

Bigband vom Bund in Vogelsang v. September

Das Konzert-Ereignis des Jahres zugunsten der Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder: Bigband der Bundeswehr gibt am Donnerstag, 17. Dezember, ihr Jahresabschluss-Konzert im Kulturkino Vogelsang - Manager Thomas Ernst verspricht ein buntes Programm mit Swing, Rock und Pop - 2000 Titel im Repertoire – Kartenvorverkauf

 

Von Reiner Züll

 

Kall/Vogelsang - „Es wird ein Showabend mit vielen Überraschungen“, verspricht Thomas Ernst, der Manager der Bundeswehr-Bigband, für das Jahresabschlusskonzert am Donnerstag, 17. Dezember, im Kulturkino Vogelsang. Der Erlös ist für die tumor- und leukämiekranken Kinder bestimmt, die von der Kaller Hilfsgruppe Eifel betreut und begleitet werden.

 

Bei einer Pressekonferenz in Vogelsang rührten Stabshauptmann Thomas Ernst, Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel, Albert Moritz, der Geschäftsführer von Vogelsang IP, und der IP-Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Poth die Werbetrommel für das Konzert in einem „grandiosen Veranstaltungssaal“, wie Thomas Ernst meinte. Den Besuchern werde sowohl Swing von Glenn Miller als auch Rock, Pop und Jazz zu Gehör gebracht. Nicht nur Menschen gesetzteren Alters, auch 16-Jährige wisse die Bigband mit ihrer Musik zu begeistern.

 

In Vogelsang beendet die Bigband am 17. Dezember das Konzertjahr, in dem das Bundeswehr-Ensemble bundesweit 40 Hallen- und 23 Open-Air-Veranstaltungen bestritten hat. Das Abschlusskonzert, so der Bigband-Manager, sei stets der Highlight des Jahres. 2015 sei ein ganz besonderes Jahr, weil es die erste Spielzeit unter der Leitung des neuen Bigband-Leaders Timor Oliver Chadik sei. Der bringe seinen eigenen Stil in das Orchester ein. Eines habe allerdings weiterhin Bestand, so Thomas Ernst: „Wir wollen, dass der Zuhörer überrascht wird“.

„Hilfsgruppe Eifel schnell,

professionell und unbürokratisch“

 

„Eigentlich versuchen wir uns in der Region rund um unseren Standort Euskirchen rar zu machen“, berichtete der Bigband-Manager mit Hinweis auf den Auftrag der Einheit, nämlich bundesweit als Werbeträger der Streitkräfte Musik zu machen. Doch die Entscheidung in Vogelsang für die Kinderkrebshilfe zu konzertieren sei dem Ensemble leicht gefallen. Ernst: „Die Hilfsgruppe Eifel hilft schnell, professionell und unbürokratisch.“

 

Vom 1100 Besucher fassenden Kulturkino als Konzertsaal war der Bandmanager begeistert. „Einfach super, nur am falschen Ort“, meinte Ernst mit dem Hinweis, dass sich die Stadt Euskirchen die Finger nach einem solchen Saal lecken würde. Davon wollte Manfred Poth nichts wissen. „Der Saal bleibt hier und geht nicht nach Euskirchen, und wenn, dann auch mit allen Problemen die wir zurzeit hier haben“, so der IP-Aufsichtsratsvorsitzende.

 

Eines stehe fest: „Mit dem Ambiente des Kulturkinos und der Qualität der Musiker wird das Event im Kreis Euskirchen zum »Konzert des Jahres«.“ Das Gastspiel der Bundeswehr-Bigband sei auch dazu geeignet, mehr Frequenz nach Vogelsang zu holen. „Wenn man dann noch die Hilfsgruppe als Partner hat, kann es besser nicht kommen“, so Manfred Poth.

Vogelsang-IP-Geschäftsführer Albert Moritz stellte bei Manager Thomas Ernst eine große Begeisterung für den Veranstaltungsort fest. Moritz war überzeugt, dass das Kulturkino beim Abschlusskonzert ausverkauft ist: „Wir freuen uns auf Sie“.

 

Thomas Ernst war voller Begeisterung: „Wir sehen es als unseren Auftrag an, hier die Bude voll zu machen“. Das 23-köpfige Bundeswehr-Ensemble habe 2000 Titel im Repertoire. Hervorstechen werde auch die Sängerin Bwalya aus Sambia im Duett mit Rolf Winter.

Willi Greuel rechnet auch mit

Besuch aus Benelux

 

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel rechnet auch mit zahlreichen Besuchern aus Belgien und den Niederlanden. Schon sei ein großes Interesse von Musikvereinen aus der Region zu spüren. Greuel : „Wir sind glücklich, dieses Konzert mit Ihnen organisieren zu dürfen“. Die Hilfsgruppe bitte nicht nur um Spenden, sondern sei auch bemüht, im Gegenzug kulturelle Veranstaltungen anzubieten, um ihre zahlreichen Aktionen finanzieren zu können. Die Hilfsgruppe habe jedes Jahr feste finanzielle Verpflichtungen von mehr als 200.000 Euro für langfristige Projekte.

 

Für Manager Thomas Ernst ist das Jahresabschlusskonzert 2015 mit Emotionen verbunden, denn es ist nach 21-jähriger Tätigkeit für die Bigband vom Bund das letzte, das er organisiert. In diesen Jahren habe sich die Bigband der Bundeswehr von einem „Feuerwehr-Orchester“, wie Bandgründer Günter Noris ihm später einmal gesagt habe, zu einem Ensemble entwickelt, in dem die absoluten Spitzenleute der deutschen Musikszene vertreten sind. Nicht umsonst sei die Bundeswehr der größte Arbeitgeber für Berufsmusiker.

 

Der Kartenvorverkauf für das Benefiz-Konzert am 17. Dezember hat begonnen. Tickets gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen im Kreisgebiet, über die Info-Hotline 02444 / 915 792 12 sowie unter www.karten.kinderkrebshilfe-eifel.de

 

Vorverkaufsstellen sind Bücher Schwinning in Mechernich, Lotto-Toto Winter im Rewe-Center in Kommern, SVE in Euskirchen, Wochenspiegelbüro in Euskirchen, Foto Hanf in Hellenthal, Postagentur Herr in Schleiden, Bäckerei Milz in Marmagen, Rewe-Center in Zülpich, Rewe-Center in Kall, der Buchladen in Simmerath und das Wochenspiegelbüro in Monschau-Imgenbroich.

 

pp/Agentur ProfiPress


Der Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher dankt allen, die an der Rettung von Kloster Steinfeld beteiligt waren, vor allem Andrea und Wolfgang Scheidtweiler (von rechts) und dem Aachener Diözesanbischof Dr. Heinrich Mussinghoff (ganz links). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Schlaflose Nächte sind vorbei“ v. September

Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher lobt Wolfgang Scheidtweiler und seine Familie bei der Einweihung des neuen Gästehauses durch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff als Retter von Kloster Steinfeld

Kall-Steinfeld - „Als Bürgermeister hat man schwere Stunden. Es ist nicht leicht, eine Schule zu schließen oder einen einheimischen Betrieb in Insolvenz gehen zu sehen, aber Kloster Steinfeld hat mir auf dem Höhepunkt der Krise vor zwei Jahren schlaflose Nächte bereitet“, sagte Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher jetzt bei der Einweihung des neuen Gästehauses von Kloster Steinfeld.

„Das ist ein geistliches Zentrum für die Eifel und mehr, selbst die Kölner kommen hierhin“, konstatierte der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff bei einer Feierstunde. Der Diözesanbischof war gekommen, um das neue Gästehaus mit 64 Zimmern im Vier-Sterne-Standard einzuweihen.

Es soll mit dem noch zu renovierenden alten Gästehaus über zusammen 130 Zimmer und acht Tagungsräume für bis zu 200 Teilnehmer verfügen und das wirtschaftliche Fundament für die Zukunft von Kloster Steinfeld bilden.

 

Provinzial dankt

der Gemeinde Kall

 

Pater Hubert Veeser SDS, der Provinzial der Salvatorianer, dankte Bürgermeister Herbert Radermacher für die Unterstützung der Gemeinde Kall und Bischof Heinrich, Weihbischof Karl Borsch und Jürgen Jansen vom Generalvikariat Aachen für die große Hilfe, die das Bistum vor allem seit der Krise im Jahre 2013 für das Eifelkloster leiste. Jürgen Jansen hatte einen Runden Tisch moderiert, an dem auch Kreis Euskirchen, Gemeinde Kall, Denkmalbehörde, Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld und die Stiftung Kloster Steinfeld mitwirkten.

Als „Weißer Ritter“ und Retter, so drückte sich der Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher bei der Einweihung aus, habe sich aber schließlich Wolfgang Scheidtweiler entpuppt, ein Geschäftsmann aus Süddeutschland, der aus der Eifel stammt. „Unser Verhältnis war vom ersten Augenblick an von Vertrauen beherrscht“, so Radermacher.

Scheidtweiler und seine Familie sanierten zunächst das in Insolvenz befindliche Biogas-Kraftwerk des Klostergutes. Dann legten sie umfangreichere Pläne vor, um das Kloster Steinfeld mit der Eifelbasilika und dem Grab des Heiligen Hermann-Josef langfristig auf wirtschaftlich solide Füße zu stellen.

 

Einzige Bedingung: Die

Salvatorianer müssen bleiben

 

Scheidtweilers einzige Bedingung, erinnerte sich Provinzial Pater Hubert bei der Einweihung: „Wir mussten versprechen, dass die Salvatorianer dauerhaft in Steinfeld bleiben, jedenfalls so lange, wie wir das irgendwie gewährleisten können.“

Steinfeld, so Wolfgang Scheidtweiler, soll keine Kloster-Immobilie werden, sondern ein Kloster bleiben: „Das ist kein Hotel, hier weht ein anderer Geist. Freunde von uns haben hier zwei Tage verbracht und im neuen Gästehaus übernachtet, sie haben uns erzählt, sie seien »runtergekommen« und »relaxed«, wie man heute sagt, wie sonst nach 14 Tagen Urlaub.“

„Pater Lambertus muss arbeiten“, scherzte Scheidtweiler, der bislang rund drei Millionen Euro in den Umbau des früheren Internates zum Gästehaus investiert hat: „Und ich muss und darf die Lorbeeren ernten.“ Der Ökonom der Salvatorianer solle auch künftig vor Ort die Geschäfte führen, zusammen mit Christoph Böhnke, einem Absolventen des Hermann-Josef-Kollegs des Klosters und bewährtem Hotelfachmann, der das Gästehaus leitet.

Neben Böhnke stellte Wolfgang Scheidtweiler auch seinen Bauleiter Mike Vivas den über geladenen 200 Einweihungsgästen vor. Auch alle anderen Interessenten konnten sich dann am Sonntag drauf bei einem Tag der offenen Tür ein Bild vom tollen neuen Gästehaus machen.

Die luxeriösen Doppelzimmer sind für 90 Euro pro Nacht zu mieten, als Einzelzimmer für 65 Euro. Es gibt behindertengerechte Zugänge über Rampe und Aufzug und drei besonders große und schön gelegene Suiten, die für Menschen mit Handicap, also auch Rollstuhlfahrer, geeignet sind.

In den Tagen vor der Einweihung des neuen Gästehauses durch Bischof Heinrich waren auch der überarbeitete Klosterladen und das neue Klostercafé eröffnet worden. Es ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.    

pp/Agentur ProfiPress

 

 Informationen und Ansprechpartner:

 

Gästehaus Kloster Steinfeld

Christoph Böhnke, Tel. (0 24 41) 88 92 01, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

 

„Franziskus Jordan“, Gäste- und Bildungshaus

Tel.: 02441-889 131 geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

 

Hermann-Josef-Kolleg

Das Gymnasium wird von den Salvatorianern getragen und bietet jungen Menschen Bildung und Erziehung nach dem christlichen Welt- und Menschenbild. Tel.: (0 24 41) 88 91 41 www.hjk-steinfeld.de

 

Basilika Kloster Steinfeld

mit der Wallfahrtsstätte, dem Grab des Hl. Hermann Josef, und der berühmten König-Orgel aus dem Jahr 1727. Gottesdienste: samstags 18 Uhr, sonntags 8 Uhr, 10 Uhr, 11.30 Uhr und 18 Uhr

Akademie Kloster Steinfeld

Die Akademie Kloster Steinfeld bietet religiöse und spirituelle, künstlerische, entspannende und kunsthistorische Weiterbildung an. Tage der Stille, Wanderexerzitien, Meditationen und eine bekannte Mal-Akademie sind nur ein Teil des Kursprogramms. Informationen unter

Tel. (0 24 41) 889 180 geschützte E-Mail-Adresse als Grafik


Roland Huppertz, Bautechniker im Tiefbauamt der Gemeinde Kall, an der Sistaler Straße. Dort muss demnächst die Kanalisation erneuert werden, ebenso wie in den Straßen Im Acker, Blumenstraße und Bergstraße. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Weitere Kanalarbeiten in Rinnen v. September

Umstellung von Mischwasser auf Trennsystem – Kanalisation muss in den Straßen Im Acker, Blumenstraße, Bergstraße und Sistaler Straße erneuert werden – Baubeginn voraussichtlich Frühjahr 2016 – Bürgerversammlung am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Rinnen

Kall-Rinnen - Die Bauarbeiten in Rinnen gehen weiter. Nachdem die Baumaßnahme in der Michaelstraße im September abgeschlossen werden soll, geht es nun in den von dort abgehenden Querstraßen weiter. In den Straßen Im Acker, Blumenstraße, Bergstraße und Sistaler Straße muss die Kanalisation erneuert werden. Anlieger und Grundstückseigentümer können sich in einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Rinnen zum Verlauf und zu den Kosten der Baumaßnahme informieren.

In Rinnen wird der Kanal von Mischwasser auf ein Trennsystem umgestellt. Konkret heißt das, dass ein zweites Kanalrohr in der Straße installiert werden muss. So kann das Schmutzwasser in die Kläranlage geleitet werden, während das Regenwasser in die Urft umgeleitet und so wieder der Natur zugeführt werden kann. Letztendlich können damit auch Kosten gespart werden, weil nur noch ein Teil des Wassers in der Kläranlage aufbereitet werden muss.

Auch in diesem zweiten Bauabschnitt des Projektes „Fremdwasserbeseitigung“ müssen die Anlieger ihr Abwasser getrennt den beiden Kanalrohren zuführen. Hierzu müssen die Grundstückseigentümer auch auf ihren Grundstücken entsprechende Kanalarbeiten vornehmen. „Wir sind bemüht, dass die Anwohner auch während der Bauzeit ihre Grundstücke mit dem PKW erreichen können“, so Roland Huppertz, Bautechniker im Tiefbauamt der Gemeinde Kall. Die Kosten für die Baumaßnahmen auf den privaten Grundstücken werden zu 50 Prozent vom Land NRW gefördert.

Diplom-Ingenieur Andreas Göttgens vom Planungsbüro PE Becker aus Kall stellte die Ausbaupläne im Liegenschaftsausschuss der Gemeinde vor. Im öffentlichen Bereich belaufen sich die Kosten auf voraussichtlich rund 2.600.000 Euro. Erst im Juni erteilte das Land NRW die Zusage zur Förderung des zweiten Bauabschnittes. „Diese Zusage mussten wir erst einmal abwarten und konnten deshalb von der Michaelstraße aus nicht einfach weiterbauen“, erklärte Roland Huppertz.

In naher Zukunft sollen nun die Aufträge öffentlich ausgeschrieben werden, damit im kommenden Frühjahr die zweite Bauphase beginnen kann. Die Bauzeit soll planmäßig ungefähr zwei Jahre betragen. Die Arbeiten an der Kanalisation sollen gleichzeitig dazu genutzt werden, die Nebenanlagen in den genannten Straßen auszubauen. Dazu gehören zum Beispiel Gehwege, Grünflächen und die Straßenbeleuchtung.

Die Gemeinde lädt Anwohner und Grundstückseigentümer am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Rinnen zu einer Bürgerversammlung ein. Dort informieren die Verantwortlichen über den Ablauf der Baumaßnahmen und die dadurch entstehenden Kosten.

pp/Agentur ProfiPress


Die Kaller Feuerwehr wird es bei der Demonstration von Fettexplosionen richtig krachen lassen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

30 Jahre Gewerbeschau am 27. September 2015

 

Verkaufsoffener Sonntag am 27. September – Bürgermeister gibt Startschuss – Zigtausende Besucher werden im Ort und im Industriegebiet erwartet – Mischung aus Industriemesse und Volksfest mit internationaler Folklore – Viel Unterhaltung für Kinder - Pendelbusse

 

Kall - Kinder und Familie stehen bei einzelnen Veranstaltern in diesem Jahr bei der großen Kaller Herbstschau am Sonntag, 27. September von 10 bis 18 Uhr im Fokus. Zigtausende Besucher werden zu dem Großereignis erwartet, das sich inzwischen sowohl im Industriegebiet als auch im Kaller Ortskern zu einer Mischung aus Gewerbemesse und Volksfest entwickelt hat. Von 13 bis 18 haben in ganz Kall die Geschäfte verkaufsoffen.

Bürgermeister Herbert Radermacher wird auf dem Gelände der Bauzentrale Schumacher am Siemensring den Startschuss zu der traditionellen Gewerbeschau geben, die in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet. Bis zu 30.000 Besucher wurden in den vergangenen Jahren bei gutem Wetter gezählt. Alte Kaller erinnern sich noch gut an die zugeparkte Landstraße 206 zwischen der Wallenthaler Höhe und Dottel anlässlich der ersten Gewerbe-Messen.

Heute gibt es das Parkplatzproblem nicht mehr, weil ausreichend Parkraum innerhalb des Industriegebietes vorhanden ist. Außerdem bieten die Veranstalter einen Bus-Pendelverkehr zwischen Ortskern und Industriegebiet an, so dass niemand mit dem eigenen Fahrzeug die Ausstellungsorte rund um den Siemensring anfahren muss.

Der Pendelbus startet in diesem Jahr vom P&R-Parkplatz an der Trierer Straße gegenüber dem Bahnhof, wo weit über 300 Parkplätze zur Verfügung stehen. Auch die Geschäfte und Firmen im Ortskern beteiligen sich an der großen Gewerbemesse. Die Bahnhofstraße wird zwischen 9 und 18 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben, weil dort ein buntes Markttreiben mit Kunstausstellungen und Trödelangeboten stattfindet. Auf einer Bühne am ehemaligen Busparkplatz wird es Live-Musik geben. Die Musikkapelle Kall werde sonntags zweimal aufspielen, kündigt der Vorsitzende des Gewerbevereins, Stephan Kohl an.

Neben der Präsentation aktueller Fahrzeug-Modelle, vielerlei Sonderangeboten sowie den Infoständen diverser Vereine und Verbände gibt es viel Unterhaltung. An der Bauzentrale Schumacher am Siemensring, am Rewe-Center in der Bahnhofstraße und bei der Energie Nordeifel (Ene) in der Hindenburgstraße werden Unterhaltungsangebote und Bühnenprogramme geboten.

Ganz im Zeichen der Kinder stehen die Aktionen auf dem Rewe-Parkplatz: eine Minigolf-Anlage, eine Foto-Station, eine Riesenrutsche, Kinderschminken und ein Glücksrad sind nur einige der zahlreichen Angebote.

Am Fan-Mobil des 1. FC Köln gibt es zehn Mal zwei Eintrittskarten für ein Spiel des Geißbock-Clubs zu gewinnen. Auch bekannte Fernseh-Stars wie Andre Dietz („Alles was zählt“) und Milos Vukovic („Unter uns“) sind am Rewe-Center hautnah zu erleben. Spiel und Spaß für die ganze Familie bietet auch die Energie Nordeifel. Ein großes Krokodil als Hüpfburg, eine Torwand mit Ball-Geschwindigkeitsmessung, eine Bastelecke für Kinder, ein Bungee-Trampolin sorgen für Kurzweil. Bei der Ene mit dabei sind auch „Karlo Klötzchen“, ein Luftballon-Künstler und ein Zauberer. Kräftemessen ist am „Hau den Lukas“ angesagt. Den ganzen Tag über sorgt der Förderverein für tumor- und leukämiekranke Kinder Blankenheimerdorf für das leibliche Wohl der Besucher.

Ganz im Zeichen des 125-jährigen Firmenbestehens steht das sechsstündige Bühnenprogramm bei der Bauzentrale Schumacher. Dort wird die Hilfsgruppe Eifel das Programm gestalten, als Dank für die jahrelange Unterstützung durch die Firma Schumacher, wo 1992 die Wiege der Hilfsgruppe stand. „Es gibt eine große Familientombola und jede Menge Unterhaltung für die Kinder“, kündigt Hilfsgruppen Vorsitzender Willi Greuel an.

Von 12 bis 13 Uhr wird die Musikkapelle Kall aufspielen. Der Nachmittag steht im Zeichen internationaler Folklore mit den African Dance Girls, der türkischen Gruppe „Dostluk Baris“, der kurdischen Folklore-Formation „Heval“ und dem serbischen Kultur- und Tanzverein „Kolo & Zora“ aus Essen und Ratingen. In diesem Jahr gewann diese Gruppe in Dortmund die deutsche Meisterschaft.

Für Musik sorgen außerdem die Jugendrockband „The Rookies“ (13.30 Uhr), Kinderliedermacher Uwe Reetz und Entertainer Julian Heldt. Ab 16 Uhr bis zum Ende der Veranstaltung steht die Kultband „Flieger“ auf der Bühne. Die Rock-Coverband aus Wuppertal hat in den vergangenen 18 Jahren bei 15 Oldienächten der Hilfsgruppe Eifel aufgespielt.

Für die Sicherheit der Besucher im Industriegebiet sorgen die Feuerwehr Kall und das DRK, die sich an der Ecke Hüttenstraße/Siemensring präsentieren und über ihre Arbeit informieren. Bei Demonstrationen von Fettexplosionen wird es die Feuerwehr so richtig krachen lassen.

pp/Agentur ProfiPress

 

Bei der zweiten Kaller Herbstschau im Jahr 1986 war die Landstraße 206 zwischen der Wallenthaler Höhe und Dottel mit Autos zugeparkt. Heute gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten sowie einen Pendelbusverkehr. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Der Kinderzirkus Tom Joyce soll auch bei der 38. Lückerather Kinderkirmes am Sonntag, 20. September, ab 11 Uhr die Kinder aus dem weiten Eifeler Umland anlocken. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Asterix, Biene Maja und Überraschungs-Promis

Sonntag 20. September, ab 11 Uhr steigt mit der „Lückerather Kinderkirmes“ eines der attraktivsten Volksfeste der Nordeifelregion – Vorfahrt und Sonderpreise für die „Pänz“ – Dutzende Attraktionen und viel gute Musik – Teilerlös für die Kaller Hilfsgruppe Eifel bestimmt

 

Lückerath/Kall – Vor 38 Jahren hatten Erwachsene (!) an der Theke die Idee, die Lückerather Kirmes den Kindern quasi zurückzugeben. Denn für die „Pänz“, so die ernüchternde Feststellung 1977 im Gasthaus „Zum treuen Husar“, gab es zu der Zeit überhaupt nichts mehr auf der Kirmes: keinen „Kram“, kein Karussell, keine Schiffschaukel . . .

 

Seither sind in dem Fachwerkdörfchen am Schoßbach Lichtjahre vergangen, denn die 38. „Lückerather Kinderkirmes“, die dieses Jahr am Sonntag, 20. September, ab 11 Uhr gefeiert wird, ist mittlerweile eines der größten Volksfeste der Nordeifel. Wenn es nicht regnet, werden die Gäste nach Tausenden gezählt. Hunderte Helfer sind im Einsatz, nicht nur aus Lückerath. Der (freiwillige) Eintritt aufs Festgelände wird regelmäßig zugunsten der Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder eingenommen.

 

Als Gäste haben Willi Greuel und Team diesmal die Biene Maja aus der bekannten ZDF-Kult-Kinderserie, Asterix und Obelix, Karlo Klötzchen, das Figurentheater Spielbar, den Kinderzirkus Tom Joyce, den Zauberer Martino, Clown Peppino und die Zauberhexe Arabella eingeladen. Außerdem werden – wie immer - prominente Überraschungsgäste erwartet, deren Namen die Dorfgemeinschaft Lückerath aber stets bis Kirmessonntag-Spätnachmittag für sich behält.  

 

Es gibt ein weiteres Mal zahlreiche Spiele und Attraktionen, Karussells, Schiffsschaukel, Ponyreiten, Akrobatik und Jonglage, Riesenrutschbahn, Fahrten mit der „Flitsch“, Hüpfburg, Kinder-Eisenbahn und vieles mehr. Mit ihrer Spielkarte, die die Kinder für kleines Geld erwerben, können sie eine ganze Menge dieser Attraktionen besuchen und benutzen, ohne dass die Eltern laufend ihre Portemonnaies zücken müssten. „Abgearbeitete“ Spielkarten kommen in die Lostrommel. Jede volle Stunden wird Kirmesgeld verlost.

 

Die Dorfgemeinschaft Lückerath legt als Veranstalter großen Wert auf familienfreundliche Preise. An den zahlreichen Ess- und Imbiss-Gelegenheiten gibt es spezielle Kinderportionen, „Pänz“ werden bevorzugt behandelt.

 

Weltmeisterschaft im

Pflaumenkern-Weitspucken

 

Zum Stammpersonal der Kinderkirmes gehört Kinderliedermacher Uwe Reetz, der sich auch in diesem Jahr auf seine eingeschworene Lückerather Fangemeinde freut. Die Drums & Pipers aus Dreiborn werden bereits zum Kinderkirmesauftakt um 11 Uhr erwartet. „Power Pop“ spielt die Kölner Band „2THEUNIVERSE“, während „De Schlingele“ für kölsche Tön sorgen wollen.

 

Ebenfalls in Lückerath musikalisch an den Start gehen die „Stehtischmusikanten“, die Bigband der Marienschule Euskirchen, die „Lückenfüller“ und der Musikverein „Cäcilia“ Floisdorf. Zudem wollen ein Promotionsstand des Eifelparks Gondorf, der Fanclub „Eifelhaie“, ein Schnellzeichner sowie der Walk-Act-Künstler „Zwille Zimmermann“ die Besucher unterhalten.

 

Bereits zum 30. Mal soll im Rahmen der Kinderkirmes die offizielle Weltmeisterschaft im Prommekern-Weitspucken ausgetragen werden. Beim großen Kindertrödelmarkt werden allerlei Schnäppchen angeboten. Wer selbst verkaufen will, kann sich noch bis zum 17. September bei Wilma Kesternich, Tel. (0 24 43) 31 05 16 , Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, anmelden.

 

Zugunsten der Hilfegruppe Eifel bieten „Karwans Hairtuning“ aus Euskirchen und Taxi Halstrick aus Mechernich, Tel. (0 24 43) 90 29 336, Frisier- und Fahrdienste an. Eine tolle Tombola für Erwachsene und eine Kindertombola mit attraktiven Preisen runden das Programm ab.

 

pp/Agentur ProfiPress


Gastiert am Samstag, 19. September, ab 19.30 Uhr in der Schüler-Kapelle des Salvatorianer-Klosters Steinfeld: Das Leipziger Klavierquartett mit (von links) Rene Bogner, Stefan Burkhard (unten), Matthias Weise und Henriette-Luise Neubert. Foto: Veranstalter

Ein Wochenende voller Musik v. September

  1. bis 20. September: Steinfelder Orgelnacht, Benefiz-Kammerkonzert mit dem Leipziger Klavierquartett und Vesperkonzert für Oboe und Orgel

Kall-Steinfeld – Mit einem Wochenende voller Musik wird Kloster Steinfeld einmal mehr seinem Ruf als geistliches und kulturelles Zentrum der nördlichen Eifel gerecht. Am Freitag, 18. September, ab 19 Uhr bringt Andreas Warler, Organist an der Basilika Steinfeld, die größte historische Barockorgel des Rheinlandes und eines der bedeutendsten Instrumente Europas aus der Bach-Zeit bei der „Steinfelder Orgelnacht“ zum Klingen.

Gustav Mahler, Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy werden beim Steinfelder Sommerkonzert am Samstag, 19. September, ab 19.30 Uhr in der Schüler-Kapelle des Salvatorianer-Klosters gegeben. Es spielt das 1998 gegründete Leipziger Klavierquartett, das von Rezensenten für Symmetrie, Wärme und absolute Tonschönheit gepriesen wird.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden bei diesem Benefiz-Gastspiel zugunsten des Hermann-Josef-Kollegs, Gymnasium Steinfeld, gerne angenommen.

Die Künstler – Stefan Burkhard (Klavier), Henriette-Luise Neubert (Violoncello), Rene Bogner (Violine) und Matthias Weise (Viola) - entführen das Publikum vorwiegend in die Romantik – die Zeit, in der die Literatur für Klavierquartette ihre Ausprägung erfuhr. Damals entstanden einige der schönsten und anspruchsvollsten Werke für diese Besetzung.

Am Sonntag, 20. September, findet um 16 Uhr in der Steinfelder Basilika ein Vesperkonzert für Oboe und Orgel statt. Das Kölner Bläserensemble „Royal Concert“ veranstaltet mit Karla Schröter (Oboe) und Willi Kronenberg (Orgel) dieses Vesperkonzert. Unter dem Thema „Musik aus Sächsischen Schlosskirchen für Barockoboe und Orgel“ erklingen Werke von Bach, Hertel, Homilius, Krebs, Müthel, Tag und anderen.

Der Eintritt zu der sonntäglichen Orgelvesper ist frei, um aber die entstehenden Kosten zu bestreiten und die Künstler für Ihr Wirken angemessen zu honorieren, wird um eine Spende in Höhe von wenigstens fünf Euro gebeten.

Basilika-Organist Andreas Warler stellt die mittlerweile weltberühmte Königorgel bei der „Steinfelder Orgelnacht“ am 18. September zunächst in ihrer geschichtlichen Entwicklung vor und spielt Werke des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach. Für Interessierte steht nach dem Konzert auch ein Einblick in die Technik und Funktionsweise der Orgel auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Spende in Höhe von wenigstens fünf Euro gebeten.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nordeifel – Kultur bei Nacht“, die von der Nordeifel Tourismus GmbH koordiniert wird. Nähere Informationen unter www.nordeifel-tourismus.de<http://www.nordeifel-tourismus.de>.

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Beim Tag der offenen Tür im Kloster Steinfeld werden Führungen durch das neue Gästehaus angeboten. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Tag der offenen Tür im neuen Gästehaus von Kloster Steinfeld

Kall-Steinfeld - Zum Tag der offenen Tür lädt Kloster Steinfeld kommenden Sonntag, 13. September, von 13 bis 18 Uhr. Nach nur sieben Monaten Bauzeit ist das neue Gästehaus im ehemaligen Internat fertiggestellt und kann besichtigt werden. Ebenfalls wurden Klosterladen und Klostercafé umgebaut und laden zum Verweilen ein. In der neu eingerichteten Klostergastronomie sowie im Refektorium gibt es mittags Eintopf und nachmittags Kaffee und Kuchen.

Ab der Klosterpforte werden Führungen durch das neue Gästehaus mit seinen 64 Zimmern der Vier-Sterne-Kategorie angeboten. Auch die sechs neuen Tagungsräume mit bis zu 200 Quadratmetern Fläche sowie zahlreiche kleinere Besprechungs- und Gruppenräume sowie die Eventlocation, der so genannte „Schafstall“, können besichtigt werden.

Ansprechpartner vor Ort sind Christoph Böhnke, der Leiter des Gästehauses, und seine Mitarbeiter, Tel. 0 24 41/88 92 01, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

pp/Agentur ProfiPress

 


Großzügig und doch gemütlich hat man das neue Steinfelder Klostercafé eingerichtet. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress

Klostercafé hat eröffnet v. September

Auch der durchgängig verbundende Klosterladen Steinfeld ist neu strukturiert – Einweihung Gästehaus mit drei Bischöfen am 11. September

Kall-Steinfeld – Im neuen Ambiente mit durchgängiger Verbindung zwischen beiden Steinfelder Klostereinrichtungen haben jetzt Klostercafé und Klosterlasen Steinfeld neu eröffnet. Sieben Tage die Woche gibt es im Cafè zwischen 11 und 18 Uhr leckeren Kuchen, Kaffee und andere Erfrischungen.

Zu den gleichen Öffnungszeiten werden im Klosterladen geistliche Andenken, Bücher und Kerzen, aber auch handgemachte Köstlichkeiten aus Kloster und Eifelumgebung feilgeboten, unter anderem Senf, Konfitüren und das berühmte Steinfelder Klosterbier.

Wie der neue Gästehausleiter, Christoph Böhnke, der Presse sagte, soll es neben der inoffiziellen Eröffnung im laufenden Betrieb auch noch eine offizielle Einweihung von Café und Klosterladen geben. Doch erst nach Inbetriebnahme des neuen Gästehauses mit 64 Zimmern im Vier-Sterne-Standard.

Das wird dem Vernehmen nach am Freitag, 11. September, um 11 Uhr von dem Aachener Diözesanbischof Dr. Heinrich Mussinghoff und seinen beiden Weihbischöfen Dr. Johannes Bündgens und Karl Borsch eingeweiht. Weitere Informationen unter www.kloster-steinfeld.de oder unter Tel. (0 24 41) 88 90.

pp/Agentur ProfiPress


Auch Bürgermeister Herbert Radermacher (4. von rechts) erkundigte sich im Rahmen der Internationalen Sprechstunde, wie die Arbeit der Flüchtlingshilfe Kall um die Koordinatorin Dorothea Muysers (5. von links) weitergeht, und wo noch Unterstützung benötigt wird. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Sprechstunde für alle Nationen v. August

Flüchtlingshilfe Kall bietet zwei Mal wöchentlich Internationale Sprechstunde im Pfarrheim St. Nikolaus – Anlaufstelle für Asylbewerber und Ehrenamtler – Austausch, Vernetzung und konkrete Unterstützung –

Kall – Schon nach der zweiten Auflage war klar: Die „Internationale Sprechstunde“, die die Flüchtlingshilfe Kall mittlerweile jeden Dienstag und Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr im katholischen Pfarrheim St. Nikolaus anbietet, wird rege genutzt.

Mehrere Sprachen schwirren durch den Raum, eine Gruppe von Ehrenamtlern und Asylbewerbern unterhält sich in größerer Runde, drei junge Männer aus Eritrea spielen Billard, am Kicker misst sich die junge Kallerin Sarah mit anderen Helfern und Flüchtlingen. In einer ruhigeren Ecke holt sich Oumar, ein junger Mann aus Mali, Rat im Zweiergespräch. Zwei junge Familien aus Syrien und dem Kosovo spielen mit ihren Kindern. Mamadou aus Guinea muss sich frühzeitig verabschieden – er hat Fußballtraining beim FC Scheven.

Mittendrin auch Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher, der sich vor Ort ein Bild machte. Nicht, ohne immer wieder Zettel und Stift zu zücken, um sich zu notieren, wo noch der Schuh drückt. „Ganz dringend bräuchten wir hier einen Internetanschluss“, berichtet Dorothea Muysers, die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Kall. Internet sei sowohl wichtig für die Arbeit der Flüchtlingshilfe selbst als auch als Möglichkeit für die Asylbewerber, mit ihren Familien in den Herkunftsländern Kontakt aufzunehmen.

Die Internationale Sprechstunde hat sich in mehrfacher Hinsicht bewährt, wie Dorothea Muysers erklärt: „Zum einen sind wir in der Zeit natürlich Ansprechpartner für die Flüchtlinge, wenn sie einen Rat oder konkrete Hilfe etwa beim Verstehen eines Briefes benötigen.“ Zum anderen sei das Pfarrheim auch zum Treffpunkt für die Flüchtlinge selbst geworden: „Wir haben beispielsweise zwei junge Männer aus Ghana hier, einer lebt in Steinfeld, und einer in Kall – hier treffen sie sich regelmäßig.“ Für die Internationale Sprechstunde gewährleisten ehrenamtliche Helfer die Fahrdienste.

Für Ehrenamtler hat die Sprechstunde neben dem Treffen mit den Asylbewerbern eine weitere wichtige Funktion. „Wir können Informationen austauschen und uns vernetzen“, erklärt Muysers. So sprachen etwa die beiden Flüchtlings-Helferinnen Marlies Neitzel, Lehrerin, und die frühere Leiterin der Blankenheimer Grundschule Erika Kaiser darüber, wie man die Probleme lösen könnte, die in den Unterkünften manchmal beim Kochen der Menschen aus verschiedenen Nationen und mit verschiedenen Religionen entstehen.

Schließlich, so Dorothea Muysers, sei der zwanglose Rahmen auch eine gute Möglichkeit für Freiwillige, die sich neu melden, erstmals in Kontakt mit den Flüchtlingen zu kommen. „Hallo, ich bin Christiane“, stellte sich beim jüngsten Treffen eine junge Frau vor, „ich wollte einfach Mal dazu kommen.“ Schon wenige Minuten später saß sie im Gespräch mit Oumar. „Eins ist schon Mal klar - dein Deutsch ist besser als mein Französisch“, stellte die Kallerin schmunzelnd fest. Eine andere junge Frau, die 16-jährige Sophia aus Kall, war bereits mehrmals dabei. Sie hatte sich aus dem Sommerurlaub in Australien per Email bei der Flüchtlingshilfe gemeldet: „Ich möchte auch gerne helfen und melde mich, sobald ich zurück bin.“

Alle Termine der Flüchtlingshilfe Kall sind im Internet unter www.fluechtlingshilfe-kall.de abrufbar. Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik auch direkt an Dorothea Muysers wenden. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

pp/Agentur ProfiPress


Die Schüler sollen demnächst eigene Berichte für die Schulhomepage www.hermann-josef-kolleg.de verfassen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Suche nach knackiger Überschrift v. August

Presseseminar im Literaturkurs des Hermann-Josef-Kollegs im Salvatorianerkloster Steinfeld – Oberstufenschüler sollen Berichte für Schulhomepage verfassen – ProfiPress-Redakteurin Alice Gempfer gibt ersten Einblick in journalistisches Arbeiten

Kall-Steinfeld - Zeitungen rascheln, einige Schüler lesen, andere diskutieren: Der Literaturkurs des Hermann-Josef-Kollegs (HJK) im Salvatorianerkloster Steinfeld ist mitten in einem Presseseminar. In diesem Schuljahr sollen die Schüler unter anderem lernen, Berichte für die Homepage der Schule zu verfassen. Das richtige Handwerkszeug für diese Aufgabe vermittelt ihnen Alice Gempfer, Redakteurin der Agentur ProfiPress aus Mechernich-Bleibuir.

Lehrer Michael Schmitz leitet den Kurs, Literatur wird ausschließlich in der Jahrgangsstufe Q1 unterrichtet. Zu den Inhalten gehört neben den Inhaltsfeldern „Theater“ und „Film“ auch der Bereich „Kreatives Schreiben“. Am HJK wird hierbei der Fokus auf die journalistische Berichterstattung gelegt. Dabei sollen die Schüler zum einen lernen, einen Bericht zu einer (Schul-)Veranstaltung zu erstellen und selbstständig zu bebildern. Zum anderen geht es auch darum, die verschiedenen Medien kennenzulernen. Nicht zuletzt auch, um Anforderungen an den Journalisten, aber auch Wirkung und Zielgruppen der Presseorgane einschätzen zu können.

Das Seminar sollte den Oberstufenschülern direkt zu Beginn des neuen Schuljahres die nötigen Kenntnisse vermitteln, um mit der journalistischen Berichterstattung in die Praxis starten zu können. Die ersten Recherchethemen für die „Nachwuchs-Journalisten“ wurden in Absprache mit Michael Schmitz bereits festgelegt, losgehen würde es in Kürze mit dem Schulfest.

Einen „Aufhänger“, wie es im Redaktionsdeutsch heißt wenn Themen einen aktuellen Bezug haben, hatten die Schüler also schon gefunden. Weitere Themen ergeben sich aus den Veranstaltungen des Schullebens wie etwa der Besuch von Grundschülern oder die wiederholte Teilnahme der HJK-Schüler am Köln-Marathon. Dabei gibt es schon bei der Recherche vor Ort einiges zu beachten. Zitate etwa können eine Geschichte weitererzählen und gleichzeitig lebendig machen. Auch kritische Worte dürfen zitiert werden. „Das Gesagte darf aber nicht als Tatsachenbehauptung im Raum stehen, sondern muss einer Person klar als Zitat zugeordnet werden“, so die Redakteurin.

Zeit nehmen sollten sich die Schüler für die Fotos, denn für ein gutes Bild darf der Fotograf auch in die Szene eingreifen, ganz nach dem Motto: „Der Fotograf führt Regie.“ Für die Bildaussage sind zudem Menschen von Bedeutung, die aktiv etwas tun und so den Inhalt des Textes „in Szene setzen“. Vorsicht ist allerdings bei den Bildrechten geboten, um nicht mit dem Presserecht in Konflikt zu geraten. Erste Grundregel: Um Erlaubnis fragen, bevor man auf den Auslöser drückt. Doch gerade bei Kindern und minderjährigen Jugendlichen – von denen in der Schule schließlich einige unterwegs sind – reicht das nicht. „Da müssen die Eltern ihr Einverständnis geben. Am besten ist es, wenn die Schule von allen Schülern eine schriftliche Erklärung der Eltern hat“, erklärt Journalistin Alice Gempfer.

Hingucker bei einem Pressebericht seien nicht nur Bilder, sondern auch eine packende Überschrift. Und schon raschelten wieder die Zeitungen im Klassenraum auf der Suche nach einer knackigen Titelzeile. „Der Leser entscheidet in wenigen Sekunden, ob er einen Artikel liest oder nicht.“ Dabei komme es auf eine richtig gute Überschrift an. Alice Gempfer: „Auch erfahrene Redakteure tüfteln manchmal länger an der Überschrift, als an so manchem Textabschnitt.“

Für den eigentlichen Text stehen erst einmal die fünf W-Fragen (wer, was, wo, wann, warum) im Mittelpunkt. Daraus ergibt sich schon eine weitere Anforderung an den Pressetext: Geschrieben wird, was interessant und wichtig ist, kein chronologisches Protokoll. Der Journalist tritt als Vermittler auf, der den Lesern ein Thema verständlich macht. Meinung und Information müssen dabei klar getrennt werden – die eigene Meinung des Journalisten gehört ausschließlich in den Kommentar oder die Kritik.

Und was ist zum Beruf des Journalisten heute zu sagen? „Vor einigen Jahren gingen viele Journalisten mit Bildern der „eierlegenden Wollmilchsau“ im Streik auf die Straße. Journalisten müssen heute alles können: schreiben, fotografieren, layouten, Videos drehen, ...“ Früher seien die Aufgaben auf mehrere Personen bzw. Berufe verteilt gewesen, auf den Journalisten, den Fotografen und den Layouter.

Nicht zuletzt verändert das Internet die Medienlandschaft und somit auch die Pressearbeit. Das habe Vor- und Nachteile. Einerseits gingen die Auflagenzahlen der Printmedien zurück. Aber: „Mit dem Internet sind auch neue Berufe entstanden, zum Beispiel der des Online-Redakteurs“, so die Journalistin.

Die Schüler des Literaturkurses können sich nun selbst in der journalistischen Arbeit ausprobieren. Mit Block, Stift und Fotokamera möchten sie sich unter die Leute mischen und ihre Berichte anschließend auf der Schulhomepage www.hermann-josef-kolleg.de veröffentlichen.

pp/Agentur ProfiPress


In Kall kamen 16 Helfer der Kolpingsfamilie zusammen. Aus 26 verschiedenen Wildpflanzen und Küchenkräutern banden sie 290 Kräutersträuße, die an Mariä Himmelfahrt gesegnet und an die Besucher der Heiligen Messen abgegeben wurden. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Duftende Kräuter für den Segen v. August

Helfer der Kaller Kolpingsfamilie banden 290 Kräutersträuße – Kräuterweihe in der Gemeinde Kall zu Mariä Himmelfahrt – Spenden für Hilfsprojekt der Kolpingsfamilie Kall in Südindien

Kall - Seit gut zehn Jahren widmet sich eine Gruppe Kaller aus der Kolpingsfamilie der Tradition der Kräuterweihe. Sechzehn Helfer aus der Gemeinde Kall kamen in diesem Jahr zusammen, um aus 26 verschiedenen Kräutern die bunten, duftenden Sträuße zu binden. 290 Pflanzengebinde kamen so zusammen, die in den Heiligen Messen zu Mariä Himmelfahrt in Golbach, am Heiligenhäuschen auf dem Büchel, in der Kaller Pfarrkirche und beim Rochusfest in der Wüstung Wollseifen gesegnet und abgegeben wurden.

Journalist Stefan Lieser schreibt in seinem Artikel für die Kölnische Rundschau: „Was in den Kräutersträußen 2015 steckt, ist für den Laien nicht immer einfach zu unterscheiden. Wer erkennt auf den ersten Blick die Wilde Möhre oder die Weberkarde, eine Distelart, die früher als Kämmunterlage für die Wolle benutzt wurde?“ Ebenfalls in den Sträußen enthalten sind zum Beispiel der seltene große Odermennig, Baldrian, Wermut, Beifuß, Minze, Johanniskraut, Mädelsüß, Schafgarbe und Lavendel.

Die Helfer der Kaller Kolpingsfamilie haben die Pflanzen über mehrere Tage zusammengesucht und dabei „einen Blick für das oft unscheinbare Kraut am Wegesrand“ entwickelt, so der Kölner Stadt-Anzeiger. Thea Müller von der Kaller Kolpingsfamilie braucht nur noch ganz selten ihr Pflanzenbestimmungsbuch, wie sie dem Journalisten Stefan Lieser erklärt und fügt hinzu: Die Wilde Möhre etwa, „die wächst am Straßenrand, an den Bahngleisen.“ Die meiste Arbeit macht den Helfern allerdings nicht das Suchen, sondern das Putzen der Wildpflanzen und Küchenkräuter.

Die Tradition des Kräuterbindens reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Zum Fest Mariä Himmelfahrt wollte man mit den duftenden Sträußen den Segen der Mutter Gottes für Haus und Hof erbitten. Dazu wurden die Sträuße außen am Haus angebracht. „Und sie galten auch als Mittel gegen Blitzeinschlag“, erklärt Thea Müller gegenüber der Kölnischen Rundschau. Autor Stefan Lieser zitiert Fred Müller von der Kolpingsfamilie: „Heute wird der Kräuterstrauß auch als Dank an die Schönheit der Schöpfung oder im Bewusstsein, in der Natur die größte Heilkraft zu sehen, verstanden.“

Die gesegneten Kräuter wurden jeweils am Ende der Heiligen Messe gegen eine Spende abgegeben. Mit dem Erlös soll ein Hilfsprojekt der Kolpingsfamilie Kall in Südindien unterstützt werden. Dort gewährt die Kaller Kolpingsfamilie Menschen aus der Kaste der „Unberührbaren“, der untersten Bevölkerungsschicht Indiens, Hilfe zur Selbsthilfe durch Kleinstkredite, zum Beispiel zur schulischen oder beruflichen Aus- und Weiterbildung oder zur Gründung eines Kleinunternehmens.

pp/Agentur ProfiPress


Mit rund 80 Gästen, darunter zahlreiche Asylbewerber, ehrenamtliche Helfer sowie Vertreter von Kirche, aus der Politik sowie Unternehmen und Institutionen, war das zweite Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall unter dem Motto „Neue Nachbarn“ wieder gut besucht. Foto: Roman Hövel/pp/Agentur ProfiPress

Zeit für Infos und Gespräche v. August

Zweites Begegnungscafé für Flüchtlinge, Ehrenamtliche und Bürger – Zeit für Austausch und Gespräche – Auch Vertreter aus Kirche, Politik und von Institutionen waren da – Nächster Termin: Freitag, 18. September von 9.30 bis 11.30 Uhr

Kall – Mit rund 80 Gästen, darunter zahlreiche Asylbewerber, ehrenamtliche Helfer sowie Vertreter von Kirche, aus der Politik sowie Unternehmen und Institutionen, war das zweite Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall unter dem Motto „Neue Nachbarn“ wieder gut besucht. „Es ist genauso gekommen, wie wir es uns gewünscht haben“, berichtet die Koordinatorin Dorothea Muysers, „nach dem tollen Auftakt mit 200 Besuchern bleibt das Interesse weiter gut und es gibt Raum für Gespräche und den Austausch über aktuelle Infos.“

Tatsächlich waren die Reihen beim gemeinsamen Frühstück bunt gemischt. Bürgermeister Herbert Radermacher tauschte sich nicht nur mit den „neuen Nachbarn“, Bürgern und den Aktiven der Flüchtlingshilfe aus: Er nutzte auch die Gelegenheit, sich bei einem Ehrenamtler der Schleidener Flüchtlingshilfe nach deren Erfahrungen zu erkundigen. Auch Alois Poth, Leiter des Kaller Ordnungsamtes, war wieder dabei.

Als Hausherr begrüßte der Kaller Pfarrer Hellwig die Gäste im Pfarrheim St. Nikolaus, darunter auch der GdG-Leiter Pater Wieslaw Kaczor sowie die Salvatorianer-Schwester Maria Goretti aus Steinfeld. Der Geschäftsführer des Caritasverbands für die Region Eifel, Rolf Schneider, suchte ebenso den Kontakt wie der Kaller Apotheker Jürgen Lutsch, der bereits einem hochqualifizierten Flüchtling seine Unterstützung bei der Praktikumssuche und Studienbewerbung zugesagt hat.

Besonders freute das Team der Flüchtlingshilfe sich auch über mehrere Spenden, die sie in Empfang nehmen konnten. Dorothea Muysers: „Das Geld kommt auf ein speziell eingerichtetes Konto bei der Gemeinde Kall. Es kommt ausschließlich den Asylbewerbern zugute.“ Ein Beispiel dafür ist die Fahrradwerkstatt. Dort können Flüchtlinge sich mit Anleitung und Unterstützung von Ehrenamtlern und der Kaller Firma Wolter gespendete Fahrräder fahrtauglich machen, auch eine Sicherheitsprüfung ist gewährleitet.

Ein klasse Angebot hat der Kaller SC gemacht: Er heißt die Flüchtlinge, von denen einige bereits mit den Kaller Kickern trainiert haben, nicht nur weiter willkommen. „Ab sofort bietet der Verein auch einen Hol- und Bring-Service an“, berichtet Dorothea Muysers. Das ermöglicht es auch beispielsweise den Asylbewerbern, die in Steinfeld untergebracht sind, am Training teilzunehmen.

Das nächste Begegnungscafé findet statt am Freitag, 18. September, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim.

Die internationale Sprechstunde der Flüchtlingshilfe findet jeden Dienstag und Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr im Pfarrheim statt. Hier können Flüchtlinge sich beraten lassen, Kontakte knüpfen oder einfach einen Tee trinken. Auch Interessierte sind herzlich willkommen, vorbeizuschauen.

Alle Termine der Flüchtlingshilfe Kall sind im Internet unter www.fluechtlingshilfe-kall.de abrufbar. Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik auch direkt an Dorothea Muysers wenden. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

pp/Agentur ProfiPress


Hallenbad
Der bereits dritte Kurs im Rahmen des „Internationalen Frauenschwimmens“ startet am Freitag, 11. September, im Kaller Hallenbad. Foto: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Schwimmen nur unter Frauen v. August

Am Freitag, 11. September, startet dritter Kurs des Internationalen Frauenschwimmens im Hallenbad Kall

 

Kall/ Mechernich – Der bereits dritte Kurs im Rahmen des „Internationalen Frauenschwimmens“ startet am Freitag, 11. September 2015, im Kaller Hallenbad. Ermöglicht wird das Projekt durch die Zusammenarbeit zwischen der DLRG Mechernich, der Gemeinde Kall, dem Jugendmigrationsdienst, Vertreterinnen der türkisch-islamischen Gesellschaft und dem Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Euskirchen (KoBiz).

 

Teilnehmen können Mädchen ab zwölf Jahren und Frauen jeden Alters, die beim Schwimmbadbesuch gerne unter sich bleiben möchten, die die ruhige Atmosphäre des Frauenschwimmens schätzen oder einfach nicht gerne in Badekleidung von männlichen Schwimmbadbesuchern gesehen werden möchten. Die Badeaufsicht wird von Rettungsschwimmerinnen sowie Lehrscheininhaberinnen der DLRG-Gruppe Mechernich geleistet. Das Schwimmbad ist von außen nicht einsehbar.

 

Das Internationale Frauenschwimmen findet an zehn Freitagabenden in der Zeit vom 11. September bis 27. November jeweils von 20 bis 22 Uhr statt. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 30 Euro. Anmeldungen sind möglich unter: www.mechernich.dlrg.de, bitte das Stichwort: „Frauenschwimmen“ angeben. Weitere Informationen erteilt: Annette Bahner, Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum Euskirchen, Tel. 022 51/ 15-504, eMail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

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Nele Wagener (l.) und Desiree Hübinger-Klinkhammer schafften es beim landesweiten Essaywettbewerb unter die ersten Zehn. Foto: Michael Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Erfolgreiche HJK-Jung-Essayisten v. August

Zwei HJK-Schülerinnen unter zehn besten Jung-Essayisten in NRW – Einwöchiges Literaturseminar mit Autor

 

Kall-Steinfeld – Beim 11. landesweiten Essaywettbewerb 2014/15 konnten gleich zwei Schülerinnen des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs (HJK) mit ihren selbstverfassten Essays punkten: Desiree Hübinger-Klinkhammer und Nele Wagener wurden von der Jury der Bezirksregierung Münster unter die besten zehn Jung-Essayisten in NRW gewählt. Beiden Schülerinnen winkt nun die einwöchige Teilnahme an einem Literaturseminar, das von einem Autor begleitet wird. Mittels Workshops sollen die Preisträgerinnen in Übungen und Gesprächen an das professionelle Essayschreiben herangeführt werden. Zudem werden aus den zehn bereits ausgewählten Essays die drei besten gewählt und mit Geldpreisen von bis zu 300 Euro honoriert.

 

Der jährlich ausgeschriebene Essaywettbewerb für Schülerinnen und Schüler der EF (so genannte Einführungsphase als erste Stufe der Oberstufe) und Q1 (erstes Jahr Qualifikationsphase) gibt immer wieder interessante Essay-Themen und Fragestellungen vor, zu denen die Teilnehmer ihr Können beweisen. In diesem Jahr standen die Themen „Tierwürde“ oder „Wozu schreiben wir noch mit der Hand?“, sowie ein Zitat von Franz Kafka „Ein Käfig ging einen Vogel suchen“ zur Auswahl.

 

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Viele Spielangebote gab’s beim diesjährigen Schulfest des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Pokal für „Keine Ahnung“ v. August

Steinfelder Salvatorianer-Gymnasium Hermann-Josef-Kolleg feierte Sommerfest – Wunderbares Sommerwetter und buntes Programm mit Kinderspielen und Sportturnieren

 

Kall-Steinfeld – Die Schulleitung des Hermann-Josef-Kollegs (HJK) sowie die Salvatorianer als Träger konnten die Gästen beim diesjährigen Schulfest bei traumhaftem Sommerwetter begrüßen. Eröffnet wurde das Schulfest mit einem Wortgottesdienst von Pater Heinrich. Dazu sang der Projektchor unter der Leitung des HJK-Lehrers Siegmund Pchalek. Anschließend konnten die Besucher an unterschiedlichen Aktionen teilnehmen oder einfach die schöne Atmosphäre genießen. Die sechsten Klassen etwa führten Tänze auf, die Klassen Fünf sangen für die Zuschauer. Eine Hüpfburg sowie eine von der AOK gestiftete Spieltonne und weitere Aktionen, wie Kinderschminken machten vor allem jüngeren Kindern Spaß. Zudem hatten ältere Schüler verschiedene Spielstände vorbereitet.

 

Gleichzeitig fand für die Klassen sieben, acht und neun ein Fußballturnier statt, bei dem die beste Klasse der jeweiligen Stufe ermittelt wurde. Viele Zuschauer fieberten auf dem Gummiplatz mit und unterstützten ihre Klassen. Für die weniger Fußballbegeisterten fand parallel in der Gipshalle ein Volleyballturnier zwischen den Mannschaften „Die Zerstörer“, „Keine Ahnung“, „JBG“ und „Die Vernichter“ statt. Die Mannschaften wurden aus Lehrern, Schülern und Ehemaligen gebildet.

Am Ende beider Turniere wurden die Sieger geehrt, wobei niemand leer ausging: Die zweiten und dritten Plätze durften sich über Gummibärchen und der jeweils erste Platz über einen Pokal freuen. Die Klassen 7B, 8B und 9A konnten einen Pokal für ihren Sieg im Fußball entgegennehmen, bei den Volleyballern gewann die Mannschaft „Keine Ahnung“.

 

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, um die Getränke- und die Essensausgabe kümmerten sich Schüler der Stufen 11 und 12. Auf dem Arkadenhof konnten die Gäste sich ausruhen, Kontakte knüpfen und alte Bekannte wiedertreffen. „Besonders schön war, dass auch sehr viele Ehemalige und Eltern den Weg nach Steinfeld gefunden haben“, findet eine Schülerin und ergänzt: „Es wurde viel erzählt und ausgiebig über gelacht.“ Unter den Besuchern waren auch Eva und Oswald Schröder. Ihr Fazit: „Hier ist es wie in einem Biergarten, gemütlich und ruhig. Insgesamt war es heute ein sehr schöner und abwechslungsreicher Tag.“

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Die Klasse 4a gewann das Jahrgangsstufen-Turnier der Kaller Grundschule. Neun Klassen hatten sich beteiligt. Unser Foto zeigt KSC-Chef Wolfgang Arens (rechts) bei der Siegerehrung. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Neues Konzept geht auf v. August

Sportfest des Kaller Sport Clubs war voller Erfolg – Große Resonanz bei Firmen und Vereinen – Ehemalige Spieler kickten für verstorbenen Mannschaftskameraden – Turnier der Junggesellen

 

Kall – Dass es beim Fußballsport nicht nur ums „gegen den Ball treten“ geht, sondern ebenso auch um Kameradschaft und Zusammenstehen, bewies der Kaller Sport Club (KSC) jetzt bei seinem dreitägigen Familien-Sportfest zum Auftakt der neuen Spielsaison. Die Grundschule, Kaller Firmen und Vereine sowie die Handballabteilung des Vereins waren ebenso in das Programm eingebunden wie die beiden Fußballmannschaften Kall I und II.

 

Der neue Vorstand, der seit März im Amt ist, hatte ein Programm für Jung und Alt zusammengestellt und das Fest bewusst unter das Motto „Sport und Familie“ gestellt. Für Kinder und Jugendliche standen eine Hüpfburg und eine große Torwand zur Verfügung. Das neue Konzept ging auf.

 

Schon freitags war das Programm mit einem Fußballspiel der E-Jugend sowie einem Ü50-Turnier eröffnet worden. Die Firma Brucker gewann ein Firmen-Turnier, an dem das Möbelhaus, das Rewe-Center, die Firma Papstar und die Energie-Nordeifel teilgenommen hatten. „Alle Chefs der Firmen waren persönlich zum Turnier erschienen um ihre Mannschaften anzufeuern“, freute sich KSC-Vorsitztender Wolfgang Arens.

 

Auch die Kaller Grundschule unter Leitung der Rektorin Anne Dobring wirkte beim Familienfest mit: Neun Grundschulklassen nahmen am zweistündigen Jahrgangsstufenturnier teil, das schließlich von der Klasse 4a gewonnen wurde. Anschließend standen die Präsentation der Handballabteilung sowie ein Einlagespiel der KSC-Fußballjugend auf den Spielplan.

 

Emotional ging es am frühen Abend zu, als die ehemalige Mittelrhein-Mannschaft des KSC gegen die Landrat-Rosenke-Elf antrat. Bei diesem Spiel stand nicht das spätere Ergebnis von 2:0 für die Rosenke-Kicker im Vordergrund, sondern die Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Spieler der Mittelrhein-Erfolgself, Michael Kratz, im Vordergrund.

 

Michael Kratz war Mittelstürmer der KSC-Elf gewesen, die 2006 unter ihrem Trainer Karl Lambertz den Aufstieg in die Landesliga schaffte und bereits ein Jahr später in die Verbandsliga (heute Mittelrheinliga) aufstieg. Im Alter von nur 33 Jahren verstarb Kratz im April infolge einer Krebserkrankung. Rewe-Marktmanager Rudi Hannes, der damals Sportdirektor beim KSC war, organisierte jetzt anlässlich des Sportfestes das Spiel der einstigen Erfolgsmannschaft zum Gedenken an „Kratzi9“, wie der Verstorbene von seinen Mannschaftskameraden genannt wurde. Die Landrat-Rosenke sagte sofort ihr Kommen zu. Hannes trommelte die ehemaligen Mittelrhein-Spieler zusammen, die inzwischen in Köln, Düsseldorf, Bonn und Düren spielen oder gespielt haben. Auch Trainer Karl Lambertz kam zum Spiel nach Kall. Alle ehemaligen KSC-Akteure trugen beim Spiel ein Trikot mit der Aufschrift „Kratzi9“.

 

Nach dem Spiel übereichte Rudi Hannes der Witwe ein Trikot, das von allen Spielern signiert war. KSC-Vorsitzender Wolfgang Arens schenkte Isabell Kratz einen von allen Akteuren signierten Ball sowie den Spielerpass ihres Mannes. Spontan zog sich Isabell Kratz das signierte Trikot über, das bei ihr Zuhause einen Ehrenplatz bekommen werde.

 

Abends dann traten die Mannschaften der Kaller Handballabteilung, des Maigeloogs Kall, der Maijugend Sötenich und die Golbacher Junggesellen zum Turnier an. Sieger des vom Kaller Maigeloog organisierten Turniers wurden die Hobbykicker aus Golbach. Nach dem Turnier sorgte der Sötenicher Sänger und Entertainer Julian Heldt für einen stimmungsvollen Ausklang des Samstags.

 

Nach einem musikalischen Frühschoppen, zu den die Musikapelle Kall zwei Stunden lang aufspielte, stand der am nächsten Tag der Saisonauftakt der beiden Fußballmannschaften Kall I und II auf dem Programm. Gleichzeitig fand auf der Sportanlage ein Luftballon-Wettbewerb statt, bei dem es drei Preise zu gewinnen gab. An allen Tagen konnten die Festbesucher am Fan-Mobil des 1. FC Köln insgesamt 40 Eintrittskarten für Heimspiele des Geißbock-Clubs gewinnen.

 

Am Ende des Festes war KSC-Vorsitzender Wolfgang Arens mehr als zufrieden: Viele Kaller Vereine seien zum Fest Veranstaltung gekommen. Die Besucher hätten den KSC bescheinigt, mit dem neuen Konzept auf dem einem guten Weg zu sein.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Für nostalgischen Kirmeszauber sorgt das große Kettenkarussell, mit dem die Kirmesbesucher durch luftige Höhen fliegen können. Archivfoto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Kall feiert Kirmes v. August

Kirmestreiben in der Auelstraße von Samstag, 29. August, bis Montag, 31. August – Fassanstich mit Freibier und Kirmesball „Höttengaudi“ am Kirmessamstag – Zauberer und Kinderschminken am Kirmessonntag – Trödelmarkt rund um die Bürgerhalle an allen drei Tagen

Kall - Wenn das Kaller Maigeloog zum Takt der Musikkapelle durch den Ort zieht und dabei stolz einen Knochen vor sich her trägt, dann ist es wieder so weit: Kall feiert Kirmes. Die Besucher können sich für das Kirmestreiben in der Auelstraße von Samstag, 29. August, bis Montag, 31. August, auf verschiedene Fahrgeschäfte und einen Trödelmarkt freuen. Weitere Höhepunkte sind ein bayrischer Abend in der Bürgerhalle am Kirmessamstag und magische Unterhaltung durch einen Zauberer am Kirmessonntag.

Den Start für die Kirmes gibt am Kirmessamstag ab 17.30 Uhr das Kaller Maigeloog: Vor dem Evangelischen Altenheim im Vogtpesch wollen die Junggesellen den Kirmesknochen ausgraben und ihn in Begleitung von Musikkapelle und Bürgern zum Kirmesplatz bringen. Dort spendieren Bürgermeister Herbert Radermacher und Ortsvorsteher Guido Keutgen nach dem Fassanstich zur offiziellen Eröffnung der Kirmes eine Runde Freibier für alle.

Am Abend werden ab 19.30 Uhr die Türen der Kaller Bürgerhalle geöffnet, denn dort findet unter dem Motto „Höttengaudi“ der Kirmesball statt. Zu dem bayrischen Abend, den die Initiative „Rock in Kall“ veranstaltet, spielen die Uedelhovener Dorfmusikanten auf. Ganz nach Oktoberfest-Manier darf in Dirndl und Lederhosen zünftig gefeiert werden. Zur Tanzparty wird original Münchner Helles ausgeschenkt.

Mit einer Festmesse in St. Nikolaus beginnt um 10.30 Uhr der Kirmessonntag. Danach steht die Auelstraße ganz im Zeichen der Magie: Ein Zauberer unterhält die Kirmesbesucher von 14 bis 15 Uhr mit magischen Tricks und lustigen Ballonfiguren. Zusätzlich wird den ganzen Nachmittag über Kinderschminken angeboten.

Die Kirmes findet von Samstag, 29. August, bis Montag, 31. August, statt. „Unsere Kirmes soll Spaß machen – und zwar der ganzen Familie“, sagt Ordnungsamtschef Alois Poth. Getränke- und Imbissbuden laden an dem Sommerwochenende zum geselligen Beisammensein ein. Ausgelassen dürfen die Besucher sich beim Autoscooter mit Tempo in die Kurven legen. Für den nostalgischen Kirmeszauber bietet sich indessen ein luftiger Flug mit dem riesigen Kettenkarussell an. An allen drei Tagen wird außerdem rund um die Bürgerhalle ein Flohmarkt veranstaltet. Neben Trödel dürfen dort auch Handwerkskunst und kreatives Selbstgemachtes angeboten werden.

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Das Provinzialkapitel der Salvatorianer tagte im Hermann-Josef-Saal im Kloster Steinfeld. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Salvatorianer wählten in Steinfeld neuen Provinzial v. August

Salvatorianer aus ganz Deutschland trafen sich zum Provinzkapitel – Pater Hubert Veeser als Provinzial im Amt bestätigt – Pater Lambertus Schildt bleibt Provinzökonom und Geschäftsführer für das Kloster Steinfeld

Kall-Steinfeld – Salvatorianer aus ganz Deutschland trafen sich im Kloster Steinfeld zum Provinzkapitel. Auf der Tagesordnung stand turnusmäßig auch die Neuwahl der Provinzleitung, also der Leitung der Salvatorianer in Deutschland, die alle drei Jahre vorgesehen ist.

Dabei wurden Pater Hubert Veeser als Provinzial der deutschen Provinz der Salvatorianer sowie Pater Lambertus Schildt als Provinzökonom und Geschäftsführer für das Kloster Steinfeld in ihren Ämtern bestätigt. Zum Provinzvikar wurde Pater Heribert Kerschgens und zum Provinzsekretär Pater Michael Overmann gewählt. Zu Konsultoren bestimmte das Provinzkapitel Pater Paul Cyrys, Pater Wolfgang Sütterlin und Pater Tadeusz Zielinski.

Die Provinzleitung ist verantwortlich für alle Salvatorianer, die in Deutschland an neun verschiedenen Orten leben - „vom Bodensee bis Münster und Berlin“, wie Pater Hubert erklärt. Er ergänzt: „Insgesamt sind es 60 Mitbrüder.“

Auf aktuelle Themen und Herausforderungen angesprochen, blickt der Provinzial zunächst zurück: „In den drei vergangenen Jahren war der Erhalt des Klosters Steinfeld das große Thema.“ Mit dem Engagement von Wolfgang Scheidtweiler sei hier aber nun eine solide Basis für die Zukunft geschaffen. Der aus Mechernich-Wachendorf stammende Ingenieur und Unternehmer im Hotel- und Brauereibereich setzt sich sowohl mit seinem Know-how als auch finanziell für das Kloster ein.

Aktuell, so Pater Hubert, gelte es, Schwerpunkte zu setzen: „Wir müssen schauen, in welche Richtung sich die Provinz entwickeln soll, welche pastoralen Schwerpunkte für die Zukunft wichtig sind.“ Wie in vielen anderen Ordensgemeinschaften gelte es zudem auch bei den deutschen Salvatorianern, mit dem schwindenden Nachwuchs umzugehen. „Im Moment befindet sich bei uns ein Mann im Noviziat.“

Das Provinzkapitel ist das oberste Leitungsgremium einer Ordensprovinz. Es setzt sich zusammen aus der Mitgliedern von Amts wegen, also der Provinzleitung und allen Hausoberen, sowie in der ganzen Provinz frei gewählten Delegierten. Im demokratischen Sinne müssen die frei gewählten Kapitelmitglieder immer mindestens eine Person mehr ausmachen, als die Amtsträger. Die Aufgaben eines Provinzkapitels sind die Überprüfung der Lage, der Aufgaben und Apostolate der Provinz und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Pater Hubert Veeser ist 54 Jahre alt und wurde vor drei Jahren erstmals zum Provinzial gewählt. Er lebt im Salvatorianischen Zentrum in München.

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Zweites Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe v. August

Kaffeetafel der Flüchtlingshilfe Kall für „neue Nachbarn“, Unterstützer und alle Bürger am Freitag, 21. August, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus

Kall – Da waren die Organisatoren, also die Flüchtlingshilfe Kall um die Koordinatorin Dorothea Muysers, überwältigt: Rund 200 Gäste kamen zum ersten Begegnungscafé ins Kaller Pfarrheim St. Nikolaus, darunter Asylbewerber, ehrenamtliche Helfer und zahlreiche Bürger. Dorothea Muysers: „Jetzt hoffen wir bei der zweiten Auflage am Freitag, 21. August, von 9.30 bis 11.30 Uhr auf ähnlich gute Resonanz.“ Die Veranstaltung wird wieder unterstützt von der Pfarrgemeinde, der Bäckerei Milz und dem Rewe-Center, die Caritas übernimmt den Fahrdienst.

Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren.

Die Flüchtlingshilfe Kall arbeitet in enger Vernetzung mit der Kaller Politik und Verwaltung sowie zahlreichen Organisationen ehrenamtlich an der nachhaltigen Unterstützung und Eingliederung von derzeit 81 Flüchtlingen aus 26 verschiedenen Nationen. Der überwiegende Teil von ihnen stammt aus akuten Kriegsgebieten. Die Flüchtlinge sind in insgesamt neun Häusern in Kall selbst und den Außenorten untergebracht.

Alle Termine der Flüchtlingshilfe Kall sind jetzt auch im Internet unter www.fluechtlingshilfe-kall.de abrufbar. Der Auftritt wurde mit Unterstützung der Kaller Designwerkstatt Roman Hövel konzipiert und umgesetzt von Fares, der einen Bachelor in Pharmazie besitzt, und dem studierten IT-ler Ashraf. Die beiden stammen aus Syrien und leben in einer der Kaller Flüchtlingsunterkünfte.

Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik  auch direkt an Dorothea Muysers wenden. Auch Spenden sind willkommen, Spendenquittungen stellt die Gemeinde Kall aus.

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Zum Schulfest lädt das Steinfelder Salvatorianer-Gymnasium Hermann-Josef-Kolleg ein am Sonntag, 22. August, ab 14 Uhr. Archivfoto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Sommerfest am HJK v. August

Steinfelder Salvatorianer-Gymnasium Hermann-Josef-Kolleg lädt ein für Samstag, 22. August, ab 14 Uhr – Gottesdienst im Arkadenhof, anschließend Sommerfest mit buntem Programm

 

Kall-Steinfeld – Zum diesjährigen Schulfest laden die Schulleitung und der Schulträger des Steinfelder Salvatorianer-Gymnasiums Hermann-Josef-Kolleg (HJK) am Samstag, 22. August, ein. Um 14 Uhr findet im Arkadenhof ein gemeinsamer Gottesdienst statt. „Im Anschluss laden wir zu Kaffee, Kuchen, Grillfleisch und -würstchen, Pommes und gekühlten Getränken ein“, so Schulleiter Heinrich Latz.

 

Den Nachmittag über findet auf der Bühne Programm statt. Unter anderem möchten Sechstklässler Tänze aufführen. Schüler der Klassen 7 bis 9 messen sich in einem Fußballturnier. Für Eltern wird ein Volleyballturnier angeboten, für das Interessierte sich im Sekretariat unter Tel. 02441/ 889-141 anmelden können.

 

Schließlich kommen auch kleine Besucher nicht zu kurz. Neben einer Hüpfburg, die zum Toben einlädt, können sie sich auch in verschiedenen Geschicklichkeitsspielen versuchen.

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Eine Spende in Höhe von 1.900 Euro übergab Firmenchef Manfred Glasmacher (rechts) an den Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel. Der Betrag war beim zweiten Sommerfest der Firma in Kommern zusammengekommen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

1900 Euro für die Hilfsgruppe v. August

Firmenchef Manfred Glasmacher aus Kommern spendete erneut den Erlös des Sommerfestes an die Kinderkrebshilfe

 

Mechernich-Kommern - Eine Geldspende in Höhe von 1.900 Euro konnte der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel aus Lückerath, von der Kommerner Landschafts- und Straßenbaufirma Glasmacher & Söhne entgegen nehmen. Firmenchef Manfred Glasmacher überreichte Greuel die Spende höchstpersönlich und sagte der Hilfsgruppe weitere Unterstützung zu.

Es war nicht der erste Geldsegen, den Manfred Glasmacher dem Kaller Förderkreis bescherte. Bereits im vergangenen Jahr hatte der sozial eingestellte Unternehmer das erste Sommerfest auf dem Firmengelände in der Toni-Bauer-Straße zugunsten der Hilfsgruppe veranstaltet.

Auch das Sommerfest in diesem Jahr, das die Firma in Verbindung mit der Eröffnung eines Hilti-Profi-Mietparks veranstaltete, stellte Glasmacher in den Dienst der guten Sache. Für Kinder war Unterhaltung angeboten worden, und durch den Verkauf von Essen und Trinken kamen am Ende die stolze Summe zusammen, die jetzt der Hilfsgruppe zu Gute kam.

Willi Greuel bedankte sich bei Manfred Glasmacher für die treue Unterstützung und berichtete dem Firmenchef von den vielfältigen Projekten der Hilfsgruppe, die seit mehr 23 Jahren besteht. In dieser Zeit habe die Eifeler Bevölkerung der Kinderkrebshilfe annähernd fünf Millionen Euro Spendengelder anvertraut.

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Helmut Weiler, hier mit Sohn Stefan, beim Anschneiden der Geburtstagstorte. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Verdienstnadel zum 80. Geburtstag v. August

Hohe Auszeichnung des Kreisfeuerwehrverbandes für ehemaligen Kaller Bürgermeister Helmut Weiler – Harald Heinen würdigte Verdienste um den Feuerschutz – Auch Gemeinde und das Vereinskartell gratulierten dem Jubilar

 

Kall - Mit dieser Überraschung des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) Euskirchen hatte der Kaller Altbürgermeister Helmut Weiler nicht gerechnet. Weiler, der am Montag in der Gaststätte Zhao mit langjährigen Weggefährten seinen 80. Geburtstag feierte, erhielt vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Harald Heinen die Verdienstnadel des KFV überreicht. Mit dieser höchsten Auszeichnung, die der Verband an Nichtfeuerwehrmitglieder verleiht, würdigt die Feuerwehr besondere Verdienste um den Feuerschutz.

 

Mit einer kleinen Delegation der Gemeindefeuerwehr war der Vize-Kreisbrandmeister zur Geburtstagsfeier erscheinen. Zunächst überreichte er ein Präsent der Wehren aus Kall, Sistig und Wahlen. Dann überraschte er mit der Verleihung der Verdienstmedaille des KFV. In seiner Funktion als letzter ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde und als Mitglied des Kreistages habe er sich stets für die Belange der Feuerweher eingesetzt.

 

Heinen erinnerte auch daran, dass Helmut Weiler 1999 nach seinem Ausscheiden als Bürgermeister der Gemeinde Kall zum „Brandmeister ehrenhalber“ ernannt worden sei. Bei offiziellen Anlässen der Feuerwehr trage Weiler auch stets seine Uniform.

 

Auch Guido Keutgen, der Vorsitzende des Kaller Vereinskartells, überbrachte dem noch recht rüstigen Jubilar ein Präsent. Weiler habe sich auch stets für die Belange der Vereine eingesetzt. Weiler sei Bürgermeister, Vorsitzender in vielen Ausschüssen und auch Ortsvorsteher gewesen. Keutgen: „Nur den Vorsitz im Vereinskartelle hat er nie übernommen...“

 

Für die Gemeinde Kall gratulierte Michael Heller, der direkt Vertreter des im Urlaub weilenden Bürgermeisters Herbert Radermacher. Auch Mitglieder des Hegerings Kall sowie des Bürgervereins, dessen Vorsitzender Weiler seit vielen Jahren ist, reihten sich in die Schar der Gratulanten ein.

 

Helmut Weiler wurde am 10. August 1935 in Rieden geboren. Sein Beruf als Starkstromelektro-Meister verschlug ihn nach Kall, wo er 1965 wohnhaft wurde. Im Januar 1987 wurde er für die CDU Mitglied im Kaller Gemeinderat. Schon drei Jahre später, nach dem frühen Tod des damaligen Bürgermeister Werner Schumacher, wurde Weiler am 17. Dezember 1990 zum letzten ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Kall gewählt.

 

Mit dem Ende der kommunalen Doppelspitze endete Weilers Amtszeit am 30. September 1999. Hans Kaiser wurde Weilers Nachfolger als erster hauptamtlicher Bürgermeister, bis 2004 blieb Helmut Weiler ehrenamtlicher Stellvertreter von Hans Kaiser. Das Amt des Ortsvorstehers bekleidete er von 1994 bis 2004.

 

Die große Geburtstagstorte mit dem Bildnis eines kapitalen 14-Ender-Hirsches zeugte bei der Geburtstagsfeier vom Hobby des jetzt 80-Jährigen. Helmut Weiler ist leidenschaftlicher Jäger und in dieser Eigenschaft meist im Revier zwischen Kall und Golbach zu finden – wenn er nicht gerade für den Bürgerverein unterwegs ist.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

 

Der 1. FC Köln schickt sein Fan-Mobil des Hauptsponsors Rewe mit einer Riesen-Torwand in Form eines Fußballes zum KSC-Sportfest nach Kall. Außerdem gibt es 40 Tickets für ein Heimspiel des Geißbock-Clubs zu gewinnen. Foto: Terbrüggen Show Produktion GmbH/pp/Agentur ProfiPress

Jugend und Familie im Focus v. August

Neues Konzept beim Sportfest des Kaller SC – Vorsitzender

Wolfgang Arens: „Wir präsentieren die Visitenkarte eines neuen

Vereins“ – Sportfest von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. August - Drei Tage Fußball, Handball und Musik – Firmen und Schule ziehen mit –1. FC Köln schickt Fan-Mobil zum Fest

 

Kall – „Wir fangen samstags mit Kindern an und hören sonntags mit Kindern auf“, umschreibt der Vorsitzende des Kaller Sport Clubs (KSC), Wolfgang Arens, das neue Konzept für das große Familien-Sportfest, das von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. August, im Kaller Grenzlandstadion stattfindet. Knapp fünf Monate nach der Neuwahl des KSC-Vorstandes und der Neuausrichtung der Vereinsaktivitäten will der KSC beim Sportfest „die Visitenkarte des neuen KSC“ (Arens) vorzeigen und dabei den Focus auf Kinder und Jugendliche legen.

 

Ein Unterhaltungs-Highlight ist dabei das Fan-Mobil des 1. FC Köln und dessen Hauptsponsor Rewe. Das Mobil bringt eine Riesen-Torwand in Fußballform mit, an der die Fans samstags und sonntags jeweils von 12 bis 17 Uhr ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen können. Doch nicht nur das: An den beiden Tagen können Festbesucher 40 Tickets für ein Heimspiel des Kölner Geißbock-Clubs gewinnen.

 

Konzentrierten sich die Sportfeste in den vergangenen Jahren beim KSC ausschließlich auf den Fußball, so soll es jetzt mehr ein Fest mit Unterhaltung für die ganze Familie sowie Firmen und Vereinen sein, wobei der Fußball von den E-Jugendlichen bis zu den Alten Herren zwei Tage nicht zu kurz kommen soll.

 

Die Besucher erwartet ein dreitägiges Mammutprogramm, das am Freitag, 14. August, um 16 Uhr, mit einem Fußballspiel der E-Jugendmannschaften aus Kall und Keldenich eröffnet wird. Als Trainer der Keldenicher Jugend wird der KSC-Vorsitzende Wolfgang Arens, de in Keldenich wohnt, dabei zwei Seelen in der Brust haben müssen. An 17.30 Uhr beginnt ein Ü-50-Turnier, an dem vier Mannschaften teilnehmen. Von 19.30 bis 21.30 Uhr steht ein Firmen-Turnier mit vier Mannschaften des Rewe-Centers, des Möbelhauses Brucker, der Firma Papstar und der Energie Nordeifel (ENE) auf dem Programm.

Der Samstag beginnt um 11.30 Uhr mit einem Jahrgangsstufen-Turnier der Kaller Grundschule, bei dem die kleinen Kicker aus neun Schulklassen dem runden Leder nachjagen. Man habe bei der Grundschulleiterin Anne Dobring große Zustimmung zu dem Projekt erfahren, freut sich KSC-Chef Wolfgang Arens. Von 14 bis 16 Uhr wird sich die Handballabteilung den Gästen auf dem Rasenplatz mit Spielen und einigen Trainingseinheiten präsentieren.

 

Nach einem Einlagespiel der KSC-Jugend um 16.30 Uhr folgt um 18 Uhr ein Spiel der ehemaligen KSC-Mittelrheinmannschaft gegen die Landrat-Rosenke-Elf. Dieses Spiel soll an den ehemaligen KSC-Spieler Michael Kratz erinnern, der vor einigen Wochen infolge einer heimtückischen Krankheit verstorben war. Um 19.30 Uhr startet ein Turnier von Junggesellenvereinen, das unter der Federführung des Kaller Maigeloogs über die Bühne geht. Den Abschluss des Tages gestaltet Entertainer Julian Heldt, der nach dem offiziellen Programm für Partystimmung sorgen wird.

 

Der Sonntag, 16. August, der um 11 Uhr mit einem musikalischen Frühschoppen mit der Musikkapelle Kall auf der Sportanlage beginnt, steht ganz im Zeichen der Saisoneröffnung. Nach mehrjähriger Pause hat der KSC wieder eine zweite Mannschaft angemeldet. Unter dem Trainer Sebastian Hoss bestreitet die Mannschaft Kall II um 12.30 Uhr das erste Saisonsiel gegen den SV Bronsfeld/Oberhausen.

 

Um 15 Uhr erfolgt der Saisonauftakt des Bezirksligisten Kall I unter der Trainerschaft von Jörg Piana gegen die Mannschaft von Grün Weiß Brauweiler.

 

Abschluss des Festes ist ein großer Luftballonwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Zwischen 17.30 und 18 Uhr werden die mit Adresskarten versehenen Luftballons in den Himmel steigen. Für die drei weitesten Flüge bekommen die Absender tolle Preise, verspricht KSC-Vorsitzender Wolfgang Arens. Arens weist darauf hin, dass an allen Tagen bestens für das leibliche Wohl gesorgt ist. Kuchenspenden für die Cafeteria nimmt der KSC gerne entgegen.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Mit Unterstützung der Kaller Designwerkstatt Roman Hövel (M.) erstellen die Syrer Fares (l.) und Ashraf, die in einer der Kaller Flüchtlingsunterkünfte leben, eine Website für die Flüchtlingshilfe. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Kaller Flüchtlingshilfe lädt ein v. Juli

Erstes Flüchtlingscafé am Donnerstag, 23. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Kaller Pfarrheim – Flüchtlinge, Helfer und alle Bürger herzlich willkommen

Kall – „Willkommen, neue Nachbarn“ lautet das Motto der Kaller Flüchtlingshilfe. In diesem Sinne lädt sie jetzt auch ein zum ersten „Begegnungscafé“ am Donnerstag, 23. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus (direkt an der Kirche) in Kall. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Pfarrgemeinde, der Bäckerei Milz und dem Rewe-Center, die Caritas übernimmt den Fahrdienst.

Dabei möchten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe um Koordinatorin Dorothea Muysers sich und ihre Arbeit vorstellen. Gleichzeitig bietet das Flüchtlingscafé, das künftig einmal im Monat stattfinden soll, den Flüchtlingen die Gelegenheit, sowohl miteinander als auch mit der Kaller Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren. „Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher“, sagt Dorothea Muysers stellvertretend für das ganze, rund 15-köpfige Ehrenamtsteam.

Die Flüchtlingshilfe Kall arbeitet in enger Vernetzung mit der Kaller Politik und Verwaltung sowie zahlreichen Organisationen ehrenamtlich an der nachhaltigen Unterstützung und Eingliederung von derzeit 81 Flüchtlingen aus 22 verschiedenen Nationen. Der überwiegende Teil von ihnen stammt aus akuten Kriegsgebieten. Die Flüchtlinge sind in insgesamt neun Häusern in Kall selbst und den Außenorten untergebracht. Alle Altersklassen, von einem bis 60 Jahren, gilt es zu betreuen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Bedürfnisse an Unterstützung: Die ärztliche Betreuung, sprachliche Bildung und langfristige Integration müssen gemanagt werden.

Derzeit bietet die Kaller Flüchtlingshilfe neben der Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen Sprach- und Alphabetisierungskurse an sowie Dolmetscherdienste an. Letztere werden teils auch von Flüchtlingen selbst übernommen. Paten kümmern sich um Einzelpersonen, Familien oder Hausgemeinschaften. Eine Fahrradwerkstatt, in der die Flüchtlinge aktiv sind, wurde mit Unterstützung der Gemeinde ins Leben gerufen. In der Gemeindebücherei können Flüchtlinge die PCs und Drucker nutzen. Die Kaller Sportvereine haben alle „neuen Nachbarn“ eingeladen, es gibt Angebote im Bereich Badminton, Tischtennis und Fußball.

Derzeit entsteht auch eine eigene Website als Infoplattform für die Flüchtlinge, Ehrenamtler und Interessierte. Mit Unterstützung der Kaller Designwerkstatt Roman Hövel wird sie erstellt von Fares (l.), der einen Bachelor in Pharmazie besitzt, und dem studierten IT-ler Ashraf. Die beiden stammen aus Syrien und leben in einer der Kaller Flüchtlingsunterkünfte.

Wer die Kaller Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0174/ 942 89 49 auch direkt an Dorothea Muysers wenden.

pp/Agentur ProfiPress


Seit 30 Jahren besteht die Kaller Jugendhilfeeinrichtung „Tuwas“, die Jugendlichen eine Alternative zur Unterbringung im Heim bieten möchte. Foto Stephan Everling/KR/pp/Agentur ProfiPress

30 Jahre „Tuwas“ in Kall v. Juli

Alternative für „verhaltensoriginelle“ Jugendliche zur Unterbringung im Heim

„Ich bezeichne unsere Jugendlichen am liebsten als verhaltensoriginell“, zitiert der Stephan Everling im Kölner Stadtanzeiger den Geschäftsführer Hermann Classen von der Motiviva, der Gesellschaft, die als Träger für die Kaller Einrichtung „Tuwas“ fungiert. In der Jugendhilfeeinrichtung, in leben seit 30 Jahren Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihren Familien bleiben können. Rund 120 Jugendliche seitdem im „Tuwas". Das runde Jubiläum feierte die Einrichtung jetzt, unter den Gratulanten war auch Bürgermeister Herbert Radermacher.

„Als das »Tuwas« gegründet wurde, hießen die Jugendlichen noch »schwer erziehbar«“, berichtet die Kölnische Rundschau. Damals sei die Einrichtung als Alternative zur Unterbringung in Heimen entworfen worden, ein Ansatz in der Jugendhilfe, der damals noch ganz neu war. Ekkehard Fiebrich, der heute im Kaller Rat aktiv ist, war einer der Gründerväter. „Mit einigen Kollegen habe ich 1982 ein Konzept für eine sozialpädagogische Wohngruppe entworfen", erinnerte sich Fiebrich am Rande der Veranstaltung an die Gründung. Es sei ein Sprung ins kalte Wasser gewesen“, erzählte er dem Journalisten Everling.

Als Erzieher in einem Kinderheim habe Fiebrich, so berichtet Everling weiter, mit Wohnen und Arbeiten in einer Kleingruppe eine Alternative zum Kinderheim anbieten wollen: „Acht Plätze entstanden 1985 in dem Haus, das die Initiative damals kaufte. Teilweise wurde sie mit Misstrauen beäugt, vor allem weil sie von Anfang an sowohl Jungen als auch Mädchen aufnahm.“

„Wir haben damals ein Pärchen aus der Jugendhilfe betreut, auf deren Hochzeit war ich später Trauzeuge", so Fiebrich zum Kölner Stadtanzeiger. Auch sei er noch heute mit einem der ersten Bewohner in Kontakt – er ist mittlerweile über 40.

Wie die Kölnische Rundschau berichtet, arbeiten heute neun Mitarbeiter in der Einrichtung und betreuen dort 16 Jugendliche. Everling: „Der ehemalige Trägerverein hat sich vor zwei Jahren aufgelöst, da der Vorstand aus Altersgründen die Arbeit nicht mehr leisten konnte.“ Damals habe die Bonner Gesellschaft Motiviva die Verantwortung, die mit dem „Tuwas“ schon länger erfolgreich zusammengearbeitet habe. „Der Leiter der Einrichtung, Georg Möllering, ist, wie ein Großteil der Belegschaft, übernommen worden. Dagegen wurden einige bauliche Veränderungen vorgenommen“, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger.

„Verstehen ist, einen Sinn im Verhalten des anderen zu finden“ zitiert Everling Bürgermeister Herbert Radermacher. Kall verfüge über mehrere Jugendhilfeeinrichtung und habe damit so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal.

pp/Agentur ProfiPress


Machten sich im rheinland-pfälzischen Badenhard ein Bild von den neuen Windkraftanlagen, die im Windpark Ravelsberg zwischen Dottel und Kallmuth errichtet werden sollen (v.l.): Ratsherr und Ortsvorsteher Hans Reiff, Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. der Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth und Ralf Gehlen vom Mechernicher Bauamt. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Ortsbesichtigung im Süden v. Juli

Delegation um die Ortsvorsteher Robert Ohlerth und Hans Reiff sowie Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick besichtigt im rheinland-pfälzischen Badenhard den neuen Windkraftwerkstyp, der auf dem Ravelsberg zwischen Kallmuth und Dottel errichtet werden soll

 

Kall/Mechernich – Den neuen Windkraftwerkstyp, der auf dem Ravelsberg zwischen Dottel (Gemeinde Kall)  und Kallmuth (Stadt Mechernich) errichtet werden soll, nahmen jetzt die kooperierenden Ortsvorsteher von Scheven, Hans Reiff, und Kallmuth, Robert Ohlerth, im rheinland-pfälzischen Badenhard in Augenschein. Auch der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick fuhr mit.

Die bis zu 199 Meter hohen Windräder mit einer Nabenhöhe von 140,6 Metern und einem Rotordurchmesser von 116,8 Metern sollen nach Herstellerangaben weniger Geräusch produzieren als die bereits demontierten zehn von ursprünglich 14 zwischen 65 bis 74 Meter hohen Windrädern.

Da es relativ windarm an dem Tag der Besichtigung war, konnte sich die Eifeler Delegation keinen realitätsnahen Eindruck verschaffen. Man hörte sich aber im Umfeld bei den Bürgern um und erfuhr, dass diese Art Windräder als kaum störend wahrgenommen werden.

Der Grund für das so genannte „Repowering“ im zu hundert Prozent auf Mechernicher Gebiet liegenden Windpark Ravelsberg ist die höhere Leistungsfähigkeit der neuen Anlagen. Zehn Ende der neunziger Jahre errichtete Windkraftanlagen a 750 Kilowatt sollen durch drei leistungsfähigere Anlagen a 2,5 Megawatt ersetzt werden. Das Genehmigungsverfahren läuft zur Zeit beim Kreis.

pp/Agentur ProfiPress


Beim Solidaritätsabend auf dem Roncalliplatz trafen die Kaller Flüchtlinge den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki sogar persönlich. Foto: Dorothea Muysers/pp/Agentur ProfiPress

Kardinal Woelki persönlich getroffen v. Juli

Kaller Flüchtlinge beim Solidaritätsabend mit Glockengeläut in Köln – Auch Kaller Kirchen ließen Glocken für tote Flüchtlinge läuten – Erstes Flüchtlingscafé am Donnerstag, 23. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Pfarrheim Kall

Kall - „Für die Flüchtlinge war es die erste Gelegenheit, einmal loszulassen“, erzählt Dorothea Muysers, ehrenamtliche Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Kall. Zusammen mit fünf im Gemeindegebiet Kall lebenden Flüchtlingen war sie zu dem von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki initiierten „Solidaritätsabend für Flüchtlinge“ nach Köln gefahren. 23.000 Glockenschläge erklangen dort für die seit dem Jahr 2000 ertrunkenen Flüchtlinge. Während auch in den Kaller Kirchen die Totenglocken läuteten, trafen die Kaller Flüchtlinge den Kardinal persönlich.

Es war eine spontane Aktion, in der Dorothea Muysers und die fünf jungen Männer aus Albanien, Syrien und dem Irak sich auf den Weg zur Veranstaltung nach Köln machten. Rund 4.000 Menschen nahmen an dem Solidaritätsabend auf dem Roncalliplatz teil. Auf einer Bühne mit Großbildleinwand sprach Kardinal Woelki, der Ende vergangenen Jahres die „Aktion Neue Nachbarn“ ins Leben gerufen hatte. Mit ihm auf der Bühne hatten sich auch zahlreiche Vertreter anderer Religionsgemeinschaften versammelt.

Besonders berührt zeigten sich die Teilnehmer von den Interviews mit drei Flüchtlingen. Sie berichteten von ihren ganz persönlichen Schicksalen und sprachen damit vielen anderen Flüchtlingen aus der Seele. Eine Filmsequenz über einen Bootsflüchtling aus Eritrea zeigte noch einmal die ganze Dramatik der viel zu oft verhängnisvollen Flucht über das Meer auf.

„Da flossen einige Tränen“, erzählt Dorothea Muysers. „Die Flüchtlinge werden in Deutschland erst einmal mit den Behörden konfrontiert und haben zwischen den vielen Dingen, die geregelt werden müssen kaum Gelegenheit, ihre Situation zu reflektieren.“ Für die jungen Männer sei der Abend deshalb eine Gelegenheit gewesen, das Erlebte zu verarbeiten. „Da stecken schließlich Traumata dahinter“, so Muysers.

Als Kardinal Woelki schließlich für einige Presseinterviews auf den Roncalliplatz kam, ergab sich für die Delegation aus Kall eine besondere Gelegenheit. „Plötzlich stand der Kardinal im freien Raum und da habe ich ihn angesprochen und mich für die tolle Veranstaltung bedankt“, erzählt die Koordinatorin der Kaller Flüchtlingshilfe. Sogar zu einem Erinnerungsfoto zeigte sich der Kölner Erzbischof spontan bereit, ebenso wie der Kölner Weihbischof Ansgar Puff.

Während in Köln der „Dicke Pitter“ für die toten Flüchtlinge läutete, zeigten sich auch die Kirchen in Kall mit der Aktion solidarisch. Ab 20 Uhr stimmten St. Nikolaus in Kall, Maria Hilf in Golbach und St. Stephanus in Sistig mit je 100 Glockenschlägen ein. St. Potentinus im Salvatorianerkloster Steinfeld ließ fünf Minuten lang die Glocken läuten und in der dem Heiligen Sebastian geweihten Kapelle in Wollenberg erklang sogar ein Handgeläut.

Die Flüchtlingshilfe Kall wirkt durch ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter und steht im Austausch mit der Gemeinde Kall sowie der Pfarrgemeinde. Derzeit engagiert sich ein knappes Dutzend Ehrenamtler in unterschiedlichem Umfang. Zu ihren Tätigkeiten gehört es unter anderem, Behördengänge und Arztbesuche zu begleiten, Sprachkenntnisse zu fördern oder ganz einfach das Leben in Deutschland verständlich zu machen, angefangen bei Alltagsdingen wie der Mülltrennung.

„Wir freuen uns über jeden, der mithelfen will“, betont Dorothea Muysers. Nach Euskirchener Vorbild möchte sie nun ein „Flüchtlingscafé“ in Kall organisieren, um Flüchtlinge zu vernetzen und gemeinsam mit anderen Menschen aus Kall zur Integration beizutragen. Dort können auch neue Ehrenamtler erste Kontakte knüpfen. Das erste Flüchtlingscafé findet am Donnerstag, 23. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Pfarrheim Kall (neben der Kirche) statt. Ansprechpartnerin ist Dorothea Muysers unter Tel. 01 74-9 42 89 49 oder per E-Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

pp/Agentur ProfiPress


Viele Zuhörer nutzten die Pause, um sich Peter Zingler aktuellen Roman „Im Tunnel“ signieren zu lassen, darunter auch der Schulleiter des Hermann-Josef-Kollegs Heinrich Latz.

Ein halbes Leben auf 600 Seiten v. Juli

Peter Zingler fesselte Zuhörer im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg mit Passagen aus seinem Buch „Im Tunnel“ und vielen weiteren Geschichten – Witzige Szenen, feine Beobachtungen und bewegende Momente bei Lit.Eifel-Lesung – Gemeinsamer Ausklang im Klostergarten Eifel/ Steinfeld – „Als das Manuskript 600 Seiten lang war, hab‘ ich mir gedacht, jetzt machen wir Schluss.“ Damit sei auch klar gewesen, so der Schriftsteller und Drehbuchautor Peter Zingler im Rahmen seiner Lit.Eifel-Lesung im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg, dass es eine Fortsetzung geben werde. Im Frühjahr 2016 werde also zum Roman „Im Tunnel“ mit autobiografischen Zügen ein zweiter Teil erscheinen. „Der heißt dann wahrscheinlich so ähnlich – vielleicht »Licht am Ende des Tunnels«“, sagt der Wahl-Frankfurter und lacht auf jene leicht selbstironische Art, die ihn so sympathisch macht. Dass 600 Seiten nur für die Hälfte seines Lebens, von dem er zwölf Jahre in internationalen Gefängnissen verbracht hat, ausreichen, das wunderte in Steinfeld niemanden. Peter Zingler hat viel erlebt – und er ist ein grandioser Geschichtenerzähler. Nicht umsonst wurde die Geschichte seiner Kindheit nach seinem Drehbuch im ARD-Zweiteiler „Die Himmelsleiter“ verfilmt – mit einem Budget von sieben Millionen Euro, wie er dem Lit.Eifel-Publikum verriet. Unter anderem habe man in Tschechien nahe Prag das zerbombte Köln nachgebaut. Auch ein „Kriegswald“ musste geschaffen werden, in dem Fall der Hürtgenwald, nach dem er Schauplatz der Schlachten des Zweiten Weltkriegs gewesen war. Über seine Kindheit sagte Peter Zingler: „Ich wurde in eine Zeit geboren, die später als die schlechte Zeit bezeichnet wurde – aber das wusste ich ja nicht…“ Er habe sein Leben als kleiner Junge „unheimlich spannend“ gefunden: „Ich habe geklaut wie ein Rabe, und immer wenn ich nach Hause kam, sagte meine Oma »das hast Du gut gemacht«.“ Heute sehe er das Ganze etwas anders, berichtete der Autor, und offenbarte dem Publikum auch eine überraschend nachdenkliche, ja verletzliche Seite – wie noch einige Male im Rahmen der Veranstaltung. Nachträglich frage er sich schon, was das eigentlich war: „Zuspruch und Anerkennung habe ich immer nur dann erhalten, wenn der Rucksack voll war.“ Also, wenn das „Fringsen“, das klauen von Lebensmitteln und Metallen, erfolgreich war. Auch die Schwarzmarktgeschäfte an der belgischen Grenze seien nicht immer nur „spannend“ gewesen: „Einmal haben Grenzposten auf uns geschossen.“ Ein anderes Mal sei er gestolpert, über einen Ast, wie er dachte. „Doch dann sah ich, es war ein Arm in Uniform, halb verwest.“ Überhaupt stimme es, von heute aus betrachtet, schon nachdenklich, dass die Erwachsenen die Kinder auf diese Handelstouren geschickt haben, „manchmal ein ganzer Bus voll mit Jungen“, um selbst nicht verhaftet zu werden. Vielleicht habe es mit seinen Kindheitserinnerungen zu tun, dass er sich nie so ganz auf Beziehungen habe einlassen können, so Peter Zingler, der, wie er berichtete, „sechs Kinder von vier Frauen“ hat. Nicht zuletzt deshalb habe er das mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Drehbuch für den Tatort „Kinderspiel“ über kriminelle Kinderbanden in Wien ganz aus Sicht der Kinder geschrieben: „Da konnte ich mich gut reinversetzen, das kannte ich ja.“ Zuvor hatte er eine höchst amüsante und fein beobachtete Geschichte vorgelesen, in der seine Frau und er gemeinsam verreisten – obwohl beide eigentlich viel lieber mit dem und der heimlichen Geliebten unterwegs gewesen wären. „Das war meine zweite Frau“, konstatierte Peter Zingler. Er frage sich, warum das immer so sein muss: Erst ist alles schön, und dann…“ Gleichzeitig räumte er ein: „Ich will gar nicht sagen, dass ich nicht auch Anteil hatte.“ Er hätte gerne bessere Beziehungen geführt, so der Autor, „aber ich konnte es einfach nicht. Ich hatte immer viel zu viel Angst, verlassen zu werden.“ Eine Erfahrung, die er auch mit diesem Moment verbindet: Als Schuljunge erfuhr Peter Zingler, dass seine Mutter eigentlich seine Oma ist. Sie holte ihn zu sich und adoptierte ihn, nachdem sie erfahren hatte, dass ihre Tochter ein Kind und dieses ins Waisenhaus gegeben hatte. Neben diesen nachdenklichen Momenten versprühte Peter Zingler ein wahres Feuerwerk an Geschichten aus seiner Zeit als einer der meistgesuchten Einbrecher („Eine Zeit lang gab es eine SOKO-Zingler“), über Reisen in andere Länder wie sein einjähriger Aufenthalt auf Jamaika und natürlichen über seine Erfahrungen „im Knast“. Die Zeit als Krimineller im Milieu, so Zingler, habe teils auch Spaß gemacht, „aber es war auch Scheiße“. Die Dinge spitzten sich zu, im Falle einer weiteren Verhaftung drohte der Richter mit Sicherheitsunterbringung. „So geht es nicht weiter“, wurde Peter Zingler klar. Er stellte sich, saß seine Strafe ab – und begann im Gefängnis zu schreiben. Erotische Geschichten zunächst, die ihm seine Mithäftlinge aus den Händen rissen. Auch Verlage wie der „Playboy“ waren begeistert, Zingler verdiente erstmals Geld mit Literatur. Später folgte sein erster Roman „Tod in Kingston“. Aktuell arbeitet Peter Zingler, der seine Geschichten und Bücher nicht in den PC schreibt, sondern – am liebsten beim Spazierengehen - diktiert, an einer neuen Folge für den Kölner Tatort. Das verriet er auf Nachfrage der Moderatorin Claudia Hoffmann, die sich einmal mehr als Profi erwies: Als klar wurde, dass Peter Zingler einfach ein „Selbstläufer“ ist, ließ sie den vorbereiteten Fragenkatalog einfach außer Acht. Dennoch konnte sie am Schluss schmunzelnd feststellen: „Alle Fragen wurden beantwortet.“ Eine rundum gelungene Lit.Eifel-Veranstaltung, deren Pause fast alle Zuhörer nutzten, um sich Peter Zinglers Buch zu kaufen. Der laue Sommerabend endete auf Anregung des Autors im Klostergarten: „So, wollen wir jetzt draußen noch zusammen ein Glas Wein trinken?“, fragte er nach der Ab-Moderation… pp/Agentur ProfiPress

Schüleraustausch am Hermann-Josef-Kolleg: Knapp eine Woche waren die Schüler aus der polnischen Partnerschule in Olesno im Salvatorianerkloster Steinfeld zu Gast. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mit Gastschülern ins Europaparlament v. Juni

Schüleraustausch am Hermann-Josef-Kolleg mit polnischer Partnerschule – Tag in Brüssel mit Führung durch Europäisches Parlament – Ausflüge ins „Haus der Geschichte“ und ins Phantasialand

Kall-Steinfeld - „Es ist sehr schön grün hier.“ Angelika Hęcińska von der Zespól Szkól Ekonomicznych i Ogąlnoksztalcących (ZSEiO) in Olesno (Polen) hat es vor allem die Landschaft der Eifel angetan. Gemeinsam mit 16 weiteren Mitschülern nahm die junge Polin am Schüleraustausch mit dem Hermann-Josef-Kolleg (HJK) in Steinfeld teil. Knapp eine Woche lang waren die Gastschüler am Salvatorianer-Gymnasium zu Gast. Für den Besuch aus Polen hatte der Lehrer und Initiator der Schulpartnerschaft Dr. Siegmund Pchalek ein außergewöhnliches Ausflugsprogramm zusammengestellt.

Ein besonderes Erlebnis sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer war ein Ausflug nach Brüssel zur Besichtigung des Europaparlaments. Tatsächlich hatte Lehrer Pchalek, der am Hermann-Josef-Kolleg Musik und Sport unterrichtet, mit dem Büro des polnischen EU-Ratspräsidenten Donald Tusk Kontakt aufgenommen. Ein polnischer Abgeordneter in Brüssel erklärte sich daraufhin bereit, die Schüler durch das Europäische Parlament, insbesondere durch den Plenarsaal zu führen.

„Die Besichtigung war wirklich interessant“, erzählte HJK-Schülerin Saskia Hupp. Zwar fand die Führung in polnischer Sprache statt, aber die Deutschlehrerin Katarzyna Konieczna aus Olesno übernahm spontan die simultane Übersetzung. Der Exkursion nach Brüssel war in der Schule ein Vortrag zum Thema „Gemeinsame europäische Politik“ vorangegangen. „Dort haben die Schüler ihre unterschiedlichen Einstellungen zur aktuellen Politik diskutiert“, so Katarzyna Konieczna.

Für Żaneta Dziubek war der Tag im Phantasialand der Höhepunkt ihres Besuchs. Die Achterbahnen, allen voran die „Black Mamba“, haben es ihr besonders angetan. „Das hat echt Spaß gemacht. Die Schnellen sind die Besten“, lachte sie. In fließendem Deutsch erzählte sie vom „Familien-Tag“ in ihrer Gastfamilie. „Wir haben die Gegend besichtigt und sind in einem alten Zug gefahren. Das war klasse“, freute sie sich. Auch Saskia Hupp war mit ihrer Gastschülerin in der Eifel unterwegs: Sie zeigte ihr ihr Heimatdorf Reifferscheid inklusive Spaziergang zur Burgruine.

Zum Programm gehörten außerdem ein Besuch im „Haus der Geschichte“ in Bonn, die Teilnahme am Schulunterricht und natürlich eine Führung über das Klostergelände und durch die Steinfelder Basilika. Eigens für die jugendlichen Gäste hatte Pater Josef Juros die Führung sogar auf Polnisch vorbereitet.

Die Schüler aus dem polnischen Olesno (zu Deutsch: Rosenberg) waren für den Austausch in Gastfamilien untergebracht. „Die Eltern unserer Schüler haben einen großen Beitrag zum Gelingen des Besuchs beigetragen“, freute sich Lehrer Pchalek. Gemeinsam nahmen Schüler, Lehrer und Eltern schließlich auch am Abschiedsabend im „Schafstall“ des Kloster Steinfeld statt. Stellvertretend für die Gemeinde Kall, die den Austausch ebenso wie die Stadt Olesno und das Deutsch-Polnische Jugendwerk unterstützt, nahm Kämmerer Michael Heller an der Abschiedsveranstaltung mit deutsch-polnischer Musik und Tänzen teil.

Der Austausch zwischen dem Hermann-Josef-Kolleg und der 1.100 Kilometer entfernten Zespól Szkól Ekonomicznych i Ogąlnoksztalcących findet seit 1998 jedes Jahr im Wechsel statt. Initiator war Dr. Siegmund Pchalek, der selbst in Olesno zur Schule ging und dort auch sein Abitur machte. „Das ist meine Herzensangelegenheit, dafür brauche ich keine Motivation“, so der Lehrer. Katarzyna Konieczna bedankte sich im Namen von Schülern und Schulleitung: „Sie haben das alles perfekt organisiert, ohne Sie wäre der Austausch nicht möglich gewesen.“

pp/Agentur ProfiPress


Informierten bei einer Bürgerversammlung über zukunftsweisende Bauprojekte (v.l.): Planer Bernd Becker, Bürgermeister Herbert Radermacher, Ortsvorsteher Guido Keutgen und die Ingenieure Andreas Göttgens und Rochus Mey. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Über Bauprojekte informiert v. Juni

Ortsvorsteher hatte zur Bürgerversammlung eingeladen – Ingenieure des Büros PE Becker stellten Pläne vor – Kauf der Sägewerkflächen bietet Chance für Überquerung von Bahn und Urft – Neuer Kreisel am Rewe-Center soll einen Durchmesser von 26 Metern bekommen

 

Kall - Informationen aus erster Hand bekamen die Teilnehmer einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Saal Gier. Die Ingenieure Bernd Becker, Rochus Mey und Andreas Göttgens vom Planungsbüro Becker und Bürgermeister Herbert Radermacher stellten vier Bauprojekte im Ortskern vor. Eingeladen hatte Ortsvorsteher Guido Keutgen, der damit der Bitte mehrerer Bürger entsprochen hatte.

 

Themen waren die Neugestaltung des Kreisverkehrs am Rewe-Center, die Planung für das ehemalige Milzgelände sowie die Nutzung des Geländes des ehemaligen Sägewerkes Schumacher, das die Gemeinde Kall gekauft hat. Außerdem ging es um den Neubau des Kreisverkehrs am Knotenpunkt Kölner Straße/Gemünder Straße.

 

Wie Planer Bernd Becker berichtete, habe sich sein Vater Karl Wilhelm vor 40 Jahren Gedanken gemacht, wie man die Verkehrsbelastung im Ortskern durch eine Anbindung über die Bahnlinie an die Trierer Straße entlasten könnte. Jetzt, nachdem die Gemeinde das Sägewerk-Gelände erworben habe, biete sich eine Chance, mit dem Neubau eines größeren neuen Kreisverkehrs am Rewe-Center die Voraussetzungen zu schaffen, um diese Jahrzehnte alten Pläne endlich zu realisieren.

 

40-Meter-Überquerung von Urft und Bahnlinie

 

Der neue Rewe-Kreisel solle deshalb mit einem Anschluss an die Straße am Hallenbad in Richtung des früheren Milzgeländes und des Baugebietes „Oben im Auel“ ausgestattet werden. Von dort könnte später eine Überquerung der Urft und der Bahnlinie hinweg zur Landesstraße 204 zwischen Kall und Sötenich geschaffen werden.  

 

Der Neubau der maroden Urftbrücke am Rewe-Center, der in die Zuständigkeit des Landesbetriebes Straßen NRW falle, sei nicht mehr aufzuschieben, berichtete Diplom-Ingenieur Andreas Göttgens. Deshalb solle man die Chance nutzen, mit dem Brückenneubau einen neuen größeren Kreisverkehr mit vier Anschlüssen zu schaffen. Der Kreisel soll einen Durchmesser von 26 Metern bekommen.

 

Man rechne mit einer Bauzeit von acht bis zehn Monaten, so der Planer, wobei eine Vollsperrung der Straße vermieden werden soll. Bedenken wegen des Hochwasserschutzes zerstreute Göttgens: Am Verlauf der Urft werde sich nichts ändern und auch in das Bachbett brauche man nicht einzugreifen. Andreas Göttens: „Wir könnten 2016 beginnen, wenn die Grundstückseigentümer mitspielen“.

 

Bezüglich des Baugebietes „Oben im Auel“ bemühe sich die Gemeinde Kall um den Erwerb weiterer Parzellen des ehemaligen Milz-Geländes. Ziel sei die Beseitigung der unschönen Industrie-Ruine. An dieser Stelle lägen Bahnlinie und Urftbach recht eng nebeneinander, so dass dort für eine Überbrückung zum alten Sägewerk hin ein Bauwerk von nur 40 Metern Länge erforderlich sei.

 

Sowohl das Baugebiet „Oben im Auel“ als auch der Bereich des ehemaligen Sägewerks müssten neu überplant werden, informierte Diplom-Ingenieur Rochus Mey. In den neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde habe man die Brücke bereits aufgenommen. Mey: „Eine Realisierung des Vorhabens steht noch in den Sternen“. Die Gemeinde nutze jetzt aber die Chance, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

 

Asymmetrischer Kreisel kommt näher an die Bahn

 

Das ehemalige Milz-Gelände werde als Mischgebiet ausgewiesen. Entlang der Urft soll ein 4,5 Meter breiter Grünstreifen angelegt werden. Der Bereich des ehemaligen Sägewerks soll künftig als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Eine Ansiedlung von Einzelhandel will die Gemeinde dort nicht gestatten. Über zwei Verkehrskreisel soll das neue Gewerbegebiet mit einer Nutzfläche von vier Hektar von der L 204 aus erschlossen werden, sagte Rochus Mey.

 

Im Zuge des derzeit stattfindenden Ausbaus der Kölner Straße will die Gemeinde den Kreisverkehr an der Unterführung umgestalten und näher an die Bahnunterführung rücken, berichtete Bürgermeister Herbert Radermacher. Der Kreisel war seinerzeit lediglich als Provisorium und asymmetrisch geschaffen worden.

Allerdings falle diese Maßnahme in die Zuständigkeit des Landesbetriebes Straßen NRW, so Radermacher. Die Gemeinde habe alle politischen Ebenen aktiviert, damit das Land diese wichtige Neugestaltung finanziert. Planer Andreas Göttgens präsentierte den Planentwurf für den neuen Kreisel, der den Wegfall der Stoppstraße und einen Durchmesser von 26 Metern vorsieht.

 

Klagen über den schlechten Zustand der Aachener Straße bestätigte Bürgermeister Herbert Radermacher. Der Neubau sei zurückgestellt worden, weil die Aachener Straße als Umleitung diente, als die Ortsdurchfahrt in Rinnen voll gesperrt war. Stattdessenn habe man den Ausbau der Kölner Straße vorgezogen. Ein weiteres Problem sei die Tatsache, dass auch die Kallbach-Brücke am Berufskolleg Eifel baufällig sei und erneuert werden müsse. Sobald dieser Neubau erfolgt sei, werde mit der Sanierung der Aachener Straße begonnen.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg verabschiedete seine Abiturienten. 30 Prozent von ihnen können sich über einen Einserschnitt im Abiturzeugnis freuen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

72 Abiturienten verabschiedet v. Juni

72 Abiturienten am Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg - Festgottesdienst, Feierstunde und Abiball – 30 Prozent mit Einserschnitt im Zeugnis

Kall-Steinfeld - „Wir sind alle in Gottes Hand“ lautete das Motto des Festgottesdienstes, mit dem das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg seine diesjährigen Abiturienten verabschiedete. Im Anschluss folgte eine heiter-bewegte Feierstunde, an deren Ende die 72 Abiturienten ihre Reifezeugnisse erhielten.

In seinem Grußwort gab der Schulleiter Heinrich Latz den jungen Menschen den Rat des spanischen Dichters Juan Ramón Jiménez mit auf den Weg: „Wenn sie dir ein liniertes Papier geben, schreibe quer dazu.“ Sie sollten sich nicht in das Denken des Mainstreams begeben, sondern auf der Grundlage der erlernten Kompetenzen und der erfahrenen Bildung wagen, auch gegen den Strich zu denken.

Maria Caspers und Yannik Mießeler ließen anschließend die letzten Schuljahre humorvoll Revue passieren, wobei sie vor allem das Geschehen in den Pausen unter die Lupe nahmen. So bekamen die Fleißigen ebenso wie die „hyperaktiven Sirenen“, die Beziehungsberater, die Organisatoren und die Schnorrer ihr Fett weg. Ihr besonderer Dank galt den beiden Tutoren Marlis Knoll und Thomas Frauenkron, die aus einem zusammengewürfelten Haufen ein Team geschweißt und immer wie zwei Maskottchen hinter ihrer Stufe gestanden hätten.

Diesen Dank gaben die beiden Tutoren in ihrer Rede umgehend an ihre Stufe zurück, auf die man sich immer habe verlassen können und deren Loyalität auf menschlicher Ebene sie vor allem anderen ausgezeichnet habe. Deshalb habe man auch so viele Fahrten gemacht und so vieles gemeinsam erleben und erfahren können. Auch in Zukunft, so wünschten sich die Tutoren, sollten die Abiturienten bei den wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens auf ihren Verstand und ihr Herz hören, der Gleichgültigkeit abschwören und sich ihre Selbstlosigkeit bewahren. Dann seien sie in der Tat – frei nach ihrem Abi-Motto – „ohne Sorgen die Könige von morgen“.

Weitere Grußworte aus den Reihen der Eltern, der Schulpflegschaft, des Schulträgers und der Catena gaben den Jugendlichen vor allem gute Wünsche für die Zukunft mit auf den Weg und dazu das Bewusstsein, dass sie in einer sich verändernden Welt dringend gebraucht würden.

Dann endlich konnten sie aus der Hand ihres Schuldirektors ihr Abiturzeugnis in Empfang nehmen. 30 Prozent der Zeugnisse wiesen in diesem Jahr einen Einserschnitt aus. Als Beste geehrt wurden Florian Kirfel (1,0) und Henrik Retiene (1,1). Weitere Auszeichnungen erhielten als beste Philosophin Susann Pütz, als beste Mathematikerin Vera Clemens und als bester Chemiker Henrik Retiene.

Anschließend klang die Feier mit einem Imbiss im Kreuzgang des Klosters aus. Schon am Abend aber traf man sich wieder zum Abiturball in der Kaller Bürgerhalle, wo die Abiturienten mit ihren Eltern, Lehrern und Gästen bis in die frühen Morgenstunden feierten.

pp/Agentur ProfiPress


Detlef Köpp (links) übergab Kreis-Jugendfeuerwehrwart Volker Brandhoff für die gute Organisation des Wettbewerbs eine Dankesurkunde vom Verband der Feuerwehren NRW. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Lanze für die Jugend gebrochen v. Juni

Feuerwehr-Nachwuchs aus 23 Städten und Gemeinden in NRW legte in Kall Prüfung zum Erwerb der Leistungsspange ab – Bürgermeister überreichten Auszeichnungen – Versorgung durch das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen

 

Kreis Euskirchen/Kall - Der in der heutigen Gesellschaft oft verbreiteten Meinung, dass die Jugend träge und wenig engagiert sei, widersprach Landrat Günter Rosenke am Samstag in Kall entschieden: „Der heutige Tag ist erneut Beweis dafür, dass es sehr viele Jugendliche gibt, die ihre Zeit sinnvoll nutzen und nicht herumlungern, wie so oft gesagt wird“, sagte Rosenke, als er mit Bürgermeister Herbert Radermacher knapp 250 Jugendfeuerwehr-Mitglieder aus ganz Nordrhein-Westfalen zu einen Leistungswettbewerb in Kall willkommen hieß.

 

Die Jugendfeuerwehr des Kreises Euskirchen war in Kall Ausrichter der Leistungsspangen-Abnahme der Deutschen Jugendfeuerwehren. Die Leistungsspange ist das höchste Leistungsabzeichen für die Mitglieder in den Jugendfeuerwehren. Sie wird verliehen, wenn Jugendfeuerwehrleute in einer neunköpfigen Gruppe unter Beweis stellen, dass sie körperlich und geistig den stets wachsenden Anforderungen im Dienst der Feuerwehr gewachsen sind.

 

Zu den fünf Wettbewerbs-Disziplinen auf der Sportanlage nahe der Hauptschule zählten ein Löschangriff laut Feuerwehr-Dienstvorschrift (FWDV 4 - Die Gruppe im Löscheinsatz), eine „Schlauchstafette“ als Schnelligkeitsübung, ein mündlicher Test zur Feuerwehrtheorie und zur Allgemeinbildung, Kugelstoßen sowie ein 1500-Meter-Staffellauf als Konditionsnachweis.

 

Zwei Disziplinen beinhalteten echte Feuerwehraufgaben: Bei der Löschübung galt es mit einer Tragkraftspritze und vier A-Saugschläuchen eine Wasserentnahme aus einem fiktiven, so genannten „offenen Gewässer“ (Bach oder See) herzurichten und anschließend mit drei C-Rohren zur Brandbekämpfung vorzugehen. Ob beim Kuppeln der Saugleitung oder beim Vorrücken zur Brandstelle, jeder Handgriff musste sitzen, denn fachkundige Wertungsrichter hielten ein strenges Auge auf den Nachwuchs. Bei der „Schlauchstafette“ hatten die Gruppen, bestehend aus einem Gruppenführer und acht weiteren Jugendfeuerleuten, die Aufgabe, acht doppelt gerollte C-Schläuche, hintereinander und ohne zu verdrehen, auszulegen und möglichst schnell zusammenzukuppeln. Teamarbeit war angesagt, denn diese Disziplin musste innerhalb von 75 Sekunden abgearbeitet werden.

 

Aus 23 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens waren Jugendfeuerwehren mit ihren Jugendwarten und Ausbildern zum Wettbewerb in Kall angereist. Der Platz vor der Hauptschule und die Auelstraße waren vollgeparkt mit roten Einsatzfahrzeugen. In der Aula Hauptschule und auf dem Schulhof hatte das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen Station bezogen, um die rund 300 Feuerwehrangehörigen, die teilweise eine Anreise von drei Stunden hatte, mit Frühstück und Mittagessen zu versorgen.

 

Zur Begrüßung der Jugendlichen, die schon um 9 Uhr in der Aula der Hauptschule erfolgte, waren neben dem Landrat auch Detlef Köpp aus Arloff als Vertreter des Verbandes der Feuerwehren NRW, Euskirchens Kreisbrandmeister Udo Crespin, dessen Stellvertreter und Kaller Wehrleiter Harald Heinen, Ex-Kreisbrandmeister Johann Wilhelm Fuchs, Kreis-Jugendfeuerwehrwart Volker Brandhoff und Bürgermeister Herbert Radermacher anwesend.

 

Landrat Günter Rosenke, auch Schirmherr des landesweiten Wettbewerbs, freute sich besonders darüber, dass der Kreis Euskirchen mit insgesamt sieben Gruppen aus den Kommunen Euskirchen, Mechernich (zwei Teams), Kall, Marmagen, Hellenthal und Schleiden beim Wettbewerb vertreten war. „Ich bin stolz darauf, dass dieses Ereignis hier in Kall stattfindet“, so Rosenke.

 

Für die Ausrichtung des Wettbewerbs zeichneten die Jugendfeuerwehren der Kommunen Kall, Dahlem, Hellenthal und Schleiden verantwortlich. Abnahmeberechtigte für die Prüfungen waren Kreis-Jugendfeuerwehrwart Helmuth Plath aus dem Rhein-Kreis Neuss und die stellvertretende Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Britta Hausmann aus dem Rhein-Sieg Kreis.

 

Nach einem anstrengenden Tag erfolgte am Nachmittag auf dem Rasenplatz des Kaller Sportzentrums die Vergabe der Leistungsspangen. Gespannt warteten die Jugendlichen auf die Bekanntgabe der Wettbewerbs-Ergebnisse durch Helmuth Plath und Britta Hausmann. Jubel brach aus, als Plath verkündete, dass alle Jugendlichen die Prüfungsaufgaben zum Erwerb der Leistungsspange erfüllt hatten.

 

Die begehrten Spangen wurden anschließend von den Bürgermeistern Herbert Radermacher (Kall), Rudolf Westerburg (Hellenthal) und Udo Meister (Schleiden) an die Jugendlichen vergeben. Alle Jugendlichen hätten starke Leistungen gezeigt, lobte Wettbewerbsleiter Helmuth Plath den Feuerwehrnachwuchs des Landes abschließend.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Bei der Scheckübergabe an der Victor-Neels-Brücke (von links): Annalena Neels, Manfred Poth, Victor Neels, Clement Willekens, Luc Wils, Birgit Linden, Sankt-Nikolaus-Schülerin Sarah Raetz, Daniel Snauwaert, Christine Wassong, Michael Raetz und Edith Gabka. Foto: vogelsang ip/pp/Agentur ProfiPress

1000 Euro für Sankt-Nikolaus-Schule v. Juni

Symbolische Scheckübergabe auf der Victor-Neels-Brücke in Vogelsang ip – Spenden statt Geschenke zum 90. Geburtstag des ehemaligen belgischen Kommandanten – 1000 Euro auch für Kaller Sankt-Nikolaus-Schule

Vogelsang/ Kall - Anfang Mai hat der ehemalige belgische Kommandant Victor Neels seinen 90. Geburtstag im Kulturkino Vogelsang IP gefeiert. Einen Monat später war er erneut Gast am Internationalen Platz und das aus gutem Grund: Im Rahmen seiner Geburtstagsfeier hatte Victor Neels um Spenden für einen guten Zweck anstelle von Geschenken gebeten. Zusammengekommen sind insgesamt 2000 EUR, die jetzt auf der nach ihm benannten Victor-Neels-Brücke übergeben wurden.

Die Hälfte des Betrages stellte er der Sankt-Nikolaus-Schule Kall zur Verfügung, zu der er seit seiner Zeit als Kommandant des Camp Vogelsang eine enge Verbindung hat. „Dank der Inklusion gelingt es zunehmend besser, alle Menschen gleichermaßen am Leben teilhaben zu lassen. Das Engagement und die Arbeit der Sankt-Nikolaus-Schule in Kall ist sehr wichtig und verdient Unterstützung“, betonte Neels im Rahmen der Übergabe des symbolischen Schecks.

Weitere 1000 EUR spendete Victor Neels dem Raad voor Gehandicapten seiner Heimatstadt Balen.

Manfred Poth, Aufsichtsratsvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH, zeigte sich erfreut, dass Victor Neels an seiner ehemaligen Wirkungsstätte Spuren hinterlassen hat und ergänzte, „dass Victor Neels ein europäischer Brückenbauer ist, dem es gelungen ist, Verbindungen zu schaffen“.

pp/Agentur ProfiPress


Als Interviewpartner Norbert Scheuers hatten Anna Franzmann und Stadtbüchereileiterin Brunhilde Weber den bekannten Kulturjournalisten und Hörfunkmoderator Dr. David Eisermann (l.) gewonnen. Für avantgardistische Klänge sorgte das Duo „raan“, Rainer Berger und Andreas Reiser. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Von Kall nach Afghanistan v. Juni

Der Keldenicher Norbert Scheuer, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren, las im Kulturhof Euskirchen zugunsten des von ihm als Schirmherr unterstützten „Mentor“-Leselernhelferprogramms aus seinem neuen Roman „Die Sprache der Vögel“ – Das Publikum in der proppenvollen Stadtbibliothek war auch von Interviews mit Dr. David Eisermann und der Musik Rainer Bergers und Andreas Reisers begeistert

 

Kall/Kreis Euskirchen – Eine eindrucksvolle Benefizlesung mit Interview- und Musikeinlagen gab der Kaller Schriftsteller Norbert Scheuer jetzt im Euskirchener Kulturhof zugunsten des Hilfskreises „Mentor – Die Leselernhelfer“. Dieser unter anderem von Anna Franzmann und Diakon Karl-Heinz Beck gegründete Kreis hilft leseschwachen Schülern mit gezielter aktiver Unterstützung durch leseerfahrene Mentoren.

Norbert Scheuer, einer der renommiertesten deutschen Gegenwartsautoren, ist einer von vier Schirmherren des Euskirchener Mentoren-Programms. Außer ihm unterstützen auch Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und die Autoren Ralf Kramp und Manfred Lang das Lesehelfer-Programm mit einer Schirmherrschaft.

Als Interviewpartner Scheuers hatten Anna Franzmann und Stadtbüchereileiterin Brunhilde Weber den bekannten Kulturjournalisten und Hörfunkmoderator Dr. David Eisermann gewonnen. Für avantgardistische Klänge sorgte das Duo „raan“, Rainer Berger und Andreas Reiser.

Auf der Suche nach

der Universalsprache

Scheuer las aus seinem neusten Roman „Die Sprache der Vögel“, der in Kall und Afghanistan spielt. Er handelt von dem Eifeler Jungen Paul Arimond, der 2003 als ISAF-Soldat, Sanitäter der Bundeswehr, nach Afghanistan kommt und damit in ein Land, das schon sein Ururgroßvater auf der Suche nach der Universalsprache der Vögel bereist hatte.

Auch Paul, geplagt von Schuldgefühlen nach einem Autounfall, den er mit verursacht hat, liebt es, Vögel zu beobachten und Aufzeichnungen über sie zu machen. Sie scheinen nach einer anderen Ordnung und mit anderen Freiheiten zu leben.

Inmitten einer zunehmend gefährlichen Bedrohungslage beginnt Paul immer unberechenbarer und anarchischer zu handeln. „Norbert Scheuers Roman über einen fragilen Vogelliebhaber führt mitten ins Herz der Verstrickungen, aus denen das rätselhafte Leben seiner bewegenden und einzigartigen Figuren besteht“, so der C.H.-Beck-Verlag, in dem das Buch erschienen ist.

Die Benefizlesung fand in einem proppenvollen Kulturhof statt. In der Pause servierten die Bibliotheksmitarbeiterinnen Häppchen und Wein. In den Interviews entlockten David Eisermann und später auch die zahlreichen Besucher Norbert Scheuer Details aus seiner Biographie und seinem Schaffen. Thematisiert wurden auch die tollen Vogelbilder, mit denen der Roman illustriert wurde und die Scheuers Sohn Erasmus mit Espresso als Farbe gemalt hatte.

Was hat Afghanistan mit

Hürtgenwald zu tun?

Ob er mit Kall-Keldenich an seinen Urlaubsort zurückgekehrt sei, wollte David Eisermann beispielsweise wissen und erfuhr, dass Norbert Scheuer in Prüm geboren ist und an wechselnden Orten aufwuchs, jeweils dort, wo seine Eltern Gastwirtschaften gepachtet hatten. „Ich hatte keinen wirklichen Heimatort“, sagte der Schriftsteller: „Deshalb schreibe ich auch aus so großer Distanz zum Dorf.“

Ob seine Figuren zu hundert Prozent Fiktion seien oder doch reale Vorbilder hätten, wollten Lesungsgäste wissen und erhielten zur Antwort, dass es zwar reale Vorbilder für die Romanfiguren gebe, aber das meiste doch fiktiv sei. Eisermann vermutete, dass es Parallelen geben könnte zwischen dem von Scheuer nie aufgesuchten Romanschauplatz Afghanistan und seiner Eifelheimat, wo 1944 im Hürtgenwald eine der furchtbarsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs getobt hatte.

Der Autor schloss diesen Zusammenhang zumindest nicht aus. „Vieles in meinen Büchern läuft im Untergrund ab“, sagte Norbert Scheuer dem Journalisten: „Wenn ich mir alles bewusst machen würde, käme ich gar nicht zum schreiben.“

Sehr real war allerdings die Begegnung in Scheuers Stamm-Supermarktcafé in Kall, die den Anstoß zum Roman gab: Der Autor traf dort zufällig mit einem Afghanistan-Veteranen der Bundeswehr zusammen, der traumatisiert vom Hindukusch in seine Eifeler Heimat zurückgekehrt war.

Am Hindukusch gibt`s mehr

Vogelarten als in Europa

„Er hatte eine Schildkröte dabei, eine Vier-Zehen-Schildkröte, wie sie in Afghanistan vorkommt“, berichtete Norbert Scheuer dem fasziniert lauschenden Publikum. Von da an dachte und recherchierte Scheuer die imaginäre Geschichte des Eifelers Paul Arimond, den es mit seinen 23 Jahren von Kall in den Krieg verschlug. Norbert Scheuer erfuhr bei seinen umfangreichen Recherchen für den Roman auch, dass es in Afghanistan mehr Vogelarten gibt, als in Europa.

Nicht doppelbödig, sondern unglaublich vielschichtig erzählt Scheuer, der gelernter Philosoph, praktizierender Techniker und bekennender Agnostiker ist, über die Metapher der Sprache der Vögel das Geheimnis von Sprache und Verstehen, Schicksal und möglicherweise doch nicht vergeblicher Sinnsuche. „Das Buch spielt ja nicht nur in Afghanistan, sondern auch immer in Kall-Keldenich“, erkannte David Eisermann bei der „Mentor“-Benefizlesung. Geographie und Befindlichkeit sind nicht identisch.

pp/Agentur ProfiPress


Die ersten Musterzimmer im neuen Gästehaus im Kloster Steinfeld sind bezugsfertig. Wolfgang Scheidtweiler (links) und Pater Lambertus Schildt sind mit dem Baufortschritt zufrieden. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Erste Musterzimmer sind fertig v. Juni

Blick in das neue Gästehaus im Salvatorianerkloster Steinfeld – Naturbelassene Materialien, barrierefreie Einrichtung, Kunstwerke und Klosterbier – Tag der offenen Tür am Sonntag, 13. September, ab 13 Uhr

 

Kall-Steinfeld - Zimmer 302 liegt auf der roten Etage. Es ist eines der Musterzimmer im neuen Gästehaus im Salvatorianerkloster Steinfeld. Vor der karmesinroten Wand steht ein großes Bett mit weißen Daunendecken. Auf einem kleinen Tisch steht eine Schale mit Obst. Das große Fenster gibt den Blick auf die grüne Landschaft frei. Es riecht nach Holz.

 

Die ersten Musterzimmer des Gästehauses konnten wie geplant schon die ersten Übernachtungsgäste beherbergen. „Unsere Gäste waren hellauf begeistert. Ein paar von ihnen haben auch schon früher im Kloster gewohnt und waren überrascht, was aus den Zimmern geworden ist“, erzählt Pater Lambertus Schildt, Prokurator der Salvatorianer im Kloster Steinfeld. Mit naturbelassenen Materialien wie Holz und Granit ist die Einrichtung einfach aber werthaltig – eben passend zum Kloster.

 

Wolfgang Scheidtweiler ist mit dem Baufortschritt zufrieden. Der aus Mechernich-Wachendorf stammende Ingenieur und Unternehmer im Hotel- und Brauereibereich setzt sich sowohl mit seinem Know-how wie auch finanziell dafür ein, das Kloster wieder auf eine gesunde Basis zu stellen. Gemeinsam mit Ehefrau Andrea, Pater Lambertus Schildt und Bauleiter Mike Vivas macht er einen Rundgang durch die im Bau befindlichen Gästezimmer im ehemaligen Internat.

 

Die Zimmergrößen, die teilweise für zwei Schüler gedacht waren, sind erhalten geblieben, so dass man mit 26 bis 35 Quadratmetern deutlich über den Vorgaben für den Vier-Sterne-Standard liegt. Insgesamt entstehen im neuen Gästehaus neun Einzel- und 50 Doppelzimmer, zwei Suiten mit Wohn- und Schlafbereich sowie drei behindertengerechte Zimmer. Einige der Zimmer verfügen über Verbindungstüren zum Beispiel für Familien oder über eine Kochnische für längere Aufenthalte.

 

Zusätzlich zu den drei behindertengerechten Zimmern ist das gesamte Gästehaus barrierefrei konzipiert. Die Badezimmer aus weißen Fliesen und dunklem Granit verfügen alle über eine ebenerdige Dusche. Alle drei Etagen sind mit einem teilweise verglasten Aufzug erreichbar.

 

Schon auf den ersten Blick unterscheiden sie sich durch die unterschiedliche Farbgebung – die Flure sind mit Farbakzenten in karmesinrot, olivgrün oder aubergine definiert. Die Zimmer sind einladend hell mit weißen Holzmöbeln eingerichtet. Stehlampen sorgen mit warmem Licht für eine angenehme Atmosphäre. Eine Minibar versorgt die Gäste mit kühlen Getränken – darunter natürlich auch das „Steinfelder Klosterbier“. „Das gehört dazu“, lacht Brauereiunternehmer Wolfgang Scheidtweiler.

 

Um den Gästezimmern eine individuelle Note zu geben, haben die Künstler der Akademie Kloster Steinfeld einen ganz besonderen Beitrag geleistet: Für jedes Zimmer haben sie eines ihrer Original-Bilder zur Verfügung gestellt. Die Flure sollen indessen mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen zum Kloster und zur Eifelregion dekoriert werden.

 

Mitte Februar hat das Team um Bauleiter Mike Vivas mit der Kernsanierung des Gebäudes begonnen. Wasserleitungen, Heizung und Elektrik mussten komplett erneuert werden. Insgesamt sei die Bausubstanz aber „phänomenal“ gewesen, erklärt Mike Vivas. Mit Feuchtigkeit oder Schimmel habe man durchweg keine Probleme gehabt. „Für diese Zeit ist das Gebäude sehr werthaltig gebaut worden“, so der Bauleiter.

 

Überall wird noch fleißig gewerkelt. Neue Fenster werden eingesetzt, darunter eine weite Panoramafront mit Blick auf weites Grün in Richtung Westen. Allein 1.600 Quadratmeter massive Eichenholzdielen sollen auf den drei Etagen verlegt werden. „Wir sind froh, einen starken Partner gefunden zu haben, mit dem wir diese zukünftigen Wege begehen können“, betont Pater Lambertus Schildt.

 

Für Freitag, 11. September, ist die offizielle Eröffnung des Gästehauses geplant. An diesem Tag sollen auch Vertreter des Bistums Aachen zu Besuch im Kloster Steinfeld sein. Alle Interessierten sind außerdem am Sonntag, 13. September, ab 13 Uhr zum Tag der offenen Tür mit Besichtigungen eingeladen. Bis dahin soll neben dem Klosterladen am Eingang auch ein kleines Café entstehen, das Besucher zum Verweilen einlädt. Wolfgang Scheidtweiler: „Das Kloster hat heute andere Aufgaben als früher. Es ist ein Ort der Ruhe und des zu sich Kommens.“

 

pp/Agentur ProfiPress


Mit viel Freude an ihrer Aufgabe bereiten sich Beate Hausmann-Solh und die Kinder der Strempter Kindertagesstätte auf die AWO-Aktionswoche vor, bei der sie in Zusammenarbeit mit der Mechernicher Tafel eine Suppenküche für Bedürftige auf die Beine stellen wollen. Foto: Felix Kern/pp/Agentur ProfiPress

Der beste Weg zum Job v. Juni

Gemeinnützige Aktionen zum Mitmachen in der Gemeinde Kall und darüber hinaus: Die Arbeiterwohlfahrt veranstaltet von Montag, 15. Juni, bis Sonntag, 21. Juni eine Aktionswoche – Motto des Regionalverbandes Rhein-Erft & Euskirchen lautet: „AWO bewegt Dich!“ – Kochaktion für Kunden der Mechernicher Tafel, Weiterbildungsworkshop im Kaller Berufskolleg Eifel und Vorleseaktionen in Kitas und Seniorenheimen

 

Kall/Mechernich/Euskirchen – Wild durcheinander reden die Kinder der Kita Strempt, haben aber sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe: Suppe kochen. Kita-Leiterin Beate Hausmann-Solh sitzt mittendrin, unterstützt und koordiniert die Kinder. Gemeinsam wollen sie mit der Kindertagesstätte Strempt an der Aktionswoche der Arbeiterwohlfahrt teilnehmen, die von Montag, 15. Juni, bis Freitag, 21. Juni, stattfindet.

 

An der Aktionswoche beteiligen sich Einrichtungen in ganz Deutschland mit verschiedenen Aktionen. Das Motto des für die Stadt Mechernich zuständigen Regionalverbandes Rhein-Erft und Euskirchen lautet: „AWO bewegt Dich!“

 

Beate Hausmann-Solh und die Kinder des Strempter Kindergartens beispielsweise haben vor, für die Tafel Mechernich, die Bedürftige regelmäßig mit Lebensmitteln unterstützt, eine Suppenküche einzurichten. Hierfür stellt das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen eigens einen Raum in der Alten Schule, Im Sande, zur Verfügung, in dem die Tafelbesucher die von den Kindern gekochte Suppe serviert bekommen.

 

Auch im „Berufskolleg Eifel“ in Kall bereitet die AWO eine Aktion vor: Am Donnerstag, 18. Juni, bietet es den Weiterbildungsworkshop „Der beste Weg zum Job“ an, bei dem Schüler für den Weg vom Schul- ins Studenten- oder Arbeitsleben beraten werden sollen.

 

Außerdem sollen im gesamten Kreis Euskirchen Geschichten in Kindergärten sowie in Seniorenheimen vorgelesen werden. An den Aktionen der AWO können sich auch Freiwillige beteiligen. Interessierte können sich bei Silke Arens per Telefon unter 02441 779734 oder per Mail unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik und bei Oliver Malat unter 0221 640005000 oder geschützte E-Mail-Adresse als Grafik melden.

pp/Agentur ProfiPress


Die Schuldnerberater der Caritas stehen Ratsuchenden am Expertentelefon am Donnerstag, 18. Juni, 10 bis 12.30 Uhr, zur Verfügung: (v.l.n.r.) Dorothea Gehlen (Büro Schleiden), Norbert Telöken (Büro Simmerath), Elke Kapma (Sekretariat), Christoph Siebertz (Fachbereichsleitung Soziale Arbeit), Andrea Zens (Büro Mechernich). Foto: Arndt Krömer/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

Arm und überschuldet – trotz Arbeit v. Juni

Schuldnerberatungen der Caritas Eifel und Euskirchen bestätigen Probleme durch prekäre Beschäftigung - Expertentelefon zum Thema für die Bürger am 18. Juni – Schuldnerberaterin Andrea Zens hilft Ratsuchenden in Mechernich und Kall

 

Mechernich/Kall - Die bundesweite „Aktionswoche der Schuldnerberatung“, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV), thematisiert vom 15. bis 19. Juni die Probleme mit sogenannten „prekären“ und „atypischen“ Arbeitsverhältnissen. Auch der geplante 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wird einen Schwerpunkt auf diese Thematik legen.

 

Mit den genannten Begriffen sind etwa Minijobs, befristete Arbeitsverhältnisse, Teilzeitarbeit, Leiharbeit, Werkverträge und ähnliches gemeint. Merkmale dieser Beschäftigungen sind oftmals äußerst geringe Entlohnung, somit schwierige Existenzsicherung, wenig berufliche Perspektiven, mangelnder Einfluss auf die Arbeitssituation und fehlende Integration in den Betrieb. Häufig werden grundlegende Arbeitnehmerrechte wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Pausenzeiten und bezahlter Urlaub vorenthalten. Die beiden Caritasverbände im Kreis Euskirchen bestätigen, dass auch in ihrer Region die Zahl der Menschen zunimmt, die trotz Arbeit arm und überschuldet sind. Sie fordern unter anderem einen Rechtsanspruch auf Beratung, faire Löhne und bedarfsgerechte Sozialleistungen.

 

„Prekäre Beschäftigungen zählen mittlerweile zu den Hauptursachen für Überschuldung“, erläutert Dorothea Gehlen, Schuldnerberaterin der Caritas Eifel in Schleiden. „Wer ohnehin schon wenig verdient und darüber hinaus keine Chance auf ein festes Beschäftigungsverhältnis bekommt, läuft schnell Gefahr, in die Überschuldung zu geraten.“ Denn bereits kleine Krisen oder unvorhersehbare Ereignisse – beispielsweise die Reparatur am Auto, das zum Erreichen des Arbeitsplatzes zwingend notwendig ist – können das wackelige finanzielle Gebäude der Haushalte zum Einsturz bringen. Zudem beschleunigt die Überschuldung wiederum den Jobverlust bzw. verhindert von vornherein den Eintritt in Arbeit, weiß Kollege Norbert Telöken aus Simmerath: „Arbeitgeber, die von der Lohnpfändung eines Mitarbeiters wissen, insbesondere von mehrfachen Pfändungen, kennen den damit für sie verbundenen hohen Verwaltungsaufwand und Ärger. In manchen Fällen könnten sie sogar zu einem Drittschuldner werden. Das alles macht die dauerhafte Beschäftigung des Mitarbeiters oder eines Bewerbers leider unattraktiv.“

 

Andrea Zens von der Schuldnerberatung Mechernich stellt fest, dass manche Leiharbeitsverhältnisse schon nach weniger als drei Monaten wieder beendet werden. „Da man aber mindestens ein Jahr lang in einem Arbeitsverhältnis gestanden haben muss, um Ansprüche auf das höhere Arbeitslosengeld I geltend machen zu können, rutschen diese Leute immer wieder vom prekären Arbeitsverhältnis in das niedrigere Hartz IV.“ Für Allerziehende sind diese Situationen einmal mehr heikel.

 

In Deutschland leben ungefähr acht Millionen Menschen von einem Niedriglohn, dessen Schwelle im Jahr 2010 bei 9,15 Euro brutto pro Stunde oder 1.802,- Euro brutto pro Monat angesetzt wurde. Bei 42 Millionen Erwerbstätigen macht dies eine Quote von rund 19%. Die Schuldnerberatungsstellen der Caritas bestätigen vergleichbare Zahlen: in Schleiden waren im Jahr 2014 von 62 Ratsuchenden 15 Menschen im Niedriglohnsektor tätig, das entspricht 24%. Die Quoten in Mechernich und Simmerath liegen bei 31% bzw. 25%.

 

Dorothea Gehlen berichtet aus ihrer Praxis: „Vor 14 Tagen kam ein Mann in meine Sprechstunde, der bei einer Leiharbeitsfirma arbeitet und immer erst freitags erfährt, bei welcher von zwei Eifeler Firmen er ab Montag für welchen Schichtdienst  eingestellt ist – und das auch nur für diese eine Woche.“ Glücklicherweise liegen die beiden Betriebe für ihn im Umreis von 15 km, daher kann er sie mit seinem Roller gut erreichen. Denn ein Auto ist für ihn nicht finanzierbar: „Mit einem Nettoeinkommen von 1.100 € im Monat bei einer 35-Stundenwoche ist der Unterhalt eines PKW nicht machbar“, führt Dorothea Gehlen weiter aus. „Erschwerend hinzu kommt die Unsicherheit, dass er seine Finanzen nur von Woche zu Woche zu planen kann – wenn es in der Folgewoche keine Beschäftigungsmöglichkeit für ihn gibt, fällt das Einkommen noch geringer aus.“

 

Die Kolleginnen des Caritasverbandes Euskirchen kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Von insgesamt 423 Ratsuchenden verfügten 210 über einen Arbeitsplatz , 56 dieser Erwerbstätigen (27 %) erhielten eine so geringe Entlohnung, dass sie ergänzende Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) beantragen müssten, um das Existenzminimum zu sichern.

 

Neben Arbeitslosigkeit und Trennung oder Scheidung wird Einkommensarmut also zunehmend zum Überschuldungsfaktor. Was tun Schuldner nun, um Herr ihrer misslichen Lage zu werden? „Bei uns wird sichtbar, dass prekär beschäftigte Menschen versuchen, durch die Ausübung von zwei oder gar mehreren Jobs einen Weg aus ihrer finanziellen Misere zu finden“, berichtet Beatrix Salz von der Euskirchener Caritas. „Trotz harter, doppelter und dreifacher Arbeit verfügen sie dennoch kaum über ein Einkommen, das ihren Lebensunterhalt sichert.“ Zudem führen Mehrfachjobs auf Dauer zu Überlastung, die den Arbeitsplatzverlust wieder nach sich zieht. Von gesundheitlichen Folgen ganz zu schweigen.

 

Das in der Schuldner- und Insolvenzberatung angestrebte Ziel einer zweiten Chance für den Schuldner ist somit zum Scheitern verurteilt. Ihre Kollegin Martina Deutschbein macht auf eine weitere Folge der Arbeit in prekären Beschäftigungsverhältnissen aufmerksam: Altersarmut. „Wer lange Jahre immer nur durch Minijobs oder Ähnliches seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte, hat bei Erreichung der Rentenaltersgrenze so geringe Rentenansprüche, dass zur Deckung des Lebensunterhaltes dauerhaft Grundsicherungsleistungen bezogen werden müssen. Wer dann nicht mehr in der Lage ist, zusätzlich einer geringfügigen Erwerbstätigkeit nachzugehen, verfügt dann endgültig nur noch über ein Einkommen in Höhe des Existenzminimums, obwohl er lange gearbeitet hat.“

 

Die Berater der beiden Caritasverbände fordern daher dringende Maßnahmen, um eine Verbesserung der Situation herbeizuführen. Zum einen müsse es einen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung geben, um die Schulden schnellstmöglich zu regulieren und nicht immer tiefer in die Schuldenfalle zu geraten; einige Kommunen ziehen sich in Folge einer Entscheidung des Bundessozialgerichts zunehmend aus der Förderung der Schuldnerberatung für Erwerbstätige zurück. Ferner müssen Sozialleistungen individuell ausgestaltet werden. Gerade für Familien mit Kindern ist der Mindestlohn von 8,50 € nicht existenzsichernd. Insbesondere der Anteil für Energiekosten – Strom, Öl und Gas – ist im Regelbedarf viel zu gering angesetzt, Energieschulden sind damit vorprogrammiert.

 

Die Übernahme von Energie- und Heizkosten muss bei Überschuldung in Form eines Darlehens oder als Zuschuss abgesichert werden. Außerdem gelte es einmalige Beihilfen wieder einzuführen; wer ein geringes Einkommen hat, kann sich größere Reparaturen oder grundlegende Anschaffungen wie Waschmaschine oder Kühlschrank nicht leisten. Betroffene in diesen Notlagen sind gezwungen, Finanzierungsangebote zu nutzen oder Darlehen beim Jobcenter aufzunehmen. Rückzahlungen sprengen jedoch häufig das ohnehin schon knappe Budget. Weiterhin solle die Leistung der Schuldnerberatung für ältere Menschen und Rentner bei der Finanzierung eine besondere Berücksichtigung finden. Denn kurze, wechselnde Beschäftigungen gehen nicht nahtlos ineinander, führen in der Regel zu unterbrochenen Lebensarbeitszeiten und somit zu Lücken bei der Einzahlung in die eigene Rentenkasse. Konsequenz im Alter ist, dass die Rente den Lebensunterhalt nicht decken kann.

 

Zur Beratung der Kreisbürger schalten die beiden Caritasverbände in der Aktionswoche ein Expertentelefon. Am Donnerstag, 18. Juni stehen in der Zeit von 10 bis 12.30 Uhr die Schuldnerberaterinnen mit fachlichen Auskünften zur Seite:

 

Caritas Eifel:

  • Dorothea Gehlen, Ansprechpartnerin für die Stadt Schleiden sowie die Gemeinden Hellenthal, Blankenheim und Nettersheim, Tel. 0 24 45/85 07-276;
  • Andrea Zens, Ansprechpartnerin für die Stadt Mechernich sowie die Gemeinden Dahlem und Kall, Tel. 0 24 43/902 98 11.

 

Zudem wird am 22. Juni, um 9.30 Uhr im Caritas-Haus Schleiden, Gemünder Str. 40, von der Eifeler Caritas eine Informationsveranstaltungen zum Verbraucherinsolvenzverfahren angeboten. Referentin ist Dorothea Gehlen.

pp/Agentur ProfiPress


Der neuer Vorstand des Bürgervereins Sötenich von links: Birgit Drewes (Schriftführerin), Magdalene Paulus (Vize-Vorsitzende), Heinz Esser (neuer Vorsitzender), Bernd Lütgen (Schatzmeister) und Geschäftsführer Ludwig Werle. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Eine Ära ging zu Ende v. Juni

Die Mitgliederversammlung des Bürgervereins Sötenich wählte einen neuen Vorstand – Karl Bach wurde nach fast 20-jähriger Amtszeit als Vorsitzender verabschiedet – „Freude und Ärger erlebt“ – Heinz Esser ist nun neuer Vereinschef

 

Kall-Sötenich – Der Sötenicher Ortsvorsteher und Vereinskartell-Vorsitzende Toni Mießeler würdigte die fast 20-jährige Tätigkeit des Bürgervereinsvorsitzenden Karl Bach, der bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Sötenicher Bürgerhaus aus dem Amt verabschiedet wurde. Künftig wird der 313 Mitglieder zählende Verein von Heinz Esser geführt, der bei der Versammlung einstimmig zum Nachfolger von Karl Bach gewählt wurde.

In Sötenich ist damit eine fast 20-jährige Ära zu Ende gegangen. Karl Bach, der Gründer des 1996 gegründeten Bürgervereins und „Vater“ des Bürgerhauses, war seit der Gründung Vorsitzender gewesen. Die Neuwahl des Vorstandes, die von Toni Mießeler geleitet wurde, war der Hauptpunkt der Mitgliederversammlung im Bürgerhaus.

Schon bei seiner letzten Wiederwahl vor zwei Jahren habe er angerkündigt, dass er seine letzte Amtszeit antrete, erinnerte Karl Bach. Jetzt sei es an der Zeit, dass ein Jüngerer das Ruder übernehme. In den fast 20 Jahren seiner Amtszeit habe er Höhen und Tiefen, Freude und Ärger erlebt. Er habe sich in all den Jahren stets auf treue Mitstreiter verlassen können, bekundete Bach, der insbesondere die große Unterstützung der engagierten „Rentnerband“ bei der Hege und Pflege des Bürgerhauses hervorhob. Das sei ihm immer eine neue Motivation gewesen, so Bach: „Einer allein kann es nicht machen, nur in der Gemeinschaft ist etwas zu erreichen“.

Ortsvorsteher Toni Mießeler lobte die Arbeit des bisherigen Vorstandes. Die Bilanz des Jahres 2014 zeige, dass im Verein viel zum Wohle der Allgemeinheit geleistet worden sei. „Das ist alles mit viel Aufwand verbunden“, so Mießeler. Änderungen der Gesetzeslagen und der Versicherungsbestimmungen gingen auch an den ehrenamtlichen Vorständen in den Vereinen nicht vorbei.

Einstimmig wählte der Versammlung Heinz Esser zum neuen Vorsitzenden. Er habe sich vorgenommen, sein ehrenamtliches Engagement in Sötenich zu verstärken, berichtete Esser, dem Vorgänger Karl Bach Unterstützung beim Start ins neue Amt zusagte.

Wiedergewählt wurde die zweite Vorsitzende Magdalene Paulus, die ebenfalls Gründungsmitglied des Vereins ist. „Noch zwei Jahre, aber dann ist Schluss“, kündigte auch sie ihre letzte Amtszeit an. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch Schriftführerin Birgit Drewes, Geschäftsführer Ludwig Werle und Schatzmeister Bernd Lütgen.

Aus den Rechenschaftsberichten von Schatzmeister Bernd Lütgen und Geschäftsführer Ludwig Werle ging hervor, dass der Verein wirtschaftlich auf gesunden Füßen steht. Die Bürgerhalle sei vergangenes Jahr 27 Mal vermietet worden, der Anbau 15 Mal. Zudem sei die Halle von Vereinen zu Übungs- und Trainingsabenden genutzt worden.

Mit einem Blumenstrauß, den Schriftführerin Birgit Drewes überreichte, verabschiedete der Vorstand seinen langjährigen Vorsitzenden Karl Bach. Damit sei es jedoch noch nicht getan, ließ der Ortsvorsteher und Vereinskartellvorsitzende Toni Mießeler durchblicken. Man werde sich noch was einfallen lassen. „Einen Mann mit so vielen Verdiensten lässt man nicht so einfach mit einem Blumenstrauß gehen“, so Mießeler.

 

pp/Agentur ProfiPress

 


Gregor Jahnke, Dirk Bremen, Klaus Martin und Manfred Nüllen vom Lions Club Euskirchen-Nordeifel (v.l.) überreichten Helmut Lanio (m.) von der Kaller Hilfsgruppe Eifel einen Scheck über 13.000 Euro für die Betreuung schwer krebskranker Eifeler Kinder zu Hause. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

13.000 Euro für krebskranke Kinder v. Juni

Kaller Hilfsgruppe Eifel bekam den Erlös eines Benefiz-Golfturniers des Lions Club Euskirchen-Nordeifel auf dem Mechernicher Golfplatz rund um Burg Zievel

Kall/Mechernich – Einen Scheck über 13.000 Euro konnte jetzt Helmut Lanio aus Kall für die Hilfsgruppe Eifel entgegennehmen. Und zwar vom Lionsclub Euskirchen-Nordeifel, der vergangenen Samstag auf dem Mechernicher Golfplatz um die Burg Zievel ein Benefiz-Golfturnier veranstaltet hatte.

85 Golfer des Golfclubs Burg Zievel und benachbarter Golfclubs gingen dabei auf die Greens. Der Erlös des Turniers, so war vorher vereinbart worden, sollte der in der ganzen Region wohlbekannten „Hilfsgruppe Eifel“ zu Gute kommen, die sich seit Jahrzehnten für die Versorgung schwerstkranker, insbesondere tumor- und leukämieerkrankter Kinder einsetzt. Lions-Pressesprecher Dr. Michael H. Faber: „Es kam die unglaubliche Summe von 13.000 Euro zusammen!“

Auf der festlichen Abendveranstaltung nach dem Turnier dankte Lions-Club-Präsident Dirk Bremen dem Golfclub Burg Zievel für seine Gastfreundschaft und  den Sponsoren und Teilnehmern für ihre großherzige Spendenbereitschaft. Anschließend berichtete Helmut Lanio über die Arbeit der Kaller Hilfsgruppe Eifel. Der Erlös des Benefizturniers werde für die Mitfinanzierung von Krankenschwestern verwendet, die sich im Auftrag der Hilfsgruppe Eifel um die Betreuung schwerstkrebskranker Eifeler Kinder zu Hause kümmern.

Nach der Siegerehrung überreichte Dirk Bremen an Helmut Lanio einen symbolischen Scheck. Dr. Gregor Jahnke vom Lionsclub, ein  Mitbegründer des Benefizturniers, äußerte sich hochzufrieden: „Ich bin überglücklich über den guten Verlauf der Veranstaltung und das phantastische Spendenergebnis, das unsere kühnsten Erwartungen übertroffen hat.“

Seit über 50 Jahren macht es sich der Lionsclub Euskirchen-Nordeifel zur Aufgabe, durch Beiträge und Spenden seiner Mitglieder, verschiedene Veranstaltungen und Sammelaktionen Gelder zur Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen und Projekte in der Region bereitzustellen. Schwerpunkt ist dabei die Förderung benachteiligter und behinderter Kinder und Jugendlicher. Diesem Ziel soll auch in Zukunft das neu etablierte Benefiz-Golfturnier dienen.

pp/Agentur ProfiPress


Mit den Vorjahresmajestäten und dem Schützen-Chef Heinz-Peter Metzen (rechts) präsentieren sich die neuen Würdenträger der Keldenicher St. Brigida-Bruderschaft. Schützenkönig wurde Heinz Buchinger (Bildmitte mit Königsvogel), Martina Bormann (3.v.l.) wurde erste Bürger-Königin. Foto: Hensch/pp/Agentur ProfiPress

Vogel fiel nach dem 87. Schuss v. Juni

Gelungenes Schützenfest der St. Brigida-Bruderschaft über die Pfingsttage – Heinz Buchinger ist neuer Schützenkönig in Keldenich – Fünf Bewerber schossen mit – Ehefrau des Ortsvorstehers holte den ersten Bürgervogel von der Stange

Keldenich - Beim Königsschießen hatte sich wieder einmal gezeigt, dass es in Keldenich noch echte Bewerber um die Königswürde gibt. Mit Heinz Buchinger, Monika und Anthony Goebel sowie Dieter und Ilona Müller gab es gleich fünf Aspiranten, die den Königsvogel am Pfingstmontag unter Beschuss nahmen. Am Ende war es der 53-jährige Heinz Buchinger, der dem Vogel mit dem 87. Schuss den Garaus machte.

Drei Tage lang feierte die Keldenicher St. Brigida Schützenbruderschaft über Pfingsten ihr Schützenfest mit einem Patronats-Gottesdienst am Samstag, einem großen Festzug am Sonntag und mit dem Königsschießen als Festhöhepunkt am Montag. Am Ende war der Vorsitzende der Bruderschaft, Heinz-Peter Metzen, mit dem Verlauf des Festes und seinen Schützen zufrieden.

Heinz Buchinger wird die Bruderschaft nun ein Jahr lang mit seiner Lebensgefährtin Elke Hein als Königspaar repräsentieren. Beim Königsball am Montagabend wurden das Vorjahres-Königspaar Karl-Heinz Graumann und Heidi Freiberg sowie Jungschützen-Prinz Philipp Hensch verabschiedet. Die Krönung der neuen Majestäten vollzog der Vorsitzende Heinz-Peter Metzen stellvertretend für den erkrankten Präses und Diakon Bernhard Steyer.

Erstmals hatte die Bruderschaft zum Schießen auf einen Bürgerkönig-Vogel aufgerufen. Um diese Ehre schossen Martina Bormann, die Ehefrau des Ortsvorstehers, sowie Reiner Gehlen und Sepp Stein. Am Ende war es Martina Bormann, die den Vogel mit einem gezielten Schuss von der Stange holte.

Bewerber als Jungschützen- oder Schülerprinzen fanden sich in diesem Jahr keine, so dass der Vorjahresprinz Philipp Hensch keinen Nachfolger hatte. In diesem Zusammenhang wies Schützenchef Heinz-Peter Metzen auf die Problematik der Schützenvereine allgemein hin: „Es ist heute schwer, Nachwuchs zu finden.“

Bereits am Sonntag herrschte auf dem Schützenplatz Hochbetrieb, nachdem der lange Festzug durch den Ort zu Ende gegangen war. Gastvereine aus Wahlen, Gemünd, Marmagen, Rohr-Lindweiler, Reifferscheid, Dahlem und Jünkerath sowie Pfarrer Hajo Hellwig und Vize-Bürgermeister Karl Vermöhlen hatten am Festzug teilgenommen und ihre Verbundenheit mit der Keldenicher Schützenbruderschaft bekundet.

Im Namen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft (BDHS) zeichnete Heinz Peter Metzen während des Festes verdiente Schützen aus. Das silberne Verdienstkreuz überreichte er an Brigitte Wirtz, Maria Nelles und Jürgen Breuer. Den Jugendorden des BDHS in Bronze bekam Niklas Wirtz. Vereinsorden in Gold überreichte Metzen an die Brüder Peter und Werner Hensch sowie in Bronze an Dieter Müller.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Die Jugendabteilung des FC Scheven freut sich über viele junge Kicker. Foto: FC Scheven/pp/Agentur ProfiPress

75 Jahre FC Scheven v. Juni

FC Scheven 1940 e.V. feiert Jubiläum – Festabend am Freitag, 19. Juni – Fußballturniere am Wochenende, 20. und 21. Juni – 75 Jahre Vereinsleben mit Höhen und Tiefen

Kall-Scheven - Mitte Juni kann der FC Scheven 1940 e.V. auf 75 Jahre Vereinsleben zurückblicken. Sportlich gesehen gab es in diesem Dreivierteljahrhundert einige Sternstunden, aber auch Jahre ohne Triumph. Einig sind sich die Fußballer darin, was ihren Verein seit der ersten Stunde ausmacht: Teamgeist, Zusammenarbeit und Freundschaft. „Der »Spirit« von Scheven, der dem FC innewohnende Geist, ist spürbar – fast immer und überall“, so Ortsvorsteher Hans Reiff.

Im Jahr 1940 wurde der FC Scheven gegründet – zunächst nur mit einer Jugendmannschaft, denn aufgrund des Krieges waren kaum Seniorenspieler im Ort verfügbar. Für die erste „Kluft“ in den traditionellen Vereinsfarben blau-weiß starteten die jungen Spieler eine Sammelaktion im Dorf, um genügend Bekleidungsmarken zusammenzukriegen. Die Fußballschuhe musste schließlich jeder selbst beisteuern und nicht selten wurden die Lederstollen selbst hergestellt.

1946 konnte der FC Scheven zum ersten Mal mit einer Seniorenmannschaft bei einer Fußballmeisterschaft antreten. Der erste große sportliche Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: 1948 errang der FC Scheven den erstmals ausgespielten Willi-Müller-Wanderpokal.

Sportliche Erfolge wechselten sich immer wieder mit Niederlagen ab. Sternstunden in der Vereinsgeschichte waren der Sieg im Kampf um den Gemeindepokal 1984 und 1990 und der Aufstieg in die erste Kreisliga. Ausgezeichnet wurde der FC Scheven außerdem für sein vorbildliches Verhalten in Sachen Fairplay. Darüber hinaus engagiert sich der FC Scheven ausdrücklich gegen Rassismus. „Uns ist jede Nationalität willkommen. Ausgrenzung, Diskriminierung und Fremdenhass haben bei uns keinen Platz“, heißt es in der Festschrift zum Jubiläum.

Aktuell konnte der Verein mit einer neu gegründeten ersten Mannschaft in die Saison starten. Viel Zulauf erfreut sich die Jugendabteilung mit Bambinis, F-, E- und D-Jugend. Seit 1965 gibt es außerdem eine „Alte-Herren-Mannschaft. Insgesamt zählt der FC Scheven derzeit etwa 250 Mitglieder.

Nicht nur auf dem Fußballplatz sondern auch im Dorfleben spielt der FC Scheven eine große Rolle. So beteiligen sich die Mitglieder seit Jahren am Karnevalszug und am Weihnachtsmarkt und richten das Sportfest aus. In 32 Jahren haben Freiwillige, des Vereins rund 1,5 Tonnen Altpapier gesammelt und seit mehr als einem Jahrzehnt engagieren sich Groß und Klein auch bei der großen Müllsammelaktion rund um den Ort.

Zum Jubiläum lädt der FC Scheven am Freitag, 19. Juni, ab 18.45 Uhr zu einem Festabend im Saal „Op de Kier“ ein. Neben Grußworten und Ehrungen erwartet die Gäste dort ein Rückblick auf die Vereinsgeschichte, ein Fußballjongleur und eine Lichtshow sowie zum Abschluss eine Party mit der Musikband „Maryland“.

Am Wochenende, 20. und 21. Juni, findet das Sportfest auf dem Sportplatz Scheven mit Spielen der Jugendmannschaften und Freizeitturnieren jeweils ab 14.30 Uhr statt. Der Samstag soll gemütlich ausklingen mit Musik von DJ Olli und einer sommerlichen Cocktailbar. Der Sonntag beginnt um 11.45 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Apollinaris, anschließendem Festzug zum Sportplatz und Frühschoppen mit dem Musikverein Bleibuir. Spaß und Spiel für die Kleinen gibt es mit Kinderschminken, Ponyreiten, Kasperle-Theater und Torwandschießen.

pp/Agentur ProfiPress


Sein 75jähriges Bestehen feiert der Kapellenchor Golbach am Sonntag, 21. Juni. In einem Festgottesdienst ab 9 Uhr bringt das Jubiläums-Ensemble mit Orchester und Solisten Johann Ernst Eberlins „Missa in C“ zu Gehör. Foto: Privat

75 Jahre Kapellenchor Golbach v. Juni

Das Jubiläums-Ensemble führt am Kirmessonntag, 21. Juni, um 9 Uhr mit Orchester und Solisten Eberlins „Missa in C“ auf – Ab 14 Uhr Treffen mit Gastchören im Spiegelsaal des Bürgerhauses

Kall-Golbach – Mit einer musikalisch gestalteten Festmesse beginnen die Feierlichkeiten zum 75jährigen Bestehen des Kapellenchores Golbach am Sonntag, 21. Juni, um 9 Uhr in der Maria-Hilf-Kapelle Golbach. Das Jubiläumsensemble führt zusammen mit vier Solisten und einem Orchester die „Missa in C“ von Johann Ernst Eberlin auf.

Ab 14 Uhr werden dann Gastvereine und Chöre zum gemeinsamen Musizieren im Spiegelsaal des Bürgerhauses erwartet. Für das leibliche Wohl soll gesorgt sein. Alle Bürger von Golbach und aus der Gemeinde Kall sind herzlich eingeladen.

Das Jubiläumsfest des Kapellenchores wird umrahmt von der Golbacher Kirmes, die von Freitag, 19., bis Montag, 22. Juni, begangen wird. Veranstalter der Kirmes ist der Bürgerverein Golbach.

pp/Agentur ProfiPress


Unter Leitung von Paul F. Irmen gaben Orchester und Chöre ein harmonisches Zusammenspiel, unter anderem mit Joseph Haydns feierlichem Hymnus „Te Deum“. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Ein Musikfest, das den Namen verdient v. Juni

Eifel/Kall-Steinfeld - Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte der damalige Aachener Domkapellmeister Prof. Theodor Bernhard Rehmann die Idee, für die vom Krieg schwer heimgesuchte Eifeler Bevölkerung ein Musikfest zu veranstalten. Damals ahnte er wohl nicht, was sich im Laufe von 70 Jahren daraus entwickeln würde.

„Das Eifeler Musikfest hat sich mit seinem hervorragenden Ruf als Festival klassischer Musik etabliert“, stellte Landrat Günter Rosenke fest. Als Vorsitzender im „Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld“ hielt er eine kurze Ansprache zur Eröffnung des großen Festkonzertes am Sonntagnachmittag in der Basilika des Salvatorianerklosters Steinfeld. Zur Jubiläumsauflage des Musikfestes waren die Reihen der dreischiffigen romanischen Basilika bis auf den allerletzten Platz gefüllt. Denn nicht nur bei den Eifelern, für die das Musikfest ursprünglich gedacht war, ist der zweitägige Klassikreigen schon lange eine gern besuchte Veranstaltung.

Begonnen hatte die 70. Auflage der Traditionsveranstaltung bereits am Samstagabend in der ehemaligen Klosterbibliothek. „In einem Bächlein helle…“ lautete das Motto für naturromantische Kammermusik und Lieder unter anderem von Franz Schubert, Johannes Brahms oder Frédéric Chopin. Sonja Asselhofen am Cello und Michael Hänschke am Klavier begleiteten das Chor-Ensemble „Cantemus and Friends“.

Der Folgetag startete mit einem Festhochamt mit Msgr. Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider, Präsident des allgemeinen Cäcilien-Verbandes für Deutschland, in der Basilika. Mozarts berühmte „Missa solemnis“, die „Krönungsmesse“, bildete den musikalischen Rahmen. Dazu gab es Musik unter anderem von Johann Sebastian Bach. Nicole Wolke (Sopran),Margret Milz (Alt), Nico Heinrich (Tenor), Boris Beletskiy (Bass) wurden von Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld sowie dem Kirchenchor St. Apollinaris Scheven begleitet. Dazu ließ Organist Andreas Warler die berühmte Steinfelder Orgel erklingen. Die musikalische Leitung hatten Hans Peter Göttgens und Werner Harzheim.

Das große Festkonzert am Sonntag bildete schließlich den Abschluss des 70. Eifeler Musikfestes im Kloster Steinfeld. Mehrere Minuten dauerte allein der Einzug der Musiker und Sänger, bis die Chorgemeinschaft Allegro Vivace aus Bad Münstereifel, der Kirchenchor Marmagen und die Musiker der Philharmonie Südwestfalen – Staatsorchester NRW, ihre Positionen eingenommen hatten. Insgesamt füllten mehr als 150 Musiker und Sänger den Altarraum der Basilika.

Zuletzt betrat Dirigent Paul F. Irmen das Pult. Was die Musiker dann unter seiner Leitung in der prachtvollen Mitte der Vierung der romanischen Basilika vor dem barocken Hochaltar zu Gehör brachten, war gut ausgewählt: Joseph Haydns „Te Deum“ und Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie-Kantate B-Dur op. 52 „Lobgesang“.

Für Musiker und Chöre war die Literatur dank der straffen, konzentrierten Führung von Paul F. Irmen kein Problem. Wochenlange Proben hatten sich ausgezahlt. Der Hymnus des „Te Deum“, bereits im Mittelalter an den Hochfesten der Kirche sowie bei besonderen Anlässen zum Ende der Messe gesungen, bildet seit dem Barock den feierlichen Rahmen vor allem bei Prozessionen und Sakramentsandachten. Das Kirchenlied „Großer Gott wir loben Dich“ ist eine deutschsprachige Version des lateinischen Hymnus. Es erklang am Abschlusstag des 70. Eifeler Musikfestes als Liedkantate von Hans Peter Göttgens beim Festhochamt am Vormittag. Hier war es auch ein akustischer Vorgeschmack für das, was beim Abschlusskonzert folgen sollte.

Haydn komponierte aus der lateinischen Vorlage sein „Te Deum“ um 1800 als Auftragskomposition des habsburgischen Hofes. Es verbindet die kirchenmusikalische Tradition der Sakralmusik mit oratorienhaften Chören, ausladenden Schlussfugen und einfacher, liedhafter Melodik.

Zum zweiten Teil des Festkonzertes traten drei Solisten hinzu: Sabine Vinke (Sopran), Merel Kriegsman (Sopran) und Keith Boldt (Tenor). Auf dem Programm stand jetzt die Sinfonie-Kantate B-Dur op. 52 „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, seine zweite von insgesamt fünf Sinfonien. Vorbild des Mischgenres aus Orchester- und Chorwerk (Uraufführung 1840 in Leipzig) ist Beethovens neunte Sinfonie, hier der berühmte Schlusssatz „Ode an die Freude“.

Veranstaltet wurde das „Eifeler Musikfest“ gemeinsam vom Kreis Euskirchen und dem „Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld“. Günter Rosenke hatte zu Beginn des Festkonzertes nicht zu viel versprochen: Begeisterter Beifall der Zuhörer im bis auf den allerletzten Platz gefüllten Kirchenschiff war der Dank für Sänger und Musiker.

Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

 


Mit LED´s und Duschköpfen gegen die Energiearmut v. Mai

 

– Caritas hat mit dem Stromspar-Check Plus bereits über 1.500 Haushalten im Kreis geholfen

Mario Ramos und sein Team von Stromsparhelfern hat auch im beginnenden Frühjahr viel zu tun. Gemeinsam sind sie mit dem „Stromspar-Check Plus“ gegen Energiearmut im Kreis Euskirchen im Einsatz.

 

Alle Haushalte mit geringem Einkommen im Kreis Euskirchen, also etwa Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeldempfänger oder Rentner mit Grundsicherung können an dem Projekt teilnehmen und von ihm profitieren.

„Die Caritas verfolgt mit dem Stromspar-Check einen doppelten Ansatz“, erklärt Projektleiter Ramos, der selbst einmal als Stromsparhelfer angefangen hat. Denn die Berater, die in die Haushalte hineingehen sind selbst langzeitarbeitslose Menschen, die von der Caritas Euskirchen zu Stromsparhelfern qualifiziert werden.

 

Die Stromsparhelfer checken Haushalte, identifizieren Energiefresser und geben Tipps zur Verbrauchsoptimierung. Jeder teilnehmende Haushalt erhält kostenlos Soforthilfen im Wert von 70 Euro. Dies können etwa Energiesparlampen oder LED´s, schaltbare Steckdosenleisten, Wasser sparende Duschköpfe oder auch Kühlschrankthermometer sein. Die Einspargeräte werden von den Stromsparhelfern in Absprache mit den Teilnehmern eingebaut. Diese erhalten jeweils genau die Geräte, die in Ihrem Haushalt sinnvoll zum Strom- und Wassersparen sind. Durchschnittlich sparen die teilnehmenden Haushalte im Kreis Euskirchen rund 200 Euro an Energie- und Wasserkosten pro Jahr.

 

Interessierte Haushalte können sich unter der Rufnummer 02251/9419-167 an Mario Ramos wenden oder mit ihm per E-Mail unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik in Kontakt treten.


Einen Blumenstrauß und viele Worte der Anerkennung gab es von Bürgermeister Herbert Radermacher zum Abschied von Reinhilde Kirschgens. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Jetzt ist Ehemann Toni „erster Mann“ v. Mai

Reinhilde Kirschgens nach 41 Jahren im Kaller Rathaus verabschiedet – In 31 Jahren im Vorzimmer des Bürgermeisters fünf Chefs erlebt – Herbert Radermacher lobte ihre uneingeschränkte Loyalität

Kall - Im Kaller Rathaus ist eine Ära zu Ende gegangen: Reinhilde Kirschgens, seit 1974 in den Diensten der Gemeinde Kall und seit 1984 die „gute Seele" im Vorzimmer des Bürgermeisters und seiner Vorgänger, hat ihren Ruhestand angetreten.

Bei der Verabschiedungsfeier im Sitzungssaal des Rathauses durch Bürgermeister Herbert Radermacher, zu der Reinhilde Kirschgens die gesamte Belegschaft eingeladen hatte, kam jetzt die große Wertschätzung und Anerkennung für seine engste Mitarbeiterin zum Ausdruck.

„Sie waren der ruhende Pol und das Vakuum zwischen Büro und Flur“, lobte Radermacher seine scheidende Vorzimmerdame, die ihm „stets eine gute Begleitung gewesen sei“. Ihre Loyalität sei nicht hoch genug einzuschätzen gewesen, sagte der Bürgermeister anerkennend, denn schließlich – so Radermacher – habe Reinhilde Kirschgens nicht nur seine Marotten, sondern auch die seiner Vorgänger ertragen müssen. Damit ist nun Schluss – und Ehemann Toni der „erste Mann“. Mit ihm ist sie seit 1979 verheiratet.

Immerhin fünf verschiedene Chefs hat die 62-jährige Dreibornerin im Laufe ihrer 31-jährigen Tätigkeit im Vorzimmer erlebt. Ihren Dienst im Rathaus begann sie bereits 1974 als Schreibkraft, davor war sie, ebenfalls als Schreibkraft, jeweils zwei Jahre bei der Kreisverwaltung Schleiden und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit angestellt.

Zehn Jahre lang arbeitete sie mit dem ehemaligen Gemeindedirektor Friedrich Josef Laux zusammen. Danach folgte für ein Jahr der Allgemeine Vertreter Ernst Schneiders, bis von 1995 bis 1999 Wilfried Schölch als letzter Gemeindedirektor im Amt war. Von 1997 bis 2007 war Hans Kaiser der erste Bürgermeister der Gemeinde Kall, seit 2008 ist Herbert Radermacher der erste Mann im Rathaus. Wer zu ihm oder seinen Vorgängern wollte, kam an Reinhilde Kirschgens nicht vorbei. „Manches Mal war dann schon der erste Dampf abgelassen“, blickte Radermacher zurück.

Bis auf den erkrankten Hans Kaiser waren alle ehemaligen Vorgesetzten erschienen, um sich von Reinhilde Kirschgens zu verabschieden. Auch die Belegschaft war nahezu vollzählig versammelt, einige Kollegen hatten sogar ihren Urlaub unterbrochen, um ihr Lebewohl zu sagen. Und auch Edmund Stoff, der ehemalige Allgemeine Vertreter des Kaller Bürgermeisters und der Bruder von Reinhilde Kirschgens, war fünf Jahre nach Antritt seines Ruhestandes ins Rathaus gekommen, um den Ausstand seiner Schwester mitzufeiern.

Ihren Rückblick und ihre Abschiedsworte hatte die frischgebackene Ruheständlerin, die am 1. Juni die Ruhephase im Rahmen der Altersteilzeit antritt, in humorvolle Reime gefasst. „Mein Job im Rathaus ist nun zu Ende“, konstatierte sie und lud alle Kollegen zu einem opulenten Büfett ein.

Für die Kollegen fanden der stellvertretende Personalratsvorsitzende Markus Auel und Kämmerer Michael Heller persönliche Worte des Abschieds. Aufopferungsvoll habe sie „ihre Frau“ gestanden, sagte Heller, dabei sei sie stets freundlich zu jedermann gewesen. Als Fische-Frau sei sie sensibel und geheimnisvoll, spielte Heller auf ihr Sternzeichen an, der Anspruch an Ehemann Toni, sie mit dem gebührenden Fingerspitzengefühl zu behandeln, dementsprechend hoch. Gemeinsam mit ihm will sich Reinhilde Kirschgens nun vor allem intensiv dem großen Gemüsegarten in Dreiborn widmen.

pp/Agentur ProfiPress

Reinhilde Kirschgens und „ihre Männer“: (v.l.n.r.) die ehemaligen Gemeindedirektoren Wilfried Schölch und Friedrich Josef Laux, Bürgermeister Herbert Radermacher und Ernst Schneiders, der ehemalige Allgemeine Vertreter. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Jaguar nach Klosterbesuch: Hier ein XK 140 DHC Cabrio, Baujahr 1956, bei der Ausfahrt in Steinfeld. Foto: Stefan Lieser/PP/Agentur ProfiPress

Klosterhof wurde zum Showroom v. Mai

113 Oldtimer auf Rundfahrt durch die Eifel – Mittagspause im Kloster Steinfeld

Mechernich/Steinfeld - Teilnehmer aus sieben Nationen waren über das Pfingstwochenende am Start der „25. Internationalen ADAC Adenau Classic“. Einer der Höhepunkte des Traumwagentreffens war der Corso durch die Mechernicher Innenstadt am Pfingstsamstag. Gut 250 Zuschauer verfolgten die Parade der Oldtimer am Brunnenplatz. Darunter mit einem Morris 10/6, Baujahr 1938 der dienstälteste Oldie in der langen Reihe der „Schätzchen“ für alle Autofans. Unter anderem waren 62 Porsche, 30 alte BMW, aber auch ein Dodge, ein Ferrari sowie drei Lotus-Sportwagen mit dabei.

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begrüßte die Teilnehmer am Brunnenplatz um die Mittagszeit. „Der Corso ist für die Geschäfte in der Innenstadt wie eine Vitaminspritze“, sagte er. Er beglückwünschte Organisator Heinz Schmitz, der den Corso als Teil der traditionellen Eifelrundfahrt bei den „Classics“ in den Jahren ohne „Brunnenfest“ veranstaltet.

Die Zuschauer bestaunten die Oldtimer, unter denen ein silberner Mercedes-Benz 300 SL, Baujahr 1955, die meisten bewundernden Blicke auf sich zog. Das Fahrzeug mit den markanten Flügeltüren gilt als Stilikone „und war damals unbezahlbar, und ist es heute sowieso“, so Schmitz.

Nicht bei der Rundfahrt dabei, aber am Rand geparkt standen weitere Oldtimer. Etwa der Renault 4CV, Baujahr 1954, von Klaus Hück aus Roggendorf „Der wurde im Volksmund Crèmeschnittchen genannt“, erläuterte Hück neben dem etwas eckigen dunkelroten Wägelchen. „Alles Original, auch die allermeisten Ersatzteile“, so Hück. Das gilt natürlich auch für die zerbrechlich wirkenden bleistiftdünnen Scheibenwischerstangen.

Nach der Oldtimerparade durch Mechernich machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur nächsten Station, dem Kloster Steinfeld. Hier stand die Mittagspause auf dem straff getakteten Zeitplan der 270 Kilometer langen Eifelrundfahrt. Dazu galt es entlang der Route unterwegs kleine Geschicklichkeitsprüfungen für die Fahrer mit ihren Oldtimern zu bewältigen.

In Steinfeld wurde der altehrwürdige Klosterhof zum „Showroom“ - spätestens in dem Moment, als eine giftgrüne Corvette C3 „Viper“, Baujahr 1979, durch das Barockportal einfuhr. Der Schlitten mit der wuchtigen Motorhaube, spitz zulaufend wie eine ungespaltene Schlangenzungen, gehört Bernhard und Stefanie Knod aus Reich im Hunsrück. „Das ist mein Traumwagen“ begründete Bernhard Knod den Kauf vor zwei Jahren für ganze 20.000 Euro. Das Fahrgefühl in der „Viper“ bezeichnete Ehefrau Stefanie schlicht als „geil, anders kann man das nicht nennen!“. Dabei geht es auch Knods unterwegs nicht ums möglichst schnelle Tempo. Obwohl die gut 230 PS seiner „Viper“ da vermutlich wenig zu wünschen übrig lassen würden. „Classic“-Teilnehmer genießen bei gemütlicher Fahrt die Landschaft entlang der Strecke.

Wohl aber geht es Knods um den speziellen „Viper“-Sound. Und der ist bei 5,7 Litern Hubraum des V8-Motors „vermutlich unschlagbar“. Davon ist der stolze Besitzer überzeugt.

pp/Agentur ProfiPress


Die Kinder fühlen sich wohl. Der Kindergarten "Grünschnabel" wurde innerhalb von vier Jahrzehnten viermal erweitert und umgebaut. Seit Oktober 2008 ist die Einrichtung zertifiziertes Familienzentrum. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Sommerfest zum Geburtstag v. Mai

Familienzentrum „Kindergarten Grünschnabel“ wird 40 Jahre alt - Mitmachzirkus und große Fotoschau zur Jubiläumsfeier am Freitag, 12. Juni - Kindergartenkinder von damals sind heute schon Eltern oder Großeltern

 

Kall - Sie legt großen Wert auf ein gutes Betriebsklima. „Wenn es den Mitarbeitern gut geht und sie zufrieden sind, dann geht es auch den Kindern gut“, lautet das Credo der Erzieherin Gaby Müller, die in Kall das Familienzentrum „Kindergarten Grünschnabel“ leitet. Die Einrichtung in der Hüttenstraße besteht seit nunmehr 40 Jahren.

 

„In dieser Zeit haben über 1200 Kinder unseren Kindergarten besucht“, blickt Gaby Müller, die schon seit 1977 dort arbeitet, zurück. „Heute betreuen wir deren Kinder oder sogar Enkelkinder“, so die Erzieherin, die ihre ehemaligen Schützlinge alle noch kennt.

 

Seit 2008 und dem Inkrafttreten des neuen Familiengesetzes ist der Kindergarten, der ein Jahr zuvor auf den Namen „Grünschnabel“ getauft wurde, ein vom Land NRW zertifiziertes Familienzentrum. Derzeit betreuen 14 Erzieherinnen zwischen morgens 7 Uhr und nachmittags 16.30 Uhr 75 Kinder in vier Gruppen. In einer Gruppe, der einzigen dieser Art in der Gemeinde Kall, werden seit 2008 zehn Kleinkinder ab drei Monaten aus dem gesamten Gemeindegebiet betreut.

 

Unter der Trägerschaft der Gemeinde Kall wurde der Kindergarten an der Hüttenstraße 1975 neu gebaut. Zunächst wurden 60 Kinder in zwei Gruppen betreut, später wurde die Gruppenstärke auf 25 Kinder reduziert. Nach einer Erweiterung im Jahr 1992 konnten 75 Kinder in drei Gruppen betreut werden.

 

Eine Übermittagsbetreuung mit zehn Plätzen wurde im Jahr 2006 eingerichtet, die schon ein Jahr später, nach der Umwandlung einer Kindergartengruppe in eine Kindergarten-Tagesstätten-Gruppe, auf 20 Plätze erweitert wurde. „Heute haben wir insgesamt 30 Kinder in der Übermittagsbetreuung“, so Gaby Müller. Für die Kleinkinder stehen zwei Schlafräume zu Verfügung.

 

Das tägliche Mittagessen für die 30 Kinder wird aus der Großküche des Evangelischen Altenheimes Gemünd angeliefert. „Als einzige Kommune im Kreis Euskirchen bezuschusst die Gemeinde Kall die Mittagsverpflegung für die Kinder zu 50 Prozent, das bedeutet für viele Eltern eine große Entlastung“, berichtet Gaby Müller.

 

Neben der Kindergartenbetreuung bietet das Familienzentrum auch diverse Kurse an, bei denen die Einrichtung mit mehreren Kooperationspartnern wie z.B. das dem Roten Kreuz im Kreis Euskirchen, der VHS oder auch der SV Sötenich zusammenarbeitet. Das Angebot reicht von der Beratung des Sozialen Dienstes, über Yogakurse und Babysitter-Ausbildungen bis hin zu Nordic-Walking-Treffen, Entspannungskursen (für Kinder und Erwachsene) und Elterncafe. Auch Einschulungsvorbereitungen finden im Familienzentrum statt.

 

Zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung wird am Freitag, 12. Juni, von 12 bis 17 Uhr, ein großes Sommerfest gefeiert. Schon seit Wochen sind Gaby Müller und ihre Kolleginnen mit den Vorbereitungen beschäftigt. Es soll eine Fotodokumentation über das 40-jährige Bestehen des Kindergartens geben, bei der einige heutige Eltern oder Großeltern sich als frühere Kindergartenkinder wiederfinden werden.

 

Mit von der Partie ist auch ein Kölner Spiele-Zirkus, bei dem sowohl Kinder als auch Eltern nach dem Motto „Staunen, Lachen, Mitmachen“ in der Manege mitmachen werden. Sogar Feuerschlucker und ein Fakir sind angekündigt. Für das leibliche Wohl werde bestens gesorgt sein, verspricht Gaby Müller, die zum Geburtstag auf viele Sommerfest-Besucher hofft.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

14 Erzieher betreuen im Familienzentrum "Grünschnabel" in Kall 75 Kinder. Am 12. Juni feiert die Einrichtung ihren 40. Geburtstag mit einem großen Sommerfest. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Mit Vollgas durch das Leben v. Mai

Die bekannte Kölner Schauspielerin Gaby Köster stellte in der Kaller Berufsschule ihren ersten Roman vor – Mit „Die Chefin“ hat Köster ein abenteuerliches Alter Ego geschaffen – Lit.Eifel-Gäste stellten Fragen über Kösters Leben nach ihrem Schlaganfall – Berufsschüler reichten „Eifeler Tapas“

Kall - Gestützt von einer Freundin und unter dem Beifall ihrer treuen Fans betrat Gaby Köster am Freitagabend die Bühne für ihre Lit.Eifel-Lesung. Mit ihrem unverkennbaren Lachen präsentierte sie stolz ihren ersten Roman: „Die Chefin“. Das himmelblaue Buchcover zeigt eine Schildkröte auf Rollschuhen, eine Rakete auf den Rücken geschnallt. Denn Romanheldin Marie Sander ist seit ihrem Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen – und trotzdem mit Vollgas unterwegs.

„Früher war Sanders Leben Rock’n’Roll, heute ist es mehr ein Leben des Rollens“, scherzte Gaby Köster mit leicht krächzender Stimme. Die Kölner Schauspielerin, Komikerin und Autorin ist schmal geworden. Mit gelber Bluse, blau verwaschenen Jeans und ihrer typischen blonden Strubbelfrisur saß sie auf dem hellen Sessel, die Lesebrille auf der Nase, und las mit Witz und Begeisterung einige Passagen der abenteuerlichen Geschichte ihrer „Chefin“.

Im Mittelpunkt des Romans steht Marie Sander alias „Die Chefin“. Die 42-Jährige steht als erfolgreiche Rocksängerin auf der Bühne, als ihr Leben in Schieflage gerät. Plötzlich läuft es nicht mehr. Stattdessen sitzt „die Chefin“ nur noch – und zwar im Rollstuhl. Nach einem Schlaganfall ist sie auf einer Seite gelähmt – doch ihr Mundwerk kann das nicht stoppen. So begibt sich die Romanheldin auf eine Odyssee durch halb Europa, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Dabei verliebt sie sich in einen Bodybuilder, gibt zwei Kindern ihre Eltern wieder – und geht ihr eigenes Leben wieder neu an.

So wie Marie Sander ihrem Schicksal die lachende Schulter zeigt, scheint es wie Gaby Kösters eigene Geschichte: Eine starke Frau voller Lebenslust und unbändiger Kraft. Die 53-jährige Kölnerin ist seit einem Schlaganfall vor sieben Jahren selbst auf den Rollstuhl angewiesen. Bis heute verweigern ihr der linke Arm und das linke Bein den Dienst. Mit ihrem Handicap hat Gaby Köster aber keineswegs an Ausstrahlung verloren. Voller Stärke und Selbstbewusstsein präsentierte sie sich auf der Lit.Eifel vor fast 170 Besuchern in der Aula der Berufsschule Kall.

Im Anschluss an die Lesung konnten die Gäste auch einige private Dinge von der Kölnerin erfahren. Auf die Zuschauer-Frage, ob es den Bodybuilder in ihrem Leben wirklich gäbe, antwortete Köster: „Ich arbeite dran. Ich bin im Moment schwer vermittelbar.“ Verlässt sie manchmal der Mut? „Ich kann mich nicht hängen lassen, ich habe ein Kind“, sagte Gaby Köster ernst. Ihre 75-jährige Mutter hilft ihr im Alltag, Köster bekommt mehrmals in der Woche Physiotherapie und gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihr linker Arm seinen Dienst wieder aufnimmt. Ihr Automatik-Auto fährt sie selbst, ohne Umbauten. „Aber da ist der Blinker doch links“, monierte eine Zuschauerin. „Ja Liebchen, da greif’ ich rüber. Da kenn’ ich nix“, konterte Köster laut und frech.

Leise war es um sie geworden, als sie nach ihrem Schlaganfall im Jahr 2008 im Krankenhaus um ihr Leben kämpfte. Es hieß sogar, sie sei tot. „Davon habe ich später auch gelesen“, erzählte Köster. „Warum wurden die Fans denn nicht sofort über Ihren Zustand informiert“, wollte eine Frau aus dem Publikum wissen. Köster präsentierte die Antwort auf ihre unnachahmliche Art: „Du glaubst es nicht: Selbst bei mir ist es nicht möglich, im Koma zu sprechen.“

Mal spannend, mal lustig aber auch ernst – Gaby Köster sorgte bei der Lit.Eifel-Veranstaltung für einen Abend mit ganz unterschiedlichen Facetten. Ein Wecker erinnerte sie und ihr unaufhaltsames Mundwerk daran, auch mal eine Pause einzulegen. Dann hatten die Koch-Azubis der „Wirtschaftsschule für Tourismus“ ihren Auftritt: Für die Pause hatten sie kleine Häppchen, sogenannte „Eifeler Tapas“ vorbereitet, die von den Tourismus-Schülern serviert wurden.

pp/Agentur ProfiPress


Mitglieder des Kaller SC nahmen am Sponsorenlauf der St.-Nikolaus-Förderschule teil. Mit dabei auch KSC-Vorsitzender Wolfgang Arens (2.v.l) und Vize-Vorsitzender Dieter Hermanns (2.v.r.), die am Ende 200 Euro an die Schule übergaben konnten. Bild: privat/pp/Agentur ProfiPress

Den Worten folgten Taten v. Mai

Mitglieder des KSC beteiligten sich am Sponsorenlauf der St.-Nikolaus-Schule – Auf der Laufbahn 200 Euro für die Kaller Fördereinrichtung erzielt – Im Juni findet erstmals ein gemeinsames Training aller Jugendmannschaften statt

 

Kall - Bei der Jahreshauptversammlung des Kaller Sportclubs (KSC) Ende März hatte sich der neugewählte Vorstand um den Vorsitzenden Wolfgang Arens und dessen Stellvertreter Dieter Hermanns ein stärkeres Bemühen um „Jugend und Familie“ auf die Fahne geschrieben. Intensiviert werden solle auch die Zusammenarbeit mit der Kaller St.-Nikolaus-Förderschule. Den Worten ließen die Sportler des KSC nun Taten folgen.

Beim Sponsorenlauf, den die Nikolausschule kürzlich veranstaltete, waren zahlreiche große und kleine Sportler des KSC, sowohl von der Fußball- als auch von der Handballabteilung mit von der Partie. Sie alle waren der Einladung der Förderschule gefolgt. Selbst die Vorstandsmitglieder bemühten sich, auf dem Kaller Sportplatz einige Runden zu laufen, um Spenden für den guten Zweck zu sammeln.

„Jörg Brang von der Firma Intersport Brang Kall hat sich freundlicherweise bereit erklärt, unsere gelaufenen Runden zu honorieren und hat uns auch hierfür einige schöne T-Shirts drucken lassen“, berichtete KSC-Vorsitzender Wolfgang Arens am Ende der Veranstaltung. „Wir konnten am heutigen Tage der Nikolaus-Schule eine Spende in Höhe von 200 Euro überreichen“, so Arens: „Der KSC ist froh darüber, dass er so einen bescheidenen Beitrag zur guten Sache leisten konnte.“

Die nächste Aktion in Sachen Jugendarbeit wirft schon ihre Schatten voraus: Am Sonntag, 21. Juni, veranstaltet der KSC von 11 bis 16 Uhr unter der sportlichen Leitung des Jugendtrainers Werner Müller einen ersten gemeinsamen Trainingstag für alle Jugendmannschaften des Vereins. Auch dazu werden wieder Kinder der Nikolaus-Förderschule eingeladen.

Ziel des gemeinsamen Trainingstages ist das Bestreben, dass sich Spieler und Trainer aller Mannschaften untereinander besser kennenlernen. „Wir wollen damit im KSC auch einen ersten Schritt machen in Richtung einer Kultur des Austausches, des Miteinanders und des voneinander Lernens“, so Vorsitzender Wolfgang Arens.

pp/Agentur ProfiPress


Das „Eifeler Musikfest“ feiert am Wochenende, 30. und 31. Mai, sein Jubiläum. Das Foto entstand beim Festkonzert des 69. „Eifeler Musikfestes“ im vergangenen Jahr. Foto: Dagmar Berens/Medienzentrum Kreis Euskirchen

„Eifeler Musikfest“ feiert Jubiläum v. Mai

Kammerkonzert, Hochamt und Festkonzert am Wochenende, 30. und 31. Mai, im Kloster Steinfeld – 70. „Eifeler Musikfest“ als musikalischer Höhepunkt – Solisten, Chöre und Orchester mit Werken von Bach, Mendelssohn Bartholdy, Haydn, Mozart, Chopin, Schubert und Saint-Saens

Eifel/Kall-Steinfeld - Wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Salvatorianerkloster Steinfeld die Idee zum „Eifeler Musikfest“ geboren. Jetzt feiert die musikalische Veranstaltung mit Kammerkonzert und Festhochamt ihr Jubiläum: Am Wochenende, 30. und 31. Mai, findet im Kloster Steinfeld das 70. „Eifeler Musikfest“ statt.

Es sei „sicherlich der festliche Höhepunkt der musikalischen Veranstaltungen im Kloster Steinfeld“, so Euskirchens Landrat Günter Rosenke. Den Auftakt macht das „Eifeler Musikfest“ am Samstag, 30. Mai, mit dem Kammerkonzert ab 19 Uhr in der ehemaligen Klosterbibliothek. Unter dem Titel „In einem Bächlein helle...“ steht die Natur-Romantik in Kammermusik und Liedern im Mittelpunkt des Programms. Gespielt werden unter anderem Stücke von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Camille Saint-Saens, Frédéric Chopin und Cesar Bresgen. Gestaltet wird das Musikprogramm von Sonja Asselhofen (Cello) und Michael Hänschke (Klavier) sowie dem Chor-Ensemble „Cantemus and friends“.

Das Festhochamt wird am Sonntag, 31. Mai, ab 10 Uhr von Monsignore Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider (Präsident des Allgemeinen Cacilien-Verbandes für Deutschland zur Förderung der Kirchenmusik) in der Basilika Steinfeld gehalten. Begleitet wird das Hochamt von zwei Orgelwerken von Johann Sebastian Bach und Felix Medelssohn Bartholdy, von der „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart und von Hans Peter Göttgens Liedkantate über „Großer Gott wir loben dich“. Unter der Leitung von Hans Peter Göttgens und Werner Harzheim sind zu hören: Nicole Wolke (Sopran), Margret Milz (Alt), Nico Heinrich (Tenor), Boris Beletskiy (Bass), der Kirchenchor St. Apollinaris Scheven sowie Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld mit Organist Andreas Warler.

Den Abschluss des 70. „Eifeler Musikfestes“ bildet das Festkonzert am Sonntag, 31. Mai, um 16 Uhr in der Basilika Steinfeld. Unter der Leitung von Paul F. Irmen stehen Stücke von Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy für Soli, Chor und Orchester auf dem Programm. Als Musiker haben sich angekündigt: Sabine Vinke (Sopran), Merel Kriegsman (Sopran), Keith Boldt (Tenor), die Chorgemeinschaft Allegro Vivace aus Bad Münstereifel, der Kirchenchor Marmagen und die Philharmonie Südwestfalen – Staatsorchester NRW. Im Anschluss sind Mitwirkende und Besucher zum geselligen Ausklang im Kreuzgang des Klosters eingeladen.

Das erste „Eifeler Musikfest“ fand am 4. August 1946 im Kloster Steinfeld statt. Der damalige Aachener Domkapellmeister Prof. Theodor Bernhard Rehmann hatte die Idee, einmal im Jahr festliche Musik zu der vom Krieg schwer heimgesuchten Eifeler Bevölkerung zu bringen. Positiver Nebeneffekt: Den hungernden Musikern aus Aachen konnte er so ein paar Tage guter und kalorienreicher Klosterverpflegung als Entlohnung zukommen lassen. Damit begründete er eine bis heute ungebrochene Tradition, in der das Salvatorianerkloster Steinfeld und die geistliche Musik zusammen gehören.

Veranstaltet wird das „Eifeler Musikfest“ gemeinsam vom Kreis Euskirchen und dem Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld. Maßgeblich geprägt wird das Fest seit Jahrzehnten durch das ehrenamtliche Wirken seines Intendanten Hans Peter Göttgens.

Weitere Informationen zu Programm und Künstlern auf der Homepage des Kreises Euskirchen www.kreis-euskirchen.de. Kartenbestellungen werden per E-Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik oder telefonisch unter 0 22 51/1 53 04 entgegengenommen.

pp/Agentur ProfiPress


Der neue Vorstand des Karnevalsvereins „Löstige Bröder“ Kall (von links): Trixi Haseleu (Vize-Vorsitzende), Harald Thelen (Vorsitzender), Jutta Söns (Schriftführerin) und Kassierer Reiner Müller. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Erfolgreiche Jubiläums-Session v. Mai

Karnevalsverein „Löstige Bröder“ Kall zog Bilanz und wählte neue Vereinsspitze – Harald Thelen ist Vorsitzender, Jutta Söns übernimmt Aufgabe der Schriftführerin – Präsent für Ex-Narrenchef Werner Keutgen

 

Kall - Einen Vorstandswechsel hat es beim Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ gegeben. Bei der Jahreshauptversammlung im Saal Gier wurde der Golbacher Ex-Prinz Harald Thelen zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Werner Keutgen gewählt. Thelen ist nun neuer Chef des Karnevalsvereins, der in der vergangenen Session sein 111-jähriges Bestehen feierte und der mit 348 Mitgliedern einer der größten Vereine im Gemeindegebiet ist.

 

Der scheidende Vereinschef Werner Keutgen hatte schon bei seiner Wahl vor drei Jahren angekündigt, das Amt nur bis zum Jubiläum auszuüben. Danach solle ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Das gleiche galt auch für die langjährige Schriftführerin Christine Heinen, die ihren Verzicht frühzeitig bekannt gegeben hatte. Somit konnte der Vorstand die Neubesetzung der frei werdenden Posten ohne Zeitdruck vorbereiten.

 

Eingangs der Versammlung bedankte sich Werner Keutgen bei allen Akteuren, die zum Gelingen aller Jubiläumsveranstaltungen beigetragen hatten. Das Prinzenpaar Hans II. und Gabi I. (Lambert) sowie die Jugendprinzessin Lara II. (Blatt) hätten den Verein im Geburtstagsjahr mit ihren tollen Auftritten würdig präsentiert. Keutgen dankte auch den Eltern der Jugendprinzessin, die Lara geholfen hätten, ihren Prinzessinnen-Traum zu erfüllen. Keutgen: „Laras Sparschein hätte wohl dafür nicht gereicht“. Der Vorsitzende würdigte auch die Monate lange Arbeit der Trainerinnen bei der Ausbildung der Tanzgarden, Solomariechen und Tanzpaaren.

 

Im Tätigkeitsbericht des Vorstandes zog die Vize-Vorsitzende Trixi Haseleu ein positives Resümee über die Jubiläums-Veranstaltungen, die bei den Besuchern auf große Resonanz gestoßen seien. Obwohl man die Tollitäten erstmals bereits im November proklamiert habe, sei die große Sitzung im Januar restlos ausverkauft gewesen. Das gute Ergebnis spiegelte sich auch im Kassenbericht des Schatzmeisters Reiner Müller wider. Wenn auch nicht alle Veranstaltungen kostendeckend gewesen seien, so habe der Verein dennoch am Ende ein kleines Plus verzeichnen können. Das sei wieder der Kaller Bevölkerung zu verdanken, die sich auch diesmal bei der traditionellen Haussammlung für den Karnevalszug recht spendabel gezeigt habe.

 

Vor der Wahl des neuen Vorstandes bedankte sich Vize-Vorsitzende Trixi Haseleu beim scheidenden Vereinschef Werner Keutgen mit einem Präsent. Er werde dem neuen Vorstand auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, versprach Keutgen.

 

Neuer Vorsitzenden wurde Harald Thelen, der im Jahr 2013 mit seiner Gattin Simone Prinzenpaar der Löstige Bröder war. Wiedergewählt wurde Trixi Haseleu als zweite Vorsitzende. Auch Kassierer Reiner Müller wurde für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Als neue Schriftführerin gehört künftig Jutta Söns dem Vorstand an. Voller Blatt, Johannes Mießeler und Rita Blatt wurden als Beisitzer in den Vorstand gewählt.

 

Für die Zugleitung beim Karnevalszug zeichnet Karl Heinz „Kalle“ Haseleu weiterhin verantwortlich. Zeugwartin bleibt Trixi Haseleu, während Maike Wilkens und Rebekka Kautz als Jugendwarte den Nachwuchs betreuen.

 

Die 1966 gegründete Tanzgarde „Kallbachmücken“ feiert in der kommenden Session ihr 50jähriges Bestehen. Wie die Trainerin der Garde, Maike Wilkens, mitteilte, werden sich die großen Mücken etwas ganz besonderes einfallen lassen, das allerdings noch nicht verraten werden soll.

 

Weil die kommende Session ausgesprochen kurz ist, haben die „Löstige Bröder“ die Kindersitzung mit Proklamation der kleinen Tollitäten, die sonst stets eine Woche nach der großen Proklamationssitzung stattfand, auf den am 9. Januar terminiert. Die große Sitzung mit Prinzenproklamation findet eine Woche später am 16. Januar statt. Der Karnevalszug wird am Sonntag, 7. Februar, ab 14 Uhr durch den Ort ziehen.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Dank einer privaten Initiative beim Stadtfest in Euskirchen konnte sich die Hilfsgruppe Eifel über fast 4.000 Euro freuen. Ingo und Sabrina Cremer sowie Gabriela Castor (von rechts) bei der Übergabe des Schecks und vier Spendendosen an Claudia Esch und Annette Fröhlich von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Auf Vereine ist Verlass“ v. Mai

Scheckübergaben beim Monatsstammtisch in Vollem - Die KG „Feytaler Jecken“ wird 50 Jahre alt und spendet die Erlöse aller Veranstaltungen an die Hilfsgruppe - Bigband der Bundeswehr gibt Abschlusskonzert für Kaller Kinderkrebshilfe

 

Kall/Mechernich - „Auf Eifeler Vereine ist Verlass“ – Dieses Resümee zog der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, beim jüngsten Monatsstammtisch im Haus Kronenberg in Vollem. Als Gäste waren Heinz und Beate Heimersheim, der Vorsitzende und die Geschäftsführerin der Karnevalsgesellschaft „Feytaler Jecken“, anwesend. Die beiden überraschten mit der Ankündigung, dass der Verein in der kommenden Session sein 50-jähriges Bestehen zugunsten der Hilfsgruppe feiern werde. Nach 50 Jahren Spaß an der Freude wolle man etwas Gutes tun. „Wir werden die Überschüsse aller Veranstaltungen - vom Sessions-Auftakt bis zum Rosenmontag – an die Hilfsgruppe spenden“, kündigte Beate Heimersheim an und hoffte, „ein großes Sümmchen zusammen zu bekommen“.

„Wir erleben immer wieder, dass Vereine uns unterstützen, obwohl sie das Geld eigentlich selbst gut brauchen könnten“, lobte Willi Greuel das soziale Engagement Eifeler Vereine. und nannte weitere Beispiele dafür: Der TV Stotzheim veranstalte eine Beachvolleyball-Nacht, die Löschgruppe Kreuzberg-Hecken stelle ihr 125-jähriges Bestehen in den Dienst der guten Sache und der Musikverein Hümmel spiele für die Kinderkrebshilfe zum Konzert auf.

Auch die Kaller Firma Schumacher, die am Mai auf ihr 125-jähriges Bestehen zurückblickt, verzichtet zugunsten der Hilfsgruppe auf Geschenke zum Jubiläum und bittet stattdessen um Spenden. Bei der Gewerbeschau am 27. September werde es auf dem Schumacher-Gelände ein großes Volksfest zugunsten der Hilfsgruppe geben.

Mit einer großen Spende überraschte eine private Initiative aus Euskirchen die Hilfsgruppe. In Vollem übergaben die Kosmetikerin Gabriele Castor und das Ehepaar Sabrina und Ingo Cremer einen Spendenscheck in Höhe von 3642,62 Euro sowie vier mit Geld gefüllte Spendendosen. Das Geld war beim Euskirchener Stadtfest im April zusammen gekommen, wo die Initiatoren eine große Verlosung zugunsten der Hilfsgruppe veranstaltet hatten.

Acht Monate hatten Gabriele Castor und deren Mitstreiter bei Euskirchener Geschäftsleuten um Sachpreise für die Tombola gebeten. Mit großem Erfolg, wie Sabrina Cremer bei der Übergabe berichtete. Sie habe für die Aktion zugunsten der Kaller Hilfsgruppe entschieden, weil auch ihr verstorbener Vater krebskrank gewesen sei. Zudem habe sie in ihrem Kosmetiksalon viele krebskranke Kunden, die sich während deren Chemo-Therapien bei ihr schminken ließen.

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel berichtete von den vielfältigen Aufgaben des Förderkreises, der in den ersten vier Monaten des Jahres 2015 schon rund 123.000 Euro in ihre Hilfsprojekte investiert habe.

In diesem Zusammenhang berichtete Greuel von einer Aktion des RWE-Energieladens in Euskirchen, in dem Kundenberaterin Liane Schiffer zum Jahresbeginn die beliebten Familienkalender unentgeltlich ausgegeben hatte. Erstmals hatte sie dabei um eine Spende für die Hilfsgruppe gebeten. Wie Willi Greuel in Vollem berichtete, habe er kürzlich von Liane Schiffer eine Spende von 423 Euro entgegennehmen können.

Auf ein ganz besonders Event vor Weihnachten macht Willi Greuel schon jetzt aufmerksam. Am Donnerstag, 17. Dezember, gebe die Bigband der Bundeswehr im Kinosaal in Vogelsang ihr Jahresabschlusskonzert zugunsten der Hilfsgruppe. Man rechne mit einem ausverkauften Haus.

pp/Agentur ProfiPress

 


Für den guten Zweck „sammelten“ die Schüler Runden um die Kloster-mauer. Dabei wurde in diesem Jahr sogar der Schulrekord gebrochen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Den Schulrekord gebrochen v. Mai

Schulaktionen zum Hermann-Josef-Fest – Messe, Vorträge und Benefizlauf um die Klostermauer – HJK-ler sammeln Spenden für indische Partnerschule

Kall-Steinfeld - Anlässlich des Hermann-Josef-Tags fanden auch am Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg (HJK) diverse Aktionen statt, um den Namenspatron gebührend zu feiern. Nach Jahrgangsstufen aufgeteilt absolvierten die Klassen nacheinander unterschiedliche Programmpunkte.

Natürlich war auch in diesem Jahr der traditionelle Klostermauerlauf, bei dem durch Sponsorengelder Spenden für die indischen Partnerschulen des HJK gesammelt werden, der absolute Höhepunkt. Vor allen Dingen die beeindruckende Gesamtzahl von 3649 gelaufenen Runden um die Klostermauer verdeutlicht den großen Erfolg. Von zahlreichen Zuschauern unterstützt, erbrachten Schüler und Lehrer Höchstleistungen. So brach Sven Kremer aus der Klasse 8b mit 15 gelaufenen Runden sogar den Schulrekord und Lehrer Hermann Schmees überzeugte mit 13 Runden. Die 8a lief als Klassenverbund die meisten Runden. „Besonders der Anreiz, möglichst viel Geld für unsere Partnerschulen in Indien zu sammeln, scheint meine Klasse angespornt zu haben“, zeigte sich Klassenlehrerin Sabine Worms beeindruckt.

Das sportliche Programm beschränkte sich allerdings nicht nur auf das Läuferische, denn für die Oberstufe wurde außerdem Sh’Bam und BodyCombat angeboten - zwei Arten des Cardio-Trainings auf Musik, bei denen man sich auspowern kann, fett verbrennt und gleichzeitig Spaß hat.

Gottesdienste zu Ehren des Heiligen Hermann Josefs wurden in der Basilika gefeiert, die vom Schulseelsorger Pater Heinrich zelebriert und von der Folk AG des Salvatorianer-Gymnasiums stimmgewaltig begleitet wurden. In der Aula hielt Schwester Michaela, Oberin der Benediktinerinnen in Steinfeld, informative Vorträge über das Klosterleben der Schwestern. Hierbei war es für viele Schüler besonders interessant zu hören und zu sehen, wie das Leben auf der anderen Seite der Klostermauer aussieht. „Wir gehen jeden Tag am Haus der Benediktinerinnen vorbei, wussten bis heute aber gar nicht genau, wie diese leben. Schwester Michaela hat das durch ihren Vortrag und die vielen Bilder geändert“, stellte eine Schülerin der Klasse fest.

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, da die Sportler und zahlreichen Helfer kostenfrei mit einem kleinen Imbiss im Arkadenhof verköstigt wurden. Am Ende fand dann in der Aula die Preisverleihung statt, die musikalisch vom instrumental-praktischen Kurs der Q1 und diversen Beiträgen von Schülern und Lehrern begleitet wurde. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Hermann-Josef-Tag einmal mehr ein voller Erfolg war. Schulleiter Heinrich Latz resümierte: „Mich hat besonders gefreut, dass die Schüler auf der einen Seite ausgelassen und sportlich aktiv waren, auf der anderen Seite in der Basilika und beim Vortrag von Schwester Michaela aufmerksam und interessiert zugehört haben.“

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Das Leben ist bunt“ – unter dem Motto stand die Heimkirmes im Urfter Hermann-Josef-Haus in diesem Jahr. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Das Leben ist bunt v. Mai

Heimkirmes rund um das Urfter Hermann-Josef-Haus – An die 600 Besucher – Bewohner, Mitarbeiter, Eltern und Gäste feiern auf gesamtem Gelände – Mehr Angebote auch für kleine Kinder

Kall-Urft – „Das Leben ist bunt“ – unter dem Motto stand die „Heimkirmes“ im Urfter Hermann-Josef-Haus in diesem Jahr. Daran angelehnt baute der vom religionspädagogischen Team der Kinder-, Jugend- und Familienhilfeeinrichtung gestaltete Wortgottesdienst vor der Veranstaltung auf das Bild des Regenbogens mit seinen bunten Farben auf.

Bunt ging es auch weiter, als zum Auftakt der eigentlichen Kirmes die zehn Wohngruppen nebst zwei der drei Außenwohngruppen in verschiedenen Farben einliefen und ihre „Stationen“ einnahmen. Denn: „Wir haben wieder einen Spieleparcours aufgebaut, jede Station wird von einer Gruppe betreut“, berichtete der Einrichtungsleiter Wilhelm Schomaker. Wegen der zahlreichen Besucher in den vergangenen Jahren wurde das Aktionsgelände, auf dem sich über den Tag verteilt an die 600 Menschen tummelten, diesmal erweitert. Zudem gab es noch mehr Angebote für kleine Kinder, denn mit den zahlreichen Familien aus der Region, Geschwisterkindern und dem Nachwuchs ehemaliger Heimbewohner, so Schomaker, habe der Anteil ganz junger Gäste in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen.

So präsentierte sich also auch das Publikum bei der Heimkirmes „bunt“: Die Jungen des Hermann-Josef-Hauses, Mitarbeiter, Familien aus Kall und Umgebung und ehemalige Bewohner – sie alle feierten gemeinsam ein fröhliches Frühlingsfest. Für die Bewohner war es auch der Lohn eigener Arbeit, denn sie waren nicht nur in die Vorbereitung der Spielestationen, sondern auch den Aufbau am Vortag eingebunden. „Für uns ist eine solche »normale« Veranstaltung ein ungeheurer Erfolg“, erklärte Wilhelm Schomaker. Ziel sei, dass es allen möglichst gut gehe, trotz der sozialen Handicaps vieler Jungen.

Für sie ist die Heimkirmes auch ein Ort, an dem sie ihre Familien treffen und sich mit ihnen gemeinsam präsentieren könne. Ein Ort, an dem sich ihre Lebenswelten treffen. Ebenso, wie sie ein offener Ort ist, an dem die Jungen den Menschen aus Kall und der Umgebung begegnen können, von denen viele die Urfter Heimkirmes regelmäßig besuchen. „Wir erfahren hier in Kall immer viel Unterstützung und positive Rückmeldungen“, so Einrichtungsleiter Schomaker.

Schließlich ist die Heimkirmes auch ein Anlass, zu dem Ehemalige ins Hermann-Josef-Haus kommen, Pädagogen wiedersehen und mit Freunden in Kontakt bleiben können. Nachmittags gibt es ein spezielles Angebot für sie, bei dem auch Wilhelm Schomaker für Gespräche zur Verfügung steht. Immer wieder, berichtet er, erfahre er dabei von Entwicklungen, die er selbst nicht für möglich gehalten habe: „Gerade hat mir ein junger Mann erzählt, dass er gerade das Abitur nachgemacht und sich um einen Studienplatz beworben hat.“

Mit einem der Höhepunkte endete dann die Veranstaltung: Beim Staffellauf der etwas anderen Art maßen sich mehrere Gruppen. Dabei mussten sie unter anderem Sackhüpfen, Dosenwerfen und Geschicklichkeit beweisen. Das Rennen machte im Finale schließlich die Corneliusgruppe knapp vor der Dominikusgruppe.

pp/Agentur ProfiPress


Als ehemaliger Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz stellte sich Diözesanbischof Dr. Franz Hermann-Josef Bode gern zum Gruppenfoto mit den Messdienern auf. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Ein ganz besonderes Fest“ v. Mai

Bischof von Osnabrück zelebrierte Pontifikalamt beim Hermann-Josef-Fest in Steinfeld – Begegnung im Kreuzgang des Klosters bei Musik und 380 Litern Erbsensuppe – Vier Wahlener Schützen trugen Reliquienschrein des Eifelheiligen

 

Steinfeld – Er hatte eine Reise von über 300 Kilometern auf sich genommen, um am Wochenende noch einmal beim Hermann-Josef-Fest in Steinfeld dabei zu sein. Der Osnabrücker Diözesanbischof Dr. Franz Josef Bode fühlt sich seit Jahrzehnten mit dem Eifelkloster verbunden und nahm jetzt zum zweiten Mal als Bischof an den Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Hermann Josef teil. Mit dem Steinfelder Pfarrer Wieslaw Kaczor zelebrierte er am Sonntagmorgen das Pontifikalamt in der Eifelbasilika.

 

Pfarrer Kaczor dankte dem ehemaligen Jugendbischof der deutschen Bischofskonferenz für dessen Teilnahme am Fest zu Ehren des Heiligen. „Als ehemaliger Jugendbischof wird es sie sicher freuen, zahlreiche junge mitfeiernde Messdienerinnen und Messdiener zu sehen“, rief Pfarrer Kaczor dem Bischof zu. Das lasse die Kirche auf eine gute Zukunft hoffen. Auch freute Wieslaw Kaczor sich über den Besuch mehrerer Prämonstratenser, zu dessen Orden der Heilige Hermann-Josef zählte, und mit denen die Steinfelder Ordensleute besonders geschwisterlich verbunden seien. Kazcor: „Schön, dass Ihr da seid“. Zu den zahlreichen Pilgern sagte der Steinfelder Seelsorger: „Danke für Ihr treues und zahlreiches Mittun; was wäre das Hermann-Josef-Fest ohne Sie alle“? Die „Krönungsmesse von Mozart“ wurde musikalisch gestaltet von Organist Andreas Warler, vom Kirchenchor Dottel-Scheven-Wallenthal sowie vom Chor und dem Orchester der Basilika Steinfeld.

 

Nach dem Pontifikalamt lud Wieslaw Kaczor zur Begegnung in den Kreuzgang des Klosters ein. Dort herrschte bald dichtes Gedränge. Bei deftiger Erbsensuppe, Steinfelder Klosterbier und alkoholfreien Getränken tauschten sich die vielen kirchlichen und weltlichen Gäste aus. Allein 380 Liter Erbsensuppe gaben die Ehrenamtler Willibald und Roman Hövel an die zahlreichen Festgäste aus. Im Innenhof des Kreuzganges spielte der Musikverein Sötenich zum Platzkonzert auf.

 

„Das ist ja fast so feierlich wie beim Papst“, schwärmte der Bischof nach dem Gottesdienst über die Atmosphäre. Er habe eine ganz besondere Beziehung zum Heiligen Hermann-Josef, verriet der hohe Würdenträger nach dem Gottesdienst im Kreuzgang des Gotteshauses: Sein kompletter Vorname sei Franz Hermann-Josef. Bei den Festbesuchern war Bischof Dr. Franz Hermann-Josef Bode ein viel gefragter Ansprechpartner. Im Gespräch verriet er etwa, dass er das Steinfelder Kloster schon seit seiner Jugendzeit kennt, denn sein Onkel habe lange Jahre als Bruder Dagobert im Kloster gelebt. Immer mal wieder habe er ihn und nach seinem dem Tod im Jahr 1987 sein Grab in Steinfeld besucht.

 

Als Bischof sei er 2004 zum ersten Mal beim Hermann-Josef-Fest zu Gast gewesen. „Das Fest in Steinfeld ist auch für mich etwas ganz Besonderes“, gestand der Diözesanbischof. Dafür nehme er gern die gut 300 Kilometer weite Anreise in Kauf. Die Erhebung der Gebeine des Heiligen Hermann-Josef am Vortag des eigentlichen Festes sei ein ergreifendes Ereignis. Das ganze Fest sei der volkstümlichen Umgebung und Bevölkerung angepasst.

 

Jedes Jahr kommen zahlreiche Gläubige und Pilger von Nah und Fern zum Namensfest des Eifelheiligen, das im Mai nicht nur ein kirchliches sondern auch ein gesellschaftliches Großereignis ist. Nach neun Hermann-Josef-Dienstagen zur Vorbereitung feiert die Steinfelder Klostergemeinschaft den heiligen Hermann Josef zwei Tage lang mit Gottesdiensten. Bereits am Samstagabend hatte Pfarrer Wieslaw Kaczor in der Basilika mit Glaubensbrüdern und dem Bischof von Osnabrück eine heilige Messe gefeiert, in dessen Verlauf die Erhebung der Gebeine des in der Eifel als Apfelheiligen bekannten Hermanns Josef stattfand. Der Reliquienschrein wurde danach vor dem Hermann-Josef-Altar im rechten Seitenschiff der Basilika platziert.

 

Der aus Rescheid stammende Weihbischof Karl Reger gestaltete am Sonnntagnachmittag mit Domkapitular Peter Müllenborn die Festandacht in der voll besetzten Basilika, an der auch knapp 30 Kommunionkinder der Steinfelder GdG teilnahmen.

 

Höhepunkt der Festandacht war die Reliquienprozession, bei der Mitglieder der Wahlener St. Rochus-Schützenbruderschaft den Schrein mit den Gebeinen des Heiligen Hermann Josef aus der Basilika heraus durch das Klostergelände trugen.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ihr zehnjähriges Bestehen feiert die Jugendkirche „New Key“ im Rahmen einer großen „Geburtstagsparty“ mit Workshops und einem Abschlussgottesdienst im und um das Hermann-Josef-Haus in Urft am Sonntag, 31. Mai. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Jugendkirche feiert Geburtstag v. Mai

Jugendkirche „New Key“ feiert zehnjähriges Bestehen – „Geburtstagsparty“ mit Workshops im und am Hermann-Josef-Haus in Urft – Abschlussgottesdienst für alle ab 18 Uhr - Anmeldungen bis Montag, 25. Mai

 

Nordeifel/ Kall-Urft – Dass Kirche auch mit engagierten jungen Menschen, Popmusik und viel Humor daher kommen kann, dafür ist „New Key“, die katholische Jugendkirche in der Region Eifel, ein Paradebeispiel – und das bereits seit zehn Jahren. Gemeinsam mit einigen Jugendlichen vom Arbeitskreis „New Key“ und weiteren Akteuren präsentierte der Jugendseelsorger Hardy Hawinkels jetzt das Programm für die große Jubiläumsfeier am Sonntag, 31. Mai, mit Workshops und einem Abschlussgottesdienst im und um das Hermann-Josef-Haus in Urft. Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren. Sie werden gebeten, sich bis Montag, 25. Mai, anzumelden.

Zur Programmvorstellung waren auch einige Wegbegleiter der ersten Stunde gekommen. Darunter der Eifeldekan und Mechernicher Pfarrer Erik Pühringer, Klaus Reiferscheid von der VR-Bank Nordeifel eG, die die Jugendkirche von Beginn an als Sponsor unterstützt hat, die Jugendbeauftragten Helmut Woelk und Peter Uelpenich sowie einige Workshop-Leiter wie etwa Gunnar Simon und Anja Lehmann von der K.O.T. Mechernich.

Die „Geburtstagsparty“ beginnt um 15 Uhr, wenn sich alle in der Jugendkapelle am Hermann-Josef-Haus treffen, die den ganzen Tag über als Zentrum dient. Um 15.15 Uhr werden die Aktionen vorgestellt, die Teilnehmer können einen der Workshops auswählen, die von 15.30 bis 17 Uhr stattfinden. Zum Abschlussgottesdienst um 18 Uhr sind alle eingeladen, auch wer sich nicht angemeldet hatte. „In den Gottesdienst werden Ergebnisse aus den Workshops eingebunden“, berichtet Hardy Hawinkels. Selbstverständlich darf auch „Spirit“, die „Hausband“ der Jugendkirche, beim Jubiläumsgottesdienst nicht fehlen, die Band bietet zudem einen Musikworkshop an.

Bei „Klettern und wagen“ können die Teilnehmer die Kletterwand an der Rückseite des Glockenturms ausprobieren. In der Turnhalle der Schule wartet ein „Bungee-Trampolin“ auf die Jugendlichen. Stefan Reetz, Denise Mießeler und Diana Künzle von den Pfadfindern Rohr-Lindweiler-Reetz vermitteln „Kochen auf pfadfinderische Art“. Luigina Manganiello vom Arbeitskreis „New Key“ begibt sich mit den Teilnehmern auf eine „Dokusafari“ durch die Workshops, wobei Fotos und Videofilme entstehen sollen. Die Doku wird im Abschlussgottesdienst präsentiert.

Helmut Woelk möchte mit seiner Gruppe Graffiti nach dem Motto „Highway to heaven“ kreieren. Benedikta Klinkhammer leitet eine „Spirituelle Schreibwerkstatt“. Heike Klinkhammer entwickelt in ihrem „Theaterworkshop – Das kannst nur du“ im großen Konferenzraum mit ihrem Team lustiges Theater oder Rollenspiele. In der ehemaligen Aula wird es einen „Trommelworkshop“ mit Tom Kommer aus Nideggen geben. Kathrin Wallraf übt mit ihren Workshop-Teilnehmern mit der Hausband „Spirit“ Lieder für die Abschlussmesse ein. Wer mag, kann sein Instrument mitbringen. Auch einen Modellierworkshop soll es geben. Gunnar Simon und Anja Lehmann von der KOT Mechernich führen auf dem Gelände hinter dem Hermann-Josef-Haus ein Geocaching „Auf den Spuren des Lebens“ durch. Im Jugendbus steht Peter Uelpenich für Gespräche zur Verfügung.

Hardy Hawinkels ist stolz auf „seine“ Jugendlichen – und darauf, was sich in zehn Jahren New Key entwickelt hat. Die erste Jugendmesse fand am Dreifaltigkeitssonntag, 22. Mai 2005, in Sötenich statt. Seitdem stellt New Key jährlich rund zwölf Jugendmessen, zwei Taizégebete, eine Jugendchristmette, ein Jugendkreuzweg und so genannte Oasenabende für junge Erwachsene in unterschiedlichen Räumen der Region auf die Beine. Zusätzlich gibt es in der Urfter Jugendkirche Abende mit Firmgruppen, Projekttage mit Schulklassen und Fortbildungstage.

Hardy Hawinkels freut sich, dass die kirchliche Jugendarbeit ganz offensichtlich Früchte getragen habe: „Wo es gelungen ist, Menschen zu inspirieren und zu berühren, entsteht eine spirituelle Nachhaltigkeit. Die Jugendlichen müssen aber merken, dass man sich für sie als Mensch interessiert und dass man sich mit ihnen auf den Weg macht.“ Besonders gut gelinge dies, so der Jugendseelsorger, im Rahmen von erlebnisorientierten Veranstaltungen: „Deshalb haben unsere Jugendgottesdienste auch immer einen erlebnisorientierten Bestandteil. Das hat viel mit Musik zu tun, Gestaltung, Licht und dem Schaffen einer Wohlfühl-Atmosphäre. Die Interessen der Jugendliche bilden dabei die Ressourcen für unsere Messen.“

Anmeldungen werden bis Montag, entgegengenommen von Hardy Hawinkels, Tel.: (0 24 41) 77 78 85, E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik. Weitere Infos gibt es unter www.jugendarbeit-eifel.de.

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Gaby Köster kommt zur Lit.Eifel: Am Freitag, 22. Mai, liest sie im Berufskolleg Eifel in Kall aus ihrem ersten Roman „Die Chefin“. Bild: Stephan Pick

Lachende Schulter für das Schicksal v. Mai

Lit.Eifel-Lesung mit Gaby Köster: Die Kölnerin liest am Freitag, 22. Mai, ab 19.30 Uhr im Berufskolleg Eifel, Loshard 2 in Kall, aus ihrem ersten Roman „Die Chefin“

 

Kall - Gaby Köster kommt mit ihrem ersten Roman zur Lit.Eifel. Am Freitag, 22. Mai, liest sie ab 19.30 Uhr aus ihrem Roadmovie „Die Chefin“. Die Lesung der beliebten Kölnerin findet im Berufskolleg Eifel, Loshardt 2, in Kall statt.

 

Gaby Köster gehört seit Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten Gesichtern der deutschen Comedy-Szene. In ihrem Buch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste) berichtete sie 2011 ebenso berührend wie humorvoll von dem Schlaganfall, den sie 2008 erlitt – und ihrem Weg zurück ins Leben.

 

Nun legt sie mit „Die Chefin“ ihren ersten Roman vor, den sie gemeinsam mit Thomas Köller schrieb. In Kall ist sie damit im Rahmen einer Lit.Eifel-Lesung zu hören. Und wer Gaby Köster schon einmal erlebt hat, weiß auch, dass sie nicht einfach nur liest, sondern immer wieder lustige Geschichten aus ihrem Alltag einfließen lässt.

 

„Die Chefin“ ist ein Roadmovie über Menschen, die das Glück nicht gerade gepachtet haben. Spannend, lustig und abenteuerlich ist der Roman, in dessen Mittelpunkt Marie Sander, genannt „Die Chefin“, steht. Das Leben der erfolgreichen Rocksängerin ist in Schieflage geraten: Bei ihr läuft’s nicht mehr. Die Chefin sitzt nur noch – und zwar im Rollstuhl. Schlaganfall, kurz nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag.

 

Ideale Voraussetzungen also, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Um sich auf eine Odyssee durch halb Europa zu begeben. Um sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben. Um zwei Kindern ihre Eltern wiederzugeben. Um das Leben neu anzugehen.

 

Mit ihrer Heldin Marie Sander präsentiert Gaby Köster ihren Fans ein sympathisches Alter Ego, das mit Courage und Schlagfertigkeit dem Schicksal die lachende Schulter zeigt. Ganz nach dem Motto: Eine Seite vom Schlaganfall gelähmt, aber das Mundwerk ist nicht zu stoppen!

 

Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

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Mehr Raum für Flüchtlinge v. Mai

Kaller Verwaltung kauft zur Unterbringung von Flüchtlingen Immobilie in Sistig – Wohnraum für bis zu 25 Personen in drei Wohneinheiten – Aktuell leben 71 Asylbewerber aus rund zehn Ländern im Gemeindegebiet - Ehrenamtsnetz sucht noch Unterstützung

 

Kall – Die Kaller Verwaltung hat in Sistig (Kaller Straße) eine Immobilie gekauft, die in Kürze als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stehen soll. Wie Bürgermeister Herbert Radermacher berichtet, seien die Kapazitäten, weitere Menschen in eigenen oder angemieteten Häusern und Wohnungen unterzubringen, nahezu erschöpft. „Daher haben wir schnell reagiert, als uns das Haus in Sistig günstig angeboten wurde“, so Radermacher. Zumal, ergänzt er, die Infrastruktur mit Dorfladen, Bäcker und Metzgerei sowie Kindergarten und Grundschule vor Ort in Sistig gut sei. Ein wichtiger Aspekt für Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesenen sind.

 

„Das Objekt im Sistiger Ortskern verfügt über drei Wohneinheiten in denen insgesamt bis zu 25 Menschen untergebracht werden können“, berichtet die zuständige Sachbearbeiterin Waltraud Hertrampf. Aktuell arbeitet der Bauhof daran, dass die Räumlichkeiten möglichst bald bezugsfertig sind. Nach Einschätzung des Kaller Gebäudemanagers Tobias Feld könnte eine der Einheiten bereits in wenigen Wochen, die anderen beiden in zwei bis drei Monaten fertig sein. „Das Haus ist zwar alt, aber die Substanz ist gut“, erklärt er.

 

Insgesamt leben derzeit 71 Flüchtlinge aus rund zehn Ländern im Kaller Gemeindegebiet, darunter Familien und Einzelpersonen. „Der größte Teil kommt aus Eritrea und Algerien“, berichtet Waltraud Hertrampf. Die Menschen sind derzeit in kommunalen sowie angemieteten Häusern im Kaller Kernort sowie in Golbach untergebracht. Waltraud Hertrampf ist froh, dass bald neuer Wohnraum zur Verfügung steht, denn sie und ihre Kollegen müssen oft spontan reagieren: „Manchmal erreicht uns eine Email, dass schon zwei, drei Tage später neue Flüchtlinge kommen.“ Ob und wie viele wann kommen, dass sei nie vorauszusagen, da das Land NRW ja die Flüchtlinge, die ankommen, auf die Kommunen verteilt.

 

Wie auch in anderen Kommunen wie etwa Hellenthal und Schleiden, mit denen Kall im Zuge der Flüchtlingsarbeit kooperiert, hat sich in Kall ein Netzwerk an ehrenamtlichen Helfern gebildet, die die Menschen unterstützen. Sie beraten, begleiten bei Behördengängen, helfen bei Anträgen, geben Deutschunterricht oder übernehmen Vormundschaften für noch nicht volljährige Jugendliche, die ohne Familie nach Deutschland gekommen sind. Manche kümmern sich um eine feste Familie oder die Menschen einer bestimmten Unterkunft, andere im Bedarfsfall.

 

Das Netzwerk, dem auch die Kaller Pfarrgemeinden angeschlossen sind, wird koordiniert von Dorothea Muysers, die auch Ansprechpartnerin ist für alle, die ihre Hilfe anbieten möchten. Kleider- und Möbelspenden allerdings werden am besten direkt bei der AWO „wirkstatt“, Aachener Straße 52, abgegeben.

 

„Insbesondere suchen wir auch immer wieder Übersetzer“, berichtet Dorothea Muysers, „etwa für Französisch, Arabisch, Albanisch, Kurdisch, Tigrinisch (eine der Amtssprachen in Eritrea) und Russisch.“ Wer das Netzwerk – in welcher Form auch immer – unterstützen möchte, kann die Koordinatorin mobil erreichen unter Tel. 01 74/ 942 89 49.

 

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Zum Hermann-Josef-Fest am Sonntag, 17. Mai, soll der Reliquienschrein aus dem Sarkophag herausgeholt und in einer Prozession durch die Basilika getragen werden. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Fest des „Apfelheiligen“ v. Mai

Hermann-Josef-Fest am Sonntag, 17. Mai, im Kloster der Salvatorianer in Steinfeld – Pontifikalamt um 10 Uhr mit Bischof Bode von Osnabrück – Festandacht und Reliquienprozession mit Weihbischof Reger ab 14 Uhr

 

Kall-Steinfeld - Als „Apfelheiliger“ ist der heilige Hermann Josef in der Eifel bekannt und zieht Pilger auch von weit her zu seiner Wallfahrtsstätte im Kloster Steinfeld. Zahlreiche Gläubige werden auch am Sonntag, 17. Mai, erwartet, wenn die Steinfelder Klostergemeinschaft der Salvatorianer das Hermann-Josef-Fest begeht.

 

Die Feierlichkeiten beginnen schon am Samstag in der hl. Messe um 18 Uhr mit der Erhebung der Reliquien des Heiligen. Hierzu werden die Fußpilger aus Kalterherberg und einigen umliegenden Ortschaften willkommen geheißen. Höhepunkt ist das Pontifikalamt am Sonntag, um 10 Uhr in der Basilika. Zu diesem Anlass wird Dr. Franz Josef Bode, Bischof von Osnabrück, erwartet, der auch die Eucharistiefeier mit anschließender Begegnung im Kreuzgang begleiten soll. „Das wird sicher eine besondere und gute Erfahrung für uns alle werden“, sagt Pater Paul Cyrys, Superior der Salvatorianer in Steinfeld.

 

Der Nachmittag steht dann im Zeichen der Festandacht mit Reliquienprozession ab 14 Uhr. Dazu wird, wie jedes Jahr, der Reliquienschrein des Eifelheiligen in einer feierlichen Prozession durch die Basilika und durch das Klostergelände getragen. Geleitet wird dieser Teil der Feierlichkeiten von Karl Reger, Weihbischof em. von Aachen. Dazu predigt Domkapitular em. Peter Müllenborn.

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Ortsvorsteher Guido Keutgen (rechts) gratuliert dem Königspaar und bedankt sich beim Maigeloog für die Aufrechterhaltung des alten Brauches. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Maiwalzer im Regen getanzt v. Mai

Tagelange Regengüsse erschwerten die Arbeit des Kaller „Maigeloogs“ – Über 200 Paare zusammengestellt und öffentlich ausgerufen – Umzug und Maiball – Gastwirt zum Abschied mit Blumen gedankt

 

Kall - Auf Petrus nicht gut zu sprechen waren die Junggesellen des Kaller „Maigeloogs“ an den letzten Apriltagen, als strömender Regen den Organisatoren der Maifeierlichkeiten das Leben schwer machte. Ob beim Schmücken des Dorfmaibaums, bei dessen Aufstellen oder beim Herrichten des Maiplatzes für die Feier am Vorabend des Maifeiertages – alle Aktivitäten der Jugendlichen wurden von teils heftigen Regengüssen begleitet.

 

Doch obwohl der „Hötjong“ (Vereinsvorsitzende) Bastian Pütz Opfer der Wetterkapriolen wurde und krank zu Hause bleiben musste, ließen sich die Geloogsjungen um den zweiten Vorsitzenden Lukas Müller nicht unterkriegen. Sie wickelten das komplette Programm wie geplant ab. Auch viele Kaller trotzten der nassen Witterung und verfolgten am Donnerstagnachmittag das Ausrufen der Maipaare am Felsen an der Gemünder Straße. Rund 200 Maipaare, die das Geloog in geheimen Sitzungen hinter verschlossener Tür im Saal Gier zusammengestellt hatte, wurden öffentlich verkündet. Noch während des Ausrufens rätselten die Zuhörer auf der Gemünder Straße, wer wohl das diesjährige Maikönigspaar werde.

 

Nach gut einer Stunde lüftete Vize-Hötjong Lukas Müller das Geheimnis und verkündete, dass Ron Chytry und Claudia Blum, in diesem Jahr die Ehre haben, Malkönigspaar in Kall zu sein. Die beiden, gerade erst vom Urlaub aus Mallorca zurück, ließen sich nicht zweimal bitten und tanzten im Regen einen Maiwalzer auf den nassen Straßenasphalt.

 

Am Abend klärte dann der Himmel etwas auf und Petrus schien ein Einsehen mit Jugendlichen zu haben, die allerorts in den Mai feierten. Das führte dazu, dass zahlreiche Kaller Vereine und Bürger der Einladung des Geloogs zum Maifeuer folgten, während die Geloogs-Jungen zum traditionellen Maisingen von Haus zu Haus zogen.

 

Am Maifeiertag selbst blieb es trocken, so dass der Maiumzug trocken vonstattengehen konnte. Vom Feuerwehrgerätehaus aus zogen das Maigeloog und die Maipaare, begleitet von der Musikkapelle Kall, zum Haus der Maikönigin in der Lilienstraße, wobei Maikönig Ron Chytry in einer von zwei Kaltblütern gezogenen Kutsche, einem echten Landauer, gefahren wurde. Nachdem der König seiner Königin an der Haustür einen dicken Blumenstrauß überreicht hatte, spielte die Musikkapelle den traditionellen Maiwalzer, zu dem das Königspaar ein zweites Mal auf der Straße tanzte.

 

Auch Bürgermeister Herbert Radermacher gratulierte Ron Chytry und Claudia Blum zu ihrer Königswürde. Ortsvorsteher Guido Keutgen bedankte sich beim Maigeloog für die Aufrechterhaltung des alten Kaller Brauches. Keutgen lobte das disziplinierte Verhalten der Junggesellen in der Maiwoche. Am Maiplatz habe es weder Probleme noch Beschwerden gegeben.

 

Von der Lilienstraße ging der Maiumzug durch den Ort zum Saal Gier, wo der traditionelle Maiball stattfand. Bei Musik und Maibowle feierten die Jugendlichen ausgelassen bis zum späten Abend. Vize-Hötjong Lukas Müller nutzte die Gelegenheit, sich beim Vereinswirt Dieter Forner und dessen Lebensgefährtin Anne Hermanns offiziell zu verabschieden und sich mit einem Blumenstrauß für die jahrelange Unterstützung zu bedanken. Kultwirt Dieter Forner schließt Ende Juli aus privaten und gesundheitlichen Gründen seine Gaststätte.

 

Das Maigeloog hofft nun, dass der Eigentümer der Lokalität bald einen neuen Pächter findet. Die Gaststätte Gier ist seit vielen Jahrzehnten immer Versammlungsort und Treffpunkt des Maigeloogs gewesen.

 

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Bevor es zum Maiball in den Saal Gier geht, legen Ron Chytry und Claudia Blum noch einen Königswalzer auf der Aachener Straße hin. Rechts der schmucke Landauer, in dem das Königspaar durch den Ort gefahren wurde. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Anlässlich des „Welttags des Buchs“ las der erfolgreiche Autor Gerd Ruebenstrunk vor den fünften Klassen des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

HJK feiert „Welttag des Buchs“ v. Mai

HJK begeht „Welttag des Buchs“ mit Autorenlesung – Gerd Ruebenstrunk fesselt knapp hundert Fünftklässler und geht auf Fragen ein – Spannende Trilogie um Arthur, Larissa und „die vergessenen Bücher“ – Filmsequenzen zu internationalen Schauplätzen der Geschichte – Veranstaltung in Kooperation mit Kaller Buchhandlung Pavlik

 

Kall-Steinfeld – Auf die Frage einer Fünftklässlerin, wie er denn auf seine vielen spannenden Ideen komme, gab der Schriftsteller Gerd Ruebenstrunk gleich mehrere Antworten: „Zum einen durch die vielen Bücher, die ich lesen - wie alle Autoren, die ich kenne.“ Dazu komme seine Fantasie und ein einfacher Trick: „Man fragt sich ständig »was wäre, wenn...«“ Wer das berücksichtige und im Leben Augen wie Ohren offen halte, der habe immer und überall tolle Ideen, „auch auf dem Schulhof oder im Bus“.

 

Die zahlreichen Fragen – und spannenden Antworten, die der Lesung des erfolgreichen Autors Gerd Ruebenstrunk in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs folgten, machten deutlich: Mission gelungen. Der Jugendbuchautor war nämlich nicht zufällig am 23. April zu Gast im Steinfelder Gymnasium. Er feierte mit den Schülern, einigen Lehrern und Eltern sowie Kirsten und Thomas Pavlik von der gleichnamigen Kaller Buchhandlung den „Welttag des Buchs“. Er wurde 1995 von der UNESCO als weltweiter Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren ins Leben gerufen. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Darüber hinaus hat der 23. April auch Bezug zur Literatur: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

 

Gebannt verfolgten die knapp hundert Fünftklässler den mit viel Körpereinsatz vorgetragenen Passagen aus Ruebenstrunks Trilogie, in der sich Arthur und Larissa auf die Suche nach den „verlorenen Büchern“ machen und dabei viele Rätsel lösen sowie Abenteuer bestehen müssen. „Es geht um ein uraltes Geheimnis, eine uralte Verschwörung, und am Schluss müssen die beiden ihren gefährlichsten Gegner besiegen – sich selbst“, so der Autor. Die vorgetragenen Textpassagen unterbrach er immer wieder für Erläuterungen und Fragen an sein junges Publikum. Im Gepäck hatte Ruebenstrunk zudem Filmsequenzen aus den Städten, in die Arthur und Larissa ihre Suche führt: Amsterdam mit dem tatsächlich existierenden „Haus mit den Blutflecken“, Bologna, Cordoba, Dubrovnik, Edenborough und Jemen. Wie er den Schüler verriet, hat Ruebenstrunk diese Orte vor dem Schreiben selbst bereist, „weil man zwar vieles, aber nicht alles im Internet recherchieren kann“.

 

Ob es denn die „vergessenen Bücher“ tatsächlich gebe, fragte ein Schüler. Die Antwort des Autors faszinierte sein Publikum ganz offensichtlich: „Ich habe sie erfunden“, stellte er zunächst klar, berichtete aber dann: „Es gibt einen durchaus ernst zu nehmenden Wissenschaftler, der sagt, dass es alles, was man sich ausdenken kann, auch gibt.“ Er könne sich das gut vorstellen, so Gerd Ruebenstrunk, „vielleicht nicht hier, sondern in einer Parallelwelt, von denen es ja mehrere geben soll“.

 

Auch in sein Privatleben gewährte der Autor den HJK-Schülern Einblicke. Auf die Frage, ob er schon als Kind viel gelesen habe, entgegnete er ein entschiedenes „Ja“. Bereits mit fünf Jahren habe er lesen gelernt und bald entdeckt, welche Möglichkeiten es ihm eröffnet: „Ich bin in Gelsenkirchen aufgewachsen, einer eher hässlichen Stadt, auch war meine Kindheit nicht so richtig glücklich.“ Dann habe er die Welt der Geschichten entdeckt und gemerkt: „Mit Büchern ist alles möglich.“ Ganz ähnlich wie seine Hauptfigur Arthur übrigens, der er autobiografische Züge einräumt. Die Veranstaltung endete mit ebenso spontanem wie donnerndem Applaus der Schüler – bevor sie die Bühne stürmten. Dort nämlich hatte der Autor für alle signierte Lesezeichen bereitgelegt.

 

Im Hermann-Josef-Kolleg ist der Deutsch- und Englischlehrer Marcus Michels zuständig für die Leseförderung und somit neben der Schulbücherei und dem Vorlesetag auch für die Organisation des Weltbuchtags. Bundesweit findet er jeweils unter dem Motto „Ich schenk dir eine Geschichte“ statt, dem in jedem Jahr ein eigens aufgelegtes Buch gewidmet ist. In diesem Jahr ist es „Die Krokodilbande in geheimer Mission“ von Dirk Ahner, das Buch verteilte das Ehepaar Pavlik nach der Lesung kostenlos an alle Schüler.

Marcus Michels ist es wichtig, den Schülern Bücher nicht nur „wie in einem Museum“ anzubieten: „Wir müssen etwas tun, mit Aktionen Interesse wecken, so dass die jungen Leute den Weg in die Bücherei finden.“ Und dann später vielleicht auch in die Buchhandlung, denn auch dafür möchte die Schule mit dem Weltbuchtag in Kooperation mit Pavliks ein Zeichen setzen: den lokalen Buchhandel.

 

Übrigens, ein kleines „Bonbon“ gab Gerd Ruebenstrunk den Schülern ganz zum Schluss mit auf den Weg: „Das ist eine unheimlich schöne Schule, die ihr hier habt. Ihr könnt glücklich sein, hier und in diesem Umfeld unterrichtet zu werden…“

 

pp/Agentur ProfiPress


Mehr als 50 freiwillige Müllsammler waren in Scheven, Wallenthal und Dottel im Einsatz und sammelten insgesamt rund 60 blaue Säcke voller Müll. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Müllsammler hatten was zu staunen v. Mai

Gemeinsame Müllsammelaktion in Scheven, Dottel und Wallenthal – Mehr als 50 Bürger beteiligten sich – Ergebnis: 60 blaue Säcke voller Kleinmüll, Glasflaschen und Autoreifen

Scheven/Dottel/Wallenthal - „An manchen Stellen am Straßenrand sah es aus, als hätte jemand dort ein Picknick veranstaltet und seinen Müll zurückgelassen.“ Als Ortsvorsteher im Kaller Bezirk Scheven/Dottel/Wallenthal hatte Hans Reiff zur gemeinsamen Müllsammelaktion der drei Ortschaften aufgerufen. Dabei konnten auf Anhieb rund 60 blaue Säcke mit Müll gefüllt werden.

„Man findet immer wieder Dinge, bei denen man staunen muss“, so Hans Reiff. So fand der Sammeltrupp zum Beispiel an einer Stelle im Dotteler Wäldchen ganze 300 Glasflaschen, außerdem wurden viele alte Autoreifen eingesammelt. Auch die verschiedenen Arten von Kleinmüll wie Folien und Verpackungen machten unterm Strich eine ganze Menge Müll aus.

In Scheven fand die Müllaktion bereits zum vierten Mal statt. Dort wird die Aktion im Wesentlichen von Vereinen wie dem Fußball- und dem Turnverein getragen. Zum ersten Mal wurde die Sammelkampagne auch auf die beiden angrenzenden Ortschaften Dottel und Wallenthal ausgeweitet, wo sich auf Anhieb mehr als 20 Bürger beteiligten. „Allein in Wallenthal waren sofort 16 Personen mit von der Partie, das sind zehn Prozent der dortigen Bevölkerung“, freute sich der Ortsvorsteher über die rege Beteiligung.

Insgesamt zogen mehr als 50 Müllsammler durch die Straßen, darunter auch viele Kinder, die sich bemühten, den achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln. „Das ist eine tolle Sache, denn so wird den Kindern und Jugendlichen gleichzeitig beigebracht: Werft euren Müll nicht einfach in die Landschaft.“

In Scheven zeigt die regelmäßige Aktion bereits Erfolge. „An manchen Strecken wird der Müll deutlich weniger“, so Hans Reiff. Am Ende hatten die engagierten Bürger schließlich zwei PKW-Anhänger voller Müll zusammengetragen, die nun ordentlich entsorgt werden konnten.

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Die Christ Jyoti School im indischen Nagaon wird von Salvatorianer-Patres betrieben und ist Partnerschule des Hermann-Josef-Kollegs. Foto: Eleanor Latz/pp/Agentur ProfiPress

HJK besucht indische Partnerschulen v. Mai

Eifeler Delegation reiste nach Assam – Tief beeindruckt von Impressionen aus den Salvatorianer-Schulen – Schüler-Benefizlauf am Hermann-Josef-Tag, Montag, 18. Mai

 

 

Kall-Steinfeld/ Indien – Eine Delegation des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs (HJK) hat gemeinsam mit weiteren deutschen Lehrerinnen und Lehrern ihre Partnerschulen in Indien besucht. Aus Steinfeld reisten Schulleiter Heinrich Latz mit seiner Frau Eleanor sowie die Lehrerin Diana Hoch in den Bundesstaat Assam, wo sie unter anderem die „Christ Jyoti School“ in Nagaon und Dhing sowie die Blindenschule „Jyoti Niketan“ in Guwahati kennenlernten. Die Schulen in Nagaon und Dhing werden von Salvatorianer-Patres betrieben.

 

Jetzt berichteten das Ehepaar Latz und Diana Hoch in einem rund 90-minüten Vortrag vor Eltern, Schülern und Lehrern des Hermann-Josef-Kollegs sowie Vertretern der Salvatorianer von ihrer Reise. Vermitteln konnten sie dabei einen intensiven Eindruck von den Partnerschulen. Beeindruckende Bilder und kurze Videosequenzen zeigten, dass die Salvatorianer vor Ort eine großartige Arbeit leisten, durch die Tausende von Jugendlichen eine Chance auf Bildung erhalten. „Es ist gut zu sehen, dass das Geld, das wir jedes Jahr am Hermann-Josef-Tag »erlaufen«, eine so sinnvolle Verwendung findet“, sagte eine Schülerin im Hinblick auf den Schüler-Spendenlauf, der am 18. Mai stattfindet.

 

Als Höhepunkt der Reise, so berichteten die drei Referenten anschließend, habe sich der Besuch der Jyoti Niketan Blindenschule herausgestellt. Zwar habe die Schulleiterin Schwester Shiny die Arbeit dort vor zwei Jahren bei einem Besuch in Steinfeld vorgestellt. Doch erst die Erlebnisse vor Ort hätten sie tief berührt, so die HJK-ler. Schwester Shiny hatte es wohl geahnt, denn sie prophezeite der Reisegruppe: „Heute werden Sie ein Wunder erleben, das Wunder der blinden Kinder.“ Die deutschen Besucher wussten zunächst nicht genau, was sie damit meinte. Während eines abwechslungsreichen Programms mit Tänzen und Gesängen aber wurde es schnell deutlich: die erstaunliche Selbstständigkeit und unbändige Lebensfreude der Kinder.

Tief beeindruckt waren die deutschen Gäste auch von der Herzlichkeit und Zuversicht der Familien, deren Kinder durch Spenden unterstützt werden. Unter welchen Bedingungen die Familien leben, konnten sie erleben, als sie Stipendiaten der Christ Jyoti School in ihrem Zuhause besuchten. „Die Kinder leben völlig anders als die Kinder hier in Deutschland“, berichtet Diana Hoch, „sie schlafen meist im Elternbett und besitzen sehr wenig.“ So hätten sie nicht nur kein eigenes Zimmer, sondern auch keinen Schreibtisch, an dem sie ihre Hausaufgaben machen können.

 

Eine der unterstützten Schülerinnen ist Barsha. Sie ist 13 Jahre alt und möchte Ärztin oder Ingenieurin werden. „Ich arbeite hart, um mein Ziel und das meiner Eltern zu verwirklichen und verbringe viel Zeit damit, für die Schule zu lernen“, zitierte Heinrich Latz das Mädchen. Für sie sei es nicht selbstverständlich, in die Schule zu gehen, denn die Familie könnte die Kosten ohne Hilfe nicht aufbringen, obwohl ihr Vater hart arbeite, und das nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Heinrich Latz: „Schulbildung und das Erlernen der englischen Sprache bieten Kindern wie Barsha die einzige Perspektive für eine bessere Zukunft.“

 

Das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg arbeite mit den Salvatorianer-Schulen in Berlin und Bad Wurzach zusammen. „Gemeinsam mit ihnen sowie dem Verein G.I.P.P. (German-Indian Partnership-Programme) unterstützen wir Kinder in Indien“, berichtete Schulleiter Heinrich Latz und ergänzte: „Wir freuen uns besonders, dass am 18. Mai, dem Fest des Namenspatrons unserer Schule, die Schülerinnen und Schüler des Hermann-Josef-Kollegs wie in jedem Jahr an einem Sponsorenlauf zugunsten der Partnerschülerinnen und -schüler in Indien teilnehmen.“

 

Diana Hoch/pp/Agentur ProfiPress


Am diesjährigen „Deutsche Post Marathon Bonn“ nahmen auch wieder drei Schülerstaffeln der Stufen Fünf bis Zwölf des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs (HJK) teil. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Der Weg ist das Ziel v. Mai

HJK-Schüler nahmen am Bonn Marathon teil – Aufregung wegen ausgefallenem Zug- Stolz auf Ergebnisse – Nächstes Ziel: Köln Marathon

 

Kall-Steinfeld - Am diesjährigen „Deutsche Post Marathon Bonn“ nahmen auch wieder drei Schülerstaffeln der Stufen Fünf bis Zwölf des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs (HJK) teil. Unter der Leitung des Lehrers Rudolf Gerhards, der das Motto „der Weg ist das Ziel“ vertrat, fuhren die Schüler nach Bonn. Begleitet wurden sie zudem von den Lehrern Ralf Kremp und Jörg Zwitters sowie Eltern und Freunden.

 

Dabei wurde zunächst die Geduld der Teilnehmer auf die Probe gestellt, denn der Zug fiel ohne jede Vorwarnung aus. „Da hieß es erst einmal abwarten und Tee trinken“, so Teilnehmerin Annalena aus der Jahrgangsstufe Q1. Nach einem kurzen Telefonat nach Bonn dann Erleichterung: Trotz der Verspätung war die Teilnahme am Marathon nicht gefährdet.

 

In Bonn angekommen, ging es auch direkt los, denn durch die verzögerte Anreise blieb den ersten Läufern nur noch eine halbe Stunde bis zum Start. Begleitet vom schönen Wetter und guter Laune liefen die Schüler ihre jeweilige Etappe von fünf, zehn oder 7,195 Kilometern. „Zur Hälfte musste ich richtig kämpfen, aber die Musik und die jubelnden Zuschauer haben mir wieder Kraft gegeben“, berichtete Annalena anschließend erschöpft.

 

Mit den Ergebnissen waren die Steinfelder auch in diesem Jahr zufrieden, denn von insgesamt 222 Schülerstaffeln erzielten die beiden „Jungenstaffeln“ den 21. und den 40. Platz der Gesamtwertung und die Mädchenstaffel erreichte den 81. Platz der Gesamtwertung. In der Alters und Gendergruppierungen schaffte sie sogar den hervorragenden 2. Platz. „Unsere Staffeln haben wieder einmal eine starke Laufleistung geboten“, freute sich Rudolf Gerhards. Nach einer kurzen Stärkung bei „Mc-imops“ (O-Ton Rudolf Gerhards) trat die Gruppe den Rückweg an und hatte dabei schon ihr nächstes Ziel vor Augen: Der Köln Marathon im Herbst.

Annalena Niebes/pp/Agentur ProfiPress


50 ehrenamtlich und hauptamtliche Mitarbeiter aus fast allen Pfarrgemeinden der GdG Steinfeld waren gekommen, um an der Entwicklung für ein neues Pastoralkonzept mitzuwirken. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

GdG Steinfeld macht sich fit für die Zukunft v. Mai

Klausurtag mit den Pfarrgemeinden in Kall brachte gute Ergebnisse – Konstruktive Zusammenarbeit

Kall-Steinfeld - Sinkende Priesterzahlen, Abkehr von traditionellen Glaubensformen: Wie kann die GdG Steinfeld unter diesen Vorzeichen heute und in Zukunft als christliche Gemeinde leben? Was kann getan werden, damit der Glaube an Jesus Christus auch in Zukunft noch lebendig ist?

Gutgelaunt und offen diskutierten die Gruppen diese Fragen beim Klausurtag, zu dem Pastor Wieslaw Kaczor und Pastoralreferentin Alice Toporowsky ins Kaller Pfarrheim eingeladen hatten. Gut 50 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter aus fast allen Pfarrgemeinden der GdG nahmen sich Zeit für die Veranstaltung. Ziel der Klausurtagung sollte es sein, ein neues Pastoralkonzept für die Zukunft zu entwickeln. „Seit einem halben Jahr beschäftigen wir uns im GdG-Rat und der Steuerungsgruppe damit. Mit diesem Klausurtag möchten wir möglichst viele Gemeindemitglieder an diesen Überlegungen beteiligen“, so Toporowsky.

Grundsätzlich wolle man das Gemeinschaftsbewusstsein über die eigene Pfarrgemeinde hinaus fördern, um eine große Gemeinschaft zu werden. Aber auch, um Zeit und Kräfte von Haupt- und Ehrenamtlichen zu bündeln. Auf die Jugendseelsorge wurde besonderer Fokus gelegt und etwa die Wiedereinführung des runden Tischs zur Jugendarbeit angedacht. Wichtig sei, da war man sich einig, neue Projektideen mit den jungen Leuten gemeinsam zu entwickeln.

Auch an konkreten Vorschlägen mangelte es nicht: mehr Schulungen für Ehrenamtler und eine GdG-weite Publikation mit einem stets zu aktualisierenden Veranstaltungskalender zählten dazu. Außerdem soll in den Pfarrgemeinden kontinuierlich über den GdG-Prozess berichtet werden - in den Gottesdiensten ebenso wie in den neuen sozialen Netzwerken.

Zudem soll Steinfeld als geistliches Zentrum gestärkt werden. Inmitten der GdG befindet sich mit drei Steinfelder Ordensgemeinschaften und der Basilika ein geistliches, kulturelles und touristisches Zentrum, das weit über die Eifelgrenzen hinaus jährlich Tausende Menschen anspricht. In Steinfeld sollen zukünftig spirituelle (Tagungs-)Angebote ausgebaut werden, um die Rolle als Zentrum der Pilger- und Touristenseelsorge zu festigen.

„Das war sehr konstruktiv und ein tolles Miteinander. Wir sind auf einem guten Weg”, bewertete Alice Toporowsky den Klausurtag. Auch Karl Vermöhlen, kommissarischer Vorsitzende des GdG-Rates, war begeistert: „Das hat Mut gemacht, weil so viele da waren, wie wir uns erhofft hatten. Der Tag hat gezeigt, dass viele sich einbringen wollen.“

pp/Agentur ProfiPress


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Wie ein Erfolgsautor seine Bücher schreibt v. Mai

Eröffnung der 3. Lit.Eifel mit Norbert Scheuer- Autor gab Einblicke in seine Arbeitsweise - Neue Erzählung vorgestellt – 30 Literaturveranstaltungen in der Region bis Ende November

 

Schleiden – Kall hat ein „Literaturcafé“. Es befindet sich in einem Supermarkt, und dort ist regelmäßig Norbert Scheuer, Erfolgsautor aus Kall-Keldenich, anzutreffen. Den Hinweis gab der Autor jetzt selber preis, schließlich schreibe er dort sein Tagebuch „und dafür brauche ich einen öffentlichen Ort“.

Scheuer, einer der wichtigsten zeitgenössischen deutschsprachigen Erzähler, erzählte diese und andere Anekdoten bei der Eröffnung der 3. Lit.Eifel im Pädagogischen Zentrum des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums in Schleiden. Bis Ende November bietet das Literaturfestival Lesungen, Schreibworkshops, ein Jugendprogramm und auch eine kleine Buchmesse. 30 Veranstaltungen finden in 15 Kommunen der drei beteiligten Landkreise in der Eifel sowie in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens statt.

Norbert Scheuer las zum Auftakt aus seiner neuesten Erzählung „Die Sprache der Vögel“. Genauso wichtig wie die gelesenen Passagen mit Tagebucheinträgen des Protagonisten Paul Arimond aus Kall, Sanitätsgefreiter in Afghanistan, über Kriegsgräuel und Lagerleben sowie Beobachtungen der Vogelvielfalt am Hindukusch als Gegenpol  waren dem Publikum Einblicke in Scheuers Schriftstellerleben.

Norbert Scheuer, geboren 1951 in Prüm, lebt in Kall-Keldenich, einen zweiten Wohnsitz hat die Familie im rheinland-pfälzischen Kyllburg gefunden. Dass Kall in allen seinen Büchern vorkommt, ist bekannt, auch in dem neuesten Werk spielt es eine Rolle. Aber eher als Erinnerungsort und im übertragenen Sinne als Verortung von Heimat. „Denn Scheuer schreibt ja keine Regionalliteratur“, sagte Christoph Leisten, Deutsch- und Literaturkundelehrer am Clara-Fey-Gymnasium, der im Anschluss an die Lesung den Autor zum Gespräch bat und Fragen aus dem Publikum moderierte.

Doch in Kall wiederum und dem besagten Supermarkt-Café hatte Norbert Scheuer einen Afghanistan-Veteranen getroffen, „der sich als Ausgleich zum Kriegseinsatz für die Vogelwelt des Landes interessierte“, erzählte der Autor. Er fand die Kombination ungewöhnlich genug für eine Erzählidee, und dann habe die Buchrecherche begonnen. „Ich schreibe pro Buch immer zwei bis drei Jahre“, erläuterte Scheuer. Er studierte Fachliteratur zum Thema Vogelwelt am Hindukusch, interviewte den „Vogelpapst“ Frank Josten, der sich mit den rund 500 Vogelarten, die es in Afghanistan gibt, auskenne. Das Kriegsgeschehen am Hindukusch verfolgte der Autor über die Medien. Dann folgte wie gewohnt die „Phase der Niederschrift, dann die der Montage der Handlungsebenen. Das müssen Sie sich wie das Knüpfen eines Seiles aus verschiedenen Strängen vorstellen. Da ist viel Handwerk dabei.“

Die reine Erzählebene ist in Norbert Scheuers Büchern nie alles, wie zahlreiche Fragesteller aus dem Publikum zu Recht vermuteten. Es gebe durchaus religiöse, philosophische Bezüge, das wollte Scheuer nicht abstreiten. Es sei auch eine Frage der Interpretation des Geschriebenen. Grundsätzlich weise Literatur, wie jede Kunst, über das rein Faktische des Textes hinaus. Biographische Bezüge gab Scheuer hingegen unumwunden zu: „Das ist in allen meinen Büchern so, zumindest am Rande. Mein Protagonist heißt Arimond. Und das ist auch der Geburtsname meiner Mutter.“

Mit „Die Sprache der Vögel“, veröffentlicht im vergangenen Frühjahr, gelangte Norbert Scheuer sofort auf die Shortlist für den Leipziger Buchpreis. Die Erzählung gilt damit als eine der wichtigsten Neuerscheinungen der ersten Jahreshälfte 2015. Die Kombination aus vermeintlich leicht daherkommender Sprache, Tiefgang und Verrätselung kommt offenbar auch bei den Lesern in der Eifelheimat des Autors an: Im Anschluss an die Veranstaltung musste Norbert Scheuer zahlreiche seiner Werke signieren.

pp/Agentur ProfiPress


Der Theaterverein „Glühwürmchen“ aus Keldenich besteht seit nunmehr 36 Jahren. Unser Bild zeigt das Ensemble bei der Probe für die Komödie „Casanovas Comeback“, dass am 9. und 16. Mai in Keldenich aufgeführt wird. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Folgen einer Seelenwanderung v. April

„Glühwürmchen“ bringen „Casanovas Comeback“ auf die

Bühne – Turbulentes Theaterstück - In Keldenich Premiere

am Samstag, 9. Mai – Proben bei Pudding und Muffins – Aufführung im Gemünder Kursaal – Früher über die Dörfer gezogen

 

Keldenich - Sie leuchten nun schon seit mehr als 36 Jahren nicht nur in Keldenich, sondern auch über die Grenzen der Gemeinde Kall hinaus. Die Rede ist von den engagierten Laienschauspielern, die sich vor mehr als drei Jahrzehnten in Keldenich als „Glühwürmchen“ zusammengeschlossen haben. Heute zählen zehn Männer und Frauen zum Ensemble, das alle zwei Jahre im Saal der Gaststätte „Bei Kathi“ ein neues Stück auf die Bühne bringt und sich dabei stets über eine ausverkaufte Aufführung freuen darf.

 

In diesem Jahr bringen die „Glühwürmchen“ die turbulente Komödie „Casanovas Comeback“ auf die Bühne. Bei diesem Stück, so verspricht Spielleiter Frank Michalski, wird im Publikum kein Auge trocken bleiben. Premiere in Keldenich ist am Samstag, 9. Mai, um 20 Uhr. Eine Woche später, am Samstag, 16. Mai, wird „Casanovas Comeback“ ein zweites Mal aufgeführt.

 

Eine dritte Aufführung gibt es am Freitag, 29. Mai, um 20 Uhr, im Großen Kursaal in Gemünd. Die Gastspiele im Kurort haben eine mehr als 20-jährige Tradition. „Früher sind wir mit unseren Stücken noch über die Dörfer der Eifel gezogen“, erinnert sich Frank Michalski. Erfreulicherweise hätten sich in einigen Dörfern wieder eigene Theatervereine etabliert. Das Interesse am Theaterspiel sei sowohl bei den Akteuren als auch beim Publikum wieder stärker geworden.

 

Dass Theaterspielen harte Arbeit ist, zeigte sich bei einer der jüngsten Proben der Glühwürmchen: Die Kaffeetassen sowie Pudding, Muffins und Rodonkuchen zeugten davon, dass sonntags der komplette Vormittag für die Probenarbeit draufgeht. Immer wieder wurde eine Szenen wiederholt oder an Texten gefeilt.

„Mit den Proben auf der Bühne haben wir nach Karneval begonnen“, berichtete Frank Michalski, der die Stücke der Verlage auf Eifeler Verhältnisse umschreibt und auch neue Personen „reinbastelt“. Michalski: „Jeder kann noch was reinbringen, wenn es ins Stück passt“. Erst bei der Generalprobe stehe das Stück komplett. Jetzt, kurz vor der Premiere, wird bis zu dreimal in der Woche geprobt.

 

Bevor es überhaupt an die Proben auf der Bühne geht, haben die Akteure zu Hause schon eine große Portion Heimarbeit geleistet. „Mit den Leseproben haben wir schon im Oktober vergangenen Jahres begonnen“, so Werner Hensch, der die Hauptrolle im zweistündigen „Casanovas Comeback“ spielt. Mit über 200 Einsätzen hatte er die meisten Textpassagen auswendig zu lernen.

 

Die Redetexte des Stückes umfassen insgesamt 60 DIN-A-4-Seiten, die bis zur Premiere „sitzen“ müssen. Nicht nur, dass jeder seine eigenen Texte lernen muss, jeder muss auch wissen, wann er nach dem Text des anderen seinen Einsatz hat. Hier hilft es, sich bestimmte Stichworte zu merken. Sollte es bei den Aufführungen dennoch einmal „haken“, hilft Souffleuse Bruni Beul den Akteuren im Flüsterton aus der Klemme.

 

„Casanovas Comeback“ handelt von der lebens- und reiselustigen Ehefrau Beate, die leider mit ihrem Horst einen Ehemann erwischt hat, der eher zu der Gattung der Langeweiler zählt. Abhilfe schafft da nur eine Seelenwanderung, durch die der Ehemann in das Wesen des Casanovas schlüpft und diese Verwandlung genießt. Nun hat Ehefrau Beate erst recht das Nachsehen. Nur, wie bekommt sie ein bisschen Horst und ein bisschen Casanova? Mit der Antwort auf diese Frage erlebt das Publikum einen vergnüglichen Abend voller verbaler Höhepunkte und Tiefschläge.

 

Mitwirkende in „Casanovas Comeback“ sind Werner Hensch (Ehemann Horst Boring), Steffi Mark (Ehefrau Beate Boring), Claudia Arens (Simone Wohlgemuth), Manfred Dederichs (Adrian von Kleist), Kathi Herbrand (Cecilie Ziegenhagel), Frank Michalski (Udo Fröhliche), Ewald Langenohl (Richard Steuerwald), Gabi Friedrichs (Sabrina Süßrahm), Georg Haas (Dieter Dösendutt), Ewald Schäfer (Mutter Steuerwald) und Bruni Beul (Souffleuse).

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Das diesjährige Kaller Maigeloog mit ihrem Hötjong Bastian Pütz (vorne Mitte) auf der Treppe des Vereinslokals Gier. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Bestechlichkeit hat Tradition v. April

Junggesellen pflegen uralten Brauch - 200 Maipaare

werden zusammengestellt und am Vorabend des Maifeiertages öffentlich ausgerufen – Kasten Bier für Erfüllung von

„Sonderwünschen“ – Umzug mit Musik und Pferdekutsche

 

Kall - Sie pflegen noch immer einen uralten Kaller Brauch, dessen Erhaltung jedoch schwerer wird. Diesen Umstand bedauert Bastian Pütz, der „Hötjong“(Vorsitzende) des Kaller Maigeloogs, das derzeit mitten in den Vorbereitungen für die zweitägigen Maifeierlichkeiten in Kall steckt. Pütz: „Es wird schon immer schwieriger, Jugendliche für die Mitarbeit im Geloog zu begeistern.“ Große Unterstützung bekommen die Junggesellen dagegen von der Gemeinde und von Ortsvorsteher Guido Keutgen, dem die Erhaltung des Brauches besonders am Herzen liegt.

 

Hötjong Bastian Pütz kann derzeit immerhin noch auf über 30 Junggesellen verweisen, die im Geloog mitarbeiten. Dabei ist es keinesfalls so, dass die Junggesellen nur für die Vorbereitung der Maifeier zuständig sind. Die engagierte Truppe ist auch im August zur Stelle, wenn es gilt, den Kirmesknochen auszugraben und diesen unter der Begleitung der Kaller Musikkapelle zum Kirmesplatz zu bringen. Auch andere Kaller Vereine werden bei ihren Veranstaltungen vom Maigeloog unterstützt.

 

Seit der Mitgliederversammlung Januar, bei der Hötjong Bastian Pütz wiedergewählt wurde, hat das Geloog einen neuen Vorstand. Zweiter Vorsitzender ist Lukas Müller, Benedikt Despineux bekleidet das Amt des Kassenwartes, während Dominik Mertens für die Schriftführung zuständig ist. Als Beisitzer komplettiert Julian Weiler den Vorstand.

 

Schon seit Februar ist das Geloog damit beschäftigt, auf einer geheimen Liste die Maipaare zusammenzustellen, die am Vorabend des Maifeiertages vom Felsen an der Gemünder Straße ausgerufen werden. Dieses „Verkuppeln“ von Kaller Mädchen ab 16 Jahren und Kaller Jungen ab 18 Jahren zu Maipaaren ist ein über 100 Jahre alter Brauch in Kall - in der Vergangenheit sind dadurch auch schon etliche Ehen entstanden.

 

Rund 200 Paare und das Maikönigspaar werden nach wochenlangen Recherchen des Geloogs auf die Mailiste gebracht, wobei die Beratungen im Vereinslokal Gier hinter verschlossener Tür stattfinden. Die fertige Liste hütet Bastian Pütz im verschlossenen Geloogs-Koffer, der auch während der einwöchigen Präsenz des Geloogs am Maifeuer nahe dem Hallenbad eine Rolle spielt.

 

Denn sobald das Geloog dort seine Zelte aufgeschlagen hat, hat jeder Kaller Junggeselle noch die Chance, sein Begehren, mit welcher Herzdame er gern auf der Mailiste stehen würde, erfüllt zu bekommen. Gegen einen Kasten Bier ist das Geloog nämlich gerne bereit spezielle Wünsche zu erfüllen und die Mailiste zu ändern. Die Bestechlichkeit des Geloogs hat in Kall ebenso Tradition wie der alte Maibrauch selbst.Junge Frauen dagegen haben keine Möglichkeit, sich ihren Wunschprinzen mit Hilfe einer Kiste Bier zu ergattern: Damenbesuch ist im Geloogs-Lager am Hallenbad bis zum Beginn der Maifeier nicht nur unerwünscht sondern absolut tabu…

 

„Es wird wieder ein stattlicher Baum sein, der auf dem Maiplatz aufgestellt wird“, verspricht der Hötjong. Alle Kaller Jungmänner ab 16 Jahren sind deshalb eingeladen, das Geloog beim Abholen des Baumes aus dem Wald und beim Aufstellen auf dem Maiplatz zu unterstützen.

 

Die Feierlichkeiten zum 1. Mai beginnen am Freitag, 24. April, um 15 Uhr mit dem Aufbau des Maiplatzes am Hallenbad. Am Samstag, 25. April, um 13 Uhr steht dann das Abholen des Dorfmaibaums auf dem Programm. Dabei hofft das Geloog auf die tatkräftige Hilfe aller Jungen ab 16 Jahren. Am Sonntag, 26. April, um 18 Uhr findet die traditionelle Maimesse in der Pfarrkirche statt. Dazu sind alle Kaller herzlich eingeladen. Das Ausrufen der rund 200 Maipaare beginnt am Donnerstag, 30. April, um 15.30 Uhr vom Felsen an der Gemünder Straße. Höhepunkt des Ausrufens ist die Verkündigung des Maipaares, dessen Identität bis dahin streng geheim gehalten wird.

 

Abends teilen sich die Geloogsjungen in mehrere Gruppen auf und ziehen zum traditionellen Maisingen („He komme die Kaller Knechte…“) von Haus zu Haus und bitten um Spenden. Während die „Sänger“ in Kall unterwegs sind, treffen sich Vereine und die Bevölkerung zum gemütlichen Beisammensein am Feuer auf dem Maiplatz.

 

Höhepunkt der Mai-Feierlichkeiten ist der große Umzug am Freitag, 1. Mai, um 13 Uhr. Vom Maiplatz aus wird der Maikönig in einer Kutsche und unter Begleitung aller Maipaare und der Musikkapelle Kall zum Haus der Maikönigin gefahren, wo auch Bürgermeister Herbert Radermacher und Ortsvorsteher Guido Keutgen dem Königspaar ihre Aufwartung machen. Nach einem Umtrunk und einem Walzertanz des Königspaares startet der Festzug zum Maiball im Saal Gier. Das Geloogs und der Ortsvorstehers hoffen, dass sich auch die Kaller Bevölkerung rege an den Maifeierlichkeiten beteiligt.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

 


Alte Grade, junge Damen: Die Kallbachmücken gibt es im Kaller Karnevals nunmehr seit 50 Jahren. In der nächsten Session wird Jubiläum gefeiert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Löstige Bröder wählen neuen Vorstand v. April

Jahreshauptversammlung der Karnevalisten findet am Freitag, 8. Mai, um 19.30 Uhr im Saal Gier statt – Die „Kallbachmücken“

feiern im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Bestehen

 

Kall – Der Karnevalsverein „Löstige Bröder“ hält am Freitag, 8. Mai, um 19.30 Uhr, im Saal Gier seine Jahreshauptversammlung ab. Im Mittelpunkt der Versammlung stehen der Rückblick auf die Jubiläumssession anlässlich des 111-jährigen Bestehens des Vereins sowie die Neuwahl des Vorstandes. Weil einige Neubesetzungen im Vorstand erfolgen werden, bittet der Verein um eine rege Teilnahme an der Versammlung.

 

Auch in der kommenden Session gibt es beim Karnevalsverein „Löstige Bröder“ einen runden Geburtstag zu feiern. Die 1966 gegründete Tanzgarde „Kallbachmücken“ wird dann 50 Jahre alt. Auch dieser, für eine Karnevalstanzgarde eher seltene Geburtstag wird ein Thema bei der Mitgliederversammlung sein.

 

Sollte die Versammlung um 19.30 Uhr nicht beschlussfähig sein, wird für 20 Uhr eine neue Versammlung einberufen, die dann unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist.

pp/Agentur ProfiPress


Norbert Scheuer liest im Rahmen der Lit.Eifel am Mittwoch, 29. April, ab 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Schleidener Clara-Fey-Gymnasiums aus seinem Roman „Die Sprache der Vögel“. Bild: Elvira Scheuer

Plädoyer für das Leben v. April

Norbert Scheuer liest im Rahmen der Lit.Eifel am Mittwoch, 29. April, ab 20 Uhr im Schleidener Clara-Fey-Gymnasium, Mamedyer Str. 2, aus seinem Roman „Die Sprache der Vögel“

Eifel/ Schleiden – Ein echt Eifeler Gewächs und preisgekrönter Autor, der in seinen Romane immer wieder auch seine Heimat thematisiert: Norbert Scheuer liest im Rahmen der Lit.Eifel am Mittwoch, 29. April, ab 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Clara-Fey-Gymnasiums, Malmedyer Straße 2 in Schleiden aus seinem Roman „Die Sprache der Vögel“. Anfang des Jahres stand das Buch auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse.

„Extrem dicht erzählt Norbert Scheuer von einem jungen Mann, der freiwillig als Sanitätsgefreiter nach Afghanistan geht. Ein Roman über Erinnern und Vergessen, Tod, Schuld und Krieg, aber auch über die Schönheit der Natur, die Poesie der Sprache und des Vogelflugs.“ Mit diesen Worten begründete die Jury die Nominierung des Romans „Die Sprache der Vögel“ für den diesjährigen „Preis der Leipziger Buchmesse“. Norbert Scheuers jüngster Roman ist in der Tat ein Ereignis. In eindringlichen Bildern entwirft der Schriftsteller ein leidenschaftliches, den Leser tief berührendes Plädoyer für das Leben und gegen die Gewalt.

Die Lesung in Kooperation mit dem Clara-Fey-Gymnasium wird musikalisch begleitet von Nico Schumacher und Roman Kutsch. Anschließend findet wie immer bei Lit.Eifel-Lesungen ein Autorengespräch mit statt, in dessen Rahmen auch die Zuschauer Fragen stellen können.

Norbert Scheuer wurde 1951 im rheinland-pfälzischen Prüm in der Westeifel geboren. Er machte eine Lehre als Elektriker und studierte anschließend physikalische Technik in Iserlohn sowie Philosophie an der Universität Dortmund. 1993 erschien sein erstes Buch, der Erzählband „Der Hahnenkönig“, 1997 der Gedichtband „Ein Echo von allem“ und 1999 der erste Roman „Der Steinesammler“.

Norbert Scheuer erhielt bereits zahlreiche Literaturpreise. 2009 stand er mit dem in der FAZ vorabgedruckten Roman „Überm Rauschen“ auf der sechs Titel umfassenden Shortlist zum Deutschen Buchpreis. 2015 stand sein Roman „Die Sprache der Vögel“ wie erwähnt auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse.

Im April 2014 übernahm Norbert Scheuer an der Universität Bonn eine Thomas-Kling-Poetik-Dozentur der Kunststiftung NRW. Norbert Scheuer lebt mit seiner Familie in Kall-Keldenich in der Nordeifel.

Der Eintritt zur Lesung kostet sechs, ermäßigt drei Euro. Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress


Erstmals beteiligte sich das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg in diesem Jahr mit einer eigenen Gruppe am „Kreuzweg der Jugend. Foto: Michael Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Mit Fackelträgern und Kreuz nach Urft gewandert v. April

Rund 30-köpfige Gruppe von Schülern, Eltern und Lehrern des Hermann-Josef-Kollegs beteiligte sich - Kreuz von Steinfeld nach Urft getragen – Abschlussgottesdienst in der Jugendkapelle

Kall-Steinfeld/ Urft – Beim „Kreuzweg der Jugend“, der immer am Freitag vor Palmsonntag stattfindet, pilgern katholische und evangelische Jugendliche in einer Sternwallfahrt nach Urft. In diesem Jahr nahm auch das Hermann-Josef-Kolleg teil. Schüler der Klassen 7 hatten dazu mit Lehrerin Marlis Knoll und Pater Heinrich Stationen des Kreuzweges vorbereitet.

Zu Beginn feierten die jungen Christen in der Schülerkapelle gemeinsam Gottesdienst. Während der Messe wurden die Bilder einzelner Kreuzwegstationen betrachtet. Mittels passender Texte, Gebete und Lieder beschäftigten sich die Schüler mit der Bedeutung des Kreuzes. Dabei stellten sie heraus, dass das Kreuz sowohl Leid als auch Hoffnung symbolisiere. Jeder, so die Schüler, habe „sein Kreuz zu tragen“ - aber auch Menschen, die dabei helfen, Leid und Elend zu ertragen und zu überstehen. In diesem Sinne hefteten sie ihre Gedanken, Sorgen und Hoffnungen in Form kleiner, beschrifteter Zettel ans Kreuz, das sie mit auf den Weg nach Urft nahmen.

In einer Gruppe von rund 30 Schülern, Eltern und Lehrern machten sich die HJK-ler auf den Weg nach Urft – und zwar nicht auf direktem Wege, sondern zunächst in Richtung Wahlen, um dann durch den Wald nach Urft zu gelangen. Das Kreuz wurde von den Schülern abwechselnd getragen und wegen der beginnenden Dämmerung von Fackelträgern begleitet. In Urft schließlich wurde die Gruppe von Mitarbeitern des Mechernicher Malteser-Hilfsdienstes mit Fladenbrot und Tee begrüßt.

Der Abschlussgottesdienst mit Jugendseelsorger Hardy Hawinkels in der Urfter Jugendkirche rundete den Tag ab. „Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Jugendliche den Weg nach Urft angetreten hatten - und ein tolles Gefühl, Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, so eine Schülerin. Der Jugendchor „Spirit“ gestaltete den Gottesdienst mit, „was zu dieser besonderen Atmosphäre beitrug, da viele moderne Lieder gesungen wurden“, so die Steinfelder Schüler.

pp/Agentur ProfiPress


Die richtige Ausführung der Herz-Lungenmassage zur Wiederbelebung ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Neue Schulsanitäter fürs HJK v. April

Achtklässler in Erster Hilfe ausgebildet – Mechernicher Maltester führen Kursus am Steinfelder Gymnasium durch

Kall-Steinfeld/ Mechernich - 28 Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 8 am Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg haben mit der freiwilligen Ausbildung zum Schulsanitäter begonnen. Der Kurs wird einmal im Jahr angeboten.

Dank einer Kooperation mit den Mechernicher Maltesern erhalten die Schüler während des Kurses, der in den Räumlichkeiten des HJK durchgeführt wird, ein fundiertes Grundwissen über den Dienst als Ersthelfer, mit dem sie ihren Schulkameraden sowie dem Lehrpersonal im Ernstfall zur Seite stehen können. Sandro Sieber (8b): „Es ist sehr hilfreich zu wissen, wie man sich in Notsituationen verhalten sollte. Das hilft auch in jeder alltäglichen Lebenssituation“

Wichtig bei der ersten Hilfe ist laut Ausbilder Dieter Ziolkowski „niemals einen Menschen alleine zu lassen“. Der einzige Fehler, den man machen könne, sei das Nichtstun. Damit die Teilnehmer bis zum Ende der Ausbildung, an dem eine theoretische und eine praktische Prüfung stehen, „Helfer“ sein können, lernen sie unter anderem sowohl, wie ein bewusstloser Mensch in die Seitenlage zu bringen ist als auch die richtige Ausführung der Herz-Lungenmassage zur Wiederbelebung. „Ich hätte nicht gedacht, wie schwierig es ist, eine Herz-Rhythmus Massage durchzuführen. Ohne die richtige Technik ist das kaum möglich“, berichtet Noah Kiunka aus der 8b. Doch das Wichtigste, so der Ausbilder, sei die Information über das richtige und verantwortungsvolle Verhalten in Notfallsituationen, das nicht nur während des Schulsanitätsdienst bedeutend sei.

Wie viele Teilnehmer, freut sich Nina Klinkhammer (8b) nach dem ersten Ausbildungstag schon auf die Fortsetzung: „Die erste Schulung war schon so lehrreich, dass ich gespannt bin, wie es weitergeht.“

pp/Agentur ProfiPress


Der aktuelle Vorstand des Fördervereins nach Ergänzungswahlen (von links): Schatzmeister Gottfried Schnitzler, stellvertretender Vorsitzender Pater Paul Cyrys, Vorsitzender Günter Rosenke, Geschäftsführer Michael Heller und Beisitzer Hans Bösch. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Erhalten, unterhalten, mit Leben füllen v. April

Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld begeistert von Plänen zur Erweiterung des Gästehauses – Ziel: Gesunde Basis für Erhalt des Klosters – Zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt

Kall-Steinfeld - „Das wird kein elitäres Fünf-Sterne-Hotel weil es schick ist, im Kloster zu tagen. Wir machen den Umbau für den Erhalt des Klosters und deshalb bleibt es auch ein Gästehaus, in dem es anstelle einer Rezeption eine Pforte gibt.“ Wolfgang Scheidtweiler hat klare Vorstellungen von seinem Bauprojekt im Salvatorianer Kloster Steinfeld. Bei der Mitgliederversammlung des Förderkreises Kloster Steinfeld hatte er viele interessierte Zuhörer, die gespannt erwarten, wie es nun weitergeht.

Wolfgang Scheidtweiler, aus Mechernich-Wachendorf stammender Ingenieur und Unternehmer im Hotel- und Brauereibereich, möchte das Kloster Steinfeld auf eine gesunde finanzielle Basis stellen. Seit seiner Kindheit ist er dem Kloster verbunden und entschied sich, sofort zu handeln, als er von den finanziellen Problemen der Salvatorianer in Steinfeld hörte.

Als erfolgreicher Unternehmer möchte Scheidtweiler das Kloster sowohl finanziell, als auch mit seinem Know-how unterstützen. Zukünftig wolle er den Betrieb des Klosters mit dem Orden der Salvatorianer gemeinsam stemmen. Dazu sollen nun 63 Doppelzimmer in den Räumen entstehen, in denen früher die Internatsschüler untergebracht waren. Zum 1. Juni soll das erweiterte Gästehaus bezugsfertig sein – getreu dem Klosterleben ohne übertriebenen Luxus.

Die Mitglieder aus dem „Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld“ zeigten sich allesamt begeistert von den Plänen des Wachendorfers. „Es ist alles in den Rahmen des Möglichen gerückt, mit Ihrer Hilfe wird es hier weitergehen“, freute sich Landrat Günter Rosenke, Vorsitzender des Fördervereins. Alle haben dabei ein gemeinsames Ziel vor Augen: „Wir wollen hier keinen Reibach machen, sondern das Kloster erhalten und unterhalten und es mit Leben füllen“, so Scheidtweiler.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung durften die „Freunde und Förderer“ die Baustelle besichtigen. Wolfgang Scheidtweiler legt viel Wert darauf, dass die Gäste ihre Zeit nicht allein in den Zimmern verbringen. Zusätzlich zu den Aufenthaltsräume im bestehenden Gästehaus würden deshalb ehemalige Primanerzimmer im Klostergebäude zu Lounges umgebaut, wo man gemütlich die Abende verbringen könnte. Geplant ist außerdem, in weiterer Zukunft das Refektorium der Mönche als Museum für Schätze von Kirchen und Klöstern öffentlich zugänglich zu machen.

„Ich habe das von Herzen kommende Bedürfnis, Ihnen zu danken“, äußerte sich Hans Bösch, Beisitzer im Vorstand des Fördervereins. Auch Günter Rosenkes Dankesworte, in denen er Wolfgang Scheidtweiler als „rettenden Engel“ bezeichnete, stießen bei den versammelten Mitgliedern auf breite Zustimmung.

Der Förderverein zählt aktuell 175 Mitglieder. Hans Bösch gab als Anregung mit auf den Weg, dass bis zum nächsten Jahr jeder der rund 30 Anwesenden ein weiteres Mitglied für den Kreis der Freunde und Förderer werben könne, um über die Marke von 200 Mitgliedern zu kommen. „Das wäre ein erfreuliches Echo“, so Bösch.

Der Förderverein stellt sich unter anderem den Aufgaben zum Erhalt und zur Pflege der kulturhistorischen Stätte Kloster Steinfeld sowie der Förderung von Musik und Kunst. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, im Sinne des Denkmalschutzes eine Wandmalerei aus dem 14. Jahrhundert zu restaurieren – die Kreuzigungsgruppe in der Basilika. Angeregt wurde darüber hinaus eine Spende, um langfristig einen guten Flügel für Konzertgelegenheiten anzuschaffen.

Letzte Vorbereitungen laufen derzeit für das 70. Eifeler Musikfest am Wochenende, 30. und 31. Mai. Dass ein großer Teil des Programms von einheimischen Kräften gestaltet würde, sei ein besonderes Charakteristikum des Musikfestes, erklärte Günter Rosenke.

„Was dort geboten wird ist erstklassig und vorzeigewürdig und inzwischen über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.“ Auf dem Programm stehen in diesem Jahr ein Kammerkonzert mit anschließendem musikalischen Festmenü am Samstag, 30. Mai, sowie Hochamt und Festkonzert in der Basilika am Sonntag, 31. Mai. Der Andrang im Vorverkauf sei noch nie so groß gewesen, betonte der Landrat.

Um zwei Stellen im Vorstand des Fördervereins neu zu besetzen stand in der Mitgliederversammlung eine Ergänzungswahl an. Einstimmig wurde Pater Paul Cyrys zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des bisherigen Superiors Pater Peter Daubner an, der sich für die Salvatorianer in Süddeutschland neuen Aufgaben widmet. Als Beisitzerin wurde einstimmig Anna Esser gewählt, die lange Zeit in der Gemeindeverwaltung Kall beschäftigt gewesen war. Sie übernimmt das Amt der kürzlich verstorbenen Annemarie Becker.

pp/Agentur ProfiPress


Die Arbeiten im ehemaligen Internat laufen auf Hochtoure. Ende Mai soll die Erweiterung des Gästehauses abgeschlossen sein. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Arbeiten in Steinfeld laufen auf Hochtouren v. April

Ehemaliges Internat im Kloster Steinfeld wird umgebaut: Erweiterung des Gästehauses um 63 Vier-Sterne-Zimmer auf drei Etagen – Fertigstellung Ende Mai geplant – Barrierefreie Unterkünfte in jedem Stockwerk

 

Eifel/Kall-Steinfeld – Seine Energie steckt an: Beim Ortstermin im ehemaligen Internat im Kloster Steinfeld erklärt Wolfgang Scheidtweiler begeistert, wie die zusätzlichen 63 Zimmer für das Gästehaus, die dort entstehen, einmal aussehen werden. Rund um ihn laufen die Arbeiten am Innenausbau auf Hochtouren: Fenster und Türen werden erneuert, sanitäre Anlagen herausgerissen und neue Badezimmer geplant. Es staubt und ist laut.

 

Scheidtweiler, dessen Steckenpferd die Sanierung alter Gebäude ist, ist in seinem Element. „Sehen Sie nur, dieser Blick“, sagt er und weist auf das Ende des Ganges. Tatsächlich, die Aussicht lohnt: Die Mauer wurde dort durch ein hohes Fenster ersetzt, das die grüne Eifellandschaft freigibt und beinahe ins Gebäude zu holen scheint.

 

Der aus Mechernich-Wachendorf stammende Ingenieur und Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler hat Brauereiwesen studiert und ist erfolgreich im Brauerei- und Hotelgeschäft tätig. Im Dezember vergangenen Jahres hatte er gemeinsam mit der gemeinnützigen GmbH „Werke der Salvatorianer“ zur Übernahme der weitläufigen Klosteranlage in Steinfeld eine neue Firma gegründet, die „Kloster Steinfeld Verwaltungs GmbH & Co. KG“. Zugleich präsentierten er sowie der Provinzial der deutschen Salvatorianer, Pater Hubert Veeser und der Prokurator Pater Lambertus Schildt ihre Pläne – die nun Gestalt annehmen.

 

„Hier entstehen drei Etagen mit jeweils 21 komfortablen Zimmern“, erklärt Scheidtweiler, ein Aufzug wird das gesamte Gebäude erschließen. Auf Barrierefreiheit legt der in Pforzheim lebende Investor großen Wert. So wird es auch auf jeder Etage ein besonders großzügig geschnittenes behindertengerechtes Zimmer geben. Sie entstehen in den ehemaligen Nasszellen, aus denen bereits alle Installationen ausgebaut wurden.

 

Ausgestattet werden die Zimmer alle mit massiven, weiß gebeizten Holzmöbeln, bei denen „wir natürlich auf ökologisch verträgliche Farben geachtet haben“, so Pater Lambertus beim Baustellentermin. Größtenteils werden sie über einen begehbaren Schrank, in allen Fällen über Badezimmer mit Böden sowie Waschtischen aus Naturstein sowie bodenebenen Duschen verfügen. Auch Safe, Kühlschrank und TV gehören zur Zimmerausstattung. Die künftigen Gästezimmer entsprechen alle dem Vier-Sterne-Standard und sind im Schnitt um die 30 Quadratmeter groß. „Das ist auch für vier Sterne überdurchschnittlich“, berichtet Wolfgang Scheidtweiler. Die Gäste können zwischen verschieden großen Zimmern wählen, auch eine Einheit mit Wohn- und Schlafbereich ist verfügbar. Ebenso ein Zimmer mit Küchenzeile, etwa für längere Aufenthalte.

 

Scheidtweiler, der gemeinsam mit seiner Frau Andrea insgesamt acht Hotels sehr erfolgreich führt, ist überzeugt vom Gelingen des Steinfelder Konzepts. Es sieht neben der Beherbergung von Individualgästen Firmenpräsentationen und Seminare unter der Woche sowie geistliche Kurse und kreative Angebote der Akademie Kloster Steinfeld an den Wochenenden vor. Bereits jetzt, berichten Pater Lambertus und Wolfgang Scheidtweiler, gebe es immer wieder Nachfragen großer Gruppen, die den Rahmen des bisherigen Gästehaues sprengen würden. Nach der Erweiterung wird das Steinfelder Gästehaus über 110 Zimmer verfügen. Zudem, so Scheidtweiler, erlebten die Eifel allgemein und speziell Steinfeld unter anderem mit dem Eifelsteig einen wahren „Touristenboom“. „Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Familien hier ihren Urlaub verbringen – dafür werden wir spezielle Angebote ausarbeiten“, so der Investor.

 

Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für Ende Mai geplant. Doch dann geht es weiter: „Nach und nach wollen wir dann auch Schlafsäle im eigentlichen Klostergebäude in Aufenthalts- und Seminarräume umgestalten“, berichtet der gebürtige Wachendorfer. Es gehe eben – hoffentlich noch einmal 1000 Jahre – so weiter wie seit knapp 1000 Jahren: „Bei einer Anlage wie dem Kloster Steinfeld ist man nie fertig.“ Auch ein Grund, warum Wolfgang Scheidtweiler, auf seine Investitionen angesprochen, keine Summe nennen möchte. Stattdessen lächelt er und verspricht: „So wenig wie möglich und so viel wie nötig.“ Finanzielle Interessen verbinde er ausdrücklich keine mit dem Projekt: „Sollte irgendwann mal etwas hängenbleiben, fließt jeder Cent in den Erhalt des Klosters.“ Einzige Bedingung für sein Engagement ist und bleibt, dass die Salvatorianer im Kloster bleiben: „Wir machen hier kein Fake-Kloster, das gibt es nicht.“

 

Sein unbedingter Wunsch ist es auch, dass das Hermann-Josef-Kolleg noch lange weiterbesteht: „Hier muss Leben sein.“ Begegnungen zwischen Gästen und Schülern sind dabei ausdrücklich erwünscht – etwa im Refektorium, dem Speisesaal des Klosters. Denn auch für das seit der Internatsschließung etwas verwaiste Küchenpersonal ist der Ausbau des Gästehauses die perfekte Lösung: „Das Potenzial ist da, das Essen sehr gut.“ Um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, soll der Speisesaal renoviert und die Küche modernisiert werden.

 

Was aber, wenn es nicht ums Geldverdienen geht, ist Wolfgang Scheidtweilers Motivation? Zunächst einmal seine Liebe zu alten Gebäuden, von denen er sagt: „Sie haben einfach einen Charme, den man in neue Häuser nicht reinbringt.“ Gleichzeitig gebe es eine lange Verbundenheit seiner Familie mit dem Kloster Steinfeld und der Basilika: „Zu allen kirchlichen Hochfesten waren wir in Steinfeld, der Sohn meines Bruders hat hier geheiratet“, berichtet der gebürtige Wachendorfer, dessen Bruder nach dem heiligen Hermann-Josef benannt wurde. In letzter Instanz aber, so Scheidtweiler, gehe es ausschließlich um eines: „Das Kloster langfristig wirtschaftlich zu machen und so zu erhalten.“ Große Unterstützung erfahren die Steinfelder von der Gemeinde Kall und dem Kreis Euskirchen, wie Pater Lambertus und Wolfgang Scheidtweiler berichten: „Die Zusammenarbeit ist sehr kooperativ und gut.“

 

Seine Erfahrungen mit dem Denkmalschutz sind durchweg gut – auch, weil er persönlich meist noch höhere Ansprüche an den Erhalt des ursprünglichen Gebäudes hat, als die Behörden.“ Im ehemaligen Internat, das in den1960er Jahren gebaut wurde, spielt der Denkmalschutz keine Rolle. Wohl aber für das alte Klostergebäude. Wolfgang Scheidtweiler: „Unser Vorhaben mit den Aufenthalts- und Seminarräumen ist auch für so ein Denkmal die denkbar beste Nutzung – es gibt keinen Eingriff in die Bausubstanz, wir machen nichts kaputt.“ Die Grundsubstanz übrigens, so berichtet der Experte, sei sowohl im alten Gemäuer als auch dem ehemaligen Internat hervorragend.

 

Auf der Baustelle geht es emsig weiter. Es scheint, als werde unter der Bauleitung von Mike Vivas und mit dem Mechernicher Unternehmen Vogelsberg, das den Innenausbau durchführt, alles umgekrempelt. „Nur der Boden hier im Flur, der bleibt“, sagt Scheidtweiler und zeigt auf die dunklen Fliesen. Die Gäste allerdings werden über einen roten Teppich laufen, der dort ausgelegt werden soll. Apropos Gäste: Roter Teppich hin oder her - Besucher sollen neben den komfortablen neuen Zimmern auch nach wie vor die günstige Variante ohne eigene Dusche wählen können. Denn, da sind sich Pater Lambertus und Wolfgang Scheidtweiler einig: „Das ist ein Kloster, es sollte jedem ermöglich werden, hier zu übernachten.“

 

pp/Agentur ProfiPress


Technisch ist die Kaller Hauptschule optimal ausgerüstet, wie etwa mit Whiteboards (interaktive Tafeln) in vielen Klassenräumen, hier Schülerin Alina Schumann mit Lehrer Viktor Fröse. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mit voller Kraft voraus v. März

Auslaufende Kaller Hauptschule setzt hervorragende Arbeit fort – Schüler sollen möglichst bis zum Abschluss begleitet werden

 

Kall – „Wir sind traurig darüber, dass die Hauptschule künftig nicht mehr gewollt ist“, berichtet Schulleiterin Vera Oepen und fasst damit die Meinung des gesamten Kollegiums zusammen. Wie die meisten Hauptschulen ist die Kaller bekanntermaßen seit zwei Jahren, also aktuell im dritten Jahr, eine auslaufende Schule. Das bedeutet, dass seitdem keine neuen Fünftklässler mehr aufgenommen werden, derzeit werden noch die Jahrgangsstufen 7, 8, 9 und 10 beschult.

 

„Für uns steht außer Frage, dass wir die gute Arbeit, die hier geleistet wird, mit voller Kraft weiter machen“, sagt Vera Oepen, die bereits seit 1996 an der Kaller Hauptschule unterrichtet. Viktor Fröse, der die Schulleitung unterstützt, ergänzt: „Unser Wunsch ist es, dass alle Schüler hier noch ihren Abschluss machen können.“ Eine 100-ige Sicherheit aber gebe es nicht: „Die Kaller Verwaltung hat uns zugesichert, alles ihr Mögliche dafür zu tun“, so Vera Oepen. Aber: „Die Entscheidung liegt letztlich bei der Bezirksregierung.“

 

Unabhängig davon baut das Lehrerkollegium weiter auf die vielen Bausteine, die in den vergangenen Jahren dazu geführt haben, dass die Hälfte aller Schüler an der Kaller Hauptschule nicht nur den Hauptschulabschluss (10 A), sondern auch den Abschluss „10 B“ (Mittlere Reife) geschafft haben. Zahlreiche davon schlossen sogar mit „10 B plus Qualifikation fürs Gymnasium“ ab – also mit der Option, an einer anderen Schule das Abitur machen zu können. Diese gute Entwicklung zeichnet sich bereits früher in der Schullaufbahn ab: „Bei den Lernstandserhebungen in Jahrgansstufe 8 liegt unsere Schule immer im obersten Drittel der Schulen in NRW“, berichtet Viktor Fröse.

 

Die Schulleitung führt dies auf mehrere Faktoren zurück: „Zum einen natürlich auf das engagierte Kollegium, dem jeder einzelne Schüler am Herzen liegt.“ Dabei können die Lehrer auf optimale technische wie infrastrukturelle Voraussetzungen zurückgreifen. Es gibt ein eingespieltes Team an Pädagogen, außerschulischen Lehrkräften, Ehrenamtlichen, einer Sekretärin und dem Hausmeister. Die Schule verfügt über zwei mit Notebooks bestückte PC-Räume und einige mit „Whiteboards“ (interaktive Tafeln) ausgestattete Klassenzimmer. Die Sporthalle auf dem Schulgelände wurde jüngst saniert und eine Mensa neu eingerichtet. Das Essen wird vom ortansässigen Caterer und ehemaligen Schüler Waldemar Schmidt täglich frisch zubereitet.

 

Großen Wert legt man an der Kaller Hauptschule auch auf externe Partner wie etwa den Kaller Aktivpark Hannes (Tanz- AG), die Agentur für Arbeit (Berufsberatung und –vorbereitung) und das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Euskirchen (Erste Hilfe-Kurse). Besonders am Herzen liegt dem Kollegium das Thema Integration. Insbesondere ist die Partnerschaft mit der Kaller Sankt-Nikolaus-Schule zu nennen, in deren Rahmen beispielsweise Kinder mit und ohne Handicap einmal in der Woche gemeinsam Sportunterricht haben.

 

Auch die Polizei, an der Kaller Hauptschule vertreten durch Polizeihauptkommissar Friedhelm Heß sowie die ortsansässigen Polizeibeamte Willi Möres und Reiner Lehner, ist ein wichtiger Partner insbesondere in Sachen Gewaltprävention, Suchtprophylaxe und Verkehrserziehung. Friedhelm Heß attestiert der Schule: „Die Zusammenarbeit ist hervorragend. In den vergangenen Jahren haben wir sehr eng und gerne mit der Kaller Hauptschule kooperiert – und das ist noch lange nicht überall so…“

 

Schließlich ist auch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen in der Region von immenser Bedeutung. „Alle Schüler durchlaufen in den Stufen 8 und 9 mehrwöchige Praktika“, so Vera Oepen. In den Betrieben werden wichtige Kontakte geknüpft, die in vielen Fällen auch den Weg für eine spätere Lehrstelle ebnen. „Darauf führen wir nicht zuletzt auch unsere guten Quoten der Abgänger zurück, die direkt einen Ausbildungsplatz finden“, berichtet die Schulleitung.

 

pp/Agentur ProfiPress

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In der Mensa erhalten die Schüler, hier (v.l. Alina Schumann, Jan Hennig und Jaqueline Prella) ein täglich frisch zubereitetes Mittagessen. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
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Praktika sind nicht selten der Schlüssel zu einer späteren Lehrstelle. Hier geht Jaqueline Prella mit Schulleiterin Vera Oepen die Praktikumsbestätigung durch. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Leiten künftig die Geschicke des Kaller Sport Clubs (KSC): Vize-Vorsitzender Dieter Hermanns (von links), Vorsitzender Wolfgang Arens, Geschäftsführerin Katja Piana und Schatzmeister Manfred Jaax. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Frischer Wind beim Kaller SC v. März

Sportverein wählte neue Vorstandsspitze – Wolfgang Arens ist Nachfolger von Hans Lambert – Jugend und Familie stehen künftig im Mittelpunkt - Der Mitgliederschwund soll gestoppt werden – Im August großes Sportfest mit neuer Konzeption

 

Kall - Eine Verjüngungskur erlebte der Kaller Sport Club (KSC) jetzt mit der Vorstandsneuwahl im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung im Saal Gier. Die amtierende Vereinsspitze mit dem Vorsitzenden Hans Lambert und dem stellvertretenden Vorsitzenden Ralf Schumacher trat nicht mehr zur Wiederwahl an.

 

Zukünftig werden Wolfgang Arens als Vorsitzender, Dieter Hermanns als Stellvertreter, Manfred Jaax als Schatzmeister und Katja Piana als Geschäftsführerin die Geschicke des Vereins leiten. Sie alle wurden einstimmig in ihre Ämter gewählt, wobei Manfred Jaax der einzige ist, der auch dem bisherigen Vorstand angehörte. Der neue Vorstand will das angekratzte Image des Sportvereins aufpolieren und dem seit Jahren anhaltenden Mitgliederschwund entgegenwirken.

 

Arens & Co traten bei der Vorstandwahl bestens vorbereitet und mit einem klaren Konzept für die Zukunft des Vereins an, dessen Mitgliederzahl in den letzten drei Jahren von 442 auf derzeit 372 geschrumpft war. Das sei allerdings nicht die Schuld der scheidenden Vorstandsspitze um Hans Lambert und Ralf Schumacher, sondern ein seit Jahren gewachsenes Problem, so der neue Vorsitzende, der sich bei Lambert und Schumacher für deren Arbeit mit Präsenten bedankte.

 

Als scheidender Vorsitzender hatte Hans Lambert zuvor einen Rechenschaftsbericht abgegeben, in dem er den Vorstandsmitgliedern, den Schiedsrichtern, den Trainern, den Betreuern und den vielen anderen Helfern für ihren Einsatz dankte. Als besonders positiv sei die Verpflichtung von Trainers Jörg Piana für die erste Mannschaft zu bewerten. Dem Verein sei es zudem gelungen, die Beiträge für die Benutzung der Turnhalle an die Gemeinde zu halbieren. Der KSC habe ein recht gutes Verhältnis zur Gemeinde, berichtete Lambert.

Vom geregelten Betrieb der Handballabteilung berichtete deren Leiter Jürgen Drehsen. Drei Senioren- und vier Juniorenmannschaften spielten erfolgreich, obwohl die Jugendlichen weite Wege zu den Spielorten von Aachen bis Siegburg in Kauf nehmen müssten. Die Handballabteilung verfüge derzeit über 115 Mitglieder.

 

Weniger gute Nachrichten hatte Schatzmeister Manfred Jaax zu verkünden. Der Verein habe im vergangenen Jahr einige tausend Euro „Miese“ gemacht, weil einige Sponsoren und Mitglieder abgesprungen seien. 2014 habe man den Mitgliederschwund allerdings etwas stoppen können.

 

Ehrenvorsitzender Ernst Schneiders, der die Wahl des neuen Vorstandes in vielen Gesprächen mit vorbereitet hatte und die Wahl leitete, erinnerte an Zeiten, als der KSC noch 600 Mitglieder hatte. „Wir wissen, dass eine schwierige Zeit auf den neuen Vorstand zukommt“, konstatierte Schneiders: „Es wird keine leichte Aufgabe sein, die Herzen der Kaller wieder für den KSC zu gewinnen“. Es sollte deshalb eine neue Generation sein, die nun Verantwortung im Verein übernehme. Schneiders: „Es muss wieder frischer Wind in den Verein kommen, und dies nicht nur für die Aktiven, sondern auch in das Umfeld.“ In der nächsten Spielsaison soll der KSC wieder eine zweite Mannschaft an den Start bringen, auch wenn diese erst in der Kreisliga C beginnen müsse. Eine zweite Mannschaft gehe in der nächsten Saison an den Start, versprach Wolfgang Artens. Mit Sebastian Hoss habe man dafür bereits einen Trainer gefunden.

 

„Wir wollen einen Neuanfang machen, und es wird gravierende Veränderungen geben; aber wir wollen dabei keinen verlieren“, sagte Wolfgang Arens nach seiner Wahl. Er fand recht offene Worte. „Der neue Vorstand ist der Meinung, dass der KSC in einem Zustand ist, den wir so nicht wollen“, so Arens: „Es wird nicht gut über den KSC gesprochen. Das muss sich wieder ändern.“ Die Ursache liege jedoch länger zurück. Er denke an eine Jugendzeitzeit, als der KSC noch eine gute Adresse war. Das soll auch bald wieder so sein. Der designierte Vorstand hat über Wochen ein Konzept erarbeitet, in dem die Jugend und die Familie im Vordergrund stehen.

 

Dem Ausspruch von Altkanzler „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, widersprach Arens mit seiner persönlichen Erfahrung: „Visionen können nicht schaden, um besondere Ziele zu erreichen.“ Eine Vision des neuen Vorstandes sei zum Beispiel, dass der KSC wieder erste Adresse im Altkreis Schleiden werde.

 

Das aber gehe nicht von heute auf morgen. Deshalb laute die langfristige Strategie „KSC 2020“. Arens appellierte, dem neuen Vorstand fünf Jahre Zeit zu lassen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Das Erfolgsgeheimnis liege in einer neu formierten, professionellen Jugendarbeit, wobei der sportliche Gedanke über dem Erfolgsdruck stehen müsse. Die Eltern sollten ihre Kinder beim KSC in guten Händen wissen. Arens: „Dieses Vertrauen müssen wir uns zurück verdienen“.

 

Man werde sich auch bemühen, die Mitglieder zurück zu gewinnen, die in der Vergangenheit verärgert oder unzufrieden aus dem Verein ausgetreten sind. Auch wolle sich der KSC stärker mit anderen Vereinen und Institutionen vernetzen, um das Fundament des Vereins in der Bevölkerung zu stärken. Um dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken machte der neue Vorstand sogleich Nägel mit Köpfen: Er halbierte den Jahresbeitrag für Familien von 140 auf 70 Euro vor. Ebenfalls soll das Anmeldungsjahr für alle Kinder und Familien beitragsfrei sein, um den Verein zunächst einmal kennenlernen zu können. Um Familien oder Jugendliche, die sich den Beitrag nicht leisten können, werde man sich kümmern: „Der KSC schickt keinen weg, da werden wir eine Lösung finden“, kündigte Wolfgang Arens an.

 

Sportfeste des KSC sollen künftig im Fokus von „Jugend & Familie“ stehen und neu konzipiert werden. Dazu verlegte der Vorstand den Termin des diesjährigen Sportfestes, das nun am Wochenende 14. bis 16. August in Verbindung mit dem Saisonstart der Seniorenmannschaft stattfinden soll.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Dank der zahlreichen Helfer von der Ortsgruppe Schleiden des Technischen Hilfswerks, von der Jugendfeuerwehr Marmagen, dem Urfter Hermann-Josef-Haus sowie zahlreichen privaten Helfern kannte der Verein „Rumänien Sunshine“ die Einrichtung des ehemaligen Internats verladen. Foto: Rumänien Sunshine/pp/Agentur ProfiPress

Steinfelder Möbel für Rumänien v. März

„Rumänien Sunshine e.V.“ bringt Inventar aus dem ehemaligen Salvatorianer-Internat nach Rumänien – PC-Raum, für Jugendlichen-Integrationseinrichtung

Kall-Steinfeld/ Rumänien – Das ehemalige Internat im Salvatorianer-Kloster Steinfeld wird gerade zur Erweiterung des Gästehauses auf dem Klostergelände umgebaut. Das in die Jahre gekommen Inventar dort sollte ursprünglich entsorgt werden. Doch dafür waren viele der Möbel dann noch zu gut. Durch die Gemeindereferentin Rita Pehl konnte der Kontakt zwischen dem Verein „Rumänien –Sunshine“ und Pater Lambertus Schildt, dem Prokurator der Salvatorianer, hergestellt werden.

Dort stieß die Idee schnell auf Gegenliebe, und so wurde ein Termin für den Abtransport vereinbart. Der allerdings erwies sich als gar nicht so einfach: Die Anfahrt des schweren LKW stellte wegen der Rundbogentore auf dem Klostergelände ein Problem dar. Auch die eigentliche Verladeaktion, die sich über drei Etagen mit langen Fluren erstreckte, stellte den Rumänien-Sunshine-Vorstand, Winfried und Stefan Dederichs, zunächst vor eine große Herausforderung.

Dank der zahlreichen Helfer von der Ortsgruppe Schleiden des Technischen Hilfswerks, von der Jugendfeuerwehr Marmagen, dem Urfter Hermann-Josef-Haus sowie zahlreichen privaten Helfern konnten die Möbel, Computer und Sanitäreinrichtungen schließlich verladen werden. Die Aktion erschwert, weil der rumänische Fahrer den mit Sommerreifen bestückten LKW wegen der Witterungsverhältnisse nicht in die schmale Zufahrt rangieren wollte. So mussten die Möbel zunächst alle auf ein kleines Logistikfahrzeug geladen und außerhalb des Klostergeländes auf den LKW umgeladen werden.

Umso mehr freuten sich Winfried und Stefan Dederichs, als alles geschafft war. „Rumänien Sunshine bedankt sich bei all den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern“, so der Vorstand. Glück im Unglück hatte ein jugendlicher Helfer. Er war auf einer schneeglatten Treppe ausgerutscht und mit einem Computer die Treppe heruntergestürzt. Mit dem Rettungsdienst wurde er sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht, konnte diese aber glücklicherweise kurz darauf wieder verlassen.

„Zwischenzeitlich ist der vollbeladene LKW in im rumänischen Adanca angekommen“, berichtet Winfried Dederichs. Dort würden die Möbel von einer Integrationseinrichtung für Jugendliche weiterverwendet. Mit den Computern und Computerschreibtischen soll ein PC-Raum eingerichtet werden, in dem Jugendlichen fürs Berufsleben geschult werden. Winfried Dederichs: „Somit finden die Möbel und Gerätschaften also eine überaus eine sinnvolle Verwendung.“

Erst drei Wochen zuvor hatte die Hilfsorganisation einen Großtransport mit Krankenhaus Inventar ins Krankenhaus Moreni geliefert. Um weiter erfolgreich helfen zu können benötig Rumänien-Sunshine e.V. Helfer und vor allem Spenden. Wer dem Verein helfen will, kann das gerne tun. Kontonummer und Informationen finden Sie unter www.rumaenien-sunshine

pp/Agentur ProfiPress


Teilnehmer des Aktionstages „Zu Gast in der eigenen Heimat“ können sich am Sonntag, 29. März durch die Basilika und die Schatzkammer führen lassen. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Ausflugsspaß direkt vor der Haustür v. März

„Zu Gast in der eigenen Heimat“ heißt es wieder am Sonntag, 29. März – Ausflügler lernen die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in ihrer direkten Nachbarschaft kennen – Im Gemeindegebiet Kall locken das Kloster Steinfeld und das Aktivi-Kinder-Abenteuerland mit besonderen Angeboten

Kall/Kreis Euskirchen – Den Blick einmal in die Nähe schweifen lassen und schärfen für die Schätze, die praktisch vor der Haustür liegen: Das ist die Absicht des Aktionstages „Zu Gast in der eigenen Heimat“, den die Nordeifel Tourismus GmbH am Sonntag, 29. März zum zweiten Mal veranstaltet. Dabei haben alle Ausflügler mit Wohnsitz im Kreis Euskirchen die Gelegenheit, zu besonderen Konditionen Unbekanntes im Bekannten zu entdecken.

„Auch dieses Jahr wird der Aktionstag in der Nordeifel eine tolle Gelegenheit sein, so nah von zu Hause aus eine völlig andere Welt kennenzulernen“, sagt Stephan Brings, Mitglied der Kölschrock-Band Brings und bekennender Nordeifel-Fan. „Ich bin noch immer begeistert von den vielen Möglichkeiten, seine Freizeit hier zu gestalten“, schwärmt der aus Köln stammende Rockmusiker, der unter anderem auch seinen Wohnsitz in Mechernicher Ortsteil Kalenberg hat und wieder prominenter Pate des Aktionstages ist.

Wer sich am Sonntag, 29. März vor die Tür locken lässt, hat in allen Museen, Ausstellungen, Kulturdenkmälern, bei geführten Wanderungen, bei Sport und Spiel einen um 50 Prozent ermäßigten oder freien Eintritt. Ob Familien mit Kindern, Aktive oder Wissenshungrige: Für jeden gibt es das passende Angebot. Und das alles ohne lange Anreise, denn die Ausflugsziele liegen direkt vor Ihrer Haustür.

Gleich zwei Einrichtungen im Gemeindegebiet Kall beteiligen sich mit Sonderaktionen und –konditionen am Aktionstag.

Mit einer Führung durch die Basilika und die Schatzkammer präsentiert sich das Salvatorianerkloster Steinfeld als eines der besterhaltenen klösterlichen Baudenkmäler des Rheinlands. Die Anfänge des Klosters Steinfeld reichen bis in die Zeit Heinrichs I. (919-936) zurück. Die dem Kloster angeschlossene Basilika wurde zwischen 1142 und 1150 als eine der frühesten deutschen Gewölbekirchen von Prämonstratensern erbaut.

Im Inneren der Basilika sind spätgotische Gewölbemalereien, eine reiche Barockausstattung, die weltberühmte König-Orgel und das Grabmal des Heiligen Hermann-Josef zugänglich. Die einstündige Führung beginnt um 14 Uhr und ist kostenlos, der reguläre Preis beträgt ansonsten drei Euro.

Spiel, Spaß und Bewegung verspricht ein Familienausflug ins Kaller Aktivi-Kinder-Abenteuerland, Auelstr. 40. Auf über 2.000 Quadratmetern sorgen von 10 bis 18 Uhr das große Abenteuer-Klettergerüst, Riesenrutschen, Trampoline, animierte Hüpfburgen,ein Soccer-Indoor-Court und viele andere tolle Spielideen für reichlich Spaß, Action und Abenteuer. Die Großen können bei einer Tasse Kaffee entspannen, an der Kletterwand die eigenen Grenzen austesten oder sich einen „heißen Kick“ auf dem Soccer-Indoor-Court liefern. Der Aktionspreis beträgt 1,50 Euro für Erwachsene und 3,25 Euro für Kinder (regulär drei und 6,50 Euro).

Das vollständige Programm der einzelnen Partner in den Gemeinden Blankenheim, Hellenthal, Kall, Nettersheim und Weilerswist sowie in den Städten Euskirchen, Mechernich, Schleiden und Zülpich können Interessierte unter www.nordeifel-tourismus.de abrufen. Realisiert wurde „Zu Gast in der eigenen Heimat“ durch das gemeinsame Engagement der Nordeifel Tourismus GmbH, 20 Partnern und touristischen Einrichtungen in der Region sowie den Sponsoren Kreissparkasse Euskirchen und Regionalverkehr Köln GmbH. Die Einrichtungen der Partner sind am 29. März für alle Gäste von nah und fern geöffnet.

pp/Agentur ProfiPress


Wehrleiter Harald Heinen übergibt den Fahrzeugschlüssel an den Löschzugführer Thomas Golüke. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Neues Fahrzeug für die Wehr v. März

Etat-Ansatz von 75.000 Euro unterschritten – Gäste aus der belgischen Partnerstadt Mol kamen zur Einweihung – Wechsel

in der Führung des Löschzuges – Thomas Golüke und Werner Lang haben das Kommando offiziell übernommen

 

Kall - Beim Löschzug Kall gab es jetzt gleich mehrere Gründe zum Feiern: Der Wehr wurde ein neues Einsatzfahrzeug übergeben, zwei junge Männer wurden befördert und ein neuer Löschzugführer sowie dessen Stellvertreter wurden in ihre Ämter eingeführt. Für all diese Anlässe war das Feuerwehrgerätehaus in eine geschmückte Festhalle verwandelt worden.

 

Neben den Feuerwehrangehörigen und Gästen aus Rat und Verwaltung konnten Gemeinde-Wehrleiter Harald Heinen und Bürgermeister Herbert Radermacher mit David Davids und Peter Willekens auch zwei Mitglieder der Feuerwehr aus der belgischen Partnerstadt Mol begrüßen, was den Bürgermeister besonders freute. Er sei dankbar, sagte er, dass die Feuerwehren aus Kall und Mol ihre Partnerschaft mit Leben füllten.

 

Bevor er den Schlüssel des neuen Gerätewagens -Logistik an Wehrleiter Harald Heinen übergab, berichtete Radermacher, dass die Ersatzbeschaffung für den alten Gerätewagen (GW) längst überfällig gewesen sei. Bei dem neuen GW handele es sich jedoch um ein gebrauchtes Fahrzeug, das die Gemeinde zum Preis von 54.000 Euro erworben habe. Sein Dank galt den Wehrleuten, die das Fahrzeug umgerüstet haben.

 

Der bisherige GW sei 1992 ebenfalls gebraucht gekauft und damals in Eigenleistung umgerüstet worden. Fast 25 Jahre habe der Wagen für den Materialtransport gedient, wobei er in dieser Zeit insbesondere als Begleitfahrzeug für den Kranwagen „Goliath“ im Einsatz gewesen sei.

Bei dem neuen, im Jahr 2011erstmals zugelassenen Fahrzeug handele es sich um einen 250 PS starken MAN mit geschlossenem Kofferaufbau, einer hydraulischen Ladebordwand und einem zulässigen Gesamtgewicht von 14 Tonnen. Eingesetzt werden soll der neue GW-Logistik bei Gefahrgut-Unfällen, bei Hochwasser sowie zur Sicherung von Materialnachschub und -versorgung.

In Eigenleistung sei auch der Innenausbau des Fahrzeugs erfolgt. Zudem habe man zusätzliche Rollcontainer angeschafft. Für das Fahrzeug sei eine Restnutzungsdauer von 20 Jahren vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Kauf des Gebraucht-Lkw und für die feuerwehrtechnische Umrüstung hätten am Ende erheblich unter dem Haushaltsansatz von 75.000 Euro gelegen, berichtete Wehrleiter Heinen. Ein vergleichbares Neufahrzeug hätte die Gemeinde Kall rund 130.000 Euro gekostet.

 

Nachdem der katholische Pfarrer Hajo Hellwig und sein evangelischer Amtsbruder Christoph Ude dem neuen GW den kirchlichen Segen gegeben hatten, überreichte Wehrleiter Harald Heinen den Fahrzeugschlüssel offiziell an Löschzugführer Thomas Golüke. Harald Heinen nutzte die Feierstunde dazu, zwei junge Wehrmitglieder zu befördern. Nach erfolgreich bestandenen Lehrgängen ernannte Heinen Alexander Lang und Thomas Przytarski zu Oberfeuerwehrmännern.

 

Auch der Wechsel in der Löschzugführung, die sich zum Jahresbeginn verändert hat, wurde nun offiziell vollzogen. Bürgermeister Herbert Radermacher und Wehrleiter Heinen dankten Gemeindebrandinspektor Frank Dreßen, der sein Amt als Löschzugführer Ende 2014 zur Verfügung gestellt hatte, für seine jahrelange kompetente und ehrenamtliche Arbeit.

 

Als Nachfolger von Frank Dreßen hatte der Löschzug dem Wehrleiter den Brandinspektor Thomas Golüke, den bisherigen Stellvertreter von Dreßen, vorgeschlagen. Auch war es Wunsch des Löschzuges, dass Brandinspektor Werner Lang das Amt des Stellvertreters übernehmen soll. Dem kam Harald Heinen nun nach und ernannte Thomas Golüke zum Löschzugführer und Werner Lang zum Stellvertreter. Aktuell verfüge der Löschzug Kall über 38 aktive Einsatzkräfte, berichtete Heinen.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Diese rund 200 Kilo schwere Tragkraftspritze ist für die Jugendlichen tabu, weshalb sie sie nicht wirklich anheben. Erst ab 18 Jahren dürfen Nachwuchs-Feuerwehrkräfte beim Tragen von so schwerem Gerät helfen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Stolz auf Kaller Jugendfeuerwehr v. März

Studie „Krummer Rücken- keine Chance“ der Kaller Jugendfeuerwehr wurde von der Unfallkasse NRW als

Vorlage für den neuen Leitfaden „Heben und Tragen in

der Jugendfeuerwehr“ genutzt - Ampelsystem erfunden

 

Kall - Auf die Broschüre, die die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW) unter dem Titel „Richtiges Heben und Tragen in der Jugendfeuerwehr“ herausgegeben hat, kann die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Kall stolz sein. Dem 32-seitige Leitfaden mit dem Untertitel „Prävention in NRW“ liegt nämlich eine Präsentation zugrunde, die der Kaller Feuerwehrnachwuchs in Kooperation mit der Diplom-Sport- und Fitnesstrainerin Silvia Gehlen von der Eifelhöhenklinik und dem Sistiger Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin, Karl Vermöhlen, erarbeitet hatte. „Darauf können die Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr mit Recht stolz sein“, lobt Bürgermeister Herbert. Deutlich werde damit auch gute und nachhaltige Jugendarbeit, die in den Feuerwehren geleistet werde.

 

Auch der Leiter der Gemeindefeuerwehr, Harald Heinen, ist voll des Lobes: „Als Leiter der Feuerwehr bin ich auf die Leistungen meiner Jugendfeuerwehr sehr stolz. Dass die jungen Menschen sich schon am Anfang Ihrer feuerwehrtechnischen Ausbildung mit Spätfolgen von falschem Heben und Tragen beschäftigen, zeigt Weitblick und Interesse an den vielseitigen Aufgaben der Feuerwehr“, so Heinen.

 

„Krummer Rücken – keine Chance“ hatten die Kaller das Projekt genannt, das sie 2009 im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs um den Sicherheitspreis der Unfallkasse NRW in Angriff genommen hatten. Weit über ein Jahr haben sie sich mit dem Thema befasst. Um die Jugendlichen für die Problematik zu sensibilisieren, hatte Facharzt Karl Vermöhlen ihnen im Unterricht den Aufbau der Wirbelsäule als wichtige tragende Körperkonstruktion sowie die Stütz- und Haltfunktion der Muskulatur erläutert. Besonders beim Heben und Tragen seien Wirbelsäule und Muskulatur besonders belastet, so Vermöhlen.

Die Kaller Jugendlichen entwickelten ein System, das Jugendfeuerwehr-Mitgliedern entsprechend ihres Alters aufzeigt, welche Gegenstände sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen selbst aus einem Löschgruppenfahrzeug entnehmen dürfen, und bei welchen Gerätschaften sie sich Hilfe holen sollen. Dazu wurde von der Projektgruppe unter der Leitung der Jugendwarte Julia Lang, Jessica Michels, Andreas Becker und Kerstin Brandhoff ein Ampelsystem entwickelt. Die in Gewichtsklassen eingeteilten Geräte wurden mit Punkten in den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün gekennzeichnet.

 

Das Ampelsystem, soll helfen, Unfälle oder Verletzungen im Jugendfeuerwehrdienst zu vermeiden. Die mit einem grünen Punkt markierten Gerätschaften dürfen von Kindern bis 14 Jahren getragen werden und nicht schwerer als zehn Kilogramm sein. Dazu zählen zum Beispiel eine Brechstange (3,8 kg), ein C-Schlauch (5,3 kg) oder eine Motorkettensäge (8,2 kg). Gelbe Punkte markieren die Geräte, die maximal 15 Kilo wiegen dürfen und die von Jugendlichen bis 18 Jahre getragen werden können. Es sind unter anderem B-Schläuche (10,2 kg), ein voller 10-Liter-Kanister (11,0 kg) oder ein Kaminkehrgerät (10,5 kg).

Der rote Punkt kennzeichnet die Schwergewichte über 15 Kilogramm, die nur von Nachwuchskräften ab 18 Jahren getragen werden dürfen. Es sind zum Beispiel Steckleitern (50 kg), Überdrucklüfter (35 kg), oder Stromerzeuger (116 kg) oder Tragkraftspritzen mit dem stolzen Gewicht von über 200 Kilogramm.

 

Die Wettbewerbsunterlagen für das Projekt wurden durch eine Foto-Dokumentation des Kaller Fotografen Reiner Züll komplettiert. Eine Jury, der Mitglieder des Feuerwehrausschusses der Unfallkasse NRW, der Geschäftsführung sowie des Feuerwehr-Dezernates angehörten, sah in dem Projekt der Kaller Jugendfeuerwehr eine besondere Leistung zur Verbesserung der Sicherheit in den Jugendfeuerwahren in Nordrhein-Westfalen. Und das belohnten sie mit dem mit 500 Euro dotierten zweiten Preis.

 

Anschließend konzipierte die Unfallkasse anhand des Kaller Projektes den Leitfaden „Richtiges Heben und Tragen in der Jugendfeuerwehr“, der sowohl an die Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr als auch an die Ausbildungspersonen wendet. Neben den zwölf wichtigsten Grundsätzen des rückenschonenden Tragens und Hebens enthält der Leitfaden auch eine Auflistung der Feuerwehrgerätschaften mit Gewichtsabgaben und der Kennzeichnung mit den entsprechenden Ampelfarben. Die Fotos in der reich bebilderten Broschüre wurden von der Unfallkasse NRW ebenfalls bei der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Kall in Wahlen aufgenommen.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Sprachen über die Integration von Migranten in der Kaller Feuerwehr (v.l.): Sachbearbeiter Alois Poth, Christina Koss (Integrationsministerium), Bürgermeister Herbert Radermacher, Maraike Krull de Hawie (Innenministerium), Wehrleiter Harald Heinen, Staatssekretär Thorsten Klute, Vize-Kreisbrandmeister Walter Wolf, Vize-Gemeindebrandmeister Andreas Lang und der Vize-Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren in NRW, Branddirektor Stefan Neuhoff. Im Feuerwehrfahrzeug Maya Svechtarova, die der Löschgruppe Wahlen angehört. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Lob vom Staatssekretär v. März

Pilotfeuerwehr Kall möchte Migranten als Mitglieder gewinnen – Bulgarin Maya Svechtarova gehört seit November der Löschgruppe Wahlen an – Wehrleiter Harald Heinen: „Integration ist nicht durch das Umlegen eines Schalters zu erreichen“ – Weg der kleinen Schritte

 

Kall - Das Thema Migration und Integration in der Feuerwehr sei eine Herausforderung, der sich auch die Feuerwehr Kall stellen werde, versicherte Wehrleiter Harald Heinen auf einer Pressekonferenz im Feuerwehrgerätehaus, an der auch der Staatssekretär Thorsten Klute aus dem NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilnahm. „Wenn nicht die Feuerwehren der Sache offen gegenüberstehen, wer denn sonst“, sagte Heinen. Das Retten und Schützen in Not geratener Menschen sei in der Feuerwehr oberstes Gebot – egal welcher Religion und Nationalität sie angehören.

 

An einem Arbeitstreffen zum Thema im Kaller Rathaus hatten zuvor Vertreter der NRW-Landesregierung, des Verbandes der Feuerwehren NRW, des Kreisfeuerwehrverbandes und der Gemeinde Kall teilgenommen. Staatssekretär Thomas Klute war nach Kall gekommen, um mit der Gemeinde Ideen zu entwickeln, wie die Pilotfeuerwehr Kall diese Zielsetzung erfüllen kann. Mit dabei war auch Branddirektor Stefan Neuhoff, ehemaliger Chef der Kölner Berufsfeuerwehr und Vize-Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in NRW.

 

Es ging um die Förderung des Ehrenamtes in der Feuerwehr sowie um Inklusion und die Integration von Migranten innerhalb des Projektes „FeuerwEHRENsache“, das Innenministerium und der Verband der Feuerwehren NRW im vergangenen Jahr gemeinsam für einige Pilotfeuerwehren auf die Schiene gebracht haben, um den Folgen des demografischen Wandels entgegen zu wirken. Die Kaller Wehr ist eine von sieben Pilotfeuerwehren in NRW und befasst sich schon seit Monaten mit der Thematik. Man wolle versuchen, auch Menschen mit Behinderungen in das Konzept mit einzubeziehen, berichtete Bürgermeister Herbert Radermacher: „Auch für diese Menschen gibt es Aufgaben in der Feuerwehr.“ Für Gemeindewehrchef Heinen bedeutet vor allem der Wegfall der Altersgrenze von 63 Jahren eine längere Sicherung von Personal, Wissen und Kompetenz. Etwa 20 Feuerwehrmitglieder der starken Jahrgänge könnten in naher Zukunft durch den Wegfall der Altersgrenze ihren Dienst weiter verrichten, berichtete er: „Die gingen uns sonst verloren“.

 

Hauptthema beim Besuch des Staatssekretärs war die Integration von Migranten in der Kaller Feuerwehr. Hier konnte Harald Heinen dem Gast aus Düsseldorf mit der 50-jährigen Maya Svechtarova ein erstes Ergebnis vorweisen. Svechtarova ist seit November letzten Jahres Mitglied der Löschgruppe in Wahlen. Dem Staatssekretär berichtete die 50-Jährige, dass sie in Russland geboren wurde und in Bulgarien aufwuchs. In Sofia habe sie Kunst studiert und dort das Diplom als Handpuppenspielerin erlangt. Seit 24 Jahren lebe sie in Deutschland, sei inzwischen gelernte Krankenschwester und wohne seit in Wahlen. Auf eigene Initiative habe sie den Weg zur Feuerwehr in Wahlen gefunden und fühle sich dort wohl.

 

Diese Botschaft hörte Thorsten Klute gern: Das Integrationsministerium unterstütze das Projekt „FeuerwEHRENsache“, denn der Anteil von Menschen mit Behinderungen oder einem Migrationshintergrund in den Feuerwehren sei noch recht gering. Im Kreis Euskirchen, so Klute, habe jeder achte Einwohner mit mindestens einem nichtdeutschen Elternteil einen Migrationshintergrund. „Wir müssen diese Menschen mitnehmen“, so der Staatssekretär. Er sei der Kaller Feuerwehr dankbar, dass sie sich dieser Aufgabe stelle.

 

Klute erklärte, dass es in vielen Ländern anders sei als in Deutschland, wo die Feuerwehr ein großes Vertrauen genieße. Es gebe problematische Länder, in denen jede Uniform mit Militär in Verbindung gebracht werde und Angst verbreite. Es erfordere deshalb viel Überzeugungskraft, Migranten aus diesen Ländern für die freiwillige Feuerwehr zu begeistern, zumal sie deren Systematik nicht kennen.

Das bestätigte Maya Svechtarova: Dass sie in der freiwilligen Feuerwehr mitmache und eine Uniform habe, könnten ihre Landsleute in Bulgarien nicht verstehen. Aus ihrer eigenen Erfahrung könne sie sagen, dass Integration oft einen langen Atem brauche. Deshalb sei Geduld gefragt. Das Erlernen der deutschen Sprache, so die Wahlenerin, sei die wichtigste Voraussetzung einer funktionierenden Integration. Obwohl sie gut Deutsch spreche, habe sie immer noch Probleme, wenn es um feuerwehrtechnische Begriffe wie zum Beispiel um einen Hydranten gehe.

 

„Integration ist ein langwieriger Prozess“, so der Kaller Wehrleiter Harald Heinen. Das angestrebte Ziel sei nicht „durch Umlegen eines Schalters“ sondern nur über den Weg der kleinen Schritte zu erreichen. Heinen: „Das ist ein dickes Brett, das wir bohren müssen“. Deshalb forderte er auch von der Landesregierung, das das Projekt „FeuerwEHRENsache“ über den Projektzeitraum 2016 hinaus weitergeführt wird, weil sich ein Erfolg nur langfristig einstellen könne.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Der Landesbetrieb Straßenbau und die Gemeindeverwaltung Kall haben über den etwa 700 Meter langen Ausbau der Kölner Straße eine Verwaltungsvereinbarung getroffen. Baulastträger ist das Land NRW. Die Gemeinde Kall übernimmt 500.000 Euro für die Nebenanlagen und 350.000 Euro für die Sanierung beziehungsweise Erneuerung des Abwasserkanals. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ausbau Kölner Straße startet v. März

Am 16. März sollen die Baumaschinen anrollen – Runderneuerte Fahrbahn inklusive Unterbau, Schutzstreifen, Rad- und Gehweg, Straßenbeleuchtung, Kanal und Querungshilfen für zwei Millionen Euro – Bauzeit etwa ein Jahr, Kreiselverlegung soll sich nach Möglichkeit unmittelbar an dreistufigen Ausbau anschließen

 

Kall – Montag, 16. März, sollen in der Kölner Straße die Baumaschinen anrollen. Dann beginnt der auf zwei Millionen Euro kalkulierte Ausbau der insgesamt in einem desolaten Zustand befindlichen Kaller Ortsdurchfahrt der Landesstraße 105.

 

Der Landesbetrieb Straßenbau und die Gemeindeverwaltung Kall haben über den etwa 700 Meter langen Ausbau eine Verwaltungsvereinbarung getroffen. Baulastträger ist das Land NRW. Die Gemeinde Kall übernimmt 500.000 Euro für die Nebenanlagen und 350.000 Euro für die Sanierung beziehungsweise Erneuerung des Abwasserkanals. Das Land beteiligt sich an den Nebenanlagen wiederum mit einem Zuschuss, für Gehweg und Straßenbeleuchtung müssen gesetzeskonform Anliegerbeiträge erhoben werden.

 

Die voraussichtliche Bauzeit gab Erster Beigeordneter Uwe Schmitz dem „Kaller Rundblick“ mit einem Jahr an. Der Baubeginn sei aus Witterungsgründen vom Winter auf das Frühjahr 2015 verschoben worden. Die Maßnahme sei in drei Bauabschnitte unterteilt worden: 1. von Kreisel bis zum Architektur- und Ingenieurbüro Becker (Haus Nr. 25), das den Ausbau auch geplant hat.

 

  1. Vom Büro Becker (Haus Nr. 25) bis zur Einmündung Pfarrer-Reinartz-Straße in Heistert. Und 3. von der Einmündung Pfarrer-Reinartz-Straße bis zum Gewerbegebiet. Auf diesem dritten und letzten Bauabschnitt sind die Fahrbahnsanierung bis zur Einmündung der L 105 auf die L 206 (Wallenthaler Höhe) und der Bau eines Radweges bis zur Einmündung der Werner-Schumacher-Straße ins Gewerbegebiet II vorgesehen.

 

„Für alle Bauabschnitte ist eine Vollsperrung nötig“, schreibt die Verwaltung in einer Pressemitteilung: „Selbstverständlich soll aber für die Anlieger freier Zugang zu ihren Grundstücken gewährleistet werden.“ Im Anschluss an den dreistufigen Ausbau der Kölner Straße soll nach Möglichkeit der Kreisel am Ende der Kölner Straße (Unterführung) um 20 Meter in Richtung Heistert vorverlegt werden.

 

„Bauherr ist dort der Landesbetrieb Straßen NRW, und bislang standen für den dauerhaften Ausbau des bisher nur provisorisch angelegten Kreisels die Mittel noch nicht zur Verfügung“, so Erster Beigeordneter Uwe Schmitz: „Aus Sicht der Gemeinde Kall sei es natürlich „äußerst wünschenswert“, wenn der Kreisel nun unmittelbar im Zuge der Baumaßnahme Kölner Straße ebenfalls in Angriff genommen würde.“

 

„Eingangssituation nach Kall

wird nachhaltig verbessert“

 

Ziel sei es, so Schmitz, „alle Straßen so einmünden lassen, dass es sich um einen typischen, also normalen Kreisel handelt, der ohne weitere Abbiegespuren oder gar Stoppstraßen auskommt, wie sie jetzt noch vorhanden sind. Das ist auch bereits mit dem Landesbetrieb Straßen NRW besprochen, allerdings ist die Finanzierung seitens des Landes derzeit nicht sicher. Wir bemühen uns aber derzeit, eine Lösung zu finden.

 

„Wir sind froh“, sagte Bürgermeister Herbert Radermacher, „dass der Ausbau der Kölner Straße endlich beginnt, und die Eingangsstraße nach Kall damit wesentlich verbessert werden kann.“ Beim Ausbau der Kölner Straße handele es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Landesbetriebs Straßen NRW, der für den Ausbau der Straße zuständig sei, und der Gemeinde Kall, die für die Nebenanlagen verantwortlich zeichne.

 

Der Ingenieur Andreas Göttgens hatte die Maßnahme in einer Anwohnerversammlung im September vorgestellt und dabei auch die tiefgründigen Querrisse in der Straße nicht ausgespart, die einen kompletten und 70 Zentimeter tiefen Neubau der Tragschichten auf der 700 Meter langen Strecke erforderlich machen.

 

Auch die Versorgungsträger wie KEV, Telekom, Wasserverband und Gasversorgung sind in die Planung einbezogen worden und wollen geplante Bauvorhaben im Zuge der Ausbaumaßnahme realisieren.

 

Der geplante Ausbau, so die Geemeindeverwaltungsspitze, bedeute ein besseres Angebot für Anwohner, Autofahrer, Fußgänger und auch für Radfahrer. Letztere sollen auf der neuen Straße einen markierten, 1,25 Meter breiten Schutzstreifen erhalten.

 

Die Breite der neuen Kölner Straße soll von Bordstein zu Bordstein sieben Meter betragen. Beidseitig, so Ingenieur Andreas Göttgens, werden Gehwege mit einer Breite von 1,50 Meter angelegt. Nur an einigen Engstellen werde diese Breite unterschritten. Am Ortseingang von Kall sollen im Straßenkörper zwei Mittelinseln als Überquerungshilfen und Tempobremsen angelegt werden.

 

pp/Agentur ProfiPress

 

 

Blick auf die untere Kölner Straße und den Kreisel an der Unterführung mit dem Ersten Beigeordneten Uwe Schmitz (l.) und Helmut Murk, dem zuständigen Mann bei der Gemeinde Kall für Tief-, Straßen und Kanalbau sowie den kommunalen Bauhof. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Vier „Jonge vom Bleiberg“ (v.l.): Bandleader und Gründer Willi Schmitz (Keyboards, Gesang), Schlagzeuger Frank Weiermann, Günther Rau (Bass, Gesang) und Joachim „Jo“ Hochgürtel (Gitarre, Gesang), singen und spielen am 7. März im Kaller Brauhaus vor allem internationale Hits von Eric Clapton, Deep Purple, Joe Cocker, CCR, The Sweet, Slade und Steppenwolf. Foto: Privat/pp/ Agentur ProfiPress

„Von Stülp Revival“ im Brauhaus Kall v. Februar

Ur-Eifeler Rock-Coverband vom Bleiberg spielt am Samstag, 7. März, ab 20 Uhr im Kaller Brauhaus, Hüttenstraße 65 – Der Eintritt ist frei – Musik der 60er bis 80er Jahre

Mechernich – Handgemachte Musik der 60er, 70er und 80er Jahre ist das Metier der Ur-Bleiberg-Band „Von Stülp“, die unlängst in Mechernich ihr 40jähriges Bestehen gefeiert hatte. Der Oldieabend mit Frank Weiermann, Joachim Hochgürtel, Günther Rau und Willi Schmitz findet am Samstag, 7. März, im Kaller Brauhaus statt, Hüttenstraße 65. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die vier Musiker Joachim Hochgürtel (Gitarre, Gesang), Günther Rau (Bass, Gesang), Willi Schmitz (Keyboards, Gesang) und Frank Weiermann (Schlagzeug) singen und spielen vor allem internationale Hits von Eric Clapton, Deep Purple, Joe Cocker, CCR, The Sweet, Slade und Steppenwolf.

Klar, dass auch „Knaller" wie „Smoke on the water“, „Born to be wild“, „Cocaine“, „Love is like Oxygene“ oder „You can leave your hat on“ dabei nicht fehlen. Oberstes Gebot für die Mannen von „Von Stülp Revival“ ist die möglichst naturgetreue Wiedergabe dieser legendären Musik bei weitgehendem Verzicht auf allen „neumodischen elektronischen Schnickschnack“, so Frontmann Willi Schmitz. „Unser Publikum besteht aus Menschen, die mit dieser Musik groß geworden sind“, sagt Günther Rau.

pp/Agentur ProfiPress


In diesem Jahr führt der Theaterverein Rinnen den turbulenten Dreiakter „Von Frau zu Frau“ auf. Wochenlang haben die Laienschauspieler dafür geprobt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Von Frau zu Frau“ im Bürgerhaus v. Februar

Theaterverein „Einigkeit“ Rinnen besteht seit 1920 – Frauen dürfen erst seit 1961mit auf der Bühne stehen – Jedes Jahr

eine Tournee - Aufführungen in Hagen-Haspe sind

stets ein Jahr im Voraus ausverkauft – Premiere eines neu einstudierten Dreiakters am 28. Februar

in Rinnen

 

Kall-Rinnen - Schon seit 1920 wird in dem 350-Seelen-Ort Rinnen Theater gespielt. Die Tradition, dass der Theaterverein „Einigkeit“ jedes Jahr ein neues Stück aufführt, hat sich bis heute fortgesetzt. Derzeit proben die Laienschauspieler für die Aufführung des Dreiakters „Von Frau zu Frau“, der am Samstag, 28. Februar, und am Sonntag, 1. März, im Bürgerhaus in Rinnen auf die Bühne gebracht wird.

 

Zusammen mit Fußballern wurde der Verein „Einigkeit“ 1920 in Rinnen gegründet. Doch 1926 war es dann mit der Einigkeit vorbei: Die Fußballer trennten sich vom Theaterverein und gründeten einen eigenen Verein, den „Sportverein Rinnen 1926“. Während des Zweiten Weltkrieges kam die Vereinsarbeit zum Erliegen, weil viele Mitglieder in den Krieg mussten. Erst 1947 wurde das Theaterspiel wiederaufgenommen, es durften allerdings nur Männer aktiv dabei sein. Beim Bau des Kriegerdenkmales 1955 halfen die Vereinsmitglieder tatkräftig mit – mit Geld und Arbeitskraft. 1959 wurde das erste Sparbuch mit 500 D-Mark angelegt.

 

Nach dem 40-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 1960 erlebte der Vereine eine revolutionäre Veränderung: Ab 1961 wurde auch Frauen gestattet, dem Verein beizutreten und Theater zu spielen. Zum 70-jährigen Bestehen im Jahr 1990 hatte „Einigkeit“ 144 Mitglieder, heute sind es 130, wie die Vorsitzende Astrid Koder berichtet. Anfangs spielten die Laienschauspieler im Saal Weiß und später bis 1982 im Saal Mäder. Als auch dieser schloss, wich man ins Sötenicher Bürgerhaus aus. Nachdem 1985 das Bürgerhaus in Rinnen fertiggestellt war, fand man dort eine feste Heimat. Seit dem vergangenen Jahr wird das Bürgerhaus vom Theaterverein selbst bewirtschaftet.

Seit Anfang der 90-er Jahre gehen die Rinner Mimen jedes Jahr mit ihrem Stücken auf Tournee durch den Kreis Euskirchen. Sogar in Hagen-Haspe hat der Verein seit fast 20 Jahren einen festen Termin im Kalender des dortigen Kirmesvereins „Hackebämmels Enkel“. „Die Aufführungen dort, die immer für einen guten Zweck stattfinden, sind jeweils schon ein Jahr im Voraus ausverkauft“, weiß Spielleiterin Heike Huber zu berichten. Auch nehmen die Rinnener regelmäßig mit einem Dreiakter am jährlichen Theatertreffen mit den Vereinen aus Dahlem, Rescheid, Frohngau, Wolfert und Scheuren teil. In diesem Jahr ist die „Eintracht“ am 24. Oktober Ausrichter dieses Treffens.

 

Seit Mitte November probt der Verein das neue Stück „Von Frau zu Frau“ unter der Spielleitung von Heike Huber und Ralf Thelen. Jetzt, in der heißen Phase vor der Ur-Aufführung am 28. Februar, wird zweimal in der Woche geprobt. Der Verein, der über einen aktiven Spielerstamm von zwölf Personen verfügt, hat einen großen Fundus an Kostümen. „Was wir noch suchen, sind männliche Mitspieler“, berichtet die Vorsitzende Astrid Koder.

 

Zweiter Vorsitzender ist Michael Linden. Für die Kassenführung zeichnen Markus Servaty und Christa Hilger verantwortlich, während die Geschäftsführung in den Händen von Heike Huber und Elisabeth Servaty liegt. Neben den Beisitzern Ralf Thelen und Willi Frauenrath gehört auch der Ehrenvorsitzende Josef Sons dem Vorstand an. Ein Urgestein im Verein ist Elisabeth Servaty, die seit 54 Jahren auf der Bühne steht.

 

Bei dem neuen Stück „Von Frau zu Frau“ handelt sich um eine Verwechslung in drei Akten, angelegt an das Stück „Der Heiratsschwindler“ von Andreas Baumgartner. Mitspieler sind Elisabeth Servaty, Richard Cremer, Andreas Bellgardt, Astrid Koder, Uschi Meuser, Felicitas Huber, Christa Hilger, Lydia Rosenbaum, Heike Huber und Ralf Thelen. Das Bühnenbild wurde von André Ruzek und Jaqueline Dreßen geschaffen. Als Souffleuse agiert Melanie Winter.

Uraufgeführt wird „Von Frau zu Frau“ am Samstag, 28. Februar um 20 Uhr im Bürgeraus in Rinnen. Eine weitere Vorstellung in Rinnen ist am Sonntag, 1. März um 16 Uhr, mit Kaffee und Kuchen. Am Samstag, 7. März, um 20 Uhr gastierte der Theaterverein im Bürgerhaus in Kallmuth. Weitere Aufführungen finden am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr im Bürgerhaus in Krekel, und am Freitag, 20. März um 19.30 Uhr, in der Eifelhöhenklinik in Marmagen statt. Am Samstag, 21. März, steht dann die Aufführung des Stücks beim Kirmesverein „Hackebämmels Enkel“ in Hagen-Haspe auf dem Tourneeplan.

 

Weitere Infos gibt es unter www.theaterverein-rinnen.de .

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Das Prinzenpaar Hans II. und Gabi I. (beide Lambert) ließ sich vom Kaller Publikum feiern. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Auch die Sonne gratulierte v. Februar

Zum Jubiläum ein bunter Narrenzug – 28 Wagen und

Gruppen zogen durch Kall – Clowns, Piraten und ein

ganzer Zoo mit Tieren – Zugleiter Kalle Haseleu stolz

und zufrieden – Tollitäten genossen den Triumphzug

 

Kall – Auch die Sonne gratulierte dem Karnevalsverein „Löstige Bröder“ am Sonntag zum 111. Geburtstag. Jugendprinzessin Lara II. (Blatt) strahlte mit der Sonne um die Wette, als sie beim „Zoch“ am Sonntag auf ihrem Prunkwagen durch Kall zog. Und auch das Prinzenpaar Hans II. und Gabi I. (Lambert) genoss den Triumphzug durch den Ort in vollen Zügen. Beidhändig warfen Prinz und Prinzessin Schokoladentafeln und Pralinenpackungen unters närrische Volk. 28 Wagen, Fußgruppen und Musikzüge zogen bei strahlendem Sonnenschein durch Kall.

 

Einmal mehr präsentierten die Zugteilnehmer ihre tollen Ideen zur Gestaltung der Wagen und Gruppen. Dem Musikverein Keldenich folgte die Kaller Lebenshilfe, die mit einer Gruppe Indianer dabei war. „dm macht glücklich“ propagierte eine Gruppe des Kaller Drogerie-Marktes. Als Mexikaner verkleidet war der Jugendklub aus Sistig am Start. Die Schevener Jecke vom Hahnebömsche waren mit dem KG-Nachwuchs und dem Elferrat ebenso vertreten, wie die „Unverbesserlichen“ aus Keldenich oder die „Jecke Krohe“ aus Wahlen, die gleich den Spielmannszug und einen recht närrischen Zoo mitgebracht hatten.

 

Die seit 40 Jahren bestehende Nordeifelwerkstätten (NEW) verkündeten auf ihrem von Köchen begleiteten Wagen, wie lange sie auch bereits vor Ort aktiv sind: „20 Jahr in jedem Fall, besteht die NEW in Kall.“ Der Kaller Verein Shotokan Karatate-Do verbreitete die Botschaft „Karate macht das Leben bunt“. Im Zug sah man weiterhin Clowns, Sarotti-Mohren und Piraten. Für wummernde Techno-Klänge sorgte die neue Schleidener KG Eifeler Tal mit ihrem Motto „Bob Marly feat Rasta“.

 

Eine Gruppe glossierte eine „kleine Kneipe“ während eine andere unter dem Motto „Ohne Streit und ohne Stress, hier rollt der Starlight-Express“ auf Rollschuhen unterwegs war. Mehr um Kekse als um Eier ging es dem Eier- und Hühnerklub aus Golbach und Straßbüsch. „Wir wollen Kekse“ lautete die Forderung der Krümelmonster. Die Kallbachmücken hatten ihre Gardeuniform gegen bunte Kostümen eingetauscht, die an einen Besuch im Märchenwald erinnerten. Den Schlusspunkt der Narrenparade setzten die Musikkapelle Kall, die Prinzengarde und die beiden Tollitätenwagen sowie das „Beiboot“ des personenstarken Prinzengefolges.

 

Tausende Jecken am Straßenrand verfolgten den bunten Narrenzug, der der glänzende Höhepunkt jener Session war, in der die „Löstige Bröder“ ihr 111-jähriges Bestehen feierten. Die Löstige Bröder um Präsident Werner Keutgen und Zugleiter Kalle Haseleu waren sich einig, dass man sich im Jubiläumsjahr einen so schönen Zug und ein solch sonniges Wetter einfach verdient habe. Rund 60 Helfer der Feuerwehr, des Kaller Roten Kreuzes und der Polizei sorgten während des Zuges für Sicherheit. Es kam zu keinen Zwischenfällen, so dass die Kaller ausgelassen feiern konnten.

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Ehemalige Kallbachmücken hatten eine Clowngruppe mobilisiert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Der Jugendklub aus Sistig war mit Mexikanern zum Zug nach Kall gekommen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Die Nordeifel-Werkstätten erinnerten an das 40-jährige Bestehen und das mittlerweile 20-jährige Wirken in Kall. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Die Kaller Lebenshilfe war mit einer Gruppe Indianer im Zug vertreten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Der Wagen von Jugendprinzessin Lara passiert die Wagenburg des Prinzenpaares Hans II. und Gabi I. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Mehrere Gruppen mit Clowns bereicherten den „Zoch“ in Kall. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Für den Kolpingjugend-Gemeinschaftsdienst arbeitet Sarah Reithmeier aus Kall in einem Kindergarten in Kenia. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Ungewohnte Erfahrungen in Afrika v. Februar

Junge Kolpingschwester aus Kall arbeitet in einem kenianischen Kindergarten

Kall - Kisumu, am Viktoriasee gelegene und drittgrößte Stadt Kenias ist Sitz eines katholischen Erzbistums und für insgesamt elf Monate Aufenthaltsort der jungen Kolpingschwester Sarah Reithmeier aus Kall.

In eine völlig fremde Welt eintauchen und dort helfen: Das war der Wunsch der 19-Jährigen nach dem Abitur am Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasium Schleiden. Sie hat sich dem Kolping-Jugend Gemeinschaftsdienst angeschlossen, der im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in zahlreichen Ländern der Welt tätig ist. Seit August arbeitet sie in einem kenianischen Kindergarten der Kibuye-Kiche.

Von Düsseldorf aus flog sie über Dubai nach Nairobi und erreichte nach einer beschwerlichen, achtstündigen Busfahrt über holprige Straßen mitten in der Nacht ihr Ziel. Die Kibuye-Kirche mit über 10.000 Gemeindemitgliedern ist Teil der Diözese Kisumu.

Der Wechsel von deutscher Pünktlichkeit zur „african time“ war für Sarah Reithmeier anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Viel schwerer falle es ihr dagegen, sich mit dem kenianischen Bildungssystem und der Selbstverständlichkeit, mit der kleine Kinder geschlagen werden, zu arrangieren, schreibt Sarah nach Hause.

So würden schon kleine Kinder in der so genannten „Baby class“ des St. Marys-Kindergarten in Buchstaben und Zahlen unterrichtet, ungeachtet des alterstypischen Entwicklungsstandes, wie Sarah in ihrem Bericht schildert. „Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich das Bildungssystem nicht ändern kann, aber ich versuche, den Kindern mehr Möglichkeiten zum Spielen zu bieten“, berichtet sie.

„Wirklich schockiert“, so Sarah, habe sie aber das fortwährende Schlagen der Kinder, teils mit Stöcken, trotz eines Verbots seitens der kenianischen Regierung. Vorsichtig versuche sie im Gespräch mit der als Lehrerin und Erzieherin tätigen Schwester ein Umdenken zu erwirken. „Dieses Problem konnte ich bisher leider noch nicht lösen“, bedauert sie.

Seit dem 5. Januar streiken die Lehrer in Kenia, weil die Regierung sie nicht bezahlt hat. „Das kann wahrscheinlich einen Monat und länger dauern“, berichtet sie, wöchentlich gebe es Proteste in den Städten. Anfang Februar ist die junge Frau aus der Eifel mit anderen Freiwilligen zu einem fünftägigen Zwischenseminar von Kolping nach Moshi/Tansania aufgebrochen.

pp/Agentur ProfiPress


Die treuen Spender, die bei Rotkreuz-Blutspende-Terminen in Kall immer wieder zum Aderlass erscheinen, trafen sich im Urfter Hof und wurden mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Lob und Dank für Kaller Blutspender v. Februar

Kaller Rotes Kreuz ehrte treue Blutspender - Ortsvereins-Vorsitzender Dr. Karl Peter Schumacher: „Ohne Ihre Hilfe wären viele Behandlungsmöglichkeiten nicht möglich” - Besondere Ehrung für „Dauer-Spender” Heinz Hoß aus Sistig, der bereits 150 Mal Blut spendete

 

Kall-Urft - Sonntagmorgens ausschlafen, zur Blutspende gehen und ein deftiges zweites Frühstück genießen. Und das Ganze mit dem Wissen, auch noch etwas Gutes getan zu haben: Diesen Luxus gönnen sich die Blutspender bei den Terminen in der Kaller Hauptschule. Wie der Vorsitzende des Rotkreuz-Ortsvereins, Dr. Karl Peter Schumacher, sagte, kann sich das Rote Kreuz in Kall auf eine intakte Blutspender-Gemeinde verlassen. „Deshalb sind wir heute zusammengekommen, um Ihnen ein Dankeschön auszusprechen”, meinte der Kaller Allgemeinmediziner im Urfter Hof.

 

Der Ortsvereins-Vorsitzende erklärte, dass das gespendete Blut heute dank moderner Verfahren in mehrere Bestandteile zersetzt und damit differenziert eingesetzt werden kann. Dr. Schumacher versicherte den anwesenden Dauer-Spendern: „Ohne Ihr Blut, dass sich nicht künstlich herstellen lässt, wären ganz viele moderne Behandlungsmethoden nicht möglich.“ Dr. Schumacher nannte beispielhaft die Behandlung von Krebspatienten. Leider, so Schumacher, nehme in der Bevölkerung eine Mentalität nach dem Motto „Nehmen und nicht geben“, zu. „Aber nicht bei Ihnen. Darauf sind wir Rotkreuzler stolz und freuen uns“, lobte der Kaller Rotkreuz-Chef.

 

Ein bekennender Spender im Kaller Blutspende-Lokal ist der neue Rotkreuz-Kreisvorsitzende Karl Werner Zimmermann. „Weil es Sie gibt, können andere Menschen leben“, bedankte er sich bei den Freiwilligen. Zimmermann nannte erschreckende aktuelle Zahlen: Die Bereitschaft zur Blutspende sei weiterhin abnehmend. „Dabei werden in Nordrhein-Westfalen täglich 3.500 Blutkonserven gebraucht.“ Zimmermann freute sich, dass im Kreis Euskirchen die fallende Tendenz nur bei 0,8 Prozent liege. Während generell auch die Zahl der Erstspender sinken würden, blieben sie im Kreisgebiet stabil. „Auf die Blutspender im Kreis Euskirchen ist Verlass“, so der Kreisvorsitzende.

 

Einer der verlässlichen „Profi-Spender“ ist der Sistiger Heinz Hoß, der mit seiner 150-maligen Blutspende Spitzenreiter in Kall ist und damit beinahe eine ganze Badewanne voller Eigenblut unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat, nämlich 75 Liter. 1962 mit 21 Jahren spendete der frühere Soldat da erste Mal. Hoß: „Ich tue es noch heute gerne, weil es meiner Gesundheit gut tut. Und das Spenden tut nicht mal weh…“

 

Wie Kalls Gemeinschaftsleiter Bert Spilles erklärte, ist die Altersgrenze nach oben inzwischen offen. „Wer sich gesund fühlt, kann bis ins hohe Alter spenden.“ Ortsvereins-Vorsitzender Schumacher, seine Stellvertreterin Elfi Spilles, Kreisverbands-Vorsitzender Zimmermann und Kalls Blutspendebeauftragte Marlene Kruff verteilten Urkunden, Ehrennadeln und - für die fleißigsten Spender - Wein.

 

Eine Ehrennadel für 25-maliges Blutspenden erhielten Gabriele Böhmer, Astrid Glesmann, Jürgen Hompesch, Michael Klein, Guido Müller, Heinz Nießen und Christine Schmitz. 50 Mal zum Aderlass gingen Kurt Frings, Maria Hontscha, Barbara Klein, Stefan Klinkhammer, Iris Müller, Maria Stoff, Erich Wirtz und Markus Zimmermann. Eine Ehrennadel für 75-maliges Blutspenden erhielten Sascha Hochscherf, Erwin Huppertz, Heinz Krewinkel, Gertrud Larres, Lothar Maevis, Annegret Mertens, Anja Orzeczek, und Willi Pickartz. 100 Mal ihren Lebenssaft spendeten Roland Maria Schmidt und Dorothea Schnitzler. Spitzenreiter war Heinz Hoß mit 150 Spenden.

 

Der nächste Blutspende-Termin in Kall findet statt am Sonntag, 8. Februar, von 9.30 bis 13 Uhr in der Hauptschule.

pp/Agentur ProfiPress


Wollen gemeinsam Selbstmachkurse rund ums traditionelle Bogen-schießen in der Eifel anbieten: Damaszenerstahl-Experte Norbert Trösch, Bogenbauer Devid Hörnchen und Sattler Klaus Schwecht (von links). Alle drei gehören dem von Handwerkskammer Aachen ins Leben gerufenen Zusammenschluss „Erlebnis.Handwerk.Eifel“ an. Foto: Manf-red Lang/pp/Agentur ProfiPress

Selbstmachkurse rund um Pfeil und Bogen v. Februar

Bogenschützen können Ausrüstung in drei Eifeler Handwerksbetrieben selbst herstellen – Sattler Klaus Schwecht aus Kall startet gemeinsames Projekt mit Bogenbauer Devid Hörnchen und Kunstschmied Norbert Trösch – Selbstmachkurse eine Neuheit in Szene des traditionellen Bogensports

 

Kall/Eifel - Mit ihren Selbstmachkursen rund um Pfeil und Bogen haben sich drei Handwerker in der Eifel zusammengeschlossen: der Sattler und Feintäschner Klaus Schwecht aus Kall, der Schreinermeister und Bogenbauer Devid Hörnchen aus Schöneseiffen/Hellenthal und der Kunstschmied und Damaszenerstahl-Experte Norbert Trösch aus Udenbreth.

„Wir traditionellen Bogenschützen sind Leute, die ihre Ausrüstung am liebsten selber machen“, erklärt Devid Hörnchen die Idee zu dem kreativen Projekt. Die Eifel könnte damit eine Art Zentrum für den traditionellen Bogensport werden.

Hörnchen, der auch erfolgreich mit Pfeil und Bogen schießt, weiß aus eigener Erfahrung, dass traditionelle Bogenschützen allergrößten Wert auf ihre Accessoires legen. Dazu gehören vor allem Lederwaren: In seiner Sattlerei in Kall stellt Klaus Schwecht  unter anderem Köcher, Taschen, Armschoner und Messerscheiden her. Kunstschmied Norbert Trösch steuert schließlich noch die Messer zur Bogenausrüstung bei, die nicht nur, aber auch zum Herauslösen fehlgegangener Pfeile aus Holz dienen.

Die Selbstmachkurse bieten den Bogenschützen also eine Art Rundum-Programm, um die eigene Ausrüstung selbst herzustellen. „Das ist neu in der Szene, dass wir hier in der Eifel auf engstem Raum Selbstmachgelegenheiten für Bögen, Damaszener-Stahl-Messer sowie Scheiden, Köcher, Armschoner und Zubehör anbieten können“, erklärt Devid Hörnchen.

 

Insgesamt machen 30 Betriebe unter

dem Dach der Handwerkskammer AC mit

 

Die drei Handwerkerkollegen haben sich in dem Projekt „Erlebnis.Handwerk.Eifel“ kennengelernt. Dort wurde auch die Idee zu den gemeinsamen Selbstmachkursen angestoßen. In dem von der Europäischen Union geförderten Projekt „Erlebnis.Handwerk.Eifel“, haben sich knapp 30 Handwerksbetriebe der unterschiedlichsten Branchen unter Federführung von Friedrich-Wilhelm Weber von der Handwerkskammer Aachen zusammengeschlossen. Sie alle – vom Bäcker über den Orgelbauer bis zum Steinmetz – öffnen ihre Türen für Seminare und Kurse oder bieten Produkte direkt ab Werkstatt an. Das Projekt ist Wirtschafts- und Tourismusförderung in einem.

So verbindet „Erlebnis.Handwerk.Eifel“ handwerkliche Kunst und regionale Identität. Ein Prinzip, das die drei Handwerkerkollegen aufgegriffen haben, um ihr besonderes Angebot für passionierte Bogenschützen zusammenzustellen. Devid Hörnchen: „Die Menschen sollen erleben und im Wortsinn »be-greifen«, wie sie mit ihrer Hände und ihrer Köpfe Arbeit etwas Sinnvolles und Brauchbares herstellen können.“

www.erlebnis-handwerk-eifel.de

pp/Agentur ProfiPress

 

 

Kurse und Kontakte:

Devid Hörnchen, Bogenbauer und Schreiner, Zum Knopp 13, 53 937 Schleiden-Schöneseiffen, Tel. +49-(0)2485-785, Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, www.die-bogenwerkstatt.de

Klaus Schwecht, Sattler und Feintäschner, Mühlenweg 10, 53 925 Kall, Tel. +49-(0) 173-900 93 78, Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, www.ks-sattlerei.de

Norbert Trösch, Kunstschmied und Damaszenerstahl-Experte, Udenbreth 39, 53 940 Hellenthal-Udenbreth, Tel. +49 (0) 2448-1440, Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, www.kunstschmiede-troesch.de

 

Die nächsten buchbaren Termine stehen bereits fest: Glasbogenbau (25./26. April, Kursgebühr inkl. fertigem Bogen 330 Euro) und Köcherbau (18./19. April, 160 Euro). (pp)

 

 


„Heiße Phase“ hat begonnen v. Februar

Anmeldungen für die Gesamtschule sind noch bis Freitag, 6. Februar möglich – Schon 42 Termine in Kall und 86 Termine in Mechernich vereinbart

Kall - Heute beginnt die heiße Phase, in der Eltern ihre Kinder für eine weiterführende Schule anmelden müssen. Erst vor wenigen Wochen trug die Bezirksregierung Köln dem Elternwillen Rechnung und genehmigte eine Umwandlung der Sekundarschule Mechernich-Kall in eine Gesamtschule an den beiden Standorten Kall und Mechernich.

„Eine Schule der Chancen, eine Schule der Vielfalt, eine Schule für alle“ – unter diesem Slogan will die neue Gesamtschule ihren Schülern die Möglichkeit für eine optimale Entwicklung geben. Einen Eindruck von Unterrichtsgestaltung, Fächerangeboten und Lernpartnerschaften vermittelte kürzlich das Programm bei einem bestens besuchten Tag der offenen Tür. „Ich kann Ihnen mit gutem Gewissen unsere Schule empfehlen“, sagte stellvertretende Schulleiterin Anne Wloszkiewicz bei der Begrüßung, „es gibt keine Laufbahnentscheidung in Klasse 6 und Ihre Kinder können hier alle Abschlüsse machen.“ Nicht nur leistungsschwächere Schüler würden optimal und individuell gefördert, sondern auch die leistungsstarken. „Bei uns ist jedes Kind auf dem richtigen Weg, denn als Gesamtschule sind wir die Schule mit allen Abschlüssen“, betont auch Dagmar Wertenbruch, Leiterin der Sekundarschule Mechernich-Kall.

Mit der kürzlich erfolgten Genehmigung durch die Bezirksregierung Köln kann die Gesamtschule Mechernich-Kall am Standort Kall (Auelstraße 47) zweizügig bei mindestens 50 Anmeldungen und am Standort Mechernich (Nyonsplatz) vier- bis fünfzügig bei mindestens 100 Anmeldungen pro Jahrgang starten. In Kall wurden bereits 42 Termine für Anmeldegespräche vereinbart, in Mechernich 86. Freitag, 6. Februar ist der letzte Anmeldetag.

Weitere Informationen und Termine sind auf der Homepage www.sekundarschule-mechernich-kall.de sowie telefonisch unter (0 24 41) 9 94 04 70 bzw. (0 24 43) 3 10 11 30.

pp/Agentur ProfiPress


Gut besucht waren die Unternehmerfrühstücke „viertelvoracht" - wie hier bei der Weilerswister Firma Laudon – im vergangenen Jahr. Für 2015 stehen bereits vier neue Gastgeber zur Verfügung. Foto: epa)

Unternehmerfrühstück „viertelvoracht" geht in die dritte Runde v. Januar

Nach zwei erfolgreichen Jahren 2015 vier weitere Treffen und eine eigene Homepage – Auftakt ist am 25. Februar bei der Ene in Kall

 

Kreis Euskirchen – Information, Dialog und nicht zuletzt ein leckeres Frühstück – das sind die Zutaten für das 2013 erfolgreich gestartete Unternehmerfrühstück "viertelvoracht", einer Partner-Initiative der Kreiswirtschaftsförderung und der Kreissparkasse Euskirchen. Nachdem die Treffen bei den Firmen Laudon, Greven Fettchemie, der Werbeagentur Lemm oder im Fraunhofer Institut alle restlos ausgebucht waren, wird geht die erfolgreiche Netzwerkveranstaltung nun in die nächste Runde.

„Der große Zuspruch, den die Veranstaltung von Anfang an fand, hat uns bewogen, die Reihe auch 2015 weiter fortzusetzen", teilt Kreiswirtschaftsförderin Iris Poth mit. Dabei halte man an dem erfolgreichen Konzept fest: „Jeder Gastgeber hat die Gelegenheit, sich den anderen anwesenden Unternehmern zu präsentieren. Darüber hinaus gibt es jedes Mal ein Impulsreferat zu aktuellen Themen in Wirtschaftsbetrieben. In der Vergangenheit waren das beispielsweise der Fachkräftemangel, das Duale Studium oder Ablauf-Optimierung. Es wird zu einem Betriebsrundgang eingeladen und - last but not least - gibt es natürlich auch jedes Mal ein reichhaltiges Frühstücksbüffet", so Iris Poth weiter.

Die Treffen werden diesmal überwiegend im Südkreis stattfinden. Los geht es am Mittwoch, 25. Februar, beim regionalen Energiedienstleister Energie Nordeifel („ene") in Kall. Am Mittwoch, 17. Juni, treffen sich die Unternehmer dann bei Weimbs Orgelbau in Hellenthal. Weiter geht es am Mittwoch, 16. September, bei der AMERON Hotelgesellschaft in Euskirchen (Parkhotel). Der letzte Frühstückstermin in diesem Jahr führt die Gäste schließlich am Mittwoch, 11. November, zu den Nordeifel Werkstätten nach Nettersheim.

Die Veranstalter haben sich gefragt, wie sie „viertelvoracht" weiter verbessern sowie die Anmeldung leichter gestalten können. Herausgekommen ist dabei zum Jahresauftakt der „viertelvoracht"-Internetauftritt: Unter www.viertelvoracht.eu kann man sich jeweils drei Wochen vor dem entsprechenden Termin für das nächste Unternehmerfrühstück anmelden. Dazu gibt es weitere Informationen und Impressionen zu den Netzwerktreffen.

Die Frühstücke starten nach wie vor um 7.45 Uhr. Spätestens um 10 Uhr ist mit der Veranstaltung dann Schluss und der normale Alltag im Betrieb kann weitergehen.

pp/Agentur ProfiPress


Eine helfende Hand, wenn es im Alter schwierig wird: Die Veranstal-tungsreihe „Pflege und Wohnen im Kreis Euskirchen“ widmet sich am Mittwoch, 11. Februar, ab 18 Uhr dem Thema „Leben in einem Pflege-heim“. Foto: Helene Souza/pixelio.de/pp/ProfiPress

Infoabend „Pflege und Wohnen“ am 11.02.2015

Veranstaltungsreihe „Pflege und Wohnen im Kreis Euskirchen“ – Infoabend „Leben in einem Pflegeheim“ am Mittwoch, 11. Februar, 18 Uhr in Verbraucherzentrale Euskirchen – Kaller Bürger können sich zu Unterstützungs- und Versorgungsmöglichkeiten informieren lassen

Kreis Euskirchen/Kall - Im Alter braucht es eine helfende Hand, wenn es irgendwann nicht mehr möglich ist, im vertrauten Umfeld wohnen zu bleiben oder die eigenen Angelegenheiten noch selbstbestimmt regeln zu können. Plötzlich wird alles anders, wenn ein Pflegefall oder eine Demenz eintritt. Zu der Veranstaltungsreihe „Pflege und Wohnen im Kreis Euskirchen“ sind Kaller Bürger eingeladen, sich am Mittwoch, 11. Februar, ab 18 Uhr zum Thema „Leben in einem Pflegeheim – was der Bewohner und seine Angehörigen beachten sollten“ informieren zu lassen.

Betroffene und ihre pflegenden Angehörigen bekommen an diesem Infoabend einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Unterstützungs- und Versorgungsmöglichkeiten im Kreis Euskirchen. Dabei erhalten sie umfassende Informationen über ihre Rechte aus dem Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz sowie dem Pflegerecht.

Veranstaltungsort ist die Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37. Als Referentin für den Bereich Pflegerecht wird die Rechtsanwältin Verena Querling von der Verbraucherzentrale NRW auftreten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Zentralen Informationsbüro Pflege und Pflegestützpunkt des Kreises Euskirchen in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V., der AOK Rheinland/Hamburg Regionaldirektion Rhein-Erft-Kreis/Kreis Euskirchen, der Betreuungsbehörde des Kreises Euskirchen, der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle, der Wohnberatung der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH und der Verbraucherzentrale NRW.

Weitere Informationen unter Tel. 0 22 51/1 55 21 und 0 22 51/1 59 27 oder per Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

pp/Agentur ProfiPress


Von der guten Zusammenarbeit profitieren alle (hinten, v.l.): Kämmerer und Fachbereichsleiter Personal Michael Heller, Tanja Adolf, Fachliche Leiterin BIP-NEW, Alois Poth, Leiter Bürgerservice in der Verwaltung sowie (sitzend v.l.): Melanie Ersch, Job Coach NEW und Daniela Fehse, Mitarbeiterin NEW sowie der Gemeinde Kall. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Hand in Hand im beruflichen Alltag v. Januar

Gelebte Inklusion: Für die Gemeinde Kall arbeiten vier Menschen mit Behinderung - Mitarbeiter wurden vom Kreis Euskirchener Fachdienst “NEW-Job” vermittelt und im Bauhof, im Bürgerservice und im Gemeindearchiv eingesetzt

 

Kall - Das Telefon klingelt. Daniela Fehse greift zum Hörer. Am anderen Ende der Leitung ist eine ältere Dame. Sie will wissen, wann bei ihr die ausgediente Mülltonne abgeholt wird. Fehse kann schnell helfen. Sie schlägt das Kaller Gemeindeblättchen, den „Rundblick“ auf, und gibt der Anruferin den Termin durch. „Das war mal eine unkomplizierte Anfrage”, erklärt die 27-Jährige. Sie ist froh, dass sie der älteren Dame schnell weiterhelfen konnte. „Manchmal ist es komplizierter”, sagt die junge Frau. Aber: „Wenn ich nicht weiter weiß, frage ich meine netten Kolleginnen.” Daniela Fehse sitzt hinter der hellen und freundlichen Empfangstheke in der Kaller Bürgerservice-Anlaufstelle. Für die meisten Besucher des Kaller Rathauses ist sie die erste Ansprechpartnerin. Sie empfängt die Kaller Bürger freundlich. Man merkt schnell: Daniela Fehse geht in ihrer neuen Aufgabe auf. Sie macht ihr Spaß.

 

Daniela Fehse ist eine von vier Mitarbeitern der Gemeinde Kall, die den Weg aus den Nordeifel-Werkstätten in die Verwaltung gefunden haben. Seit vier Monaten arbeitet sie nun schon in der Kaller Bahnhofstraße. „Vorher fühlte ich mich unterfordert. Hier macht mir die Arbeit richtig Spaß.“ Beweis dafür? „Ich war noch nicht einen Tag krankgeschrieben”, berichtet sie ganz stolz. Selbst in ihrem Urlaub jüngst besuchte sie ihre Kolleginnen.

 

Birgit Fink und Karin Poth arbeiten schon seit vielen Jahren als Sachbearbeiterinnen für die Gemeinde Kall. Sie sind die direkten Büronachbarn von Fehse und haben sie angelernt. „Wir wollen Daniela gar nicht mehr missen”, sagt Birgit Fink. Ihre Kollegin Karin Poth ergänzt: „Daniela ist für uns alle eine tatkräftige Unterstützung.” Fehse hört das Lob und sagt: „Es ist doch schön zu hören, dass man gebraucht wird.” Das Betriebsklima stimmt ganz offensichtlich. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten in der Kaller Verwaltung gemeinsam Hand in Hand. Das nennt sich Inklusion und klingt für viele nach grauer Theorie. Im Kaller Rathaus ist dies aber seit einiger Zeit Alltag.

Auch im Bauhof der Gemeinde arbeiten behinderte und nicht behinderte Menschen optimal zusammen. Jörg Winterscheidt gehört seit März 2014 zum Team. An diesem nass-kalten Morgen ist er zusammen mit Michael Dreßen in Wallenthal eingesetzt, um dort Bäume zu schneiden. Im Nachbarort hilft der 32-jährige Jörg Hoffmann, der seit Dezember 2013 dabei ist, einem weiteren Trupp des Bauhofs, ebenfalls bei einer Freischneideaktion. Hoffmann: „Mir macht die Arbeit viel Spaß, ich bin gerne an der frischen Luft.“ Sein Kollege Arno Müller gibt ihm Tipps, wie er seine Arbeitsschritte noch verbessern kann. Bauhofchef Theo Dreßen ist mehr als zufrieden: „Das ist doch eine tolle Sache“, sagt er. Die Kollegen mit und ohne Handicaps arbeiten gerne und gut zusammen.”

Das Kaller Gemeindearchiv verstärkt seit Februar 2014 Adrian Kniehl, der ebenfalls begeistert ist: „Die Arbeit macht mir Spaß. Ich arbeite gerne am Computer“, sagt er und lacht.

Genauso soll es nach der Vorstellung von Tanja Adolf auch sein. Sie ist die Leiterin des Fachdienstes „NEW Job“ im Kreis Euskirchen. Dieser kümmert sich um die Beratung, Begleitung und Vermittlung von Menschen mit einer Behinderung auf dem Arbeitsmarkt. Die NEW-Job Mitarbeiter bieten individuelles Job-Coaching an und bereiten die Beschäftigten der Nordeifel-Werkstätten durch Training und Kurse auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vor. Adolf: „Viele Menschen mit Behinderung werden zu Spezialisten in ihrem Arbeitsfeld. Mit Grundarbeitsfähigkeiten wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer sind einige Menschen mit Behinderung prädestiniert für den allgemeinen Arbeitsmarkt.“

Die ersten Kontakte mit Tanja Adolfs als Grundstein für die spätere Zusammenarbeit wurden vom Kämmerer und Fachbereichsleiter Personal, Michael Heller, auf einer Infoveranstaltung von NEW-Job im Herbst 2013 geknüpft. Damals nannte er ihr für die Gemeinde Kall die Bereiche Archiv und Telefonzentrale im Bürgerservice sowie den Bauhof als mögliche Arbeitsbereiche, in denen NEW-Mitarbeiter eingesetzt werden könnten. Kämmerer Heller: „Wir waren im Verwaltungsvorstand von der Sinnhaftigkeit dieses Projektes überzeugt.“ Entscheidend sei aber auch gewesen, dass in guter Abstimmung mit Frau Adolfs und ihren Kollegen vernünftige Arbeitsgebiete angeboten werden konnten. Heller: „Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gemeinde Kall begrüßen und unterstützen das Projekt. Es macht bisher allen einfach viel Freude.“

 

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Die Bürgerhalle war bei der Jubiläumssitzung des Karnevalsverein „Löstige Bröder“ bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Große Narrenparade zum 111-Jährigen v. Januar

Große Jubiläumssitzung der KG Löstige Bröder - Viele vereinseigenen Akteure auf der Bühne – „Sahneschnittchen“ waren das „Sahnehäubchen“ des Abends – „Kallbachmücken“ feiern im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Bestehen

 

Kall - Bürgermeister Herbert Radermacher als Schirmherr des Kaller Karnevalsjubiläums war im schwarzen Anzug erschienen, während Ortsvorsteher Guido Keutgen sich im rot-weißen Ringelhemdchen unter Narrenvolk mischte. Ausgelassene Stimmung war bei beiden angesagt bei der Jubiläumssitzung des Kaller Karnevalsvereins „Löstige Bröder“, der in dieser Session seinen 111. Geburtstag feiert.

 

Die Kaller machten dem Jubiläumsverein jetzt anlässlich der großen Jubiläumssause mit der komplett ausverkauften Bürgerhalle ein ganz besonderes „Geburtstagsgeschenk“. Die „Löstige Bröder“ bedankten sich dafür mit einer tollen Sitzung, die sich bis weit nach Mitternacht hinzog. Besonders vereinseigene Kräfte hatten sich anlässlich des jecken Geburtstags ins Zeug geworfen, wobei die fünf Damen der Gruppe „Sahneschnittchen“ der Sitzung mit einer spektakulären Clownerie das sprichwörtliche „Sahnehäubchen“ aufsetzten.

 

Ihr Auftritt weit nach Mitternacht war ein absoluter Höhepunkt. Die „Sahneschnittchen“, bereichern seit drei Jahren die Kaller Prunksitzungen durch besonders ideenreiche Darbietungen, diesmal erschien die Gruppe als Clowns verkleidet. Dabei schien es auf den ersten Blick, als hätten die fünf Sahneschnittchen um Vize-Präsidentin Trixi Haseleu Zuwachs bekommen, denn auf der Bühne zählte man fünf Dreiergruppen mit insgesamt 15 tanzenden bunten Clowns, die mit dünnen Stangen miteinander verbunden waren. Doch: Echt war in jeder Gruppe nur der Clown in der Mitte, während die anderen lediglich lebensgroße Puppen waren, die durch die Stangenverbindung alle Bewegungen der Originale mitmachten.

 

Eröffnet hatte die Jubiläumssitzung in der voll besetzten Bürgerhalle der grandiose Einmarsch des bereits im November proklamierten Prinzenpaares Hans II. und Gabi I. (Lambert). Den Tollitäten folgte der Redner Edgar Anders aus Belgien als „Ne bonte Pitter“. Die Musikgruppe „Birkesdörper Buure Band“ verwandelte den Saal in ein Tollhaus und sprengte schon frühzeitig den Zeitplan. Weitere auswärtige Kräfte waren der Bauchredner Marcus Magnus mit dem frechen Vogel Charly, das Redner-Duo Hans Dieter Hahn und Rainer Krewinkel als „Botz & Bötzje“ sowie die KG Husaren Grün-Weiß Siegburg.

 

Bei der Sitzung wurde erneut deutlich, dass die 1992 nach der Vereins-Wiederbelebung erklärte Devise „Met ejene Saache, Freud üch maache“ in Kall noch immer Gültigkeit hat. Das Solomariechen Jana Schnichels ist aus Kaller Sitzungen nicht mehr wegzudenken. Eine akrobatische Darbietung bot die gemischte Showtanzgruppe der Löstige Bröder. Ebenso die Kallbachmücken, die seit dieser Session von Meike Wilkens trainiert werden. Im nächsten Jahr ist es genau 50 Jahre her, dass die wohl älteste Garde in der Region gegründet wurde. Ehemalige Kallbachmücken, teils schon gestandene Ehefrauen und Mütter, hatten sich zum närrischen Jubiläum noch einmal zusammengefunden, um mit der Trainerin Rebekka Kautz ein „Kallbachmücken Revival“ auf die Bühne zu bringen. Die Frauen glossierten eine flotte Kaller Kneipensause.

 

Kein Auge blieb trocken, als die Prinzengarde die Bühne enterte. Diesmal allerdings nicht mit zackigem Einmarsch in schmucker Uniform, sondern behäbig, gebückt und in Bademäntel gekleidet, mit Rollstuhl, Rollator, Krücken und Gehstöcken. Die Botschaft der gealterten Gardisten war eindeutig: „Wir sind Gründungsmitglieder des Vereins“. Die Altersheim-Abteilung wurde bei ihrem Sketch von einer Krankenschwester gehegt und gepflegt, ob beim Zähneputzen mit der Klobürste oder bei der kollektiven Sitzung auf dem „Pott“.

 

Es waren bereits 1Uhr morgens, als die Musikgruppe „Botzdresser“ Gruppe als letzte Akteure die Bühne mit dem Elferrat verließen – nach einer rundum gelungenen Jubiläumssitzung mit viel „Spaß an der Freud“. Einziger Wermutstropfen: Sitzungspräsident Ralph Drehsen kündigte in seinem Schlusswort der Sitzung an, dass dies seine letzte Amtshandlung als Sitzungspräsident gewesen sei. Der wortgewandte Moderator, der das Programm der Motto-Sitzungen der „Löstige Bröder“ seit vielen Jahren organisiert und professionell präsentiert hat, möchte den Stab nun weitergeben.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


„Den Tag genießen“, „Stress überwinden“, „Grenzen testen“ und „Glück“ waren die Hauptschwerpunkte der Besinnungstage 2015, die die Jahrgangsstufe Q1 des Steinfelder Salvatorianer-Gymnasiums Hermann-Josef-Kolleg jetzt im Don-Bosco-Haus in Jünkerath erlebte. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Selbsterfahrung und Gruppenerlebnis v. Januar

Schüler des Steinfelder Salvatorianer-Gymnasiums „Hermann-Josef-Kolleg“ zogen sich zu Besinnungstagen ins Don-Bosco-Haus in Jünkerath zurück

Kall-Steinfeld/ Jünkerath - „Den Tag genießen“, „Stress überwinden“, „Grenzen testen“ und „Glück“ waren die Hauptschwerpunkte der Besinnungstage 2015, die die Jahrgangsstufe Q1 des Steinfelder Salvatorianer-Gymnasiums Hermann-Josef-Kolleg jetzt im Don-Bosco-Haus in Jünkerath erlebte.

Nach der Ankunft wurden die Schüler von den Stufenkoordinatoren Dr. Matthias Dingmann und Ralf Kremp in fünf Gruppen eingeteilt, denen jeweils im Wechsel die einzelnen Themen näher gebracht werden sollten. Die einzelnen Kurse wurden von insgesamt sechs Mitarbeitern des Don-Bosco-Hauses und Pater Heinrich geleitet. „Stress ade“ lautete dann das Motto der ersten Einheit, in der die Schüler zu Beginn notieren sollten, was Stress für sie bedeutet. Anschließend wurden die Ergebnisse besprochen, bevor die erste Programmeinheit mit einer Traumreise endete.

Beim zweiten Workshop, zu dem sich die Gruppen am nächsten Tag trafen, drehte sich alles um das Thema „Glück“. Pater Heinrich startete dabei mit einem Konzentrationsspiel, anschließend diskutierten die HJKler darüber, was sie selbst als Glück empfinden. Weiter ging es nach der Mittagspause mit dem Thema „Carpe Diem - genieße den Tag“. Die Schüler setzten sich damit auseinander, wie sie einen tristen Tagesablauf überwinden und alternativ gestalten können. Mit der Einheit unter dem Motto „Kenne deine Grenzen“ endeten die Workshops am dritten Tag. Mit Hilfe von Vertrauensspielen konnten die jungen Menschen ihre eigenen Grenzen ausloten und auch erfahren, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen ist. Nach einem von den Schülern selbst gestalteten Abschlussgottesdienst und dem Mittagessen ging es dann wieder zurück nach Steinfeld.

„Die Besinnungstage waren eine echte Bereicherung neben dem stressigen Schulalltag“, waren sich anschließend alle einig. Die unterschiedlichen Workshops, so empfanden es die Schüler, boten ihnen die Chance, über die eigene Lebensgestaltung nachzudenken und gleichzeitig die Mitschüler besser kennenzulernen.

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Die Gäste konnten zur Probe am Unterricht teilnehmen und auch moderne Unterrichtsmittel wie Tabletts und Whiteboards ausprobieren, wie hier mit den Lehrerinnen Ludwiga Leisten und Ulrike Syndicus (hinten). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Interesse auch aus Nachbarschaft v. Januar

Gesamtschule, Standort Kall: Beachtlicher Andrang am Tag der offenen Tür – Bühnenprogramm mit Musik, Aufführungen und Infos - Rallye durch die Schule, Unterrichtsvorführungen und Mitmachangebote für künftige Fünftklässler – Michaela Kratz und Michael Heller registrierten für die Gemeinde Kall auch Interesse vor allem aus Stadtgebiet Schleiden 

Kall/Mechernich – Am Samstag war Tag der offenen Tür an beiden Standorten der künftigen Gesamtschule Mechernich-Kall. In Kall registrierte die Gemeinde, die vor Ort von Fachbereichsleiter Michael Heller und Öffentlichkeitsreferentin Michaela Kratz vertreten wurde, nicht nur beachtliches Interesse von Viertklässlern und deren Eltern aus der Gemeinde Kall.

Sie entnahmen den entsprechenden Anfragen, dass sich auch Eltern und Kinder aus benachbarten Kommunen für den Gesamtschulstandort Kall erwärmen. Insbesondere begehrten Eltern aus dem Stadtgebiet Schleiden Auskunft am Tag der offenen Tür, deren Kinder von ihren Grundschulen Empfehlungen zwischen Realschule und Gymnasium bekommen haben.

Der Tag der offenen Tür am Gesamtschulstandort Kall begann in der Aula mit Musik, Chor und Aufführungen der Schüler sowie Informationen der stellvertretenden Schulleiterin Anne Wloszkiewicz. „Sie überlegen jetzt angestrengt, was ist die beste Schule für mein Kind?“, zeigte die Konrektorin Verständnis für Mütter und Väter, die schon nach vier Schuljahren die Weichen für Beruf und Studium ihrer Kinder stellen sollen.

„Ich kann Ihnen mit gutem Gewissen unsere Schule empfehlen“, sagte Wloszkiewicz: „Es gibt keine Laufbahnentscheidung in Klasse 6 und Ihre Kinder können hier alle Abschlüsse machen.“ Nicht nur leistungsschwächere Schüler würden optimal und individuell gefördert, sondern auch die leistungsstarken. Deshalb sei der Slogan der „Schule für alle“ zutreffend. Der optimalen Förderung diene nicht nur die Einschätzung der Grundschulen, man mache sich selbst ein Bild, unter anderem durch die Diagnoseverfahren in den Hauptfächern in Klasse 5.

Bei einem Rundgang durch die Gesamtschule konnten sich Eltern und Kinder selbst ein Bild machen. Nicht nur Lehrer gaben an den einzelnen Stationen dieses als Rallye organisierten Rundgangs bereitwillig Auskunft, sondern auch die Schüler. So erfuhren die möglicherweise künftigen Kaller Gesamtschüler und ihre Eltern unter anderem, dass jede Klasse zwei Klassenlehrer hat, wie eine moderne computerunterstützte Schultafel heißt, nämlich Whiteboard, und wozu das „Lernbüro“ dient.

Im „Lernbüro“ machen die Schüler in der als Ganztagsschule angelegten Gesamtschule Mechernich-Kall ihre Hausaufgaben, wobei es sich nicht um klassische Hausaufgaben handelt, sondern um das Abarbeiten eines Wochenplans, dessen Schwierigkeitsgrade dem jeweiligen Kind und seinem Leistungsstand angepasst sind. Auch das Lerntempo entspricht dem einzelnen Gesamtschüler individuell.

Natürlich konnte man beim Tag der offenen Tür auch einen Blick in die Kaller Gesamtschulmensa werfen. Und nicht nur das, denn die Elternpflegschaft und einige hilfsbereite Mütter hatten extra für die Gäste leckere Kuchen und Waffeln gebacken, von deren Verzehr reichlich Gebrauch gemacht wurde. In den verschiedenen Unterrichts- und Fachräumen konnten die Besucherkinder am Unterricht teilnehmen oder Mitmach-Stationen erkunden.

Nicht nur Michaela Kratz und Michael Heller von der Gemeindeverwaltung Kall, auch Eltern der Schulpflegschaft standen für Gespräche bereit. Es konnten bereits Anmeldetermine vereinbart werden, denn am Freitag, 30. Januar, startet das vorgezogene Anmeldeverfahren für die Gesamtschule Mechernich-Kall. Freitag, 6. Februar, ist der letzte Anmeldetag. Informationen auf der Homepage www.sekundarschule-mechernich-kall.de oder unter (0 24 41) 9 94 04 70 bzw. (0 24 43) 3 10 11 30.

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Der Kaller „Zoch“ – hier ein Bild aus dem Vorjahr - soll im Jubiläumsjahr der KG „Löstige Bröder“ besonders groß und bunt werden. Archivfoto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Jetzt zum „Zoch“ anmelden! v. Januar

„Löstige Bröder“ wünschen sich im Jubiläumsjahr besonders großen, bunten Zug – Anmeldungen bis Montag, 2. Februar – Konditionen stehen im Web bereit

 

Kall - Der große Karnevalsumzug des Karnevalsvereins „Löstige Bröder“ anlässlich des 111-jährigen Bestehens des Kaller Traditionsvereins startet am Karnevalssonntag, 15. Februar, um 14 Uhr. Es soll in diesem Jahr ein besonders großer und bunter Zug werden.

 

Schon seit Wochen ist der Zugleiter des KV „Löstige Bröder“ Kalle Haseleu mit den Vorbereitungen für den Narrenzug beschäftigt. Er bittet deshalb alle Karnevalsjecken, die mit einem Wagen oder einer Gruppe am Zug teilnehmen möchten, sich möglichst zeitnah, spätestens aber bis Montag, 2. Februar, anzumelden. Anmeldungen sind zu richten an Zugleiter Karlheinz Haseleu, Karolinger Straße 9 in 53925 Kall. Für spezielle Fragen steht der Zugleiter unter Tel. 024 41/ 77 86 99 oder Mobil 01 75/ 523 30 69 zur Verfügung.

 

Die für eine Zugteilnehme notwendigen Formulare wie Anmeldung, Fahrzeugerklärungen, TÜV-Bestimmung, Teilnahmeregelungen etc. stehen auf der Homepage der „Löstige Bröder“ zum Ausdrucken bereit.

Wegen der bevorstehenden Arbeiten zum Ausbau der Kölner Straße steht der Aufstellungsort des Zuges noch nicht fest. Sollten die Bauarbeiten im Februar bereits begonnen haben, erfolgt die Aufstellung des Zuges ab 13 Uhr in der Gemünder Straße. Weitere Infos gibt es unter: www.loestige-broeder.de

 

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Der Kaller Karnevalsverein rüstet sich für die Hochzeit der Session. Dazu gehört auch wieder der Rathaussturm Weiberdonnerstag, zu dem alle Kaller eingeladen sind. Archivfoto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Jecke Termine für Kall v. Januar

„Löstige Bröder“ bereiten sich auf die Fünfte Jahreszeit vor – Prunk- und Kostümsitzung am Samstag, 17. Januar, Kindersitzung am Samstag, 24. Januar, Tollitätenempfang am Sonntag, 25. Februar, Rathaussturm und Party an Weiberdonnerstag, 12. Februar, „Zoch“ am Karnevalssonntag, 15. Februar – Ausklang beim Fischessen am Karnevalsdienstag, 17. Februar

 

Kall - Mit der Proklamation des Prinzenpaares Hans II. und Gabi I. (Lambert) und der Jugendprinzessin Lara II. (Blatt) ist der Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ bereits im November erfolgreich in die Jubiläums-Session 2015 gestartet, in der der Verein sein 111-jähriges Bestehen feiert.

 

Am Samstag, 17. Januar, ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), findet in der Bürgerhalle die große Prunk- und Kostümsitzung mit Empfang der Tollitäten statt. Sitzungspräsident Ralph Drehsen hat ein vierstündiges Programm zusammengestellt, in dessen Verlauf neben Rednern und Musikgruppen auch vereinseigene Kräfte wie die Prinzengarde, die Garden der Löstige Bröder sowie die „Sahneschnittchen“ das Publikum begeistern werden.

 

Die Kindersitzung findet am Samstag, 24. Januar, um 15 Uhr in der Bürgerhalle statt. Im Anschluss an die Sitzung lädt der Verein für abends um 19 Uhr zur Standquartier-Eröffnung der „Löstige Bröder“ im Saal Gier ein.

 

Am Sonntag, 25. Januar, ab 11.11 Uhr erfolgt in der Bürgerhalle (Eintritt frei) der Empfang aller Tollitäten aus der Gemeinde Kall durch den Bürgermeister Herbert Radermacher, der auch die Schirmherrschaft über die Jubiläumsveranstaltungen der „Löstige Bröder“ übernommen hat.

 

Der Weiberfastnachtstag am Donnerstag, 12. Februar, steht  ganz im Zeichen des Rathaussturms, der um 11.11 Uhr erfolgt. Alle Kaller sind zu diesem Spektakel eingeladen. Ab 13 Uhr findet in der Bürgerhalle eine Karnevalsparty mit einem DJ und später (bis Ende offen) mit der Showband „Hello“ statt.

 

Höhepunkt der Jubiläumssession ist der Karnevalszug am Sonntag, 15. Februar, um 14 Uhr. Im Anschluss an den Zug findet in der Bürgerhalle die große „After Zoch Party“ statt.

 

Am Karnevalsdienstag, 17. Februar, erfolgt ab 11.11 Uhr das Fischessen des KV „Löstige Bröder“ in der Gaststätte Gier. Ab 19 Uhr heißt es an gleicher Stelle beim Sessionsausklang: „Bye, bye Karneval“.

 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress


Kall als erste Kommune im Kreis dabei v. Januar

Weg ist frei für kommunale Beteiligung an der Energie Nordeifel - Bürgermeister Herbert Radermacher: „Meilenstein gesetzt“

Kall - Die Möglichkeit einer Beteiligung der Kommunen an der Energie Nordeifel („ene“) hat konkrete Formen angenommen. Ende vergangenen Jahres wurde der Konsortialvertrag durch den Kreis Euskirchen und die RWE Deutschland AG unterschrieben. Damit ist der Grundstein dafür gelegt, dass sich Kommunen im Kreis Euskirchen an der Energie Nordeifel GmbH & Co. KG mit Sitz in Kall beteiligen können.

Eigens dafür wurden eine kommunale Vorschaltgesellschaft mit dem Namen Energie Rur-Erft GmbH & Co. KG („ere“) und die Energie Rur-Erft Verwaltungs-GmbH (Komplementärgesellschaft) gegründet. Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft sind der Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher und Jens van der Crabben von RWE Deutschland AG.

Bereits seit 2011 arbeiten die „ene“ und deren Gesellschafter, der Kreis Euskirchen und die RWE Deutschland AG, an der kommunalen Beteiligung. Am 1. Oktober 2014 hatte der Kreistag den Gesellschafterverträgen zugestimmt. Die Genehmigung der Kommunalaufsicht liegt seit dem 29. Oktober vergangenen Jahres vor. Die „ere“ wird zukünftig ein Drittel der Gesellschaftsanteile der „ene“ halten.

Bereits vor der endgültigen Beschlussfassung in den Kreisgremien hat der Kaller Gemeinderat am 02. September 2014 als erste Kommune des Kreises Euskirchen einen einstimmigen Beschluss für den Anteilserwerb an der „ere“ und der Komplementär-GmbH gefasst. Aus diesem Grund lag auch die Genehmigung der Bezirksregierung für die Gemeinde Kall frühzeitig vor. Bürgermeister Herbert Radermacher konnte daher schon am 18. Dezember 2014 die notarielle Vertragsunterzeichnung vornehmen. Die Gemeinde Blankenheim hat ebenfalls noch im alten Jahr einen positiven Ratsbeschluss gefasst.

Ab sofort können die Kommunen mit ihrem Eintritt in die kommunale Vorschaltgesellschaft mittelbar Anteile an der „ene“ erwerben. Durch die kommunale Beteiligung wird es im operativen Geschäft der „ene“ keine gravierenden Veränderungen geben. Auf der Gesellschafter-Ebene und im Aufsichtsrat wird jedoch zukünftig die „ere“ Mitspracherecht haben.

Bürgermeister Radermacher: „Mit der Gründung der ‚ere‘ wurde ein Meilenstein interkommunaler Beteiligung und Zusammenarbeit gesetzt. Trotz der doch sehr schwierigen Verhandlungen und Vertragsregelungen wurde letztlich eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung gefunden. Erfreulich, dass die Gemeinde Kall als erste Kommune des Kreises Euskirchen den Erwerb der Beteiligung auch umsetzen konnte.“

pp/Agentur ProfiPress


Für Männer tabu ist das „Internationale Frauenschwimmen“, das vom 23. Januar bis zum 23. März jeden Freitagabend im Kaller Hallenbad stattfindet. Symbolbild: Klaus Steves/Pixelio/pp/Agentur ProfiPress

Internationales Schwimmen nur für Frauen v. Januar

Im Kaller Hallenbad bleiben Frauen und Mädchen freitagabends unter sich

 

Mechernich/Kall – Ein neues Angebot startet am Freitag, 23. Januar im Kaller Hallenbad: Dank einer Zusammenarbeit zwischen der DLRG Mechernich, der Gemeinde Kall, dem Jugendmigrationsdienst, Vertreterinnen der türkisch-Islamischen Gesellschaft und dem Kommunalen Bildungs-und Integrationszentrum Kreis Euskirchen findet dort bis einschließlich 23. März jeden Freitag, von 20 bis 22 Uhr, ein „Internationales Frauenschwimmen“ statt.

Eingeladen sind Mädchen ab zwölf Jahren und Frauen jeden Alters, die beim Schwimmbadbesuch gerne unter sich bleiben wollen, die die ruhige Atmosphäre des Frauenschwimmens schätzen oder nicht gerne in Badekleidung von männlichen Schwimmbadbesuchern gesehen werden wollen.

Die Badeaufsicht wird von Rettungsschwimmerinnen und Lehrscheininhaberin